Ich glaub das ist bisher das längste Kapitel für diese Story. Ich habe es komplett aus der Sicht der Akatsuki geschrieben, um besser zeigen zu können wie sie mit Amayas Flucht umgehen und was sie gegen ihren Verrat unternehmen werden.
Ende vom letzten Kapitel:
"...Die brat hätte lieber Leaders Angebot annehmen sollen anstatt zu fliehen. Vor Pains Zorn kann sie jetzt keiner mehr retten."
Damit schlossen sich Zetsus Blätter wieder um ihn und er verschwand im Boden.
Kapitel 23: Akatsukis Entscheidung
Als Kisame das Akatsukiversteck erreichte, und die Küche mit dem immer noch bewusstlosen Itachi auf seiner Schulter betrat, waren nur Kakuzu – der in der Ecke saß und sein Geld zählte –, Hidan – der versuchte sich Tobi vom Hals zu schaffen –, und Tobi – der Hidan haarklein erzählte wie er die Shinobi aus Konoha bekämpft hatte –, anwesend.
Jedoch richtete sich alle Aufmerksamkeit auf den Haifischmann, als er triefend nass mit seinem verletzten Partner in das Zimmer ging.
„Was in Jashins Namen… Ist das Itachi?", fragte Hidan ungläubig. Sogar Kakuzu sah für einen Moment von seinem Geld auf, und Tobi ging nur vorsichtig zu Kisame und stupste Itachis schlaffen Körper mit dem Finger an.
„Ist er tot?" fragte er leise.
„Nein", knurrte Kisame und scheuchte Tobi davon. „Kakuzu, kannst du ihn zusammenflicken? Ich weiß nicht wie ernst seine Verletzungen sind, aber ihn hat es schwer erwischt."
Kakuzu nickte, steckte sein Geld ein und nahm Itachi entgegen um ihn ohne ein weiteres Wort zu sagen in das Krankenzimmer zu bringen.
Seufzend ließ sich Kisame erschöpft in einen Stuhl fallen. Er war so schnell es ging zum Versteck zurückgerannt, ohne einmal Halt zu machen, aus Angst Itachi würde doch noch sterben.
Hidan ließ sich ihm gegenüber an dem Tisch nieder, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er hatte gerade den Mund aufgemacht um etwas zu entgegnen, als die Tür zur Küche aufging und Pain, gefolgt von Konan und Zetsu, das Zimmer betrat.
„Was ist passiert?", fragte der Anführer ruhig, seine Rinnegan-Augen waren auf Kisame gerichtet, der sogleich antwortete:
„Itachi hat seinen Bruder aufgesucht, um gegen ihn zu kämpfen und ihn loszuwerden. Ich habe Sasukes Freunde aufgehalten, und Tobi die Leute aus Konoha." Tobi nickte kräftig, und wollte gerade ansetzen um noch einmal ausführlich von seinem Kampf zu berichten, aber ein eisiger Blick von Pain ließ ihn verstummen.
„Als ich jedoch den Schauplatz des Kampfes erreicht hatte, war Itachi tot, Sasuke bewusstlos und Amaya war dort, kniete neben Itachi und heilte ihn."
„Warum sollte die Schlampe Rotauge heilen?" fragte Hidan stirnrunzelnd.
„Ich weiß nicht genau warum sie es getan hat, aber wegen ihr ist Itachi wieder am Leben. Sie hat ihn zurück von den Toten geholt, darin besteht kein Zweifel. Die Kleine hatte allerdings zu viel Chakra verbraucht und ist bewusstlos geworden. Ich wollte sie töten, aber die Ninja aus Konoha sind näher gekommen, weshalb ich verschwunden bin, mit Itachi."
Pains Gesichtsausdruck blieb so nichtssagend wie eh und je, aber Konans Lippen verwandelten sich in ein leichtes Lächeln. Sie konnte nicht anders, denn sie hatte dieses Mädchen wirklich gemocht. Sie war stark genug gewesen um den Akatsuki zu trotzen, und auch wenn sie sie verraten hatte, so hatte sie es nur getan um ihren Clan, ihre Organisation, zu beschützen. Im Grunde genommen war sie nicht anders als sie selbst gewesen.
