Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von MrsValensi.
Wie immer meinen Dank an alle die mir einen Review geschrieben haben!
Erwachen!
Im Halbschlaf reckte ich mich, unterdrückte ein Gähnen und mein Körper fühlte sich seltsam schwer an. Ich hatte das Gefühl beobachtete zu werden und machte die Augen auf. Edwards glänzende Augen strahlten mich an. Er näherte sich mir und gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn. Stück für Stück kamen die Erinnerungen an die letzte Nacht zurück und ich konnte es natürlich nicht verhindern rot zu werden. Es war einfach perfekt gewesen. Seine zärtlichen Hände auf meinem Körper, er hatte mir Worte zugeflüstert die ich nie aus seinem Mund erwartete hätte, seine Augen, die mich fest ansahen, bis wir mit den Fingerspitzen den Himmel berührten.
„Guten Morgen." Sagte Edward leise.
Seine Hand, die auf meiner Taille lag, bewegte sich sanft.
„Guten Morgen." Antwortete ich mit einem Lächeln.
Ich war einfach nur glücklich.
„Ich gehe duschen." Sagte Edward. „Wenn du möchtest, kannst du das andere Bad benutzen."
Ich nickte nur, noch nicht dazu in der Lage zu sprechen.
Seine Lippen nahmen meine Gefangen und er gab mir einen sanften Kuss bevor er aufstand.
Er ging aus dem Zimmer und ich drehte mich auf den Bauch. Mein Gesicht grub ich in das Kissen, das seinen charakteristischen Duft ausströmte. Dann stieß ich einen Schrei aus, der vom Kissen erstickt wurde, ich konnte noch immer nicht glauben was passiert war. Alles hatte sich auf eine seltsame aber gleichzeitig perfekte Art entwickelt. Es war sanft und süß gewesen, fast wie ein Fantasie die real geworden war. Ich atmete wieder sein süchtig machenden Duft ein.
Ich raffte mich auf und ging ins Bad, duschte und zog mir meine Schlafsachen wieder an. Als ich in das Zimmer kam, wartete Edward schon auf mich, geduscht und angezogen. Sobald er mich sah, kam er auf mich zu und seine Hände legten sich auf meine Taille. Ich legte meine Hände auf seine Brust, stellte mich auf die Zehenspitzen und legte meine Lippen auf seine.
Es räusperte sich jemand und wir drehten uns um, dort stand Alice, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Ich will euch wirklich nicht stören." Sagte sie und konnte ihre Freude kaum verbergen. „Aber das Frühstück wird kalt."
Edward verdrehte wortlos die Augen, aber man konnte sehen das er nicht sauer war. Ganz natürlich nahm er meine Hand und wir gingen aus dem Zimmer. Alice hüpfte fröhlich hinter uns her. In der Küche wartete Jasper auf uns und war offensichtlich überrascht darüber, das Edward und ich Hand in Hand auftauchten. Ich wurde natürlich rot und ein sanftes Lächeln erschien auf Jaspers Lippen.
Wir frühstückten schnell und gingen dann wieder an die Arbeit. Da wir jetzt ein eingespieltes Team waren, schafften wir es noch einige Räume sauber zu machen. Die Anderen kümmerten sich gerade um ein Zimmer das ans Spielzimmer an grenzte und ich ging in den Raum in dem das Piano stand. Vorsichtig machte ich jede einzelne der Tasten sauber, während die Erinnerungen der letzten Nacht in meinem Kopf kreisten.
„Ich glaube das muss gründlich sauber gemacht werden." Flüsterte mir eine samtene Stimme plötzlich ins Ohr.
Edwards Hände packten mich an der Taille und ich spürte seine Lippen auf meinem Hals. Mit geschlossenen Augen entspannte sich mein ganzer Körper. Meine Hände, die noch auf den Tasten lagen, erzeugten einen fürchterlichen Lärm als meine Hände sich entspannten. Vor Schreck zuckte ich zusammen und Edward kicherte.
„Ha, ha, ha." Sagte ich und versuchte sauer zu sein.
Er drehte mich einfach um und drückte seine Lippen auf meine.
„Das ist nicht fair..." Murmelte ich gegen seine Lippen.
Wer konnte den sauer sein, wenn er das machte.
Er lachte leise und vertiefte dann den Kuss.
Gegen fünf Uhr machten wir uns wieder auf den Weg nach Forks. Wir hatten noch einiges zu fahren und Morgen war wieder Schule. Wir hatten das Haus so richtig in Schuss gebracht, wir hatten fast alle Zimmer die wir für die Hochzeit brauchten sauber gemacht.
Die Rückfahrt verlief ruhig, vor allem für mich, ich war nach wenigen Minuten eingeschlafen.
„Bella? Bella?"
