Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von lizzy90.

Süße Geständnisse. Edwards Pov.

Es war, als ob ich in einen tiefen Brunnen gefallen war, alles war schwarz und ich kämpfte, um da raus zu kommen. Ich hörte etwas tropfen...Wasser schlug gegen etwas.

„Wasser..." Murmelte ich und versuchte verzweifelt meine Augen auf zu bekommen.

„Edward?" Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich Bella war, schaffte es endlich die Augen auf zu machen und da sah ich sie nur, das es zwei Bellas waren. Beide sahen mich besorgt an, ich spürte zarte Finger auf meiner Stirn und meinte noch jemandem im Zimmer zu bemerken.

„Wasser..." Mir fielen die Augen wieder zu.

Ich hatte keine Ahnung wie lange ich geschlafen hatte, aber es fühlte sich an, als ob es Monate gewesen waren. Mein ganzer Körper tat mir weh, mein Hals war trocken und meine Lippen rau. Ich war mir nicht sicher, ob ich sprechen konnte, aber ich musste es versuchen. Als ich mich etwas bewegte, verlagerte sich der komplette Scherz auf meine rechte Seite, langsam machte ich die Augen auf und sah eine dunkle Mähne, die auf der Höhe meiner Knie war.

Bella saß auf einem Stuhl und hatte ihren Kopf auf Bett gelegt, ich merkte wie ich lächelte.

„Sie hat die ganze Nacht dort verbracht." Ich versuchte meinen Blick auf die andere Seite des Zimmers zu fokussieren.

„Esme..."

„Wie geht es dir Schatz?" Fragte sie und kam zu mir.

„Mir tut alles weh." Als ich versuchte mich zu bewegen, stöhnte ich vor Schmerz.

„Edward?" Bella machte die Augen auf und sah mich an.

„Edward!" Rief sie wieder. „Geht's dir gut? Wie fühlst du dich? Brauchst du etwas?" Fragte sie viel zu schnell, sie verbrachte eindeutig zu viel Zeit mit Alice.

„Ich..." Ich zischte vor Schmerz.

„Du bist ein Idiot!"Schrie sie mich plötzlich an und schlug mit ihrer kleinen Faust aufs Bett. „Wie konntest du nur glauben, dass du einen Stier ganz alleine stoppen kannst?!" Jetzt weinte sie und ich war der Blödmann, der sie dazu gebracht hatte, aber ein kleiner, egoistischer, Teil freute sich darüber, dass sie so besorgt war.

„Bella." Ich versuchte ihre Hand zu nehmen.

„Nichts da Bella!" Schrie sie wieder, meine Augen suchten Esme und ich sah gerade noch, wie sie auf Zehenspitzen aus dem Zimmer schlich. Verräterin, dachte ich, sie ließ mich im schlimmsten Moment allein.

„Weißt du wie erschrocken ich war, als sie dich gebracht haben?" Sie schluchzte und ihre Augen waren ganz rot. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich mich gefühlt habe als ich dich so gesehen habe, voller Blut, ohne Bewusstsein." Sie seufzte. „Ich dachte..ich würde dich verlieren."

„Amor." Ich streckte wieder meine Hand nach ihr aus und unterdrückte den Schrie, den ich vor Schmerzen ausstoßen wollte, ich wollte sie nicht noch mehr erschrecken. Sie setzte sich auf den Rand des Bettes.

„Ich hatte solche Angst." Gab sie zu. „Ich hab dich noch nie so hilflos gesehen, dass warst nicht du...und ich...ich hatte Angst, dass du nicht mehr aufwachen würdest."

„Es tut mir so Leid." Sagte ich und sie wischte sich ihre Tränen weg.

„Wichtig ist jetzt, dass du wieder ganz gesund wirst." Versicherte Bella.

„Das werde ich." Sagte ich. „Das einzig gute ist, das es dem Stier schlechter geht als mir." Versuchte ich zu scherzen.

„Idiot!" sie schlug mir auf die Schulter, als ich aufstöhne, entschuldigte sich schnell und gab mir einen Kuss.

