Hi Hi!
Hier kommt also quasi das erste Kapitel vom Epilog. Es ist völlig anders als alle vorherigen Kapitel, aber es war die beste Idee, die ich hatte, um die ganzen Ereignisse im Jahr danach darzustellen.
Also nicht wundern, dieses Kapitel ist in Form von Zeitungsartikeln, Artikelüberschriften und Zeitungsanzeigen verfasst, um schnell einen groben Überblick zu verschaffen.
Ich hoffe, es gefällt euch. Die nächsten zwei Kapitel sind wieder normal geschrieben.
Viel Spaß!
Das Jahr danach
Tagesprophet, 2. September 1995 (ein Tag nach der Verhandlung)
(Schlagzeile)
Verurteilte aus Gerichtssaal entführt – Schulleiter von Hogwarts überrumpelt Zaubereiminister
(Seite 2)
Sie-wissen-schon-wer – tot oder lebendig?
In der gestrigen Verhandlung der Straftäter Black, Lupin und Snape, die von Albus Dumbledore – Schulleiter von Hogwarts – und seinen Anhänger gestürmt wurde (s. S. 1, 4, 5 und 13), behauptete Harry Potter, der Junge der lebt, Sie-wissen-schon-wer sei tot.
Wieviel Wahrheit steckte in diesen Worten?
Glaubten wir nicht alle zu wissen, dass Sie-wissen-schon-wer längst tot sei? Seid Jahren schon?
Wurde uns nicht vom Ministerium selbst zugesichert, dass von IHM keine Gefahr ausginge?
Doch nun stellt sich uns allen die Frage: war ER jemals tot? Lebte ER die ganze Zeit irgendwo im Verborgenen und plante mit seinen Anhängern seine Rückkehr?
Eine anonyme Quelle berichtete noch gestern Abend der Redaktion des Tagespropheten, dass Sie-wissen-schon-wer vor circa zwei Monaten mit seinen Anhängern das halbe Ministerium verwüstet habe. Es hätte sogar beinahe Tote gegeben.
Der Zaubereiminister sei persönlich anwesend gewesen.
Also wusste das Ministerium von SEINER Rückkehr. Wieso wurde diese Information unter den Teppich gekehrt? Wieso wurde die Öffentlichkeit nicht informiert? Wieso wurden keine Sicherheitsmaßnahmen ergriffen?
Ich frage sie alle, liebe Leser: Können wir einer solchen Regierung trauen?
(Byron Fesshold)
(Seite 3)
Zahlreiche Todesser festgenommen
Nach der spektakulären Verhandlung am gestrigen Tag, die viele Fragen aufwarf – und zwar nicht nur die Frage nach der Schuld der Verurteilten – konnte eine Gruppe von Auroren durch die Führung von Bill Weasley zahlreiche Todesser in Gewahrsam nehmen.
Auf dem leerstehenden Grundstück der Familie Graymes an der Südküste Englands, nahe Crossings und Murraymarket, fanden die Auroren ein wahres Schlachtfeld. Die Spuren des Kampfes waren überall deutlich zu sehen.
Arthur Weasley, Mitarbeiter im Ministerium, Abteilung für Missbrauch von Muggelartefakten, und Sullivan Dedders, schottischer Auror, warteten vor Ort und bewachten die Todesser, die von Dumbledore und seiner Gruppe überwältigt werden konnte.
Acht Todesser wurden somit festgenommen, darunter auch angesehene Menschen des öffentlichen Lebens:
Lucius Malfoy, Lara Luther, Leiterin der Nationalbibliothek, und Duke Aggrem, erfolgreicher Pflichtverteidiger.
Bei den anderen verhafteten Todessern handelt es sich um Antonin Dolohow, Vlad Zargy, Eddie Edgevalley, Nathan Trebber und Zachary Gibbens.
Sämtliche Verhafteten wurden zuerst nach St. Mungos gebracht, wo Zachary Gibbens noch gestern Abend seinen schweren Kopfverletzungen erlag. Die restlichen Sieben werden behandelt und in den nächsten Tagen verurteilt und nach Askaban überstellt.
(Marita Walsh)
Mehr zu den Menschen hinter der Todessermaske auf den Seiten 6, 7 und 8.
