Yuiko: Ausführliche Antworten auf deine süßen Rezensionen gab's per PM, der Rest folgt noch ;o) Dieses Kapitel ist für Dich – und ich denke, du wirst das sehr… passend finden ::g::

Dominik: Dir wird das Kapitel – aus dem selben Grund, aber vice versa – nicht gefallen, fürchte ich ;o)

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Kapitel 25

Einige Minuten später traf Cass ein. Vader hatte ihn über Helmfunk benachrichtigt – eine Seltenheit, normalerweise benutzte er ihn nur im Außeneinsatz, er traute ihm nicht – ihm gesagt, wo er Luke finden könne und gebeten, ihm Gesellschaft zu leisten.

Er fand Luke exakt da, wo Vader gesagt hatte – und er sah aus, als…

„Hast du ein Gespenst gesehen?" fragte er besorgt, als er sich neben ihn auf die Bank gleiten ließ.

„So könnte man es nennen, vermute ich. Ja." Luke starrte blicklos vor sich in den Fischteich.

Cass legte den Kopf schief und musterte ihn prüfend. „Laß mich raten. Du hast herausgefunden, daß dein Vater doch kein so übler Kerl ist, hm? Und das macht dir zu schaffen."

„Ist das denn so verwunderlich?" Luke wandte endlich den Blick und fühlte sich ein wenig an Chewbacca erinnert, der ihn ebenfalls immer so ansah, wenn er sich Sorgen um ihn machte. „Mein ganzes Leben lang wurde mir erzählt, Darth Vader sei der Inbegriff des Bösen – bis auf die imperialen Sendungen, aber wer glaubt denen schon im Outer Rim? Und jetzt entdecke ich nicht nur, daß er mein Vater ist, sondern auch, daß er Gefühle hat. Daß er mich mag."

„Mehr als das, mein Freund. Ich diene jetzt schon eine ganze Weile unter ihm, aber so hab ich ihn noch niemals erlebt. Glaub mir."

Luke seufzte. „Ich glaube, darüber muß ich erst eine Weile nachdenken… und verdauen, was er mir erzählt hat. Um ehrlich zu sein, das hat mich komplett überrollt."

„Man sieht's." Cass schmunzelte. „Ok. Willst du hierbleiben oder in dein Quartier zurück?"

„Mein Quartier. Vielleicht kann ich ein wenig… schlafen."

„Gut. Dann komm."

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Und Vader war auf dem Weg zu Veers. Er brauchte auch jemanden, der ihn auffing, auch wenn er das niemals zugeben würde und niemand es je erfahren durfte. Er war zutiefst aufgewühlt, weil er in Gedanken all die wichtigen und einschneidenden Momente seines Lebens nochmals durchlebt hatte – aber das waren vertraute Phantome, die ihn des öfteren heimsuchten, vorzugsweise nachts, in Alpträumen. Stärker berührten ihn Lukes Reaktionen, die Nähe, die das Gespräch aufgebaut hatte, das entstandene Vertrauen… vielleicht konnte es doch noch funktionieren. Vielleicht glaubte er ihm, kam zu ihm, blieb bei ihm… aus eigenem Willen.

Bei Cass und Veers war er gut aufgehoben. Und den Mächten sei Dank war Max ein so schneller Denker und kannte ihn so gut, daß er sofort gewußt hatte, was er sagen und wie er reagieren mußte, als er in der Messe überfallen worden war. Vader lächelte. Max… was würde er nur tun ohne ihn? Und ohne Piett, Cass und einige andere brillante Männer an Bord dieses Schiffes. Die EXECUTOR war ein hervorragendes Schiff. Und sie war sein. Palpatine hatte keine Ahnung, welcher Stachel da in seinem Fleisch steckte.

Wenn es wirklich so weit war, würde ihm vermutlich mehr als die Hälfte der Flotte folgen… an die 80 Prozent, wenn er Glück hatte. Und einige wichtige Planeten überall in der Galaxis. Und sie würden den Rest mitziehen… Aber noch war die Zeit nicht reif. Noch mußte er den treuen Diener spielen. Vader sein. Aber das würde er wohl offiziell Zeit seines Lebens sein müssen… Egal. In gewisser Weise half ihm das sogar, es ermöglichte ihm ein Privatleben ohne Helm und Maske. Mit seiner – hoffentlich – Familie.

Er stoppte vor Veers' Tür und betätigte den Summer. Ihm wurde beinahe umgehend geöffnet, von einem lächelnden Max, der ohne Scheu und liebevoll zu ihm aufsah. „Ich ahnte, daß du kommen würdest. Wie lief es?"

