Hallo meine Lieben,
es gibt ein weiteres Kapitel. Dieses Kapitel ist aus der Sicht von Jacob und dann noch Bella geschrieben. Ich mag es einfach total gerne aus Jacob's Sicht zu schreiben! Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich über Reviews von Euch ;)
Eure MissMii
Kapitel Dreiundzwanzig
Jacob POV:
Die Fahrt über nach Forks schwiegen wir uns an. Ich konnte spüren, dass sie ziemlich enttäuscht war und wahrscheinlich auch etwas sauer auf mich. Mir fiel es, so weiter wir gingen, schwerer, mich zusammen zu reißen. Ich hatte mit Sam einmal darüber geredet und er meinte, dass es normal sei. Ich hatte nicht viel Erfahrung mit Mädchen und bei Sophia hatte ich niemals solch ein Gefühl in mir. Wir hatten uns geküsst und wir waren auch ein wenig weiter gegangen, aber ich wollte niemals mit ihr schlafen, weil ich genau wusste, dass ich sie nicht liebte. Bella liebte ich aber von ganzem Herzen und es würde irgendwann dazu kommen, dass wir miteinander schliefen.
Sam meinte, dieses Verlangen sei stärker geworden, seit er ein Wolf war. Er schob es auf die animalische Seite von uns. Er hatte sicher Recht. Ein großer Teil von uns war ein Wolf und ich merkte auch, wenn ich wütend war oder mich aufregte, dass es mir schwer fiel, mich zusammen zu reißen. Ich hatte es jetzt, nach einigen Monaten, gut unter Kontrolle, aber dieses neue Gefühl, was Bella in mir auslöste, hatte ich noch nicht unter Kontrolle. Sam hatte mir auch gesagt, dass es nie dazu kommen würde, dass man sich aus sexueller Erregung zum Wolf verwandelte, es aber sein konnte, dass man etwas grob werden konnte oder zu viel Kraft hatte. Ich hatte keine Angst davor. Ich wusste, dass ich Bella niemals weh tun würde. Ich würde mich unter Kontrolle haben und es war mir auch wichtig.
„Bist du sauer auf mich?" fragte ich sie dann um die Stille zu unterbrechen. Sie schaute mich an und ich erwiderte ihren Blick.
„Nein, ich bin nicht sauer. Vielleicht etwas enttäuscht, wenn ich ehrlich sein soll." Sie lächelte mich etwas traurig an und ich seufzte.
„Bella, ich meine es wirklich nicht böse. " versuchte ich mich wieder zu entschuldigen und sie schüttelte den Kopf.
„Ich weiß Jacob. Es ist alles in Ordnung." Ich schaute sie wieder kurz an und ließ es dann gut sein.
Ich brachte sie noch zur Haustür und hielt dabei ihre Hand. Wir blieben auf der kleinen Veranda stehen und schwiegen uns wieder eine Weile an.
„Sehen wir uns bald wieder?" fragte sie und ich nickte. Warum nicht? Ich hatte morgen zwar Patrouille, aber am Sonntag hatte ich etwas Zeit.
„Wie wäre es mit Sonntag?" Sie überlegte einen kurzen Augenblick und nickte dann. „Sonntag ist eine gute Idee. Soll ich wieder nach La Push kommen? Wir könnten ein wenig am Strand spazieren gehen. Das haben wir lange nicht mehr gemacht." schlug sie vor und ich fand die Idee gar nicht mal so schlecht.
„Gute Idee." Ich lächelte sie an und zog sie dann fest an mich. Ich wollte noch einmal bevor ich ging, ihre Lippen auf meinen spüren. Ich beugte meinen Kopf weiter zu ihr herunter und sie kam mir entgegen, indem sie sich auf ihre Zehenspitzen stellte.
Als sich unsere Lippen trafen, waren die ganzen Unsicherheiten, die in der letzten Stunde aufgetaucht waren, wie weggeblasen. Ich spürte, wie sie sich mir entgegen drängte und ich gab einfach nach.
