Hallo! Da bin ich wieder, mit einem neuen Kapitel. Hat leider etwas länger gedauert, aber ich hab mir diesmal wirklich richtig schwer getan. ich hoffe das Kapitel kommt gut an.
Ich würde mich wirklich wahnsinnig über ein paar Reviews freuen...drei Stück...finde ich echt schade, weil ich gar nicht weiß, wie die ff überhaupt ankommt, aber da doch ein paar von euch die ff lesen, werde ich trotzdem weiter posten.
jetzt aber viel spaß :)
Bunte Dunstschwaden hingen tief in den Kerkern und machten so die Luft im Klassenzimmer warm und stickig, sodass den Schülern nicht nur aufgrund der schweren Aufgabenstellung, der Schweiß ausbrach. Professor Slughorn hatte sie gebeten, einen Vergessenstrank zuzubereiten und das erforderte schon fast UTZ Niveau. Und so kam es, dass nicht nur Neville Probleme dabei hatte, sondern auch Harry, Ron und viele andere Schüler, denn aufgrund der Hitze war es noch um einiges schwieriger, sich richtig zu konzentrieren.
„Jungs, was ist denn nur los mit euch? Euer Trank müsste bereits eine grünliche Färbung angenommen haben. Wenn ihr so weiter macht, werdet ihr durch die Prüfung rasseln. Wollt ihr das?" Hermione war gerade dabei, mit ihrem Zauberstab den Trank exakt fünfeinhalb Mal im Uhrzeigersinn und dann vier Mal gegen den Uhrzeigersinn zu rühren. „Neville, nicht so viel Beifuß. Es steht: eine Prise und die ist bereits in deinem Kessel gelandet!" Sie fügte ein paar Florfliegen ihrem Trank hinzu. „Ron, pass auf! Deine Flame ist zu hoch!"
„Wie schafft sie das nur?" flüsterte Ron Harry zu. „Hast du schon jemals eine Person so viele Dinge gleichzeitig tun sehen? Das gibt es doch nicht!" Der Rothaarige wedelte mit seinem Zauberstab und versuchte damit seine Flamme wieder etwas kleiner zu machen, scheiterte aber kläglich. „Ich bekomme nicht einmal zwei Sachen gleichzeitig auf die Reihe! Reden und zaubern. Unmöglich!"
Harry lachte nur. Er kannte seinen besten Freund nun schon so lange und für ihn war das nichts Neues mehr.
„Das kommt davon, weil du dich nicht konzentrierst Ronald." Die Hexe schwang kurzerhand ihren Zauberstab und brachte so Rons Flamme wieder auf die richtige Temperatur. „Ernsthaft, so schwierig ist das nun auch wieder nicht. Außerdem hatten wir die Aufgabe, uns die Zubereitung für diesen Trank durchzulesen und einzuprägen, aber wie es scheint habt ihr beide das wieder einmal nicht befolgt."
Ron lachte. „Ja, wozu denn auch? Wenn wir den Trank ohnehin mit dem Rezept brauen dürfen. Wozu sollen wir uns dann die Zutatenliste einprägen, das macht doch keinen Sinn. Sag doch was Harry!"
„Naja…Ron hat da schon Recht, außerdem hatte ich eben auch andere, wichtigere Sachen zu tun."
Hermione warf Harry einen Blick zu. „Ach und was war bitte sooo wichtig, dass du es nicht geschafft hast, zwei Seiten zu lesen? Du hattest immerhin drei Tage Zeit." Hermione griff nach ein paar Flubberwürmern und warf sie in Nevilles Topf. Augenblicklich nahm dessen Trank eine grünliche Farbe an.
„Du fragst wirklich, was ich besseres zu tun hatte? Das weißt du doch ganz genau Hermione." Meinte Harry und versuchte irgendwie die widerspenstigen Karbisbohnen in kleine Stücke zu schneiden.
„Ja, das tue ich, denn die Schule ist wichtiger als Ginny. Das weißt du. Du solltest wirklich mehr für die Schule lernen, ihr beide übrigens. Für eure Freundinnen habt ihr das ganze Wochenende Zeit, sofern ihr eure Aufgaben erledigt habt."
Ron ließ empört sein Messer fallen. „Hey! Lass mich da aus dem Spiel. Harry sagte doch, dass er etwas Besseres zu tun hatte, nicht ich!"
Harry beugte sich etwas über den Tisch, damit keiner lauschen konnte. „Wir waren uns doch einig, dass wir versuchen, mehr Mitglieder zu bekommen und außerdem musste ich das nächste DA Treffen vorbereiten. Du weißt, wie viel Arbeit dahintersteckt Hermione. Denkst du nicht, dass das wichtiger ist?"
