Die Luft war feucht und kalt, als sie nach draußen trat, der blasse Schein der Straßenlaternen ließ die Nacht nicht weniger trübe erscheinen. Die New Yorker, die immer noch unterwegs waren, schienen alle nach Hause zu eilen, sich gegen den feinen Nieselregen beugend, und Kate zitterte, als sie auf das gelbe Taxi zusteuerte.
Sie ließ sich vom Fahrer zwei Blocks entfernt von ihrer Wohnung absetzen. Dort gab es eine kleine Apotheke, die 24 Stunden am Tag geöffnet hatte, und sie verspürte den Wunsch den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. Sie musste Castles Worte abschütteln, das Gewicht auf ihrer Brust, das sie nicht richtig atmen ließ.
Nach dem Halbdunkel im Taxi, wirkten die Neonlichter im Laden grell. Beckett blinzelte, ihre Augen brauchten einige Sekunde, um sich anzupassen, bevor sie sich orientieren konnte, aber sie war bereits ein paar Male hier gewesen, wusste in etwa, wo die Schwangerschaftstests zu finden waren.
Es gab eine Menge davon, Marken, von denen Kate noch nie gehört oder vielleicht einmal im Fernsehen gesehen hatte. Sie starrte sie ein paar Sekunden lang überwältigt an, bevor sie sich straffte und willkürlich zwei Packungen griff.
Okay, drei. Castle hatte ausgesehen, als benötigte er ein hohes Maß an Beruhigung, und obwohl sie wegen seiner schlechten Wortwahl und seines Mangels an Vertrauen sauer auf ihn war, würde sie ihn nicht auf diese Weise bestrafen.
Er hatte es verdient, Bescheid zu wissen, wenn auch nur, um gute Gründe zum Ausflippen zu haben. Na ja. Ausreichende Gründe.
Sie biss sich auf die Lippen und ging zur Kasse, die Boxen sicher zwischen beiden Händen haltend, sich auf den verurteilenden Blick des Apothekers vorbereitend. Aber der Mann hinterm Tresen warf ihr ein freundliches, müdes Lächeln zu und nahm die Tests ohne Kommentar aus ihren Händen.
„Brauchen Sie Hinweise, wie man die benutzt?", fragte er leise, nachdem er die Barcodes eingescannt hatte.
Beckett öffnete ihren Mund, schaute auf die Packungen - sicherlich war da so eine Art Anleitung drin? - und zurück zu dem geduldigen Blick des Mannes. Nach allem, was könnte es schaden?
„Ich könnte tatsächlich einen Rat brauchen", antwortete sie mit einem kleinen Lächeln.
„Es ist nichts Kompliziertes", versicherte er ihr, seine Augen legten sich in Lachfältchen. „Grundsätzlich gilt, je länger Sie warten, desto genauer wird das Ergebnis sein. Die meisten Hersteller empfehlen, dass Sie den Test etwa eine Woche nach dem Ausbleiben Ihrer Periode machen, oder, wenn Sie sich nicht sicher sind, wann Ihre nächste Periode sein sollte, drei Wochen nachdem Sie zuletzt ungeschützten Sex hatten."
„Drei Wochen", wiederholte Kate überrascht im gleichen Atemzug. Sie hatte mit einer Wartezeit gerechnet, aber sie hatte nicht gedacht, dass es so lang sein würde. Natürlich, Schwangerschaftstests waren für Mädchen gedacht, deren Periode ausblieb, nicht für überreagierende Castles, die vergessen hatten, ein Kondom zu verwenden.
Nun. Er würde folglich einfach warten müssen.
Der Mann zuckte mit den Schultern. „Sie können es früher machen, wenn Sie wollen, es ist dann nur nicht so zuverlässig, aber letztlich ist es Ihre Wahl."
Sie nickte zum Dank, bezahlte mit ein paar Zwanzigern und steckte das Wechselgeld zurück in ihre Brieftasche, bevor sie den kleinen Plastikbeutel nahm.
„Gute Nacht", sagte sie zum hilfsbereiten Apotheker und ging dann zurück in die kalte, schauerliche Nacht.