„Sie zu töten hätte wahrlich nicht besonders viel Zeit genommen", warf Zetsu ein. „Aber der Suchtrupp aus Konoha war wirklich schon ziemlich nah dran. Noch etwas länger und sie hätten Kisame verfolgen können. Es wäre trotzdem besser gewesen wenn er sie getötet hätte."
„Ich hasse es das zuzugeben aber die Pflanze hat verflucht Recht", warf Hidan ein. „Es wäre besser gewesen die Schlampe mitzunehmen, sodass sie endlich vor Lord Jashin stehen kann."
„Amaya hat Akatsuki verraten", sagte Pain leise ohne auf Hidans Kommentar einzugehen. „Sie weiß Informationen über uns, die nicht einmal im Bingo Buch stehen, wichtige Details wie Stärken, Schwächen, Techniken, Namen, Gesichter etc. Wir können ihr nicht erlauben sie auszuplaudern, deshalb muss sie so schnell wie möglich getötet werden." Hidans Gesicht leuchtete bei den Worten sofort auf. „Zuerst jedoch müssen wir in ein anderes Versteck ziehen, da Amaya das hier kennt.
Kisame, wo ist Itachi im Moment?"
„Im Krankenzimmer, Kakuzu kümmert sich um ihn. Er ist jedoch ohne Bewusstsein."
„Sag Kakuzu er hat eine Stunde Zeit, dann werden wir das Versteck zerstören."
Hidan kicherte. „Zu blöd, jetzt wollen wir den Unterschlupf schon in die Luft jagen, und Scheiß Blondie ist nicht da."
Kisame hob fragend eine Augenbraue. „Ist das Künstlerduo noch nicht zurück?"
Pain schüttelte nur den Kopf.
„Wahrscheinlich jagt sich Blondie am Ende selbst in die verdammte Luft" lachte Hidan.
Tobi zuckte zusammen. „Nein, Deidara-senpai darf nicht sterben!"
„Leader", sagte Kisame noch als Pain sich schon umdrehen wollte. „Kurz bevor sie bewusstlos wurde, hat Amaya noch gesagt sie hätte einen Brief geschrieben, der in Itachis Zimmer liegen soll. Er sollte alles erklären."
Pains Augen verdunkelten sich. „Es gibt nichts mehr zu erklären. Sie ist eine Verräterin und bereits so gut wie tot."
Es war seltsam Itachis Zimmer zu betreten und niemanden vorzufinden. Normalerweise saß der Uchiha auf seinem Bett oder dem Stuhl, zum Meditieren bzw. Lesen.
Kisame musste leicht lächeln als er sich daran erinnerte wie er Amaya zum Training aus diesem Zimmer geschleppt hatte, während sie auf seinem Rücken eingetrommelt hatte.
Seufzend breitete der Haifischmann die Schriftrolle auf dem Bett aus, ging zu Itachis Kleiderschrank, in dem immer noch einige von Konans Sachen lagen, und versiegelte die Kleidungsstücke von seinem Partner. Noch 45 Minuten, dann würden sie verschwinden. Kisame wollte gerade wieder den Raum verlassen, als er in der Bewegung innehielt. Leader hatte es deutlich gemacht, dass er nichts von diesem Brief wissen wollte, dass nichts den Verrat den Amaya begangen hatte wiedergutmachen könnte.
Was soll's, dachte sich Kisame und ging zum Schreibtisch. Als er die Schubladen aufzog, entdeckte er tatsächlich einen zusammengefalteten Brief. Entschlossen steckte er ihn ein und verließ das Zimmer, um in sein eigenes zu gehen und seine Sachen zu packen.
Als Itachi wieder zu Bewusstsein kam, wusste er, dass irgendetwas nicht stimmte. Sein Körper tat immer noch weh, und langsam kam seine Erinnerung wieder zurück. Sasuke, der so viel gewachsen war in all den Jahren, ihren Kampf, Sasukes Fortschritt, Orochimaru, den er erfolgreich versiegeln konnte, Sasukes erstauntes Gesicht, als er ihm seine letzten Worte sagte und ihm seine Kraft überreichte, Amaya, die auf einmal seinen Namen schreiend aufgetaucht war, und dann Dunkelheit. Einmal hatte er geglaubt aufzuwachen, um Amayas verschwommenes Gesicht vor sich zu sehen, aber er war sich nicht sicher ob das wirklich passiert war.
