Sooo, und weiter geht es. Das Ende naht übrigens, was mich selbst ein wenig überrascht hat. Es ist sogar schon ziemlich nah, auch wenn ich noch nicht sagen kann, wieviele Kapitel es wohl noch andauern wird. Fragen nützt also gar nichts! xD

Den in diesem Kapitel vorkommenden Brief hatte ich übrigens schon ganz am Anfang der FF - so als kleine Gedächtnisstütze, sollte ich zwischenzeitlich mal von meinem Pfad abweichen xD Ich hoffe, er gefällt euch und ihr habt nach dem Lesen dieses Kapitels erstmal die gröbsten Fragen aufgeklärt!

Ein großes DANKE an meine lieben, unersetzlichen Reviewer geht an: LiaTonks, spiritofair, zissy, Babsi1977, myHeartache, Sydney-Chan, sakurako88, LittleWhisper, Rowan, Anne, oAmyBlacko, l-Lyla-l, Jule90, DjEngelchen, anarai, blub, NoxAn und Nachtregen!

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Draco fuhr sich kurz mit der Zunge über die Lippen und verschränkte die Arme vor der Brust als wolle er sich so vor Harry schützen. Seine silbernen Augen wanderten unstet durch den Raum und blieben schließlich an jenem Bild hängen, das für Harry noch immer nur eine bunte Verwirbelung von Farben war. Der Anblick schien den Slytherin leicht zu beruhigen und er begann leise zu sprechen.

„Was du gesehen hast, war meine Vergangenheit. Das, was für mich Realität ist und was auch passiert wäre, wenn ich es nicht verhindert hätte. Alles, was für dich jedoch in diesem Sommer geschehen ist, ist also real. Realer als alles, was du jetzt wieder zu wissen glaubst."

Harry zog ungläubig eine Augenbraue hoch und verschränkte seinerseits die Arme. „Ach, ist das so?" fragte er kühl und ließ den Blonden nicht aus den Augen, „und warum fühlt es sich dann so viel wirklicher an?"

Draco bis sich auf die Lippen und wandte den Blickab. „Du hast keine Ahnung, was noch geschehen ist", entgegnete er er stur, woraufhin Harry frustriert aufseufzte.

„Du sagst es mir ja auch nicht", stellte er ärgerlich fest, „alles, was ich von dir bekomme sind", er machte eine kurze Pause und zitierte dann erbarmungslos, „winzige Krümel eines gigantischen Kuchens, den du vor mir versteckt hälst."

Sein Gegenüber senkte betroffen die Augenlider und schluckte schwer. Wieder wanderte sein Blick durch das Zimmer, blieb kurz an dem Bild hängen und endete schließlich in Harrys Augen. Wie immer in letzter Zeit, wenn sich der Gryffindor der uneingeschränkten Aufmerksamkeit Dracos sicher sein konnte und sich dessen silberne Augen so unverwandt in seine richteten, überlief ihn ein angenehmes Prickeln.

„Ich war tot", begann er schließlich leise, „wie und warum ich gestorben bin, tut nichts zur Sache – wichtig ist nur, dass ich tot war. Und du hast mich zurückgeholt – mit einem Zauber, den ich für den Notfall rausgesucht hatte - falls dir etwas zustoßen sollte. Ein dunkler Zauber, von dem ich nicht annahm, dass du ihn überhaupt entdecken geschweige denn ausführen würdest oder könntest. Doch du hast es getan. Und nun bin ich wieder hier... Allerdings hat dein Zauber nicht einwandfrei funktioniert – ich habe noch immer das Gift in mir, dass mich umgebracht hat, und ich werde früher oder später daran sterben. Und zwar genau dann, wenn Voldemort die Stärke erreicht hat, die er auch zu unserer damaligen – beziehungsweise jetzt zukünftigen - Begegnung hatte oder eben haben wird." Er stoppte und sah wieder weg, so als hätten diese Worte nun alles gesagt und es würden keine Fragen offen bleiben. Harry runzelte die Stirn.