Drei Wochen.
Sie war nicht schwanger.
Natürlich war sie es nicht. Vielleicht hatte sie während ihrer Jahre beim NYPD nicht das wildeste Leben geführt, aber sie hatte mit genug Kerlen geschlafen, um zu wissen, dass, mit oder ohne Kondom, die Pille ein guter, solider Schutz war.
Beckett war nicht dumm. Sie wusste, dass es immer ein Risiko gab, wenn auch nur ein geringes, dass kein Schutz immer perfekt war.
Aber Castle hatte schon einmal Pech gehabt, sozusagen. Alexis' Zeugung war bereits eine der wenigen, seltenen Ausnahmen. Die Chancen, dass er Kate ebenfalls geschwängert hatte... Ja, zu geringfügig, um überhaupt eine Überlegung wert zu sein.
Dennoch, als sie sich diese Nacht im Bett zusammengerollte, die Tests sicher in einer Schublade in ihrem Badezimmer verstaut, konnte sie nicht anders, als sich an Castles Blick zu erinnern, wie er sie angeschaut hatte, so verängstigt und tief unglücklich, als wäre es das Schlimmste, was passieren könnte. Ihr Herz blutete.
War es das?
Wäre es wirklich so schlimm, wenn sie mit seinem Kind schwanger war?
Sie schob eine Hand unter das große T-Shirt, das sie im Bett trug, drückte ihre Hand auf ihren flachen Bauch. Die Haut war weich und warm, das Blut pulsierte darunter, und sie versuchte, sich vorzustellen, wie es tatsächlich wäre, wenn ein winziger Mensch in ihr heranwachsen würde.
Huh.
Es fühlte sich nicht real an, egal wie sehr sie sich auch bemühte. Sie konnte es sich nicht vorstellen.
Aber nur, weil sie sich selbst nicht schwanger vorstellen konnte, sich selbst nicht als Mutter sah, bedeute das nicht, dass er Recht hatte. Vielleicht würde sie großartig darin sein - vielleicht-
Kate seufzte und ließ sich auf den Rücken fallen, ihr Schädel grub sich in die weichen Kissen.
Wem wollte sie etwas vormachen? Sie war jung und sie hatte Pläne und wenn das Unwahrscheinliche passierte - wenn sie schwanger sein sollte - es war nicht abzusehen, was sie machen würde. Und das war es, warum Castle Angst hatte, oder?
Kate krallte ihre Hand in die Bettdecke und schloss die Augen.
Ihre Freundin Madison hatte einmal eine Abtreibung gehabt. Der Sommer, nachdem sie die Highschool abgeschlossen hatten. Maddy hatte sich mit diesem Kerl getroffen, Jake, ein Austauschschüler aus Australien, der in sein Land zurückgekehrte, sobald der Unterricht vorbei war. Kates Freundin hatte für einen Monat Trübsal geblasen und dann realisiert, dass Jake sie mit einem Abschiedsgeschenk zurückgelassen hatte.
Madisons Eltern hatten es nie erfahren. Es war Kate, die ihre Hand auf dem Weg in die Klinik gehalten hatte, und in dem kleinen, zu sterilen Aufwachraum darauf wartete, dass Maddy wieder zu sich kam. Es war Kate, die die junge Frau getröstet hatte, die dicken Tränen abtupfte, die unaufhörlich über ihre Wangen kullerten.
Aber Madison, mit ihrem natürlichen Enthusiasmus, ihrem Appetit aufs Leben, war schnell über den ersten Herzschmerz hinweggekommen. Beckett hatte nie daran gezweifelt, dass ihr Freundin die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Natürlich war Madisons Situation damals sehr unterschiedlich zu Kates Situation jetzt.
Beckett rollte sich wieder auf die Seite, ihre Hand strich unbewusst über ihr Schlüsselbein, nach dem Ring ihrer Mutter tastend. Er war in ihrem Schmuckkästchen, natürlich, hing nicht um ihren Hals. Sie seufzte, auf ihrer Unterlippe kauend.