Also war er tot? Schwebte er jetzt im Nichts? Aber warum tat ihm dann alles weh?
Vorsichtig versuchte Itachi seine Augen zu öffnen, aber es ging nicht. Er brauchte einen Moment, um zu erkennen, dass sie verbunden waren.
Nein, er war nicht tot. Irgendetwas war schief gelaufen.
„Du bist schon wach?", fragte eine tiefe grummelnde Stimme die er nach einigen Sekunden wiedererkannte. „Für die Behandlung schuldest du mir etwas."
Kakuzu. Nein, er war nicht tot. Aber wie konnte das passieren? Er hatte gefühlt wie ihm sein Herz in der Brust zersprang. Er hatte gewusst er würde sterben.
Was war schief gelaufen? Warum war er noch am Leben?
„Leader will in zehn Minuten die Basis zerstören, bis dahin solltest du dich besser draußen aufhalten."
„Was…was ist… passiert?", brachte Itachi mit kratzender Stimme hervor.
„Laut Kisame warst du tot, aber diese Heiler Göre hat dich anscheinend wieder zum Leben erweckt. Ich weiß nicht wie sie es geschafft hat, dein Körper hat mehrere ernsthafte innere Verletzungen erlitten und es überrascht mich, dass dein Herz überhaupt wieder schlägt, auch wenn ich nicht sagen kann für wie lange noch."
„Was ist mit…mit Amaya?" Seine trockene Kehle kratzte schmerzvoll bei jeder Silbe die er aussprach, aber Itachi musste wissen was passiert war. Als er Amaya gesehen hatte, hatte er geglaubt sie wäre Akatsuki erfolgreich entkommen.
„Sie ist eine Verräterin. Pain ist stinksauer und will sie nur tot sehen."
Verdammt Amaya, dachte er nur. Warum hast du mich nicht einfach sterben lassen können um abzuhauen?!
„Wir sollten rausgehen, falls du nicht in die Luft gesprengt werden willst. Da deine Augen sichtlich beschädigt sind, habe ich sie verbunden, du wirst sie in den nächsten Tagen nicht benutzen können."
Itachi nickte, setzte sich vorsichtig auf und stieg aus dem Bett. Trotz seiner schwankenden Knie versuchte er einen Schritt zu machen, und fiel. Doch bevor er auf dem Boden aufprallte, packte ihn Kakuzu und zog ihn wieder hoch.
Ohne ein Wort zu sagen stützte er den Uchiha und half ihm die Gänge entlang nach draußen.
Ab Eingang warteten bereits Pain, Konan, Tobi, Kisame und Hidan auf sie.
„Hey Kakuzu", rief Hidan sobald sie die Gruppe erreicht hatten. „Ich dachte du sagtest, dass Wiesel erst in ein paar Tagen wieder aufstehen würde."
„Halt die Klappe Hidan", entgegnete Kakuzu. „Nicht jeder ist so ein Weichei wie du."
„Was?!"
„Ruhe", verlangte Pain und sofort waren alle ruhig. „Itachi, ich bin erfreut zu sehen, dass es dir besser geht." Der Uchiha nickte nur kurz. „Amaya hat Akatsuki verraten, weshalb wir dieses Versteck zerstören werden und in das südlich im Land of Earth ziehen werden.
Tobi, da Itachi noch geschwächt ist, möchte ich dass du ihn und Kisame direkt zum Versteck teleportierst, verstanden?"
„Okey dokey!" rief Tobi erfreut.
„Warum kann dieser Fucker uns nicht alle dorthin teleportieren?" beschwerte sich Hidan sofort. „Warum müssen wir den ganzen Scheiß langen verdammten Weg zu Fuß gehen?!"
„Weil wir unterwegs noch ein Kopfgeld einsammeln müssen", erklärte Kakuzu, was sofort eine Fluch Lawine bei dem Jashinisten auslöste.
