Kapitel 24: Never mess with a redhead...
Lily P.O.V
Gemeinsam setzten wir uns zu Stella an den Tisch, die schon mit essen beschäftigt waren. „Hey, wo sind den Sirius und James?" wurde von Remus in den Raum geworfen. „McGonagall hat sie erwischt und anscheinend sitzen sie gerade bei irgendeiner Strafarbeit." bemerkte unsere Freundin und kaum waren ihre Worte verklungen, erschienen auch schon einer der beide und zwar Black mit einem schlecht gelaunten Ausdruck auf seinem Gesicht. „Wenn man vom Teufel spricht..." konnte ich mir einfach nicht verkneifen, als er mir und Moony gegenüber Platz nahmen. Kaum war dieses geschehen und dass ich mich meinem immer noch leeren Teller wieder zugewandt hatte, wurde ich von zwei starken Armen umarmt. „Süße, was machst du nur für Sachen? Eine Woche im Krankenflügel! Also, wirklich!", raunte mir Joe, der sich halb neben mir auf dem leeren Platz gesetzt hatte, ohne seinen Umarmung zu lockern, leise und wie er anscheinend unwiderstehlich ins Ohr. Wie er sich da nur getäuscht hatte. „Tja, und deine Wenigkeit hat sich nicht blicken lassen!" erwiderte ich ihm mit betont ruhiger Stimme. „Erst den großen Verehrer spielen und kaum ist man weg, schon ist man auch Schnee von gestern!" ging mir durch den Kopf, bevor ich mir wieder einige von MacDoubts langweiligen Worten anhören musste. „Woher willst du das wissen?" „Tja, man hat eben seine Connections! Und jetzt verzisch dich! Ich hab keine Verwendung mehr für dich!" Mit gekonnten Handgriffen löste ich mich aus der Umarmung und tat mir Salat und ein Stück Steak auf den Teller. Eigentlich hatte ich doch erwartet, dass er wenigstens ein bisschen geknickt wäre, aber statt dessen wurde noch aufdringlicher. „Kleine, du willst mich doch genauso wie ich dich! Also reg dich wegen so einer Kleinigkeit nicht so auf!" Mit eleganten Bewegungen entfernte ich seine Hand von meiner Taille und drehte mich kurz zu ihm, um mit ruhiger Stimme etwas zu erwidern. „So, Mr. MacDoubt. Ich hätte ja wissen müssen, dass so ein Schwachkopf wie du, der auch noch dazu in Slytherin steckt, nicht die einfachsten Worte verstehst, aber ich will ja nicht so sein. Also jetzt mal zum MITSCHREIBEN! Du gehst mir auf die Nerven und ich hab keinen Bock mehr auf dich. Also kündige ich dir hiermit die fast nicht vorhandene Bekanntschaft und wünsche dir noch einen schönen Tag! Auf nimmer Wiedersehen!" Von mir gegenüber konnte ich ein unterdrücktes Lachen vernehmen und wandte mich dem Verursacher zu. „Black, was?" „Also, deine Abfuhren muss man sich echt merken, Evans? Da kann man ja echt noch was lernen." Joe hatte auch ihm seine kurze Aufmerksamkeit gewidmet und einen bösen Blick zu geworfen, bevor er versuchte meinen Kopf zu sich zu drehen, um mir anscheinend einen erzwungenen Kuss auf die Lippen zu drücken. Diesem Gefallen tat ich ihm doch gern. Ich blickte ihm direkt in die Augen und schob seine Hände angewidert weg. „Verdammt, sag mal, hast du was an den OHREN? Ich hab verdammt noch mal HUNGER! Und du und dein LOSER- Gestank stören nur beim Esssen. Also, Bye, bye!" Anscheinend hatte der Slytherin jetzt endgültig genug und ich hatte schon gehofft, er würde sich erbarmen zu gehen, aber ich hatte mich getäuscht.
Erzähler P.O.V
Nun reichte es MacDoubt endgültig. So was würde er sich doch nicht von einem WEIBSSTÜCK bilden lassen. Auch nicht von dieser eingebildeten Lily Evans. „Gut, wenn nicht so, dann eben anders, Evans!" Bevor Joe nach seinem Zauberstab gegriffen hatte, spürte er den Zauberstab von James, der gerade zu dem Geschehen hinzugekommen war, auf sein Herz gerichtet. Was er aber nicht bemerkt hatte, war, dass nicht Potters Zauberstab dem Slytherin Angst bereitete, sondern der von Lily, der sich an einer ziemlich empfindlichen Stelle eines männlichen Wesens befand. Nur Remus hatte die Reaktion von seiner Freundin realisiert und musste ein lautes Lachen unterdrücken, denn die schnelle Bewegung von dieser war zu der Reaktionsfähigkeit von James um einiges besser. „Auf Wiedersehen!" zischte ihm Potter zu und MacDoubt befolgte dieses Mal den höflichen Verweis darauf, dass er gehen sollte, mit einem eiskalten Blick, der allen anwesenden Freunden gegolten hatte. Nun konnte sich Remus wirklich das Lachen nicht mehr verkneifen. „LILY! Du bist sowas von unmöglich!" Sie grinste leicht verlegen und bemerkte erst jetzt, das alle anderen beide völlig verwirrt beäugten. „Wir wissen selber, dass Evans unmöglich ist, aber warum stellst du das erst jetzt fest?" fragte Sirius, der gerade dabei war ein Stück Steak in seinen Mund zu befördern. „Tja, ich stand eben auf der Leitung!" „Jetzt kapier ich überhaupt nichts mehr!" erwiderte James, der genauso verwirrt dreinblickte wie auch schon die andern. „Sage wir mal so, bei einem Mann gibt es eine bessere Stelle als das Herz, auf die Frau zielen sollte!" Remus brach nun wieder in lautes Gelächter aus. Anscheinend war ihm auch der einmalige Gesichtsausdruck von MacDoubt aufgefallen, als er den Druck an seinem besten Stück gespürt hatte. Stella, Sirius und James betrachteten Lily nun genauer und bemerkten ihren Zauberstab, der nun auf dem Tisch plaziert war. „Der lag da, aber vorher noch nicht da!" Dieser Bemerkung von Stella ließ die Gehirne von ihr und den anderen zwei rattern. Man konnte es fast schon sehen, wie sich langsam alles in Bewegung setzte und langsam auf Hochtouren lief. Dann auf einmal hatten anscheinend alle einen erleuchtenden Moment und fingen an zu lachen! „Ich bin von lauter Schnellmerkern von der Firma Langsam umgeben!" entgegnete Lily dem Gelächter. Gemeinsam aßen alle zu Abend, wobei das Thema immer wieder auf die Aktion mit MacDoubt kam und wieder durchgekaut wurde.
