Das ist es, das Ende. Das letzte Kapitel, sowie ein kurzer Epilog (oder sowas in der Art). Und da heute mein Geburtstag ist, lade ich beide gleichzeitig hoch. Ich finde, es ist ein guter Tag, um dieses Kapitel meines Lebens abzuschließen. Ich war 15, als ich mit dieser Fanfiction angefangen habe... ist das zu fassen? (melancholisch wird) Wie auch immer, hier ist das letzte Kapitel. Viel Spaß beim Lesen!


Rückkehr

„Hallo Tom.", sagte Dumbledore ruhig, so als sei Riddles plötzliches Auftauchen nichts Ungewöhnliches.

„Guten Abend, Professor!", sagte Riddle und die Verachtung, die er in dieses eine Wort legte, war beinahe körperlich spürbar. „Ich frage mich, was Ihre Kollegen sagen würden, wenn sie Sie jetzt würden. Derglorreiche, allseits respektierte Dumbledore... entführt zwei Schüler mitten in der Nacht, um Experimente mit ihnen durchzuführen."

„Wir sind aus eigenem Willen hier!", schnarrte Harry. Ohne es zu merken, hatte er seinen Zauberstab gezogen und ihn auf Riddle gerichtet. Doch Dumbledore hob warnend die Hand in seine Richtung, wohl um ihn von irgendetwas Unüberlegtem abzuhalten.

Riddle kümmerte sich nicht um Harry, sondern hielt den Blick fest auf Dumbledore gerichtet. Seine Augen glitzerten heimtückisch. „Das ist ein Fleck auf Ihrer weißen Weste, den Sie nicht so leicht wegbekommen.", sagte er leise und voller Zufriedenheit.

„Und was ist mit all den Flecken auf deiner Weste, Riddle?", knurrte Harry. Es kostete ihn alle Zurückhaltung, die er besaß, Riddle nicht augenblicklich einen Fluch auf den Hals zu jagen.

„Ich weiß nicht, wovon du redest.", entgegnete Riddle kühl. „Mein Gewissen ist rein."

„Ach tatsächlich?", sagte Harry mit einem sarkastischen Grinsen, „Dann lass mich deinem Gedächtnis mal auf die Sprünge helfen! Kammer des Schreckens? Dämmert es jetzt vielleicht?"

Zorn blitzte in Riddles Augen auf, als er seinen Blick Harry zu wandte. „Beweise es!", zischte er.

„Dir ist doch sicher klar, Tom", unterbrach Dumbledore, „Dass mein Wort gegen deines stehen würde."

Überraschenderweise lächelte Riddle. „Das weiß ich in der Tat, Dumbledore. Deshalb habe ich alles, was hier gesagt wurde, aufzeichnen lassen." Er holte ein Objekt aus seinem Umhang hervor, das Harry als Zwei-Wege-Spiegel identifizierte.

Dumbledore nickte. „Sehr clever, Tom. Darf ich erfahren, wie es dir gelungen ist, uns zu folgen?"

„Disillusionszauber.", sagte Riddle selbstgefällig. „Es war wirklich nicht schwer. Sie haben nicht einmal nach geprüft, ob irgendjemand Ihnen folgt."

„Eine Nachlässigkeit, die ich jetzt im Nachhinein sehr bereue.", sagte Dumbledore. „Und was hast du nun vor, Tom? Es ist zu spät um Harry und Draco noch aufzuhalten."

„Noch ist gar nichts zu spät!", erwiderte Riddle lächelnd.

Plötzlich, ohne Vorwarnung, raste ein dunkler Fluch auf Harry, Malfoy und Frederik zu. Harry hatte nicht einmal gesehen, dass Riddle seine Hand bewegt hatte und war unfähig so schnell zu reagieren. Er war wie gelähmt. Der Fluch musste sie unweigerlich treffen...

Scheinbar im letzten Moment prallte er auf einen unsichtbaren Schild. Als Harry sich um blickte, stellte er fest, dass Dumbledore seinen Zauberstab gezogen hatte und offenbar für den Schild, der sie gerettet hatte, verantwortlich war.

„Bei Merlin!", hörte er Frederik hinter sich ausrufen. „Wer zum Henker ist der Kerl?"

„Das wollen Sie gar nicht wissen.", entgegnete Harry düster.

Riddle hatte inzwischen zwei weitere Flüche abgefeuert; diesmal allerdings direkt auf Dumbledore, der sie ohne erkennbare Mühe abblockte. „Willst du dich mit mir messen, Tom?", fragte er ruhig. „Glaubst du, du bist mir gewachsen?"