Entschieden, dass er alles wichtige gesagt hatte, zündete Pain die Lunte an, die das ganze Versteck zum Einsturz bringen sollte, und verschwand, während sich Konan in Papierschmetterlinge auflöste, die in Richtung Ame davonflatterten. Tobi fasste Kisame und Itachi an den Armen, während Kakuzu seinen fluchenden Partner am Ohr packte und mitzog.
In der nächsten Sekunde, bevor die brennende Lunte das Dynamit erreicht hatte, standen Itachi, Kisame und Tobi auch schon vor dem Eingang des neuen Akatsukiverstecks.
Es war ein altes, großes, verlassenes Haus. Für jede andere Person die vorbeilief sah das Haus aus als würde es gleich zusammenkrachen. Für die Akatsuki, die wussten, dass es nur ein Genjutsu war, tat sich ein stabiles gesichertes Haus auf, mit drei Stockwerken, einem Keller und einen Trainingsplatz auf der anderen Seite.
Sobald die drei rogue Ninjas das Haus betreten hatten, hörten sie auch schon Stimmen aus dem Inneren.
„Kunst ist für den Moment, un!"
„Nein brat, wahre Kunst ist dauerhaft und für immer, und nicht irgendwelche lächerliche Explosionen."
„Sie sind nicht lächerlich danna, sie sind wahre Kunst, un. All die Farben und Lichter, wenn sie explodieren, das sind wahre Meisterwerke."
„Rede keinen Unsinn brat, wir beide wissen, dass-"
„Senpai!", rief Tobi und rannte auf das diskutierende Künstlerduo zu. Überrascht drehte sich Deidara um, er hatte sie absolut nicht hereinkommen hören. Als er sah wie Tobi mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu gerannt kam, weiteten sich seine Augen vor Schreck, aber bevor er irgendetwas tun konnte sprang Tobi ab und warf seinen Senpai in einer Umarmung zu Boden.
„Tobi hat Senpai vermisst." Der maskierte Akatsuki schnurrte schon beinahe als er seine Maske gegen Deidaras Brust rieb, während sich der Terrorist verzweifelt versuchte sich zu befreien.
„Tobi… ugh, geh runter, sofort, oder ich schwöre dir ich werde dich in mein neues Meisterwerk verwandeln und deine Eingeweide in einer mächtigen Explosion über die ganze Gegend verteilen, un!"
„Ah, ist Senpai sauer auf Tobi? Aber warum, Tobi hat nichts gemacht, Tobi is a good boy."
„Tobi runter, sofort, un!"
Kisame, der Itachi stützte, lachte laut bei dem Anblick und selbst Sasoris Mundwinkel verzogen sich zu einem ganz leichten Grinsen.
Deidara hatte es derweil geschafft an eine seiner Tonspinnen zu gelangen, und ließ sie mit einem lauten „Katsu" auf Tobis Schulter explodieren.
Weinend und schreiend ließ Tobi von seinem Senpai ab und verschwand schluchzend in einem Zimmer.
Knallrot vor Wut richtete sich Deidara fluchend auf – bis er den geschwächten Itachi mit dem Verband um dessen Augen erblickte.
„Uchiha, was ist mit dir passiert? Du siehst ganz schön mitgenommen aus, un", sagte er während seine Mundwinkel zuckten.
„Hn", war die einsilbige Antwort. Itachi interessierte die Schadenfreude von Deidara herzlich wenig im Moment. Ihn interessierte nur eines…
„Kisame, weißt du was mit Sasuke und Amaya passiert ist?"
Zurückgekehrt vom Reich der Toten, mit ernsthaften Verletzungen, beschädigten Augen und einem schwachen Körper, und trotzdem war seine Stimme immer noch ausdruckslos und fordernd. Kisame hätte fast den Kopf geschüttelt, aber stattdessen antwortete er: „Shinobi aus Konoha sind aufgetaucht und haben sie beide mitgenommen. Wahrscheinlich werden sie gerade im Krankenhaus versorgt, aber soweit ich es beurteilen kann geht es ihnen gut. Dein Bruder hat leider euren Kampf überlebt."
