Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten    +++    by S.E.

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HINWEIS:      Carakters  Death SORRY!!

Diclaimer:         siehe Kap 1

Rating:             R wegen a) Sex. slash..recht explizit b) wegen Gewalt und Tod!!!!

Timeline:          Anfang 3. Zeitalter  Ort: Eryn Lasgalen oder wie die garstigen

                         Menschen sagen Düsterwald; der Krieg der Spinnen beginnt

Paring:             Callendil/ Elladan                  

                        Haldir/Alagos

Danke meinen Lieben Reviewern und Lesern :-)

Ich hoffe ihr seid nicht allzu geschockt…also schon mal Tempos bereithalten

Seni: Ich werde Elrond selbst nie verstehen glaub ich.. in einem anderen Leben werde ich ihn dafür bestrafen!

Eirien: Ich verspreche dir noch einige Elrohir Unanständigkeiten…

Yerdra: Es gibt in diesem Kap wieder mehr von Haldir und Alagos..ich bezweifle nur, dass es dir gefällt..sorry

Mary Hawk: Der Ausflug geht gut..ich verspreche es. Sobald ich erfahre, was Elrond gegen Callendil hat wirst du es sofort erfahren!! Versprochen

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Kapitel 25

Schicksal

In einem Talan weit außerhalb von Caras Galadhon wurde es auf einmal still, nachdem die Vögel auf dem Baum die eindeutigen Geräusche unter ihnen zu ignorieren versuchten.

„Wir sollten anfangen zu packen!" sagte Haldir und schwang sich schwungvoll aus  dem Bett. Doch noch ehe der Hauptmann seine Hose nehmen konnte wurde er zurück ins Bett gezogen. „Wir haben noch genügend Zeit bis wir aufbrechen müssen." Alagos küssen den Nacken seines Gemahls.

„Du kannst einfach nicht genug bekommen!" stellte Haldir fest und drückte sich einwenig näher an Alagos.

„Niemals! Wir sehen uns schließlich Monate nicht mehr! Ich muss zurück in den langweiligen Süden zurück. Dort gibt es nicht einmal eine Versuchung, der ich widerstehen kann. Ich langweile mich ohne dich!"

Haldir drehte sich um und sah Alagos überrascht an. „Du hast eine verantwortungsvolle Aufgabe. Du bist der Adjutant des Hauptmanns. Ihr habt die meisten Kontakte nach außen!"

„Ich möchte in den Kampfeinsatz. Ich bin ein Krieger Haldir, kein Grenzwächter. Ich möchte Orks jagen. Nicht Menschen auf den richtigen Weg führen, oder sie aufhalten müssen. In den letzten zwei Jahren sind 5 Menschen so weit in den Wald eingedrungen, dass wir sie aufhalten mussten. Es macht kein Spaß. Die Menschen sind so schwach, dumm und einfällig. Sie trampeln so laut, dass man sie sogar im Schlaf hören kann."

Haldir schüttelte den Kopf. Er konnte Alagos nicht verstehen. Er sollte zufrieden sein. Dem Goldenen Wald droht keine unmittelbare Gefahr. Doch ER wollte Abenteuer, nicht des Ruhmes wegen sondern des Nervenkitzels.

„Ich will dich nicht in Gefahr sehen, doch ich kann mir vorstellen warum du kämpfen willst. Geh doch einige Zeit nach Eryn. Dort wirst du bestimmt genügend Nervenkitzel bekommen. Mehr als mir lieb ist. Callendil schrieb von Orks und Spinnen!"

Alagos rieb sich nervös den Nacken. „Wann will sie wieder zurückkehren?"

„Zum Midsommerfest, das ja dieses Jahr hier stattfindet. Sie reist mit dem König und seiner Familie an!" Alagos grinste: „Der alte Zausel kommt zu uns? Das wird ihn aber viel Überwindung kosten. Na seine ‚Gouvernante' wird ihn schon den richtigen Weg zeigen!"