„Malfoy", sagte er zweifelnd und beobachtete mit einem unerwarteten Hauch von Genugtuung, wie der Angesprochene bei dieser Betitelung leicht zusammenzuckte, „wie kommst du auf die Idee, dass ich dir davon auch nur ein Wort glaube? Du sollst tot gewesen sein – in der Zukunft? Und ich, beziehungsweise mein zukünftiges Ich, hat dich wieder zum Leben erweckt und zurück geschickt? Wie soll das funktionieren? Es gibt keinen Zauber, der den Tod überlisten kann. Glaub mir, ich weiß es. Ich habe lange genug danach gesucht, nachdem Sirius gestorben ist. Solch einen Zauber gibt es nicht. Willst du wissen, was ich glaube?" Er wartete Dracos Antwort gar nicht erst ab sondern redete gleich weiter. „Wir hatten etwas miteinander. Wahrscheinlich sogar schon letztes Jahr, vor den Sommerferien. Und wohl auch irgendwann währenddessen, auch wenn ich nicht weiß, wann genau. Dann ist irgendjemand gestorben – du allein weißt wer – und du warst deswegen zu aufgewühlt und hast Schluß gemacht. Und damit ich dich hier nicht mit unserer vergangenen Beziehung nerve, hast du mir meine Erinnerungen genommen. Dumm nur, dass du an meinen Gefühlen nichts ändern kannst."

Draco hob wieder den Blick und sah ihn leicht amüsiert an. „Das wäre schön, oder? So einfach. So simpel. Aber wie erklärst du dir dann die ganzen Erinnerungsfetzen, die in den letzten Wochen und speziell in den letzten Stunden auf dich eingeprasselt sind? Beispielsweise das Bankett, das ich mit Fleur zusammen besucht habe?"

Harrys Gesicht verdüsterte sich leicht, als sein Geist kurz zu dem unliebsamen Bild des Blonden mit der schönen Französin herüber huschte. „Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst", entgegnete er stoisch, woraufhin der Blonde schief lächelte.

„Du weißt genau, wovon ich spreche", widersprach er milde, „ich mit Fleur, händchenhaltend, und du an der Bar. Du hast uns mit Blicken aufgespießt." Er schüttelte lächelnd seinen Kopf. „Dieses Bankett hat nie statt gefunden. Ich habe es verhindert. Ansonsten wäre zu Beginn dieses Schuljahres eine Abordnung aus Beauxbatons in Hogwarts gewesen, zur Bekräftigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Schulen. Wie kannst du dich dann also darin erinnern, wenn es doch nie Wirklichkeit war?" Seine Augen bohrten sich erneut in Harrys, so intensiv, dass der Gryffindor am liebsten weggesehen hätte. „Was den Zauber angeht – du hast ihn nie für Sirius gefunden, weil es ein dunkler Zauber ist." Das Silber seiner Augen wurde dunkler, fast bedrohlich. „Du ahnst nicht, was du aufgegeben hast, Harry."

Langsam wandelte sich seine immer noch bestehende Verwirrung wieder zu ausgewachsenem Ärger um. „Und was gibst du auf?" fragte er wütend, „Wenn es stimmt, was du sagst, dann sind auch meine Gefühle Wirklichkeit! Du kannst mir nicht einfach sagen, dass du sozusagen eine wandelnde Leiche bist und denken, dass ich mich damit zufrieden gebe, und gleichzeitig von mir verlangen, dass ich einfach ignoriere was in mir vorgeht!"

Draco schüttelte den Kopf. „Was du fühlst, sind Schatten", erklärte er leise, „blasse Trugbilder im Gegensatz dazu, was wirklich war. Du siehst sie, du fühlst sie – und doch ist es für dich nie passiert. Begreifst du das denn nicht, Harry?"

„Hör auf mich so zu nennen!" fuhr der Gryffindor aufgebracht auf und begann entnervt durch das Zimmer zu tigern, „du hast kein Recht, mich so zu nennen! Dir gefällt das, nicht wahr? Du, der große Malfoy, weißt etwas, das sonst keiner weiß. Hast magische Fähigkeiten, die sonst keiner hat. Vermutlich arbeitest du einfach mit Voldemort zusammen und hast dir die ganze Geschichte nur ausgedacht, damit keiner genauer nachfragt, wie du an deine Kräfte gekommen bist!"

