Anmerkung der Autorin:
Traurigerweise gehört mir nichts.
Also, ein großer Teil dieses Kapitels ist ein 'Stück aus dem Leben' bis auf das Ende, wo es ein bisschen angespannt wird.
Anmerkung der Übersetzerin:
Sorry für die Verspätung - mir ist das richtige Leben dazwischen gekommen...
Das Original findet ihr wie immer unter "www Punkt fanfiction Punkt net /s/7673707/1/Bleach-and-the-Half-Blood-Prince".
Anmerkungen zum Textformat:
"Parselzunge"
Kapitel 25
Bald war auch für sie Weihnachtszeit, aber in diesem Schuljahr gab es ein paar andere Pläne für die Feiertage. Jetzt, wo sie das Spezialtor in Betrieb hatten und innerhalb von fünfzehn Minuten nach Hause gelangen konnten, würden die Japaner nicht in Hogwarts bleiben, wie sie es im letzten Jahr getan hatten. Allerdings würden die vier Shinigami umgehend in die Soul Society zurückkehren, sobald sie in Karakura angekommen waren, und Yuzu und Karin würden ihre Zeit aufteilen, um Masaki zu besuchen. Tatsuki hingegen würde mit Harry zum Fuchsbau gehen, um die Feiertage mit den Weasleys zu verbringen. Ihr mochte danach sein, Ron auf den Mund zu schlagen, aber sie war immer noch mit Ginny befreundet und sie wollte Fred sehen. Also hatte sie Mrs. Weasleys Einladung zu einem Besuch über die Feiertage angenommen, als diese mit Errol, der alten, klapprigen Familieneule der Weasleys, angekommen war. Es war eine Einladung, das wussten alle, die nur deswegen ausgesprochen worden war, um Tatsuki und Fred zusammen zu sehen. Tatsuki zuckte nur mit den Achseln. Ihr machten die Hintergedanken nichts aus und sie mochte Mrs. Weasley.
Die größte Veränderung in diesem Jahr war, dass Harry und Ginny nun miteinander ausgingen. Ron war über diese Entwicklung geteilter Meinung - weil er ein wenig schüchtern war, mochte Harry keine öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung außer Händchen halten, also musste Ron sich keine Gedanken darüber machen, dass er jedes Mal, wenn er sich umdrehte, seinen besten Freund mit seiner kleine Schwester knutschen sah; andererseits aber... na ja, es war sein bester Freund... und seine Schwester. Harry wies nicht darauf hin, dass er jeden Abend zusehen musste, wie Ron und Lavender sich wie ein Paar Oktopusse betatschten, was sogar Ichigo abstoßend fand. Wenigstens begrapschten Rukia und er sich im stillen Kämmerlein... wenn sie die Gelegenheit dazu hatten.
Obwohl viele Mädchen traurig über die Veränderung in Harrys Beziehungsstatus waren, waren genauso viele an der Neuigkeit interessiert, dass er und Ginny jetzt ein Paar waren. Er war sich des ganzen Klatsches erfreulicherweise nicht bewusst, obwohl er, als Ichigo ihn darauf aufmerksam machte, rot wurde und sagte, dass es eine erfreuliche Abwechslung war, dass man wegen etwas, dass ihn glücklich machte, über ihn redete.
"Nun, ich denke immer noch, dass sie bessere Gesprächsthemen haben sollten", kommentierte Ginny sauer. Sie saß auf dem Boden, las den Tagespropheten und benutzte Harrys Beine als Rückenlehne. "Ich meine, schaut euch das an", sie deutete auf die Nachrichten. "Drei Angriffe von Dementoren in der letzten Woche und das Einzige, was diese dämliche Romilda Vane mich fragen kann ist, ob es wahr ist, dass du einen Hippogreifen auf die Brust tätowiert hast."
Ron gluckste vor Lachen. Rukia sah mit einem Grinsen von ihren Hausaufgaben hoch.
"Was hast du ihr erzählt?" fragte sie, während Tatsuki leise kicherte.
"Ich habe ihr gesagt, es wäre ein ungarischer Hornschwanz", grinste Ginny die zierliche Shinigami an. "Viel machohafter."
Darüber musste auch Harry lachen. "Danke", sagte er.
"Was hast du ihr erzählt, das Ron hat?" fragte Ichigo, der den zweiten Teil ihres Gesprächs mitbekommen hatte. Er war mit Uryu und Hermine in der Bibliothek gewesen. Hermine ging an allen vorbei zu den Schlafsälen der Mädchen, wobei sie die Gruppe komplett ignorierte. Rukia, Tatsuki und Ginny wechselten deswegen einen Blick und Ichigo seufzte. Sie und Ron hatten seit dem Spiel nicht miteinander gesprochen.
"Einen Minimuff, aber ich habe nicht gesagt wo..." erwiderte Ginny mit einem zornigen Funkeln in den Augen.
Hermine warf einen schnellen Blick zurück über die Schulter ehe sie die Treppe hinauf rannte. Rukia presste die Lippen fest zusammen und Ichigo war sehr froh darüber, dass ihr Zorn nicht auf ihn gerichtet war. Sein Schienbein schmerzte immer noch von ihrem letzten Streit. Tatsächlich hatte sie ihm dafür gedankt, dass er mehr Zeit mit Hermine verbrachte als mit Ron (direkt bevor sie ihn getreten hatte) - worauf er geantwortet hatte, dass es kein Problem wäre, er zog Hermine Ron vor... Mizuiro, der so sehr an Keigo gewöhnt war, konnte mit Ron viel einfacher umgehen und diesen Auftrag übernehmen.
"Pass auf", sagte Ron, der mit einem Stirnrunzeln auf Harry und Ginny deutete. "Nur weil ich meine Erlaubnis gegeben haben bedeutet das nicht, dass ich sie nicht widerrufen kann -"
"Da kommt es", seufzte Ichigo während Rukia die Augen verdrehte.
"Deine Erlaubnis?" lachte Ginny verächtlich. "Seit wann gibst du mir die Erlaubnis irgendetwas zu tun? Außerdem hast du selber gesagt, dass Harry dir lieber wäre als Michael oder Dean -"
"Jah, wäre er mir", gab Ron zögernd zu. "Fangt nur nicht an, euch in der Öffentlichkeit abzuknutschen..."