„Sie sind nur ein alter Mann, Dumbledore!" Riddles Gesicht war zu einer hässlichen Maske aus Wut und Hass verzerrt. „Andere können Sie vielleicht einschüchtern, aber nicht mich! Ich fürchte Sie nicht! Und ich werde der Welt zeigen, was Sie wirklich sind! Sie sind schwach Dumbledore! Zu schwach um nach wahrer Macht zu streben! Ihnen gewachsen? Ich denke, ich bin Ihnen überlegen!"

Dumbledore schüttelte traurig den Kopf. „Nicht ich bin es, der schwach ist, Tom. Bitte lass es sein! Ich möchte dich nicht verletzen."

Riddle verzog das Gesicht zu einem arroganten Lächeln. „Das ist Ihr erster Fehler!"

Er schlug zu. Diesmal gelang es Harry, die Zauberstabbewegung zu verfolgen. Sie war wie ein Peitschenschlag. Dumbledore blockte den Zauber erneut ab und auch die nächsten drei Flüche, die Riddle ihm entgegen warf. Riddle schien zu erkennen, dass er so nicht weiter kam. Er gab es für den Moment auf, Dumbledore direkt anzugreifen und konzentrierte sich mehr ihre Umgebung. Harry hörte Frederik hinter sich aufstöhnen, als Riddle das Regal mit den Zeitumkehrern umkippen ließ und diese als tödliche Geschosse auf Dumbledore zufliegen ließ. Mit einem Wirbeln seines Umhangs verschwand Dumbledore und die kostbaren magischen Gegenstände krachten in eine Reihe Bücherregale. Glas, Splitter und einzelne Buchseiten regneten auf den Boden herab.

„Oh bei Merlin.", murmelte Frederik schwach. „Das ist ein Vermögen, das er da eben zerstört hat! Wie soll ich das bloß meinem Chef erklären?"

Dumbledore war auf der anderen Seite des Raumes, hinter Riddle wieder aufgetaucht und unternahm nun seinerseits seinen ersten Angriff auf Riddle. Seile schossen aus seinem Zauberstab hervor und begannen Riddle zu umschlingen. Riddle hieb mit seinem Zauberstab nach den Seilen und durchtrennte sie, wie mit einem Messer. Harmlos fielen die Schlingen zu Boden.

„Ist das alles, was Sie haben?", höhnte Riddle und schoss einen besonders gemeinen Fluch auf Dumbledore ab, der diesem mit Leichtigkeit auswich.

Harry wunderte sich. Merkte Riddle denn nicht, dass Dumbledore ihm haushoch überlegen war? Dieses Duell, das er hier vor sich sah, reichte in keinerlei Hinsicht an jenes heran, das er vor wenigen Monaten im Atrium des Ministeriums miterlebt hatte. Selbst auf der Höhe seiner Kraft war es Voldemort nicht gelungen Dumbledore zu besiegen. Und dies hier war ein weitaus jüngerer Dumbledore, ein Dumbledore, der es selbst mit Grindelwald aufnehmen konnte. Aber vielleicht, überlegte Harry, wusste Riddle das noch nicht. Es hieß, Dumbledore sei der einzige, vor dem Voldemort sich je gefürchtet habe, aber diese Furcht musste irgendwo hergekommen sein. Möglicherweise musste Riddle erst noch herausfinden, wie mächtig sein Verwandlungslehrer tatsächlich war.

Überraschenderweise versuchte Riddle nicht noch einmal Harry, Draco und Frederik anzugreifen. Er schien erkannt zu haben, dass er erst an Dumbledore vorbei musste, wenn er an sie herankommen wollte. Und auch diesmal verzichtete er wieder darauf, die Unverzeihlichen Flüche einzusetzen. Dumbledore kämpfte nun etwas aggressiver, als zuvor, doch war keine der Hexereien und keiner der Zauber, die er auf Riddle abfeuerte so dunkel oder komplex, wie die des jüngeren Zauberers. Harry kam es so vor, als hielte Dumbledore sich absichtlich zurück. Es gab für ihn keinen Zweifel, dass er Riddle mit Leichtigkeit hätte besiegen können. Versuchte er auf diese Weise herauszufinden, wie stark Riddle bereits war?

