Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von Mara Gaunt.
Isabella Swan 27. Oktober 2007
Jetzt fingen meine Flitterwochen an...
Als ich die Augen wieder aufmachte, waren wir in einem geräumigen Schlafzimmer. Es war genauso sauber wie der Reste des Hauses. Gegenüber der großen Fensterfron, stand ein breites gusseisernes Bett, es war mit leuchtend weißer Bettwäsche bezogen und sah sehr einladen aus. Edward ging mit mir zum Bett und setzte mich darauf, dann machte er einen Schritt zurück und sah mich schweigend an. Er wartete auf mein Einverständnis und ich gab es ihm mit meinen Augen.
Edward ging vor mir in die Knie und fing an meine Bluse auf zuknöpfen. Mein Verlangen machte mich mutig und ich knöpfte sein Hemd auf. Sein Atem ging schneller, so als ob er einen Marathon laufen würde. Ich riss ihm praktisch das Hemd von seinem Körper und legte meine Hände auf seine nackte Brust, die sich schnell unter meinen Händen hob und senkte.
Edward zog mir meine Bluse aus und ließ seine Augen über den unschuldigen weißen BH wandern, den er mir selber angezogen hat, dann zog er ihn mir wieder aus.
„Nackt..." Murmelte er mit rauer Stimme. „Du solltest immer nackt rumlaufen."
Das würde ich natürlich nicht tun, ich könnte das nie. Ich spürte Edwards Hände auf meinen Brüsten und diesmal war seine Berührung zart und vorsichtig. Ich bekam eine Gänsehaut und ein Kribbeln lief mir über die Wirbelsäule. Edward strich mit dem Daumen über meine Brustwarzen und sie streckten sich ihm entgegen. Unfähig seinem Blick noch länger stand zuhalten, schloss ich seufzend die Augen.
Edward schob mich langsam zurück, bis ich ganz auf dem Bett lag, dann beugte er sich über mich und gab mir einen sanften Kuss. Diesmal riss er mir nicht die Kleider vom Leib, warf sich nicht voller Wut auf mich, eine Wut die ich noch immer nicht verstand.
Seine Lippen verließen meine und er setzte viele kleine Küsse an meinen Hals. Ich hielt meine Augen fest geschlossen und fühlte seine Hände an meinem Bauch und dann machte er mir langsam meine Hose auf. Ich hätte alles dafür gegeben, wenn er sich letzte Nacht so verhalten hätte und plötzlich bekam ich Angst, dass er wieder so über mich herfallen könnte.
Ich versteifte mich und Edwards Lippen, die gerade noch auf meinem Bauch gewesen waren, verschwanden. Als ich meine Augen aufmachte, sah ich direkt in seine und er schien die Panik in meinen Augen erkannt zu haben, denn er wich langsam vor mir zurück, setze sich auf und sah mich fest an.
„Es tut mir Leid..." Sagte ich mit zitternder Stimme.
Er schüttelte den Kopf und fuhr sich mit den Händen durch die Haare.
„Das ist meine Schuld." Murmelte er und seufzte schwer.
„Nein..." Doch, es war seine Schuld, aber nicht nur. Meine Vergangenheit hatte auch einen Teil der Schuld, diese Vergangenheit, die mich allen Männer misstrauen ließ. „Ich...bin auch eine wenig Schuld..."
„Ich...brauche dich...deinen Körper und ich glaube, dass weißt du...ich begehre dich so sehr und weiß nicht, was ich dagegen machen soll...ich sehe keine Lösung..."
Ich holte tief Luft und hatte die Lösung, sie war eigentlich völlig simpel.
„Ich will mit dir zusammen sein." Gab ich zu. „Aber..."
Ich wusste nicht, wie ich meinen Wunsch in Worte fassen sollte, also versuchte ich es ihm zu zeigen. Ich legte meine Hände auf seine Schulter, gab ihm einen Kuss auf die Stirn und drückte ihn sanft nach hinten. Vielleicht würde es helfen, wenn ich das Ruder übernehme.