"Du Heuchler!" Ginny sprang auf die Füße und beugte sich mit Feuer sprühenden Augen über ihren Bruder. Harry dachte, dass sie wundervoll wild aussah. "Was ist mir dir und Lavender, so wie ihr überall rumzuckt wie ein Paar Aale?"
Ron bekam keine Gelegenheit zu antworten, da Lavender und Parvati den Gemeinschaftsraum der Gryffindors betraten und sie sich mit einem ekstatischen "Won Won!" auf Ron stürzte.
Rukia, Tatsuki und Ginny warfen ihnen einen angeekelten Blick zu, wünschten Harry und Ichigo eine Gute Nacht und verschwanden. Parvati starrte das Paar einen langen Moment mit einem Gesichtsausdruck an, als müsse sie sich übergeben, ehe sie den Jungen zunickte und hinterher ging.
Ichigo und Harry starrten Ron und Lavender eine lange Minute an.
"Harry?"
"Ja?"
"Wenn ich noch eine Minute mit ihnen im selben Raum bleiben muss, verliere ich mein Abendessen."
"Da stimme ich dir völlig zu."
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Ron und Hermine sprachen weiterhin nicht miteinander - tatsächlich hatte sie einen Schwarm Kanarienvögel heraufbeschworen und ihm die kleinen gelben Sänger mit einem wilden Angriff auf den Hals gehetzt, von dem er noch Tage später Narben trug. Sowohl Rukia als auch Tatsuki hatten ihr für diese Leistung High-Five und Ichigo ein Zwinkern und einen Daumen nach oben gegeben.
Andererseits war Neville auf Wolke Sieben, als Orihime errötend einwilligte, sein Date bei Slughorn's Weihnachtsparty zu sein und Luna ging tagelang wie benommen umher, nachdem Uryu sie eingeladen hatte, mit ihm zugehen. Als ob das niemand hatte kommen sehen, hatte Tatsuki dem Rest von ihnen zugemurmelt. Sie selbst benahm sich sehr geheimnisvoll, was ihre eigene Begleitung für den Abend anging. Sie hatte einen festen Freund, wenn sie also jemand anderen einlud, konnte es von anderen Leuten fehlgedeutet werden...
Die Mädchen hingen so viele Mistelzweige in den Schulfluren auf, dass sie anfingen, wie eine Erweiterung des Gewächshauses - oder des Waldes - auszusehen. Ichigo, Harry und Toshiro mussten oft alternative Wege durch die Schule finden, die entweder frei von Mädchen oder frei von Mistelzweigen waren. Harry hatte wenigstens die Karte des Rumtreibers als Hilfe, außerdem kannte er sich ziemlich fit mit den Gängen des Schlosses aus. Er und Ichigo benutzten sie jetzt oft, um ungesehen zu ihren Unterrichtsstunden zu gelangen. Toshiro, der nicht ihn ihrem Unterricht oder ihrem Jahrgang war, musste sich auf seine Geschwindigkeit und Kido verlassen, um seinen Bewunderern zu entkommen. Die drei kamen oft nur knapp pünktlich zum Unterricht und kamen oft im letzten Moment hinein gerannt. Die Professoren hatten aber Verständnis für ihre Zwangslage und nur einer oder zwei zogen ihnen tatsächlich Punkte für Unpünktlichkeit ab. Professor Snape hatte von seiner Tür aus amüsiert zugesehen, als die beiden eine Schar abgewehrt hatten, von denen eine tatsächlich den Ärmel von Ichigos Umhang zerrissen hatte, als dieser in die relative Sicherheit des Klassenraums für Verteidigung gegen die dunklen Künste abgetaucht war, da der Schwarm eifriger Mädchen nichts mit dem einschüchternden Hauslehrer von Slytherin zu tun haben wollte. Es war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen Harry tatsächlich dankbar für Snapes Anwesenheit war. Er zog ihnen keine Punkte ab, da sie knapp pünktlich waren, und Harry Punkte abzuziehen bedeutet hätte, dass er auch Ichigo hätte Punkte abziehen müssen; und es gab nur wenige Dinge, für die er Ichigo tatsächlich Punkte abziehen würde. Ihn mit ein wenig Unterhaltung zu versorgen war keines davon.
"Sack Zement", murmelte Ichigo, als er und Harry in einem der Gänge fest steckten und darauf warteten, dass die Luft rein war. Das Problem mit den Mistelzweigen war, dass sie Mädchen anzogen - große Gruppen davon - was Straßensperren in den Gängen für die anderen Schüler verursachte, was ihre Aufgabe nur noch erschwerte. "Es muss dafür eine bessere Methode geben als das hier."
"Ich bin offen für Vorschläge."
Die Situation machte Rukia - und Ginny - ausgesprochen reizbar. Wenn man noch eine schon normalerweise streitsüchtige Karin und eine beleidigte Hermine dazu gab...
Die weibliche Hälfte des Hauses Gryffindor war nicht glücklich mit den Umständen dieser Weihnachtssaison. Besonders seit Rukia, trotz Ichigos besten Bemühungen, es geschafft hatte, eine Ausgabe von Zaubertränke im Vierteljahr in die Finger zu bekommen. Uryu und Momo versuchten sie zu beruhigen als sie sah, dass Momo irrtümlich für Ichigos Verlobte gehalten worden war, erklärten wie die Situation gewesen war, aber Ichigos Schienbeine hatten dennoch den Preis dafür gezahlt. Außerdem redete sie einen ganzen Tag lang nicht mit ihm und sie war so zornig, dass man ihr Reiatsu auf der anderen Seite der Schule spüren konnte.
Hermine war ständig auf der Mädchentoilette, wohin Harry ihr nicht folgen konnte, um ein Kumpel zu sein. Also musste er sich auf ihre anderen Freunde verlassen, um sie zu trösten. Ginny stellte fest wie es war, in Rukias Schuhen zu stecken: Keines der an Harry interessierten Mädchen betrachtete ihn als 'vergeben', sehr zu ihrem Missfallen. Mehrere wurden von ihrem Flederwicht-Fluch getroffen, ehe sie die Botschaft verstanden. Karins Geduldsfaden wurde aus demselben Grund im Laufe der Zeit immer kürzer. Ichigo kommentierte griesgrämig, dass es sich wie ein déjà vu anfühlte... außer dass Toshiro dieses Mal auch aus einem zweiten Grund gereizt war: Karins Erfolg auf dem Quidditch-Feld hatte sie plötzlich für das männliche Geschlecht attraktiv gemacht. Er fand heraus, wie man sich auf ihrer Seite der Gleichung fühlte. Er hatte nicht Ichigos Ball sprengenden Ruf, um die Konkurrenz abzuschrecken.