Die Entscheidung fiel schließlich, als Riddle das umgestürzte Regal auf Dumbledore zufliegen ließ, wohl in der Hoffnung, ihn dadurch abzulenken und mit einem seiner Flüche zu treffen. Im selben Moment beschwor Dumbledore jedoch einen Ring aus Flammen, der Riddle ein schloss. Harry hatte gesehen, wie ein älterer Dumbledore bei dem Kampf im Ministerium ein ähnliches Manöver ausgeführt hatte. Voldemort hatte gewusst, wie er dieser Attacke entgegnen konnte. Auch Tom Riddle wusste sich zu helfen. Er führte einfach den Flammengefrierzauber auf sich selbst aus und schritt durch die Flammen. Unglücklicherweise bemerkte er dadurch erst zu spät, das Regal, das auf ihn zugeflogen kam. Dumbledore hatte es einfach zu ihm zurückgeschickt.

Die Wucht des Aufpralls warf Riddle gegen ein weiteres Bücherregal, das krachend mit ihm zu Boden ging. Er blieb liegen und rührte sich nicht mehr, um ihn herum Bücher und zerstörte Uhren.

„Ist er tot?", fragte Malfoy nervös.

Dumbledore trat zu der regungslosen Gestalt und fühlte nach dem Puls. „Er ist bewusstlos.", sagte er.

Harry atmete insgeheim auf. So sehr er Riddle auch hasste, es hätte katastrophale Auswirkungen auf die Zukunft gehabt, wäre er hier ums Leben gekommen.

„Was für ein Chaos!", jammerte Frederik. „Ich werde garantiert meinen Job verlieren!"

„Mach dir keine Sorgen, Frederik.", sagte Dumbledore beruhigend. „Das bekommen wir schon wieder hin. Wir sollten jetzt lieber zusehen, dass diese beiden jungen Herren hier in ihre Zeit zurückkehren. Draco, wenn du Mr Storm bitte assistieren könntest... ich bin sicher, er hat ein paar Fragen. Harry, lass uns ein paar Schritte gehen!"

Harry folgte Dumbledore und warf einen nervösen Blick auf den immer noch bewusstlos am Boden liegenden Riddle. Dumbledore bemerkte seinen Blick und lächelte ihm zuversichtlich zu. „Es kommt alles wieder in Ordnung, Harry. Deine Zukunft existiert noch. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen."

„Aber was wollen Sie gegen Riddle unternehmen? Er weiß über mich Bescheid! Und wenn er den heutigen Abend aufgezeichnet hat..."

„Dann muss ich die Aufzeichnungen eben finden und vernichten.", entgegnete Dumbledore ruhig. Sie hielten auf die Tür am anderen Ende des Raumes zu. „Was Riddle betrifft, so wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als sein Gedächtnis zu verändern."

„Und was ist mit all den anderen Menschen, die wir hier getroffen haben? Was ist mit Ihnen selbst?"

„Glücklicherweise wart ihr relativ vorsichtig und habt nicht zu viel Aufmerksamkeit auf euch gezogen. Bei den meisten, mit denen ihr häufiger zu tun hattet, dürfte ein Confunduszauber genügen, der sie davon überzeugt, dass ihr nach Amerika zurückgegangen seid. Was mich selbst betrifft... Nun, ich fürchte, ich muss mir einen Vergessenstrank einflößen, sobald ich eure Spuren erfolgreich verwischt habe." An der Tür hielt er inne und blickte Harry mit funkelnden Augen an. „Ich möchte dich um einen Gefallen bitten. Kannst du mein zukünftiges Ich bitten, den Gegentrank einzunehmen?"

Harry nickte.

„Guter Junge", murmelte Dumbledore und öffnete die Tür.

Der Anblick ließ Harry erstarren. Reihen von Regalen und jedes beherbergte dutzende von Glaskugeln, die ein eigenartiges weißes Licht ausstrahlten. Die Halle der Prophezeiungen! Unangenehme Erinnerungen wurden in ihm wach. Seine Vision von Sirius, gefoltert, dem Ende nahe, in eben dieser Halle... ihre Flucht vor den Todessern, in deren Verlauf sie den Großteil der Prophezeiungen zerstört hatten... Sirius der durch den Torbogen fiel... die verloren geglaubte Prophezeiung... Sie war noch nicht da, aber sie würde hier sein, eines Tages...

Es war ein seltsames Gefühl, zu wissen, was die Zukunft bereit hielt und gleichzeitig diese Ungewissheit zu spüren. Wie würde es weiter gehen, wenn er zurückkehrte? Würde er den Krieg überleben, würde er als Sieger hervorgehen? Die Prophezeiung sagte nichts darüber aus. Es lag an ihm, welchen Verlauf das Schicksal nehmen würde. Eine ungeheure Verantwortung lastete auf ihm.