Und das tat ich, ich küsste seinen Hals, glitt mit meiner Zunge langsam weiter, bis zu seiner Brust und setze viele kleine Küsse darauf. Edward schien es zu gefallen, er ließ sich komplett nach hinten fallen und ich merkte, wie sich all seine Muskeln anspannten.
Ich arbeitet mich weiter runter und als ich bei seinem Bauchnabel angelangt war entzog er sich mir.
„Was machst du da?" Knurrte er tief und ich erkannte seine Stimme nicht wieder.
Ich hob meinen Blick und sah ihm direkt in seine glänzenden Augen.
„Dich lieben." War meine einfache Antwort.
Meine Finger fanden die Knöpfe seiner Jeans und ich machte sie auf und erfreute mich dessen, was ich sah. Edward war erregt und wie. Ich merkte wieder, welche Macht ich über ihn haben konnte und er machte mir jetzt keine Angst. Irgendwie wusste ich, dass er nicht derselbe Edward war wie letzte Nacht.
Ich zog ihm seine Sachen aus, dann zog ich auch meine aus, so das wir beide nackt waren. Da ich nicht wirklich viel Erfahrung hatte, ließ ich mich einfach von meinem Instinkt leiten. Meine Hände erkundeten seinen Körper und Edward blieb still liegen, aber seine Atmung wurde immer schneller und wenn ich meine Hände mit kleinen Küssen unterstützte, sog er scharf die Luft ein.
Als ich wieder bei seinen Lippen angekommen war und meine sanft auf seine legte, grub Edward seine zehn Finger in meine Haare und zog mich in einen leidenschaftlichen Kuss. Jetzt war ich diejenige die in seinen Mund stöhnte. Meine Angst war verschwunden und ich wollte ihn, nur ihn. Ich ließ mich auf ihn fallen und bevor mich mein Mut wieder verließ, murmelte ich.
„Nimm mich..."
Das schien das Stichwort zu sein, auf das er gewartet hat. Edward bewegte sich langsam, bis ich unter ihm lag. Jetzt verwöhnte er mich und seine Hände wanderten zärtlich über meinen Körper und er widmete sich ausgiebig meinen Brüsten. Er küsste sie zart und ließ seine Zunge um meine Brustwarzen tanzen. Ich krallte mich in die Bettlaken, weil ich nicht wusste, wie ich die Spannung die sich in mir aufbaute bewältigen sollte.
Seine Lippen wanderten weiter, über meine Rippen zu meinem Bauch, dann spürte ich sie auf meinem Becken, er hörte dort nicht auf und...
Moment!
Als ich merkte was er vorhatte, versuche ich mich ihm zu entziehen. Aber er legte seine großen Hände auf meine Hüften und hielt mich fest. Edward lehnte sein Kinn auf meinem Bauch und sah mich an. Er lag so zwischen meinen Beinen, dass ich sie nicht schließen konnte. Wie zum Teufel war er dahin gekommen? Er sah mich an und ich starrte zurück. Dann verzog er seinen Mund zu einem schiefen Lächeln.
„Erlaube es mir, bitte..." Bat er mich wie ein Gentleman. Aber es handelte sich um eine Stelle an meinem Körper, die er nicht so nah an seinem Mund haben sollte.
Bevor ich noch was sagen konnte, spürte ich Edwards warme und weiche Zunge an meiner intimsten Stelle. Ich stöhnte laut auf, als das Feuer durch meine Adern Schoss. Warum tat er das? Warum war er so...sinnlich und liebte mich auf diese Weise? Ich hatte den Genuss erwartet, den er mir bis jetzt geschenkt hatte, aber das übertraf alles. Seine Hände streichelten weiter über meinen Körper und meine zitternden Beine. Ich machte die Augen zu und spürte ihn noch intensiver.
Die Spannung baute sich von meinen Zehenspitzen her auf, kroch meine Beine hinauf und sammelte sich in meinem Unterbauch, so stark hatte ich das noch nie gespürt und er machte immer weiter.