Und er konnte es nicht leiden, kein bisschen. Wenn sie also nicht in seiner Nähe herumlungerte um die Scharen von Mädchen zu vertreiben, die ihn für süß hielten, kopierte er Ichigos finsteren Blick und ließ Eis auf den Wänden entstehen, wenn er Jungs sah, die versuchten, mit Karin zu flirten. Dies fanden wenigstens die älteren Teenager und Shinigami ziemlich amüsant, und Momo flüsterte Ichigo zu, dass sie es nicht erwarten konnte, Matsumoto davon zu erzählen... was ihn in Gelächter ausbrechen ließ. Toshiros Vizekommandantin würde damit ihren Spaß haben. Ihr Kommandant benahm sich endlich wie ein typischer Teenager.
Allerdings hatte Hermines ganze Zeit auf der Toilette sie auf ein potenzielles Problem aufmerksam gemacht, vor dem sie Harry und Ichigo warnte.
"Es gab ungefähr ein Dutzend Mädchen, die alle versucht haben sich zu entscheiden, wie sie euch einen Liebestrank unterschieben."
Ichigo ächzte und ließ seinen Kopf auf den Schreibtisch fallen. "Nicht schon wieder! Hatten wir das nicht im letzten Jahr?"
Hermine, deren Lippen leicht zuckten, nickte. "Es fühlt sich an, als ob wir das schon mal durchgemacht hätten, oder? Um dich mache ich mir keine Sorgen, Ichigo - du hast dein eigenes Vorsorgemittel genommen - aber du macht am besten eins für Harry."
"Mache ich morgen", nickte er und dachte, dass an Stelle von Luna, die etwas im Mädchenklo mitgehört hatte, es in diesem Jahr Hermine war.
"Diese Romilda Vane ist besonders entschlossen. Ich schätze, Ginny wird nach dem nächsten Spiel "vergessen zu bremsen" und in sie hinein fliegen müssen, oder sie mit dem Flederwicht-Fluch erwischen", Hermine schüttelte den Kopf. "Und es ist einer von Freds und Georges Zaubertränken, also befürchte ich, dass er ziemlich effektiv sein wird..."
"Ich dachte, die wären alle verboten!" fragte Rukia zornig nach, die ihre Stimme leise hielt, da sie sich in der Bibliothek befanden. Hermine weigerte sich, sich zur selben Zeit wie ein gewisser Ronald Weasley im Gemeinschaftsraum aufzuhalten, also mussten sie sich mit Hermine in der Bibliothek treffen. Da dies auch der Ort war, wo sie sich mit Uryu traf, damit sie an dem arbeiten konnten, woran auch immer sie arbeiteten... trafen sie sich einfach vor oder nach der festgelegten Uryu-Zeit. Harry wusste allerdings immer noch nicht, was sie vor hatten. Sie waren deswegen extrem geheimnistuerisch. Er wusste, dass die drei während der täglichen Postlieferung Antworten per Eule bekamen, die sie sofort weg steckten und wahrscheinlich den anderen beiden zu einem späteren Zeitpunkt zeigten. Sie waren allerdings wegen dem, an dem sie arbeiteten, extrem verschlossen. Er wusste, dass Ichigos Computer und große Bögen Pergament darin verwickelt waren.
"Sie werden getarnt verschickt - Teil ihres Eulen-Bestell-Services", erklärte ihr Verlobter mit einem Seufzen. Er war sehr froh, dass er dieses Gegenmittel entwickelt hatte. Es machte sein Leben so viel einfacher... und Fred und George schickten ihm jeden Zaubertrank ehe er in ihre Regale kam, damit er ihn sich ansah - und um zu sehen, ob er ihn verbessern konnte. Er fühlte sich durch ihr Vertrauen in ihn geschmeichelt. Er hatte seine Notizen über die Minimuffs weitergeschickt und Fred hatte ein überschwängliches Dankeschön zurück geschrieben... sie züchteten sie jetzt in allen Farben und sie konnten sie nicht schnell genug nachzüchten. Die Hausfarben waren besonders beliebt.
"Na ja, sei einfach vorsichtig damit, was du isst und trinkst, bis Ichigo dir diesen Zaubertrank besorgen kann", mahnte Hermine.
"Also - sie schmuggeln Dinge in die Schule, getarnt als etwas anderes?" bemerkte Harry nachdenklich, der Ichigo ansah, der wiederum die Augen verdrehte und nickte - daran hatte er schon gedacht. Harry nickte und ließ es dabei bewenden. Er wollte nicht wieder mit Ichigo streiten; aber er war immer noch sehr neugierig wegen Malfoy. Er wusste, dass Ichigo es endlich geschafft hatte, sich ein paar Mal wegen ihres Projektes mit ihm zu treffen - Hermines war bereits fertig, sie hatte das Glück gehabt, Uryu zu ziehen - sie waren wahrscheinlich noch am selben Tag fertig geworden. Aber er sah immer sehr mürrisch und frustriert aus, wenn er von seinen Treffen mit Malfoy zurück kam.
Als er von einem dieser Treffen zurück kam, hatte er das 'Vergnügen' gehabt, Smith zu begegnen - der sich mit Ichigos Zauberstab auf seine Nase gerichtet wiederfand, wobei der Kommandant der Fünften Kompanie ihn extrem finster anblickte. Smith hatte schwer geschluckt; da alle zum Abendessen unterwegs waren, war der Flur voller Leute gewesen und Ichigo hatte es geschafft, Smith mit dem Rücken an eine Wand zu drängen. Es hatte mehrere lange Minuten gedauert, aber beide wurden sich der Anfeuerungsrufe "Tu es! Tu es! Tu es!" aus dem Hintergrund bewusst... Die gesamte Schule - sogar Smiths eigenes Haus - feuerte Ichigo an, ihn in ein Kaninchen zu verwandeln. Sie wollten sehen, wie er es tat. Sie hatten alle gehört, dass er eine Menge Todesser in Kaninchen verwandelt hatte; jetzt wollten sie sehen, wie der den Zauber tatsächlich ausübte, wollten sehen, ob er es wirklich, tatsächlich tun konnte, oder ob es eine leere Drohung war. Nur ein Waggon voller Leute hatte gesehen, wie er es im letzten Jahr mit Crabbe und Goyle auf der Reise nach Hause gemacht hatte, aber niemand hatte ihnen geglaubt.
