25 Erster Verdacht

Serina kniete sich noch mehr in den Lernstoff, als sie es bisher getan hatte und sie hatte auch das Quidditchtraining wieder aufnehmen dürfen. Seit dem Valentinstag waren einige Wochen vergangen und sie hatte über vieles nachgedacht. Ihr war klar geworden, dass nicht jeder so verständnisvoll war wie Lily.
Lily war jetzt immer öfter in James Nähe zu sehen, und das ohne dass sie sich stritten, doch sie versuchte, Sirius aus dem Weg zu gehen.
Sie saß mit ihren Büchern hinter den Gewächshäusern und genoss die ersten warmen Sonnenstrahlen, als plötzlich ein Schatten auf sie fiel. Als sie aufblickte, sah sie Sirius vor sich stehen.
"Hi." sagte sie und blinzelte ihn an, weil die Sonne sie blendete.
"Hi." gab er zurück und setzte sich neben sie. „Warum gehst du mir aus dem Weg? Hab ich irgendwas angestellt?"
Sie schluckte und seine Worte hallten in ihrem Kopf wieder. „Merlin sein dank, bist keines von denen! Das sollen richtige Monster sein!" Sie schüttelte den Kopf und versuchte, diese Worte in eine dunkle Ecke zu vertreiben. Dann erst blickte sie ihn von der Seite an und versuchte, ein Lächeln zustande zu bringen.
"Sirius, wir sind im selben Haus, haben denselben Unterricht, spielen Quidditch zusammen. Wie sollte ich dir da bitte aus dem Weg gehen?"
Seine Augen waren von einem undurchdringlichen, dunklen Grau, als er sie ansah. „Und wieso versteckst du dich dann hier bei den Gewächshäusern?"
"Hör zu, Sirius. Es tut mir leid, wenn es dir so vorkommt, aber siehst du das hier?" Sie zeigte auf ihre Bücher. „Ich versuche nur, diesen ganzen Kram irgendwie nachzuholen, denn ihr die letzten Jahre in der Schule hattet! Und das ich hier sitze hat den Grund, dass man hier für gewöhnlich seine Ruhe hat. Ich gehe dir nicht aus dem Weg, ich lerne! Falls du das kennst?" Sie wusste, dass sie ihm gerade eine dicke Lüge aufgetischt hatte, aber sie konnte ihm ja unmöglich die Wahrheit sagen.
Sirius grinste sie jetzt schief an. „Ich mache mich also gerade zum kompletten Vollidioten, richtig?"
Serina tat so, als würde sie überlegen. „Tja, da du ein Junge bist, tust du das eh ständig, daher fällt es nicht weiter auf!"
Er schupste sie, dass sie fast umkippte. „Hey!" lachte er. „Werd nicht frech!"
Sie lachte, sie hatte diese kleinen Kabbeleien wirklich vermisst.
"Dann verzeih ich dir deine ständige Abwesenheit noch mal!" sagte er sie grinsend. „James und Lily scheinen sich ja mittlerweile recht gut zu verstehen."
Serina nickte. „Ja. Wurde ja auch langsam Zeit. Konnte ja keiner mehr mit ansehen, wie der arme James litt!"
„Damit hast du allerdings Recht!" Er sah sie an, Serina hatte den Kopf an die Mauer gelehnt und genoss die Sonne in ihrem Gesicht. „Siehst du denn nicht, wie ich leide?" dachte er, aber er wagte nicht, es auszusprechen.
"Ok, ich las dich dann mal weiter lernen, ich muss auch noch einen Aufsatz fertig kriegen." Er stand auf.
"Sirius?" Sie sah ihn fragend an. „Ist wirklich alles in Ordnung?"
Er nickte. „Sicher. Ich wollte nur wissen, ob wir noch Freunde sind."
"Natürlich sind wir das!" antwortete sie. „Was denn sonst?"
"Ja, was sonst." sagte er leise, und sah auf die Peitschende Weide, die in einiger Entfernung stand und ging zum Schloss zurück.