(Seite 16)
Unterrichtsbeginn in Hogwarts um vorerst eine Woche verschoben
(Seite 17)
Todesanzeigen
Wir trauern um unsere geliebte Tochter, Schwester und Tante
Pomona Sprout
Zu früh und zu gewaltsam wurdest du aus unserer Mitte gerissen.
In tiefer Trauer: Rayburn und Hyazintha Sprout
Betula und Archibald Treech mit Söhnen
Alnus und Rebecca Sprout mit Tochter
Die Trauerfeier findet am 5. September, 10.30 Uhr, in St. Magdalena in Unishere statt.
- In inniger Liebe und ewiger Verbundenheit nehme ich Abschied von meiner treuen Lebensgefährtin
Hestia Jones
Viel zu plötzlich wurde sie aus dem Leben gerissen.
In Liebe und Trauer: Hector Noonan
In ewiger Freundschaft: Rachel und Cameron
Du wirst immer die Dritte in unserem Bunde bleiben!
Beerdigung am 6. September, um 14 Uhr in London, Westfriedhof.
Tagesprophet, 3. September 1995
(Schlagzeile)
Cornelius Fudge als Zaubereiminister abgesetzt
Der bis dato amtierende Zaubereiminister Cornelius Fudge wurde heute Morgen aufgrund des nahe liegenden Verdachts, über die Rückkehr von Sie-wissen-schon-wem unterrichtet gewesen zu sein, abgesetzt.
Die Vorwürfe werden nun von einer Sonderkommission geprüft.
Außerdem erhob Albus Dumbledore, Schulleiter von Hogwarts, Anklage gegen Cornelius Fudge. Der ehemalige Zaubereiminister soll von den dort stattfindenden Misshandlungen und Körperverletzungen gewusst haben. (siehe auch S. 2 und 5)
Diese Vorwürfe werden ebenfalls durch die Sonderkommission geprüft.
(Byron Fesshold)
(Seite 2)
Folter im Gefängnis – Serge Rukschow, Sicherheitschef von Askaban, unter Anklage
(Seite 3)
Peter Pettigrew unter Veritaserum verhört – Sirius Black unschuldig?
Gestern Abend fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Befragung des unter Arrest stehenden Peter Pettigrews statt. Pettigrew galt seit Jahren als tot, nachdem man am 31. Oktober 1981, als Sirius Black durch eine Explosion 13 Muggel tötete, nur noch einen seiner Finger fand. Albus Dumbledore, Schulleiter von Hogwarts, brachte Pettigrew vor zwei Tagen in den Gerichtssaal (wir berichteten).
Das Verhör zog sich über mehrere Stunden, ehe Kingsley Shacklebolt, der zuständige Auror, zu einer kurzen Pressekonferenz erschien, wo er verkündete:
‚Pettigrew habe beharrlich geschwiegen, was den Einsatz von Veritaserum unumgänglich gemacht habe. Dabei seien zahlreiche Informationen ans Tageslicht gelangt, die zuerst noch geprüft werden müssen. Auch zahlreiche Namen bisher unbekannter Todesser seien gefallen, um die sich die Auroren bereits kümmern würden. Ansonsten könne er zu diesem frühen Zeitpunkt nur sagen, dass Pettigrew's Aussage die Angeklagten Black, Lupin und Snape zumindest teilweise entlaste.'
Die Tatsache, dass Pettigrew noch am Leben ist, wirft hier natürlich die Frage nach Sirius Blacks Schuld auf. Wurde dieser Mann am Ende unschuldig in Askaban eingesperrt?
(Samuel W. Wilson)
(Seite 5)
Zauberstabprüfung läuft – wahrhaftig Eigentum von Sie-wissen-schon-wem
Askaban auf dem Prüfstand
Die Anklage gegen den Sicherheitschef von Askaban wegen schwerer Körperverletzung und Misshandlungen gegenüber Gefangenen wirft erneut Fragen auf.
Sind die Dementoren notwendig?
Wie grausam gehen die Sicherheitswärter gegen die Gefangenen vor?
Inwiefern wird das Personal in Askaban geprüft und überwacht?