„Hn." Itachis Gesicht blieb ausdruckslos, aber innerlich atmete er erleichtert auf. Sie waren beide in Sicherheit. Nur das zählte. Jetzt konnte er nur hoffen, dass er einen Weg finden würde, Pain davon zu überzeugen Amaya in Ruhe zu lassen.
Es waren fünf Tage vergangen seitdem Amaya geflohen war. Laut Zetsu war das Mädchen immer noch in Konoha. Sie war vor drei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden, hatte mehrere Gespräche mit der Hokage und Jiraya gehabt, Nachrichten an ihrem Vater verschickt und mitgeholfen Sasuke zu heilen. Heute würde sie zurück in ihr Dorf zurückkehren, und auf den Tag hatten die Akatsuki gewartet. Sie hatten entschieden, dass sie erst angreifen würden wenn sie sich sicher wären, dass Amaya in ihrem Dorf befände, dann würde ein Teil die Stadt angreifen und in Schutt und Asche legen, während andere die Verräterin aufsuchen und entweder töten oder entführen würden. Es war der erste Tag indem neuen Versteck, dass alle Mitglieder anwesend waren, da sie mit der neuen Mission, der Eliminierung von Amaya, Anführerin des Wolfsclans, beginnen wollten. Auch wenn es manch einer nicht zugeben wollte, so war nicht jeder mit diesem Plan einverstanden. Hidan war natürlich Feuer und Flamme sie endlich Lord Jashin zu opfern. Kakuzu war nicht ganz damit zufrieden sie einfach zu töten, da sie ihm immer noch Geld schuldete. Sasori war es eigentlich egal. Er hatte zwar schon überlegt sie zu einer Puppe zu machen, jedoch könnte es sein, dass ihr schwarzes Chakra zu einem Problem werden würde. Schade eigentlich, denn er hatte sie genügend respektiert um sie zu einer seiner Meisterpuppen umzufunktionieren. Deidara wusste nicht genau ob er sie töten wollte oder nicht. Kisame hatte ihm ausgerichtet, dass Amaya gesagt hatte sie hätte ihn nie ausgenutzt, und er wollte ihr glauben. Wahrscheinlich würde er die Eliminierung Amayas jemanden anderen überlassen, aber er freute sich schon darauf seine Bomben über dem Dorf wo die Wölfe lebten regnen zu lassen. Tobi war natürlich dagegen. Das Mädchen war ihm ans Herz gewachsen, und immer wenn er Pain sah fragte er ihn bettelnd ob er hübsches-Mädchen-Amaya nicht als Haustier behalten könnte. Aber Pains Entschluss stand fest. Sein Ziel war es Frieden zu bringen. Dafür brauchte er alle neun Bijuus, und bis jetzt hatten sie nur den ersten versiegelt. Amaya hatte sie lange genug aufgehalten, sie hatte ihre Pläne vollkommen durcheinander gebracht und hatte auch noch die Frechheit besessen ihn zu betrügen. Sie war eine Gefahr für Akatsuki, und so eine Gefahr musste ausgeschaltet werden. Selbst Konan, der Amaya auch schon ans Herz gewachsen war, konnte ihn nicht umstimmen. Leider. Je näher der Tag rückte, an dem sie alle in Richtung des Wolfsdorfes aufbrechen wollten, um ein klares Zeichen zu setzen, desto schwerer wurde es Konan ums Herz und desto mehr distanzierte sie sich von Pain. Normalerweise tolerierte sie seine Entschlüsse, sie stand immer ganz und gar hinter ihm, aber nicht dieses Mal. Kisame ging es genauso. Er mochte die Kleine, und auch wenn er Verräter hasste, sie hatte so eine leuchtende Aura gehabt, die innerhalb von ein paar Tagen der ganzen grauen Organisation neues Leben eingehaucht hatte, Kisame miteingeschlossen. Deshalb hatte er es beim Uchihaversteck nicht geschafft sie zu töten, und deshalb wäre es ihm auch lieber wenn Amaya es schaffen würde ihnen zu entkommen. Itachi hatte ebenfalls öfters versucht auf Pain einzureden, ergebnislos. Er war immer noch geschwächt und obwohl er nicht mehr den Verband um seine Augen trug, so musste er sie trotzdem schonen. Außerdem hatte Sasori ihm geraten bald zu einem richtigen Medizin Ninja zu gehen, aber im Moment kümmerte sich Itachi weniger um sich selbst als um die Sicherheit von Amaya. Er versuchte sich einzureden, dass er nur so besorgt um sie war weil sie eine Verbündete von Konoha war, und weil sie versprochen hatte sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern, aber in Wahrheit mochte er sie. Zumindest konnte Itachi seine Gesundheit als Ausrede benutzen, um nicht an dem Angriff teilhaben zu müssen. Zetsu war gespaltener Meinung. Seine schwarze Seite hielt es für ratsam sie umzubringen, seine weiße jedoch beharrte darauf sie sollten lieber mit der Ergreifung der Jinchuriki fortfahren anstatt nach Amaya zu suchen.
