Vampir

Ich erwache,

wenn die Finsternis über das Licht gesiegt hat.

Dann ersteige ich aus den Schatten,

dunkel und voller Hass.

Giere nach dem Blut der Lebenden,

welches mein Lebenselixier ist.

Rot, süß und unheimlich verlockend.

Den eisigen Wind spüre ich nicht,

der sanft meine bleiche Haut berührt

und meinen tiefschwarzen Umhang wehen lässt.

Im silbernen Mondlicht blitzen meine

spitzen Zähne wie Dolche des Todes.

Von der Gier getränkt glitzern meine

wilden Augen in der Nacht. –

Tagsüber sind sie kalt und leer.

Als Geschöpf der Nacht und

Engel des Todes wandle' ich durch die Dunkelheit.

Nacht für Nacht;

bis in alle Ewigkeit.

By Josephine 2003