"Mr. Kurosaki! Was machen Sie da?!" Professor McGonagall eilte vorwärts und drängte sich mit einem alarmiertem Gesichtsausdruck durch die Menge. Ein paar Leute ächzten enttäuscht als sie ankam, da sie wussten das niemand bei klarem Verstand es tatsächlich unter den Augen eines Lehrers tun würde - er würde einen Monat lang Strafarbeiten bekommen, wenn er das tat.
"Ich bin kurz davor, Smith in ein Kaninchen zu verwandeln..." erwiderte Ichigo, dessen Augen nicht von dem anderen Jungen wichen.
"Das werden Sie mit Sicherheit nicht!" blaffte sie im vorwärts gehen, wobei ihr Akzent deutlicher wurde. "Ich verstehe, dass er Sie mit dem, was er während des Spiels gesagt hat, verärgert hat, aber nur weil Sie die Fähigkeit dazu haben bedeutet das nicht, dass sie herumlaufen und jeden der Sie erzürnt in Nagetiere verwandeln können!"
"Warum nicht? Ich glaube, dass es ihm gut tun würde, wenn er ein paar Minuten lang Appetit auf Karotten hat", konterte Ichigo, der seinen Blick nie von Zacharias abwandte, der stark schwitzte.
"Wie dem auch sei, ich will, dass Sie Ihren Zauberstab wegstecken! Sofort!" befahl sie.
Ichigo tat es grummelnd - aber dann beugte er sich vor und flüsterte: "Du bekommst einen Aufschub, Smith. Glaub nicht, dass ich das hier vergesse." Während er fortging bemerkte er Blaise Zabini, der abseits stand und ihn beobachtete. "Und dich habe ich auch nicht vergessen, Zabini."
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Harry hatte sich ab und zu mit der jungen Schlange Hebi unterhalten und er hatte entdeckt, dass das Tier einen trockenen Sinn für Humor hatte. Einiges von dem, was den Mund des kleinen Reptils verließ, hatte seine Zimmergenossen - sobald Harry es an sie weitergegeben hatte - lauthals lachen lassen. Seamus lachte einmal so heftig, dass er von seinem Bett gefallen war.
Hebi mochte Ichigo ziemlich gern - und Yoruichi (sie war so schön warm). Er mochte auch Hermine, Karin und Tatsuki. Allerdings mochte er weder Ron noch Lavender und, seltsam genug, Rukia (er sagte, sie wäre frostig, was auch immer das bedeutete, obwohl Ichigo es zu verstehen schien) obwohl er sie um Ichigos Willen tolerierte. Wenn Ichigo ihn abends im Gemeinschaftsraum heraus ließ, gab Hebi laufende Kommentare zum Kommen und Gehen ab, bei denen Harry sich zwingen musste, nicht zu lachen.
Ichigo legte Wert darauf, mit ihm in den Fluren gesehen zu werden - und da er wusste, was seine Aufgabe war, stellte Hebi ebenfalls sicher, dass die anderen Schüler ihn sahen. Er mochte das Gefühl, herumgetragen zu werden - und sobald Ichigo feststellte, dass die Schlage als Mädchen-Abwehr funktionierte (es stellte sich heraus, dass sogar die Slytherins lebende, atmende Schlangen nicht besonders mochten) versuchte er, ihn öfter mitzunehmen. Dafür betrachtete Rukia ihn mit Wohlwollen, selbst wenn das Gefühl nicht vollständig erwidert wurde.
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Orihime ging neben Momo und Mizuiro glücklich summend den Flur entlang. Sie war sich der bewundernden Blicke der männlichen Schüler nicht bewusst, ihre Gedanken waren vollständig auf den Unterricht in Zauberkunst gerichtet.
Sie war überrascht, wie glücklich sie war. Sie hatte nicht gedacht, dass sie es je sein würde, nachdem sie den Mann, von dem sie gedacht hatte, dass sie ihn für fünf Leben lieben würde, an eine andere Frau verloren hatte. Zuerst war der Schmerz beinahe unerträglich gewesen. Sie hatte versucht, sich für Ichigo und Rukia zu freuen... sie waren so sehr glücklich miteinander... es war einfach zu offensichtlich. Tatsächlich war sie so weit gegangen dabei zu helfen, die beiden zusammen zu bringen. Sie wollte, dass sie glücklich waren, sie waren ihre Freunde.
Dann war Midori-chan bei ihr eingezogen und die Shinigami hatte ihre Schauspielerei direkt durchschaut. Sie hatte Monate damit verbracht, das jüngere Mädchen zu beraten, bis Orihime das Gefühl hatte, dass der Schmerz nachließ - und sie war tatsächlich wirklich glücklich für das Paar. Sie war sich nicht sicher gewesen, dass sie jemals jemanden finden würde, den sie so gern haben könnte wie Ichigo...
Und dann war sie buchstäblich gestolpert und einem anderen Jungen in den Schoß gefallen. Nicht so gutaussehend, nicht so stark, nicht so klug... aber auf seine eigene einzigartige Weise genauso tapfer - und, wie sie entdeckte, genauso perfekt. Für sie.
So viel zu fünf Leben.
"Du hast heute aber gute Laune, Orihime", bemerkte Mizuiro, der einen amüsierten Blick mit Momo wechselte.
"Jep!" erwiderte sie fröhlich. "Ich habe sehr gute Laune!"
"Hat Neville dich zu Professor Slughorns Party eingeladen?" fragte Momo mit einem wissenden Lächeln.
"Oh, ja! Das hat er - ich werde meinen Kimono tragen statt eines Festumhangs - was haltet ihr davon?"