Wer schützt die Inhaftierten oder verdienen Mörder keine gerechte Behandlung?
Für die Dauer der Untersuchungen wurde Serge Rukschow, Sicherheitschef von Askaban, vom Dienst suspendiert und durch einen geschulten Auroren ersetzt. (wir berichteten auf S. 2)
(Marita Walsh)
(Seite 16)
Todesanzeigen
Wir nehmen Abschied von
Morris Ruby
Ehemann, Vater, Schwiegervater und Opa
Wir werden dich nie vergessen
In stillem Gedenken: Charlotte Ruby
Doreen Waterstern, Vermont Ruby und Lionel Ruby mit Familien
Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 5. September, 15 Uhr, im Waldfriedhof von Stonecross statt. Von Beileidsbezeugungen am Grabe bitten wir Abstand zu nehmen.
Tagesprophet, 5. September 1995
(Schlagzeile)
Pettigrew verurteilt – Lebenslange Haft in Askaban
Am gestrigen Nachmittag wurde der Inhaftierte Pettigrew zu lebenslanger Haft in Askaban verurteilt. Ausschlaggebend für dieses Urteil waren seine Aussage und seine Identität als Todesser und unregistrierter Animagus.
Zusammen mit der Urteilsverkündung wurde der Presse Einsicht in Pettigrew's Aussage gewährt und erschreckende Details kamen dort ans Licht.
So war Peter Pettigrew vor 14 Jahren bereits ein Anhänger von Sie-wissen-schon-wem, als James und Lily Potter ihn zu ihrem Geheimniswahrer machten statt ihren Freund Sirius Black, wie bisher angenommen. Pettigrew verriet ihren Aufenthalt an Sie-wissen-schon-wen und verursachte so die grausamen Morde am Ehepaar Potter und den versuchten Mord an Harry Potter, dem Jungen der lebt. Als Sirius Black ihm auf die Schliche kam, schnitt Pettigrew sich einen Finger ab und sprengte die Straße in die Luft, ein Verbrechen für das Sirius Black in Askaban inhaftiert wurde.
Es wurde bekannt, dass sich Pettigrew von da an bis vor zwei Jahren in seiner Animagus-Form, eine Ratte, bei der Familie Weasley versteckt hatte.
Doch die neugewonnenen Erkenntnisse sind noch viel weitläufiger als das.
Peter Pettigrew erzählte von einer Organisation, die sich Orden des Phönix nennt, eine Gruppierung um Albus Dumbledore, die bereits vor über 15 Jahren aktiv gegen Sie-wissen-schon-wen und seine Anhänger vorging. Ihr gehörten damals auch Sirius Black, Remus Lupin, Peter Pettigrew und das Ehepaar Potter an. Dieser Orden ist nun seit etwas über einem Jahr wieder im Geheimen aktiv, seit Sie-wissen-schon-wer zurückkehrte (wir berichteten gestern). Diesem Orden gehört auch der Todesser Severus Snape an, Dumbledore's Spion bei Sie-wissen-schon-wem.
Es wurde auch bekannt, dass kurz vor der Inhaftierung von Black, Lupin und Snape, Severus Snape von Sie-wissen-schon-wem als Spion enttarnt worden war, nachdem er bei dem Überfall auf die Familie Scruvella (wir berichteten) die beiden Kinder rettete. Er konnte den Zorn von Sie-wissen-schon-wem nur knapp überleben.
Die Verhaftung der drei Männer gehörte offenbar zu einem Plan von Sie-wissen-schon-wem. Um den Jungen Harry Potter in seine Gewalt zu bekommen, musste er dessen Beschützer aus dem Weg räumen. Zu diesem Zweck wurde das Mädchen Clarissa Aibly von einem Werwolf getötet (wir berichteten) und die Spuren in Richtung Remus Lupin gelegt. Der besagte Werwolf sei inzwischen von zwei Todessern getötet worden, um Mitwisser und Beweise zu beseitigen.
Pettigrew wusste außerdem, dass Lucius Malfoy, ein entlarvter Todesser, die Aufgabe hatte, Severus Snape in Askaban aufzusuchen und als Strafe für seien Verrat zu foltern. Um Einlass zu erhalten sollen Bestechungsgelder geflossen sein.
