Disclamer: Wenn mir was von Herr der Ringe gehören würde, müsste ich die Schule kaum mehr beendent, dann hätte ich genug Geld um nie arbeiten zu müssen… Aber alles ist Eigentum von J.R.R.Tolkien.

AN: Da bin ich wieder! Sry, weil ich nicht schon gestern das neue Kap hochgeladen habe, aber ich war nicht da… Danke vielmal für eure Reviews! Hab mich irre gefreut! Nun denn, in diesem Kapitel muss sich Robin erst mit den Leiden (oder Freuden?) des nicht Einschlafen könnens auseinandersetzen, dann wird sie (mal wieder) sehr von Glorfindel genervt bis ihr schliesslich der Kragen platzt und Glorfindel… tja, in die Bredouille gerät, denn niemand sollte Robin allzu sehr verärgern… Viel Spass beim Lesen!

Erklär mir mal was Liebe ist

Kapitel 25 –Vom „Nicht-einschlafen-können", einem Ausritt und Glorfindel in der Bredouille…

Wie um alles in der Welt soll ich so schlafen können?

Und jetzt? Lieg ich immer noch wach. Toll. Alle pennen schon. Alle? Nein! Genau, Glorfindel auch nicht. Gemein ist das, ganz ganz extrem gemein!

Hätte nicht übel Lust, ihm meinen Ellbogen in die Rippen zu hauen, das wär möglich, aber ich fürchte, dass es so was hat kommen sehen und mich darum so hält, dass ich mich kaum rühren kann… Ich bin beleidigt. Als ob ich jetzt noch aufstehen würde!

„Glorfindel". Keine Antwort. Argh! „Glorfindel, ich weiss, du bist noch wach, also antworte gefälligst!" Er lacht leise. „Was gibt es, Tamuríl?" Ich seufze. „Du kannst mich jetzt loslassen! Ich wird schon nicht mehr weggehen!" Stille. Er hält mich immer noch fest.

Wie? Ihr wollt wissen, WIE? Sagen wir es so: Ich liege seitlich, er auch und er hält mich über meinen Rücken hinweg und über die Arme so fest, dass ich ziemlich extrem nahe bei ihm liege, sagen wir es so, ich liege mit dem Rücken an seiner Brust, was mir nicht gerade hilft einzuschlafen.

Was? Ich hab ja nie gesagt, dass er nicht gut aussehe! Das ist mühsam, ehrlich! Und er hält immer noch fest! „Glorfindel", zische ich, „lass endlich los verdammt!" Er lacht wieder. „Mach ich dich nervös?"

Argh! Das ist ja zum aus der Haut fahren! Das Schlimme ist ja, dass es stimmt… „Nein, tust du nicht, aber ich fühle mich etwas eingeengt!" Er sagt wieder nix. Hallo? „Hehem!" „Und was ist, wenn ich dich nicht loslassen möchte?" Ich werde ihn eigenhändig umbringen! Strangulieren nein, verbrennen, nein, ertränken! Argl!

„Du bist so was von…" „Gutaussehend?" „Halt die Klappe." Er lacht wieder. Ich hasse ihn! „Glorfindel, ich schwörs dir, sobald du mich loslässt bist du tot!" Falsch. Ganzganz falsch…

„Ein Grund mehr, dich festzuhalten, oder?" Blöder Elb… „Du kannst mich nicht ewig festhalten!" Er kichert. Ach, das bringt nichts… Ich grummle. Einfach… Schäfchen zählen…

Ein Schaf, zwei Schaf, drei Schaf, vier Schaf, fünf Schaf, sechs Schaf… Ich bin tot! Tot zu sein ist komisch! Halleluja! Sieben Schaf. Acht Schaf, neun Schaf, zehn Schaf. Entschuldigen sie, ihre Zähne sind an meinem Hals! Oder auch nicht. Bin ich nicht lustig? Hahaha! Ich könnte mich kringeln vor Lachen, alle schlafen ausser mir und diesem bedeppten Elb!

