Da bin ich wieder. Bin ich nicht schnell? Doch, oder?

Dieses Chapter ist endlich mal wieder etwas dark und ich hoffe, dass ihr nicht all zu böse mit mir seid, wenn ihr am Ende angekommen seid und eucht fragt, wo der Rest ist. Ich habe extra dort aufgehört, weil ich diese Stelle einfach super zum aufhören finde. Als Entschädigung werde ich auch das nächste Kapitel sehr wahrscheinlich wieder schnell on stellen und es wird auch wieder länger sein. Auch deswegen nicht böse sein. Aus irgendeinem Grund ist mir dieses Chap nämlich sehr kurz gelungen.
Die Harry/Ginny Liebhaber werden dieses Chapter genauso möden, wie die Fans von Dramione.

Einen herzlichen Dank an Pony (Shön, dass du auch The forbidden Love ließt. Es tut mir leid, dass das so lange dauert, aber Roxy94 ist etwas langsam im hochladen. Die Story ist übrigens schon beendet.) und kathleen potter.

Und jetzt viel Spaß,

eure Nessi


Es tut mir leid

***

Da waren sie wieder.

Wie jeden Tag sah sie so glücklich aus und er konnte nicht verleugnen, dass das Gesicht des Jungen eine gewisse Sanftheit besaß, wenn er sie ansah.

Doch ein kleiner Teil hasste sich selbst, weil er sich doch eingestehen musste, dass Malfoy doch nichts Böses vor hatte und noch mehr hasste er sich dafür, dass er sich nun entschuldigen musste. Er seufzte theatralisch auf.

Die Anderen sahen ihn verwirrt an, während eine gewisse Rothaarige leicht lächelnd da saß.

Langsam stand er auf und schlenderte auf die Beiden zu.

Als Hermine ihn erblickte erstarrte sie. Es war kein Wunder.

Und eine andere Tatsache verwirrte ihn und machte ihn gleichzeitig wütend. Malfoy stellte sich zwischen ihm und ihr und funkelte ihn an. Sollte es denn eigentlich nicht andersrum sein?

Er konnte nicht weiter darüber nachdenken, da er die Beiden erreichte. Sein Blick lag zu erst auf Hermine und dann auf Malfoy.

„Was willst du, Potter?", knurrte Malfoy und zog Hermine noch näher an sich.

Er verengte die Augen. Was er wollte? Das er, Malfoy, seine beste Freundin in Ruhe ließ und er wollte sie wieder zurück! War das so schwer zu verstehen?

„Ich, Malfoy, will mich bei dir, Hermine, entschuldigen.", sagte er fest und fuhr sich dann durchs Haar. „ Hermine, ich vermisse dich. Es tut mir leid und ich weiß, dass du in der Lage bist, zu entscheiden, wer oder was gut genug für dich ist. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Du bist meine beste Freundin seit zig Jahren und will jetzt nicht mit unserer Freundschaft brechen. Du hattest recht, ich werde nichts mit ihm zu tun haben und ihn dennoch an deiner Seite akzeptieren."

Hatte er am Anfang noch fest geklungen, war er nun sanft, leise und bittend. Er schaute erst Malfoy an, der ihn skeptisch musterte, und dann Hermine.

Ihr standen Tränen in den Augen und bevor er sich versah, war sein Blick von brauen Locken verschleiert. Er hörte sie neben seinem Ohr schluchzen und schlang seine Arme um ihre zierliche Gestalt.

Malfoys Blick erfasste er nur kurz, doch ein gewisses Leuchten lag in seinen Augen. Er wusste, dass es nicht ihm galt und dennoch war er glücklich, weil Hermine glücklich war und Malfoy sie anscheinend doch mochte.

***

Sie wartete auf ihn. Was sie am Morgen gesehen hatte, hatte sie weich werden lassen. Sie hatte nie stark böse auf ihn sein können, auch wenn sie es dieses eine mal war. Doch er hatte ihr gezeigt, dass er doch nicht so anders war.

Er war ihr Harry. Ihr bester Freund und tief in ihr drin wünschte sie sich, dass er vielleicht mehr wäre, als nur ein Freund. Brüder hatte sie immerhin schon genug.

Sie hatte im Laufe der Zeit einige Freunde gehabt, doch keiner konnte sie so zum fühlen bringen. Keiner brachte sie so zum lachen. Bei keinem hatte sie sich so sicher gefühlt, als wie bei Harry.

Sie hatte es immer gewusst und doch hatte sie immer mit ansehen müssen, wie er von Mädchen zu Mädchen lief. Sie nicht mehr beachtete als sonst. Immer nur war sie die kleine Schwester seines besten Freundes gewesen. Aber sie wollte endlich mehr für ihn sein.

Sie hörte ihn die Treppen hinauf kommen und drehte sich um. Ein Lächeln trat auf ihr Gesicht und der Schwarzhaarige blieb verwirrt vor ihr stehen. Er schaute sich um und ging dann auf sie zu. Er kannte sie und das machte sie wieder glücklich.