Mein Orgasmus kam so stark, dass alles um mich herum in bunten Farben explodierte und ich kostete ihn bis zur letzten Sekunde aus, damit ich ihn in meiner Erinnerung behielt, wenn Edward mich irgendwann über hat.
Edward war jetzt über mir, er hatte sich auf seine Ellenbogen gestützt und sah mir in die Augen, seine Augen schienen aus flüssigem Feuer zu bestehen. Er drang ganz langsam und vorsichtig in mich ein. Als ich ihn komplett in mir spürte, hielt er einen Moment inne und sah mir wieder fest in die Augen. Er wartet auf ein Zeichen von mir und ich gab ihm mit den Augen mein Ok.
Seine Bewegungen waren sanft, zurückhaltend, aber seine gerunzelte Stirn sagte mir, dass er sich nur für mich so zurückhielt und es ihm nicht leicht fiel.
Ich liebte ich...ich liebte ihn so sehr.
Ich schlang meine Beine um seine Hüften und passe mich seinen Bewegungen an.
„Liebe mich..." Stöhnte ich und grub meine Finger in seine Schulten. „Nimm mich..." Ich hoffte das er mich verstand.
Mit einem tiefen Knurren packte er mich an meinen Hüften und setzte sich auf, so das wir uns gegenüber saßen. Meine Beine legten sich fester um ihn und seine Bewegungen wurden intensiver. Er stöhnte wie ich, er schwitzte wie ich und er hielt sich nicht mehr zurück. Ich spürte ihn tief in mir, mein ganzer Körper kribbelte und die mittlerweile bekannte Spannung baute sich wieder in mir auf.
Edward umarmte mich fest und er drang immer schneller und tiefer in mich ein.
Ich kam und Edward mit mir. Es war, als ob ich mit den Fingerspitzen den Himmel berühren würde. Ich fühlte mich lebendig und das hatte ich nur ihm zu verdanken.
Edward hielt sich regelrecht an mir fest und versuchte anscheinend wieder zu Atem zu kommen. Wir fielen zusammen aufs Bett und Edward drückte mich fest an sich, vergrub seine Gesicht in meinen Haaren und atmete noch immer unnatürlich schnell.
„Das ist wundervoll." Sagte ich ohne darüber nachzudenken und strich über die Marken, die ich diesmal auf ihm hinterlassen hatte. Meine Fingernägel hatten deutliche Spuren auf seinen Schultern schwieg und zum ersten mal war es mir egal. Ich war keine Expertin in dem Thema, aber das was gerade passiert ist, konnte niemand vortäuschen.
„Ich glaube, dass ist das beste, was mir in meinem Leben passiert ist...du bist das beste was ich in meinem Leben habe und sollte ich dich verlieren..." Ich wollte ihn nicht unter Druck setzen, aber ich musste es ihm sagen. „Sollte ich dich verlieren, hätte ich nichts, wofür es sich zu leben lohnt."
Er versteifte sich in meinen Armen.
„Wovon redest du?" Fragte er verwirrt.
Wovon ich redete? Das Leben war bis jetzt kein Zuckerschlecken für mich gewesen und Edward war jetzt mein Lebensinhalt geworden. Ich versuchte ihm meinen Standpunkt klar zu machen und hoffte, dass er mich nicht für eine Irre hielt.
„Sollte ich keinen Sinn in meinem Leben mehr sehen, würde ich es beenden." Erklärte ich und er versteifte sich noch mehr.
„Ich verstehe nicht."
„Sollte ich keinen Grund mehr sehen am Leben zu bleiben, würde ich mein Leben beenden." Und das meinte ich ernst, aber ich wollte ihn nicht manipulieren damit er mich wirklich liebte, ich drohte auch nicht damit mir etwas anzutun, ich wollte ihm einfach meine Denkweise klar machen.
„Du meinst Selbstmord?" Fragte Edward und sah mich endlich an.
„Ja, es ist die einfachste Art, dem Leid ein Ende zu setzten." Ich hatte schon oft darüber nachgedacht, mein Leben zu beenden, aber dann war Esmeralda in mein Leben getreten und jetzt Edward. Edward sah mich an, als ob er mich nicht verstehen würde.