Die Augen des Slytherin verdunkelten sich und zogen sich zu schmalen Schlitzen zusammen. „Du denkst, ich habe meine Kräfte von der dunken Seite? Gut, da hast du Recht. Du wirst niemals über solche Fähigkeiten verfügen können, weil du nicht die nötige Bosheit in deinem Blut hast! Aber verflucht, ich schon!" Er atmete tief durch und ballte seine Fäuste, offensichtlich bemüht, seine Fassung wieder zu erlangen. „Aber schön – du glaubst mir nicht. Vielleicht glaubst du ja dir selbst?" Mit ein paar langen Schritten hatte er den Weg zu dem Nachtschrank neben seinem Bett überwunden, riss die oberste Schublade auf und holte ein Pergament hervor, das er Harry vor die Füße warf. „Da. Lies", wies er den Dunkelhaarigen knapp an und ließ sich derweil müde auf sein Bett sinken.

Harry betrachtete die unschuldige Pergamentrolle vor seinen Augen mit argwöhnischen Augen und bückte sich nur sehr zögerlich, um sie aufzuheben. Der Blonde regte ihn auf. Am liebsten hätte er sich einfach dem Stimmchen in seinem Inneren hingegeben, das nur zu willig war in die Arme des Blonden zu fallen und nie wieder von seiner Seite zu weichen – aber das hier war erstmal wichtiger. Er musste einfach wissen, was wirklich geschehen war. Also entrollte er den Brief und erkannte schockiert seine eigene Handschrift. Datiert war der Brief vom 14. Dezember – drei Jahre in der Zukunft. Ein Kloß bildete sich in seinem Hals und er begann zu lesen.

Dray,

ich weiß, du wirst nicht verstehen, wieso ich dich wieder zurück geschickt habe – wahrscheinlich wirst du mich eher dafür im Geiste verfluchen – allerdings hoffe ich, dass du, wenn du diesen Brief gelesen hast, mir mein Handeln wenigstens vergeben kannst.

Mein Leben hatte keinen Sinn mehr ohne dich. Nach deinem Tod – oh Gott, drei Monate ist es her und noch immer zittert meine Hand bei diesem Wort – war ich wie versteinert. Gefühllos. Kalt. Ich kam mir selber vor wie schon gestorben, nur dass mein Körper noch lebte. Und dann entdeckte ich diesen Zauber, in einem deiner alten Zauberbücher. Deiner dunklen Zauberbücher, die du tief unten in deinen Truhen versteckt hattest und die du mit sovielen Siegelzaubern belegt hattest, dass es mich volle drei Tage kostete, bis ich auch nur den Buchdeckel öffnen konnte und selbst dann brauchte ich noch einmal eine Woche, bis die Worte schließlich auf den Seiten erschienen. Du hattest die Seite markiert und mit dem Wort „Notfall" beschriftet und alle nötigen Zutaten schon rausgesucht. Vermutlich schlägst du irgendwo über mir deine Hände überm Kopf zusammen, weil ich mich an diesen Trank getraut habe – aber vielleicht reicht mein bescheidenes Können ja, du weißt schließlich am besten, wie gut mein Lehrer war. Außerdem ist als wichtigste Zutat ja „eiserne Entschlossenheit" und „ein Grund, für den es sich ein Leben zu geben lohnt" genannt. Und über diese beiden Dinge verfüge ich wohl, da gibt es keinen Zweifel! Es muss klappen.

Ich schätze, du hast dir diesen Trank für den Fall aufgehoben, dass mir etwas zustößt. Vermutlich wärst du dabei wieder einmal sogar soweit gegangen, dass du mir jegliche Erinnerung nimmst und dir selbst verbietest, wieder in mein Leben zu stoßen. Alles natürlich aus dem Grund heraus, dass du nicht willst, dass sich die Geschichte wiederholt.

Ich will das ebensowenig, aber ich werde dir nicht deine Erinnerungen nehmen. Ich weiß, wieviel sie dir bedeuten, wieviel sie UNS bedeuten, und auch dass du ohne sie nicht die Person wärst, die du in den letzten Jahren geworden bist. Diesen einzigartigen Menschen, der mein gesamtes Weltbild so vollkommen umgeworfen hat und ohne den ich mich nicht mehr vollständig fühle.

