21. Der Rebell
Ron erzählte Hermine nichts von Neville, obwohl ein Teil von ihm gerne ihre Meinung gehört hätte. Er wollte sie nicht unnötig beunruhigen. In den folgenden Wochen beobachtete er seinen ehemaligen Schulfreund aus der Ferne. Im Gegenzug schien auch dieser ein Interesse an Ron zu haben. Einerseits mied Neville seine Nähe und jeden direkten Kontakt, anderseits hatte es den Anschein als sei er nie weit entfernt, als ginge eine seltsame Anziehungskraft von Ron aus, der er sich nicht erwehren konnte. Mehr als einmal ertappte Ron Neville dabei, dass dieser ihn anstarrte, wenn er glaubte Ron merke es nicht. Stets sah er hastig wieder weg, sobald Ron versuchte, seinen Blick zu erwidern.
Viel Zeit um über das Mysterium Neville Longbottom nach zu grübeln blieb ihm jedoch nicht. Neue Missionen und das Privileg privater Unterrichtstunden mit Voldemort nahmen fast seine gesamte Zeit in Anspruch. Oft war es bereits später Abend, er endlich Hermine sehen konnte. Es kam häufig vor, dass er in Audreys Haus übernachtete, jedoch verschwand er stets wieder in den frühen Morgenstunden.
Nach einer Mission zurück im Malfoy Haus erstattete er Voldemort Bericht. Als dessen Gemächern gerade wieder verlassen hatte, sah er etwas, das ihn inne halten ließ: Draco Malfoy und Neville Longbottom vertieft in ein intensives Gespräch. Sie standen so nah beieinander, dass sie sich fast berührten und redeten in gedämpften Stimmen. Verdutzt blinzelte Ron. Er musste halluzinieren! Langsam ging er auf die beiden zu.
Neville entdeckte ihn zuerst. „Hey Ron!", rief er.
Auch Draco sah auf. Sein Gesichtsausdruck wurde ausdruckslos und er machte einen Schritt zurück. Von Vertraulichkeit keine Spur mehr.
Ron nickte ihnen zu. „Neville, Malfoy"
Eine peinliche Pause entstand.
„Hat der Dunkle Lord einen weiteren Auftrag für uns?", fragte Draco schließlich.
„Für den Moment nicht.", erwiderte Ron. Er betrachtete die beiden neugierig. Was heckten sie aus? Sie waren wirklich die letzten Personen von denen Ron erwartet hätte, sie zusammen zu sehen.
„Hat er nach mir gefragt?", wollte Draco wissen.
„Nein", schüttelte Ron den Kopf.
„Dann verschwinde ich jetzt." Malfoy warf Neville einen seltsamen Blick zu, den Ron nicht zu deuten vermochte, dann machte er kehrt und ging ohne Eile davon.
Plötzlich war Ron alleine mit Neville, zum ersten Mal seit dieser den Todessern beigetreten war.
„Du hast dich mit Malfoy angefreundet?", platzte Ron heraus. Er versuchte gar nicht erst den Unglauben in seiner Stimme zu verbergen.
„Er ist gar nicht so übel, wenn man ihn erst mal kennen lernt.", sagte Neville achselzuckend.
Geschockt starrte Ron ihn an. War das wirklich Neville Longbottom?
„Außerdem", fuhr Neville fort, „Außerdem stehen wir jetzt auf der gleichen Seite. Wir sind alle Todesser, oder nicht?" Er sah Ron an, als würde er irgendetwas von ihm erwarten.
Dieser schwieg. „Hast du dich dem Dunklen Lord wirklich aus freien Stücken angeschlossen?", fragte er schließlich bemüht um einen neutralen Tonfall.
„Du etwa nicht?"
„Nein", sagte Ron geradeheraus.
Neville öffnete den Mund wie um etwas zu sagen, aber schloss ihn dann wieder. Er sah Ron unverwandt an, prüfend so schien es diesem. „Ich hab Hunger.", sagte er endlich, „Du auch?"