Serina erwachte an nächsten Morgen mit leichten Kopfschmerzen. Sie wusste, was dass bedeutet: es war wieder soweit! Heute Abend, wenn die anderen bereits in ihren Betten lagen, würde sie in die Küche schleichen und sich bei der Hauselfe Tinker ihren Beutel abholen.
Es war schon fast zur Routine geworden, dennoch war ihr immer unwohl dabei. Einige Schüler, gerade die Rumtreiber, machten gerne Abstecher in die Küche und denen wollte sie nun unter gar keinen Umständen begegnen!

Sie saß beim Frühstück, als ihr Blick auf Remus fiel der in seinem Essen herumstocherte.
„Der sieht ja heute noch schlimmer aus als sonst!" dachte sie sich. Der blonde Junge war heute in der Tat noch bleicher und hatte dunkle Schatten unter den Augen. Seine Narben fielen noch mehr auf als sonst und ließen sein Gesicht unheimlich wirken. Unbewusst tastete sie nach ihrer Narbe an ihrem Hals.
„Woher er die wohl hat." dachte sie und wand ihren Blick von ihm ab. Lustlos schob sie das Rührei auf ihrem Teller hin und her.
„Nur vom Ansehen wirst du nicht satt!" sagte James mit vollem Mund neben ihr.
„Ich hab heute keinen Hunger." erwiderte sie und griff nach ihrem Kürbissaft. Was würde sie geben, für eine Tasse Kaffee!
„Mann Moony," meinte Sirius „sieht aus, als würdest du Konkurrenz bekom…AUA, was trittst du mich?" Er griff unter den Tisch und rieb sich das Schienbein.
"War er versehen!" knurrte Remus seinem Freund zu.
James sah die beiden an. „Mann, hier herrscht ja heute eine Bombenstimmung!"
"Halt die Klappe, Prongs!" sagte Sirius und Remus gleichzeitig und Peter fing an zu lachen.
Serina beobachtete die Szene genervt und erhob sich. „Ich werd schon mal meine Sachen holen."
Dann ging sie aus der Halle. Lily sah ihr mitfühlend nach. Sie wusste, warum ihre Freundin heute so gereizt war.

Der Unterricht zog an ihr vorüber, und sie bekam kaum etwas mit. Arithmantik war zu einem ihrer Lieblingsfächer geworden, aber heute konnte sie dem Lehrer einfach nicht folgen. In Geschichte war es noch schlimmer, so dass sie fast eingeschlafen wäre, wenn Lily sie nicht angestoßen hätte.
Nachmittags traf sie Remus auf einer der Treppen als sie auf den Weg in den Gemeinschaftsraum war.
„Hey Remus, was ist denn mit dir los? Du siehst ziemlich schlecht aus?"
Er wurde unruhig und sein Puls beschleunigte sich, das konnte sie hören.
"Oh ja, es ist höchste Zeit in die Küche zu Tinker zu gehen!" davhte sie. Aber sie bemerkte nun auch noch etwas anderes an ihm. Sein Geruch war anders. Herber, ein wenig nach trockenem Wald und etwas, das sie irgendwie an Weihnachten erinnerte. Sie wusste nur nicht, wieso.
„Ich schätze, ich hab mir einen Virus eingefangen." entgegnete Remus sichtlich nervös. „Nichts Schlimmes. Ich schau später mal auf der Krankenstation vorbei, wenn es nicht besser wird." Er lächelte sie unsicher an und schob sich an ihr vorbei. Er schien es eilig zu haben, denn rannte die Treppe fast runter.
„Gute Besserung, Remus!" rief sie ihm noch hinterher, doch er war bereits verschwunden. Über sich sah sie Lily an Treppenabsatz stehen, die anscheinend auf sie wartete.
„Ist es mal wieder soweit?" fragte diese.
Serina sah sie fragend an. „Was meinst du?"
„Remus." sagte Lily nur. „Er ist doch ständig krank Ist dir das noch nicht aufgefallen? Das ist schon seit der ersten Klasse so."
Serina runzelte die Stirn. „Stimmt, jetzt wo du es sagst!" Dann zuckte sie mit den Schultern und ging mit Lily weiter. „Ach, der wird schon wieder."