Ich bin müde. Aber so schlafen geht auch net… Heulen? Wär was… Seufz. Seufzseufzseufz…

Am nächsten Morgen:

Hu? Ich blinzle. Bin wohl doch noch eingeschlafen… Was? Oh, juhu, er hat mich ja doch noch losgelassen! Wow… Hm? Bin immer noch müde…

AU! Oooohhh… Fynn! Springt einfach auf mich drauf, das Mädel ist verrückt, die gehört eingesperrt! „Fynn, bist du verrückt?" Sie gluckst. „Aufstehen, Robin! Die Sonne scheint, der Tag kommt, es ist hell!" Neeeeiiiin…

„Wir fürchten das Licht! Carpe Noctem! Die Welt im Tageslicht hat keinen jemals glücklich gemacht! Fühl die Nacht! Carpe Noctem!" Mein Kommentar. Tanz der Vampire zu zitieren macht Freude… Ich muss schliesslich wieder auf alte Gewohnheiten zurückgreifen…

Fynn schaut mich schief an. „Fühl die Nacht? In allen Ehren, ich denke mal, das hast du schon getan… Glorfindel, ich und Legolas auch…" Sie grinst dreckig. BITTE? „Mädchen du bist so was von versaut!", ist alles, was ich noch murmle, da kommt auch schon der Elb der Stunde…

„Morgen Tam. Und, gut geschlafen?" Ich schaue Glorfindel an. Entweder ich bin sarkastisch und behalten meinen Ruf, oder ich bin ehrlich. Das muss ich mir lange überlegen… Ganze 5 Sekunden…

„Ja, wunderbar… Darum bin ich ja auch so ausgeschlafen!" Er grinst. Ich habe das Gefühl, dass er es absichtlich falsch verstehen wird… „Ja, ich weiss, an meine Brust gelehnt schläft es sich gut…" Sakzement noch mal, muss der Kerl so von sich überzeugt sein?

„Glorfindel, du bist grauenhaft!" Er lacht, Fynn lacht… Und dann beginnt Fynn auch noch zu singen! „Carpe Noctem, carpe noctem, carpe noctem. Fühl die Nacht, fühl die Nacht, fühl die Naaaaaaaacht!" Ich halte mir grinsend die Ohren zu, Glorfindel zieht eine Augenbraue nach oben und fragt: „Ich denke, das hast du, oder irre ich mich?"

Er sollte wissen, dass es ungesund ist, Fynn beim Singen zu unterbrechen… Wie auch mich… Er hat eine Beule… Tja.

Bin ich gemein? Ist mir Schnuppe, er hat's mehr als nur verdient! Ich gluckse. „Du findest das wieder lustig, was?", knurrt Glorfindel. Ich nicke eifrig.

Hät ich wohl besser nicht, hm? Tja, im Nachhinein ist man meistens klüger…

„GLORFINDEL! Lass mich ruuuuuhuuunter!" Er denkt nicht dran, hat der Kerl mich doch tatsächlich einfach hochgehoben und stolziert auf sein Pferd zu. Oho. Das gefällt mir nicht…

„FYYYYYYYYYYYYNN! JUUUUUUULIIIIIAAAAAA! HIIIIILFEEEE!" Aber… Das ist doch… Fynn und Julia werden von einem grinsenden Legolas zurückgehalten… Danke schön, Prinzchen! Wie nett du bist…

Glorfindel hebt mich auf sein Pferd und steigt hinter mich. „Runterlassen!", ist mein, mittlerweile eher schwacher Protest. Er lacht nur und im treibt sein Pferchen an. (AN: Nicht, was einige, die genauso versaut sind wie ich, jetzt denken…)

Wir entfernen uns vom Lager… Gefällt mir nicht. Glorfindel grinst. Gefällt mir auch nicht. Ich kann nicht weg. Gefällt mir am wenigsten! „Glorfindel, ich wer ab jetzt auch ganz brav sein, aber LASS MCH RUNTER!" Er denkt nicht dran. Von wegen Elben sind freundlich!

Na endlich… Das Pferd wird langsamer. Dankeschön. „Darf ich jetzt runter?" Ich gucke mit meinem allerbesten Hundeblick nach oben. Er lacht. „Nein, ich denke nicht…" Argh. Dann schmoll ich eben! Ich schiebe die Unterlippe vor und verschränke, so gut als möglich die Arme.

