Epilog

Sie waren seit zehn Tagen unterwegs, als sie – fast außer Reichweite der letzten Relaisstation – die Nachricht erhielten, dass das Schlachtschiff der Ori vernichtet worden war. Es hatte eine Raumschlacht in einem abgelegen Raumsektor stattgefunden und die Erde war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Aber nicht die vereinten Flotten hatten es geschafft, das Schlachtschiff zu zerstören, sondern Verrat war der wahre Grund, dass die Abwehrschirme der Ori schon nach wenigen Minuten versagten.

Die Verluste waren hoch gewesen. So war die Korolev zerstört worden, ohne dass die Besatzung gerettet werden konnte. Als John die lange Liste der Gefallenen las, stieß er auf viele Namen, die er kannte. Gute Soldaten, mit denen er gedient hatte.

Der Besatzung der Daedalus erging es ähnlich. Auch die Soldaten auf Atlantis hatten einen Grund zu trauern. Es waren einige Männer auf der Liste, die erst vor wenigen Monaten Atlantis verlassen hatten.

Deswegen war die Stimmung auf der Daedalus gedämpft, obwohl alle erleichtert waren, dass die Erde vorerst verschont geblieben war.

John hatte viel Zeit in seiner Kabine verbracht und war nur zu den Mahlzeiten in die Messe gegangen.

Er wollte nicht nur der trübsinnigen Stimmung aus dem Weg gehen , sondern auch eventuelle Fragen vermeiden – Fragen, die eigentlich nicht kommen durften, da niemand von der magischen Welt wusste und schon gar nicht von deren Verbindung zu den Antikern, aber John kannte Murphys Gesetz und wollte es nicht herausfordern. Caldwell war schon misstrauisch genug.

Um die Zeit totzuschlagen, übersetzte er zusammen mit Rodney das Buch der Antiker. Sie waren sich einig, dass sie mit etwas Glück nicht nur eine schlagkräftige Flotte zusammenstellen konnten, sondern auch mehrere ZPMs finden würden. Es gab eine Adresse zu einem Planeten, auf dem vor 10.000 Jahren eine Fertigungsstätte gestanden hatte, wo nicht nur Raumschiffe sondern auch ZPMs gefertigt worden waren.

John hatte aber nicht vor, Caldwell in naher Zukunft davon zu berichten. Er wollte nicht, dass diese Ressourcen als Kanonenfutter im Kampf gegen die Ori verbraucht wurden, bevor man wusste, wie man ihr Potential ausnutzen könnte.

Und genau das würde passieren, sollten die anderen Militärs davon erfahren.

Genauso wie man ihn als Waffe benutzen würde, sollten sie herausfinden, dass John nicht nur das Antikergen hatte, sondern auch noch ein ausgebildeter Zauberer war und gute Chancen hatte, den Ori zu widerstehen. Deswegen hatte er Hermine und Severus gebeten, an Bord der Daedalus nicht mehr zu zaubern und den Unterricht für Rodney hatte er gar nicht erst angefangen.

Glücklicherweise war in der Hektik ihres Abfluges nicht aufgefallen, dass sie in einem einzigen Lagerraum mehr als das Dreifache seines eigentlichen Fassungsvermögens eingelagert hatten.

Severus hatte die letzten Tage genutzt, sich einen Überblick über die aktuelle politische und militärische Situation zu verschaffen und stimmte Johns Einschätzungen zu. Im Krieg gegen Voldemort war nicht Dumbledore sondern Severus der Stratege gewesen und John wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte. Er war bereits jetzt für Atlantis eine unschätzbare Bereicherung. Die Wraith mussten sich warm anziehen, denn sie würden starken Gegenwind zu spüren bekommen.

So sehr John sich mit der Übersetzung beschäftigte, es half nicht gegen die Langeweile. Am Tag nach der Entwarnung sah er alle paar Minuten auf die Uhr und hoffte, dass es endlich zwölf Uhr war und er zur Mittagspause gehen konnte. Die Antikerschrift tanzte vor seinen Augen. Es war aber gerade erst zehn Uhr.