Die Aussagen werden weiter geprüft und die Beweislage in den drei Fällen Black, Lupin und Snape aufgrund dieser neuen Informationen neu überarbeitet.
(Samuel W. Wilson)
(Seite 2)
Untersuchung in Askaban geht weiter
Serge Rukschow – wer ist der Mann hinter den kalten Augen?
(Seite 4)
Weiterhin keine Informationen über den Gesundheitszustand der Männer Black, Lupin und Snape bekannt
(Seite 6)
Zauberstabuntersuchen liefert neue Erkenntnisse über die Taten von Sie-wissen-schon-wem – Prüfkommission untersucht nun auch den Zauberstab von Lucius Malfoy, der im Kampf von Harry Potter benutzt wurde
Tagesprophet 6. September 1995
(Schlagzeile)
Prügel, Brandmarkung und Vergewaltigung in Askaban
Ungläubig und fassungslos blickt ganz England auf Askaban. Einst ein Monument unserer Zeit, sicherer Verwahrungsort für Verbrecher, Todesser und Mörder, von bescheidenem Personal, den Dementoren, geführt. Doch dieses Bild beginnt zu bröckeln im Angesicht der momentanen Entwicklungen.
Nicht genug, dass immer mehr Bürger an den Dementoren zweifeln und Angst haben vor diesen dunklen Wesen, die man nicht kontrollieren kann, nun treten auch berechtigte Zweifel am aufgestockten, menschlichen Sicherheitspersonal hervor.
Eine Sonderkommission unter der Leitung des Ministeriumbeamten Balder Creep ermittelte gemeinsam mit einer Gruppe Auroren vor Ort um den Vorwürfen gegen Serge Rukschow nachzugehen (wir berichteten).
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, aber die Spuren, Beweise und Aussagen, die bisher zusammengetragen wurden, lassen bereits jedem Menschen die Haare zu Berge stehen.
So konnte nachgewiesen werden, dass die Versorgung der Gefangenen mit Nahrung alles andere als geregelt verläuft. Mehr als eine Mahlzeit am Tag gibt es nicht und es können bis zu sieben oder mehr Tagen vergehen bis zur nächsten Mahlzeit.
Die hygienischen Standards lassen sogar noch mehr zu wünschen übrig. Infektionen und Krankheiten sind keine Seltenheit.
Serge Rukschow kommentierte diese Zustände folgendermaßen: ‚Glauben sie etwa, dass diese Monster mit Waschgelegenheiten und Schlemmereien irgendwas bereuen? Glauben sie, dass man Leute in der Untersuchungshaft mit Speck und Seife zum Reden kriegt?'
Albus Dumbledore warf dem ehemaligen Sicherheitschef schwere Misshandlung der Gefangenen vor. Ein Interview mit einem der drei befreiten Männer wollte er nicht gestatten, aber deren behandelnde Heilerin Poppy Pomfrey berichtete folgendes:
‚Sirius, Severus und Remus mussten mehr Gewalt und Schmerz ertragen, als es einem Menschen je widerfahren sollte. Ich war mehr als entsetzt. Gebrochene Knochen, schwere Entzündungen, Brandmarkungen, Silberverbrennungen, Auswirkungen des Cruciatus-Fluches… sogar Gift konnte ich in einer Blutprobe nachweisen.'
Auf die Frage, wie es den Dreien ginge und wann und ob sie wieder genesen würden, gab die Heilerin keine Antwort.
Auch ein paar Mitarbeiter des Sicherheitspersonals wurden bereits verhört, bisher meist ohne großen Erfolg, nur ein junger Mann berichtete von Gefangenenverhören, bei denen Schreie durch sämtliche Korridore klangen. Er erzählte auch davon, nach einem Verhör einen der Gefangenen zurück in seine Zelle gebracht zu haben. Der Gefangene, Remus Lupin, sei gefesselt, nackt und bewusstlos in dem Raum gewesen, mit Erbrochenem vor sich und Blut an seinem Gesäß. Der Mann gestand, dass das Gerücht, dass sich Rukschow gerne sexuell an Gefangenen verging, schon länger im Umkreis war.