Beide Elben lachten. Alagos begann Haldir zu küssen, erst die Schulter dann den Nacken. Er setzte sich vor ihn und leckte leicht über Haldir's Lippen. „Willst du vom Thema ablenken?" fragte der Hauptmann hörbar erregt. „Sicher mein Lieber. Nichts anderes ist mein Ziel! Ich will dich willig in meinem Armen! Ich möchte ein letztes Mal von dir genommen werden mein Hauptmann. Ich möchte mich an das Gefühl erinnern, von dir erfüllt zu sein."

Haldir zog seinen Gefährten zu sich heran und küsste ihn fordernd, seine Zunge zwischen die Zähne drängend. Alagos gewährte ihm Einlass und nicht nur der Zunge.

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„Nein nicht Elladan…bitte ich kann nicht mehr!"

Callendil bettelte und kniete sich schließlich vor ihren Geliebten.

„So was nennt man also eine Galadhrim-Kriegerin! Also wirklich!"  der Noldo stand triumphierend vor der Elbin. „Du gibst auf und wirst mir dafür einen Wunsch erfüllen?"

„Alles was du willst mein Lieber, aber bitte nicht mehr kitzeln. Bitte …!" ihr flehender Blick ließ ihn erweichen. Er kniete ebenfalls und nahm ihr Kinn sanft in die Hand.

„Hmmm..was könnt ich nur tun? Was tu ich mit einer nackten Elbin auf einer einsamen, verzauberten Lichtung? Mir fällt nichts ein…Lass mich überlegen was wir die letzten Tage getan haben: Wir sind angekommen… du hast dich ausgezogen… ich hab mich ausgezogen.. du hast getanzt, ich hab dich geküsst…wir haben uns geliebt, dann haben wir uns geküsst… ich habe gesehen, wir haben uns geliebt, wir haben gegessen, wir haben uns geliebt, wir haben geschlafen und geträumt. Dann haben wir was gegessen und haben uns geliebt, die Beeren in deinem Bauchnabel waren so köstlich"

Callendil schupste ihn einwenig an der Schulter.

„Du bist schlimm, Herr Elladan!" „Moment, ich bin noch nicht fertig!" stellte der Elb fest und hielt Callendil an den Armen fest. „Wo war ich stehen geblieben… Beeren.. richtig! Wir haben im Bach gebadet und uns geliebt… halt das stimmt nicht, wir waren vorher etwas spazieren, den Anblick der  Natur hier genießen. Ich konnte mich kaum noch an derart viele Grüntöne erinnern. Das einzige an das ich mich immer erinnern konnte war dein wunderschönes  Gesicht, deine unglaublich blauen Augen und der Mund, der immer so ein klein wenig offen steht, wenn du bereits bist mich zu empfangen!" „Elladan ich…"

Weiter durfte Callendil nicht sprechen, denn sie hatte bereits eine Zunge zwischen ihren Lippen und es war nicht die ihre.

Schließlich trennten sich ihre Lippen wieder. „Jetzt weiß ich was ich tun möchte."

Völlig außer Atem und grinsend sah Callendil ihren Elben an. „Ja was denn?"

„Ich werde jetzt Beeren holen" Callendil lachte und legte sich provozierend auf den weichen Waldboden, ihre Beine angewinkelt und die Arme weit von sich gestreckt.

„Nun wenn dir eben nach Beeren ist, lass dich nicht aufhalten! Du kannst ja auch mal nach unseren Kleidern suchen, ich habe sie seit Tagen nicht gesehen!"

Provozieren, wanderte sie mit ihren Händen ihrem Körper entlang und streichelte sich selbst.

Elladan konnte nur sehr kurze Zeit dem Schauspiel zusehen. Noch ehe Callendil ihre Weiblichkeit erreichte war er über ihr.

„Wie du wünschst, meine Rose, ich kann auch später Beeren sammeln!"

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In den nächsten dreihundert Jahren änderte sich nicht viel in Mittelerde und auch nicht in den Beziehungen der meisten Liebenden (die wir so kennen).

Callendil liebte ihren Elladan und er sie nicht minder. Er war wirklich vollkommen geheilt und auch sein Vater sah es als Wunder an, mit dem niemand rechnen konnte. Aber die Gefühle des Bruchtal-Herrschers zu Callendil hatten sich jedoch nicht geändert. Er wollte nicht einer Verbindung der beiden zustimmen. Aus diesem Grund kam die Galadhrim gar nicht mehr nach Bruchtal, nicht einmal zu großen Feiern.

