"What's a faggot"

„Was ist eine Schwuchtel?"

„Daddy, was ist eine Schwuchtel?", zwitscherte Zachy, machte Muster mit den Fingern aus dem Zucker auf seinem König der Löwen Teller und tunkte mit der anderen Hand eine Erdbeere in Zucker.

Kurt verschluckte sich fast an der Erdbeere, die er aß. „W-Was?"

Zachy zuckte mit den Schultern. „Becky hat gesagt, dass du und Dad Schwuchteln wären. Was heißt das? Heißt das, dass ihr eines Tages zu Fliegen werdet?"

„Blaine, komm her!", schrie Kurt durch das Haus. Er betrat den Raum, sah Nicky an, der auf dem Boden war und malte. „Nicky, Schatz, komm mit Daddy für eine Minute in die Küche."

„Aber ich bin fast fertig mit Barney.", protestierte Nicky.

„Süßer, komm schon." Kurt drängte Blaine hinunter, verwirrt aussehend. „Schläft Sophie noch?"

„Ja, ich habe gerade nachgesehen. Was ist los?", fragte Blaine, Kurt anblinzelnd.

„Nicholas, komm schon.", sagte Kurt, hob ihren Sohn ganz sanft hoch und stellte ihn hin.

„Aber kann ich es später fertig malen, Daddy?", fragte Nicky als sie in die Küche gingen.

„Ja." Kurt hob ihn hoch und setzte ihn auf einen Stuhl am Tisch.

„Bin ich in Schwierigkeiten?", fragte Zachy mit geweiteten Augen. „Ich habe es nicht gewollt! Sag Daddy nicht was ich gesagt habe! Es tut mir Leid!"

„Oh, Baby." Kurt hob ihn hoch, setzte sich hin und setzte Zachy auf seinem Schoß. „Du steckst nicht in Schwierigkeiten."

Zachy seufzte erleichtert. „Okay."

Blaine folgte seinem Beispiel, nahm Nicky hoch und setzte Nicky auf seinen eigenen Schoß, effektiv den Stuhl stehlend, auf dem Nicky gesessen hatte. „Was ist los?"

„Zachy, sag Blaine was Becky dir gesagt hat.", sagte Kurt ruhig und strich durch sein Haar.

„Sie hat mir gesagt, dass du und Daddy Schwuchteln wären.", sagte Zachy und sah hinunter.

„Sie hat es mir auch gesagt! Und auch Matthew und Connor!", fügte Nicky eifrig hinzu. „Aber ich weiß nicht, was das heißt."

Kurt und Blaine sahen einander an, ihre Augen trafen sich. Sie hatten gehofft, dass es ihre Kinder vor so etwas beschützen würde, wenn sie sie auf die Riverdale-Academy, eine teure Schule bekannt für Gleichberechtigung, schicken würden… zumindest bis sie alt genug waren um es zu verstehen.

„Uhm…", sagte Blaine und umarmte Nicky. „Haben sie sonst noch etwas gesagt?"

„Nun, Connor hat gesagt, dass ihr mich anfassen würdet. Was dumm ist, weil du mein Daddy bist und natürlich fasst du mich an, weil du und Daddy es mögen uns zu umarmen und mit uns zu kuscheln.", sagte Nicky, als ob es das einfachste auf der Welt wäre.

„Und Becky hat gesagt, dass ich eine Mutter haben muss. Aber ich habe keine Mutter, richtig? Ich habe nur zwei Daddys. Sie sagt, dass ich eine Mutter haben muss.", fügte Zachy hinzu und sah verwirrt aus. „Und ich will keine Mutter. Weil das heißen würde ich hätte keine zwei Daddys. Richtig?"

„Und wir mögen euch.", fügte Nicky hinzu und nickte sehr ernst.

„Nun, wir haben euch Jungs gesagt, dass wir beide eure Daddys sind, aber ich bin euer biologischer Daddy.", sagte Blaine sanft.

„Was heißt das?", fragte Nicky und sah zwischen den beiden hin und her.

„Nun ja, das könnte etwas verwirrend sein.", sagte Kurt leise. „Aber … es braucht einen Mann und eine Frau um Babys zu machen… Als Daddy und ich entschieden haben, dass wir bereit für Babys wären, die wir lieben würden, hat uns also eine Freundin geholfen euch zwei zu machen."

„Wir haben darüber geredet! Sie hat uns eine lange, lange Zeit im Bauch gehabt.", sagte Zachy und sah stolz aus, dass er etwas zu einer sehr erwachsenen Konversation beizutragen. „Ich erinnere mich."