Ron zuckte die Achseln, doch ein Knurren seines Magens war Antwort genug. Der Tag war anstrengend gewesen und seine letzte Mahlzeit lag schon eine Weile zurück.
„Ich kenne ein nettes Restaurant in der Winkelgasse." Abwartend sah Neville ihn an.
Ron verstand den Hinweis. Im Malfoy-Haus hatten die Wände Ohren. „Geh voran.", sagte er.
Neville lächelte.
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Nicht viel später saßen sie in einem gemütlichen kleinen Restaurant, an dem Ron bereits öfters vorbei gekommen sein musste, ohne es je zu bemerken. Obwohl das Restaurant zu der Stunde bereits voll war, hatten Ron und Neville kein Problem einen Tisch zu bekommen. Die zuständige Bedienung hatte einen Blick auf Ron geworfen und in Rekordzeit nicht nur einen Tisch frei gemacht, sondern sie auch mit allen weiteren Annehmlichkeiten versorgt, die sie sich wünschen konnten. Ihr Essen erschien bereits nach wenigen Minuten wie von allein auf dem Tisch. Beide stillten zunächst ihren Hunger, ihre Unterhaltung bestand in dieser Zeit ausschließlich aus Smalltalk über das Essen, das Restaurant, und Quidditch.
Eine Bedienung brachte ihnen eine Weinflasche. „Auf Kosten des Hauses.", erklärte sie und auf Rons Nicken hin schenkte sie ihnen jeweils ein Glas ein, bevor sie sich wieder zurück zog.
Prüfend nippte Neville an seinem Weinglas. „Nicht schlecht.", sagte er anerkennend, „Es scheint auch seine Vorteile zu haben, berühmt zu sein." Er warf Ron einen schrägen Blick zu.
„Es wird überschätzt.", murmelte dieser und nahm seinerseits einen Schluck aus seinem Glas. Er war sich der Ironie wohl bewusst. Einst hatte es eine Zeit gegeben, da hätte er alles dafür gegeben berühmt zu sein. Nun war er es, doch aus den falschen Gründen. Ron war nicht berühmt, sondern berüchtigt. Aber er war nicht hier, um über sich zu sprechen.
Wachsam sah er sich im Restaurant um. Zwar konnte er nichts Verdächtiges entdecken, dennoch griff er versteckt unter dem Tisch nach seinem Zauberstab. „Muffliato", sagte er. Der Inhalt dieses Gesprächs ging niemanden sonst etwas an.
„Sehr nützlicher Spruch.", bemerkte Neville, nachdem er erkannt hatte, was der Zauber tat.
Ron zuckte nur die Achseln. „Also?", sagte er, „Warum sind wir eigentlich hier?"
Neville antwortete nicht sofort. „Stimmt es, dass du Hermine versteckst?", fragte er seinerseits.
„Wer sagt das?", wollte Ron scharf wissen.
Begütigend hob Neville die Hände. „Keine Sorge, von mir hast du nichts zu befürchten. Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich Hermine schaden würde, oder?"
„Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nichts mehr über dich.", erwiderte Ron, „Ich bin nicht mehr sicher, wie weit du gehen würdest."
Zum ersten Mal zeigte sich etwas wie Ärger auf Nevilles Gesicht. „Das sagt gerade der Richtige! Nach allem was man über dich im Tagespropheten liest..."
„Nur etwa die Hälfte von dem, was da drin steht, ist wahr!"
„Wenn nur die Hälfte da drin wahr ist, ist es schlimm genug!"
Seltsamerweise verspürte Ron so etwas wie Erleichterung über Nevilles Ausbruch. Das bedeutete, dass er sich doch nicht in seinem ehemaligen Freund getäuscht hatte. „Ich kann es nicht ungeschehen machen.", sagte er.
„Willst du es denn ungeschehen machen?", fragte Neville.
Ron lachte, doch es war ein freudloses Lachen. „Du hast ja keine Ahnung!"
Aufmerksam sah Neville ihn an. „Du sagtest, du hättest dich Du-weißt-schon-wem nicht freiwillig angeschlossen."
