So. Es ist also soweit. Heute gibt es das letzte Kapitel meiner Adventskalenderff. Vielen Dank an alle, die mir regelmäßig gereviewt haben, was ja leider trotz 110 Favoriteneinträgen nicht sehr viele waren. Schade eigentlich, aber zum Glück gab es ja noch jede Menge lange, konstruktive Rückmeldungen vom letzten Jahr. Vielleicht sehen wir uns ja bei einer meiner anderen FFs wieder. Fürs Erste gibt es nur regelmäßige Updates bei "Til death do us part", sobald ich aber mit der Planung der Bücher (und dem Schreiben natürlich) nicht mehr so eingespannt bin, setze ich mich auch wieder an alle anderen Harry Potter Ffs :) Ansonsten kann ich euch nur raten... behaltet mich einfach im Auge ;)

Viel Spaß und fröhliche Weihnachten!

Dienstag, 25. Dezember 1984, 5.47 Uhr

„Mummy?" Vorsichtig schob sich ein schwarzer Wuschelkopf durch den Türspalt und spähte in den dunklen Raum. Als daraufhin keine Reaktion erfolgte, grunzte er unzfrieden und tastete nach dem Lichtschalter, den er aber in der ganzen Aufregung nicht fand. „Mummy!", beschwerte er sich energischer, woraufhin ein leises Stöhnen ertönte und kurz darauf eine Nachtischlampe anging. „Was ist los, Schatz?", fragte eine verschlafen aussehene Rothaarige und setzte sich gähnend auf. „Hattest du einen Albtraum?" „Nein, Mummy", erwiderte der Kleine, verdrehte die Augen und trat dann dicht gefolgt von einer schuldbewusst dreinblickenden Hauselfe und einer neugierig blinzelden Katze das Schlafzimmer seiner Eltern. „Tut mir Leid Missy Lily", nuschelte Mina. „Er war ja so furchtbar aufgeregt, ich konnte ihn nicht dazu überreden sich noch einmal hinzulegen." Lily runzelte die Stirn und strich sich mit der einen Hand über das abstehende Haar, während sie mit der anderen ihren Mann kräftig an der Schulter rüttelte. „Was, geht's schon los?", nuschelte dieser. „Aber es ist doch noch viel zu früh, wir haben doch noch gar nichts vorbereitet!" Lily gluckste, schüttelte aber dann den Kopf und sah ihren Sohn verwirrt an. „Wieso bist du denn so aufgeregt, Schatz?" Ihr Sohn starrte sie fassungslos an. „Mummy! Es ist morgen Morgen! Du hast gesagt, morgen Morgen hat mir der Weihnachtsmann ganz viele Geschenke gebracht! Los, es ist morgen Morgen, ihr müsst aufstehen, na los! Mummy! Daddy!" „Ich glaub, ich hab ein Déja-vu", murmelte Lily und schüttelte lachend den Kopf. Harrys Vater wurde währenddessen langsam endlich richtig wach, stöhnte leise, tastete blind nach seiner Brille und setzte sich dann auf.

„Du hast besser das Haus angesteckt, ansonsten kriegt hier jemand gleich richtigen Ärger, mich so früh zu wecken, also wirklich..." „Aber Daddy", machte sein Sohn und blickte ihn vorwurfsvoll durch die Gläser seiner kleinen Brille an. „Ich darf doch nicht mit Feuer spielen!" „Richtig", murmelte James und wischte sich verstohlen den Schlaf aus den Augen. „Geh wieder ins Bett, Harry, gönn deiner Mum noch etwas Schlaf, du weißt doch, dass sie in letzter Zeit sehr erschöpft ist!" „Aber der Weihnachtsmann!", widersprach der Kleine mit unglücklichem Blick und Lily seufzte leise. „Schatz, komm mal her!" Auffordernd klopfte sie neben sich auf das Bett und als der Vierjährige dann neben ihr saß, strich sie ihm sanft eine Strähne aus dem Gesicht. „Du weißt doch, dass der Weihnachtsmann allen Kinder auf der ganzen, ganzen Welt ihre Geschenke bringen muss, nicht wahr? Er war bestimmt noch nicht bei uns, also kannst du dich getrost noch etwas hinlegen und ausruhen, umso länger kannst du dann heute Abend aufbleiben und mit deinen Geschenken spielen." Bittend sah sie ihn an und der Schwarzhaarige zog zwar eine Schnute, nickte aber brav. „Okay Mummy." Damit schob er sich zu ihr unter die Bettdecke, presste seine kalte Füße gegen ihre Oberschenkel und kuschelte sich ganz fest an sie. „Ich meinte eigentlich, dass du zu dir... ach vergiss es", machte seine Mutter, klopfte kurz auf das Bett, woraufhin sich auch Sunny zu ihnen gesellte und schloss die Augen. Mina verschwand lautlos.