Vader trat ein und versah die Tür mit einem doppelten Schild – schalldicht und dergestalt, daß jeder, der sich ihr nähern wollte, sich plötzlich an etwas anderes, wichtiges erinnerte und abdrehte.

„Es war… überraschend." meinte Vader langsam. „Er war sehr offen. Mehr als ich erwartete. Und er schien mir zu glauben… vielleicht sogar zu vertrauen."

„Sehr schön!" Veers lächelte erfreut. „Wo ist er jetzt?"

„Ich habe ihn im Garten zurückgelassen und Cass zu ihm geschickt."

„Gut."

Max sah zu ihm auf, prüfend. Die schwarze Maske war wie üblich nicht zu deuten, und doch… „Wie geht es dir?"

„Ich bin… aufgewühlt." gab Vader zu. Max nickte langsam, konnte aber den Blick nicht von ihm abwenden. Wieder einmal sah er seinen Geliebten vor sich, ungläubig, daß es tatsächlich wahr war.

„Warum siehst du mich so an?" wollte der schwarze Lord wissen. In seiner Stimme mischte sich Amüsement mit Neugier.

„Ich könnte dich stundenlang ansehen." Veers lächelte nur, vollkommen entspannt und glücklich. „Du bist wunderschön. Machtvoll, majestätisch, kühl… und doch voller Feuer und Leidenschaft."

Vader starrte einen Moment lang auf ihn hinunter, reglos. Und irgendwie schien sich dann ein Wandel zu vollziehen, deutlich und doch, ohne daß er großartig etwas getan hätte – außer vielleicht, sich noch ein wenig mehr aufzurichten, so… und die breiten Schultern noch etwas mehr zurückzunehmen… so

Er schwieg, und nur der stete Rhythmus des Beatmers drang durch den Raum, als die unsichtbaren Augen auf dem General ruhten, ihn regelrecht zu durchdringen schienen. Veers überlief ein Schauer, und unwillkürlich straffte sich auch seine eigene Haltung.

„Was erlaubt Ihr Euch, General?" grollte dann die sonore Stimme ohne Vorwarnung kalt, machtvoll und stählern. „Euer Verhalten Eurem kommandierenden Offizier gegenüber grenzt an Insubordination." Langsam, beinahe in Zeitlupe, setzte sich Vader in Bewegung, kam näher. Er schien auf unsichtbaren Schienen über den Boden zu gleiten, so fließend und elegant waren seine Bewegungen, und Stimme und Gestalt schickten regelrechte Schauerregen über Max' Rücken. Er verfluchte den Repulsorstuhl, verfluchte seine Beine, versuchte, seine plötzlich trocken gewordene Zunge wieder zum Sprechen zu bewegen.

„Verzeihung, Mylord." kam es nur mühsam heraus. „Ich habe mich wohl… vergessen."

„Offensichtlich!" knurrte Vader. Er stand mittlerweile hinter ihm, seine schiere Präsenz war so groß, daß Max' Nackenhaare samt und sonders aufrecht standen.

Mit beinahe quälender Langsamkeit senkte sich eine mit schwarzem Leder umkleidete Pranke auf seine Schulter, ruhte dort schwer und oh, so köstlich, bevor sie bedächtig weiter seine Brust hinunterglitt, wo sie kurze Zeit später Gesellschaft von ihrem Gegenstück bekam. Lange Finger glitten wissend über sein Fleisch, jagten Schauerexplosionen durch seinen Körper, quälten ihn stumm… kamen wieder höher und rissen ohne Vorwarnung seinen Kopf am Kinn so zurück, daß er gezwungen wurde, den hinter ihm stehenden dunklen Lord anzusehen und sein Kopf an dessen Körper gepreßt wurde.

Max keuchte auf, seine Hände krampften sich um die Lehnen des Stuhls, und er spürte deutlich, wie seine Erregung wuchs – und sich auch bereits sichtlich abzeichnete. War da ein leises, beinahe unhörbares Kichern hinter ihm? Oder in seinem Kopf? Aber Vader ließ sich nichts anmerken, als die Hände nun sein Gesicht erkundeten, warmes Leder anregend duftend über seine Wangen und Augen strich, ein Daumen sinnlich und einladend über seine Lippen fuhr. Ein Stöhnen brach sich Bahn.