„Das ist richtig. Also wäre diese Freundin eure biologische Mutter. Sie hat euch geboren.", lächelte Blaine, strich durch Nickys Haare und Kurt kuschelte sich an Zachy und küsste ihn auf die Wange.

„Aber… Aber Daddy hat gesagt, dass du unser bi–log- …"

„Biologischer.", sagte Blaine.

„Daddy hat gesagt, dass du unser biologischer Vater wärst.", beendete Zachy und sprach biologisch zusammen mit Blaine sehr langsam aus.

„Das heißt, dass…" Blaine zögerte und wusste nicht wie er es in Worte fassen sollte, so dass ein Sechsjähriger es verstehen würde.

„Das heißt, dass unsere Freundin und Blaine euch gemacht haben.", sagte Kurt. „Der Arzt hat von Blaine genommen, was er brauchte und sie haben es mit dem zusammengepackt was sie von eurer biologischen Mutter brauchten. Als sie die zwei Sachen zusammengepackt haben, hat es euch Babys erschaffen. Und dann hat sie euch ausgetragen."

„Für eine sehr lange Zeit.", zwitscherte Zachy.

„So eine lange Zeit. Eine der längsten Wartezeiten unseres Lebens.", sagte Blaine und sah anerkennend Kurt an, dafür dass er in der Lage gewesen war es in Worte zu fassen, die ihre Söhne verstehen würden.

„Aber, Dad… heißt das nicht, dass wir eine Mutter haben?", fragte Nicky.

„Nein, Süßer. Schau… schau, Daddy und ich wollten Babys, die unseren eigenen sind. Also wollten wir nicht adoptieren. Deshalb haben sie und ich euch gemacht. Und später haben sie und Daddy dasselbe getan und Sophia gemacht.", sagte Blaine langsam. „Also hat sie euch für eine Weile ausgetragen, aber das ist alles. Ihr seid am nächsten Tag mit uns aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen. Mütter leben jeden Tag mit ihren Kindern zusammen und kümmern sich um sie. Also ist sie nicht eure Mutter. Ihr beiden habt keine Mutter."

„Also…", sagte Zachy noch immer verwirrt aussehend. „Also… ist Daddy Sophies wirklicher Dad und du bist unser richtiger Dad?"

„Nein. Wir sind beide unsere richtigen Dads.", sagte Blaine sofort. „Wir beide, Daddy und ich, sind eure richtigen Dads und dasselbe gilt auch für eure Schwester."

„Weil ihr uns großgezogen habt?", fragte Zachy.

„Ja. Und weil wir euch beide lieben. Wir beide. So, so sehr." Kurt küsste seine Wange. „Ich liebe meine Zwillinge genauso sehr wie ich meine Sophie liebe."

„Ich liebe dich auch, Daddy.", sagte Zachy, kuschelte sich nahe heran und sah sehr befriedigt aus.

„Also müssen wir keine Mutter haben?", fragte Nicky, nur um sicher zu gehen.

„Nein, Schatz."

„Weil es so ist, als ob sie euch geholfen hätte!", sagte Nicky eifrig.

„Ja! Exakt!", nickte Blaine. „Genau. Sie hat uns geholfen unsere Babys zu bekommen, aber wir sind eure Eltern."

„Jetzt macht es Sinn!", sagte Nicky und sah stolz auf sich selbst aus.

„Aber ist es so schlimm? Macht es uns komisch?" Zachy drehte sich auf Kurts Schoß und sah erwartend zu ihm auf.

„Kinder werden bei allen Arten von Eltern aufgezogen, Schatz. Melody hatte eine Mommy und Daddy, oder etwa nicht? Und Dad hat eine Mommy und einen Daddy. Aber Opa hat mich alleine großgezogen und Oma hat Onkel Finn alleine großgezogen.", erklärte Kurt.

„Also… haben manche Menschen nur eine Mommy oder einen Daddy und nichts anderes?", fragte Nicky verwirrt aussehend.

„Daddy, sind sie traurig?"

„Manche von ihnen sind es vielleicht… aber nur ein Elternteil zu haben ist okay.", antwortete Kurt. „Genauso wie eine Mommy und einen Daddy zu haben. Oder zwei Mommys."

„Oder zwei Daddys?", fragte Zachy.

„Oder zwei Daddys.", sagte Blaine nickend.

„Aber… aber dann…", sagte Nicky und rutschte nervös herum. „Aber…"

„Aber was?", fragte Blaine leise.

„Warum haben Becky, Matthew und Connor dann gesagt, dass ihr Schwuchteln seid? Was heißt das?"