„Erschrecke mich nie wieder so." Bat sie. „Du kannst dir nicht vorstellen, was für eine Nacht ich verbracht habe."

„Es tut mir Leid." Sagte ich wieder. „Als der Stier mich angegriffen hat,konnte ich nur an dich denken. Ich wollte dich noch einmal sehen." Ich streichelte ihre Wange.

„Sag so was nicht. Ich hatte solche Angst." Sagte sie wieder. „Der Arzt hat gesagt, dass du viel Blut verloren hast und wir konnten dich nicht in die Stadt bringen, du hattest so hohes Fieber."

„Aber jetzt geht es mir gut." Antwortete ich.

„Mehr oder weniger. Der Arzt wird heute Nachmittag nochmal vorbeikommen, als er Gestern da war, hast du tief und fest geschlafen."

„Gestern?" Fragte ich überrascht. „Wie lange habe ich geschlafen?"

„Du hast anderthalb Tage geschlafen."

„So lange?" Bella nickte. „Kein Wunder das mein ganzer Körper taub ist."

„Das geht vorbei." Versicherte mir Bella und es wurde leicht an der Tür geklopft.

„Herein." Rief Bella und meine Tante kam mit einem Tablett ins Zimmer, die anderen kamen gleich hinter ihr.

„Edward!" Quietschte Alice und rannte fast Carlisle um, um zu mir zu kommen. Sie sah müde aus und schien auch geweint zu haben.

„Vorsichtig Alice." Warnte Carlisle und Alice bremste kurz vor dem Bett ab und setzte sich neben Bella auf einen Stuhl.

„Tschuldigung." Murmelte Alice.

„Ich hab die eine Hühnerbrühe mitgebracht Junge, du musst was essen." Esme war besorgt wie immer, während Emmett und Carlisle mir mehr Kissen auf türmten, damit ich mich hinsetzten konnte. Esme stellte das Tablett auf Bellas Knie und sie fing an mich zu füttern, was Emmett und Jasper äußerst witzig fanden.

Sie blieben den ganzen Vormittag bei mir und jeder erzählte mir, wie er meinen Unfall erlebt hatte. Als Jasper mir berichtetet, dass das Unwetter einen Teil des Zauns eingerissen hatte, wollte ich reflexartig aufspringen, aber Bellas giftiger Blick und ihr festes. „Die Arbeiter werden sich darum kümmern!" Nagelte mich in meiner Position fest. Bella versuchte verzweifelt wach zu bleiben, aber ihr fielen immer wieder die Augen zu.

„Du solltest dich etwas ausruhen." Bemerkte ich,aber sie schüttelte vehement den Kopf.

„Ich will dich nicht alleine lassen." Sagte sie.

„Schön das wir auch noch da sind." Sagte Alice verschnupft und zog eine Schnute.

„Alice." Sagte Bella traurig. „Ich will deinen Bruder wirklich nicht alleine lassen." Sie sah Alice mit ihrem besten Welpenblick an, auch Bella konnte manipulieren wenn sie wollte. Wenn sie wüsste wie leicht sie mich dazu bringen könnte, dass ich ihr die Welt zu Füßen legte.

„Aber du solltest wirklich ausruhen Kind, du hast auch noch nichts gegessen. Ein wenig Schlaf und eine Dusche zum entspannen würden dir gut tun." Sagte jetzt auch Esme.

„Tu es bitte." Bat ich, aber sie schüttelte wieder den Kopf.

„Tust du es für mich?" Fragte ich. „Es ginge mir besser, wenn ich wüsste, dass du etwas ausgeruht hast, später kannst du mir dann etwas vorlesen." Schlug ich vor und das schien sie zu überzeugen.

„Ich bleibe bei ihm." Sagte Jasper.

„Und ich." Kam es natürlich sofort von Emmett.

„Komm schon Schatz." Sagte Esme wieder. „Carlisle bleibt auch hier und ich mach dir etwas zu essen."

„Gut." Gab sich Bella geschlagen. „Aber ich werde nur schnell duschen und etwas essen." Sie sah mich an.

