A/N 2014
Mai 201. ca. 1370 Wörter. Eine quasi weitere Episode 1.01.
Bitte hilf mir!
Kapitel 1
John und Sarah lagen in Deckung und beobachteten zwei Maschinen, die miteinander kämpften. Die Eine war groß und bullig, die andere kleiner und zierlich. Als John durch sein Fernglas sah erkannte er ein sehr hübsches Mädchen.
„Das ist ein Mädchen", sagte er erstaunt.
Sarah nahm ihm das Fernglas aus der Hand und blickte hindurch. „Das kann kein Mädchen sein. Sieh Dir an wie sie sich durch die Gegend werfen. Beide stecken Faustschläge weg, als wäre es nichts".
In der Tat sah man mit bloßen Auge die kleinere Maschine mehrmals durch die Gegend fliegen, sie stand aber immer wieder auf.
Schließlich gelang es der großen Maschine die Kleinere in die Ecke zu treiben.
„Du schaltest die Kleinere aus, ich die Größere", sagte Sarah.
„OK, mach ich", sagte John und nahm die Maschine ins Visier.
'Wow', dachte John Connor. 'Wenn das ein echtes Mädchen wäre'.
Trotz der verdreckten Kleidung und der Schrammen war die Maschine hübsch. John sah ihr Gesicht durch sein Zielfernrohr.
Sarah hatte den Hinterkopf der Großen Maschine im Visier. Sie wartete, wie immer auf den ersten Schuss von John. Sie waren ein eingespieltes Team.
Seit sie 1999 von der Maschine gejagt wurden die sich Cromartie genannt hatte und sich als Lehrer an Johns Schule ausgegeben hatte, waren sie selbst auf der Suche.
Damals hat John nur mit knapper Not überlebt. Diese Cromartie Maschine war dann verschwunden, sie haben nie herausgefunden was passiert war. Aber Sarah hatte damals mit John beschlossen in die Offensive zu gehen.
John sah durch sein Zielfernrohr. Er war ein guter Schütze. Er würde das rechte Auge nicht verfehlen, das Auge hinter dem der Chip saß.
Die weibliche Maschine war fast immobilisiert. Die andere Maschine hatte sie mit irgendwas Festgeklemmt und stand nun regungslos da und redete anscheinend mit dem Mädchen, das offenbar auch antwortete.
Johns Finger zog den Abzug bis zum Druckpunkt. Dann sah die Maschine in seine Richtung. John sah den flehentlichen Ausdruck in den Augen der Maschine, deren Blick seinen fixierte. Offenbar hatte sie ihn entdeckt.
John wurde es heiß und kalt, als er sah wie die Lippen der Maschine die Worte „Hilf mir" formten.
Sarah wartete mit der Kaliber 50 auf Johns Schuss, der nicht kam. Sie wartete noch einen Atemzug, bevor sie das Auge vom Zielfernrohr nahm. Als sie zur Seite sah war John verschwunden.
In Panik sah sie sich um. Schließlich sah sie ihn. Er näherte sich zwischen all dem Gerümpel in der Lagerhalle hindurch den beiden Maschinen.
Und dann sah Sarah noch Etwas. John hatte sein Gewehr übergehängt und die Schrotflinte mit den DU Geschossen in der Hand. Das konnte nur bedeuten, er wollte nah heran.
'Verdammt John, was tust Du da!?' Schrie es in Sarahs Kopf.
Sarah wollte hinter John her, besann sich dann aber eines Besseren. Sie hatte die besten Chancen John zu helfen, wenn sie von ihrem Standort aus die Maschinen unter Feuer nahm.
Johns Verstand machte winke, winke. Er wollte wissen, wie diese Maschine auf die Idee kam, ihn um Hilfe zu bitten.
Noch bevor Sarah wieder ins Ziel gehen konnte war John aufgesprungen und fing an zu schießen.
„Verdammt!" Rief Sarah leise.
Sarah brauchte ein paar Sekunden bis sie wieder ins Ziel gehen konnte.
John schoss, repetierte, schoss, repetierte und schoss immer weiter. Dann, gerade als John sich verschossen hatte, wobei die Maschine nicht zerstört wurde, wurde diese von einem Größeren Geschoss getroffen, dass einen Großteil der rechten Schädelseite zerstörte. Der Chip allerdings blieb intakt.
Noch während die zuckende, halb zerstörte Maschine zu Boden ging lud John nach.
Während die weibliche Maschine vor ihm anfing sich aus der Umklammerung zu befreien hörte John hinter sich Sarah, die durch den Unrat heran kam.
Nach einem Blick über die Schulter brachte sich John zwischen die Maschine und seine Mom, die mit der erhobenen Waffe näher kam.
Sarah sah John, der nach einem Blick zu ihr zwischen sie und die Maschine trat. „Was tust Du da?" Rief sie entsetzt.
John war noch nicht mit nachladen fertig und von seiner Mom abgelenkt, als sich die Maschine schon befreit hatte.
Ohne auf ihn zu achten ging sie zu der Maschine, die zuckend am Boden lag, ergriff deren Kopf und nach einer kurzen Drehung erstarben die Bewegungen.