Ich murmelte etwas unverständliches und bewegte meinen schmerzenden Hals. Plötzlich bewegte sich alles um mich und ich hörte Edward lachen. Als ich die Augen aufmachte, sah ich die vertraute Fassade des Cullen Hauses. Ich hob meinen Kopf und sah in Edwards grinsendes Gesicht, er trug mich einfach ins Haus. Die Tür ging auf und Esme sah uns erstaunt an. Da fand ich mich auch schon, in einer äußerst seltsamen Postion, auf dem Sofa wieder. Ich warf Edward einen Killerblick zu, doch der lächelte mich nur breit an.
Das war wirklich so unfair!
Esme blinzelte überrascht mehrmals, als sie das unbesorgte Lächeln ihres Sohnes sah.
Aber von diesem Tag an sollte sie nicht die Einzige bleiben. Die neue Leichtigkeit mit der Edward lächelte war wirklich überraschend. Und jedes Familienmitglied der Cullens / Hales, dankte mir im laufe der Zeit dafür. Vor allem Alice war davon überzeugt das das nur mir zu verdanken sei.
Die Wandlung Edwards blieb niemandem verborgen. Am Mittwoch spielten wir im Sportunterricht ein seltsames Ballspiel, wir mussten in verschiedenen Mannschaften aufgeteilt, mit einem kleinen Ball, die Mitglieder der gegnerischen Mannschaft treffen. Alice, Edward, ein Junge aus unserer Klasse und ich, spielten gegen Angela, Ben Cheney, Mike Newton und Jessica Stanley. Und selbstverständlich warf Alice mir den Ball dann zu, als ich auf unsere Gegner werfen musste. Ohne meine Kraft richtig kontrollieren zu können, warf ich den Ball. Wir durften den Gegner nur vom Hals ab abwärts treffen. Zielen war noch nie meine Stärke gewesen, so das Mike den Ball voll an den Kopf bekam. Der fiel einfach um. Alles fing an zu lachen und Edwards Lache war am lautesten zu hören. Man könnte sagen, das die Lehrerin so erstaunt war, das sie fast vergaß sich um Mike zu kümmern.
„Das war, ohne Zweifel, ein guter Wurf." Erklärte Alice fröhlich, als wir aus der Turnhalle gingen.
„Lass gut sein Alice." Bat ich.
„Du hast genau ins schwarze getroffen." Fügte Edward hinzu und konnte kaum sein Lachen unterdrückten.
Abrupt blieb ich stehen und sah Edward böse an, der hielt meine Hand in seiner und zwang mich dazu weiter zu gehen.
„Du hättest Mikes Gesicht sehen sollen." Rief Alice und verzog ihr Gesicht.
Und selbst ich musste jetzt lachen.
Wir gingen in die Cafeteria, dort warteten schon die Hales und Emmett auf uns. Alice brauchte nicht lange um zu erzählen was passiert war und Emmett erstickte fast vor Lachen. Danach verlief der Rest des Essens ruhig. Selbstverständlich nicht ohne den ein oder anderem Kommentar Emmetts, über gefährlichen Sportunterricht und Mörderbällen.
Nach der Schule brachte Edward mich wie immer zum Buchladen. Angela erinnerte mich ebenfalls an den Zwischenfall mit Mike, aber im Gegensatz zu den Anderen versuchte sie mich zu beruhigen. Sie sagte mir, das Mike nur eine kleine Beule hätte. Ich fühlte mich immer noch schuldig. Angela zuckte nur mit den Schultern.
„Es ist nicht so schlimm." Bemerkte Angela.
Wir verbrachten den Nachmittag mit gelegentlichen Gesprächen und dem ein oder anderem Klienten. Wir standen hinter dem breiten Tresen, als die Glocke über Tür wild schellte. Erschrocken drehten wir uns um und sahen einen verstörten Edward. Er kam direkt auf uns zu gerannt.
„Bella! Deine Mutter, deine Mutter...ist aufgewacht!" Rief er schwer atmend.
Meine Augen wurden groß.
„WAS?"
„Sie ist wach Bella, sie ist wach." Antwortete er schnell und ein Lächeln erschien auf meinem Gesicht.
Plötzlich verschleierten Tränen meinen Blick.
Angela ließ mich nicht mal Fragen, sie schob mich aus dem Laden und wünschte mir Glück. Edward nahm meine Hand, führte mich zum Volvo und half mir beim einsteigen. Ich war so ungeduldig, das mir der Weg unendlich lang vor kam und das obwohl Edward noch schneller fuhr als normal. Sobald er vor dem Hospital anhielt, sprang ich förmlich aus dem Auto. Edward kam schnell zu mir und hielt mich fest, damit ich nicht stolperte. So schnell wir konnten rannten wir durch die Gänge des Hospitals. Bevor wir jedoch auf der Station meiner Mutter ankamen, trafen wir Carlisle.