Glucksen seinerseits. Blödelb. „Was ist daran so lustig?", fauche ich. „Es ist amüsant, wie schnell ihr Menschen peinlich berührt seit…" Pha, der hat ja keine Ahnung! Geht's noch? „Das ist eine miese Unterstellung, wir sind überhaupt nicht schnell peinlich berührt!"

„Ach wirklich?" Ich könnte schwören, er zieht jetzt die Augenbrauen hoch. Aber das kann ich schlecht erkennen, ich sitz ja vor ihm auf dem dummen Pferd. Ja, das ist jetzt auch dumm, es gehorcht schliesslich diesem dummen Elb, ergo ist es auch dumm. Aber ich hab eh Abstand zwischen uns gebracht.

Hä? Oh, nein… Er zieht mich einfach so nach hinten, dass ich jetzt ziemlich unangenehm (für mich) an ihn gelehnt sitze und mich mal wieder nicht wirklich rühren kann… Äh… Loslassen?

Oooohh… Wisst ihr, wie das ist, wenn ihr an einen wirklich, wirklich gutaussehenden Elben so gelehnt sitzt, dass ihr auch noch spürt, dass der auch ziemlich genug Muskeln hat? He, ich bin auch nur eine Frau!

„Ehm, Glorfindel, würde es dir etwas ausmachen, mich loszulassen? BITTE!" Ich werde rot. Mist. Das wollte ich eben nicht! Postwenden kommt die Antwort… Er flüstert es direkt an meinem Ohr.

„Nein, ich denke nicht… Wie war das, ihr seid nicht schnell peinlich berührt?" Ich… Verflixt, der Elb bringt mich noch um den Verstand! Äh.. Das hab ich jetzt nicht gedacht…

Ihr vergesst das alle sofort!

Hilfe… Ich bin am Rande eines Nervenzusammenbruches… „Glorfindel, bitte, bitte, bitte, das ist Ausnahmezustand, sonst kriegst du eine Slytherin und Enkelin von Graf van Krolock nie mehr dazu zu betteln, aber LASS MICH RUNTER!" Er hat wahrscheinlich nur die hälfte verstanden…

Slytherin? Klar lese ich auch Harry Potter… Und Fynnchen und ich sind uns auch einig, dass wir ganzganz böse Mädchen sind, in all den dämlichen Tests landen wir in Slytherin, also das wär geklärt.

Was das van Krolock angeht… Tja… Auf Grund der Lieder von „Tanz der Vampire" haben wir irgendwann herausgefunden, dass wir Vampire sind (haha, schön wär's, dann wäre ich ein Problem namens Glorfindel längst los…) und warum nicht gleich die Enkel des Obervampirs? Jaja, wir sind krank, ist altbekannt…

„Ich hab zwar nicht begriffen, um was es geht, aber wenn du unbedingt runter willst…" Oh, das wagt er nicht, das wagt… Er doch.

Und reitet weg? Geht's noch? „HE DU BLÖDELB, WAS FÄLLT DIR EIN, KOMM ZURÜCK!" Tut er nicht. Hallo? Ich hab nicht mal meinen (nagut, fast meinen) Bogen dabei! Was soll ich denn jetzt tun, wenn die Orks kommen? Mami…

Na dann halt einfach irgendwie zurücklaufen… Ich laufe mal los…

Und laufe seit einer Viertelstunde. Und hab mich ziemlich sicher verlaufe… Toll… Argh, ich bring ihn um, ich mach ihn einen Kopf kürzer, ich, ich werde ihn kastrieren, jawoll! Ich beraube ihm 99 des Hirnes. Anders kann man bei dem Typ nicht denken…

Oh, das hasse ich… Während ich mit so netten Gedankengängen beschäftigt bin, laufe ich geradewegs auf eine Lichtung. Glück: Es ist die, wo wir übernachtet haben. Pech: Ich trample genau in Legolas rein…

„Huch, Tam, schon wieder da? Wo hast du Glorfindel gelassen?" Ich funkle ihn an. „Ich hab ihn gebissen, ausgesaugt und dann hab ich die leere Hülle verbuddelt. Du hast übrigens auch einen ganz schönen Hals…" Damit mache ich kehrt.

