Disclaimer: siehe Kapitel 1


Hallo Fans!

Ich hoffe es gibt noch ein paar Leser. Meine Entschuldigung für die lange Wartezeit? Ich wurde beruflich viel hin und her geschickt und bin vor kurzem umgezogen. Jetzt habe ich endlich mal wieder etwas Zeit gefunden. Würde mich freuen, wenn er mir verratet, wie der neue Teil so ist.

Tausend Dank.
Whitelightner78


Kapitel 10 – Unabhängigkeitstag Teil 1 von 2

Es war ein schöner, sonniger Tag und das war auch gut so. Denn heute ist der 4. July, der Unabhängigkeitstag. Die ganze Gegend war auf den Beinen um das große Picknick, für den Nachmittag, vorzubereiten. Am Abend hatte man sogar ein großes Feuerwerk geplant. Rick, Nathan und Leo hatten sich für das Aufbauteam gemeldet. Mit zehn anderen Männern und Jungs bauten sie gerade die Bühne auf, auf der die örtliche Band in wenigen Stunden spielen sollte. Am Nachmittag würden sie sich noch Susan und Matty treffen. Im Augenblick probte Susan mit ihrer Tanzgruppe, welche später auch noch auftreten würden. Neben Matty, wollte auch sein Dad kommen. Sein kleiner Bruder wäre gerne früher gekommen, doch der Lehrer hatte ihm, am Vortag, so viele Hausaufgaben aufgegeben, dass er sich erstmal darum kümmern musste. Sein Dad hatte kein Interesse beim Aufbauen zu helfen und das war womöglich auch besser so. Womöglich hätte er noch einen Streit vom Zaun gebrochen. Das wollte keiner an so einem toll erleben.

Es hatte einige Zeit gedauert, aber gegen Mittag waren sie mit dem Aufbau fertig. Die ersten Leute kamen auch bereits mit ihren Waren (z. B. Flaggen) und den selbstgebacken Kuchen. Diese wollte man am Nachmittag verkaufen. Der Erlös sollte zur Hälfte dem örtlichen Kindergarten und zur anderen Hälfte dem örtliche Krankenhaus zu gute kommen. Selbstverständlich würde es nicht nur Kuchen, sondern auch Hotdogs und Hamburger geben, wie es am Unabhängigkeitstag, dem wichtigsten Feiertag in den USA, typisch war.

Leo, Rick und Nathan wollten nach Hause gehen, doch einer der anderen Helfer meinte dass sie doch bleiben sollten und eine Gulaschsuppe essen, sowie eine Flasche Limo trinken. Beides würde es für Alle, die beim Aufbau der Veranstaltung geholfen hatten, umsonst geben. Nachdem sie sich das Essen und Trinken geholt hatten, setzten sie sich an einen Tisch. Von ihrem Sitzplatz konnten sie drei Männer beobachten, die verzweifelt versuchten, den Grill in Gang zu bringen. Auf diesem sollten die Würstchen und die Frikadellen für die Hot Dogs und Hamburger braten. Einige Meter entfernt, in sicherem Abstand, baute Adam Ryan Louis gerade das Feuerwerk für den Abend auf. Dabei durfte ihm kein Fehler unterlaufen. Niemand durfte verletzt werden und nichts zerstört. Es wäre eine Schande gewesen einen Unabhängigkeitstag ohne Feuerwerk feiern zu müssen.

„He Jungs, alles klar?" fragte eine junge, weibliche Stimme. Keiner der Drei brauchte in die entsprechende Richtung zu sehen um zu erkennen wer diese Worte gesprochen hatte. Dennoch drehten sie sich um. „Hallo, Susan", kam es gleichzeitig aus den drei Mündern. „Na, ist deine Probe erfolgreich verlaufen?" wollte Nathan wissen. „Ja, alles im grünen Bereich", erwiderte sie. „Was führt ihr den so auf?" versuchte Rick in Erfahrung zu bringen. Rick hätte niemals gedacht, dass er einem Mädchen mal so eine Frage stellen würde und die Antwort auch wissen wollte. Früher hatte er nichts mit dem Mädchenzeug zutun haben wollen, obwohl er Mädchen sehr gerne mochte. Doch seit er Susan kannte, war es anderes. Sie war einfach cool. Sie mochte Mädchensachen, machte aber die meiste Zeit auch andere Dinge. Solche Sachen, die ehr für Jungs typisch sind. Nathan, Leo, Susan und er waren oft zusammen angeln gewesen oder hatten Bogenschießen, mit einem selbst gemachten Bogen, geübt. Die Drei kannten sich bereits seit einigen Jahren. Damals waren sie noch Kinder gewesen, mittlerweile waren sie Teenager, auf dem Weg zum Erwachsenen. Susan war und ist ein seither ein guter Kumpel. Manchmal hatte er allerdings das Gefühl das Leo in Susan etwas mehr als eine gute Freundin sah. Rick hatte sich schon mal überlegt, etwas zu sagen, doch er wollte Leo nicht in Verlegenheit bringen, falls er sich geirrt hatte oder Leo ihr seine Gefühle auf andere Weise zeigen wollte. „Kein Kommentar. Sorry, Rick da musst du dich noch drei Stunden gedulden. Unsere Vorführung ist um 16:15 Uhr. Wir sind zwar keine Megastars, aber ich werde dir unser Programm trotzdem nicht verraten." Rick nickte und harkte nicht weiter nach. „He, Leo, alles klar?" wollte Susan wissen, weil er sie die ganze Zeit nur angesehen hatte. „Aber ja", meinte er und nahm einen Schluck aus seiner Flasche. "Also was machen wir jetzt?" fragte sie. „In etwa einer Stunde beginnt die Feier", meinte Nathan. „Na, dann lohnt es sich ja nicht mehr viel zu tun", sagte Susan. „Lass uns doch noch mal kurz zum See gehen", schlug Leo vor. „Habe keine Lust dazu", erwiderte Rick. „Ich gehe nach Hause, mache mich frisch und dann treffen wir uns in ca. einer Stunde wieder hier", meinte Rick. „Ich komme mit", erklärte Nathan. „Na dann bis später", antwortete Leo. „Bis später erwiderten die Zwei und machten sich auf den Weg nach Hause.