„Ich erzähle dir das nicht, damit du dich zu irgendwas verpflichtet fühlst...ich weiß...das du mich begehrst, aber...irgendwann, auch wenn ich hoffe, dass das nie passieren wird, könntest du dich mit mir langweilen. Du könntest jemanden treffen, den du wirklich liebst und ich würde dir nicht im Weg stehen, du müsstest dir um mich keine Gedanken machen, ich wäre einfach nicht mehr da.."
„Ich werde dich nicht verlassen." Erklärte er ernst.
„Das hoffe ich, aber du liebst mich nicht Edward."
Ich erwartete darauf keine Antwort und bekam auch keine.
„Du...du planst nicht dich umzubringen, oder doch?"
Ich dachte einen Moment über seine Frage nach. Der Tot machte mir keine Angst, aber das Leben hatte mir schon oft Angst gemacht.
„Nein...nicht solange es etwas gibt, für das es sich zu leben lohnt, solange werde ich hier sein."
Es war eine seltsame Konversation und ich erwartete nicht, dass er sich daran erinnern würde. Der Tot war jetzt nicht wichtig, ich plante nämlich, jetzt erstmal richtig zu leben.
Isabella Swan 15. Dezember 2007
Unsere Flitterwochen dauerten genau zwei Wochen und nicht drei Tage, wie James es gesagt hatte. Und diese zwei Wochen verbrachten wir damit, uns zu lieben. Wir hatten Sex in jedem Winkel des Hauses, auf jeder Oberfläche, am Strand und auch im Wasser.
Ich vergaß all meine Scham und meine Zurückhaltung und gab ihm alles von mir, ohne irgendetwas von ihm zu erwarten, aber er begehrte mich und das zeigte er mir wann immer er konnte.
Meine Zweifel verschwanden nach und nach. Es war, als ob Edward sich vorgenommen hat, mich so glücklich zu machen, wie ich es noch nie gewesen war. Er war zwar oft nicht zu Hause und arbeitete viel, aber es vergingen nie zwei Nächte hintereinander in denen wir uns nicht liebten. Ich war in sein Zimmer gezogen, dass jetzt unseres war.
Er hatte nach unserer zweiten Nacht angefangen zu verhüten, ich fragte nicht warum, sondern fing an, es normal zu finden.
Mit Hilfe von Victoria, hatte ich mich zur perfekten Mrs. Cullen entwickelt. Ich war jetzt die perfekte Hausfrau und Gastgeberin und wir machten viele Dinge zusammen. Nur der Garten war und blieb mein Reich.
Jeden Tag liebte ich Edward mehr. Ich langweilte mich nie mit ihm und fragte mich, ob er mich je lieben würde. Ja, er begehrte mich, dass war wenigstens etwas, aber es vertrieb nicht die tiefe Traurigkeit, die mich immer mal wieder überfiel und der Grund dafür war, dass er noch nie gesagt hat, dass er mich liebt.
Es klopfte an der Tür und ich machte schnell mein Tagebuch zu und legte es in meinen Nachttisch, während Victoria hereinkam.
„Guten Morgen Mrs. Cullen." Sie lächelte mich an. Ich hatte ihr schon hundertmal gesagt, dass sie mich Bella nennen soll, aber sie weigerte sich. Victoria meinte, dass das nicht richtig sei.
„Hallo Victoria." Begrüßte ich sie freundlich.
„Ich wollte wissen, ob sie mit mir einkaufen gehen wollen? Es fehlen einige Sachen."
Wir teilten uns die Arbeit im Haus, Victoria kümmerte sich ums Putzen und ich mich um die Küche, die Einkäufe erledigten wir meistens zusammen.
Edward hatte mir schon mehrmals gesagt, dass ich nicht den ganzen Tag arbeiten soll und nicht das ganze Essen alleine machen soll. Aber es war so was wie mein Hobby und mein Zeitvertreib. Ich hätte mir auch einen Teilzeitjob suchen können, aber das wollte Edward nicht.