Es gab Zeiten, in denen sie sich so sehr nach dem Rat ihrer Mutter sehnte, ihre tröstende Berührung - es machte es ihr immer noch schwer, zu atmen.
Fünf Jahre.
Würde sie ihr ganzes Leben damit verbringen, ihre Mutter zu vermissen?
Sie atmete langsam ein, stieß die Luft wieder aus, tat es wieder. Sie würde nicht weinen. Sie würde nicht zulassen, dass sie weinte, nicht heute Abend. Castle war ein Schwarzseher, seine eigene Erfahrung verfärbte seine Perspektive, aber es gab keinen Grund, dass es ihr an die Nieren gehen musste.
Alles war gut.
Und wenn sie schwanger war, wenn sie miteinander irgendwie ein neues Leben erschaffen hatten, dann würde sie damit klarkommen, wenn sie es musste. Alles zu seiner Zeit.
Castles Baby. Sie hatte die flüchtige Vision eines kleinen Dings mit blauen Augen, einem Durcheinander von dunklen Haaren, so wie sie es trug auf all den Baby-Bildern, die bei ihren Eltern ausgestellt waren, kleine Füße-
Und dann war sie eingeschlafen.
Rick schrieb bis in die frühen Morgenstunden.
Es war alles Nikki Heat, aber es würde nie Material für das Buch sein. Er schrieb darüber, wie Nikki einen Schwangerschaftstest kaufte, ihn allein in ihrer Wohnung machte, ihr Körper in sich zusammengerollt gegen die kalten Fliesen. Das Ergebnis war positiv, zwei rosa Linien, die sie anstarrten, und sie fluchte, ließ den Test von der Wand abprallen.
Es war nicht richtig. Er löschte die Szene, begann eine andere.
Diesmal blieb sie ruhig, ihre Lippen zusammengepresst gegen die Tränen, ihre Finger ballten sich um ihr Handy, während sie überlegte, ihre Mutter anzurufen.
Aber es war auch nicht richtig.
Als nächstes kam eine Szene, in der der Test negativ war, und der junge Detective erleichtert die Augen schloss, ein Lachen verhedderte sich in ihrem Hals - oder vielleicht war es ein Schluchzen. Ihr Leben würde sich nicht ändern, keine schrecklichen Entscheidungen mussten getroffen werden und Nikki war dankbar. So dankbar.
Dennoch, für einen Moment verweilte der Geist des Babys hinter ihren Augenlidern, ein schemenhafter Rest von einem Traum - einem Alptraum? - der niemals wahr werden würde. Nikkis Herz erschauderte…
Castle schnaubte und schob die Tastatur von sich weg, seine Finger rebellierten gegen die Worte, die sie gerade getippt hatten. Er beugte sich nach vorn, drückte seine Handballen in seine Augen. Ein frustriertes Stöhnen vibrierte in seiner Kehle, er hielt es mit seinen Lippen fest, zählte von zehn rückwärts und richtete sich in seinem Stuhl auf.
Der Computer wartete friedlich auf seine nächste Bewegung, der Cursor blinkte, die weiße Ausdehnung des geöffneten Dokuments besänftigte irgendwie Ricks Kummer.
Er rollte seinen Stuhl wieder näher, seine Hände fanden instinktiv die Tastatur.
Er ließ sich nicht nachdenken, nur schreiben, ließ alles aus sich herausströmen, die packende Angst, das Bedauern, die Wut so eng verknüpft mit Lust, dass er das eine vom anderen nicht mehr unterscheiden konnte.
Diese Szene war anders. Er könnte sie tatsächlich, mit ein paar Änderungen, ins Buch einpassen.
Nikki Heat beobachtete einen Kinderspielplatz, wartete auf ihren Mordverdächtigen - einen alleinerziehenden Vater - dass er mit seinem Sprössling erschien. Die Farben waren hell, das Rot der Rutsche, das Grün der Bäume im Sommer. Überall liefen Kinder herum, lachten und schrien und weinten, wenn sie fielen.