Elladan hatte sich damit abgefunden und reiste zu Callendil nach Lothlorien oder Eryn, je nachdem wo sie sich aufhielt. Ihrer Liebe hatte es nicht geschadet. Sie genossen die wenige Zeit, die sie gemeinsam verbrachten umso mehr.

Genau wie ein anderes Paar, das ebenfalls getrennt lebte obwohl SIE den Bund eingegangen waren.

Alagos war nun schon zweihundert Jahre in Eryn Lasgalen und kämpfte für König Thranduil, der nun immer öfters in Kämpfe verwickelt wurde.

Die Orks wurden immer dreister und die Spinnen schienen sich zu vermehren. Alagos bekam mehr Abenteuer als ihm lieb war.

Es herrschte beinahe offener Krieg und Thranduil verlor immer mehr Teile des Waldes an die Mächte der Dunkelheit.

Ein Zufall wollte es so, das Haldir seinen Urlaub in Eryn verbrachte, so wie er es jedes Jahr tat, in den vergangenen Jahrhunderten. Aber zeitgleich war auch Callendil hier und Elladan, der in Bruchtal vorgab nach Lothlorien zu reisen, das Elrond jedwede Reise nach Eryn verbot.

Der Norden des Waldes war noch sicher, doch der Süden war schon größten Teils in der Hand von Orks und Schergen Mordors.  Es hieß, dass das Übel wiederkehren würde.

Alagos hatte fast ein Jahr ununterbrochen gekämpft. Erst als er von der Ankunft seines Gemahls hörte ließ er sich freistellen, er hatte seinen längst überfälligen Urlaub eingefordert.

Nun war er zurück und brachte sein Pferd in die Stallungen. Seine Hände zitterten vor Vorfreude. Er rannte ins Schloss und suchte den Gästetrakt auf. Er wusste genau, wo Haldir untergebracht wurde. Verheißungsvoll öffnete er die Tür

Als er eintrat kam ihm ein Schwall heißer Nebelschwaden entgegen. Die Luft war erfüllt vom Duft feiner Badeöle. Alagos lächelte und legte seine Waffen und den Waffenrock ab.

Er tastete sich langsam in den Nebenraum vor, in dem ein Bad eingelassen war.

„Haldir?" fragte er vorsichtshalber. Er konnte sich ja immer noch im Zimmer geirrt haben, obwohl er seinen Galadhrim schon riechen konnte.

„Worauf wartest du noch, Krieger aus Eryn. Wills du mir nicht Gesellschaft leisten?"

hörte Alagos die verführerische Stimme seines Partners.

Durch die Nebenschwaden konnte er den Galadhrim in der Badewanne erahnen.

In Windeseile entledigte er sich seiner Kleidung und schlüpfte schnell zu Haldir in das noch heiße Wasser.

„Seit wann bist du hier?" fragte Alagos, sich langsam zu Haldir vortastend. „Ich bin seit einer Stunde hier im Zimmer und das Wasser wurde eingefüllt als du in den Stallungen warst. Ich habe meine Spione. Willst du mich nicht willkommenheißen?"

Endlich erreichte Alagos seinen Partner und drückte sich fest an ihn. Ihre Lippen trafen sich und der Kuss dauerte eine kleine Ewigkeit. Schließlich trennten sie sich wieder.

„Wie sehr du mir gefehlt hast, hervenn nin!"  Haldir stricht mit seiner Hand sanft über Alagos Wange. „Du mir erst, hervenn nin, kannst du es nicht spüren?"

Und ob es Alagos spüren konnte. Ihre Erektionen rieben bereits aneinander und hinterließen kalte Schauer auf den Rücken. „Ich möchte dich jetzt und hier, sofort!" hauchte Haldir voller Verlangen und Alagos begann an Haldir's Ohr zu knabbern, dass dieser mit einem Stöhnen quittierte. „Ich bin bereit, mein Liebster!" hauchte er und ließ sich zurück fallen, so dass er sich anlehnen konnte. Er öffnete seine Beine und erwartete seinen Galadhirm.