Nur mit Laurent wurde ich nicht warm. Er war noch immer unzugänglich und redete so gut wie gar nicht mit mir. Ich hatte sogar Victoria mal gefragt, ob sie wüsste warum Laurent mich hasste, aber sie hatte nur abgewunken und gesagt.
„Machen sie sich um Laurent keine Gedanken, der ist sogar ungesellig mit seinem eigenen Spiegelbild."
Aber ich wusste, dass da mehr dahinter steckte, er sah mich immer so missbilligend an und ich hatte keine Ahnung warum.
Ich sagte Victoria, dass sie unten auf mich warten soll da ich gleich runter komme. Sie ging und ich stand schnell auf, um meine Sachen zusammen zu suchen. Doch mir wurde plötzlich so schwindelig, dass ich mich wieder hinsetzen musste. Wahrscheinlich war ich zu schnell aufgestanden, obwohl mir so etwas noch nie passiert ist.
Ich wartet einen Moment, bis der Schindel nachließ, was relativ schnell passierte und ging dann hinter Victoria her. Wir fuhren zusammen zum Supermarkt und dort trennten wir uns, so das sich jeder um einen Teil des Einkauf kümmern konnte.
Ich ging zielstrebig auf die Obst und Gemüse Abteilung zu und packte alles in meinen Wagen, was ich für die nächsten Tage brauchte. Von dort aus ging es zu den Konserven und als ich gerade nach einer Dose Erbsen greifen wollte, die ziemlich hoch im Regal stand, kam eine Hand von hinten zum Vorschein und griff nach der Dose.
Ich drehte mich um und setzte mich fast auf meinen Hosenboden, als ich in das wohl bekannte Gesicht des Kellners blickte. Sofort fühlte ich das Bedürfnis, mich so weit wie möglich von ihm zu entfernen. Er war Schuld an einigen meiner Probleme, die ich auf meiner Hochzeit gehabt hatte, schuld ohne es zu wissen.
Ich griff fest nach dem Einkaufswagen und wollte weitergehen, doch er hielt mich auf.
„Warte...ich muss mit dir reden." Bat er und ich blieb stehen.
„Tut mir Leid..." Sagte ich, vielleicht reagierte ich doch etwas über, aber ich hatte meine Gründe. Und warum taucht dieser Mann immer wieder auf? Verfolgt er mich?
„Ich muss mit dir reden." Sagte er wieder und sah mir fest in die Augen.
„Ich wüsste nicht, worüber wir reden sollten." Versuchte ich ihm wieder auszuweichen.
„Du erinnerst dich nicht an mich ,stimmts? Wir kennen uns von früher, aber ich gebe zu, dass ich dich gesucht habe." Erklärte er langsam.
Was? Ich kannte ihn nicht und ich hatte keine Ahnung, was er von mir wollte.
„Woher...?"
„Aus dem Heim." Unterbrach er mich.
Ich sah in ungläubig an und suchte in meinen Erinnerungen nach seinem Gesicht, aber ich fand nichts.
„Ich bin Jacob Black." Sagte er. „Damals war ich nur der dünne, schüchterne Indianerjunge." Erklärte er weiter und so langsam erinnerte ich mich, er war ein relativ kleiner Junge gewesen, ganz im Gegenteil zu jetzt und hatte seine schwarzen langen Haare immer zum Zopf gebunden.
„Jacob...ja ich erinnere mich. Du hast nie mit jemandem geredet." Ich hoffte, dass das alles war was er von mir wollte.
„Ich...ich hab dich nicht vergessen und ich würde gerne mal in Ruhe mit dir reden. Können wir einen Kaffee zusammen trinken?" Fragte er und jetzt wo ich mich an ihn erinnerte, hatte auch ich das Bedürfnis mit ihm zu reden.
Ich vergaß Victoria und ging mit Jacob zur Cafeteria des Supermarkts.
Isabella Swan 9. Januar 2007
Ich hatte einen neuen besten Freund und fühlte mich, als würde ich Edward hintergehen, weil ich es ihm nicht erzählte. Aber ich hatte Angst vor seinem wechselhaften Charakter und wie er darauf reagieren könnte.