Sowohl Albus Dumbledore als auch Poppy Pomfrey verweigerten zu diesem Thema ihre Aussage.
Verbrecher oder nicht, solch eine Behandlung kann man keinem Häftling zumuten, dies widerspräche jedem Gefühl für Moral und ist einfach menschenunwürdig.
Weitere Untersuchungen und Ermittlungen laufen.
(Marita Walsh)
(Seite 2)
Cornelius Fudge, ein Mitwisser von Rukschows Gefängnisführung – oder gar der Urheber?
Anklage gegen Sirius Black und Remus J. Lupin fallengelassen
In Anbetracht der neuen Beweislage und der Aussage von Peter Pettigrew unter Veritaserum wurden die Anklagen gegen Sirius Black und Remus J. Lupin gestern fallengelassen.
Sirius Black wurde verurteilt, ein Todesser zu sein, das Ehepaar Potter verraten zu haben, 13 Muggel und Peter Pettigrew ermordet zu haben und als unregistrierter Animagus aus Askaban ausgebrochen zu sein.
Remus J. Lupin wurde der grausame Mord an dem jungen Mädchen Clarissa Aibly angelastet.
Beide haben Schmerzensgeld zu erwarten, welches durch die Ereignisse, die sich in Askaban zugetragen haben, enorm erhöt werden dürfte. Vor allem Sirius Black hat Anspruch auf eine gewaltige Summe, da ihm aufgrund des falschen, übereilten Urteils von damals 15 Jahre seines Lebens gestohlen wurden.
Die Situation von Severus Snape wird noch weiter ermittelt. Durch seine Zugehörigkeit zu den Todessern gestaltet sich die Beweissuche schwieriger.
(Samuel W. Wilson)
(Seite 4)
Askabanpersonal vorübergehend durch Auroren ersetzt
(Seite 9)
Die Aiblys bitten um Entschuldigung
Margarete und Carlton Aibly, Eltern der ermordeten Clarissa Aibly, möchten sich hiermit öffentlich bei Remus Lupin entschuldigen.
‚Wir haben diesen Mann für den Mörder unserer Tochter gehalten, die Beweise ließen daran gar keinen Zweifel aufkommen. Und wir wollten ja auch, dass ein Schuldiger gefasst würde und seine gerechte Strafe dafür bekäme. Hätten wir geahnt, dass dieser Mann unschuldig ist…' erklärt Margarete Aibly unter Tränen.
Wir haben bereits versucht, mit Remus Lupin in Kontakt zu treten, um uns persönlich zu entschuldigen, doch uns wurde von Albus Dumbledore mitgeteilt, dass Mr. Lupin im Moment noch keinen Besuch empfangen könnte, aber er unser Anliegen weitergeben würde, sobald es möglich sei. Meine Frau und ich hätten es uns nie verzeihen können, wenn dieser Mann den Kuss der Dementoren empfangen hätte, obwohl er unserer Tochter nie ein Haar gekrümmt hat. Wir erwarten keine Vergebung.'
Tagesprophet 8. September 1995
(Schlagzeile)
Harry Potter tötete Sie-wissen-schon-wen – Zauberstabuntersuchung noch nicht abgeschlossen
Gestern wurde vom Ministerium bestätigt, dass mit dem Zauberstab von Lucius Malfoy, ein verurteilter Todesser, Sie-wissen-schon-wer getötet wurde. Nach eigener Aussage benutzte Harry Potter, der Junge, der lebt, diesen Zauberstab, nachdem er ihn dem besagten Todesser entwenden konnte. Noch ist unklar, mit welchem Zauber diese Wundertat vollbracht wurde. Zahlreiche Magier arbeiten an dem Problem, doch bisher wurde der Zauber nicht entschlüsselt. Dennoch zeigte die Untersuchung deutlich, dass Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf definitiv tot ist.