Haldir beugte sich über ihn und leckte die Lippen seines Mannes. Wie sehr hatte er den Geschmack vermisst. Diese strahlend blauen Augen, die ihn voller Verlangen ansahen, halb geöffnet. Ihre Zungen begannen zu spielen und ihre Hände begannen zu streicheln zu erforschen und zu fordern.

Haldir fand schnell den Weg zu Alagos geheimer Öffnung, die Ziel seiner Forschungsreise war. Er begann mit seinem Finger vorzubereiten, im wohlig warmen Wasser war dies kein Problem, entspannt wie Alagos bereits war.

Ganz langsam und mit viel Gefühl drang er in Alagos ein, das Wasser tat sein übriges. Haldir musste kurz inne halten, sonst wäre er schon beim ersten Stoß gekommen. Zu lange hatte er auf diesen Moment warten müssen.

„Haldir beweg dich endlich, oder ich werde …" Alagos konnte nicht weiterreden, da sein Mund durch einen Kuss versiegelt war. 

Ganz langsam begann Haldir einen Rhythmus und drang tief in seinen Gemahl ein. Er musste sich an seinen Schultern festkrallen um sich halten zu können.

Mit seiner rechten Hand begann Haldir Alagos vernachlässigten Schaft zu massieren, zu streicheln und im selben Rhythmus zu verwöhnen.  Haldir versuchte bei jedem Stoß Alagos Lustzentrum zu treffen, was ihm auch gelangt. Sie achteten nicht auf das Wasser, das durch ihre Bewegungen aus der Wanne schwappte.

Immer schneller werdend kamen beide Männer fast zeitgleich zum Höhepunkt.

Erschöpft brachen sie zusammen, Haldir blieb einfach auf Alagos liegen, ohne ihn zu verlassen.

Es dauerte einige Zeit, bis die beiden wieder einigermaßen klar denken konnte. Alagos streifte eine Strähne aus Haldir's Gesicht und küsste ihn. „Willkommen in Eryn Lasgalen!"

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Völlig verausgabt lagen die beiden Elben auf ihrem Bett nebeneinander und nur ihre Hände berührten sich. Sie hatten  Ihre Willkommenfeier auch noch auf das Schlafgemach ausgedehnt und sich einander verwöhnt. Bis sie schließlich erschöpft nebeneinander liegen blieben.

„Du bringst mich noch in Mandos Hallen!" keuchte Haldir und Alagos drehte sich langsam zu seinem Gemahl um. „Ach wirklich? Wirst du alt?"

Haldir drehte sich zu Alagos und stützte seinen Kopf auf seinem Ellenbogen. „Du denkst ich bin alt? Du bist zuviel mit Menschen zusammen scheit mir! Ich werde nicht alt ich bin ein ELB!"  protestierte Haldir.

Alagos lachte und gab ihm einen Kuss. „Du wirst immer mein Hauptmann sein hervenn nin!"

„Ich liebe dich Alagos o Lorien!" Haldir's Augen leuchteten. Wie  sehr es doch der Wahrheit entsprach. Er liebte diesen wilden fast unzähmbaren Krieger, dessen Leuchten in seinen Augen die pure Lust am Leben widerspiegelte. Er war so das Gegenteil von ihm. Der besonnene, eher nachdenkliche, stets korrekte Hauptmann der nördlichen Grenzwachen.

„Wenn dieser verdammte Krieg vorbei ist kommst zu wieder zurück und wir werden ein Jahr den Talan nicht verlassen!" sagte Haldir und küsste Alagos Nase.

„Das würde ich sehr gerne tun. Ich werde dich verwöhnen mit all meinen Sinnen!" Haldir lächelte. „Ich kann es kaum abwarten."

Er griff neben sich und nahm eine Platte mit Essen. Der Elb stellte sie zwischen sich und Alagos und reichte jedem einen Becher Wein.

„Lass uns darauf trinken!" „Ja genau, auf unser Jahr im Goldenen Wald!"

Sie setzten gerade ihre Becher an, als es an der Tür klopfte. „Das glaub ich doch nicht!" fluchte Alagos.

„Kann man nicht einmal eine Stunde alleine mit seinem Mann verbringen, in Erus Namen!"