„Nein Harry." Antwortete Hermione und blickte von ihrem Zaubertrankbuch auf. „Das ist nicht wichtiger als Schule. Du musst dich genauso gut auf den Unterricht vorbereiten, wie für die DA Treffen, denn…" doch Harry schnitt ihr das Wort ab.
„…wir müssen uns für den Krieg vorbereiten!" zischte er. „Nicht für den Unterricht oder die DA. Sondern für den richtigen Krieg. Ansonsten haben wir keine Chance. Oder aber, nein, warte! Stimmt ja gar nicht, denn ich werde sowieso sterben. Also wozu vorbereitet sein? Und wozu brauche ich dann noch eine Schulausbildung? Ich denke nicht, dass das im Jenseits noch von Nöten ist."
„Alter! Krieg dich wieder ein Mann." Versuchte Ron Harry zu beruhigen. „Wir sagten doch, dass wir eine Lösung finden."
„Nein. Ich krieg mich nicht ein verdammt. Wir müssen darüber reden und eine Lösung finden. Wir haben bis jetzt dieses Thema immer tot geschwiegen, aber von alleine wird uns auch nichts einfallen."
„Harry!" Hermione knallte mit einem Male ihr Zaubertrankbuch zu, sodass ein paar Schüler auf die kleine Gruppe in der hintersten Reihe aufmerksam wurden. Die Hexe wartete, dass sie sich wieder umdrehten und redete dann weiter. „Willst du jetzt allen Ernstes damit sagen, dass es unsere Schuld ist, dass wir dieses Thema totgeschwiegen haben? Komm mir jetzt nicht so. Du wolltest doch nicht länger darüber reden. Das ist nicht auf unseren Mist gewachsen, also gib jetzt nicht Ron und mir die Schuld. Wie oft haben wir versucht, mit dir darüber zu reden? Aber wie immer schaltest du auf stur." Hermione war aufgebracht und redete sich in Rage, so wie sie es immer tat, wenn sie etwas gewaltig nervte.
„Aber du sagtest, du würdest mir helfen. Du sagtest, dass du schon eine Lösung finden würdest und wenn du deine gesamte Freizeit in der Bibliothek sitzen müsstest. Aber bis jetzt ist noch nichts von dir gekommen."
„Ich hab es doch versucht! Was glaubst du eigentlich…ich…wie…"Hermione musste tief durchatmen. Sie war so verdammt sauer auf Harry. Wie konnte er ihr nur unterstellen, sie würde ihn im Stich lassen? „OK, Schluss damit. Ich…ich weiß, ich bin in letzter Zeit nicht mehr so oft für euch da, das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht alles dafür tue, um uns auf diesen Krieg vorzubereiten, um…"
„Das…das wollte ich damit nicht sagen, ich…" Harry seufzte. Er wusste ja selbst nicht einmal, warum er gerade so ausgerastet war. Er konnte nur hoffen, dass die anderen davon nichts mitbekommen hatten.
„Harry…" begann Hermione nun wieder in gewohnt ruhigem Ton. „Was ist los?"
„Was los ist? Du weißt doch ganz genau was zum Teufel los ist!"
„Nein, das weiß ich nicht. Ich hab absolut keine Ahnung, wieso du hier gerade so ausrastest, also erzähl es uns. Und zwar jetzt."
Harry blickte sie an. „Du willst das jetzt wirklich hier besprechen? Ist das dein Ernst?"
Hermione zuckte nur mit den Schultern. „Uns hört doch keiner zu und außerdem sind die doch ohnehin mit diesem schweren Trank beschäftigt, also ja, ich will das jetzt und hier besprechen. Ron, pass auf, deine Teufelswurzel ist zu groß geschnitten. Wenn du sie so in den Kessel gibst, wird das noch böse enden."
Ron überdrehte die Augen. „Danke Hermione, aber ich werde doch noch selbst wissen, wie man eine Teufelswurzel schneidet." Und damit gab er die letzte Zutat in seinen Kessel und rührte kräftig um. „Siehst du? Jetzt weißt du nicht, was du sa…" doch schon gab es einen lauten Knall und schwarzer Rauch quoll aus dem Kessel hervor. Resigniert lies Ron sich auf seinen Stuhl fallen und packte seine Sachen zusammen. Jetzt noch einmal von neuem zu beginnen würde sowieso nichts bringen. Dafür war nicht mehr genügend Zeit. „Sag nichts!" zischte er Hermione zu und schmollte vor sich hin.