Eine der Mütter war in Nikkis Alter, vielleicht sogar jünger. Als sie sich umdrehte, ihre Arme in Richtung ihres kleinen Mädchens öffnete, erinnerte ihr Profil den Detective an ein Mädchen, mit dem sie in der High School gewesen war - Marisa Heller.
Ob es wirklich Marisa Heller war oder nicht, war nicht relevant. Auch wenn diese lachende, zarte junge Frau jemand anders war, so war es doch absolut möglich, dass Marisa Heller irgendwo verheiratet war, ein Kind hatte oder zwei, einen schönen Mann, der Arzt war, ein Anwalt oder dergleichen.
Die gleichen Dinge, die Nikki auch hätte haben können, wenn ihr Vater in dieser Bank nicht erschossen worden wäre, wenn sich ihr Leben nicht vollständig geändert hätte, als sie neunzehn war.
Die Frau kitzelte das kleine Mädchen und Heat konnte nicht anders, als zu starren, zuzusehen, wie die dicken Babybeine wackelten, das rosa Kleid sich in Falten legte, als das Kind sich wand, ihr runder Mund sich zu einem lautlosen Lachen trennte, ihre blonden Locken über ihre Schultern tanzten.
Sie würde das niemals haben.
Sie würde niemals ihr eigenes Kind festhalten, um diese weiche Haut mit ihren Fingern necken zu können. Sie hatte einen anderen Weg gewählt. Sie hatte sich für die Gerechtigkeit entschieden.
Aber als sie in ihrem Auto saß, die Augen auf das bezaubernde Bild von der Mutter und ihrem kleinen Mädchen gerichtet, konnte sie nichts machen gegen das scharfe, brennende Aufflackern des Bedauerns über das Leben, das sie verloren hatte und nie wieder zurückbekommen konnte.
Rick starrte auf seine Worte, sein Herz schlug ihm bis zum Hals, und er speicherte das Dokument aus Gewohnheit. Dann schaltete er seinen Computer aus, erhob sich von seinem Stuhl und ging zu seinem Bett.
Die Wahrheit war - egal, wie oft er die Szene schrieb oder welches Ende er ihr gab, es brachte ihn nicht näher daran zu wissen, was Kate machen würde. Er hatte nicht genug Zeit mit ihr verbracht, hatte nicht genug Gelegenheiten gehabt, sie zu beobachten - und er hatte das Gefühl, dass selbst wenn er genug Zeit gehabt hätte, sie immer noch ein Rätsel für ihn sein würde.
Vielleicht hatte sie Recht.
Vielleicht war sie wirklich nicht schwanger. Vielleicht war er ohne Grund ausgerastet. Aber der Schaden war bereits angerichtet, oder? Er hatte ihr sozusagen mitgeteilt, dass er ihr nicht genug vertraute, um Kinder mit ihr haben.
Es war nur - es war zu früh. Für Kate, für sie beide - sie waren nicht bereit. Er war nicht unvernünftig, oder? Sie konnten das jetzt nicht gebrauchen, sie benötigten mehr Zeit.
Castle seufzte, als er sein Hemd ablegte, seinen Gürtel löste und sich aus seiner Hose wand. Er nahm seinen Schlafanzug vom Fußende seines Bettes und streifte ihn über, ein wenig erschaudernd, bevor er in sein Bett sprang.
Er würde die Heizung ein wenig höher stellen müssen, aber er wusste auch, dass sein Gehirn nur versuchte, Möglichkeiten zu finden, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass Kate Recht hatte.
Er wollte das Beste aus beiden Welten. Er wollte sie nachts in seinem Bett, wollte ihr Lächeln gegen seine Lippen spüren, die weiten Schwingungen ihres Körpers, wenn er sie neckte, aber er wollte auch seine kleine Welt sicher wissen, seine und Alexis' Blase.
Er hatte Angst verletzbar, ihr ausgeliefert zu sein. Er wollte ihr nicht so viel Macht über sein Herz geben, wollte nicht, dass sie mit seinem Kind schwanger war und er nicht wusste, was sie tun würde-
Aber das war das Problem.