(Weitere Informationen auf Seite 4 und 5)
(Brenda Greyham)
(Seite 2)
Anklage gegen Severus Snape fallen gelassen – Das Ministerium ließ mildernde Umstände gelten
Cornelius Fudge in Untersuchungshaft – erste Beweise für seine Mittäterschaft an der Askaban-Verschwörung
(Seite 3)
Mittäter und Mitwisser aus Askaban entlarvt und weiterverfolgt – Anklage erhoben
(Seite 10)
Heute offizieller Schulbeginn in Hogwarts
Die jüngsten Ereignisse, in die auch zahlreiche Lehrkörper aus Hogwarts, Schule für Zauberei und Hexerei, verwickelt waren, zwangen den Schulleiter Albus Dumbledore, den Schulbeginn dieses Jahr zu verschieben.
Das derzeitige Lehrerkollegium ist noch sehr provisorisch, was sich aber noch ändern soll. Sullivan Dedders, Auror aus Schottland, bat um Beurlaubung und erklärte sich bereit, vorübergehend das Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste zu unterrichten, ein Posten, der bis dahin unbesetzt war, nachdem Dolores Umbridge ihn zurückgelassen hatte.
Emmeline Vance, ebenfalls in den Kampf mit Sie-wissen-schon-wem verwickelt, übernimmt vorerst den Unterricht in Kräuterkunde und den Posten als Hauslehrerin für Hufflepuff, als Nachfolge für die Verstorbene Pomona Sprout.
Für den Posten als Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe, welchen normalerweise der Wildhüter Hagrid innehat, kehrt Professor Raue-Pritsche zurück, die seine Vertretung schon öfter übernommen hatte.
Als neuen Lehrer für Zaubertränke und Hauslehrer von Slytherin wurde Claymont Houthon eingestellt, ein junger, ambitionierter Tränkekundiger, der erst letztes Jahr seine Ausbildung zum Trankbrauer mit Bravour gemeistert hatte.
Der Unterricht von Minerva McGonagall in Verwandlung wird vorübergehend von Albus Dumbledore persönlich übernommen, ebenso das Hauslehreramt über Gryffindor.
Außerdem erhielten wir soeben die Information, dass vermutlich auch Harry Potter schon morgen wieder die Schule besuchen würde. Der Junge, der behauptet, Ihn-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf getötet zu haben, verweigert jedoch strikt sich zu den Vorfällen der jüngsten Tage oder dem Gesundheitszustand der Beteiligten zu äußern.
(Uther Diggwood)
Tagesprophet 10. September 1995
(Schlagzeile)
Gerechte Strafe! – Serge Rukschow bekommt lebenslänglich
Tagesprophet 12. September 1995
(Seite 2)
Cornelius Fudge verurteilt – 15 Jahre Askaban und Schmerzensgeldzahlungen
(Seite 14)
Remus Lupin im Koma? – anonyme Quellen berichten
Tagesprophet 18. September 1995
(Schlagzeile)
Kingsley Shacklebolt zum Zaubereiminister ernannt!
Gestern Abend wurde einstimmig der Auror Kingsley Shacklebolt zum neuen Zaubereiminister ernannt. Seit jeher leistete er vortreffliche Arbeit als Auror. Die jüngsten Ereignisse brachten seinen Einsatz für die Sicherheit der magischen Welt vor Sie-wissen-schon-wem noch mehr zur Geltung. Er kümmerte sich engagiert um die Angelegenheiten des Ministeriums, welches zeitweise nahe daran war, im Chaos zu versinken.
Kollegen wie auch die magische Gemeinde sprachen ihm ihr Vertrauen aus und wir alle hoffen nun auf eine gute Zusammenarbeit und einige erfolgreiche Amtsjahre.
(Marita Walsh)
(Kingsley Shacklebolt – wer ist der Mann, siehe Seite 3)
(Wie reagieren die anderen Kandidaten auf diese Ernennung, siehe Seite 5)
Tagesprophet 27. September 1995
(Schlagzeile)
Askabans Foltermeister tot
Gestern am frühen Nachmittag beim Zellenrundgang nach Schichtwechsel wurde der ehemalige Sicherheitschef Serge Rukschow, der wegen Misshandlung, Folter und Vergewaltigung in zahlreichen Fällen eine lebenslange Haftstrafe verbüßen sollte, tot in seiner Zelle aufgefunden.