„Wie dem auch sei, Harry, sag endlich was los ist. Das kommt doch nicht von heute auf Morgen. Ist irgendetwas vorgefallen?"
„Harry, sag's ihr endlich." Grunzte Ron und verschränkte seine Arme.
„Was? Du weißt davon Ron?" jetzt war Hermione ganz Ohr. Es passierte nur sehr selten, dass Ron etwas von Harry erfuhr, dass sie nicht wusste. Meistens ging es dabei um Mädchen und Verabredungen, aber selbst da bekam sie einiges mit und wichtige Dinge erzählte Harry immer ihr und Ron gemeinsam. „Worum geht es?"
„Er hat geträumt. Schon wieder, eigentlich andauernd. Los Harry, erzähl es ihr endlich. Wie lange willst du noch so tun, als ob nichts wäre?"
Harry seufzte genervt auf. „Na schön! Fein! Ich träume eben…etwas mehr als sonst…was ist schon dabei? Und…Das meiste das ich dabei gesehen habe, haben wir uns doch ohnehin schon selbst zusammengereimt. OK?" Harry beugte sich näher zu Ron und Hermione um seine Stimme etwas senken zu können."
„Ja, aber… es ist wichtig zu wissen, was genau du gesehen hast… und…überhaupt, ich dachte eigentlich, seit ER von dieser Verbindung erfahren hat, hält er sich aus deinem Kopf raus…weil es für ihn zu gefährlich ist."
„Ja, das dachte ich auch und zunächst war es ja auch so, aber…mittlerweile ist er so…siegessicher, dass es ihm völlig egal ist. Ich glaube er findet es auch noch amüsant zu wissen, dass…ich das sehen kann…irgendwie." Harry füllte sein etwas zu dunkel gewordenes Gebräu in ein Glasfläschchen um es am Ende der Stunde abgeben zu können. Eigentlich war er ganz zufrieden mit diesem Trank, denn er wusste, bei Snape hätte das in einer kleinen Katastrophe geendet. „Er…hat vor und das wissen wir doch bereits, eine riesige Armee aufzustellen…nein, ich meine…er hat sie schon…jetzt versucht er eben, mehr Überläufer für sich zu gewinnen. Kreaturen…Riesen, Vampire…Dementoren sowieso…Und er ist sehr siegesgewiss. Er plant wie ich dir auch schon sagte, die Schule anzugreifen. Wann…ja…das weiß ich nicht. Und deshalb ist es eben so wichtig, mich für die DA vorzubereiten."
„Du hast Recht Harry, das alles wussten wir schon vorher, aber…du hast doch bestimmt etwas Neues mitbekommen. Oder etwa nicht?" fragte Hermione nach und räumte ihren Platz auf. Bald würde es zur Mittagspause klingeln.
„Ja…das habe ich auch…Voldemord hat Spione in Hogwar…"
„Oh Harry, ich bitte dich. Wenn du jetzt wieder mit Snape kommst, dann…Dumbledore vertraut ihm und ich vertraue Dumbledore. Und das solltest du auch tun. Natürlich glaubt du-weißt-schon-wer, dass Snape für ihn als Spion arbeitet, deshalb…" doch sie wurde von Harry unterbrochen.
„…Wenn du mich mal bitte ausreden lassen würdest? Ich hatte nicht vor, Snape zu erwähnen, obwohl ich immer noch nicht ganz von seiner Unschuld überzeugt bin. Nein, Voldemord hat…Spione hier in Hogwarts. Es…könnte so gut wie jeder sein."
„Wirklich? Spione?... Ich meine so…richtige Spione" Hermione fuhr sich durch die Haare.
„Tja…" raunte Ron. „Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich hätte da schon einen potentiellen Spion im Angebot." Und sein Blick schweifte durch das Klassenzimmer und blieb an dem blonden Jungen in der zweiten Reihe haften. „Erfüllt doch alle Kriterien. Eltern: Todesser, Verwandte: Todesser, Haus in dem er lebt: geheimes Hauptquartier der Todesser. Liegt doch auf der Hand oder?"
Hermione schnaubte. „Nein, das tut es nicht Ron. Ich dachte, dieses Thema hätten wir abgeschlossen. Harry…gibt es noch etwas, dass du mir erzählen willst?"
„Nein…das ist im Moment alles. Ich schwöre."
„OK. Aber Harry…bitte, sag mir das nächste Mal gleich Bescheid, wenn du…wieder träumst. OK?"
„OK. Ich verspreche es dir."