Jetzt saßen sie alle versammelt im Esszimmer, um die letzten Details zu besprechen. Aber bevor Pain etwas sagen konnte, räusperte sich Kisame und zog den Brief hervor den er aus Itachis Schreibtisch geholt hatte. „Leader, ich weiß, dass deine Entscheidung Amaya zu töten, bereits feststeht, aber ich denke wir schulden es ihr trotzdem, dass wir wenigstens ihren sozusagen letzten Wunsch berücksichtigen. Schließlich kann es ja nicht schaden einen Brief zu lesen. Außerdem sind seit ihrer Flucht fünf Tage vergangen, aber laut Zetsu sind weder Shinobi an unserem alten Versteck oder Ame aufgetaucht, noch scheinen wichtige Informationen über uns durchgesickert zu sein. Vielleicht hat sie uns ja doch nicht komplett verraten…"
Pain seufzte. Kisame hatte Recht. Er hatte eigentlich damit gerechnet, dass ganz Konoha mit den Wölfen Jagd auf sie machen würde, aber dem war nicht so. Außerdem wusste er, dass der Großteil der Akatsuki wissen wollte was in dem Brief stand, und um ehrlich zu sein wollte er es ebenfalls wissen.
„Gut meinetwegen."
Konan lächelte ihm erleichtert zu. „Darf ich?", fragte sie und Kisame überreichte ihr den Brief. Es war einer der äußerst seltenen Momente, wo wirklich jeder Akatsuki still war und vollkommene Aufmerksamkeit zeigte.
Meine lieben Akatsuki-Jungs und Konan,
Wenn ihr diesen Brief lest habe ich es höchstwahrscheinlich geschafft zu fliehen und bin entweder tot oder irgendwo weit weg von euch. Ich weiß, dass ihr alle furchtbar wütend darüber sein müsst, dass ich abgehauen bin und euch verraten habe. Ich kann nicht sagen, dass es mir Leid tut, denn das stimmt nicht. Aber ich bin eine Heilerin; ich rette Leben und zerstöre sie nicht. Ich bin keine gewissenlose Killerin, ich habe bisher noch nicht einmal jemanden getötet. Alles was ich will ist meinen Clan zu beschützen. Sie sind meine Familie, und ich werde sie um jeden Preis schützen, deshalb kann ich unmöglich in Akatsuki bleiben, obwohl ich zugeben muss, dass ihr nicht ganz die grauenhaften gewissenlosen Monster seit wie ich am Anfang gedacht hatte als ich in Ketten in eurem Kerker hing. Ich will keinen Streit mit euch, ich will nicht gegen euch kämpfen müssen, und erst Recht nicht will ich einen von euch töten, und deshalb schlage ich euch, vor allem dir Pain, folgendes Angebot vor: Sollte ich es nach Konoha oder in mein Dorf schaffen, werde ich niemanden eure Geheimnisse oder die Lage eures Versteckes verraten. Stattdessen sage ich ihnen, dass ein Siegel in meinem Bewusstsein, welches Pain platziert hat, alle wichtigen Erinnerungen blockiert und ich mich an nichts erinnern kann. Solltet ihr jedoch trotzdem mein Dorf, Suna oder Konoha angreifen, werde ich dafür sorgen, dass in diesem Fall die ganze Welt von euch erfahren wird. Natürlich werde ich nicht einfach so hinnehmen, dass ihr Naruto jagt, weshalb ich ihn trainieren und auf euch vorbereiten werde. Wie gesagt, ich will nicht gegen euch kämpfen, aber wenn ihr keinen anderen Weg findet eure Ziele zu erreichen und ihr Naruto nicht in Ruhe lasst, werde ich es tun. Ich hoffe sehr, dass ihr dieses Angebot annehmt.
