Es vergeht ein Jahr, des Weglaufens, des Versteckens, des Kämpfens bevor wir in Ruhe gelassen werden. Sasuke und ich verstecken uns zurzeit in einem alten Uchiha Versteck. Seit Tagen schneit es, die Konoha Anbus haben es fürs erste aufgegeben uns zu jagen. Nur für wie lange?
Nun wusste ich was es heißt eine Nukenin zu sein! Die Dauerflucht ermüdet, aber dennoch hat sich alles gelohnt.
Die gemeinsamen Nächte, in denen wir keine Angst haben gefunden zu werden. Seine leidenschaftlichen heißen Küsse, sein großen warmen Hände die meinen Körper entlang streichen . Jeden tag in seinen schwarzen Augen zu schauen, dass alles entschädigt mich.
Nach der langen Trainingspause musste ich das kämpfen neu erlernen, so kam es mir jedenfalls vor- Mittlerweile haben sich meine Techniken verbessert. Aber ohne Sasuke hätte ich teilweise keine Chance. Seine Erfahrung im Jahrelangen verstecken, kämpfen und davonrennen, die vielen geheimen Verstecke auf die ein normaler Ninja nie käm.
Wenn die Zeit es erlaubt trainiert er mich. Zu Anfang war ich eher eine Last für ihn. Trotz allem bin ich froh mich für dieses Leben entschieden zu haben.
Leider habe ich nichts mehr von meiner Tochter gehört und ob Sai Ärger bekommen hat. Nachrichten aus Konoha dringen nicht bis hierher. Wir sind viel zu weit entfernt. Doch das war nötig, damit die Anbus uns nicht weiter folgen.
„Mach dir keine Gedanken, sie finden uns hier nicht.", versucht mich mein Freund zu beruhigen, aber es hilft nichts. Ich habe zwar gelernt mit der ständigen Angst zu leben, aber abschalten kann ich sie nicht. „Ich glaube dir, aber dennoch hab ich Angst!", teile ich ihm mit. Dieses Gespräch führen wir regelmäßig. Er wird mich fragen, ob ich noch glücklich mit der Entscheidung bin, ich werde ihm mit ‚JA' antworten und dann herrscht wieder Stille. „Bist du noch glücklich mit der Entscheidung?", werde ich gefragt. „Selbstverständlich, ich würde es bereuen nicht hier bei dir zu sein. Es war die beste Entscheidung die ich bisher getroffen habe.", antworte ich wie immer.
Es ist die Wahrheit. Auch wenn ich Ai vermisse.
Selbst wenn Sai gesagt hätte ich solle sie mitnehmen, hätte ich es nicht getan. Ein Kind gehört nicht in die Welt eines Nukenins. Die Gefahr, der ständige Ortwechsel, das gehört einfach nicht in ein so junges Leben. Die Aussicht sie wieder zu sehen, wird jeden Tag geringer.
In solchen Momenten zweifel ich kurz an meiner Entscheidung, doch die Liebe zu Sasuke kann ich nicht bereuen. Dafür habe ich zulange auf genau diese Liebe verzichten müssen und wofür? Um eine anständige Shinobi zu sein, die ich dann doch nicht mehr sein durfte? Vielleicht aber auch nur um Tsunade und Sai nicht zu enttäuschen.
Immer habe ich für andere gelebt, das getan was andere von mir erwartet haben und nun lebe ich endlich so wie ich es will, tue das was ich will.
Tage später, machen wir uns auf den Weg zu Minakos Dorf. Wir hatten vor längerem gehört, dass sie sowas wie ein Gästehaus für Nukenins und Hilfsbedürftige gegründet hat. Natürlich haben wir das von einem anderen Nukenin erfahren. Denn offiziell ist das ein Gästehaus für kranke Menschen auf der Durchreise. Das nächste Krankenhaus ist über einen Tagesmarsch entfernt.
Wir rasten einen Tagesmarsch von Minako entfernt. Sasuke hat ein wenig Geld aufgetrieben und somit mieten wir uns ein Zimmer. In diesem Dorf interessiert es keinen wer wir sind, Hauptsache sie werden in Ruhe gelassen und das Zimmer wird im Voraus bezahlt.