Ich sah ihn einfach nur an, unfähig etwas zu sagen.
„Komm bitte mit Bella." Bat Carlisle freundlich.
Ich ging hinter ihm her und es kam mir vor als ob er mich durch ein Labyrinth führen würde. Wir kamen auf eine Etage, auf der ich noch nie gewesen war. Carlisle blieb vor einer Tür stehen und legte die Hand auf den Türgriff. Er lächelte mir beruhigend zu und machte dann die Tür auf.
„Hier ist Besuch Renee." Sagte er fröhlich.
Ich stolperte in das Zimmer und meine Augen fielen auf meine Mutter. Schnell rannte ich zu ihrem Bett und warf mich auf sie.
„Meine Klein!" Rief Renee mit weinerlicher Stimme.
Wir umarmten uns eine ganze Weile lang weinend. Dann hob ich den Kopf, wir sahen uns an und fingen an zu lachen. Jede der uns in dem Moment gesehen hätte, hätte uns bestimmt für verrückt erklärt. Aber nachdem wir uns ausgeweint hatten, hatten wir einfach das Bedürfnis zu lachen.
Ja, der Wahnsinn ist erblich.
„Bella Schatz wie ist es dir ergangen?" Fragte meine Mutter lächelnd. Ihre Stimme war noch etwas schwach. „Dr. Cullen hat mir gesagt, das wir schon eine ganze Weile hier sind."
Ich nickt leicht.
„Die Familie Cullen hat mir sehr geholfen." Antwortete ich. „Ich weiß nicht was ohne sie aus mir geworden wäre."
Renee lächelte und ihre Augen wanderten zur Tür. Sie sah erstaunt aus,ich drehte mich um und da stand Edward.
„Alles in Ordnung?" Fragte er mit einem freundlichem Lächeln.
„Edward, das ist meine Mutter Renne." Sagte ich schnell. „Mama, das ist Edward, Sohn von Carlisle und..."
„Ihr Freund." Vollendete er meinen Satz mit einem strahlenden Lächeln und legte seinen Arm um meine Taille.
Meiner Mutter klappte der Mund auf und ich glaube meiner auch. Edward lachte leise. Dann sah Renne mich mit einem schelmischen Blick an, der mich sehr an Alice erinnerte. Bevor noch jemand was sagen konnte, kam Carlisle ins Zimmer.
„Edward, ich hab da ein Problem mit Rosalie und Emmett. Irgendeine Aufregung wegen der Hochzeit." Sagte Carlisle und verzog das Gesicht. „In diese Situationen sollte sich ein Vater nicht einmischen. Würdest du dich vielleicht darum kümmern? Sie sind in meinem Büro."
Edward murmelte irgendetwas unverständliches, verdrehte die Augen und ging aus dem Zimmer. Carlisle sah uns etwas verschämt an.
„Ich gehe ihre Unterlagen holen Renee." Bemerkte er. „Bin sofort wieder da."
Wir sahen Carlisle nach und dann räusperte sich meine Mutter.
„So so, Freund also, eh?" Sagte sie gespielt gleichgültig. „Sollte ich wieder ins Koma fallen, was machst du dann? Heiraten?"
Ich streckt ihr die Zunge raus und wurde rot.
„Edward hat mir sehr geholfen." Sagte ich ausweichend.
„Na von dem lässt sich jede gerne helfen." Kam es von meiner Mutter, jetzt mit etwas mehr Energie. „Er sieht verboten gut aus."
„Mama!" Schimpfte ich und merkte wie meine Wangen brannten. „Bitte!"
Meine Mutter lachte fröhlich und ich hörte wie die Tür aufging. Emmett und Rosalie kamen rein und direkt hinter ihnen, ein genervt aussehender Edward. Emmett stellte sich und Rosalie enthusiastisch vor und umarmte meine Mutter dann fröhlich. Edward verdrehte die Augen und ich lachte.
„Du weißt das du sehr rot bist, nicht Bella?" Bemerkte Emmett, feinfühlig wie immer.
Ich wurde bestimmt noch röter.
„Eh ja, ignoriere es einfach." Sagte ich trocken.
Carlisle scheuchte uns aus dem Zimmer, er wollte meine Mutter untersuchen. Mir war klar, das sie noch einige Tage im Krankenhaus bleiben musste, nur damit auch sicher war, das sie in Ordnung war. Trotzt ihrer peinlichen Bemerkungen über meine Beziehung zu Edward, wollte ich so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Ich hatte sie schrecklich vermisst.
„Keine Sorge Mama, Morgen komm ich wieder." Versicherte ich ihr als die Anderen aus dem Zimmer gegangen waren. „Ich nehme mal an, das du noch so einiges wissen willst."