Auch wenn ihr mich durch die Hölle habt gehen lassen, so hege ich weder einen Groll gegen euch noch will ich Rache für das was ihr mir angetan habt. Stattdessen möchte ich gerne Frieden mit euch schließen.
Eure schwarze Wölfin,
Amaya
P.S.: Sollte ich noch leben: Ich habe nicht vergessen, dass ich dir, Kakuzu, noch etwas schulde. Deshalb werde ich genügend Geld bei Aki in ihrem Heilladen hinterlegen lassen, sodass du es in einer Woche nach meiner Flucht dort abholen kannst. Ich verspreche, dass es keine Falle ist, ich würde nie das Leben der Dorfbewohner dafür auf das Spiel setzen. Ich hoffe wir sind danach quitt.
Wortlos legte Konan den Brief zur Seite. Lange Zeit sagte keiner etwas, jeder war noch in Gedanken bei dem was sie gerade gehört hatten.
„Das war… unerwartet", sagte Zetsu schließlich.
Die anderen nickten zustimmend.
„Tobi vermisst hübsches-Mädchen-Amaya", murmelte der maskierte Akatsuki. Dieses Mal machte Deidara keine Anstalten ihn für seinen Kommentar zu schlagen. Stattdessen gab er ihm insgeheim Recht, auch wenn er das nie zugegeben hätte.
„Leader", versuchte es Itachi noch einmal, „ich weiß du willst sie unbedingt töten, aber soweit wir es bisher mitgekriegt haben hat sie ihr Versprechen gehalten. Sie hat niemanden etwas von uns erzählt. Vielleicht wäre es doch besser auf das Angebot einzugehen."
Sofort sprang Konan dem Uchiha zu Hilfe: „Sollte sie doch reden, können wir immer noch angreifen. Schließlich ist der einzige Grund warum du sie töten willst weil du denkst, sie wäre eine Gefahr für uns."
„Außerdem", warf auch Kakuzu ein, „sollten wir zuerst das Geld einsammeln, und den Angriff ein wenig verschieben."
Pain seufzte. Überlegte, obwohl er eigentlich schon die Antwort kannte. Er wollte das Mädchen ja eigentlich gar nicht um jeden Preis töten, sondern wie Konan schon sagte, nur seine Pläne und Akatsuki beschützen. Aber sie hatte Recht: Wenn sich Amaya daran hielt was in dem Brief geschrieben stand stellte sie keine Gefahr dar.
Schließlich nickte er. „Hiermit löse ich die Mission, Amaya, Anführerin des Wolfclans zu eliminieren, auf. Aber wir werden sie trotzdem weiterhin im Auge behalten."
Jeder nickte zustimmend, sogar Hidan. Als alle ihn fragend ansahen, zuckte er nur mit den Schultern: „Ts, die Schlampe schreibt, dass sie nicht zulassen wird, dass wir den verfluchten Neunschwänzigen fangen. Spätestens dann werde ich meine Chance bekommen es ihr heimzuzahlen, und außerdem habe ich mich eigentlich schon bei Lord Jashin dafür entschuldigt, dass er sie doch nicht kriegt. Also was soll's."
Itachi lehnte sich in den Stuhl zurück, nur mit Mühe ein Lächeln unterdrückend.
Amaya, du hast es tatsächlich geschafft.
Das war's auch schon wieder.
Scheint als hätte Amaya die Herzen der kalten Killer doch ein wenig schmelzen können...
Nächstes Kapitel wird wieder aus Sicht von Amaya geschrieben sein.
An alle die diese Story bis hierher gelesen haben und sich noch nicht gemeldet haben: Es würde mich wahnsinnig freuen wenn ihr es noch tun würdet.
Eure evil mastermind