Ich nehme eine Dusche, die schon seit Tagen nötig wäre. Ich höre die Badezimmertür und drehe mich erschrocken um, doch ohne Grund, es ist Sasuke. „So schreckhaft meine Liebe?", fragt er mich. Ich nicke nur. Die Angst sitzt tief, entdeckt zu werden. „Mach dir keine Sorgen, du musst versuchen die Angst ab zu legen. Das einzige was nötig ist, ist Aufmerksamkeit.", flüstert mir mein Schatz ins Ohr, als er ebenfalls in die Dusche getreten ist. Ich würde gerne etwas erwidern, doch er lässt mich nicht. Beginnt stattdessen lieber mich zu verwöhnen. Seine Lippen küssen meinen Nacken entlang zu meiner Schulter. „Entspann dich, vergiss ein paar Minuten und lass dich fallen.", befiehlt er mir. Liebend gern nehme ich das Angebot an. Ich schiebe all meine Sorgen zur Seite und konzentriere mich nur auf seine Berührungen. Seine Hände, die über meinen schlanken Körper streicheln, die Küsse auf meinen Lippen, seine Nähe und das Gefühl geborgen zu sein.
Ich erwache in seinen Armen, unbekleidet wie wir dort gelandet sind. Ich kuschel mich noch enger an ihn, falls das noch möglich ist. „Guten Morgen meine Schöne!", werde ich begrüßt. „Guten Morgen Schatz!", erwidere ich nur zu gern. Daraufhin bekomme ich sofort meinen ‚Guten Morgen Kuss'. Vollkommen entspannt lausche ich dem Vogelgezwitscher. In solchen Moment kann ich alles vergessen. Alles was ich durchgemacht habe und alles was mir Sorgen bereitet.
Erst als Sasuke aufsteht kehre ich in die Realität zurück.
Am frühen Vormittag geht unsere Reise dann weiter. Auf der Hälfte der Strecke habe ich das Gefühl beobachtet zu werden. Doch Sasuke ist sich sicher das niemand in der Nähe ist. Vielleicht bilde ich mir das auch einfach nur ein. In zügigen Tempo gehen wir in Minakos Dorf. Wir erreichen ihr Haus, als gerade die Dämmerung einsetzt.
Als die Tür sich öffnet fällt sie mir in die Arme. „Willkommen zurück! Kommt rein, wir sind gerade beim Abendessen.", begrüßt sie uns. Sasuke beschaut sich das renovierte Haus genau.
Am Tisch treffen wir die Frau wieder mit ihrer Tochter. „Schön Sie wieder zu sehen. Mein Name ist Hikari und ihr habe ich den Namen Nami gegeben.", begrüßt sie mich. Mein Schatz hat sich derweil schon zu ein paar Männer gesetzt. „Ein sehr schöner Name. Nenn mich Sakura.", stelle ich mich nun ebenfalls vor und streichele ihrem Baby über die Wange. „Setz dich.", verlangt Minako nun und schiebt mich zu einem freien Platz. Erst jetzt erblicke ich ihren Bruder. „Vielen Dank für das was sie meiner Schwester gesagt hat. Wurde Zeit das sie zur Vernunft kommt.", spricht Takahiro sie an. „Gern geschehen.", erwidere ich.
So freundlich auch empfangen wurden, wollen wir nicht lange bleiben. Doch heute genieße ich die Nacht in der ich keine Angst haben brauche. Sasuke nutzt auch sogleich seine Chance, drückt mich sofort an die Wand und küsst mich hart, aber keinesfalls so dass es mir nicht gefallen würde. „Na was meinst du, Lust auf ein paar wilde Spiele?", haucht er mir entgegen. Anstatt zu antworten kralle ich mich in seine schwarzen Haare und verwickel ihn wieder in dein Kuss. In Kürzester Zeit habe ich mein Oberteil eingebüßt, genau wie er. Meine große Liebe packt mich plötzlich und trägt mich zum Bett. Ungeduldig spielt er an meinem Rock. Doch ich lass ihn lieber noch etwas zappeln, genieße zu sehr seine zärtlichen Berührungen. Eine Gänsehaut überzeiht meinen Körper, Schmetterlinge scheinen in meinem Bauch gefangen zu sein.
Nur wenige Minuten später kann ich nicht mehr klar denken. Seine Küsse und Berührungen bringen mich um den Verstand.