„Mach dir keine Sorgen, es ist ja nicht so, dass ich weglaufen könnte." Scherzte ich.

„Blödmann." Diesmal schlug sie mich nicht, sondern gab mir gleich einen Kuss. Dann machte Esme kurzen Prozess, nahm Bellas Hand und zog sie aus dem Zimmer, die Mädchen gingen direkt hinterher.

„Geht es dir besser Junge?" Fragte Carlisle ernst, als Frauen die Tür hinter sich zugemacht hatten.

„Mir tut alles weh und wenn ich mich bewege, habe ich das Gefühl, als ob ich in der Mitte durchgerissen werde, aber ich bin hier." Sagte ich und versuchte zu lächeln.

„Weder Esme, noch ich würden es ertragen dich zu verlieren Sohn." Sagte er mit erstickter Stimme und ich sah, wie es in seinen Augen glitzerte.

„Ihr werdet noch eine ganze Weile einen Edward haben." Versicherte ich und verzog das Gesicht vor Schmerzen.

„Da." Jasper hielt mir eine große, gelbe Tablette unter die Nase, die auch noch schlecht roch.

„Das nehme ich nicht." Rief ich, während Emmett mir ein Glas Wasser ins Gesicht hielt.

„Edward!" Sagte Carlisle warnend. „Die ist für die Schmerzen."

„Ich hasse Tabletten!"

„Ich hole Bella!" Drohte Emmett und grinste mich an.

Ich fluchte vor mich hin und nahm die verdammte Tablette.

„Das mach ich nur, damit meine Frau sich nicht noch mehr Sorgen macht." Knurrte ich.

„Bella ist ein großartiges Mädchen." Sagte Carlisle plötzlich. „Anfangs hatte ich ja meine Zweifel." Gab er zu und ich sah ihn erstaunt an. „Das mit der Hochzeit war alles so überstürzt, aber es war deine Entscheidung und wir haben es akzeptiert. Dann kamen die Probleme mit diesem Jungen." Erklärte er. „Mit diesem Jacob und ich habe gehört, dass sie ein Paar waren, bevor du hierher gekommen bist." Sobald ich seinen Namen hörte, bekam ich schlechte Laune.

„Das stimmt nicht." Sagte ich schnell. „Sie waren nie ein Paar, auch wenn das alle glaubten, sie waren immer nur Freunde." Ich wollte mich aufsetzten, zuckte aber direkt vor Schmerz zusammen. „Fakt ist, sie hat mich ausgewählt und ist jetzt meine Frau." Jasper sah mich bei meiner Lüge durchdringend an.

„Das weiß ich jetzt auch." Sagte Carlisle. „Als du an dem Abend verletzt nach Hause gebracht wurdest, war sie so besorgt und verzweifelt, man hat gemerkt, wie sehr sie dich liebt. Sie hat sich nicht von deiner Seite bewegt, als du so hohes Fieber hattest..." Plötzlich erinnerte ich mich an etwas, Bellas besorgtes Gesicht, sie weinte und ich hatte ihr etwas gesagt...ich hatte ihr gesagt, das ich sie liebte...und sie, das sie mich liebte...

„Edward?" Hörte ich die Carlisles Stimme von weitem, aber ich kümmerte mich nicht weiter um ihn. Ich hatte ihr gestanden, dass ich sie liebte und sie liebte mich. Bella liebt mich!

„Junge, hörst du mich?" Fragte Carlisle wieder.

„Ich glaube, es geht ihm nicht so gut wie er sagt." Hörte ich Emmett, aber ich war in meiner eignen Welt, einer in der ich fast sicher war, dass Bella mich liebte, sie hatte es gesagt.

„Edward!" Sagte Carlisle jetzt lauter und holte mich von meiner Wolke, ich war irgendwie konfus, verwirrt, es war, als ob ich eine Offenbarung gehabt hatte, eine die der Schlüssel zum Paradies war.

„Ich war in Gedanken." Antwortete ich und konnte noch immer nicht glauben, dass es wahr war es doch nur ein Traum gewesen?

„Wir sollten besser den Arzt holen." Sagte Jasper.

