Epilog: Träume

„Wahnsinn, wie froh ich bin nicht mehr Großinquisitor zu sein. Nie hätte ich gedacht so froh darüber zu sein nur ein einfacher Lehrer sein zu dürfen."

„Tja, Professor Granger-Black. Um deine Aufgaben als Ehemann kommst du trotzdem nicht um hin. Hier!" und mit einer von sich stoßenden anmutenden Geste schob Hermione Sirius einen schwarzhaarigen Lockenkopf zu aus deren Hose es eindeutig ganz besonders duftete.

„So haben wir damals aber nicht gewettet Madame. Warum muss ich mich immer um die vollen Windeln kümmern?"

„Weil du der beste Mann der Welt bist und sicherlich nicht willst, dass die Zeugnisse welche gerade auf meinem Schreibtisch liegen morgen nach eau de Gwendolyn duften."

„Ist ja schon gut, wir gehen ja schon. Nicht wahr meine Prinzessin." Sirius warf seine Tochter ein paar Zentimeter in die Luft um sie gleich danach lachend aufzufangen und sie zu kitzeln während die wirklich übelriechenden Windeln auf Muggelart gewechselt wurden und einer frischen platz machten.

„Weist du was Gwen, deine Mum ist so viel beschäftigt mit ihrer Arbeit – wir sollten sie mal überraschen und entführen, was meinst du mein Schatz?"

Da der Nachwuchs der zur Zeit reichsten Zaubererfamilie gerade mal fünf Monate alt war, konnte sie natürlich nicht mit Sprache antworten, lachte aber herzlich und lies mit ihrer schon jetzt enormen Zauberkraft einen kleinen Globus heran schweben.

„Hat dir das etwa Diana beigebracht? Ich muss wirklich mal mit ihren Papis ein ernstes Wörtchen reden." Gwendoly spürte für ihr Alter schon erstaunlich gut, wenn sie jemanden in Schutz nehmen musste und so lies sie den kleinen Globus schnell wieder an seinen Ursprungsort zurück schweben. Ihr Papa beobachtete amüsiert das Schauspiel und prustete seiner Tochter auf den noch nackigen Bauch so dass es die witzigsten Geräusche gab und Gwen nur so vor Glück quietschte.

„Du bist gewitzt Madame, aber ich würde dir empfehlen nicht immer alles nachzumachen, was dir ein Malfoy beibringt." Auch nach reichlichen zwei Jahren die er nun Draco und seine Familie kannte, konnte er sich seine Kommentare nicht verkneifen.

„Sei froh, dass dich Dray nicht gehört hat – er hält nämlich eure Gwen für den Chef des ganzen Theater. Lass die zwei Knirpse doch ein wenig spielen. Ich finde es toll, dass sie schon so gut zaubern können."

Seinen kleinen Engel in ihr Kinderbettchen legend hörte der Schwarzhaarige Professor seinem Patensohn aufmerksam zu.

„Hallo Harry. Na wie geht es euch dreien?"

„Gut, danke. Aber eigentlich wollten wir mit euch was bereden, meinst du Diana und Gwen kommen kurz ohne uns aus?" Sirius nickte und schnell setzte Harry seine Tochter in das kleine Laufgitter gleich neben Gwens Bettchen.

Quasselnd als hätten sie sich ewig nicht gesehen, stiegen sie die Stufen hinab in Hermiones und Sirius' Wohnzimmer wo sie auch schon ihre Partner mit einem Glas Wein vorfanden.

„Und ich dachte du hast keine Zeit weil du Zeugnisse schreiben musst! Du wolltest dich nur vor der Windel drücken gib's zu!" Mit dem Zeigefinger stupste Sirius seine Frau so lange in die Seite bis diese auf dem Sofa ein Stück rutschte um auch ihm einen Platz auf eben dieser frei zu räumen.

„Wir müssen euch da was erzählen. Der Zaubereiminister hat Gerüchte darüber gestreut, dass Hermione nicht wirklich die Erbin Hogwarts' sei und meine Informanten haben mit gesteckt dass er eine Untersuchungskommission einberufen hat. Sie wollen Hogwarts selbst befragen wie es dir gelungen ist sie zu manipulieren und…"

Harry konnte nicht glauben als Hermione und Sirius simultan anfingen zu lachen und sich Insider-Blicke zuwarfen.