"Tatsächlich haben Rukia und ich über dasselbe geredet", nickte Momo. "Und sie versucht Ichigo dazu zu bringen, seinen zu tragen. Sie hat sie ohne sein Wissen eingepackt."
"Wirklich? Nun ja, er wird es tun - für Rukia", sagte Orihime mit einem genauso wissenden Lächeln. "Beeilen wir uns, dass wir in den Unterricht kommen!"
Momo und Mizuiro konnten kaum ein Kichern unterdrücken - sie wussten beide warum sie es so eilig hatte, zu Zauberkunst zu kommen... und es hatte nichts mit Professor Flitwick und alles mit Neville Longbottom zu tun.
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Harry und Ichigo waren inzwischen immer noch dabei, begeisterten Anhängern auszuweichen. Besonders Romilda Vane war extrem hartnäckig. Sie hatte versucht, Harry sowohl Goldlackwasser als auch Schokoladenkessel zu geben, die zweifellos Liebestränke enthielten. Trotz dem was sie Ginny gefragt hatte, hatte sie Harry noch nicht aufgegeben. Nicht, dass er sich ihretwegen Sorgen machte - er hatte bereits Ichigos vorbeugendes Mittel gegen Liebestränke genommen. Er hatte allerdings die Schokolade in seinem Koffer eingeschlossen, damit niemand anderes sie bekommen würde, bis er herausfinden konnte, wie er sie sicher loswerden konnte.
Harry hatte noch etwas herausgefunden - Hebi war sehr gut darin, Liebestränke aufzuspüren. Er konnte die winzigen Partikel in der Luft um das Essen herum schmecken und Harry und Ichigo warnen, wenn etwas nicht sicher war. Alle anderen waren von dieser Fähigkeit beeindruckt und die kleine Schlange war sowohl beliebt als auch verhasst geworden. Wenn er nicht bei Ichigo war, war er allein in seinem Käfig... er war verletzbar. Da die Mädchen in die Schlafsäle der Jungen kommen konnten (aber die Jungs nicht in die der Mädchen) hatten die Jungen sich eine Methode einfallen lassen, um das kleine Reptil zu beschützen, wenn es allein war.
Daher also Kido.
Wenn er Hebi zurück ließ, war Ichigo gezwungen, einen Kido-Zauber als Schutz um seinen Käfig zu legen. Er verschlüsselte den Zauber auf bestimmte Leute - Harry, Rukia, Yoruichi, Karin, Tatsuki, Hermine - nur für den Fall, dass er nicht in der Nähe war. Und es war auch gut so - er war eines Tages aus dem Unterricht zurückgekommen und hatte eine stinksaure Yoruichi und einen funkelnden Kido-Zauber vorgefunden... was bedeutete, dass jemand versucht hatte, sich daran zu schaffen zu machen. Yoruichi hatte Blut an ihren Krallen, die Rukia ihr zur Belohnung vorsichtig säuberte (wobei sie sie unglaublich verwöhnte, was Kisuke gewöhnlich nicht tat). Er zog es vor, kein großes Aufhebens darum zu machen, aber er hielt ein Auge offen nach allen Mädchen, die ziemlich tiefe Kratzer davon getragen hatten, genau wie seine Freunde. Hermine erzählte ihm später, dass sie sich angemessen um sie gekümmert hatten. Allerdings sagten sie ihm nicht, wer die Schuldige gewesen war.
Ichigo und Malfoy arbeiteten immer noch an ihrem Projekt für Professor Snape, vielleicht das einzige Paar, das Schwierigkeiten hatte. Soweit Ichigo sich bewusst war, hatten beinahe alle anderen ihre Ergebnisse eingereicht. Sogar Rukia, die mit einer anderen Slytherin arbeitete, hatte es geschafft, ihres abzuschließen. Natürlich hatte es nicht geholfen, dass Draco ihm den größten Teil des Monats ausgewichen war, bis Ichigo tatsächlich Kido angewandt hatte, um ihn an einer Stelle zu halten, damit er ihn stellen konnte. Er hatte Malfoy ein Ultimatum gegeben - an dem Projekt arbeiten, oder den Rest des Jahres als verdammtes Kaninchen zu verbringen. Und dann hatte er Malfoy tatsächlich für fünf Minuten in ein Kaninchen verwandelt, um ihm ein Gefühl dafür zu geben - und um ihn wissen zu lassen, dass es ihm verdammt ernst war. Hichigo hatte stundenlang danach noch vor sich hin gekichert, was dem Shinigami eine Migräne verschafft hatte.
Als er Draco zurückverwandelt hatte, war der andere Junge mehr als bereit gewesen, mit ihm zu arbeiten.
Sie befanden sich jetzt in der Bibliothek und arbeiteten schweigend daran. Ichigo hatte Hebi mitgebracht, wie er es gewöhnlich tat, und der scharlachfarbene jugendliche Python steckte seinen Kopf aus dem Ärmel seines Pullovers.
"Das ist langweilig. Ich mag den Geschmack von staubigen alten Büchern nicht", beschwerte er sich, während seine Zunge vor und zurück schnellte.
"Sorry", hauchte Ichigo leise, der seinen glatten Kopf einmal entschuldigend streichelte. Draco sah zu ihm hoch.
"Was?"
"Nichts. Ich murmele nur vor mich hin."
Der Vertrauensschüler von Slytherin mit den blassen Haaren, der dieses Jahr den größten Teil seiner Pflichten vernachlässigt hatte (einschließlich seines Quidditch-Teams) blinzelte und blickte dann nach unten auf die Schlange, die den Kopf hob, um den Blick zu erwidern.
"Der hier ist seltsam. Er hat zwei Geschmäcker." (AN)
Ichigo räusperte sich; es war ein Signal für Hebi geworden, dass er zuhörte. Er konnte keine normale Unterhaltung mit der Schlange führen, wie Harry es konnte, aber der kleine Kerl hatte gelernt, dass Ichigo ihn tatsächlich verstand, wenn er zu ihm sprach. Er würde mit Urahara sprechen müssen - vielleicht konnte er die Armbänder auf Parselzunge anpassen? Er hatte außerdem festgestellt, dass nur er, Karin und Yuzu ihn verstehen konnten. Toshiro und die anderen konnten es nicht... und er hatte Hebi einmal dabei ertappt, wie er pausenlos auf Karin einredete - als ob er tatsächlich eine Unterhaltung mit Ichigos Schwester führen würde. Allerdings, da Ichigo ihn nicht fragen konnte, und Karin dem Thema auswich... würde er Harry mit ihm reden lassen müssen, wenn sie allein waren, und dazu hatte er noch keine Gelegenheit gehabt.