Er konnte es nicht tun, wenn er ihr nicht vertraute. Egal, wie viel Zeit sie miteinander verbrachten, egal, wie oft sie sich ihm bewies, mit seiner Tochter lachte und redete, er würde nie in der Lage sein, ihre Gedanken zu lesen - er würde nie wissen, was in ihrem Herzen vorging.
Es sei denn, er vertraute ihr.
Es sei denn, er war bereit, Platz für sie zu schaffen, zu akzeptieren, dass das Leben manchmal im Weg war, unerwartete Geschenke brachte, und dass... Sie konnten lernen, damit umzugehen, zusammen.
Natürlich nur, wenn sie ihn noch wollte.
Rick rollte sich in seinem Bett herum, vergrub sein Gesicht mit einem Grunzen im Kissen. Scheiße.
Er schuldete ihr eine schön lange Entschuldigung. Aufrichtig und mit Tränen in seiner Stimme - das wäre noch besser.
Ja. Er war noch nie sehr gut gewesen beim Entschuldigen.
Am nächsten Morgen beobachtete er, wie Alexis ihr Müsli aß, wie sie sorgfältig ihre Lippen fest um den Löffel schloss, ihn nur freigab, wenn er sauber gewischt war. Manchmal war ihr Haar im Weg, weil es so lang war, und sie schob es mit einer kleinen Handbewegung zurück, anmutig und unbewusst.
Vielleicht war da ein wenig mehr von ihrer Mutter in ihr, als ihm lieb war.
„Über was hast du mit Kate letzte Nacht gesprochen, nachdem ich ins Bett gegangen bin?", fragte sie plötzlich mit einem sehr direkten Blick, ihn damit so erschreckend, dass er fast seinen Kaffee fallenließ.
„Nachdem du ins Bett gegangen bist", wiederholte er abgelenkt, nach einem Papiertuch greifend und die Flüssigkeit aufwischend, die übergeschwappt war.
„Habt ihr über das Buch geredet?"
Er atmete ruhig ein und blickte auf seine Tochter. Sie hatte ihr Müsli aufgegessen, saß gerade auf ihrem Stuhl, mit gehobenen Kinn, ihre übliche, liebenswerte Art, ernst zu sein. Er konnte sie nicht belügen, aber er konnte ihr auch nicht die Wahrheit sagen.
„Ein wenig", sagte er und dachte an die Seiten, die er letzte Nacht geschrieben hatte, die er nie verwenden würde. „Aber sie ist nicht lange, nachdem du im Bett warst, gegangen, Pumpkin, denn sie musste heute früh aufstehen."
"Oh ja, für die Überwachungssache."
Alexis warf ihm einen Seitenblick zu, als ob sie sich vergewissern wollte, dass sie es richtig ausgesprochen hatte, und er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Netter Wortschatz, Tochter."
Sie lachte - sie tat das immer, wenn er sie so nannte - und stand auf, brachte Schüssel und Löffel zurück zur Spüle, stellte sie dort ab, wo sie Platz finden konnte.
„Werde mir die Zähne putzen", erklärte sie ihm und rannte zur Treppe, ihr tiefblauer Rock flog um ihre weiße Strumpfhose.
Er sah mit enger Kehle zu, wie sie verschwand, erinnerte sich an den Blick auf Kates Gesicht letzte Nacht, schockiert und verletzt, ein solcher Schmerz in ihren Augen.
Kein Wunder. Herrgott, er war so ein Heuchler. Er war so offensichtlich verliebt in seine Tochter. Er wusste, es zeigte sich, wann immer er sie erwähnte, wann immer er und Alexis zusammen waren. Daran ließ sich nichts ändern. Und Kate - Kate war ein Polizist, und natürlich hatte sie es gesehen, was für ein glücklicher Vater er war, wie stolz, wie erstaunt von seinem Kind.
Also, als er ausgeflippt war, über die Möglichkeit eines Babys, die bloße Eventualität, welchen anderen Schluss konnte sie ziehen, als dass es an ihr lag? Dass sie das Problem war, und nicht…
Oh, verdammt.
Er musste die Dinge richtigstellen.