In dem Moment läutete die Glocke die Pause ein und es kam Bewegung in die konzentrierten Schüler. Die letzten füllten noch schnell ihre Fläschchen ab und dann verließen sie fluchtartig das Klassenzimmer, Richtung große Halle. Genauso wie auch Harry, Ron und Hermione vom Hunger getrieben versuchten, so schnell wie möglich dort hin zu kommen.
HPHPHPHPHPHPHPHP
Draco ließ sich gegenüber von Blaise auf die Bank fallen und ließ seine Tasche zu Boden gleiten. Eigentlich war er gar nicht hungrig, aber er wusste nur zu gut, dass Blaise wieder einen Aufstand machen würde, würde er nicht zum Essen erscheinen. Schon drei Mal hatte er es erlebt, dass Blaise auf der Matte stand und ihn wirklich eigenhändig in die große Halle gezerrt hatte und das hatte natürlich Aufsehen unter den restlichen Schülern erregt. Darauf konnte der Blonde aber gerne verzichten, auch wenn das zur Folge hatte, dass er jedes Mal pünktlichst erscheinen musste. So war er nun auch heute wieder aufgetaucht und war froh, dass Blaise einen Platz am Rande gewählt hatte.
„Gerade noch rechtzeitig mein Lieber! Ich hab mir schon die Frage gestellt, ob ich nicht eine Fahndung nach dir aufgeben soll." Witzelte Blaise und griff nach einem Brötchen.
„Sehr witzig Blaise. Langsam gehst du mir wirklich auf den Geist. Hast du nicht schon mal daran gedacht, jemand andern die Laune zu verderben? Es gibt hier soo viele Gryffindors. Warum machst du mir das Leben schwer?"
Blaise lachte. „Ich soll Gryffindors aufziehen? Das war doch immer dein Ding Draco, nicht meins. Ich belasse es lieber dabei, mich über unsere Lehrer aufzuregen. Ich glaube, das kann ich ein wenig besser. Zum Beispiel…ist Slughorn nicht ungerecht? Man merkt doch von vornherein, dass er seinen aller, aller Lieblingsschüler bevorzugt. Das sieht doch jeder Blinder." Blaise verstellte seine Stimme: „Oh, das haben Sie ja toll hinbekommen Potter. Sie haben wirklich das Talent ihrer Mutter…wenn auch noch nicht ganz so ausgereift. Ein wenig müssen Sie noch an sich arbeiten. Aber weiter so Potter. Ich bin ja soooo stolz auf Sie. Ich könnte kotzen."
Draco rang sich ein Grinsen ab. „Weiß doch jeder, dass Granger die ganze Arbeit macht. Wenn ich sie wäre, würde ich aber zusehen, dem Wiesel etwas unter die Arme zu greifen. Er ist eine Gefahr für uns alle. Ich sag' dir, irgendwann sprengt der uns noch in die Luft."
„Nein…ich tippe da eher auf Longbottom oder Finnigan. Das sind Kandidaten für Explosionen. Aber wie dem auch sei, jetzt iss doch endlich etwas." Blaise angelte sich einen Topf und gab einen großen Schöpfer Tomatensuppe in Dracos Schüssel, um ihn endlich zum Essen zu bewegen, doch Draco machte keine Anstalt, den Löffel in die Hand zu nehmen. „Jetzt komm schon Draco!"
„Ich…ich muss hier raus!" Draco sprang auf und verließ eiligst die große Halle, worauf hin Blaise ihm besorgt nachschaute. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht mit seinem besten Freund. So füllte er einen Becher mit Wasser und folgte ihm dann hinaus auf die Schlossgründe. Dort fand er Draco sitzend auf einer Bank, mit dem Rücken an die Schlossmauer gelehnt.
„Hier." Blaise reichte ihm den mit Wasser gefüllten Becher und setzte sich zu ihm. Es war bitterkalt hier draußen, aber Draco schien das nichts aus zu machen. Die kalte Luft tat ihm gut, denn es war ihm mehr als nur übel.
„Was ist das?" fragte der Blonde und nahm den Becher entgegen.
„Was denn wohl? Wasser natürlich." Blaise setzte sich zu ihm und schlang seinen Umhang fester um seinen Körper um sich etwas vor dem Wind zu schützen. „Du siehst aus, als hätte man dich geradewegs ausgekotzt."
„Na herzlichen Dank auch." Draco stieß leicht genervt den Atem aus, schloss die Augen und lehnte sich nun auch mit dem Kopf an die Wand. Er wusste, dass Blaise ihn gerade musterte, aber er tat so, als würde er es nicht merken. „Solltest du nicht wieder rein gehen?"