Also beugte John seinen Kopf über die Seite, die er schon seit drei Tagen zu entziffern versuchte. Dass Rodney in derselben Zeit fast dreißig Seiten geschafft hatte, deprimierte ihn umso mehr.

„John, warum gehst du nicht endlich in den Fitnessraum und stellst dich aufs Laufband? Oder quälst den Punchingball? Egal, Hauptsache, du hörst auf, diese Unruhe zu verbreiten."

Hermine sprach aus, was wohl alle anderen dachten. Den Zauberern hatte man einen Verschlag zugeteilt, der so klein war, dass neben dem Etagenbett noch nicht einmal ein Stuhl hineinpasste. Deswegen hatten sie es sich angewöhnt, die Tage in Johns und Rodneys Kabine zu verbringen. Viel Platz hatten sie nicht und mussten auf Rodneys Bett sitzen – John schlief oben -, stießen aber zumindest nirgendwo mit ihren Köpfen an.

Fragend sah John Hermine an. „Wollt ihr mich aus meiner eigenen Kabine vertreiben?"

„Ja!", kam die genervte Antwort von allen drei.

„Du rutschst unruhig hin und her", beschwerte sich Rodney.

„Du spielst die ganze Zeit mit deinem Kaffeelöffel. Das stört meine Konzentration", meinte Hermine.

„Zusammen gefasst: Du verbreitest eine Unruhe, die wir nicht brauchen können. Es tut mir leid, John, aber solange du dich nicht irgendwie beruhigt hast, können wir nicht vernünftig arbeiten."

John konnte es nicht fassen. Severus Kommentar, war ruhig sachlich und ohne den sonst üblichen Spott. Daran würde er sich noch gewöhnen müssen. Genauso wie an das schwarze Hemd und die schwarze Jeans, die der Tränkemeister trug. Er wirkte einfach nur harmlos. Am meisten irritierte John, dass Severus ein Laptop vor sich hatte und damit umging, als hätte er nie etwas anderes getan.

Es irritierte John so sehr, dass er sich dem Willen der Mehrheit beugte. Er suchte seine Sportsachen zusammen und machte sich auf den Weg zum Fitnessraum.

Er stand gerade im Fahrstuhl, als die Beleuchtung schwächer wurde und über Lautsprecher die Durchsage „Roter Alarm. Eindringling an Bord der Daedalus. Ein unbekanntes Lebewesen ist geortet wurden. Alle Mann auf die Stationen!" kam.

Der Fahrstuhl hielt und ein halbes Dutzend schwer bewaffneter Marines drängten John in die hintere Ecke.

Kurz darauf hielt der Aufzug in der für John richtigen Etage, aber bevor er eine Chance hatte auszusteigen, drückte einer auf den Knopf ‚Tür schließen'. John wusste, dass es zwecklos war, sich mit diesen Männern anzulegen, solange sie zu sechst und auf so engen Raum zusammengepfercht waren.

So sehr es John drängte, herauszufinden, was wirklich los war, von diesen Männern würde er nichts erfahren. Dazu musste er auf die Brücke und Caldwell ein wenig nerven – nichts was er wirklich wollte.

Deshalb blieb ihm nichts anderes übrig, als sich zu entspannen und an die Wand zu lehnen, während die Soldaten mit den Waffen im Anschlag den Eingang beobachteten – den Eindringlingsalarm nahmen sie sehr ernst. Es waren drei Wissenschaftler, die zustiegen.

Auf Atlantis war das die Gelegenheit zu einem kurzen Plausch über das Wetter und den Nicht-Kartoffelauflauf, der zum Mittagessen serviert wurde. Aber hier starrten sie beide Parteien nur feindselig an.

Als der Aufzug das nächste Mal hielt, nahm John seine Tasche und hatte schon die ersten vier zur Seite gedrängelt, bevor sie überhaupt wussten, wie ihnen geschah. Der Rest machte freiwillig Platz. John drückte sich an einem Leutnant vorbei, der einsteigen wollte.

Erleichtert sah er, wie die Türen sich schlossen und der Aufzug ohne ihn weiterfuhr.

Als John sich umblickte, stellte er fest, dass er genau da gelandet war, wo er überhaupt nicht hinwollte. Auf die Brücke, in Sichtweite von Caldwell und Hermiod.