Sie hörten ein räuspern durch die Türe. „Es tut mir Leid, Hauptmann Alagos, aber ihr werdet beim König erwartet. Eine neue Angriffswelle rollt auf die Höhlen zu. Wir werden angegriffen direkt hier!"

Alagos stand sofort auf, genau wie Haldir. „Wir kommen in fünf Minuten!"  Haldir gab Alagos einen Kuss. „Wir müssen wohl unsere Widersehensfeier auf einen späteren Zeitpunkt verlegen. Lass uns wenigstens Anstoßen!"

Sie nahmen ihre Becher „Auf den Sieg!" „Auf den Sieg!"

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Callendil nahm ihr Schwert und Elladan wollte es ihr wieder abnehmen. „Du bleibst. Liebste es ist zu gefährlich!" „Elladan, ich bin ausgebildete Kriegerin, was denkst du! Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie meine zweite Heimat von den Dunklen Mächten überrannt wird! Ich werde kämpfen!"

Elladan holte tief Luft. „Ich habe Angst um dich!" Jetzt lächelte Callendil und gab ihrem Liebsten einen Kuss. „Ich werde nicht von deiner Seite weichen, einverstanden? Ich habe auch Angst um dich mein Lieber! Ich will diese Welt nicht verlassen ehe….." Callendil biss sich auf die Lippen. Sie wollte es noch niemals ansprechen.

Elladan sah sie neugierig an. „Bis was?"  Callendil grübelte. Sie konnte nicht sagen, dass sie erst ihren Bund geschlossen sehen wollte. „Ich…ich will Mordor zerstört sehen. Vorher wird mich diese Welt nicht los!"

Der Noldo lächelte und gab ihr einen Kuss. „Ich liebe dich Callendil o Lorien!" „Ich liebe dich Elladan aus Bruchtal!"  Hand in Hand zogen sie hinaus zu den vielen hundert Elben, die sich bereits auf dem Platz vor dem Eingang der Höhlen eingefunden hatten.

Sie wurden der Einheit des Obersts mit den roten Haaren eingeteilt, genau wie Alagos und Haldir. Als Callendil Alagos sah nickte sie ihm zu. Sie hatte ihn bestimmt hundert Jahre nicht gesehen und doch war wieder dieses Gefühl der Panik in ihr. Sie konnte es sich einfach nicht erklären, doch noch immer hatte sie das Gefühl, wenn er sie ansah, sie müsste fliehen und schutzsuchen. Sie drückte sich unbewusst näher an Elladan.

Doch es blieb keine Zeit für eine Unterhaltung der Marsch in ihr Einsatzgebiet begann. Ihre Bögen in den Händen und die Augen nach vorne gerichtet.

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Drei Monate dauerte nun schon der Angriff der Orks und die Spinnen wagten sich auch immer naher an sie heran. Alle Krieger waren übermüdet und ausgelaugt. Sie hatten den Angriff zurückgeschlagen und drängten das Übel nun weiter in den Süden.

Ein Nachtlager wurde eingerichtet auf einer Lichtung. Die Einheit um Alagos hatte Befehl zu Ruhen. Der Oberst selbst wollte diese Nacht mit seinen Männern Wache halten.

Es war die erste Nacht nach einer Woche, in der Alagos, Haldir, Callendil und Elladan ruhen konnten. Callendil rollte sich sofort in Elladan's Schoß ein und schlief  noch ehe er sie zugedeckt hatte. Selbst das Essen war ihr einerlei. Nur schlafen wollte sie.

So saßen die Männer um ein winziges Feuer und sprachen nicht viel. Alagos suchte nur die Nähe zu Haldir und sie hielten einander fest. Bis….

Ja bis die Hölle über sie hereinbrach.

Unzählige Spinnen kamen auf sie zu und kreisten sie ein. In Sekundenbruchteilen waren die Elben auf den Beinen und begannen gegen sie zu kämpfen.

Elladan half Callendil auf die Beine, die noch etwas orientierungslos umsah und nicht wirklich wusste welche Seite sie nun verteidigen sollte. Elladan zog sie mit. Sie kämpften und sie töteten. Sie hörten die Pfiffe der anderen Elben. Hilfe war im Anmarsch. Sie mussten nur durchhalten.