Jacob...wir hatten uns angefreundet, obwohl es am Anfang nicht danach aussah. Er hatte mir gestanden, dass er schon immer in mich verliebt gewesen sei, was mich sehr überraschte. Er kannte mich gar nicht und hatte nie wirklich mit mir geredet. Während meiner Zeit im Heim hatte ich ihn kaum wahrgenommen, weil er immer so still gewesen war.
Irgendwie verstanden wir uns auf anhieb und als das mit dem verliebt sein geklärt war und Jacob verstand, dass ich meinen Mann liebte, wurden wir richtig gute Freunde.
Er erzählte mir viele witzige Anekdoten aus seinem Leben und auch die negativen Dinge die er, genau wie ich, im Heim und auch in der Zeit danach erlebt hatte.
Ich geriet immer wieder in Versuchung, Edward von meiner Freundschaft zu erzählen, aber ich hatte Angst, dass er es nicht verstehen würde.
Außerdem würde Jacob eh nicht mehr lange in der Stadt bleiben. Er hatte beschlossen ein wenig durchs Land zu reisen und in anderen Städten sein Glück zu versuchen. Er wollte auch nach seinen Wurzeln suchen und verschiedene Indianerstämme aufsuchen. Es tat mir Leid, ihn schon wieder zu verlieren, aber er musste sein Ding machen.
Mir ging es auch seit einiger Zeit gesundheitlich nicht so gut, es würde mir immer öfters schwindelig und manchmal musste ich mich einfach so übergeben. Edward hatte darauf bestanden, dass ich einen Arzt aufsuchen soll und ich hatte einen Termin für Morgen gemacht.
Aber irgendetwas hat sich im Haus verändert, es war plötzlich eine Anspannung im Ambiente, die ich nicht zuordnen konnte. Seit einigen Tagen bekam ich Edward kaum noch zu Gesicht, er hatte angeblich mal wieder zu viel Arbeit und kam meistens erst nach Hause, wenn ich schon schlief.
Ich hatte Angst, dass er meine Freundschaft mit Jacob entdeckt hatte, aber dafür hätte er mich überwachen lassen müssen, was ich etwas weit her geholt fand.
Auch Victorias Verhalten hatte sich mir gegenüber verändert. Sie war plötzlich abweisend und sprach so gut wie überhaupt nicht mehr mit mir und ich verstand nicht warum. Als ich sie danach fragte, winkte sie ab und sagte, dass ich mir das nur einbilden würde.
Wiedereinmal fühlte ich mich furchtbar allein.
Ich fühlte mich plötzlich völlig erschöpft und klappte mein Tagebuch zu. Es war erst 21 Uhr, aber ich war fürchterlich müde und legte mich ins Bett.
Als ich auf die Seite des Bettes sah, auf der Edward normalerweise schlief, machte sich wieder dieses leere Gefühl in mir breit. Ich liebte ihn jeden Tag mehr und er entfernte sich jeden Tag mehr von mir. Aber ich war zu müde, um mir darüber weiter Sorgen zu machen und mit fielen die Augen zu.
Mitten in der Nacht wurde ich von Edward geweckt und er wollte, seit langem mal wieder, mit mir schlafen. Doch er tat es auf eine unkontrollierte und wilde Weise, die ich dem Druck zu schrieb, dem er täglich ausgesetzt war.
Danach kuschelte er sich an mich und ich schlief in seinem Arm ein, um am nächsten Morgen wieder allein aufzuwachen.
Heute hatte ich meinen Arzttermin und hatte nicht lange Zeit, über das seltsame Verhalten meines Mannes nachzudenken. Schnell duschte ich und zog mich an. In der Küche machte ich mir ein schnelles Frühstück und rief mir dann ein Taxi. Da ich nicht die Dienste von Laurent in Anspruch nehmen wollte, nahm ich immer ein Taxi, wenn ich allein unterwegs war.