„Ich hatte keine Wahl.", sagte Ron und war erstaunt über die Bitterkeit, die er noch immer darüber verspürte. „Er hat meine Familie in der Hand. Hätte ich mich ihm nicht unterworfen, hätte er sie alle getötet. Was hättest du getan?"
Neville schüttelte den Kopf. „Dasselbe." Verständnis und Mitleid lagen in in dem Blick, den er Ron zuwarf.
Dieser war davon leicht irritiert. Er wollte kein Mitleid! Verdiente vermutlich auch keines.
„Warum hast du dich ihm angeschlossen?", fragte er noch einmal.
Leicht nervös sah Neville sich um, dann beugte er sich weiter vor und senkte die Stimme. „Ich möchte versuchen, das System von innen heraus zu untergraben."
Ron starrte ihn an. „Du möchtest was?"
„Die Widerstandsbewegung ist fast am Ende.", erklärte Neville, „Wenn noch irgendeine Chance besteht, Du-weißt-schon-wers Herrschaft zu beenden, dann nur mit Hilfe seiner Todesser."
„Du willst die Todesser gegen ihn aufwiegeln?", sagte Ron und schnaubte ungläubig, „Das wird niemals funktionieren!"
„Nicht jeder ist glücklich damit, wie die Dinge im Moment stehen.", widersprach Neville, „Du-weißt-schon-wers Anhängerschaft war noch niemals so gespalten wie jetzt. Das ist unsere Chance, Ron!"
„Unsere Chance?"
Neville blickte ihn fest an. „Ich hätte dich gern dabei. Es ist offensichtlich, dass du nicht wirklich hinter ihm stehst. Du dienst ihm nur widerwillig und du hasst die Dinge, die du in seinem Namen tun musst. Aber du kannst dich von ihm befreien, Ron! Hilf uns! Wir könnten jemanden in seinem inneren Kreis gut gebrauchen. Du bist ihm näher als die meisten, du kennst seine Pläne, seine Geheimnisse, seine Schwächen..."
Ron schüttelte den Kopf. „Vergiss es! Da mache ich nicht mit."
„Überleg es dir doch wenigstens! Denk dabei nicht nur an dich! Denk auch an Hermine! Willst du sie wirklich dazu verdammen, sich ewig zu verstecken? Immer in Gefahr zu sein?"
„Lass Hermine da raus!", schnappte Ron. Er atmete tief durch. „Es ist nicht so, dass ich dich nicht verstehe.", sagte er dann gefasster, „Ich wünschte auch, die Dinge wären anders. Wenn Harry nicht..." Er brach ab und schüttelte den Kopf. „Dieser Plan ist Wahnsinn! Und ich werde dafür nicht das Leben meiner Familie aufs Spiel setzen."
„Wahnsinn", wiederholte Neville, ein trotziger Unterton in seiner Stimme, „Also das denkst du darüber!"
„Glaubst du, der Dunkle Lord wird nicht ahnen, was du vor hast, wenn er es nicht schon längst tut?"
„Dann hätte er mich wohl gar nicht erst aufgenommen und ich wäre jetzt tot." Ron war sich da nicht so sicher, sagte jedoch nichts. „Er wird keinen Grund haben Verdacht zu schöpfen.", sagte Neville überzeugt, „Ich werde ein vorbildlicher Todesser sein!"
Zweifelnd hob Ron die Augenbrauen. „Wirst du jemanden foltern, wenn er es von dir verlangt? Wirst du für ihn morden? Dich vor ihm erniedrigen? Denn er wird all das früher oder später von dir verlangen, Neville. Ich weiß wovon ich spreche."
Neville wirkte blass doch er nickte entschlossen. Ein Feuer brannte in seinen Augen. „Ja. Ich werde alles tun, was nötig ist. Glaub nicht, ich hätte mir das nicht vorher überlegt. Mir ist klar, dass es schwer werden wird, Du-weißt-schon-wers Vertrauen zu gewinnen. Deshalb hatte ich sehr auf deine Hilfe gehofft."
Gegen seinen Willen war Ron von Nevilles Entschlossenheit beeindruckt, doch er schüttelte den Kopf. „Meine Antwort bleibt nein. Das Risiko ist mir zu hoch."