Ihm wurde plötzlich bewusst, dass Dumbledore ihn beobachtete. Er schien genau zu wissen, was Harry belastete. „Zweifle nicht an dir selbst, Harry.", sagte er mit einem aufmunternden Lächeln. „Du bist ein außergewöhnlicher junger Zauberer. Ich denke, die Prophezeiung hätte keinen würdigeren treffen können."

Harry hatte einen Kloß im Hals, aber er fühlte sich durch Dumbledores Worte auch ermutigt. „Danke", sagte er leise, „Für alles!"

„Ich danke dir", erwiderte Dumbledore, „Für dein Vertrauen."

Plötzlich ertönte aus dem benachbarten Raum Frederiks Stimme: „Wir sind startklar!"

„Also dann", meinte Dumbledore, „Bist du bereit?"

„Ja", murmelte Harry. Und dann etwas fester: „Ja, ich bin bereit!"

Gemeinsam kehrten sie zum Tempolokator zurück. Malfoy war bereit in die Feuerstelle gestiegen und sah sehr nervös aus. Harry beeilte sich, es ihm nach zu tun.

„Es tut doch nicht weh, oder?", fragte Malfoy ängstlich.

„Nicht dass ich wüsste.", sagte Frederik achselzuckend. „Gute Heimreise. Wer weiß, vielleicht sieht man sich ja noch mal in der Zukunft!"

„Als ob wir darauf wert legen würden.", murmelte Draco nahezu unhörbar.

„Danke.", sagte Harry nur. Sein Blick wanderte zu Dumbledore, der seinen Blick erwiderte und ihm ein zuversichtliches Lächeln schenkte.

„Viel Glück, ihr beiden!", sagte er.

„Also dann, Hals und Beinbruch!", sagte Frederik und aktivierte den Tempolokator.

Harry hätte nicht zu sagen vermocht, was er damit gemacht hatte, doch auf jeden Fall loderten plötzlich helle, weiße Flammen an ihm empor. Dumbledores funkelnde blaue Augen waren das letzte, was Harry sah, bevor die Welt um ihn herum sich auflöste und es nur noch ihn, Malfoy und die Flammen um sie herum gab.

Es war anders, als beim ersten Mal. Schatten rasten an ihm vorbei, ein seltsames Sausen tönte in seinen Ohren. Es war unmöglich zu sagen, wie lange sie in diesem Zustand verweilten. Minuten? Sekunden? Tage? Jahre? Die Flammen schienen immer höher zu lecken; bald würden sie sein Gesicht erreicht haben. Die Luft wurde langsam knapp. Er hatte das Gefühl, die Flammen müssten ihn ersticken. Gerade, als er glaubte, es nicht mehr aushalten zu können, loderte das Feuer auf und erfüllte den ganzen Kamin. Harry versuchte, sich schützend den Arm vor das Gesicht zu halten, doch es nützte nichts. Die Flammen waren überall! Er schloss die Augen und erwartete sein Ende. Sein letzter Gedanke war, dass es wirklich leichtsinnig von ihnen gewesen war, sich irgendeiner komischen Maschine anzuvertrauen.

Dann war es vorbei und Harry und Malfoy fanden sich unversehen, ohne Vorwarnung im Zaubertrankklassenzimmer im Kerker von Hogwarts wieder, genau an der gleichen Stelle, an der sie von dem explodierenden Kessel getroffen worden waren. Das erste, was Harry sah, was Professor Snape und Harry hätte nicht gedacht, dass er jemals so froh darüber sein würde, seinen alten Zaubertranklehrer zu sehen.

Vielleicht bildete er sich das nur ein, aber für einen Moment lang schien sich auch auf Snapes Gesicht Erleichterung wieder zu spiegeln. Doch schon im nächsten Augenblick zeigte sein Gesicht wieder die vertraute Maske aus Hass und Zorn. „Ihre Inkompetenz ist wirklich unübertrefflich, Potter!", schnarrte er und alle positiven Gefühle, die Harry noch vor wenigen Sekunden ihm gegenüber empfunden hatte, lösten sich in Luft auf. „Wissen Sie eigentlich welchen Schaden Sie hätten anrichten können? Was hätten Sie denn getan, wenn Sie sich plötzlich drei Jahre in der Vergangenheit wieder gefunden hätten, möchte ich wissen?"