„Ich habe auf dich gewartet, Harry.", sagte sie leise und spielte mit ihren Händen.

„Auf…mich?", fragte er verwirrt.

Sie lächelte leicht. „Es tut mir leid, dass ich dich so angeschrien habe und du hast auch bestimmt was anderes verdient als die Hölle."

Er zog eine Augenbraue fragend hoch.

„Ich habe dich heute Morgen mit Hermine gesehen. Ich bin froh, dass ihr euch wieder vertragen habt. Und… gestern Abend war ich bei ihr. Draco war auch da. Ich konnte mit ihm reden und wirklich, Harry, er ist ein ganz anderer Mensch geworden.", erklärte sie und schaute runter auf ihre Füße.

„Gestern Abend… Was war los, Ginny?", wollte er wissen und hob ihren Kopf an. Sie konnte nicht verleugnen, dass ihr Herz schneller schlug.

„Dean hat mit mir Schluss gemacht. Draco hat es allerdings geschafft, mich wieder richtig aufzumuntern."

„Malfoy?"

Sie nickte und schüttelte dann den Kopf. „Das ist aber nicht das, worüber ich eigentlich mit dir reden wollte."

„Nein?", fragte er und legte den Kopf schief. Seine grünen Augen funkelten hinter der runden Brille und sie verlor sich für einige Momente in diesem tiefen grün.

„Wie schon gesagt, tut es mir leid und ich hoffe, dass du mir verzeihst."

Er lachte. Sie liebte sein Lachen. „Ginny, ich bin froh, dass du mir all das an den Kopf geschmissen hast, denn das hat mir die Augen geöffnet und nicht nur in der Tatsache, dass ich Hermine unrecht getan habe."

Sie runzelte die Stirn. „Wo drin denn noch?"

Sie spürte, wie er sich versteifte und sah zu, wie er seinen Blick abwandte. Nein, dass sollte er nicht.

Sie legte ihre Hand an seine Wange und drehte sein Gesicht, langsam wieder zu ihrem. Sie wusste nicht, was das war, was in diesem Augenblick geschah. Nie hatte sie das gefühlt. Sie sah nur in seine Augen und vergaß alles. Bevor sie sich versah, lagen seine Lippen auf ihren und sie seufzte glücklich. Langsam schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und ließ in sich näher an ihn ziehen.

Hatte er verstanden? Fühlte er wohlmöglich dasselbe? Sie brauchte Gewissheit.

Langsam löste sie sich von ihm und schaute in seine Augen, die nun noch mehr leuchteten als sonst. „Harry… Ich möchte für dich nicht nur die kleine Schwester von Ron sein. Ich möchte mehr sein.", gestand sie ihm leise.

Er lächelte und strich ihr durch das Gesicht. „Ginny… Das ist es, wo drin du mir noch die Augen geöffnet hast. Du bist es. Ich kann nicht verstehen, wie blind ich gewesen bin.", flüsterte er.

Überglücklich nahm sie ihn in ihre Arme und küsste ihn.

***

Er hatte einen Arm um die Schöne neben ihm geschlungen und schlenderte mit ihr um den See.

Wie Blaise es bereits hervorgesagt hatte, hatte es am Anfang recht Schwierigkeiten gegeben, doch so langsam verschwand der Ärger der Anderen. Nur die Slytherin, deren Eltern Todesser sind, hatten sich komplett von ihm abgewandt.

Es sollte ihm Recht sein. Er hatte nicht vor mit solchen Leuten zu verkehren. Pansy war… Pansy. Sie hassten ihn alleine deswegen schon, dass er sie nicht begehrte und dann kam noch einmal der Hass, den sie für ihn empfand, weil er sich für Hermine interessierte. Einer Muggelgeborenen. Aber auch das war ihm Recht. So hatte er zumindest keine nervige Pansy mehr, obwohl sie manchmal immer noch versuchte, ihn zu umgarnen. Pech nur für sie, dass er nur Augen für Hermine hatte.

Er runzelte sie Stirn. Vielleicht hatte sein Vater ja doch Recht und er wurde immer weicher. Schon alleine, wie er gerade darüber nachgedacht hatte… Er schüttelte den Kopf. Es konnte ihm egal sein. Er war nicht mehr der alte. Er hatte sich verändert und von ihm aus, konnte es die ganze Welt erfahren.

Er zog Hermine näher und sie schaute lächelnd zu ihm auf. Er konnte nicht anders und beugte sich hinunter um sie zu küssen. Langsam blieben sie stehen, da dieser Kuss doch etwas länger andauerte, als zu erst angenommen. Er konnte das Gefühl nicht beschreiben, wenn er sie küsste. Er wollte es auch nicht missen. Gleichzeitig erfüllte es ihn immer mit so einer wahnsinnigen Wärme, dass er glaubte verrückt zu werden.

Sie löste sich von ihm. Ein wenig enttäuscht brummte er vor sich hin, während sie leise lachte. Konnte sie nur.

„Malfoy, Hermine!"

Die Beiden drehten sich um. Potter rannte gerade den Hügel hinunter und blieb außer Atem vor ihnen stehen.