John hatte schon mehrere Aufforderungen des Asgards ignoriert, der mit ihm über die seltsamen Energiefelder auf der Erde sprechen wollte.

„Colonel Sheppard! Schön, Sie auf der Brücke zu sehen. Treibt Sie die Neugierde hierhin? Ich habe mich schon gewundert, dass Sie sich die letzten Tage so zurückgezogen haben."

„Guten Tag, Sir!" John salutierte. „Nein, es war ein überfüllter Aufzug, der mich hierher gebracht hat. Meine Mitreisenden waren Marines und Wissenschaftler."

„Ich verstehe. Wir haben hier noch ein kleines Verständigungsproblem, da erst vorige Woche ein Großteil der Besatzung ausgetauscht wurde. Es ist ein Kampfeinsatz und die Wissenschaftler werden bald wissen, wer das Sagen hat."

Auf Atlantis herrschten andere Regeln. Aber dafür war es auch ursprünglich als zivile Forschungsmission mit militärischem Schutz geplant gewesen. Dementsprechend hatten sich die Wissenschaftler verhalten und wehe dem Soldaten, der sich nicht anpassen konnte.

„Ja, Sir." Das war immer die richtige Antwort.

„Wo Sie gerade hier sind. Wir haben Eindringlingsalarm und konnten die unbekannte Lebensform fotografieren. Vielleicht kennen Sie das Wesen aus der Pegasusgalaxie und es ist nur ein harmloses Tier, das sich hierhin verirrt hat. Hermiod, bitte das Bild."

Der Asgard projizierte direkt vor sich eine dreidimensionale Abbildung.

Es zeigte ein zweibeiniges humanoides Lebewesen, mit großen Augen und noch größeren Ohren. Bekleidet war es mit einer sauberen, strahlend weißen Küchenschürze und zwei grellbunten Socken.

„Das darf doch nicht wahr sein!", entfuhr es John und trat einen Schritt näher.

„Sie kennen das Wesen? Wie gefährlich ist es?" Caldwells Besorgnis um sein Schiff war nicht zu überhören.

„Ich kenne das Wesen, viel zu gut. Und es ist keine Gefahr, Sie können den Alarm beenden, Sir!"

John begegnete Caldwells fragenden Blick mit einem Lächeln, klatschte in seine Hände und rief: „Dobby! Komm sofort zu mir!"

Als der Elf wenige Sekunden später direkt vor John materialisierte, richteten nicht nur die Wachen ihre Waffen auf ihn, sondern auch die Offiziere.

„Nicht schießen!" John trat zu den Elfen, um ihn zu schützen. Dann hockte er sich neben Dobby.

„Wieso zur Hölle bist du hier? Du gehörst nach Hogwarts!"

Zu fragen, wie er auf die Daedalus gekommen war, war zwecklos. Der Elf würde keine verständliche Erklärung abgeben.

„Dobby gehört zu seinem neuen Herrn und das ist John Sheppard!"

Dabei hielt er den Kopf gesenkt und sah sehr schuldbewusst aus. Aber John kannte ihn besser und wusste, dass es er schauspielerte. Bei Fehlern würde er anbieten, sich zu bestrafen.

„Ich bin nicht dein Herr. Du bist ein freier Hauself."

„Dobby ist kein freier Hauself mehr. Dobby hat einen neuen Herrn. Dobby ist sehr stolz, dass es John Sheppard ist."

„Warum bitteschön soll ich dein Herr sein? Hast du dir das ausgesucht?"

„John Sheppard ist Dobbys neuer Herr und Dobby wird John Sheppard dienen und jeden Befehl befolgen."

„Warum bin ich dein Herr? Ich will keinen Elfen und ich brauche keine Hilfe."

Was hatte er an sich, dass Dobby ihn schon seit so vielen Jahren anbetete? Irgendwann sollte der Elf doch merken, dass er nur ein Mensch mit vielen Fehlern war.

„John Sheppards Kleidung bedarf dringend der Pflege eines Elfen und einen neuen Haarschnitt würde John Sheppard auch benötigen, um der hiesigen Kleiderordnung zu entsprechen."