"Da ist sein eigener, und noch ein anderer, der nicht ihm gehört."
"Hn." Ichigo seufzte. Also konnte selbst Hebi das Dunkle Mal an Draco feststellen... Er fragte sich, ob es daran lag, dass er eine Schlange war, oder ob es einen anderen Grund gab.
Draco fing an, seine Bücher wegzupacken. "Die Bibliothek wird in ein paar Minuten schließen", sagte er. Ichigo nickte.
"Ich bin mit meinem Teil fertig. Wie viel brauchst du noch?" fragte Ichigo ihn, während er seine eigenen Bücher wegpackte.
"Den Abschluss. Ich mache ihn heute Abend in meinem Schlafsaal fertig und gebe ihn dir morgen." sagte Draco, indem er seinen Wintermantel anzog. Er warf einen weiteren Blick auf die Schlange, die zurück starrte. Ichigo nickte. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass Ichigo ihre Arbeit zusammenfasste. Wenn er Glück hatte, würde er sie dem Professor in zwei Tagen geben können... und so gerade noch den Abgabetermin einhalten. Er folgte Draco aus der Bibliothek, ließ zu, dass sein Gesicht eine finstere Mine aufsetzte und ließ die Schlange sich für den Weg zurück in sein Zimmer an einen bequemeren Platz an seinem Körper schlängeln.
Es war ihm nicht gelungen, sehr viel bei diesem Projekt bei Draco zu erreichen. Sie mussten sich beeilen, es fertig zu bekommen, und das beste was er hatte tun können, war Hebi mitzunehmen, wenn sie daran gearbeitet hatten und die Schlage als 'kleinen schuppigen Angelköder', wie Ron ihn gerne nannte, zu verwenden.
Alles was er tun konnte war zu hoffen, dass es seinen Zweck erfüllt hatte, dass er ihn ständig gesehen hatte. Und sich fragen, ob Draco immer noch an dem Verschwindekabinett arbeitete... War Borgin in der Lage gewesen, das in seinem Laden zu reparieren?
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Rukia eilte den Flur entlang. Es war eine sehr gute Stunde Einzelunterricht bei Professor McGonagall gewesen, die beschlossen hatte, dass sie dem Mädchen in Anbetracht der Umstände zusätzlichen Unterricht geben würde - eine halbe Stunde täglich. Auf diese Weise würde sie nicht andauernd Ichigo und Hermine um Hilfe angehen müssen, da die beiden eine Menge eigener Arbeit zu erledigen hatten. Wenn sie jetzt schnell ging, würde sie gerade noch genug Zeit haben, um schnell ein Sandwich zu essen...
Als sie die Treppe zum Erdgeschoss und zur Großen Halle erreichte, gönnte sie der Schar Mädchen, die in der Nähe herumlungerten, keinen zweiten Blick - das war ihr erster Fehler. Allerdings waren dieser Tage immer Gruppen von Mädchen unterwegs und sie fand sie höchst irritierend. Sie waren hinter ihrem Verlobten her. Oder Harry. Oder Toshiro... also warf sie ihnen einen genervten Blick zu und ging weiter.
Als sie halb die Treppe hinunter war, spürte die zierliche Shinigami, wie sich ihr rechter Knöchel in etwas verhakte. Sie sah überrascht nach unten, sah aber nichts, als ihr Bein plötzlich unter ihr weggerissen wurde, sie aus dem Gleichgewicht brachte und vornüber fallen ließ. Das letzte was sie hörte, als sie den Rest der Steinstufen hinunter purzelte, war grausames, mädchenhaftes Lachen.
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Ichigo schaute immer wieder zur Tür - Rukia war nach Verwandlung zurück geblieben, um mit Professor McGonagall zu reden - wie sie es jeden Tag getan hatte - aber heute war sie besonders spät.
"Sie kommt sehr spät", sagte Tatsuki, die ebenfalls zur Tür sah. Ichigo machte ein finsteres Gesicht; er wusste, dass der Winzling das Fach nur knapp bewältigte und das auch nur, weil er und Hermine mit ihr gearbeitet hatten. Er fragte sich, worüber sie jeden Tag mit Professor McGonagall geredet hatte...
Er stand endlich auf und Harry und Hermine (Ron war zu sehr mit Lavender beschäftigt um zu bemerken dass er ging) warfen ihm einen überraschten Blick zu. "Ich sehe euch im Unterricht. Ich gehe sie suchen." Tatsuki nickte einfach. Er hatte erst ein paar Schritte gemacht, als er plötzlich erstarrte. Obwohl seine Fähigkeit, Reiatsu zu spüren, sich stark verbessert hatte, war sie immer noch nicht so gut wie zum Beispiel die von Uryu - aber wenn es die Leute betraf, die ihm am meisten am Herzen lagen: seine Freunde, seine Schwestern und vor allem Rukia - konnte er sie spüren und zwar schon immer, egal wo sie sich befanden. Das war der Grund gewesen, warum er gewusst hatte, dass Rukia noch am Leben gewesen war, obwohl Ulquiorra so sicher gewesen war, dass sie tot war, nachdem sie gegen den Neunten Espada gekämpft hatte.
Er fühlte, wie ihr Reiatsu stark anstieg und dann abfiel, als ob... als ob... Seine Augen wurden groß während er erstarrt da stand und sein Kopf schwang herum, sein Blick suchte diejenigen, die am besten Reiatsu spüren konnten: Uryu, der auf die Füße gesprungen war; Toshiro, der sich bereits im Vorwärtsgang befand, einen alarmierten Ausdruck auf dem Gesicht; Momo, deren Gesicht weiß geworden war. Karin rief seinen Namen, was ihn aufschrecken und wieder in Aktion treten ließ. Er war sich nicht bewusst, dass er lief, oder dass er und Toshiro die Tür gleichzeitig erreicht hatten und die massive Konstruktion beinahe aus den Angeln rissen, was alle auf die Tatsache aufmerksam machte, dass etwas sehr, sehr falsch lief. Und dann rannten sie den Flur entlang, wo sie Rukias Reiatsu spürten, das verblasste...