„Warum?" Fragte die Herrin meiner Träume...und Alpträume. „Geht es dir schlecht? Edward?" Ich sah sie an, sie sah einfach bezaubernd aus. „Edward?" Sagte sie wieder. „Red mir mir!"

„Mir geht es gut." Antwortete ich dann.

„Und warum starrst du dann ins nichts?"

„Ich habe dich angestarrt." Sagte ich, Bella lächelte sanft und wurde etwas rot.

„Oh! Wie süß!" Emmett holte uns in die Realität zurück.

„Könnt ihr mich mit meiner Frau alleine lassen?" Fragte ich heftiger, als ich wollte. Emmett pfiff und lachte dann.

„Ja, wir merken schon, wenn wir nicht erwünscht sind." Kam es von Jasper.

„Edward!" Schimpfte Bella mit mir.

„Lasst uns bitte ein paar Minuten allein?" Fragte ich nochmal, etwas ruhiger.

„Gut so Bella, Edward hat seine Dompteuse gefunden, du bist meine Heldin Kleines." Sagte Emmett gespielt ernst.

„Emmett." Zischte ich, der Idiot genoss meine Situation, aber ich würde es ihm heimzahlen, wenn es mir besser ging. „Verschwindet."

„Sag uns Bescheid, wenn du irgendetwas braucht Kind." Sagte Carlisle zu Bella, bevor er aus dem Zimmer ging.

„Danke." Antwortete Bella schlicht.

„Endlich." Grummelte ich und Bella lachte.

„Sei nicht so." Sagte Bella. „Sie machen sich auch Sorgen um dich."

„Du auch, stimmts?" Wollte ich wissen.

„Ja und wie ich dir schon gesagt haben, ich hatte Angst dich zu verlieren." Sagte sie leise.

„Warum hattest du Angst mich zu verlieren?" Bella biss sich auf die Lippe.

„Warum stellst du so viele Fragen?" Schlaues Mädchen, sie wollte das Thema wechseln, aber das würde ich nicht zulassen. Ich musste wissen, ob ich nur geträumt hatte, oder ob es wirklich passiert war.

„Beantworte bitte meine Frage."

„Beantworte du meine."

„Bella." Ich seufzte. „Ich habe zuerst gefragt, also bist du zuerst dran." Ich streichelte ihr Wange.

„Das gilt nicht." Schnaufte sie.

„Das hier ist kein Wettkampf, aber ich möchte wissen, warum du so besorgt um mich warst." Sie seufzte lang.

„Du bist mein Mann." Antwortete Bella und es tat ein wenig weh, dass es nur deswegen war. „Ist das kein ausreichender Grund?" Ich sah sie nur an.

„Bitte Edward."

„Was?"

„Warum stellst du diese Fragen?"

„Weil mir da etwas im Kopf herum geht." Gab ich zu, es war offensichtlich, dass sie nichts sagen wurde, aber ich musste darüber reden. Aus der Tiefe meines Herzens musste ich wissen, obwohl ich fürchterliche Angst hatte, dass sie mich zurückweisen würde. Meine Hände zitterten, genau wie meine Stimme. „Etwas von dem ich nicht weiß, ob es ein Traum oder Realität gewesen ist." Lass es wahr sein.

„Und was?" Fragte sie nervös.

„In der Nacht als der Unfall passiert ist...Da habe ich dir etwas gesagt, stimmts?" Sie sah mich fast an und nickte dann langsam. „Erinnerst du dich an das was ich gesagt habe?"

„Du nicht?" Fragte sie traurig.

„Doch."Antwortete ich schnell, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. „Genau wie ich mich auch an deine Antwort erinnere." Bella wurde rot und senkte den Blick, ich legte ihr meine Finger unters Kinn und zwang sie mich anzusehen.

„Bella." Sagte ich eindringlich. „War es die Wahrheit? Deine Antwort...war es die Wahrheit?" Fragte ich und legte damit mein Herz in ihre Hand.

„Edward..."