Harry und Malfoy tauschten eine Blick. „Na ja, also...", begann Malfoy, doch Snape ließ ihn nicht zu Wort kommen. Es schien, als würde er allen angestauten Gefühlen Luft machen. Er begann Harry zu beleidigen, seine Verantwortungslosigkeit hervorzuheben und seine Unfähigkeit zu kommentieren. Doch Harry ignorierte ihn blickte aufgeregt umher. Dort waren Seamus und Dean... dort waren Theodore Nott und Blaise Zabini aus Slytherin... was sie wohl sagen würden, wenn sie wüssten, dass er auch mal in Slytherin gewesen war? Und dort waren Ron und Hermine! Ein befreites Lächeln legte sich über sein Gesicht. Er war zurück!

Ron und Hermine sahen etwas besorgt aus. Ob sie ihn wohl vermisst hatten? Wie lange waren sie eigentlich weg gewesen? Die Überreste von Malfoys Kessel lagen noch immer im Klassenzimmer, also konnte ihr Unfall noch nicht lange her sein. Der Tempolokator hatte tatsächlich funktioniert.

Snape schien inzwischen mitbekommen zu haben, dass seine Schmährede nicht die gewohnte Wirkung auf Harry hatte und diese Tatsache schien ihn noch zorniger zu machen. Er beugte sich drohend über Harry und zischte: „Nachsitzen, Potter! Und zwar für die nächsten zwei Monate!"

„In Ordnung, Professor.", sagte Harry und erwiderte gelassen Snapes Blick. Das war ein relativ kleiner Preis für seine Rückkehr, der seine gute Laune gewiss nicht trüben konnte.

Snape war tatsächlich einmal sprachlos. Als er sich wieder gefangen hatte, wandte er sich zum Rest der Klasse um. „Sie sind für heute entlassen!", schnappte er und die Schüler begannen hastig ihre Sachen einzupacken, bevor er es sich anders überlegte.

Harry schnappte sich seine Tasche, die noch genau dort lag, wo er sie zurückgelassen hatte, neben Malfoys Platz und schloss sich dann Ron und Hermine an. Er musste sich sehr kontrollieren, um sie beide nicht vor Glück sie wieder zu sehen, zu umarmen. „Was ist passiert?", wollte er wissen.

„Nun..." Hermine warf ihm einen besorgten Blick zu. „Malfoys Kessel ist explodiert und überall war Rauch. Es war wirklich schwer zu erkennen, was los war, aber..." Sie blickte Hilfe suchend zu Ron.

„Als der Rauch verschwunden war, wart ihr auch verschwunden.", erklärte Ron, „Und dann nach ungefähr zehn Sekunden wart ihr wieder da. Ziemlich seltsame Sache, Kumpel."

„Kannst du dich an irgendetwas erinnern?", wollte Hermine wissen.

In dem Augenblick kam Malfoy herüber und zischte ihm aus dem Mundwinkel zu: „Kein Wort von dem ganzen, klar?"

Ron und Hermine blickten ihm verwirrt nach und sahen dann erwartungsvoll Harry an.

„Ihr werdet nie glauben, was passiert ist...", murmelte er.


Reviewantworten (zum letzten Mal):

Chris Griffindore: Danke für dein Review. :-) Ja, manche Kapitel sind ziemlich kurz, vor allem die älteren. Meine neueren sind eigentlich alle zwischen 2000 und 3500 Worten lang. Soweit ich weiß liegt die ideale Länge für ein Kapitel zwischen 1000 und 5000 Worten, daher finde ich diese Länge eigentlich ganz ok. Aber ich kann dich verstehen. Ich lese auch lieber Fanfictions mit langen Kapiteln (hab auch nichts gegen 10000 Worte und mehr).

LuvLee: Kein besonders beeindruckendes Ende, aber was solls. Ich habs hinter mir! Ja, ich finde es ist wirklich schwer, das Niveau zu halten. Keine Ahnung, wie professionelle Schriftsteller das machen... Für die nächste Fanfiction erstelle ich mir auch ein ordentliches Storyboard. Sonst vergesse ich irgendwann wieder, was ich eigentlich schreiben wollte... Danke noch mal, dass du so lange dabei warst. Du warst eine fantastische Betaleserin. :-)

Valli112: Nein, Sirius kommt leider nicht zurück. Stimme mit JKR überein, dass jemand der gestorben ist tot bleiben muss. Hab aber auch wie ein Schlosshund geheult, als Sirius gestorben ist. :-( Hehe Tom hat sich gewaltig verschätzt. Er kennt Dumbledores wahre Stärke noch nicht. Was Frederik betrifft, so ist er eher Wissenschaftler und wäre in einem Duell von wenig Nutzem.