"RUKIA!"
Ichigo ließ sich neben sie fallen. Ihr Körper war unnatürlich verdreht und eine große Blutlache breitete sich langsam aber stetig unter ihrem Kopf aus. Sanft und mit zitternder Hand strich er ihr die widerspenstige Locke aus dem unnatürlich blassen Gesicht. "Wag es nicht", flüsterte er ihr zu. "Wag es ja nicht, das zu tun", er sah zu der wachsenden Menge entsetzter Zuschauer hoch, die ihm gefolgt war. "ORIHIME!"
"LASST MICH DURCH!"
Harry, Ron und Neville schubsten, schoben und pflügten ihren Weg durch die Menge, um einen Weg für Orihime und Tatsuki frei zu machen. Uryu und Momo zogen Ichigo von Rukia weg, damit ihre Freundin Platz zum Arbeiten hatte. Sie berührte ihn kurz an der Schulter, als sie an ihm vorbei ging, ehe sie sich neben ihre Freundin und ehemalige Rivalin kniete. Tatsuki ging zu Ichigo hinüber und stellte sich neben ihm, um ihn wenn möglich zu trösten und moralisch zu unterstützen.
"Soten Kishun", flüsterte Orihime. "Ich negiere!"
Die vertraute goldene Kuppel umgab Rukia, was die Zuschauer murmeln ließ. Ginny stand neben Harry und konnte nicht aufhören, in seine Schulter zu weinen. Momo stand mit der Hand auf der Schulter ihres Kommandanten, während er zusah, wie ihre Freundin darum kämpfte, das Leben seiner Verlobten zu retten. Karin und Yuzu klammerten sich aneinander, Yuzu war tränenüberströmt. Hermine stand bei ihnen, die Hände über den Mund gelegt und Tränen in den Augen. Die anderen Schüler waren von den Lehrern zurückgedrängt worden, die alle Orihime grimmig bei der Arbeit zusahen.
Uryu und Toshiro waren allerdings die Treppe hinauf gegangen. Sie suchten nach einem Anzeichen dafür, was Rukia zum Stolpern gebracht hatte. Keiner von beiden glaubte, dass sie von alleine gefallen war - dazu war sie zu trittsicher - und Uryu hielt etwas in der Hand, das er als Beweis ansah: ein Stück Papier, das er in der Nähe ihrer Füße gefunden hatte, auf dem geschrieben stand: "Mit freundlichen Grüßen vom Ichigo Kurosaki Fan Club". Er reichte es dem weißhaarigen Kommandanten der Zehnten Kompanie, der es sich ansah und eine Grimasse zog.
"Ich glaube nicht, dass wir ihm das zeigen sollten, oder?" sagte Toshiro leise und steckte es ein. Uryu schüttelte den Kopf.
"Wem was zeigen?" fragte sie eine leise Stimme. Sie drehten sich beide um und fanden sich dem grimmigen Gesicht von Professor Dumbledore gegenüber. Toshiro nahm seufzend das Papier aus seiner Tasche und reichte es ihm. Der Professor starrte es stirnrunzelnd an und sah dann zu der Stelle hinüber, wo Orihime schwer daran arbeitete, die tödlich verletzte Shinigami zu heilen.
"Nein", seufzte Professor Dumbledore. "Ich glaube, ich stimme zu." Er warf einen Blick zurück zu Ichigo, der mit einem geplagten Gesichtsausdruck zusah. "Ich stimme aus vollem Herzen zu."
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"Mir geht's gut", beharrte Rukia. "Wirklich."
"Das lassen Sie mich beurteilen", beharrte Madam Pomfrey, die auf sie hinab funkelte, wonach Rukia schwer schluckte und sich wieder aufs Bett sinken ließ.
Sie hat beim Umgang mit Kranken nichts dazu gelernt, dachte Ichigo, der neben dem Bett saß und Rukias Hand hielt; aber sie kann jemanden genauso schnell einschüchtern wie Kommandantin Unohana. Er hatte Unohana einen Schmetterling geschickt und erwartete in Kürze die Antwort... Nicht, dass er Orihime nicht vertraute, das tat er - tatsächlich hatte sie darauf bestanden, nach Unohana zu schicken, da sie das Gefühl hatte, dass ihre Freundin davon profitieren würde, wenn die langjährige Kommandantin sie sich noch einmal ansah. Er fühlte, wie Rukia seine Hand kurz drückte und sah zu ihr hinunter. Sie starrte zu ihm empor, ihre violetten Augen blickten gleichzeitig traurig und gereizt.
"Was?" fragte er leise.
"Du gibst dir wieder selber die Schuld", sagte sie und funkelte ihn wütend an. "Das kann ich sehen. Du hast immer diesen Gesichtsausdruck, wenn du das tust."
"Es ist nur, dass ich es hasse zu sehen, wenn du verletzt wirst..."
"Ichigo, du kannst mich nicht in Watte packen -" protestierte sie frustriert.
"Er würde das aber gern versuchen", unterbrach sie eine belustigte Stimme sanft.
"Das hast du nicht!" Rukia starrte Ichigo wütend an als sie sah, wer vor ihrem Krankenbett stand.
Ichigo errötete. "Uh - ja, habe ich. Sorry..."
"Es war kein Problem, ich musste sowieso herkommen und Professor Dumbledore aufsuchen", sagte Kommandantin Unohana mit einem sanften aber geheimnisvollen Lächeln. Sie wussten beide, warum sie ihn sehen musste, aber keiner von beiden sagte etwas. Unohana nickte und nickte Madam Pomfrey zu, die vollkommen verblüfft über die Gegenwart dieser Frau in ihrem Krankenflügel war. Allerdings redete Professor Dumbledore bereits mit leiser Stimme auf sie ein und anstatt beleidigt zu sein, kam sie herüber und sah der Untersuchung genau zu, da sie im letzten Jahr etwas davon gesehen hatte, was 'heilendes Kido' vermochte, als Momo an Professor McGonagall gearbeitete hatte, was ihr wahrscheinlich das Leben gerettet hatte, ehe sie sie ins St. Mungos bringen konnten. Sie hatte Orihime nicht bei der Arbeit gesehen, da sie angekommen war, nachdem das Mädchen ihren Schild aufgelöst hatte. Sie hatte ein paar Geschichten gehört, von denen viele möglicherweise übertrieben waren. Vielleicht würde diese Frau ihr sagen können, was das Mädchen tatsächlich getan hatte, da die Patientin in ihrem Krankenhausbett eigentlich tot sein sollte.