„Na, na, na. Ich muß doch sehr bitten – von einem Offizier des Imperiums erwarte ich mehr Beherrschung, General." kam es auch umgehend und eindeutig spöttisch. Die Hände ließen ihn los, doch bevor er enttäuscht sein konnte, fühlte er sich angehoben, ohne berührt zu werden. Vader ließ ihn mit Hilfe der Macht aufs Bett schweben, legte ihn dort sanft ab – ein wenig schräg, die Beine weg von ihm – und zwang dann nacheinander seine Hände neben seinen Kopf, wo sie wie mit unsichtbaren Handschellen von der Macht fixiert wurden.

Der dunkle Lord schickte mit einer schlichten Handbewegung den Stuhl beiseite und trat neben das Bett, um amüsiert auf ihn herabzusehen. Eine Hand glitt wie beiläufig über die Erektion unter dem Stoff der Hose, und wieder konnte Max ein Stöhnen nicht unterdrücken.

„Ihr hört mir nicht zu, wie es scheint."

Vader nahm auf der Bettkante Platz, seine Hände begannen damit, die Jacke zu öffnen und beiseite zu schieben, ebenso das darunterliegende Hemd. Dann streichelten sie sanft, lockend, über die nackte Brust, und Max erschauerte und wand sich vor Begierde. Wie gern würde er Vader ebenfalls berühren, ihn spüren, an sich ziehen… aber dieser schien zunehmend Vergnügen an dieser kleinen, subtilen Folter zu finden. Er lachte nun hörbar und bewegte seine Hände in tiefere Regionen. Die Hose war im Nu offen, die Unterhose achtlos ein Stück heruntergezogen, und eine starke Hand umfaßte seinen Schaft, begann langsam, ihn zu stimulieren – und seine Erregung wuchs noch mehr. Max keuchte, Schweiß stand auf seiner Stirn und seiner Brust, und er wehrte sich heftig gegen seine Fesseln.

„Unglaublich." grollte der dunkle Lord. Er erhob sich, was Max ein protestierendes Geräusch entlockte, und trat an die Schränke des Generals. Nach ein, zwei Blicken hatte er gefunden, was er suchte, und kam mit einem Hemd zurück, das er schnell und geschickt zusammenlegte und Max in Augenhöhe um den Kopf wand. „Ich denke, ein wenig Blindheit könnte Euch guttun. Vielleicht hilft es Euch, Eure Beherrschung wiederzufinden."

Natürlich war genau das Gegenteil der Fall. Max warf stöhnend den Kopf in den Nacken, soweit es ging, wand sich und wölbte sich auf im Begehren, Vader nahe zu sein. Wieder strichen die zärtlichen Hände über seinen Körper, neckten, reizten ihn – und dann zischte es unverhofft, das Geräusch des Beatmers verstummte. Max erstarrte, keuchend, erwartungsvoll.

„Interessant." spöttelte die sanfte, warme Stimme. „DAS also bringt Euch zur Ruhe? Nun, laßt uns doch mal sehen, wie lange…"

Und schon legten sich hungrig feste Lippen auf die seinen, eine Zunge glitt verlangend und leidenschaftlich darüber, forderte Einlaß und bekam ihn umgehend gewährt.

Der erste Kuß schien endlos und brachte ihn in seiner Intensität einer Ohnmacht nahe. Vaders Zunge tanzte mit der seinen, lockte, forderte, während seine Hände über seinen Körper wanderten, ihn stimulierten und beinahe in den Wahnsinn trieben. Und dann glitten Lippen und Zunge tiefer, wanderten über Wange und Hals zu seinen Brustwarzen, neue Funkenregen erzeugend, und über den Nabel zu seiner Scham und seinem Schaft… und dann versank seine Welt endgültig in purer Ekstase und schierem, purem Glück.

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In seinen Räumen – besser gesagt, dösend auf seinem Bett – spürte Luke durch die Macht die Erregung seines Vaters. Er konnte sie nicht richtig einordnen, aber er fühlte das reine Glück, das Vader durchströmte, und ahnte zumindest, WAS gerade passierte. Und so genau wollte er es eigentlich auch gar nicht wissen, wenn auch die Neugier auf das „mit wem" durchaus da war. Corva vielleicht, die Bordärztin? Sie war die einzige Frau, die er bislang gesehen hatte an Bord, und sie hatte gesagt, sie würde ihn mögen.

Sein Vater konnte also wirklich lieben… das war ein irgendwie beruhigender und tröstender Gedanke. Jemand, der liebte, konnte nicht schlecht sein.

Mit einem Lächeln auf den Lippen glitt er hinüber in den Schlaf.