John fand es gar nicht witzig, dass nach diesem Kommentar einige Soldaten grinsend ihre Waffen senkten.

„Du hast meine Frage immer noch nicht beantwortet", ermahnte er den Elfen.

„Ich kann die Frage nicht in der Öffentlichkeit beantworten. Es ist ein Elfengeheimnis und ich darf es nur meinem neuen Herren anvertrauen."

John gab auf und beugte sich der Forderung des Elfen. „Dann flüstere es mir ins Ohr."

Der Elf lehnte sich vor. Es war weniger ein Flüstern als eine telepatische Übertragung.

„Dobby hat John Sheppard Kleidung angeboten. Und John Sheppard hat sie angenommen. Dobby war es leid, ein freier Elf zu sein, und hat schon lange nach einem einen Herren gesucht."

„Oh!" John blickte den Elfen an. Er hatte nicht gewusst, dass das Überreichen der Kleidung auch als Bindung funktionierte. „Aber dann ist Dr. McKay auch dein Herr", war seine nächste Schlussfolgerung.

„Ja, Dobby wollte nicht zurückgelassen werden und hat jetzt zwei Herren." Hoffnungsvoll sah er John an. „Auf Hogwarts hat es funktioniert, da weder John Sheppard noch Dr. McKay besonders anspruchsvoll sind. Also wird es auch in der neuen Heimat funktionieren."

„Erst mal muss ich dafür sorgen, dass du auch mitgenommen wirst. Blinde Passagiere werden normalerweise hart bestraft."

„Warum soll Dobby bestraft werden? Dobby ist doch nur seinem neuen Herrn gefolgt, wie es sich für einen anständigen Hauselfen gehört. Aber wenn John Sheppard darauf besteht, wird Dobby sich hart bestrafen. Dobby kann das. Jawohl."

John blickte zu Colonel Caldwell hoch. Auch der hatte seine Waffe weggesteckt, die Arme vor seiner Brust verschränkt und verfolgte die Unterhaltung mit einem amüsierten Grinsen.

„Bitte um die Erlaubnis, Dobby als Gast auf der Daedalus mitzunehmen, Sir."

Strammstehen ersparte sich John. Caldwell hätte es ihm nicht eine Sekunde geglaubt.

„Wenn Sie mir erklären, was das für ein Alien ist, und wenn die medizinische Untersuchung ergibt, dass es gesund ist und keine Krankheiten eingeschleppt hat, dann denke ich darüber nach, ob er sich außerhalb einer kleinen Zelle bewegen darf, die von Energieschirmen umgeben ist, damit er nicht auf genauso unerklärliche Weise verschwinden kann, wie er hier aufgetaucht ist."

Fragend sah John den Elfen an. Er hatte nie darüber nachgedacht, ob Dobby ein Außerirdischer sein konnte. Das fühlte sich für John falsch an. Der Elf gehörte zu seiner Familie.

„Dobby, woher kommst du?"

„Dobby versteht nicht, was John Sheppard wissen will."

Dobby zuckte mit den Schultern.

„Du hast doch Eltern?"

Der Elf nickte eifrig, dann wurde er traurig. „Sie sind schon lange tot. Grindelwald hat sie getötet und Dobby den Malfoys geschenkt. Dobby wurde gezwungen, Lucius Malfoy als Herrn anzuerkennen und zu dienen. Jedoch nur so lange, bis Harry Potter Dobby befreite."

John war nicht bereit, darauf einzugehen.

„Und was ist mit den Eltern von Dobbys Eltern? Wem haben sie gedient?"

„Sie haben der Familie Prince gedient. Genauso wie deren Eltern. Dobbys Familie war über 1500 Jahre im Dienst der Prince."

„Und davor?"

Wenn Dobby das wusste, hatte er einen älteren Stammbaum als die meisten Zauberer. Die waren froh, wenn sie einen Ritter der Tafelrunde in ihrer Ahnentafel hatte.

Der Elf senkte seine Ohren. „Dobby weiß es nicht. Dobby ist ein schlechter Hauself, kennt noch nicht mal seine Familiengeschichte. Dobby muss sich bestrafen."