"Orihime-chan hat wie immer gute Arbeit geleistet. Allerdings", sie wandte sich mit einem freundlichen Lächeln an Madam Pomfrey. "Haben Sie den Blutregenerationstrank, den Kurosaki-kuns Mutter entwickelt hat?"
"Oh, ja natürlich!" Madam Pomfrey nickte knapp. Kurosaki brachte die Heiltränke immer zu ihr, die nach St. Mungos geschickt werden sollten, da er wollte, dass sie von einer ausgebildeten, angesehenen Heilerin verschickt wurden. Sie hatte eine Kopie von allem, was er übersetzt hatte und hatte sogar mehrere der Tränke verwendet. Sie waren ziemlich genial und obwohl sie ihm deswegen auf die Nerven gehen mochte, dass er hier landete, betrachtete sie ihn als ähnlich wie Potter - er zog Ärger an so wie Honig die Fliegen. Und sie war auch nicht blind dem gegenüber, was in Hogwarts vor sich ging.
"Ich glaube, sie würde von einer guten Dosis davon profitieren, Sie nicht auch?" lächelte Unohana die Heilerin an.
"Mit Sicherheit!" stimmte Poppy zu und erwiderte das Lächeln der Person, die sie für eine verwandte Seele hielt. "Eine volle Woche sollte ausreichen."
"Ja, ich stimme zu. Eine Dosis für eine Woche sollte ausreichen", Unohana lächelte zu Rukia hinunter. "Und zwei Tage Bettruhe."
"Aber..." fing Rukia an zu protestieren, aber als sowohl Unohana als auch Madam Pomfrey ihr beinahe identische Blicke zuwandten, schauderte sie.
"O-okay", flüsterte sie. Ichigo schluckte, als das Frösteln verflog.
"Sehr gut", Unohana nickte ihnen wieder mit einem sehr angenehmen Lächeln zu. "Ich werde Ihren Bruder dann wissen lassen, dass es Ihnen gut geht."
Rukia ächzte und Ichigo zog eine Grimasse. Er sollte besser Schienbeinschützer anlegen, da die Blutregeneration eine leichte Nebenwirkung hatte... sie schickte die Emotionen des Anwenders auf eine Achterbahnfahrt.
Großartig, dachten beide aus unterschiedlichen Gründen. Einfach... großartig.
Ichigo sah zu, wie die beiden weggingen, während sie sich über Heilmethoden unterhielten, und dann nahm er Rukias Hand - die mit dem Verlobungsring - in seine.
"Ichigo -" sie starrte ihn wütend an, weil er nach Kommandantin Unohana geschickt hatte.
"Orihime hat darauf bestanden", entschuldigte er sich, "Du weißt, wie sie sein kann. Alle haben Vertrauen in sie, außer sie selbst."
Sie seufzte. "Zu wahr. Ichigo -" sie warf ihm einen besorgten Blick zu. "Ich bin nicht einfach gefallen. Ich wurde zum Stolpern gebracht - absichtlich."
"Was?" er starrte sie alarmiert an, seine Augen weiteten sich darüber, was sie ihm erzählte.
Es war nicht nur Ichigos Stimme, die geantwortet hatte - es war ein ganzer Chor. Er drehte sich um und sah alle ihre Freunde dort stehen.
"Jemand hat dich zum Stolpern gebracht?" Ginny starrte sie entsetzt an. Sie sprach da über versuchten Mord. Rukia drückte Ichigos Hand ehe sie nickte.
"Ja. Und da ich nicht auf der Treppe gesehen habe... muss es Magie gewesen sein."
"Stolperfluch", sagte Harry, der durch denselben Zauber im vorherigen Jahr zu Fall gebracht worden war, als er versucht hatte, vor Dumbridge zu fliehen. Malfoy hatte ihn gegen ihn eingesetzt. Ichigo nickte, da er gesehen hatte, wie er damals gefallen war.
"Wahrscheinlich", stimmte Hermine zu.
"Also - was du sagst ist -" Orihimes Augen weiteten sich vor gleichem Schrecken.
"Jemand hat mit Absicht versucht, Rukia umzubringen."
Anmerkungen der Autorin:
Kein anderes Tier riecht so wie eine Schlange. Wenn die Schlange ihre Zunge vor und zurück schnellen lässt, fängt sie tatsächlich Geruchsmoleküle ein. Am Gaumen der Schlange befinden sich zwei Öffnungen, die zu etwas führen, das Jacobson-Organ genannt wird. Die Schlange berührt mit ihrer Zunge diese Stelle und streift die Moleküle ab, die eingesammelt wurden. Die Information wird ins Gehirn geschickt und die Schlange weiß ob eine Mahlzeit, ein Partner oder Feind in der Nähe ist. Die Zunge ist gegabelt, damit die Schlange "Stereo" riechen kann - jede Spitze der Zunge passt in eine der Öffnungen. Wenn der Geruch auf einer Seite stärker ist, kann die Schlange feststellen, aus welcher Richtung der Geruch kommt. Das ist praktisch, um Beute zu verfolgen, der Spur eines Partners nachzugehen oder den Weg zu einer Höhle zu finden, wo sich andere Schlangen für den Winter versammeln.
Englischsprachige Seite: http Doppelpunkt 2x/ enzoology Punkt wordpress Punkt com/2008/09/06/how-snakes-smell/
Deutschsprachige Seite: http Doppelpunkt 2x/ WWW Punkt schlangeninfos Punkt de / schlangen / sinne Punkt htm
Ich weiß ein bisschen zuuuuu viel über Schlangen... Ich habe eine Art Leidenschaft für Herpetologie... und außerdem einen Abschluss in Biologie (grinst verlegen). Falls ich es vorher noch nicht erwähnt habe, gebe ich freimütig zu, dass ich Ichigo die selbe Art Schlange gegeben hat, die ich tatsächlich selber gern hätte...
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