„Und dich hier alleine sitzen lassen? Nicht dass du dir noch den Erfrierungstod holst…Und…außerdem sehe ich doch, dass es dir ganz und gar nicht gut geht, da lass ich dich hier doch nicht einfach hier allen." Blaise seufzte. „Du weißt doch, dass ich Recht habe. Seit Tagen, nein…seit Wochen geht es dir dreckig, du bist…ein anderer Mensch geworden, hast dich vollkommen verändert, dir ist…ständig schlecht…du isst kaum…was zum Teufel stellen die nur mit dir an? Das…das muss aufhören."
„Ich hab' mich…entschieden Blaise…" antwortete Draco ruhig. „Ich…weiß jetzt, was ich tun werde."
„…Ach ja?"
„Ja…aber…ich weiß nicht, ob es…die richtige Entscheidung ist."
„Solange es dir dabei gut geht, ist es die richtige Entscheidung Draco." Antwortete Blaise und stand auf.
„Ich…hoffe, du hast Recht." Und so gingen die beiden Freunde wieder zurück ins Schloss, um sich etwas auf zu wärmen.
HPHPHPHPHPHPHPHP
„RON! Das ist doch lächerlich. Weißt du eigentlich wie spät es ist? Wir dürften uns gar nicht mehr außerhalb unseres Turms aufhalten. Das weißt du doch. Jetzt bleib doch mal stehen!"
„Ach ich bitte dich! Wann haben wir uns jemals an Regeln gehalten? Und du weißt, was Hermione gesagt hat, du sollst sofort zu ihr kommen. Außerdem haben wir nun endlich den Beweis! Jetzt muss und wird sie uns glauben. Und wir können sie doch jetzt nicht alleine dort lassen." Ron legte noch einen Zahn zu, um schnellst möglich den Turm der Schulsprecher zu erreichen. Er wollte einfach keine Zeit verlieren.
„Ja…ja du hast ja Recht." Keuchte Harry, der versuchte, mit seinem besten Freund mitzuhalten. Aber hunderte von Treppen auf und ab zu steigen und dabei noch zu reden, war doch sehr anstrengend. „Aber sie wird uns wieder eine Standpauke halten, weil wir um diese Uhrzeit noch herumwandern. Ich würde ihr sogar zutrauen, dass sie uns und damit ihrem eigenen Haus Punkte abzieht. Hätte es nicht gereicht, es ihr morgen Früh in aller Ruhe zu erzählen?"
„Nein, ganz und gar nicht, denn morgen Früh wird sie uns eine Standpauke halten, warum wir nicht eher gekommen sind. Und ich mag es nicht besonders, wenn Hermione uns zu Recht weißt. Dann habe ich immer das Gefühl, dass sie mit meiner Mum verwandt ist…irgendwie…" Sie bogen schlitternd um die Ecke und konnten schon von weitem den Eingang sehen. Nun mussten sie nur noch hoffen, dass Hermione sie klopfen hören würde und Malfoy nicht in der Nähe war.
„Hermione?" Harry und Ron hämmerten wie wild an das Portrait und weckten somit die umliegenden Portraits, die sich lautstark beschwerten, doch die Zwei wollten einfach nur in den Turm, da war es ihnen egal, wen sie alles weckten. „Hermione!" rief Ron und hämmerte weiter gegen den Eingang zum Turm. Sie musste ihn doch klopfen hören und öffnen. Es war doch noch nicht so spät, dass sie schon im Bett sein könnte. „Mann Harry, ich sag' dir eins, sie könnte uns ruhig einmal das Passwort verraten, denn dann…" mit einem Schwung wurde das Portrait von innen geöffnet und Harry und Ron standen Hermione gegenüber.
„Ron! Harry! Was ist denn nur los? Ist etwas passiert?" Hermione schien sichtlich verwirrt, angesichts dessen, dass ihre beiden besten Freunde noch so spät bei ihr auftauchten.
„Bist du allein? Wir müssen auf der Stelle mit dir reden." Meinte Harry und drängte sich mit Ron an ihr vorbei. „Es ist wirklich dringend."
Hermione schien verwirrt. „Ähm…ja,…nein, Malfoy, er ist in seinem Zimmer. Was ist denn nur los?" Doch Hermione erhielt keine Antwort auf ihre Frage.
„Dann müssen wir uns beeilen. Los, wir packen deine Sachen, du bleibst keine Sekunde länger in diesem Turm!" Harry rannte mit Ron die Treppen zu Hermiones Schlafsaal empor, mit der Absicht, die wichtigsten Dinge von Hermione zu schnappen, doch da hatte er seine Rechnung ohne die Hexe gemacht, die sofort hinterher lief und versuchte, die Beiden zu stoppen.