„Ich muss es wissen, weil...was ich gesagt habe, war die reine Wahrheit und ich muss wissen, ob mein Herz sicher bei dir ist, oder..."

„Du liebst mich?" Unterbrach sie mich. „Liebst du mich Edward?" Die Hoffnung stand ihr ins Gesicht geschrieben, sie wirkte so zerbrechlich, als ob meine Antwort sie für immer zerstören , oder sie für immer retten könnte.

„Ja." Sagte ich fest. „Ich liebe dich. Ich liebe dich seit dem ersten Tag an dem ich dich gesehen habe und ich verliebe mich jeden Tag ein bisschen mehr." Bella strahlte mich an. „Ich liebe es, wenn du rot wirst, deinen Geschmack, ich liebe deinen Sinn für Humor und die Art wie du mich bei der Stange hältst, ich liebe selbst unsere Diskussionen, dass du stark und entschlossen bist, dass du so süß und gleichzeitig so mutig bist, ich liebe es, dass ich mich so sehr in dich verliebt habe, dass ich solche kitschigen Sachen sage wie ich es gerade tue." Bella lachte laut.

„Ich liebe dein Lachen, ich liebe die ganze Bella." Bella seufzte. „Ich war nur...ich korrigiere, ich bin nur zu feige, es laut zu sagen, aber ich liebe dich, liebe dich, wie ich noch nie jemanden geliebt habe."

„Ich werde dir beibringen, es laut zu sagen." Antwortete Bella lächelnd. „Wir werden Schritt für Schritt vorgehen, weil ich dich nämlich auch liebe Edward." Mein Herz raste, in meinen Ohren klingelte es und ich wurde von einem Gefühl übermannt, dass mich mich fühlen ließ wie Supermann. „Ich liebe dich sogar sehr."

„Gott sei Dank!" Rief ich aus und küsste sie endlich.

Dieser Kuss war anders und gleichzeitig auch nicht, er war süß wie immer, aber da war etwas neues, die Sicherheit, das wir beide das gleiche fühlten, endlich sagen zu können, dass ich sie liebte,ohne Angst haben zu müssen, dass sie mich abweisen könnte.

Ich vertiefte unseren Kuss und verfluchte gleichzeitig diesen verdammten Stier, ich begehrte sie, wollte sie mit diesem neuen Gefühl lieben. Meine Lippen wanderten zu ihrem Hals und meine Hand unter ihre Bluse, Bella stöhnte leise und meine Selbstkontrolle verabschiedete sich.

„Nein..." Murmelte sie. „Wir können nicht..."

„Warum nicht?" Mein Körper stand in Flammen.

„Deine Wunde...hör auf..."

„Willst du das wirklich?" Murmelte ich und streichelte sanft ihren Rücken.

„Wir können nicht." Wiederholte sie und biss sich auf die Lippe.

„Ich möchte dich wenigstens spüren, komm her." Forderte ich sie auf, Bella schüttelte wieder den Kopf.

„Ich verspreche dir, dass ich mich nicht anstrengen werde, ich will dich nur richtig küssen." Ich fühlte mich wie ein Teenager, der seine Hormone nicht unter Kontrolle hatte. Bella überlegte einen Moment und kletterte dann vorsichtig aufs Bett und setzte sich auf meine Oberschenkel, ich hätte sie lieber etwas höher gespürt. Sie beugte sich zu mir runter, aber als ich sie näher zu mir ziehen wollte war es, als ob man mir den Arm ausreißen würde und ich schrie auf. Bella setzte sich erschrocken auf.

„Tut mir Leid. Hab ich dir weh getan?" Fragte sie schnell.

„Nein Amor, diese verdammte Wunde..."

„Das geht irgendwann vorbei." Sie gab mir einen Kuss auf die Nase. „Aber wir sollten das eine Weile lang nicht tun, du könntest dir noch mehr weh tun."

„Das ist mir egal." Sagte ich und küsste sie wieder. „Ich bin glücklich weil du mich liebst."