Sie zuckte mit den Schultern und grinste böse.
„Ich habe mit sagen lassen, das eine gewisse Alice mich gerne über alles ins Bild setzten würde." Sagte sie trocken.
Entsetzt sah ich sie an.
„Ich werde dafür sorgen, das sie ein paar Tage nicht reden kann." Erklärte ich lächelnd und umarmte meine Mutter fest. „Bis Morgen Mama."
„Tschüs Kind."
Mit leichten Schritten ging ich aus dem Zimmer. Jetzt musste nur noch meine Vater gesund werden und ich würde völlig glücklich sein. Es schien sich alles zum positiven zu wenden. Es gab da zwar noch die einiges zu klären, aber so langsam wurde es immer besser.
Vor dem Hospital wartete Edward auf mich. Vorsichtig sah ich mich um, ob nicht der gelbe Porsche irgendwo stand. Ich stieg ein und er fuhr los. Als ich merkte das er nicht nach Hause fuhr fragte ich.
„Wollten wir nicht bei euch essen?"
„Zuerst möchte ich noch etwas klären." Erklärte er mysteriös.
Konfus sah ich ihn an.
„Da wir damit angefangen haben, bringen wir es jetzt auch zu Ende." Erklärte Edward, ich war nicht wirklich schlauer.
Bevor ich noch etwas sagen konnte, fuhr Edward mit der für ihn üblichen, viel zu hohen, Geschwindigkeit weiter, er schien nichts mehr sagen zu wollen. Ich wechselte, um mich abzulenken, die Sender des Radios. Als ich endlich das richtige gefunden hatte, sah ich das wir in einem Gebiet waren das ich noch nicht kannte. Edward parkte vor einem kleinen Haus.
Wir stiegen aus und gingen zur Tür, Edward klopfte und wir warteten. Ich sah ein mir bekanntes Gesicht als die Tür aufging.
„Leah?" Fragte ich verwirrt.
„Edward? Bella?" Kam die ebenso verwirrte Antwort.
„Entschuldige bitte die Störung Leah, aber ich hatte nicht die Möglichkeit uns anzumelden." Erklärte Edward freundlich. „Ist Seth zu Hause?"
Leah sah Edward misstrauisch an.
„Er ist nicht da, aber er müsste bald wieder da sein." Erklärte sie, dann zögerte sie einen Moment. „Wollt ihr reinkommen?"
Edward schüttelte den Kopf.
„Ehrlich gesagt haben wir es etwas eilig." Sagte Edward. ohne seinen freundlichen Ton zu verlieren. „Könntest du deinem Bruder sagen, das er mich so bald wie möglich besuchen kommt? Ich habe da was ernstes mit ihm zu besprechen."
Leah nickte.
„Danke Leah."
Nach seinen Worten nahm Edward meine Hand und zog mich sanft zum Auto, ich konnte Leah zum Abschied nur kurz zuwinken. Er machte mir die Tür vom Auto auf und schnell waren wir wieder auf dem Rückweg.
„Du willst mit Seth reden...?"
Er nickte bevor ich meinen Satz zu Ende gebracht hatte.
Wir schwiegen bis wir am Haus der Cullens ankamen. Edward stieg nachdenklich aus dem Auto. Verwirrt über sein Verhalten, hielt ich ihn auf, bevor wir ins Haus gingen. Als er meine Hand auf seinem Arm spürte blieb er stehen.
„Ist alles Ok Edward?" Fragte ich vorsichtig.
„Ja, warum fragst du?" Wollte er wissen und nahm meine Hand.
„Du bist etwas...abwesend." Antwortete ich.
Er lächelte schief.
„Es war ein verdammt...aufregender Tag." Sagte er.
Ich nickte.
„Sag das mal mir! Ich habe meine Mutter wieder und noch meinen Freund gefunden und das in weniger als 24 Stunden."
„Du kannst ihn ja wieder verlieren." Sagte er scherzhaft.
„Das habe ich so schnell nicht vor." Erklärte ich und ging näher zu ihm.
Er legte sofort die Hände auf meine Taille und legte seine Lippen au meine. Ich vergaß Zeit und Ort, bis ich irgendwann Emmett sagen hörte, das Edward der neue Mädchenfresser wäre und zu mir, das ich wohl sein neuestes Opfer wäre. Aber das alles brachte mich nicht dazu, mich von meinem Edward zu lösen.
Erst als eine Bremse quietschte, entfernten wir uns ein wenig voneinander.
Ein glänzendes Motorrad stand vor uns und ich erkannte bei dem Fahrer sofort eine gewisse Familienähnlichkeit.
Würde uns Seth Clearwater jetzt die letzten Fragen beantworten?