„Nein, das tust du nicht."

John nahm die Hände des Elfen und hielt sie fest, damit er keine Dummheiten anstellte. Dann blickte er Caldwell an.

„Selbst wenn sich seine Rasse nicht auf der Erde entwickelt haben sollte, lebt seine Familie schon seit 1500 Jahren auf der Erde. Ich glaube nicht, dass man ihn als Alien bezeichnen kann."

„Dann erklären Sie mir, warum ich so ein Wesen wie ihn heute zum ersten Mal sehe und noch nie etwas über ihn gelesen habe?"

Das war eine knifflige Frage. John überlegte, wie er sie halbwegs vernünftig beantworten konnte, ohne Themen anzuschneiden, die er eigentlich vermeiden wollte. Zum Beispiel die magische Welt. Bevor er zu einer Entscheidung kam, antwortete der Elf.

„Dobby entscheidet selbst, wer Dobby sehen kann. Dobby ist schüchtern und zeigt sich nur wenigen Menschen, genau wie alle anderen Elfen auch."

Schien Caldwell die ganze Angelegenheit bisher zu amüsieren, jetzt sah er den Elfen ungläubig an.

„Elfen sind Sagengestalten und haben spitze Ohren. Du kannst kein Elf sein."

Caldwell trat näher und musterte Dobby von oben herab.

Entrüstet blickte der Elf hoch. „Dobby ist ein echter Elf! Warum sollte Dobby lügen?"

John drückte die Hand des Elfen. „Du lügst nicht, Dobby." Und mehr an Caldwell als an Dobby gewandt fuhr er fort. „Elfen sind nur für die meisten Menschen Sagengestalten: groß, schlank und überirdisch schön. Du entsprichst nicht ganz ihren Erwartungen."

„Dobby weiß das." Fast schon theatralisch senkte der Elf den Kopf, jeder konnte sehen, dass er Tränen in den Augen hatte. „Wünscht John Sheppard einen hübscheren Elf? Mit langen blonden Haaren, von schlanken Wuchs und anmutiger Gestalt? Dann geht Dobby zurück und versucht, einen neuen Herren zu finden. Dobby wird sehr einsam sein."

John musste ein Grinsen unterdrücken, als im Hintergrund ein Teil der Besatzung mitfühlend aufseufzte. Fragend blickte er wieder Caldwell an.

„Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich mich zum Narren mache, sollte ich mehr Informationen verlangen. Und bevor mich meine Mannschaft hasst, weil ich dieses arme, hilflose Wesen zu hart anfasse, überstelle ich ihn in Ihre Verantwortung. Stellt Dobby etwas an, sind Sie dran und werden entsprechend bestraft. Haben Sie verstanden?"

Darauf gab es nur eine Antwort.

„Ja, Sir."

John suchte fieberhaft einen Weg, wie er den Elfen mit den harten Regeln an Bord vertraut machen konnte – sonst würde es für ihn böse Folgen haben.

„Sorgen Sie dafür, dass ich es nicht bereue. Und jetzt gehen Sie beide zusammen zur Krankenstation."

„Ja, Sir."

John betrachtete den Elfen. Dobby lächelte John an und erwiderte den Händedruck, als wollte er sagen ‚Du kannst dich auf mich verlassen, ich stelle nichts an'.

Der Elf war klein und unscheinbar, aber er hatte magische Fähigkeiten, die John noch nie begriffen hatte. In den letzten Wochen hatte er sich als treuer Freund erwiesen, auf den er sich verlassen konnte. Wieso sollte er jetzt an Bord der Daedalus etwas anstellen? Schließlich hatte er bekommen, was er wollte: neue Herren.

Da auf Atlantis fast alle einfachen Arbeiten von Maschinen erledigt wurden, würde Dobby dort nicht viel zu tun haben – auch wenn er zwei Menschen dienen musste. John war sich sicher, für ihn eine sinnvolle Aufgabe finden zu können, die auch Dobby glücklich machen würde.

Er stand auf und reichte dem Elfen seine Hand.

„Komm, Dobby, auf zum Doktor und danach erwartet dich auf Atlantis eine bessere Zukunft."

So wie sie alle es erhofften.