„Es ist… es ist ein sehr schlimmes Wort, wie man zwei Männer nennt, die einander lieben."

Nickys haselnussbraune Augen weiteten sich, Schock und Verwirrung zeigten sich auf seinem Gesicht. „Aber… aber warum?"

„Manche Menschen denken, dass nur ein Mann und eine Frau sich einander lieben sollen.", antwortete Kurt.

„Aber ihr seid verheiratet.", saget Zachy einfach. „Ihr müsst euch lieben."

Blaine musste darüber lachen wie unschuldig sein Sohn war. „Nun manche Menschen würden dem auch nicht zustimmen. Manche Menschen wären wütend, dass Kurt und ich geheiratet haben. Sie denken nicht, dass es normal ist."

„Daddy, Matthew hat gesagt, dass… dass sie uns von euch wegnehmen könnten.", sagte Zachy mit Tränen in den haselnussbraunen Augen.

„Sie nehmen uns von Daddy weg?", schrie Nicky. „Warum?"

„Nein, nein, nein, nein. Niemand nimmt euch weg.", sagte Kurt schnell. „Nein, Schatz, nein."

„Aber-."

„Kein aber. Niemand wird euch wegnehmen. Weder euch, noch Sophie. Wir sind eine Familie und man trennt keine Familien.", sagte Kurt mit sicherer Stimme, die keinen Platz für Widerspruch ließ.

„Aber was, wenn sie versuchen uns zu einer Mutter und einem Vater zu bringen?", fragte Nick schüchtern, ganz klar davon verängstigt, was sein Zwilling erwähnt hatte.

„Wir will keine Mutter.", sagte Zachy mit großen Augen.

Wollen.", korrigierte Blaine, reichte hinüber und kitzelte seinen Fuß.

„Wir wollen keine Mutter.", wiederholte Zachy. „Richtig, Nicky?"

„Richtig, Cheerio!", kicherte Nicky.

Kurt drückte Zachy fest.

„Aber, Daddy, könnten sie?"

„Kommt her ihr zwei." sagte Blaine, stand auf und setzte Nicky hin.

Kurt stand auf und setzte auch Zachy ab. Nicky kam sofort zu ihnen und reichte hinauf. Kurt nahm ihn hoch, drückte ihn fest und wisperte, dass er ihn liebte.

Blaine führte sie in ihr Büro und sah sich einige Minuten um, bevor er zwei Blätter Pergamentpapier herauszog. „Sag mir wessen Name das ist, Nicky."

„Meiner!", zwitscherte Nicky.

„Und das ist meiner!", sagte Zachy und zeigte auf dem anderen Pergament auf dieselbe Stelle.

„Okay, gut. Seht ihr die Linien auf denen die Eltern stehen?" Blaine zeigte darauf. „Und genau hier heißt es Blaine Wyatt Anderson?"

„Uh-huh." Beide kleinen Jungen nickten.

„Und genau hier heißt es zweites Elternteil. Wessen Name ist das, huh?"

„Daddys!", sagte Nicky und umarmte Kurts Arm.

„Dieses Schriftstück hier sagt, dass ihr genauso Kurts wie meine Kinder seid. Das heißt, wenn mir etwas passiert, dass Daddy euch behalten kann. Und wenn Daddy etwas passiert, dann darf ich Sophie behalten.", sagte Blaine sanft. „Also wollen wir nicht, dass ihr euch jemals Sorgen macht, dass jemand euch wegnimmt. Wir sind eine Familie."

Zachy seufzte erleichtert. „Also liegen sie falsch."

„Sehr falsch.", sagte Kurt.

„Ich bin froh, dass sie falsch liegen, Daddy.", sagte Nick und umarmte noch immer Kurts Arm.

„Oh, mögen wir mich nicht?", neckte Blaine.

„Ein bisschen.", kicherte Zachy.

„Und sie können Dad Sophie nicht wegnehmen?", fragte Nicky und griff nach Blaine.

„Nein, nein, nein.", versicherte Blaine ihnen, als er Nicky von Kurt nahm. „Wenn jemanden irgendetwas passiert, werdet ihr drei Kinder nicht getrennt. Ihr werdet mit einem von uns zusammen sein… Aber das wird nicht passieren. Es ist nichts, worum ihr euch sorgen sollt, okay?"

„Okay.", nickte Nicky, als Blaine ihn wieder auf den Boden stellte.

„Macht ihr zwei euch noch immer Sorgen?", fragte Kurt, sich hinkniend, um auf ihrer Augenhöhe zu sein.