Bella strahlte mich an, kletterte vorsichtig wieder von mir runter und legte sich, genauso vorsichtig, neben mich. Wir spielten mit unseren Finger und küssten uns ab und zu keusch, wie zwei frisch verliebte Teenager. Später kam dann meine Familie wieder und Esme brachte das Essen für Bella und mich.

„Wie geht es dir?" Fragte Rose.

„Ich bin glücklich." Antwortete ich enthusiastisch. „Bella liebt mich,da kann es mir nur gut gehen." Rosalie verdrehte die Augen und die anderen lachten, nur Jasper sah mich bedeutend an, so als ob er sagen wollte, na endlich!

Sie leisteten uns eine Weile Gesellschaft und zogen sich dann in ihre Zimmer zurück. Nachdem ich Bella versichert hatte, dass es mir mehr weh tun würde, wenn sie nicht bei mir war, legte sie sich wieder zu mir und wir redeten, wir redeten das erste mal über Tanya und Jacob, ohne uns zu streiten.

Bella erklärte mir ihre Freundschaft mit Jacob und das sie wirklich geglaubt hatte, in ihn verliebt zu sein, dass sie aber gemerkt hatte, dass es nicht so war als sie mich kennen gelernt hatte. Ich versuchte ihr zu erklären, was zwischen Tanya und mir gelaufen war und als ich ihren Gesichtsausdruck sah, als ich zugab, dass ich mit Tanya geschlafen hatte, tat es mir im Herzen weh. Bella schien aber zu verstehen, dass da keine Gefühle im Spiel gewesen waren und wirkte nach unserem Gespräch um einiges ruhiger.

Es war eine der besten Nächte meines Lebens, es war romantisch, harmonisch...und irgendwie schön kitschig. Wir redeten über alles und nichts und schliefen erst sehr spät ein.

Es war jetzt eine Woche vergangen, seitdem Bella mir gestanden hatte, dass sie mich liebte und alles war rosarot und voller Blumen, wir waren wie ein frisch verliebtes Paar. Bella fütterte mich,las mir vor und ich genoss es, sie einfach nur zu betrachten. Ihr Vater war vor zwei Wochen aus der Stadt wiedergekommen und hatte mich, sehr besorgt, besucht. Auch mit ihm unterhielt ich mich zum ersten mal lange und er freute sich sehr darüber, wie gut es zwischen Bella und mir lief. Bella freute sich sichtlich ihren Vater zu sehen und das half mir dabei, meinen Plan in die Tat umzusetzen. Wir mussten beide eine Weile hier weg und uns ganz auf uns konzentrieren.

Und Heute war der Tag gekommen, an dem ich es ihr sagen wollte. Bella saß auf dem Sessel am Fenster und lass in einem ihrer Bücher, während ich im Bett saß und einige Papiere durch sah.

„Bella." Rief ich sie, sofort drehte sie ihren Kopf in meine Richtung und lächelte mich an. „Kannst du mal kommen?" Fragte ich.

„Was ist?" Fragte sie und setzte sich neben mir aufs Bett, ich nahm ihr das Buch aus der Hand,legte es auf den Nachttisch,nahm ihre Hände in meine und küsste sie. Sie lächelte mich an und begehrte sie so sehr, aber sie hatte mich zum Zölibat verdammt, weil ich mich schonen musste. Irgendwie freute es mich, dass auch der Stier seinen Teil abbekommen hatte, wenn es auch nur ein Streifschuss an seinem Bein war.

„Wir müssen reden, über etwas sehr wichtiges." Murmelte ich, seit Tagen dachte ich nun schon darüber nach, wie ich es ihr am besten sagte. Ich hatte Jasper um Rat gefragt und der hatte mir geraten, es direkt und diplomatisch zu tun. Emmett hat gesagt, ich soll ein Mann sein und den Stier bei den Hörnern packen, als ob ich davon im Moment nicht genug hätte.

„Worüber?" Fragte sie neugierig und legte sich neben mich, als ich versuchte sie zu umarmen, verzog ich mal wieder das Gesicht vor Schmerz.

„Du sollst dich nicht anstrengen." Schimpfte sie sofort.

„Mir geht es gut." Log ich.