„Was gibt es, Harry?", fragte Hermine und nahm Dracos Hand.

„Das nächste DA Treffen. Donnerstagabend. Im Raum der Wünsche.", sagte er und dann schaute er zu ihm. „Ich bin schon gespannt, Malfoy."

Er lachte. „Das kannst du ruhig, Potter."

Der Junge nickte, winkte noch einmal und rannte dann wider den Hügel hinauf. Ausdauer hatte er, dass konnte man nicht leugnen.

Hermine stellte sich plötzlich wieder vor ihn. Krabbelte seine Brust und lächelte ihn süßlich an. Unter ihren Wimpern hindurch blickte sie ihn an. „Wo waren wir gerade stehen geblieben?", flüsterte sie spielerisch.

Er grinste und beugte sich schon zu ihr hinunter, als sie sich plötzlich von ihm wegdrückte und lachend davon rannte. Ein wenig perplex schaute er ihr hinter her.

„Was denn, Draco? Glaubst du wirklich, du bekommst alles umsonst? Du musst mich zu erst fangen!", schrie sie und winkte.

Das ließ er sich nicht zweimal sagen und sprintete auf sie los. Lachend drehte sie sich um und hastete vor ihm davon.

Sie schlug Haken wie ein Kaninchen und er war immer mehr beeindruckter von ihrer Ausdauer. Immer wieder rief sie seinen Namen. Stachelte ihn an und lachte.

Dann stolperte sie plötzlich, schaffte es noch sich paar Sekunden auf den Beiden zu halten und fiel. Im letzten Moment hatte er sie erreichen können, und kullerte nun wieder mit ihr den Hügel hinunter. Lachend. Sie hielt sich an ihm fest und er tat dasselbe.

Eine Zeitlang glaubte er, sie würde nie aufhören, bis sie plötzlich liegen blieben. Sie unter ihm. Immer noch lachend und ihre leuchtenden Augen, die so viel Glück und Wärme zeigten, schauten zu ihn auf.

Er hatte sich mit den Händen und Knien seitlich neben ihrem Körper abgestützt und betrachtete sie.

Ihre Haare, in denen sich ein paar Grashalme verfangen hatten, ihre Augen, ihre Nase, ihre Lippen, das ganze Gesicht. Dann wanderte sein Blick ihren Hals bis zu ihren Brüsten runter und wurde schließlich von Hermine wieder nach oben gelockt.

„Du hast mich gefangen. Willst du dir deine Belohnung nicht abholen?", fragte sie und klang immer noch ein wenig außer Atem.

Er grinste und beugte sich zu ihr hinab. Holte sich seine Belohnung und war recht zu frieden mit ihr. Hermine vergrub ihre Hände in seinen Haaren und er ließ sich komplett fallen.

***
„Lucius!"

Der Genannte zuckte erschrocken zusammen und schritt dann zu seinem Herrn. Ohne mit der Wimper zu zucken, kniete er sich vor der skelettartigen Person nieder. Er wusste, was kam.

„Hast du deinen Sohn bereits finden könne, Lucius? Hast du ihn herbringen können?", fragte die kalte Stimme über ihn. Er schaute auf und direkt in die blutroten Augen seines Gebieters.

„Ja und nein, mein Herr. Wir hatten ihn fast, doch er steht unter Schutz."

„Unter Schutz? Wessen Schutz?"

„Unter dem von Harry Potter und seinen Freunden. Nicht zu vergessen Dumbledore.", erklärte Lucius leise.

Voldemort ließ ein ohrenbetäubendes Schreien hören. „Potter? Sag mir nicht, dass du wegen Potter gescheitert bist deinen Sohn zu holen."

„Leider doch, Herr." Am liebsten hätte er ihm gerne auf die Nase gebunden, wie oft er, der große Magier, schon wegen Potter gescheitert war. Doch er war klug und ließ es.

„Du hast noch eine Chance, Lucius. Eine. Versage nicht."

„Natürlich nicht."

„Du darfst gehen."

Lucius erhob sich und gesellte sich zu Bella im Kreis, die seine Hand nahm und sie drückte. Eine kleine Aufmunterung.

Der Rest der Versammlung lief wie immer ab. Übergriffe wurden geplant und andere wichtige Angelegenheiten. Als sie aufgefordert wurden, den Saal zu verlassen, wurde Lucius noch einmal zurück gerufen. Bella blieb an seiner Seite.

„My Lord.", sagte er und verbeugte sich tief.

„Mich interessiert, ob du bereits einen Plan hast, Lucius."

Ein dreckiges Grinsen stahl sich auf sein Gesicht und er schaute entschlossen auf. Die Augen blinzten gefährlich. „Sicher."

„Und der wäre?"

Lucius schaute sich nach Bella um, die zu ihm trat und sich ebenfalls vor dem Lord verbeugte, dann grinste auch sie.

„Wir… zerquetschen sein weich gewordenes Herz."


Es tut mir wirklich leid, dass dieses Chapter so kurz ist. Ich hoffe ihr verzeiht mir. Hinterlasst mir bitte ein Review.