Es kam ihr so vor als wären nur fünf Minuten vergangen, als erneut jemand eintrat, allerdings weniger zaghaft als Harry. Die Tür knallte mit einem lauten Rums an die Wand, das Licht ging an und ein furchtbar schrilles Geräusch, ähnlich des Gesangs einer Sirene erklang. „We wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas and a happy new..." „SIRIUS!" Gequält hielt Lily sich die Ohren zu und blinzete gegen das grelle Licht an. Der Schwarzhaarige grinste nur breit und sprang aufgeregt auf und ab, wobei seine Weihnachtsmannmütze im Takt mitwippte. „Na wenigstens sind wir jetzt wach", murmelte James und setzte sich langsam auf, runzelte dann aber die Stirn, als er die Person hinter seinem besten Freund entdeckte. „Hey Moony, sag bloß, dich hat er auch schon aus dem Bett gerissen?" Der Braunhaarige nickte müde, zupfte ein paar Fuseln von seinem blauen Pullover und gähnte verstohlen. „Na los, aufstehen, der Weihnachtsmann war da, Geschenke, Geschenke, GESCHENKE!", strahlte Sirius und hüpfte dabei aufgeregt auf und ab. Spätestens jetzt war Harry hellwach, sprang aus dem Bett heraus und fing so begeistert an zu kreischen, dass Sunny prompt unter das Bett flüchtete. „Oh Merlin, womit haben wir das nur verdient?", stöhnte Lily und verbarg ihr Gesicht in den Händen, sah dann aber ein, dass es mit ihrer Ruhe für heute vorbei war, schwang die Beine aus dem Bett und stand auf.

„Wooh", machte sie, fasste sich an den Kopf und schwankte leicht. Innerhalb von einer Sekunde war James bei ihr und stützte sie. „Alles okay, alles okay", lächelte sie und winkte ab. „Ähm... gut, dann... dann lasst uns uns mal fertig machen und dann nachschauen, was uns der Weihnachtsmann gebracht hat, das mit dem Schlaf wars jawohl erst mal für heute." Harry nickte und rannte ins Bad um sich zu waschen, woraufhin James Sirius bat ihm zu folgen. „Aber ich hab mich schon gewaschen!", maulte dieser, woraufhin sein bester Freund nur eine Augenbraue hob und die Wangen des Hundeanimagus sich tatsächlich rosa färbten. „Ich geh ja schon, Mummy!", maulte er und folgte seinem Patenkind dann. Ob das allerdings wirklich die befürchtete Überschwemmung verhindern würde war fraglich.

„Du hast deine Schuhe falsch herum an", sagte Lily und während der Werwolf sich bückte und mit verzücktem Gesicht seine Füße aus ihrem schmerzenden Gefängnis befreite, schwang sie ihren Zauberstab und Sekunden später waren die beiden Potters festlich und vor allem vollständig bekleidet. Während sie ihre Haare zu einem lockeren Zopf gebunden hatte und einen edlen, lilafarbenen Pullover trug, hatte sie James in einen Anzug gesteckt, woraufhin dieser ihr einen Vogel zeigte und nur Sekunden später in Jeans und Gryffindorpullover dastand und breit grinste. Die Rothaarige verdrehte nur die Augen. „Jaja, schon gut, Schatz, wir wissen es, Gryffindor ist ganz, ganz toll. Woohoo." Er streckte ihr nur die Zunge raus, legte dann aber einen Arm um sie und einen um den immer noch sehr verschlafen aussehenden Remus und schob sie in den Flur hinaus. Sunny folge mit einem von Remus' Schuhen im Maul.