Als sie außer Hörweite von Leo und Susan waren, wand sich Nathan an Rick. „Wolltest du dich wirklich nur frisch machen und umziehen?" „Nicht nur", sagte er. „Ich habe das Gefühl, die Beiden könnten auch mal einige Zeit zu zweit gebrauchen." „Genau das habe ich mir auch gedacht. Deshalb habe ich auch gesagt, dass ich mit dir kommen würde", erklärte Nathan. Den Rest des Weges gingen sie schweigend. Zu Hause angekommen sprangen sie nacheinander unter die Dusche, zogen frische Sachen an. Zur abgesprochen Zeit Uhrzeit waren sie Beiden wieder an dem abgesprochen Punkt.

„Sieht so aus, als ob wir allein gehen müssten", sagte Leo. „Natürlich nur, wenn du willst", antwortete Susan. „Klar, ich wüsste nichts, was dagegen spricht." „Lass uns gehen", meinte sie und harkte ihren Arm beim verdatterten Leo ein. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum See. Eine Weile saßen sie, Seite an Seite, am Ufer und schauten auf den See hinaus. Das war ja sehr schön, fand Susan. Doch sie war verwundert, das Leo kein Wort über die Lippen kaum. Er war zwar nicht sehr gesprächig, aber auch nicht Leo typisch über 45 Minuten nichts zu sagen. Daher ergriff Susan das Wort. „Jetzt mal ganz ehrlich Leo, ist irgendwas nicht in Ordnung bei dir? Ist dein Vater wieder gemein zu dir gewesen oder ist gar etwas noch Schlimmes passiert?" „Nein, es ist nichts passiert, außer dem was immer so bei uns daheim los ist", erwiderte er. „Ja, aber du siehst aus als ob etwas nicht in Ordnung ist. Ich habe das Gefühl, Rick und Nathan haben das auch gedacht und uns deshalb allein gelassen." „Ach, Susan, wenn das doch alles so einfach wäre." „Meistens ist es einfach und man macht es sich nur unnötig schwer." „Du willst also wirklich wissen, was mich im Augenblick am meisten bewegt?" fragte Leo. „In Ordnung. Ich werde es dir zeigen." Mit diesen Worten bückte er sich nach vorne und gab ihr einen Kuss auf den Mund. So schnell wie es geschehen war, war es auch wieder vorbei. „Was soll das?" fragte sie. „Ich mag dich sehr gerne", sagte Leo schlicht und schaute wieder auf den See heraus. „Das ist es, was du dich nicht zusagen getraut hast?" wollte Susan wissen. „Ja", erwiderte er ohne sie jedoch anzusehen. „Es tut mir leid, wenn ich dich jetzt in Verlegenheit gebracht habe", sagte Leo. „Das hast du nicht", erklärte sie. „Ich kann dir jetzt allerdings noch nicht sagen ob aus uns beiden mehr werden kann oder nicht. Darüber muss ich erstmal nachdenken." „Hhmm", murmelte Leo. „He, Leo wie auch immer es mit uns weitergeht, eines ist sicher, wir sind und bleiben auf jeden Fall die gute Freunde. Vielleicht wird auch eines Tages mehr aus uns." Mit diesen Worten gab sie ihm einen Kuss auf die Wange. „Wir müssen jetzt gehen. Rick und Nathan warten auf uns. Leo rührte sich nicht und sah Susan fragend an. Obwohl er nichts gesagt hatte, verstand sie ihn. „Keine Angst, ich sage Rick und Nathan nichts über den Inhalt unseres Gespräches." Leos Gesicht erhellte sich. „In Ordnung, dann lass uns gehen", meinte er.

Kurze Zeit später trafen sie am Treffpunkt ein. Rick und Nathan waren schon da und schauten sie fragend an. „Lets Party", meinte Susan und lief auf den Kuchenstand zu. Die Beiden sahen Leo an und er lächelte zurück. „Lasst uns gehen", meinte er. Mit diesen Worten hatte er sich schon in Bewegung gesetzt und folgte Susan zu dem Kuchenstand. Rick und Nathan folgten ihnen. Die zwei Brüder fragten sich ob sich zwischen Susan und Leo etwas getan hatte oder nichts. Das Verhalten der Beiden war wie früher auch. Vielleicht würde sie später am Tag noch etwas herausfinden. Rick beschloss, das abwarten hier wohl die beste Taktik war.