„Sagt mal, habt ihr den Verstand verloren? Was zum Teufel ist in euch gefahren? Erzählt mir auf der Stelle, was los ist, oder ich werde mich keinen Millimeter von hier weg bewegen." Hermione verschränkte ihre Arme und setzte einen bösen Blick auf um zu zeigen, dass es ihr ernste war.
Harry seufzte. „Schön, bitte, wenn du unbedingt Zeit verlieren willst? Ich hab' geträumt…wieder. Und da du sagtest, ich solle sofort zu dir kommen, sind wir zu einer so unchristlichen Zeit hergelaufen."
„OK. Und…was hast du geträumt? Was hast du gesehen, dass euch einfällt, mich plötzlich von hier weg schleppen zu wollen?"
Doch anstatt Harry antworten zu lassen, mischte Ron sich in die Unterhaltung ein. „Er hatte Recht Hermione. Die ganze Zeit, nein, eigentlich hatten wir die ganze Zeit recht, aber du wolltest ja nicht auf uns hören."
„Wovon redest du Ron?"
„Na…Malfoy ist ein Todesser. Er hat das Mal. Schon seit den Sommerferien. Und du wohnst mit ihm hier zusammen. Es ist ein Wunder, dass du überhaupt noch am Leben bist."
Hermione versteifte sich augenblicklich, als die Worte Rons Mund verließen. „Wa…was? Aber…nein… du...du redest Unsinn Ron! ...Ich…Harry…" Ihr Kopf wanderte zu dem Dunkelhaarigen.
„Es..ist wahr. Hermione. Ich habe es gesehen. Das Mal, als er es bekommen hat. Es war diesen Sommer, so wie ich es eigentlich die ganze Zeit über vermutet habe. Ich habe Ausschnitte gesehen, Voldemord will mir damit zeigen, dass wir umzingelt sind, dass er seine Leute auch hier in Hogwarts hat. Du kannst auf keinen Fall mehr länger hier bleiben. Wie Ron schon sagte, es ist ein Wunder, dass du überhaupt noch lebst." Harrty wollte sich ein paar von Hermiones Sachen schnappen, doch die Hexe hielt ihn davon ab.
„Jetzt…kommt doch mal wieder runter Jungs! Was ist, wenn ihr das alles falsch interpretiert? Habt ihr schon mal daran gedacht? So wie damals? Bei Sirius? Was, wenn das wieder so etwas wie eine Falle ist? Was, wenn ihr wisst schon wer nur will, dass du das glaubst?"
Ach und was sollte ihm das bringen?" fragte Harry hitzig. Er hasste es einfach, wenn Hermione ihm einreden wollte, dass alles gut war, denn er war es, der davon träumte, er war es, der diese Dinge zu sehen bekam und er wollte sie doch nur in Sicherheit wissen.
„Woher…soll ich das wissen Harry? Jedenfalls.." doch Hermione wurde von Ron unterbrochen.
„Du…wirkst aber sehr gelassen darüber, dass wir dir eben mitteilten, dass du mit einem dreckigen Todesser zusammen wohnst!"
„Was? Nein, ich…ich bin nur der Ansicht, dass wir nicht überstürzt handeln sollten und einfach…keine Ahnung, abwarten sollten…" Hermione verließ das Zimmer und flüchtete in den Gemeinschaftsraum. Sie hatte keine Lust, sich weiter mit ihren Freunden zu streiten, doch Harry und Ron folgten ihr natürlich.
„Du wusstest davon! DU WUSSTEST DAVON? Bist du verdammt noch mal lebensmüde?" Harry war mehr als nur aufgebracht. Konnte es wirklich sein, dass seine beste Freundin von Anfang an davon wusste?" „Aber natürlich! Deswegen wolltest du jedes Thema, das Malfoy anging vermeiden, hab' ich nicht recht?"
„Ja. JA VERDAMMT!" schrie Hermione. „Ich wusste davon. Weil ich das dunkle Mal selbst gesehen habe, aber was hätte ich den tun sollen? Sofort zu euch laufen und es euch erzählen? Das wäre doch Wahnsinn gewesen. Dann hättet ihr doch erst recht keine Ruhe gegeben." Sie, sah, wie Rons Gesicht eine rötliche Färbung annahm.