Sie hatte die Zeit völlig vergessen. Es war bereits kurz vor 9 Uhr als sie sich endlich aus dem Gemeinschaftsraum schleichen konnte um in die Küche zu kommen.
Sie musste vorsichtig sein, denn Schüler hatte um diese Zeit nichts mehr aus den Gängen zu suchen und sie war sich nicht sicher, ob der Hausmeister Filch sie durchlassen würde.
Als sie in zweiten Stock im Vorbeigehen aus dem Fenster sah, blieb sie verwundert stehen. Sie sah zwei Personen, die über die Wiese auf den Wald zugingen. Nein, nicht zum Wald, die beiden gingen in die Richtung des merkwürdigsten Baumes, denn Serina je gesehen hatte, der Peitschende Weide!
Sie war neugierig, wer diese Leute waren und was sie vorhatten, aber dann hörte sie Schritte hinter sich und so musste sie ihre Position an dem Fenster verlassen. Sie versteckte sich hinter einer Ritterrüstung die in ihrer Nähe stand und wartete ab. Sie hörte Schritte von mehreren Personen, sah aber niemanden!
"Ich wird doch nicht verrückt?" dachte sie sich, als die Schritte an ihr vorbei gingen. "Was geht hier vor?"
Die Schritte verhallten und sie trat aus ihrem Versteck hervor. Als sie wieder zum Fenster kam sah sie nur noch eine Person, die sich auf dem Weg zurück ins Schloss befand. Die zweite Person war nirgends mehr zu entdecken. Aber ihr viel auf, das die Weide sich nicht mehr bewegte. Sehr nachdenklich setzte sie ihren Weg in die Küche fort.

Serina mochte Tinker. Dumbledore hatte die Hauselfe extra für Serina abgestellt, damit diese ihr beizeiten das Blut besorgen konnte. Mittlerweile hatte sich ein Rhythmus eingestellt und Tinker wartete bereits aufgeregt auf sie.
"Oh Miss Corvus, wo waren Sie nur?" schimpfte Tinker mit piepsiger Stimme. „Sie sind spät, ich mir Sorgen gemacht!"
Serina lächelte über die Fürsorge der kleinen Hauselfe. „Ist schon gut, Tinker, ich wurde aufgehalten." In Gedanken war sie wieder bei der Szene aus dem 2ten Stock. „Oh, ich hab ja hier was für dich!" sagte Serina und fing an, in ihrer Tasche zu kramen.
Tinkers Augen wurden noch größer als sie es schon waren, als Serina eine Zeichnung hervor holte.
"Siehst du," sagte sie zur der Elfe, „das hier ist die Elfe von der ich dir erzählt habe, Tinkerbell. Sie heißt fast wie du und ist auch fast so hübsch wie du!"
Die Hände der Hauselfe zitterten, als sie nach dem Blatt griff. „Und das ist wirklich für mich!" fragte sie mit weinerlicher Stimme.
Serina nickte nur, sie wusste, das die Figur aus Peter Pan eine Elfe war und keinerlei Ähnlichkeit mit einem Hauself hatte, aber Tinker schien das nicht zu stören. Sie ging glücklich mit der Zeichnung in der Hand durch die Küche und zeigte sie jedem anderen Hauself, der sie sehen wollte.
Serina griff nach dem Beutel, denn Tinker ihr auf einen Tisch gelegt hatte und zog sich in eine dunkle Ecke zurück.