Ich spürte ihre weiche Zunge und konnte nicht anders als den Kuss zu vertiefen. Ich hielt sie an ihrer Hüfte und drängte sie etwas weiter gegen die Hauswand. Sie schien es nicht zu stören und erwiderte meinen wilden Kuss. Sie fuhr leidenschaftlich durch die Haare und ich hörte ein leises Geräusch, welches ihrer Kehle entglitt.
Ich merkte, wie mir heißer wurde und ich spürte wieder dieses intensive Verlangen, welches ich vorhin gespürt hatte. Es fühlte sich so ungewohnt an, dass es jedes Mal wieder etwas Neues war. Ich begehrte Bella und ich wollte ihren ganzen Körper spüren. Ich wollte, dass sie nackt in meinen Armen liegt und ich wollte ihren Körper erforschen. Ich presste mich weiter gegen sie und sie stöhnte leicht auf, als sie meine Erregung spürte. „Oh Jake," stöhnte sie zwischen zwei Küssen und ich vertiefte den Kuss noch mehr. Ihre Hände wanderten zu meinem Shirt und sie schob ihre Hände wieder darunter. Ich zuckte, wie jedes Mal, leicht zusammen. Ihre Hände waren meistens kalt und auf meiner heißen Haut waren sie noch kälter als gewöhnlich.
„Bella bist du das?" Ich hörte Charlies Stimme, noch bevor Bella sie gehört hatte und löste mich von ihr. Sie schaute mich wieder mit diesem enttäuschten Blick an. Diesmal konnte ich aber nichts dafür. Die Haustür ging mit einem Schwung auf und Charlie blickte uns beide mit müden Augen an.
„Hallo Dad." Bella strich sich über ihren Mund und schaute kurz zu mir. Charlie verfolgte ihren Blick und ich konnte in seinen Augen sehen, dass er genau wusste, was gerade zwischen uns passiert war.
„Dann sehen wir uns am Sonntag, ja?" fragte ich noch einmal und Bella nickte mir lächelnd zu. „Lass uns noch mal telefonieren. Ich werde aber nach La Push kommen." Ich zwinkerte ihr zu und dann verschwand sie im Haus. Charlie blieb noch einen Moment in der Tür stehen. Er musterte mich mit dem Blick eines Vaters, der sich ein wenig Sorgen um seine Tochter machte.
„Danke, dass du sie nach Hause gebrach hast, Jacob." bedankte er sich freundlich und ich nickte.
„Kein Problem, Charlie. Du weißt doch, dass ich sie um diese Uhrzeit nicht mehr alleine lassen. Dann gute Nacht." Ich verabschiedete mich und machte mich dann auf den Weg nach Hause. Ich versuchte meine Gedanken nicht bei Bella zu haben und versuchte mich etwas herunter zu kühlen. Ich lief in den Wald und verwandelte mich in einen Wolf.
Sam, wir haben einen neuen Vampir gesichtet. Hörte ich Leahs Gedanken und ich rannte in die Richtung, aus der ihre Gedanken gekommen waren.
Einen neuen Vampir? Niemand der Cullens? Sam klang besorgt und es beunruhigte mich auch ein wenig.
Nein, niemand von den Cullens und auch nicht diese Viktoria. Wir haben ihn ein wenig beobachtet und er wirkt nicht so, als wenn er irgendjemand- oder etwas angreifen will. Vielleicht ist er mit den Cullens befreundet? Jared klang zwar nicht so überzeugt, aber er zog diese Möglichkeit in Betracht.
Ist er auf unserem Gebiet? Fragte ich und ich hörte die Überraschung, dass ich mich einschaltete.
Ich dachte du bist bei dem Vampirmädchen. Leah klang wieder sehr abwertend und gehässig. Ich versuchte es zu überhören.
Ich habe sie nach Hause gebracht. Das waren nicht die einzigen Gedanken, die sich in meinem Kopf abspielten und ich wusste, dass die anderen jetzt genau sahen, was zwischen Bella und mir passiert waren.
