Vorfreude auf Weihnachten - Ein Adventskalender
Disclaimer: Mir gehören weder die Personen noch die Orte. Nur die Idee zu der Geschichte ist meine. Ich verdienen hiermit auch kein Geld.
21. Dezember
Auch die nächste Nacht verbrachte James an Lilys Seite.
Madam Pomfrey hatte ihm erlaubt eines der Krankenbetten zu benutzen, damit er wenigstens etwas Schlaf bekam. Sie wollte nämlich nicht, dass James auf Grund von Schlafmangel ihr nächster Patient wird. James nahm dankend das Angebot an.
Am nächsten Morgen, als er aufwachte, sah Lily ihn bereits mit ihren smaragdgrünen Augen an. James stand auf und trat zu Lily ans Bett.
„Guten Morgen, Lily. Wie fühlst du dich?"
„Guten Morgen. Schon viel besser. Nicht mehr so müde und mein Kopf tut auch kaum noch weh."
„Das freut mich." James lächelte sie an.
„Wie lange bin ich schon hier, James?" fragte Lily, die völlig das Zeitgefühl verloren hatte.
„Seit drei Tagen. Du hast die meiste Zeit über geschlafen."
Lily nickte nachdenklich mit dem Kopf. „Und du warst die ganze Zeit hier?"
„Bis auf ein paar Stunden, ja", beantwortet James ihre Frage.
„Das hättest du nicht tun müssen."
„Ich wollte es aber, Lily", entgegnete James. „Ich wollte sicher gehen, dass es dir gut geht und da sein, wenn du aufwachst."
„Aber warum?"
„Ist das nicht klar, Lily?" Er blickte ihr direkt in die Augen. „Weil ich mir Sorgen um dich gemacht habe."
„Würdest du das gleiche auch für andere machen?"
„Bei Anderen würde ich mir auch Sorgen machen. Aber bei dir ist es etwas anderes."
„Warum ist es bei mir etwas anderes?" Lily wollte sicher gehen. Sie wollte wissen, ob es stimmte, was die Anderen sagten und sie seit kurzem auch glaubte.
„Weil ich dich mag. Sehr mag." James holte tief Luft, ehe er weitersprach. „Nein, ich mag dich nicht nur. Ich liebe dich, Lily Evans! Und das seit sehr langer Zeit." Er nahm ihre Hand in seine.
Lily strahlte ihn an. Es von ihm zu hören, machte sie einfach nur glücklich. Seit sie heute Morgen aufgewacht war und James gesehen hatte, wusste sie, was sie für ihn empfand.
„Ich lieb dich auch, James!"
Nun strahlte auch James von einem Ohr zu anderem. Er hatte sich gerade vorgebeugt um Lily zu küssen, als Madam Pomfrey aus ihrem Büro kam.
„Ah, Miss Evans! Wie geht es Ihnen?"
James wich ein paar Schritte zurück. Er hatte einen leichten Rotschimmer im Gesicht. Auch Lily war eine leichte Röte ins Gesicht gestiegen.
„Besser", antwortete Lily nur knapp und fand ihre Hände auf der Bettdecke sehr interessant.
„Ich werde Sie gleich gründlich untersuchen. Sie, Mister Potter, gehen in der Zeit bitte raus", befahl Madam Pomfrey. „Keine Widerrede", fügte sie hinzu als er widersprechen wollte.
James befolgte die Anweisungen widerwillig. Er schenkte Lily noch ein Lächeln, bevor er den Krankenflügel schließlich verließ. Er setzte sich gegenüber der Tür zum Krankenflügel an die Wand und wartete.
„James." Alice kam gerade um die Ecke. „Ist was mit Lily?"
„Sie ist wach. Madam Pomfrey untersucht sie gerade."
„Oh, das freut mich so. Und warum sitzt du hier draußen und bist nicht drinnen bei Lily?"
„Sie hat mich rausgeschickt", sagte James missmutig.
„Wer? Lily?"
„Nein, Madam Pomfrey."
„Ach so. Ist doch verständlich, oder nicht?" Alice setzte sich neben James auf den Boden. „Du kannst bestimmt gleich wieder zu ihr."
James nickte nur zur Antwort. Die Beiden saßen eine Weile schweigend nebeneinander. Endlich ging die Tür zum Krankenflügel auf. James sprang sofort auf die Beine.
„Kann ich wieder zu ihr?" bestürmte er sofort Madam Pomfrey.
„Ich bitte sehr darum. Miss Evans wünscht Sie zu sehen."
James lief an ihr vorbei zu Lily.
„Du wolltest mich sehen?" James setzte sich auf Lilys Bettkante.
„Ich möchte dir danken, James …" Lily wurde unterbrochen.
„Lily! Wie schön, dass es dir besser geht." Alice war James in den Krankenflügel gefolgt.
„Alice…" Lily wollte eigentlich alleine mit James sein, aber sie konnte doch ihre beste Freundin nicht vor den Kopf stoßen. „Schön dich zu sehen, aber warum bist du schon so früh wach?"
„Ich wollte unbedingt nach dir sehen. Wir haben uns alle große Sorgen gemacht", sagte Alice. „Die Anderen wollen auch bald herkommen. Ann wird sich freuen, dass du wieder wach bist."
James stöhnte auf. Er hatte gehofft, ein bisschen Zeit mit Lily zu haben. Wenn aber die Anderen gleich kommen wollten, hatte sich das erledigt.
„Das ist aber nett." Lily blickte James an.
„Bist du nicht mit Frank zum Frühstück verabredet?" startete James den Versuch Alice loszuwerden.
„Nein, heute nicht", entgegnete Alice knapp und wandte sich an Lily. „Und wie geht es dir? Was hat Madam Pomfrey gesagt."
Die Krankenflügeltür öffnete sich und Ann kam mit Remus herein. Ann stieß einen spitzen Schrei aus, als sie sah, dass Lily wach war. Sie eilte zu Lilys Bett und umarmte sie. James musste aufstehen, sonst hätte Ann ihn von der Bettkante gestoßen.
Ann und Alice redeten nun wild auf Lily ein. Erzählten ihr, was alles in den letzten Tagen im Schloss passiert war. Lily hörte geduldig zu und warf dabei immer wieder Blicke zu James, der etwas abseits mit Remus stand.
„Reden Frauen immer so viel?" wollte James von Remus wissen.
„Ich fürchte, ja", antwortete Remus. „Du wirst sicher später noch Zeit mit Lily haben. Aber du musst auch ihre Freundinnen verstehen. Sie haben sich genauso Sorgen gemacht wie du."
„Ich weiß…" James blickte zu Lily.
Ihre Blicke trafen sich und Lily schenkte ihm ein Lächeln, welches James nur zu gerne erwiderte.
Wünsche euch allen einen schönen 4. Advent.
Hoffe, euch hat das Kapitel gefallen und ihr lasst mir ein kleines Review da.
Liebe Grüße littlebabe