Laut Informationen der Auroren wurde der Häftling in seinem eigenen Blut aufgefunden, mit durchtrennten Pulsadern und zerschnittener Kehle. Der Wasserkrug des Gefangenen war zerbrochen und eine der Scherben hielt er offenbar noch in seinen Händen. Auch wenn sämtliche Hinweise auf Selbstmord schließen lassen wird die Möglichkeit eines Mordes untersucht.
Nähere Informationen dazu finden sie in unserem Spezial auf den Seiten 2 und 3.
(Byron Fesshold)
Tagesprophet 1. Oktober 1995
(Seite 16)
Verkriecht sich Harry Potter? – Noch immer gibt er keine Stellungnahme zu den Ereignissen ab
Der Klitterer 5. Oktober 1995
(Seite 9)
Wie starb Voldemort wirklich – Harry Potter schafft Klarheit
Als ich vor zwei Tagen eine Eule von Harry Potter persönlich erhielt, in der er mich darum bat, seine Geschichte abzudrucken, konnte ich ihm diesen Wunsch nicht abschlagen. So kam ich, Xenophilius Lovegood, Herausgeber dieser Zeitung, höchstpersönlich zu der Ehre, den wohl berühmtesten und gleichzeitig bescheidensten Jungen unserer Zeiten zu interviewen. Hier erhalten sie nun Informationen, die außer Harry selbst und Albus Dumbledore noch niemand je gehört oder gelesen hat. Ihr Xenophilius Lovegood.
Harrys Geschichte
Ich weiß, dass sich die meisten Menschen geradezu danach verzehren, herauszufinden, was in jener Nacht geschah, als Lord Voldemort starb. Ja ich nenne ihn beim Namen, denn gerade jetzt, wo er endgültig weg ist, erscheint es mir ziemlich lächerlich, sich noch immer vor einem Namen zu fürchten. Lord Voldemort ist tot. Auch wenn ich bis vor kurzem nicht richtig verstanden habe, wieso.
In jener Nacht ist viel geschehen. Der Orden des Phönix hatte den Aufenthaltsort von Voldemort ausfindig machen können und sie kamen, um mich aus meinem Verlies zu befreien. Auch wenn sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatten, waren die Todesser zahlreich und geübte Kämpfer.
Als ich den Schauplatz des Kampfes erreichte, waren viele bereits verletzt und Hagrid stürzte gerade bewusstlos zu Boden. Ich sah, wie sich Dumbledore und Voldemort duellierten. Sie wurden auf mich aufmerksam und Voldemort nutzte die Gelegenheit, Dumbledore außer Gefecht zu setzen.
Es gab keine Möglichkeit wegzulaufen und das wollte ich auch nicht. Ich wollte mich ihm ein für alle mal stellen, ihn strafen für das, was er anderen angetan hatte, auch wenn ich nicht wusste, wie. Wir duellierten uns, doch Voldemort war zu stark, er verletzte mich am Arm und schleuderte mich durch die Luft.
Ich lag am Boden und sah plötzlich sein Gesicht über mir, er lachte und ich wusste, er würde mich töten. Ich hatte mein Bestes gegeben, doch es hatte nicht gereicht. Es war nicht so, wie man es immer hört. Weder zog mein ganzes Leben an mir vorbei, noch war da gar nichts außer dunkler Taubheit. Mit diesem teuflischen Grinsen über meinem Gesicht sah ich all die Menschen vor Augen, die mir etwas bedeuteten, die ich liebe, und ich sah diejenigen, die Voldemort zum Opfer gefallen waren.
Da waren meine Eltern, Cedric Diggory, da war mein Pate Sirius Black und sein bester Freund und mein Freund und Mentor Remus Lupin, die beide seinetwegen in Askaban leiden mussten, da war Severus Snape, den er als Folterspielzeug zur Erheiterung benutzte. Ich sah Albus Dumbledore, der unweit reglos an einem Baum lag, Hagrid, der vor kurzem zu Boden gefallen und nicht mehr aufgestanden war, und ich sah meine Freunde Hermine und Ron, die vor wenigen Wochen im Ministerium an meiner Seite gekämpft haben.