Elladan und Callendil wurden immer weiter vor Haldir getrennt. Hilflos mussten sie mit ansehen wie ein Elb nach dem anderen den Spinnen zum Opfer fiel.

Dann geschah es. Callendil sah wie Alagos aufgespießt wurde, in seinem Rücken steckte noch der Stachel einer Spinne.

Haldir sah wie das Tier sich auf Alagos stürzte, doch er konnte nichts dagegen tun, er war zu weit entfernt. Sie waren zwar nur wenige Meter getrennt, doch als Haldir Alagos schreiend erreichte war er schon durchbohrt.

Alagos sah ihn hilfesuchend an. „ALAGOS!" er schrie seine Verzweiflung heraus. Er tötete die Spinne und entfernte sie von seinem Rücken. Alagos fiel in Haldirs Arme. Liebevoll streichelte er Alagos Haar. Er lächelte. „Ich werde wohl den …Goldenen Wald nicht wieder sehen!" flüsterte Alagos. „Sschhh nicht sprechen Liebster. Ein Heiler wird gleich da sein."

Haldir sah sich hilflos um. Seine Augen getrübt von den Tränen. Er sah wie von überall her Elben kamen und die Spinnen vernichteten. Er sah seine Schwester, die entsetzt zu ihm herüber sah und versuchte zu ihm zu gelangen. Doch Elladan hielt sie fest. Sie wehrte sich und brüllte seinen Namen. Erst die Stimme Alagos holte ihn zurück zu seinem Gemahl.

„Haldir, ich hab dir so viel zu sagen!" Alagos Augen flimmerten und seine Stimme klang rau.

„Schhh. Du sollst nicht sprechen."

„Es ist so wichtig. Es ist so dumm von mir gewesen. Ich liebe dich Haldir!"

„Ich liebe dich Alagos!"

„Du musst mir versprechen zu leben!"

Dicke Tränen rannen Haldir die Wangen hinunter. Er wollte solche Worte nicht hören. Ein Leben ohne Alagos, kam für ihn nicht in Frage. Warum sprach Alagos nur so wirr.

„Haldir, ich..muss.sagen… ích habe unrecht getan. Callendil! ..war schuld sie ist so tapfer!"

„Du sollst nicht reden, Liebster!"

„Die Valar bestrafen mich für meine Taten. Ich habe es verdient. Zu eg..ich..dich…nein!"

Alagos musste eine Pause machen. Haldir wischte ihm den Schaum vom Mund.

„Haldir, ich gebe dir dein Herz zurück. Du musst leben und dich neu verlieben! Wir sehen…..wir sehen uns in Valinor als Freunde wieder! Bitte versprich es mir!"

„Nein Alagos ich werde dich niemals aufgeben!"

Verzweifelt klammerte sich Alagos an Haldir's Kettenhemd. „Du musst es schwören, für mich! Bei den Valar. Schwöre, dass du dein Herz zurücknimmt. Es ist das letzte was ich möchte!"

„Alagos, bitte!"

„Tue es!" Er musste husten, Blut rann aus seinem Munde.

„Ich nehme mein Herz zurück. Ich werde leben und die ewig lieben!"

Beruhigt legte er sich zurück in Haldir's Arme. Er atmete nur noch flach.

„Sag Callendil, das es mir Leid tut. Ich hoffe irgendwann kann sie mir vergeben! Ich liebe dich ..mein…Hauptma..n"

Alagos Augen brachen und starrten blicklos in die Dunkelheit.

„Haldir's Schrei ging in dem Kampfgetümmel unter. Er saß da und streichelte den leblosen Körper seines Gefährten. Er sah sich hilflos um. Wie die Elben kämpften und fielen. Wie der rothaarige Elb zurückfiel und auf dem Boden regungslos liegen blieb.

Wie seine Schwester immer noch versuchte zu ihm zu gelangen und Elladan sie nicht mehr halten konnte.

Er sah hinab auf seinen toten Lebenspartner und gab ihm einen Kuss. „Ich werde dich nicht alleine lassen, Alagos meine große Liebe. Ich folge dir…"

TBC