Hallo Freunde!
Ich melde mich ENDLICH zurück mit Kabale und Liebe (oder auch nur KuL, wie die Faulheit mir vorgibt). Es tut mir wirklich leid, dass ich euch so lange habe warten lassen. Aber ich habe ja noch dieses 100 Tage, 100 Zitate Projekt angefangen, das auch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und den Auftrag, den ich bekommen habe, an dem arbeite ich auch noch und ja.. Aber ich will nicht quängeln. Schließlich bin ich ja selbst schuld ^^
Und ich muss euch gleich schon wieder .. naja .. enttäuschen vielleicht?
Ich bin ab dem 25.07. eine Woche lang im Urlaub und werde weder schreiben noch hochladen können :-( Es tut mir leid ...
Aber danach..
danach werden wir diese Fanfiction irgendwann gemeinsam (hoffentlich) abschließen.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Kapitel.
Ich hoffe, es gefällt (ich weiß nicht .. irgendwie .. ach... bildet euch eure eigene Meinung xD).
Liebe Grüße ^^
GlowDraconis

Kapitel 24

Draco fühlte sich zurückversetzt in die warmen Monate des letzten Jahres, als er Harry und den anderen beiden Gryffindors nachgereist war, um sie zu finden. Es blieb ihm jedoch nichts anderes übrig, als flucht-gleich immer im Königreich hin und her zu apparieren, da seine Familie – vor allem sein Vater – sein Verschwinden als einen Verrat ansehen würde. Draco konnte nirgends hin. Von allen verstoßen, seiner Liebe beraubt und dem Dunklen Lord ausgeliefert, wenn sie ihn fänden, reiste er von Gasthof zu Gasthof, von Stadt zu Stadt, immer auf der Suche nach Harry Potter – um ihn nicht zu weit aus den Augen zu verlieren...

...und Träume quälten ihn. Verwirrende Träume, die allzu real wirkten. Träume, die nicht immer einen guten Ausgang hatten. Die sich wie Schlupfwespen unter seine Haut und in seine Seele gruben.

Viele der Träume vergaß er bald nach dem Aufstehen wieder. Was blieb war das beklemmende Gefühl der Angst. Der Angst, dass Harry etwas zustoßen könnte. Dass er ihn nur tot wiederfinden würde. Eine Angst, die wie dunkle Wolken am Firmament stand, die sich stetig aufbauschte und immer näher heranrollte. Und der er entgegenging, statt auszuweichen oder gar umzukehren.

Doch Draco wusste, er konnte nicht mehr umkehren. Er hatte nie umkehren können. Dass diese Träume ihm nur eine Realität zeigten.

Und einen der Träume konnte er nicht vergessen. Er brannte sich in sein Gedächtnis ein, als hätte ein alter Schmied mit seinem Brandeisen einen Buchstaben in seine Seele gedrückt. Und so oft er sich auch einredete, dass es nur ein Traum war, nur ein Traum, war Draco doch der festen Überzeugung, dass Harry genau dort war oder noch hingehen würde. Dort.

Im Verlies Nr. 3.

Bellatrix Verlies.

Der Traum begann nur mit einzelnen Bildern, die sich wie Photos in einem Album vor Dracos Augen zeigten: Harry, der unter seinem Tarnumhang durch die Winkelgasse lief, den Kobold auf dem Rücken tragend. Die Granger, seltsam verschwommen, verzaubert? Travers, der die Granger ansprach – das Gesagte konnte Draco nicht verstehen. Dann Gringotts, die Zaubererbank. Die Fahrt nach unten über die steilen Schienen, nach unten zu tiefen Verliesen. Dann, ein Drache, angekettet vor den vier tiefsten Verliesen. Da, beinahe leuchtend, die Nr. 3.

Und dann, ganz langsam, begann der Traum sich von den starren Bildern wegzubewegen.

Er hörte, was sie redeten, wenn auch nur gedämpft.

Er hörte den Drachen, der beim Klang der kleinen Glocken brüllte, als hätte er Schmerzen.

Er hörte den Kobold, der in ihrem Keller gefangen gewesen war, Anweisungen erteilen, die Harry auch ausführte. Draco wusste, dass Harry sonst keine Chance gehabt hätte, doch es ärgerte ihn, dass der Gryffindor diesem … Geschöpf so ausgeliefert war.

Und als sich dann das Verlies öffnete, war Draco sich sicher, dass dieser Traum kein gutes Ende nehmen würde.

Das ganze Verlies war voll von Münzen und Kelchen und anderen Wertgegenständen. Und hier wollten sie den nächsten Horkrux finden? Denn darum ging es hier, da war sich Draco ganz sicher.

„Sucht, rasch!", (S. 546) hörte er Harry sagen und er stürmte – nein, er flog! – mit ihnen in das Verlies und sah sich vorsichtig um. Er wusste nicht, nach was sie genau suchten. Doch er hatte immer noch das dumpfe Gefühl, dass etwas verdammt schief gehen würde.

Und er sollte recht behalten.

Mit einem lauten Knall fiel die schwere Verliestüre wieder ins Schloss. Das Verlies wurde in beinahe fest wirkende Dunkelheit getaucht, Dunkelheit, die vollkommen war, die beängstigend vollkommen war. Bis Harry seinen Zauberstab entzündete.

Und er sah die gehetzte Suche der Drei nach dem versteckten Gegenstand. Er wollte helfen, wollte Harry ansprechen, ihn berühren … doch als er seine Hand nach ihm ausstreckte, fasste er direkt durch Harrys Schulter hindurch, als sei er ein Geist. Niemand konnte ihn sehen. Und somit konnte Draco auch nicht helfen.

Also musste er bangender Zuschauer bleiben, als die Granger den ersten Gegenstand durch ihre Berührung vervielfältigte und der Kobold ihnen von den magischen Schutzmaßnahmen berichtete. Und er bangte um Harry, als dieser mit Hilfe eines Zaubers auf den eben erspähten Becher mit Helga Hufflepuffs Zeichen zuflog und trotz des offensichtlich durch Schmerz verzerrten Gesichtes nicht wieder los ließ, während das Gold um ihn herum sich immer höher türmte und sich immer öfter vervielfältigte. Draco sah die Verzweiflung der vier Einbrecher, die schwindende Hoffnung in Harrys Augen …

… und dann Schwärze. Er wurde genauso plötzlich aus dem Verlies herauskatapultiert wie er in den Traum hineingestürzt war. Doch Draco erwachte noch nicht. Er spürte Schmerzen, sengende Schmerzen ohne Ursprung. Sie quälten ihn, während er um das Aufwachen kämpfte. Und es gelang ihm unter enormem Kraftaufwand seine Augen zu öffnen.

Er nahm nur ein Wort mit. Ein einziges Wort, das aus dem Rand des Traumes noch zu ihm durchdrang.

„Hogwarts".

Mehr nicht.

Doch auch wenn es nur dieses eine Wort war, das Draco klarer als alles andere aus diesem Traum behalten sollte, er verstand sofort. Er zog sich an und disapparierte sofort aus dem kleinen Gästehaus, in das er eingekehrt war, in Richtung Hogsmeade. Er würde Harry finden. Und das schneller als das letzte Mal und schneller als erwartet. Doch erst musste er … zurückkehren.