Unten angekommen trafen sie auf Sirius und Harry, der einen dunkelroten Pulli trug. „Gut gemacht, Bruder!", grinste James und hielt Sirius die Hand zum Abklatschen hin. „Gryffindor, Gryffindor, Gryff...!" Lily verdrehte die Augen und Remus lachte leise und klopfte ihr beruhigend auf die Schulter. „Nächstes Mal helfe ich ihm beim Anziehen, okay?" Sie warf ihm nur einen dankbaren Blick zu und schob ihre Familie dann auf die Wohnzimmertür zu. „Also, noch mal die Regeln bitte", forderte sie ihre Jungs auf, woraufhin alle vier gleichzeitig aufseufzten. „Die Geschenke werden gesittet und nacheinander geöffnet, drängeln, schubsen und beißen ist verboten." „Das gleiche gilt natürlich auch für Harry", fügte Lily hinzu, woraufhin die drei Rumtreiber ihr gleichzeitig die Zungen herausstreckten. „Sehr witzig, Lils." „Ich weiß", antwortete sie leichthin, öffnete die Wohnzimmertür und trat in den festlich geschmückten Raum ein.

Während die Rothaarige erst einmal das Gesamtbild auf sich wirken ließ, stürzten ihre Jungs sofort auf ihre selbstgemachten Strümpfe zu, die am Kamin hingen und bis oben hin mit Süßigkeiten gefüllt waren. Blitzschnell waren sie ausgeleert und die Münder schokoladenverschmiert. „So viel zu den Regeln", seufzte die selbsternannte fünffache Mutter und schüttelte mit zärtlichem Blick den Kopf. Sie wartete genau den Moment ab, in dem ihre vier Jungs genug Schokolade intus hatten, um zwar gute Laune zu haben, aber noch nicht an einem Zuckerschock zu leiden und setzte sich dann vor den bunt geschmückten Tannenbaum, der unter dem Gewicht des Weihnachtsschmucks ächzte und zog eins der unter den Zweigen hervorquellenden Geschenke hervor und winkte demonstrativ damit. Es dauerte weniger als zehn Sekunden, da waren die Münder abgewischt, die Strümpfe zurückgehängt und ihre Familie saß friedlich lächelnd um sie herum. „Männer", murmelte sie nur in sich hinein, beließ es aber dabei und schob Harry das erste Geschenk zu. Der Kleine schrie begeistert auf und fetzte das Papier praktisch nur so herunter, bis eine winzige, schwarze Lederjacke hervorkam. „Ist von mir", grinste Sirius stolz und half dem Vierjährigen in die Jacke. „Dann kannst du endlich auch so cool aussehen wie dein Pate." Lily öffnete schon den Mund, um ihm einen frechen Spruch entgegenzuwerfen, doch stattdessen seufzte sie verzückt auf. „Oh mein... Du siehst ja soooo süß aus!" „Danke", grinste der Hundeanimagus selbstgefällig. „Aber es ist doch Harrys Geschenk, du könntest ruhig auch etwas Nettes zu ihm sagen!" Die Angesprochene blinzelte irritiert, während Remus sich zu James herüberbeugte und leise flüsterte: „Er weiß aber schon, dass sie nicht über Mister Eingebildet geredet hat, oder?"

Sirius schnappte empört nach Luft, hatte er doch ein erstaunlich gutes Gehör und das Ganze wäre sicherlich zu einem handfesten Streit ausgeartet, hätte Lily nicht schnell eingegriffen und ihrem besten Freund ihr Geschenk für ihn hingeschoben. „Jöööö", machte ihr Freund und strahlte aufgeregt. Die Begeisterung ließ aber schnell nach, als er sah, was er da geschenkt bekommen hatte. „Topflappen?", fragte er entgeistert und starrte dann auf ein Stück Papier. „Und was ist das?" Lilys Grinsen wurde teuflisch. „Och, weißt du... Harry hat mir nach seinem Patentag so ein, zwei Dinge erzählt. Et voilà... Topflappen für dich!" „Und das ist... eine Schatzkarte?", machte er verwirrt, nur um dann dunkelrot anzulaufen, als er endlich verstand, worauf Lily da anspielte. „Nö... ich dachte, es wäre ganz nützlich, damit du dich besser zurechtfindest... du weißt schon wo." Der Schwarzhaarige errötete wenn möglich noch mehr und räusperte sich mehrmals, bis er plötzlich seine Schultern straffte und mit diabolischem Grinsen ein Geschenk zu Lily herüberschob.