„Aber genau das, hätte eine Freundin in diesem Fall gemacht Hermione! Du hättest uns nicht im dunklen lassen sollen. Und vor allem Harry nicht! Und ist dir niemals in den Sinn gekommen, dass diese verschissene Schlange so erst recht Möglichkeiten hat, uns aus zu spionieren?" Ron war fast am explodieren, das konnte Hermione sehen. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. War sie ihnen eine Erklärung schuldig? Vermutlich schon, denn sie waren ihre besten Freunde und eigentlich hielten sie doch immer zusammen.
Harry wollte wieder mit seiner Schimpftriade beginnen, doch Hermione schnitt ihm das Wor ab. „Dumbledore! Ich war bei Dumbledore OK? Ich hatte doch selbst angst und wusste nicht, was ich tun sollte und…er hat mich darum gebeten zu bleiben, er sagte, dass…er mich brauchen würde, sagte, dass…"
„Was? Ist er noch ganz dicht?" Harry zitterte vor Wut. „Weißt du eigentlich was ich alles gesehen habe? Was dieser Clownszirkus von Todesser veranstaltet? Die foltern, töten, ich habe gesehen wozu sie fähig sind, durfte selbst schon in diesen Genuss kommen. Und ich habe gesehen, was Malfoy bereits alles getan hat, wozu er fähig ist und da will Dumbledore, dass du hier bleibst?"
Hermione wollte Antworten, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken, als sie sah, dass Malfoy mitten im Raum stand. Sie hatte keine Ahnung, was er alles gehört hatte und noch weniger Ahnung hatte sie, wie sie die Situation jetzt entschärfen konnte, denn mit einem Male hatte Harry und Ron ihre Zauberstäbe gezogen und auf den Blonden gerichtet.
„Jungs! Hört auf, macht keinen Blödsinn!" schnell stellte sie sich vor ihre beiden besten Freunden und sah sie an. „Ich glaube es ist besser, ihr geht jetzt!"
„Bist du wahnsinnig? Er ist ein verdammter…"
„Harry, bitte! Geht jetzt." Flehte Hermione und versuchte Ron und Harry zum Portrait zu drängen.
„Aber.." Ron versuchte sich an Hermione vorbei zu drängen um an Malfoy heranzukommen doch die Hexe blieb stur.
„Ich schwöre euch…Ich werde nicht zögern, euch Punkte abzuziehen oder euch selbst zu verhexen, wenn ihr jetzt nicht endlich…"doch es war nicht mehr nötig, die zwei zurückzuhalten, denn Malfoy stürmte an ihnen vorbei und flüchtete aus dem Portraitloch.
„Du mieses kleines Frettchen! Du wirst dir bald wünschen, nie geboren worden zu sein" schrie Harry seinem Feind hinterher.
„HARRY! Es reicht jetzt. Ich kann meine Kämpfe alleine führen. Und außerdem war alles gut, bis ihr hier aufgetaucht seid. Und jetzt verschwindet zurück in euren Turm, bevor ich mich vergesse." Mit diesen Worten war auch sie aus dem Turm verschwunden und Harry und Ron standen verdattert da.
„Mann…wir wollten ihr doch nur helfen…sie ist manchmal echt gruslig drauf. Meinst du nicht Harry?"
Harry nickte. „Irgendetwas ist da im Busch…keine Ahnung was, aber es gefällt mir ganz und gar nicht. Und wenn mir Malfoy noch einmal zu nahe kommt, verhex ich ihn so sehr, dass seine kleinen Todesserfreunde ihn mit einer Papiertüte aus dem Schloss bringen können.
HPHPHPHPHPHPHPHP
watch?v=0a5WyAjL1MM
Er rannte. Rannte panisch und wusste nicht einmal wohin ihn seine Füße trugen. Er wusste nur, er musste weg. Weg von hier, weg von allem. Es fühlte sich an, wie in Trance, als er durch das Schloss irrte, versuchte, einen Ausweg zu finden. Er spürte die kalte Nachtluft, als er plötzlich auf dem Astronomieturm zum stehen kam und wieder zu sich kam. Es war aus und vorbei. Es konnte sich nur noch um Stunden handeln, bis sich die Neuigkeit, dass er ein dreckiger Todesser war sich in der Schule wie ein Lauffeuer verbreiten würde. Und dann wäre Dumbledore gezwungen, ihn von der Schule, seiner sicheren Festung zu werfen.