Fynn kichert. „Was hat er getan?" Ah… Wir verstehen uns… „Genug um ihm 99 von seinem Hirn wegzuschneiden!" Fynn macht eine Grimasse. „Autsch. Du wirst gemein…" Pf… Das war klar… Julia begreifts, die restliche Gruppe nicht.

Hör ich da ein Pferd? Ja, ich hör eins… Ha… Ich schnappe mir ein Messer. Julia sieht mich erschrocken an. „Robin, das ist nicht dein Ernst!" Nee, nur erschrecken… „Doch, natürlich!"

Wie gesagt, er kommt, steigt mit einem selbstgefälligen Grinsen vom Pferd. Noch hat er mich nicht bemerkt. Gut so… Legolas spricht mit ihm. „Bist du verrückt? Wenn ihr nun was passiert wäre?" Glorfindel lacht nur. „Nein, ihr wird nichts passieren…" Stimmt, aber dir…

Ich schleiche mich langsam an. Ich muss sagen, das hab ich aber mittlerweile gut gelernt… Und nett, dass Legolas meinen Blick richtig gedeutet hat, er hält brav die Klappe… Guter Junge, kriegst nachher einen Keks…

Wusstet ihr, dass man männlichen Wesen am ehesten einen Schreck einjagen kann, wenn man droht, sie ihrer Männlichkeit zu berauben? Gut, früher hätte ich das nie getan, aber ich denke, bei DEM Elb muss man mit schwerem Geschütz auffahren, nicht? Ich bin nahe genug, und allez –hopp!

Ich packte ihn an seinen, praktisch, langen Haaren und halte mein Messer nett nah an seine 99 Hirn… Oh, ich bin beeindruckt… Ich hab den Balrogtöter überraschen können… Applaus bitte!

„Was..Tam? Lass den Quatsch, was soll das?" Er bewegt sich kaum… Gut so… Ich lächle… „Tu das nienie wieder, Glorfindel. Ich bin nicht ganz so hilflos wie du glaubst... Und wenn ich wirklich sauer bin, dann schlag ich auch zu, wie du jetzt siehst!"

Ich verunsichere ihn wirklich… „Tamuríl! Nimm das Messer weg! Legolas!" Jetzt muss ich aber wirklich lachen. „Oh, grosser Krieger, wirst du nicht mal alleine mit einer firíel fertig? Tragisch, tragisch…"

Er knurrt, bewegt sich aber nicht. Joa, nicht dass ich das wirklich tun würde, aber ich muss sagen, es macht Spass, mal IHN zu nerven…

Legolas lächelt leicht. „Nun, mein Freund, jetzt wissen wir immerhin, dass sie sich verteidigen kann, wenn es darauf ankommt… Und du warst ja auch nicht gerade nett…"

Elladan und Elrohir liegen mittlerweile vor lachen auf dem Boden und auch unser neues Reisegruppenmitglied Felicitas lacht. Fynn und Julchen kichern.

Julia… Typisch: „Wenn ich jetzt nur meinen Photoapperat dabei hätte!" Oh ja…

„Tam… Es reicht, lass ihn jetzt los! Das war genug Demütigung!" Klar, Legolas, und wie oft hat er mich gedemütigt? Aber jaaaa… Bin doch ein liebes Mädchen…

Ich lasse seine Haare los und nehme das Messer weg. Er dreht sich blitzschnell um und packt mein Handgelenk. Mist! Ich hab zwar an den Sprung rückwärts gedacht, aber etwas zu langsam… Ah… Egal, den Spass war's wert!

Er funkelt mich an. Ich erlaube mir ein Grinsen. „Glorfindel in der Bredouille, das wär ein schöner Titel für eine Geschichte, meinst du nicht auch?"

Das war glaube ich etwas zu viel… Ui… Jetzt ist er wütend…

Tja… Hat es Robin etwas übertrieben? –lach- Und hat es euch gefallen? (Gut genug für einen klitzekleinen Kommi?)

Ganz liebe Grüsse, eure Moony