Die Jungs hörte ich Jubeln und Leah machte einige komischen Geräusche. Ich versuchte es einfach zu überhören, wie ich auch hoffte, dass sie meine Gedanken einfach nicht hörten.
Gut, dann komm zu Emily Jacob. Wir müssen das besprechen. Orderte Sam an und wir machten uns alle auf den Weg zu Emilys und Sams Haus.
Bella POV:
„Also ich wollte einmal mit dir reden, Bella." fing Charlie an und ich schaute ihn etwas genervt an.
„Ich weiß worüber du mit mir sprechen möchtest. Dad, ich weiß was ich tue und Jacob weiß es auch. Wir passen auf. Versprochen." Ich wollte nicht so genervt klingen, aber mir waren solche Gespräche immer sehr unangenehm. Renee hatte schon einige Male mit mir über Sex gesprochen und das brauchte ich jetzt nicht auch noch von Charlie. Ich sah, wie Charlie rot anlief und sich durch die Haare strich.
„Ich will halt nicht so früh Großvater werden. Jacob ist wirklich ein toller Kerl und ich weiß, dass er dich glücklich machen wird, doch möchte ich nicht jetzt schon Opa werden. Billy würde das sicherlich auch nicht wollen." Ich seufzte und schüttelte meinen Kopf.
„Dad, du brauchst dir wirklich keine Sorgen machen. Jacob und ich passen auf. Außerdem sind wir noch nicht so weit, ja?" Ich ging aus der Küche heraus und Charlie folgte mir bis zur Treppe.
„Dann bin ich ja beruhigt." Er sah wirklich erleichtert aus und ich musste lächeln. „Gute Nacht, Dad." Meine Stimme klang jetzt etwas belustigt. Charlie erwiderte mein Lächeln und verschwand dann wieder im Wohnzimmer. Ich ging die Stufen hinauf und ging in mein Zimmer.
Den Samstag verbrachte ich die meiste Zeit damit, das Haus mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ich hatte den Hausputz in den letzen Tagen ziemlich schleifen lassen und jetzt hatte ich den Salat. Überall lag der Staub auf den Möbeln und den Garten musste ich auch mal wieder vom Unkraut befreien. Ich blickte mich im Haus um und seufzte.
Plötzlich klingelte mein Handy und ich kramte es aus meiner Hosentasche heraus. Es war Alice. Ich hatte in den letzten Tagen nichts von ihr gehört und war überrascht, dass sie sich wieder meldete. Sie war die letzten Tage auch nicht in der Schule gewesen, weil das Wetter einigermaßen schön gewesen war und sie auf der Jagd waren.
„Hallo Alice." sagte ich als ich das Handy an mein Ohr hielt.
„Hallo Bella. Schön, dass ich dich erreiche. Ich wollte mal hören, wie es dir so geht?" Ihre Stimme klang lieblich wie immer und ich merkte, dass ich sie vermisst hatte.
„Mir geht es ganz gut. Ich bin gerade dabei, den Hausputz zu machen. Sonst geht es mir aber gut. Und dir?"
„Mir auch. Ich wollte dich eigentlich fragen, ob du heute Abend nicht vorbei kommen möchtest? Wir haben uns lange nicht gesehen und ich hab ein-zwei Filme gekauft. Die könnten wir uns ansehen. Esme würde auch etwas kochen." Sie versuchte es mit ihrer lieblichsten Stimme und sie wusste, dass ich ihr nicht widerstehen konnte.
„Wann soll ich da sein?" Ich hörte ein Quietschen am anderen Ende der Leitung und musste mir ein Lachen verkneifen.
„Sei gegen sieben Uhr da, ja? Ich freue mich so. Dann kann ich dir deine Hand- und Fußnägel auch machen. Das wird toll. Bis dann." Sie legte auf und ich klappte schnell mein Handy zu und seufzte. Ich hatte also einen langen Abend vor mir.
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Tut mir leid, dass ich Euch immer so „heiß" mache ;) Jacob und Bella brauchen einfach noch ein wenig Zeit um sich sehr nahe zu kommen. Die „Erlösung" wird aber bald kommen, versprochen :)