Das Taxi brachte mich zum Krankenhaus, in dem ich meinen Termin hatte. Auch darauf hatte Edward bestanden, hier gab es, seiner Meinung nach, die besten Ärzte.
Und zu meiner großen Überraschung, empfing mich Dr. Emmett als ich ins Behandlungszimmer kam.
„Hallo Mrs. Cullen, erinnern sie sich an mich? Ich habe vor 6 Monaten ihren Mann behandelt." Er gab mir enthusiastisch die Hand.
„Natürlich erinnere ich mich, aber nennen sie mich Bella. Mrs. Cullen hört sich so alt an." Antwortete ich und irgendwie bekam ich sofort bessere Laune.
„Gut, ich bin Emmett. Dann wollen wir mal loslegen." Er setzte sich an seinen Schreibtisch, bot auch mir Platz an und fing dann mit den Routinefragen an.
Ich erzählte ihm von meinen Schwindelanfällen und das mir oft schlecht war. Er runzelte die Stirn und erklärte mir, dass man mir Blut abnehmen würde und das dann eine Kollegin von ihm noch einen Ultraschall machen würde, nur für alle Fälle.
Da ich ihm vom ersten Moment vertraute, sagte ich ja und machte mir weiter keine Gedanken.
Als ich darauf wartete, dass sie mich zur Blutabnahme riefen, schellte mein Handy. Das war auch so eine Idee von Edward gewesen und obwohl ich mich dagegen gesträubt hatte, hatte er darauf bestanden. Es sei zu meiner Sicherheit, hatte er behauptet. Ich sah auf das Display, mich rief jemand mit unterdrückter Nummer an.
„Hallo?"
„Wo bist du?" Fragte Edward kalt und es war, als ob er mir eine Ohrfeige gegeben hätte.
„Im Krankenhaus...du hast mich gebeten, mich untersuchen zu lassen." Erinnerte ich ihn und merkte sofort, dass der andere Edward wieder da war.
„Das habe ich getan?" Fragte er ironisch. Ich merkte, wie sich Tränen der Wut in meinen Augen sammelten. Was hatte ihn den gebissen?
„Ja, dass hast du." Ich versuchte ruhig zu bleiben.
„Gut...wenn du das sagst." Sagte er, als ob es völlig unwichtig wäre. „Du musst in mein Büro kommen wen du da fertig bist." Ordnete er an.
„Ist was passiert?" Fragte ich sofort und bekam Angst.
„Nein, ehrlich gesagt ist es was gutes...für mich." Antwortete er rätselhaft. Mir lief ein Schauer den Rücken hinunter und in dem Moment wurde ich aufgerufen.
„Ich muss gehen Edward." Erklärte ich und erwartete irgendein Wort der Aufmunterung von ihm.
„Laurent holt dich in einer Stunde ab." Sagte er stattdessen und legte auf. Irgendetwas war gar nicht in Ordnung.
Ich holte tief Luft und ging dann mit der Krankenschwester in das Zimmer, in dem die restlichen Untersuchungen gemacht wurden.
Eine gute halbe Stunde später, saß ich wieder Dr. Emmett gegenüber und er grinste mich an. Es konnte also nichts schlimmes sein, aber ich fragte trotzdem.
„Ist es schlimm?"
„Nein...eigentlich eher das Gegenteil." Erklärte er und nahm einige Unterlagen zur Hand. „Ich hab hier ihre Untersuchungsergebnisse..." Er gab sie mir und konnte bestimmt an meinem Gesicht ablesen, dass ich mal eben gar nichts verstand.
„Ich darf ihnen mitteilen, dass sie schwanger sind." Sagte er förmlich, aber mit einem fröhlichen Glitzern in den Augen. „Mich wundert es, dass sie es noch nicht gemerkt haben, sie sind schon in der zwölften Woche und..."
Während ich die Neuigkeit assimilierte, horchte ich in mich hinein und versuchte irgendwelche Signale oder Anzeichen zu erkennen. Mir traten die Tränen in die Augen, aber diesmal waren es Glückstränen. Ich war so glücklich, wie noch nie in meinem Leben.