Eine Stunde später war sie wieder auf dem Rückweg in den Griffindorturm, als sie erneut an dem Fenster vorbei kam. Neugierig blieb sie stehen und sah hinaus. Die Wiese lag einsam und verlassen da und auch die Weide bewegte sich wieder. Ihr Blick glitt über den Waldrand der in das fahle Licht des Vollmondes getaucht war.
Plötzlich glaubte sie, eine Bewegung am Waldrand auszumachen. Sie sah weiter hin und bemerkte einen schwarzen Schatten, der zwischen den Bäumen hervorsprang. Dann vernahm sie ein leises Bellen. „Fang?" dachte sie erst, aber dieser hier hatte keine große Ähnlichkeit mit dem Hund des Wildhüters Hagrid. Und dann trat ein weiterer Schatten aus dem Wald, sie sah einen prächtigen Hirsch auf der Wiese. Der Hund sprang vor dem Hirsch zurück, umkreiste diesen, sprang auf ihn zu um dann wieder zurückzuweichen.
"Als ob die Beiden miteinander spielen!" dachte sie verwundert.
Dann hörte sie etwas, dass ihr die Haare zu Berge stehen lies. Es war ein Jaulen, schaurig und unheimlich, wie sie es noch nie gehört hatte.
Die beiden Tiere blieben stehen und drehten sich zum Waldrand um, wo nun etwas anders auf die Wiese kam. Sie hatte so etwas noch nie zuvor gesehen, auch wenn es ihr bekannt vorkam. Es erinnerte sie entfernt an einen Wolf, nur das bei diesem hier die Vorder- und Hinterläufe länger waren und sein Kopf schien auch größer zu sein. Sie wartete fast darauf, dass der neue sich auf die anderen beiden stürzen würde, aber das geschah nicht. Stattdessen stellte es sich auf die Hinterläufe und lies wieder sein lang gezogenes Jaulen hören. Dann verschwand das Trio wieder im Wald.
Serina rieb sich über sie Augen, sie hätte schwören können, dass sie im Geweih des Hirsches noch ein viertes, sehr kleines Tier hatte sitzen sehen. Irritiert ging sie in ihren Gemeinschaftsraum zurück und dann ins Bett.

Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Sie hatte schlecht geschlafen und war von wirren Träumen immer wieder aufgewacht. Zum Glück war heute Samstag und somit kein Unterricht. Sie beschloss nach dem Frühstück in der Bibliothek nach Erklärungen der vergangenen Nacht zu suchen.
Sie sah Lily aus dem Bad kommen und flüchtete sich gleich dorthinein. Lily gehörte zu jenen grausamen Kreaturen, die schon beim Aufwachen gute Laune hatten.
So traf sie ihre Freundin erst in der Großen Halle wieder, wo diese mit ihrem Frühstück bereits fast fertig war. Serina war sehr ruhig an diesem Morgen, was ihrer Freundin unweigerlich auffiel.
„Was ist los, Rina?" fragte Lily sie, „Du siehst so nachdenklich aus. Bedrückt dich etwas?"
Serina sah sie an. „Ich weiß noch nicht. Ich will erstmal an der Bibli…boah, riechst du das?" Sie verzog angewidert das Gesicht während Lily den Kopf schüttelte.
"Nein, was denn?"
„Das ist doch nicht zu überriechen. Hier stinkst nach nassem Hund!" Serina schüttelte sich.
Lily sog die Luft ein, doch sie konnte nicht feststellen, was ihre Freundin meinte.
"Du weißt doch, an deine Nase komm ich nicht ran!"
"Guten Morgen, Ladys!" ertönte Sirius müde Stimme hinter ihnen und der Junge lies sich auf den Bank nieder. James und Peter waren ebenfalls eingetroffen und auch sie machten einen mehr als übernächtigten Eindruck.
"Wo habt ihr denn Remus gelassen?" fragte Lily beiläufig.
"Krankenstation." gähnte Peter. „Er fühlte sich nicht."
James hatte seinen Kopf auf die Tischplatte gelegt und schien wieder eingeschlafen zu sein. Lily sah ihn verwundert an. „Scheint ja eine anstrengende Nacht gewesen zu sein!"
Sirius grinste frech. „Unsere Prongs wollte sich letzte Nacht die Hörner abstoßen aber dann…"
James Kopf schoss mit einem Ruck in die Höhe. „Ich warne dich, Padfoot, noch ein Wort und ich ersäufe dich doch noch im See!" Sirius lachte.
Serina hatte das Gefühl, dass der Hundegeruch immer stärker wurde. Ihr wurde langsam übel.
"Ihr wart bei dem Wetter baden?" fragte sie ungläubig. Die Rumtreiber sahen sich nur an, und kicherten. „Egal, ihr sollten aber mal wenigstens duschen, bevor ihr runter kommt. Ihr stinkt tierisch!"
Die drei sahen ihr verdutzt nach, als sie schnellen Schrittes die Halle verlies.