Es gelang Neville nicht, seine Enttäuschung zu verbergen. „Was für ein Gryffindor bist du?", fragte er.
'Einer der gelernt hat, in der Schlangengrube zu überleben.', dachte Ron, doch er sprach den Gedanken nicht aus.
„Soweit es mich angeht, hat dieses Gespräch nie statt gefunden.", sagte er und stand auf, „Ich wünsche dir Glück... du wirst es brauchen."
„Ich bedaure, dass ich dich nicht überzeugen konnte.", erwiderte Neville, „Wir werden Erfolg haben! Du wirst schon sehen!"
„Ich hoffe es. Ich hoffe es wirklich sehr." Aber innerlich bezweifelte er es.
Er verließ das Restaurant, doch auch als er draußen war, glaubte er immer noch, Nevilles enttäuschten Blick auf sich zu fühlen. Was erwartete dieser denn von ihm? Lang und hart hatte er für seine derzeitige Position gearbeitet, in der er und seine Familie halbwegs sicher waren. Er würde das nicht einfach für einen schlecht durchdachten Rebellionsversuch aufgeben. Ron schüttelte in Gedanken den Kopf. Neville war ein Narr! Sein Vorhaben war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Voldemorts System konnte nicht verändert werden. Man beugte sich ihm, oder man wurde von ihm gebrochen.
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Schweigend lauschte Ron Selwyns Bericht. Voldemort hatte eine kleine Gruppe Todesser in dem Zimmer versammelt, das Ron insgeheim 'das Schachzimmer' nannte. Neben Ron und Selwyn bestand die Gruppe noch aus Rookwood, Dolohow, Avery, Amycus Carrow, Nott dem Älteren, und – zur Verwunderung der meisten – Neville.
Wie er Ron noch vor einer Woche versprochen hatte, spielte Neville den ergebenen Todesser perfekt. Allerdings hatte Voldemort bisher auch nicht wirklich viel von ihm verlangt. Ron wusste, dass sich das bald ändern würde, und daher war er auch nicht überrascht über Nevilles Anwesenheit.
...und werden uns nicht mehr behelligen, Mylord.", beendete Selwyn seinen Report.
„Sehr gute Arbeit, Selwyn.", lobte Voldemort, „Lord Voldemort ist zufrieden mit deiner Leistung." Seine roten Augen verengten sich leicht, als er den Blick über die übrigen versammelten Todesser gleiten ließ. „Einer von euch hat mich dagegen sehr enttäuscht!"
Leise Unruhe machte sich unter den Todessern bemerkbar. Jeder fürchtete insgeheim, Voldemorts Zorn auf sich gezogen zu haben. Ihr schlechtes Gewissen blieb diesem nicht verborgen und seine schmalen Lippen verzogen sich zu einem dünnen höhnischen Lächeln.
„Tritt vor, Amycus!", befahl er.
Konzentriert beobachtete Ron Carrow. Langsam löste sich der farblose plumpe Zauberer aus der Gruppe und verharrte regungslos vor Voldemort. „Mylord", sagte er mit tonloser Stimme.
„Wie ich höre, hast du wichtige Informationen an den Widerstand weiter gegeben. Deinetwegen sind Selwyn mehrere Schlammblüter entkommen!"
„Mylord, es tut mir leid. Es war keine Absicht. Ich dachte, sie gehörten zu den Greifern..."
„Genug!", zischte Voldemort, „Deine Inkompetenz kennt keine Grenzen! Wie es scheint, benötigst du eine Lektion, die dich daran erinnert, wem du dienst! Auf die Knie!"
Während Amycus Carrow auf die Knie fiel, hob Voldemort langsam seinen Zauberstab. Doch anstatt sofort den Cruciatus-Fluch auszusprechen, hielt er inne. „Aber warum sollte nicht jemand anderes die Chance erhalten, sich zu beweisen?", sagte er, „Neville, komm her!"
Ron bewunderte Nevilles Selbstbeherrschung, als dieser vor Voldemort trat und ihm direkt in die Augen blickte. „Mylord?"