Du wirst diesen Brief in deinen Zimmer finden, es ist der 30. Juni und du bist gerade dabei, deine Sachen für einen Überraschungsbesuch bei mir zu packen – schließlich habe ich am nächsten Tag Geburtstag. Den unvergesslichsten Geburtstag, den ich je erleben durfte. Es sind also noch genau drei Monate, 2 Wochen und vier Tage, bis es passiert. Du kannst selbst entscheiden, was du von dort an tun willst, ich zwinge dich zu nichts. Alles, um was ich dich bitte, ist ein anderer Ausgang unserer Geschichte. Du kennst das Ende, das für uns geplant ist und ich wünsche mir nur diese eine Sache von dir: Sorg bitte dafür, dass alles anders kommt. Ich möchte glücklich sein. Mit dir.

Und glaube ja nicht, dass ich meine Seele einfach so hingebe oder es nur tue, weil du es auch getan hättest. Ich gebe es in dem festen Glauben, dass wir bei einem zweiten Versuch noch viel besser sein werden als beim ersten. Ich liebe dich, Dray. Mehr, als du dir vorstellen kannst.

Für immer,

Harry

Ganz langsam ließ Harry das Pergament wieder sinken und starrte Draco wie versteinert an. „Was...", murmelte er fassungslos, woraufhin der Blonde rasch das Zimmer durchquerte, ihm den Brief wieder aus den Fingern nahm und ihn sorgsam zurück an seinen Platz legte, wie einen wohlbehüteten Schatz.

„Dein Abschiedsbrief", sagte er mit belegter Stimme, „oder Willkommensbrief, wie man es nennen möchte. Dumm nur, dass dein Trank nicht richtig funktioniert hat. Deine Seele hat die Kapazität des Tranks gesprengt – ich wurde nicht, wie geplant, ein halbes Jahr später zurückgebracht, sondern ich saß hier. Drei Jahre später. Im Slytherin-Gemeinschaftsraum, und das, obwohl ich nun schon längst mit der Schule fertig bin. Zurück in einer Zeit, in der du mich verachtest." Er schüttelte den Kopf und richtete seinen Blick anklagend auf Harry. „Wieso hast du es getan, du Idiot? Wieso musstest du so grausam sein und mich zurückholen? Ich war TOT, verdammt! Und du musstest deine Seele opfern und mich zurückzerren?"

„Es ist also wahr", hauchte Harry immer noch wie erstarrt, „es ist wirklich alles wahr..." Er schloss kurz seine Augen und versuchte irgendwie, das gerade Erfahrene zu verdauen. „Wieso hast du meine Erinnerung gelöscht?" fragte er schließlich schwach – das Erste, was ihm in den Sinn kam und derzeit für ihn auch das Wichtigste.

Draco schnaubte nur. „Ich weiß, du hast geschrieben, ich soll dir deine Erinnerung lassen. Aber welche Erinnerung denn? Da war nichts. Es gab kein „wir" zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich wiederfand. Alles, was ich getan habe, war verhindern, dass sich alles wiederholt. Das einzige Mal, dass ich etwas aus deinem Gedächtnis gelöscht habe, war dein Gespräch mit Morrison im letzten Jahr – und selbst das hat nichts gebracht. Alles, was du sonst noch gesehen oder gefühlt hast, sind meine Erinnerungen. Du kannst sie sehen, weil ich... weil wir..." Er stoppte und fuhr sich frustriert durch seine Haare. „... weil wir früher eine sehr enge Bindung hatten. Diese Bindung habe ich die letzten Monate mehr oder weniger gut unterdrücken können, aber durch deinen Kuss hast du dir einen guten Einblick erlauben können." Er versuchte ein Grinsen, das jedoch kläglich scheiterte. Harry schluckte schwer.

„Und was ist jetzt?" fragte er dann, „wie... ich meine... lebst du?"