Jetzt musste ich Edward sagen, dass ich schwanger war, dass wir ein Baby bekommen würden, vielleicht würde das unserer Beziehung gut tun und alles würde wieder schön.
Der Doc zeigte mir so eine Art Foto, auf dem zwei kleine weiße Punkte zu sehen waren, so sah es zumindestens aus. Ich wusste nicht, was ich zuerst fragen sollte, was ich zuerst machen sollte und meine Hand fing an zu zittern.
„Da sind zwei?" Fragte ich zuerst und sah auf das schwarze Foto.
„Ja, sie bekommen Zwillinge." Sagte er so begeistert, als ob er der Vater wäre.
Zwillinge? Na wenn schon, den schon. Dachte ich ironisch.
„Und der Vater...also ihr Mann? Wird er sich freuen?" Der Doc schien sich an den, manchmal, etwas schwierigen Charakter Edwards zu erinnern.
„Ja..." Das hoffte ich zumindest. Warum sollte er sich nicht auch freuen? „Und ich werde jetzt gehen, um es ihm so schnell wie möglich zu erzählen."
Ich machte mit dem Doc noch einen neuen Termin aus und verabschiedete mich dann von ihm.
Vor dem Krankenhaus wartete Laurent schon auf mich, genauso ernst wie immer und mir war es zum ersten mal egal. Er hielt mir die Tür auf und ich stieg ein. Im Auto malte ich mir meine eigene kleine Familie aus, eine Familie die ich nie gehabt hatte und auch Edward nicht.
Laurent hielt vor einem großen Bürogebäude und half mir wieder beim aussteigen. Da es das erste mal war, dass ich Edward in seinem Büro besuchte, sagte er mir auch, wo ich hin musste.
Ich ging in das Gebäude und fuhr mit dem Aufzug in die letzte Etage. Als die Tür aufging, sah ich puren Luxus, es war alles sehr modern und strahlte Geld aus.
Eine Frau wartete schon auf mich, von der ich annahm, dass sie Edwards Sekretärin war. Laurent hatte mich wohl schon angekündigt.
Sie brachte mich zu dem Büro von Edward und als ich es betrat, fiel mein Blick sofort auf ihn. Er lehnte an seinem Schreibtisch, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah mich ernst an.
„Wie war es?" Fragte er desinteressiert, anstatt mich erstmal zu begrüßen. Und in mir gingen alle Alarmglocken an. Es lag nichts positives in seinen Augen. Aber wenn ich ihm die Neuigkeiten erzählte, würde sich das bestimmt ändern.
„Gut...ich muss..." Fing ich an.
„Setzt dich." Unterbrach er mich und zeigte auf einen der Besuchersessel.
Ich gehorchte, weil ich so Zeit hatte, mir meine genauen Worte zu überlegen.
„Du kannst dir nicht vorstellen..." Fing ich wieder an und wieder unterbrach er mich.
„Was ich mir nicht vorstellen kann ist, wie du auf die Idee kommst, dass ich irgendwelches Interesse an dem habe, was der Arzt dir gesagt hat." Sagte er kalt.
Ich versuchte, dass mir meine Gesichtszüge nicht entglitten und wollte glauben, dass er sich einen Spaß mit mir erlaubte.
„Ich..." Versuchte ich es wieder, aber er schien mich Heute nicht ausreden lassen zu wollen.
„Du...genau du wirst mir jetzt erklären, was zum Teufel das hier ist." Sagte er gefährlich ruhig und ich konnte die Wut in seinen Augen sehen.
Er nahm einen Umschlag von seinem Schreibtisch und warf ihn mir zu.
Mit zitternden Fingern nahm ich den Umschlag und als ich sah was darin war wusste ich, dass mein Leben zu Ende war.
Hier möchte ich euch noch eine Story empfehlen, die mir selber empfohlen worden ist. Lest doch mal rein, es ist ein etwas anderer Edward. .de/s/4f063ab00001daa806705dc0 Sie ist von TheClown und heißt Bloody Rain.