„Du bist mit dem Cruciatus-Fluch vertraut?", wollte Voldemort von ihm wissen.
„Ja Mylord.", erwiderte Neville, „Zufälligerweise ist es Amycus hier, der ihn mir beigebracht hat." Er sah den am Boden knienden Todesser verächtlich an.
Voldemort lächelte heimtückisch. „Das trifft sich gut. Zweifellos möchte Amycus gerne selbst erfahren, was du von ihm gelernt hast. Er wird nun seinerseits eine Lektion von dir erhalten."
„Ihr wünscht, dass ich ihn foltere?", fragte Neville wie um sicher zu gehen.
„Das ist in der Tat mein Wunsch."
Neville verneigte sich leicht. „Es ist mir ein Vergnügen, Mylord!" Dann hob er den Zauberstab und sagte ohne zu zögern: „Crucio!"
Ron spürte den Moment, in dem der Imperius-Fluch durchbrochen wurde und das seltsame Gefühl eines Fadens in seiner Hand verschwand. Nevilles Cruciatus war so stark, dass nichts neben ihm existieren konnte. Carrow schrie wie am Spieß. Voldemorts Lächeln wurde breiter.
Endlich senkte Neville den Zauberstab. Amycus lag keuchend und zitternd am Boden. „Neville...", flüsterte er, „Neville nicht... Neville bitte... "
Doch Neville schien nicht gewillt, Gnade zu zeigen. „Crucio!", sagte er erneut. Mit Genugtuung sah er zu, wie sich der Todesser schreiend am Boden wand.
Der Hass in seinem Gesicht erschreckte Ron beinahe, bis er sich daran erinnerte, dass Carrow und seine Schwester Neville in seinem letzten Hogwartsjahr das Leben zur Hölle gemacht hatten. 'Voldemort hat gut gewählt.', dachte er grimmig. Er bezweifelte, dass Neville für irgendjemanden sonst solche starken negativen Gefühle aufbringen konnte.
Schließlich schien Neville genug zu haben und er stoppte den Fluch. Sein Atem ging schwer und er zitterte genauso wie die Gestalt am Boden. Fast war es, als litte er selbst unter den Nachwirkungen des Cruciatus.
„Bravo Neville!", lobte Voldemort, noch immer lächelnd, „Das war eine beeindruckende Darbietung! Ich bin sicher, wir alle werden sie nicht so bald vergessen, am allerwenigsten er." Er deutete mit einer langfingrigen weißen Hand auf den am Boden Liegenden.
Just in diesem Moment begann Amycus Carrow sich zu verändern. Seine dunklen Haare färbten sich braun, seine plumpe Form begann sich zu strecken, Falten glätteten sich.
„Nein", flüsterte Neville, als er erkannte, was vor sich ging, „Oh nein, bitte nicht..."
Voldemort begann zu lachen und die Todesser mit ihm.
Neville kniete neben dem Gefallenen nieder und berührte seine Schulter. „Justin", flüsterte er, „Justin, das wollte ich nicht..."
Auch Ron erkannte nun Justin Finch-Fletchley, seinen ehemaligen Klassenkameraden aus Hufflepuff.
Justin wich vor Neville zurück. „Fass mich nicht an!", keuchte er, „Lass mich in Ruhe!"
Wie erstarrt saß Neville neben ihm, während die Todesser immer noch johlten.
Ron verfolgte das Schauspiel ausdruckslos. Eine wohlbekannte Leere hatte von ihm Besitz ergriffen.
Tut mir leid, dass es mal wieder so lange gedauert hat. Je näher ich dem Ende komme, desto mehr scheine ich mich dagegen zu sträuben. Es fehlt eigentlich nicht mehr als eine Handvoll Kapitel. Ich müsste mich einfach nur hinsetzen und sie alle runter schreiben... aber das fällt mir verdammt schwer.
Vielen Dank an alle, die bisher reviewt haben! Ich werde versuchen, mich mit dem nächsten Kapitel mehr zu beeilen und hoffe, dass irgendjemand die Geschichte noch liest.