Ich dachte an all die Menschen, die mir etwas bedeuteten, und mit einem Mal spürte ich, wie diese Bilder eine Kraft in mir weckten, die ich noch nie zuvor gespürt hatte. Sie war so stark, dass sie mich zu zerreißen drohte, bis sie sich durch den Zauberstab, der sich wie von selbst auf Voldemort richtete, entlud. Ein gleißendes weißes Licht strömte heraus. Voldemort versuchte sich davor zu schützen, doch kein Zauber half, das Licht traf ihn in die Brust. Sein Schrei hallt mir noch heute in den Ohren, wenn ich daran denke.
Dumbledore hatte mir schon öfter gesagt, dass Liebe meine Stärke sei, da ich sie empfinden konnte und Voldemort nicht. Die Liebe meiner Mutter war es, die seinen Todesfluch abwehrte, und die Liebe zu meinen Freunden und meiner Familie war es, die ihm zum Verhängnis wurde.
Tagesprophet 23. Oktober 1995
(Seite 4)
Lupin vor vier Tagen aus Koma erwacht – Gerüchte bestätigten sich als wahr
Tagesprophet 3. November 1995
(Seite 8)
Sirius Black verschwunden
Eine anonyme Quelle berichtete uns gestern, dass sich Sirius Black seit wenigen Tagen offenbar nicht mehr in Hogwarts aufhält. Angeblich soll er die Schule verlassen haben, ohne jemanden in seine Pläne einzuweihen. Seither gilt er als verschwunden.
Remus Lupin, sein bester Freund, der erst vor zwei Wochen aus dem Koma erwachte, und Harry Potter, sein Patensohn, weigerten sich ebenso wie Schulleiter Albus Dumbledore, zu diesen Aussagen Stellung zu nehmen. Alle drei bestätigten jedoch, dass von Sirius Black keine Gefahr ausgeht.
(Samuel W. Wilson)
Tagesprophet 6. November 1995
(Seite 17)
Sirius Black auf Friedhof gesichtet – wer ist Swetlana Rogschenko?
Tagesprophet 20. Juli 1996
(Seite 2)
Remus Lupin veröffentlicht Autobiographie ‚Schaf im Wolfspelz'
Nachdem sich mehrere Verlage weigerten, die Biographie eines Werwolfs zu drucken, fand sich nach etlichen Wochen doch noch einer. Und heute ist es so weit. Das doch recht umfangreiche Werk von immerhin fast 400 Seiten ist für gerademal 3 Sickel erhältlich.
‚Ich will keinen Profit damit machen, ich will, dass die Menschen verstehen.' sagte Lupin.
Wer jetzt allerdings in die Buchläden stürmt, um detaillierte Schilderungen über seinen Aufenthalt in Askaban zu erhalten, wo er letztes Jahr im August zusammen mit Sirius Black und Severus Snape zwei Wochen lang unschuldig inhaftiert war, der irrt.
‚Was damals hinter diesen Mauern vorgefallen ist, war grauenhaft, menschenverachtend und sehr persönlich. Einige Erlebnisse werden geschildert, doch ich werde die Privatsphäre meiner Freunde nicht verletzen.'
Wie der ehemalige Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und Mitglied des Phönixordens dazu kam, sein Leben niederzuschreiben, verriet er in einem Interview.
‚Ich musste die Erlebnisse aus Askaban irgendwie verarbeiten und ich bemerkte, dass es mir half, sie niederzuschreiben. Eine gute Freundin ermutigte mich sogar dazu. Sie war es auch, die den Gedanken zuerst zur Sprache brachte, eine Biographie daraus zu machen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir dieser Gedanken anfangs nicht sonderlich behagte, doch das Schreiben half mir wirklich und schließlich ließ ich mich nach langen Diskussionen überzeugen. Ob es letztlich eine gute Idee war wird sich erst noch zeigen müssen.'
Zur Identität dieser guten Freundin und seinem Lächeln bei ihrer Erwähnung wollte Lupin keinen Kommentar abgeben, doch gerade das lässt darauf schließen, dass diese Frau vielleicht mehr ist als eine bloße Freundin…
(Brenda Greyham)
So, das war das Jahr danach.
Wie gefiel euch die Idee mit den Artikeln? Hab ich einigermaßen den Schreibstil der Zeitungsartikel aus Harry Potter getroffen? Lasst es mich einfach wissen, ich würd mich freuen!
lg
Bella