Serina war nicht zum Mittagessen erschienen und nun suchte Lily ihre Freundin. Da ihr erster Weg sie in die Bibliothek führte, war ihre Suche nur von kurzer Dauer. Serina saß auf dem Boden in der hintersten Ecke und hatte einen Haufen Bücher um sich herum verteilt. Sie schrieb fleißig auf einem Pergament, als Lily näher trat.
"Mein Gott, Rina, machst du die Hausaufgaben für das restliche Schuljahr, oder was wird das hier?"
Serina sah auf, und lächelte sie an.
"Was ist das hier alles? Haarige Schnauzte, menschliches Herz´, Lykanthropie Heute´, Animagi – Entdecke das Tier in dir´? Sag mal, dass hier ein Werwolf rumrennt wird langsam zur fixen Idee bei dir, oder? Hat es denn nicht gereicht, dass du schon in Verdacht warst?" Lily setzte sich und sah Serina belustigt an.
"Nein!" Dann erzählte sie Lily, was sie in der letzten Nacht beobachtet hatte. "Jedenfalls war es ein sehr merkwürdiges Gespann da Draußen, und nach dieser Zeichnung hier" sie hielt Lily ein Buch hin, „war es ein Werwolf."
Lily blickte sie an, als ob sie den Verstand verloren hätte. „Ein Werwolf auf dem Schulgelände? Und er spielt fangen mit einem Hund und einem Hirsch, der etwas Kleines spazieren trägt? Rina, nichts für ungut, aber hörst du dir eigentlich manchmal selber zu?" Lily konnte sich ein Lachen nur noch mit Mühe verkneifen.
"Ich weiß wie das klingt!" sagte diese, und bemühte sich ruhig zu bleiben. „Ich würde es ja auch nicht glauben, wenn ich es nicht selber gesehen hätte. Darum habe ich auch erst hier ein paar Bücher gewälzt und …. schau dir doch mal das hier an."
Sie reichte Lily ein paar Bücher, die das Thema Werwölfe ausführlicher behandelten.
"Also, du denkst allen erstes, das Remus ein Werwolf ist und sich seine Freunde Tiere verwandeln, um bei Vollmond durch den Wald zu streifen? Und wer waren dann die unsichtbaren Schritte im Flur?"
Serina seufzte, „Das weiß ich noch nicht. Vielleicht hatten die Schritte ja gar nichts damit zu tun. Aber du sagst selbst, das Remus ständig krank ist, seit du ihn kennst. Und Gestern war nun mal zufällig Vollmond! Und wenn Dumbledore hier Vampire unterrichtet, warum nicht auch einen Werwolf? Und denk an meine feine Nase, irgendwas stimmt mit den Jungs nicht!"
Lily legte den Kopf schief „Ok, da ist natürlich was dran. Auch wenn du nur ein halber Vampir bist! Und herumstolzieren wie ein Hirsch kann James sehr gut, ja, und Sirius benimmt sich auch meist wie ein räudiger Köter…Nein ich sehe ja, das es dir Ernst ist, aber wie willst du das beweisen?"
Serina sah sie entschlossen an. „Ganz einfach. Indem ich beim nächsten Vollmond auf die vier warte! Irgendwie müssen sie aus dem Schloss kommen. Ich werde mich in der Nähe der Peitschenden Weide verstecken und warten, was passiert."
Lily riss die Augen auf. „Das ist nicht dein Ernst? Wenn wir erwischt werden, wird man uns sicher eine saftige Strafarbeit aufbrummen!"
"WIR?" fragte Serina.
"Ja, natürlich! Meinst du ich lasse mir das entgehen? Ich denke zwar, dass du dich da in etwas verrannt hast, aber egal! Außerdem kannst du mir ja sonst was erzählen, nein, da will ich dabei sein!" Lily sah sie ernst an.
"Ok, aber wenn ich Recht habe, dann schuldest du mir was!" Sie hielt Lily die Hand hin in die diese einschlug.
„Abgemacht. Aber wenn du Recht hast ist es eh egal, denn dann sind wir Wolfsfutter!" sagte Lily und lachte.