Ein Hauch von Amüsement blitzte in Dracos Gesichtszügen auf. „Ja, ich lebe", bestätigte er, „allerdings nicht mehr lange." Er seufzte, setzte sich und überschlug seine Beine. „Ich sterbe", sagte er dann, „der Zauber, den du ausgesprochen hast, hält nicht ewig. Spätestens an meinem ehemaligen Todestag bin ich tot."

Harry erblasste und spürte, wie sein Mund trocken wurde. Er blinzelte verzweifelt. „Aber... aber... Wenn ich gestorben wäre, hättest du das Gleiche getan wie ich, oder? Und das hättest du nicht getan, damit ich das ganze Drama nochmal erleben darf! Du kennst einen Ausweg! Du weißt, wie du weiterleben könntest!"

Der Slytherin nickte anerkennend. „Für einen Moment hatte ich vergessen, wie schlau du bist", bemerkte er mit einem leichten Lächeln, „du hast Recht, ich weiß es. Aber ich werde es dir nicht sagen, also bemüh dich gar nicht erst."

„Das ist nicht fair!" protestierte Harry wütend, „du kannst doch nicht von mir verlangen, dass ich das hinnehme!" Er ging rasch durch den Raum und packte Draco an den Schultern. „Du erzählst mir das alles und willst, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken zusehen, wie du langsam dahinkrepelst?"

„Interessante Wortwahl, Potter", erwiderte Draco trocken und befreite sich aus Harrys Klammergriff, „aber wenn du es so ausdrücken willst – ja, genau das will ich. Du kannst nichts dagegen tun, es ist allein meine Entscheidung. Du hast schließlich auch nicht gefragt, ob ich will, dass mein toter Körper aus der Erde gezerrt und quer durch die Zeit geschleift wird!"

„Du hättest bei mir das Gleiche getan!" brüllte Harry wütend zurück und versetzte Draco einen Stoß, der ihn in die Kissen fallen ließ, „so stand es in dem Brief!"

„Natürlich hätte ich das!" entgegnete Draco hitzig und rappelte sich auf, „aber ich hatte völlig andere Gründe! DU bist der Retter der Welt, nicht ich! Dich brauchen die Menschen! Niemand hätte meinen Verlust betrauert, deine Lücke aber wäre nie wieder zu füllen gewesen! Deswegen hätte ich es getan – nicht für mich!"

„Dann habe ich dich wohl mehr geliebt als du mich!" zischte der Gryffindor mit blitzenden Augen, „denn für mich war deine Lücke offensichtlich auch nicht zu füllen!"

„Das ist doch lächerlich, Harry!" antwortete der Blonde darauf ärgerlich, „ich habe dich mehr geliebt, als es menschenmöglich ist! Für mich kann und wird es auch immer nur einen Menschen geben! Aber ich kann mit dem Schmerz leben, ohne dich zu sein, solange es dir dabei gut geht!"

„Ach, und dir ging es gut?! DU WARST VERDAMMT NOCHMAL TOT!" blaffte Harry, versetzte dem Liegenden einen neuerlichen Stoß und verschloss dann dessen Lippen, bevor er zu einer Antwort ansetzen konnte, mit seinen eigenen.

Der Kuss, der wütend und aggressiv begann, wurde alsbald zärtlich und liebevoll, und vor allem von Seiten Dracos war fast so etwas wie Verzweiflung herauszufühlen, als er seine Arme um Harrys Hals schlang und den Anderen so nah an sich zog, dass man nicht mehr sagen konnte wo der eine anfing und der andere aufhörte.

In dieser Sekunde hämmerte es plötzlich gegen die Tür und Draco zuckte im gleichen Moment unter Harry schmerzerfüllt zusammen. Der Gryffindor warf ihm einen besorgten Blick zu, als die Tür aufschwang und ein atemloser Blaise Zabini im Türrahmen stand.

„Es ist soweit", keuchte er um Atem ringend und suchte Dracos Blick, Harry ganz einfach ignorierend.

„Was?" fragte Harry konfus, woraufhin ihn der Slytherin sanft von sich schob, seine Rechte dabei auf seine Narben gelegt.

„Voldemort ist hier", sagte er dann, „der Kampf beginnt."