Langsam richtete sie sich auf und sah John an. „Ich danke Dir John Connor", sagte sie schließlich.
John hob unwillkürlich seine Waffe. „Du weißt, wer ich bin?"
Sarah näherte sich John, ihre Waffe weiterhin erhoben. „John, was verdammt nochmal machst Du da?" Fragte sie mit deutlichem Ärger in der Stimme.
„Sie hat mich um Hilfe gebeten Mom", sagte er. „Ich wollte wissen weshalb".
„Sie ist eine Maschine verdammt nochmal. Diese Dinger lügen, wenn sie den Mund aufmachen.
„Warum hat sie mich gerade nicht angegriffen?" Fragte John ohne nachzudenken.
Sarah öffnete den Mund, um Etwas zu sagen, wurde aber unterbrochen.
„Aus genau dem Selben Grund, warum ich Cromartie beseitigt habe", sagte die Maschine.
John blickte Sie einige Sekunden überlegend an. „Du warst das?"
Die Maschine nickte nur.
„Was soll das schon für ein Grund sein?" Fragte Sarah ohne die Waffe zu senken.
Die braunen Augen der Maschine richteten sich auf Sarah. „John Connor zu beschützen. Dafür wurde ich hergeschickt".
„Wenn das wahr ist, warum hast Du dich nicht schon vorher zu erkennen gegeben?" Fragte John mit zusammengekniffenen Augen.
Sie blickte wieder zu ihm. „Hätte ich mich zu erkennen gegeben hättest Du keine Fortschritte gemacht. Du hättest Dich auf meinen Schutz verlassen", erklärte sie.
John nickte verstehend. Dann griff er zur Seite und drückte den Lauf von Sarahs Waffe nach unten.
„John?" Fragte Sarah mit aufgerissenen Augen.
„Es ist logisch was sie sagt", sagte John ohne die Maschine aus den Augen zu lassen.
„-Es- John, das ist ein -Es-", sagte Sarah mit Betonung.
John hingegen lächelte seine Mom an und trat vor. Er schüttelte Sarahs Hand ab, die ihn festhalten wollte und streckte seine eigene Hand aus. „Ich bin John", sagte er unnötigerweise.
Die Maschine lächelte und ergriff die dargebotene Hand. „Cameron", sagte sie, dann zog sie John ruckartig zu sich heran, drehte ihn, so dass er Sarah anblicken musste. Ihre Hand an seiner Kehle.
„Du bist ein Dummkopf John Connor", sagte sie mit deutlicher Aggression in der Stimme.
Kapitel 2:
Sarah hatte Panik in den Augen. Sie hatte keine Möglichkeit zu schießen, sie hätte unwillkürlich John getroffen. „Bitte", sagte sie flehentlich.
„Wirf Deine Waffe weg Sarah Connor, sagte Cameron.
Sarah überlegte fieberhaft, was sie tun könne. Die ernüchternde Antwort war: Nichts, sie konnte rein gar nichts tun. Sie musste mitansehen, wie die Maschine ihrem Sohn zuerst die Schrotflinte abnahm und dann das Gewehr vom Rücken. So lies sie die Kaliber 50 Waffe schließlich fallen
„Siehst Du das John Connor?" Fragte Cameron, ihr Mund dicht neben seinem Ohr. „Das war dumm von Dir", sagte sie wütend. „Lektion Nummer eins: -Traue Niemandem-".
Sarah fielen die Augen aus den Höhlen als die Maschine ihren Sohn plötzlich loslies.
John drehte sich schnell herum, ergriff aber nicht die Flucht. „Wenn das Lektion Nummer 1 war, was ist dann Lektion Nummer zwei?" Fragte er aggressiv, defensiv.
Camerons braune Augen verengten sich zu Schlitzen. Dann ergriff sie erneut seine Hand. Sie zog ihn in ihre Arme, legte den Kopf auf seine Schulter und drückte ihn vorsichtig an sich."Danke, dass Du mich gerettet hast, John", sagte sie seuselnd.
„Äh, kein Problem", entgegnete John, der mit aufgerissenen Augen da stand und nun vorsichtig seine Hände auf den Rücken der Mädchen-Maschine legte.
Sarah traute ihren Augen nicht, sie sah aber auch keine Möglichkeit einzugreifen auch wenn die Maschine momentan die Augen geschlossen hatte.
Cameron löste sich schließlich von John, hielt ihn aber weiterhin an den Schultern fest. Sie sah ihm tief in die Augen. „Und Das ist Lektion Nummer zwei", sagte sie und zog ihn wieder zu sich heran.
Camerons volle Lippen waren auf Seinen, bevor er auch nur die Chance zur Gegenwehr hatte. Nach Sekunden, die John wie...Ewigkeiten vorkamen, in dem das Universum um ihn herum erstarrt zu sein schien löste sich Cameron wieder.
Währenddessen stand Sarah nur da. Ihr Mund hing offen, die Augen aufgerissen.
„Erwarte immer das unerwartete", sagte Cameron und lächelte ein -echtes- Lächeln.
(ENDE)