„Würdet ihr mit bitte erklären was daran so lustig ist? Ich kann nicht darüber lachen, dass Shacklebolt dich absägen will – nur aus Eifersucht." Seit Draco Vater geworden ist wurde er eindeutig weich und konnte seine Emotionen nicht mehr so gut verbergen wie früher. Daher sah jeder sein Unverständnis und Ablehnung auf seinem Gesicht spielen.

„Nunja, Draco, Harry kommt etwas zu spät mit der Warnung. Kingsley Shacklebolt war bereits hier und hat versucht was Harry gerade beschrieben hatte."

Wie zu Schulzeiten klappte Harrys Mund auf und man konnte damit Fliegen fangen gehen.

„Keine Sorge ihr zwei, Hermione ist noch Schulleiterin. Es war ein Spektakel als Hogwarts' Steinsoldaten ihm den Zutritt versperrten und ein tiefes Ächzen der Gemäuer den Minister rückwärts Taumeln ließ. Es würde mich nicht wundern wenn er sich in die Hosen gemacht hat."

Wie frisch verliebt schmiegte sich Hermione an Sirius' breite Schultern und kuschelte sich in seine Wärme.

„Ich glaube", sagte sie leicht dösig „wir werden ihn hier so schnell nicht wieder sehen. Er steht seit heute auf der Hausverbotsliste." Ein Gähnen bahnte sich den Weg ins Freie während die Augen der Braunhaarigen sich langsam schlossen und sie einnickte.

„Gib es zu Sirius: Hermione hat dafür gesorgt, dass er nicht hinein kam, nicht Hogwarts selbst, oder?"

„Nun, da mein Engel so ausgebrannt ist wie schon seit fünf Monaten nicht mehr, nehme ich das sie da ihre Finger im Spiel hatte."

Grummelnd und fast nicht zu hören mischte sich die junge Gryffindor noch einmal in das Gespräch ein:

„Ich mag zwar müde sein, aber ich höre euch noch ganz genau. Und bevor ihr mir noch Löcher in die Ohren schnattert hört einfach zu: Natürlich hatte ich meine Finger im Spiel. Ich stehe in ständigem Kontakt mit Hogwarts und habe auch so meine Kontakte im Ministerium. Nach ein paar intensiven Minuten voller Diskussionen und Geschrei, wohlgemerkt nicht von meiner Seite, hatten es dann alle Bewohner des Schlosses (natürlich außer Lehrer und Schüler) eingesehen das ein Besuch vom Minister Chaos bringen würde und sein Zweifel an meiner Person unentschuldbar sei. Wie mein Ehemann schon vor einigen Jahren bemerkte bin ich schließlich die klügste junge Hexe die die Welt je gesehen hat."

„Na, seien Sie mal nicht so vorlaut junge Dame. Ich habe nie etwas von ‚die Welt' gesagt."

Mit verliebten Augen drückte Hermione dem Schwarzhaarigen einen Kuss auf und das letzte was sie für ein paar Stunden vor dem erholsamen Schlaf sagte würden die Anwesenden nie vergessen:

„Du hast es nicht gesagt, aber du hast es geahnt. Ich bin die mächtigste Hexe der bekannten Welt und keiner kann mir oder denen um die ich mich sorge jemals ein Leid zu fügen. Das Leben mag ein Wagnis sein, für uns alle, aber wir haben so viele Dinge erlebt welche wunderschön sind – und solange es diese glücklichen Momente noch gibt werden wir, die wir hier sitzen, zusammen mit unserem Nachwuchs jung bleiben bis wir selbst entscheiden wenn es Zeit für uns ist zu gehen. Und wenn ihr mich fragt, ich finde es toll hier und bin gespannt was noch alles passieren wird bis die Erde endgültig untergeht – und wir mit ihr."

Und es sollte noch viele hunderte Jahre dauern bis die Welt unterging.

- Ende -

Ich danke euch allen fürs Lesen und würde mich freuen euch als Leser einer anderen fanfiction wieder begrüßen zu dürfen

Danke an Hermione Black, deine Reviews haben mich immer sehr gefreut und ich hoffe das Ende gefällt dir.

Nutella und Fröbelsterne für euch alle.

Sessely