„Is klar." Murmelte sie und rückte mein Kissen zurecht. „Du musst dich schonen."

„Da mach ich doch...Eh...ich hab gedacht, dass..."

„Ist es was schlimmes?" Fragte sie erschrocken. „Hab ich was falsch gemacht?"

Seitdem wir uns unsere Liebe gestanden hatte, passten wir beide fürchterlich auf, dass wir nichts taten oder sagten, was den anderen verletzten könnte. Aber ich hatte meine Fehler eingesehen und würde alles daran setzten, dass wir uns irgendwann einfach hundertprozentig vertrauen würden.

„Nein, es ist nichts schlimmes Amor." Antwortete ich schnell.

„Also?" Sie streichelte mir über die Wange.

„Wir gehen in die Stadt." Jetzt war es raus.

„Was?" Fragte sie erstaunt. „Und, warum?"

„Ich glaube, dass wir an einem neuen Ort neu anfangen sollten." Ich sah sie erwartungsvoll an und hoffte, dass es jetzt keinen neuen Streit geben würde.

„Warum so weit weg?" Fragte sie nur, aber wenigstens schrie sie mich nicht an oder warf Sachen nach mir.

„Also." Fing ich an. „Glaube nicht, dass ich das nur für mich tue, ich tue es für uns beide. Ich habe viel nachgedacht und glaube, dass uns ein Ortswechsel gut tun würde und eine Zeit lang in der Stadt zu leben, wird uns gut tun, außerdem schulde ich dir noch richtige Flitterwochen." Erklärte ich und sie lächelte leicht.

„Ist es wirklich nur deswegen?" Fragte Bella und ich nickte. „Es hat nicht mit Jacob oder Tanya zu tun?" Meine Frau war wirklich nicht dumm.

„Denk bitte nicht, dass ich dich dazu zwingen will. Es tut mir Leid, wenn es sich so angehört hat. Ich bin so ein Idiot wenn ich mit dir rede." Bella lachte etwas.

„Du weißt, dass ich mit dir ans Ende der Welt gehen würde, aber warum gerade jetzt?" Fragte sie wieder.

„Na ja, wir würden nicht allein gehen." Jetzt sah sie mich neugierig an. „Dein Vater würde mit uns kommen." Jetzt strahlte sie.

„Wirklich?"

„So ist es." Antwortete ich erleichtert. „Du möchtest bestimmt mal neue Orte kennen lernen und er wäre näher bei seinem Arzt und du könntest ihn zu seinen Behandlungen begleiten."

„Das wäre großartig, aber..."Oh nein, ein aber. „Aber nicht für immer, stimmts? Ich meine, ich liebe dieses Land, genau wie Papa und..." Ich brachte sie mit einem Kuss zum schweigen.

„Nur für ein paar Wochen Schatz." Versicherte ich ihr, es würde wie ein langer Urlaub für uns sein und vielleicht würde Bella dann ja auch schwanger werden.

„Was muss ich einpacken?" Fragte sie plötzlich, sie verbrachte eindeutig zu viel Zeit mit Alice.

„Nichts, ich werde dir alles kaufen was du willst und brauchst. Das einzige worum du dich kümmern musst, ist deinen Vater von der Idee zu überzeugen." Sagte ich lachend.

„Ich glaube nicht, dass es da irgendein Problem geben wird. James kann sich um die Hacienda kümmern, zusammen mit..." Sie schweig plötzlich.

„Jacob." Brachte ich ihren Satz zu Ende. „Du kannst es ruhig sagen, er kann sich zusammen mit Jacob um die Hacienda kümmern."

„Edward..."

„Ist schon gut, er kann machen was er will, weil ich jetzt weiß, dass du nur mich liebst."

„Zweifel das bitte nie an, ich liebe dich und nur dich." Versicherte sie.

„Und ich liebe dich, mein Herz gehört nur dir." Sie lächelte und ich küsste sie, meine Hände wanderten unter ihre Bluse, vielleicht hatte ich ja Heute Glück und sie vergaß meine Verletzung.

„Hör auf..." Murmelte sie, ich lachte, sie vergaß es nicht.