My face above the water
My feet can't touch the ground,
Touch the ground, and it feels like
I can see the sands on the horizon
Everytime you are not around
Draco klammerte sich am kalten Gelände fest und starrte in die Nacht. Es fühlte sich so an, als würde er den Boden unter seinen Füßen verlieren, als würden ihn große Wellen davontragen, egal wie stark er dagegen ankämpfte. Er spürte seinen rasenden Herzschlag, wusste, dass er verloren hatte. Wieder breitete sich eine Welle der Panik in ihm aus, er lockerte zittrig seine Krawatte um etwas besser Luft zu bekommen, auch wenn es nur mäßig half.
I'm slowly drifting away (drifting away)
Wave after wave, wave after wave
I'm slowly drifting (drifting away)
And it feels like I'm drowning
Pulling against the stream
Pulling against the stream
„…Malfoy…" Hermione trat langsam an ihn heran. Sie wusste nicht, wie er reagieren würde, deshalb blieb sie ein wenig auf Abstand.
Mit einem Ruck drehte sich der Blonde um. Er sah ganz und gar nicht gut aus. „Woher wissen sie es? WOHER? Hast du es ihnen gesagt? Konntest du deine Klappe nicht halten? WOHER?"
Hermione schluckte. Sie wusste, dass es blöd war, zu lügen. Aber sollte sie wirklich die Wahrheit sagen? „A…ich…nein, das habe ich nicht. Harry…Harry hat es rausgefunden. Er…" doch sie wurde unterbrochen.
„Er…träumt davon? Er sieht das alles? Ist das ein schlechter Scherz?"
Er hatte also doch mehr von dem Gespräch mitbekommen, als sie geglaubt hatte. „Nein…ja…es ist wahr…er…sieht Dinge, die…du-weißt-schon-wer sieht…oder tut…sie haben eine gewisse Verbindung…" sie konnte sehen, wie Malfoy auch den Rest seiner Farbe aus dem Gesicht schwand und wie Unglauben, Angst und Verzweiflung stadtessen Einzug nahmen.
Draco drehte sich weg, stützte seine Ellbogen auf das Gelände und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. „Ach du Scheiße…" murmelte er.
„Ist…ist es wahr?..." Hermione räusperte sich. „Bist…du ein Spion?"
„Natürlich ist es wahr. Was denkst du denn?" fuhr Malfoy sie an. „Dass der dunkle Lord zum Spaß versucht, Schüler auf seinen Seite zu ziehen? Natürlich nicht."
I wish I could make it easy
Easy to love me, love me
But still I reach, to find a way
I'm stuck here in between
I'm looking for the right words to say
Hermione schluckte. Harry hatte also recht gehabt. Er war ein Spion und versuchte sie auszuhorchen. „Wow…da…hast du mich aber wirklich gut getäuscht. Das muss man dir lassen. Aber ich…sag dir eins. Von nun an wirst du keine Gelegenheit mehr haben, auch nur irgendetwas von mir zu erfahren, du…"
Mit einem Ruck stand Malfoy wieder aufrecht und der Hexe bedrohlich gegenüber. „Hab ich dich jemals ausgefragt? Dir auch nur ansatzweiße in Richtung geheime Informationen befragt? Habe ich dich jemals belauscht? Verfolgt? Denn ich kann mich nicht daran erinnern, das jemals getan zu haben. Und jetzt verschwinde von hier, bevor ich mich vergesse!"
„Nein…nein, das hast du…nie getan…" gestand Hermione sich ein. „Und…ich…ich werde versuchen, das wieder hinzubekommen. Sie…werden nichts sagen…niemandem…das…das weiß ich zu verhindern…Es wird unter uns bleiben und…ich werde dafür sorgen, dass…wir alle unsere eigenen Wege gehen…" damit drehte sie sich um und verließ den Astronomieturm. Sie ließ den Zauberer zurück, wissend, dass er trotzdem Panik hatte und das zu recht. Wissend, dass sie nun trotzdem noch vorsichtiger würde sein müssen und hoffend, dass es wahr war, hoffend, dass Malfoy soeben die Wahrheit gesprochen hatte, auch wenn alles dagegen sprach. Sie ließ einen verängstigten Zauberer zurück, der glaubte, ertrinken zu müssen, der hoffte vor dem dunklen Lord nicht um Gnade betteln zu müssen, der hoffte, irgendwie überleben zu können. Zu Hause und hier in Hogwarts.
I'm slowly drifting, drifting away
Wave after wave, wave after wave
I'm slowly drifting (drifting away)
And it feels like I'm drowning
Pulling against the stream
Pulling against the stream
HPHPHPHPHPHPHPHP
Ich hoffe es hat euch gefallen und vll habt ihr ja etwas anzumerken, kritik? verbesserungsvorschläge? ich bin für alles offen.
Bis bald dann, bussi, baba, bella_isa91