„Ich weiß bloß nicht warum sie… warum sie über dich und Dad lügen… weil ich denke, dass sie schlimme Sachen gesagt haben und… wir sind nicht schlecht." Nicky sah hinunter. „Es macht mich traurig."

„Baby, ich denke, dass diese Kinder es von ihren Eltern lernen, wenn so etwas passiert.", sagte Blaine und kniete sich auch hin. „Manchmal, wenn Leute nicht an etwas gewohnt sind, mögen sie es nicht. Manchmal sind Leute einfach voller Vorurteile."

„Vorurteile?", fragte Zachy.

„Es heißt, dass sie nicht mögen, dass wir schwul sind."

„Was ist schwul?" Nicky legte seinen Kopf schief.

„Schwul sein heißt, dass ein Mann einen anderen Mann mag.", sagte Kurt sanft.

„Aber das ist nicht schlimm. Warum mögen sie es nicht?"

„Sie denken nicht, dass Leute schwul sein sollten, also sagen sie schmerzhafte Dinge, wie das, was sie zu euch gesagt haben.", antwortete Blaine. „Vorurteile sind nur Ignoranz. Wir hatten gehofft, dass ihr Jungs das nicht durchmachen müsst."

„Es tut uns Leid.", sagte Kurt und schlang einen Arm um jeden von ihnen.

„Also mögen sie es einfach nicht?", fragte Nicky.

„Ja. Sie mögen es einfach nicht.", nickte Blaine.

Zachy zuckte mit den Schultern und kuschelte sich unter Kurts Arm. „Wir mögen beide unsere Daddys."

„Wir könnten euch auch beide auch mögen.", neckte Kurt.

„Wir haben auf jeden Fall sehr viel Geld rein gesteckt um euch zu kriegen.", lachte Blaine. „Aber wir haben am Ende gespart. Zwei für einen."

„Du hast gedacht, dass es zwei für eins wäre." Kurt rollte mit den Augen. „Ich erinnere mich an die extra Kosten, die sie uns aufgebrummt haben."

„Huh?" Nicky legte wieder seinen Kopf schief.

„Wir lieben dich.", lachte Blaine wieder und entschied nicht in Details zu gehen. Sie waren eh noch nicht alt genug um das zu verstehen. „Wir lieben euch sehr."

„Und wir wollen, dass ihr beide nicht auf das gemeine Zeug hört, das die Leute sagen.", fügte Kurt hinzu, senkte seine Hände und stupste dann ihre Nasen an. „Weil uns nicht interessiert was sie denken. Wir haben eine perfekte Familie, Blaine und ich lieben euch Jungs und Sophie und solange wir einander haben, zählt nichts anderes. Sie können uns oder euch Kinder nicht anrühren. Ihr seid Unsere. Ihr werdet es vielleicht nicht mögen, wenn ihr fünfzehn seid und Hausarrest bekommt, aber ihr werdet immer unsere Kinder sein. Okay?"

„Versprochen?", fragte Zachy mit großen Augen.

„Kleiner-Finger-Schwur.", sagte Kurt und verschränkte ihre kleinen Finger mit Zachy.

„Du kannst einen Kleinen-Finger-Schwur nicht brechen.", sagte Nicky sehr ernst.

Blaine strich durch seine Haare und schob ihn aus dem Raum.

„Dad, Sarahs Eltern lassen sich scheiden und du und Daddy haben letzte Nacht laut geschrieen. Werdet ihr zwei euch auch scheiden lassen?", fragte Nicky als Kurt und Zach folgten.

Blaine würgte und begann zu husten, nicht aufhörend bis Kurt ihn mehrere Male schlug.

„Nein, Schatz.", sagte Kurt glatt, als Blaine versuchte sich daran zu erinnern, wie man atmete. „Manchmal drücken Dad und ich unsere Liebe zueinander durch Schreien aus."

„Es hat geklungen, als würdest du Gott lieben.", sagte Zachy nachdenklich, was dazu führte, dass Blaine zu kichern begann.

„Blaine…", sagte Kurt drohend.

„Du bist der Schreier, nicht ich.", wimmerte Blaine und wich Kurts Hand aus, die seinen Kopf als Ziel hatte.

„Blaine! Sag so etwas nicht vor den Kindern!", rief Kurt Blaine hinterher, als dieser aus dem Zimmer hastete.

Wenn irgendjemand von euch Ideen für ein Drabble hat, schickt sie mir einfach momentan nimmt die Autorin Prompts an und ich übersetzte sie ihr dann.