Sie blickte ihn etwas misstrauisch an, rechnete fast schon mit einer Rache, schalt sich dann aber einen Dummkopf, Sirius konnte schließlich gar nicht gewusst haben was sie ihm schenken würde, weshalb also machte sie sich Gedanken? Als sie das Paket dann allerdings ausgepackt hatte, war sie doch etwas verwirrt und hielt die Leine irritiert hoch. „Ähm Siri?" „Damit du Harry nicht mehr verlierst!", machte er mit bösartigem Grinsen, als er dann aber sah wie ihr die Gesichtszüge entglitten, verbesserte er sich ganz schnell: „Ich meinte... also wenn ihr mal wieder in so einem Gedränge unterwegs seit, dann kann er dir nicht mehr weglaufen, das meinte ich, ja genau!" Schuldbewusst zog er den Kopf ein, aber Lily blinzelte nur ein paar Mal, lächelte dann etwas gezwungen und stupste ihren Sohn sanft an. „Harry, zeig Onkel Siri doch mal dein Geschenk!"

Der Kleine kicherte leise, griff nach einem klumpigen Etwas, das in Zeitungspapier eingewickelt und mit viel Klebeband „verziert" worden war und reichte es seinem Patenonkel stolz lächelnd. „Ähm", machte Sirius kurz darauf. „Ähm..." „Ja, weil guck, du hast versprochen, du gehst mit mir spazieren, sogar mit Leine, wenn ich dich dann wieder lieb habe! Und jetzt können wir das machen, jetzt kannst du nicht mehr sagen, dass es nicht geht, weil wir keine Leine haben!" „Das Gedächtnis hast du von deiner Mutter geerbt", murmelte Sirius in sich hinein und lächelte gequält, als er auf die kurze Hundeleine in seiner Hand starrte. Verdammt, er würde sogar bei Fuß gehen müssen! Er wurde allerdings aus seinen Gedanken gerissen, als sein Patenkind ihm ein großes Blatt Papier entgegenhielt. „Dankeschön, Großer", lächelte er und all seine Frustration war vergessen, als er den großen, schwarzen Hund und das kleine Kind betrachtete, die aneinandergekuschelt dalagen und von lauter Herzen umgeben waren. Jap, der Kleine liebte ihn, definitiv.

In den nächsten Minuten packte Sirius einen Maulkorb aus und jagte den lachenden James dreimal um das ganze Haus, während Harry überglücklich die Holztiere, die er von seinem Onkel Remi geschenkt bekommen hatte zu vermehren versuchte. „Danke, Onkel Remi", strahlte er, woraufhin dieser zuerst protestierend den Mund öffnete, dann aber abwinkte. „Kein Problem, Großer." Als sie schließlich wieder alle beisammen saßen (Lily hatte sich vorsorglich zwischen James und Sirius gesetzt, sicher war sicher, sie hatte wirklich keine Lust an einem Feiertag Blut aufzuwischen) und sie ein paar weitere, eher unspektakuläre Geschenke geöffnet hatten, schob Sirius Harry eine kleine, bunte Tüte zu. Der Schwarzhaarige runzelte die Stirn, roch vorsichtig an dem Inhalt, der seine Eltern irgendwie an Schafsködel erinnerte und steckte sich dann ein „Plätzchen" in den Mund. Lily würgte und Remus und James schüttelten sich so unauffällig wie möglich, aber dann gab Harry strahlend Entwarnung. „Schoki!", lachte er und klatschte begeistert in die Hände. „Hundeleckerlis", grinste Sirius. „Weißt du, du könntest Padfoot damit füttern und..." „Sie sind leer", unterbrach ihn der Sohn seiner bestern Freunde mit irritiertem Gesicht, woraufhin sein Pate rot anlief. „Na ja, ich hatte auf dem Weg hierher echt Hunger..." „Wir sind mit dem Kamin gekommen", unterbrach ihn Remus, woraufhin der Hundeanimagus eine Schnute zog. „Ich... ich bin eben ein großer, starker Mann, ich brauche viel zu essen, ja genau!" „Okay", machte James. „Lass es mich mal eben zusammenfassen. „Nicht nur, dass du meinem Sohn ein Weihnachtsgeschenk machst, das eigentlich für dich gedacht ist, du isst es auch noch auf?" „Ich... ich kauf ihm ja neue, reg dich ab!", maulte der Fünfundzwanzigjährige. „Außerdem hat er die Jacke gekriegt", fügte er dann noch mit fast schon bockigem Gesichtsausdruck hinzu und damit war die Sache für ihn gegessen. Seine Freunde lachten nur, das war einfach mal wieder typisch Sirius.

„Soooo, Prongs", machte dessen bester Freund schließlich augenbrauenwackelnd und überreichte ihm dann mit gespielt feierlichem Gesicht ein kleines Päckchen. Die blitzenden Augen des Hundeanimagus misstrauisch betrachtend, entfernte der Vierundzwanzigjährige langsam das Papier und starrte bewegungslos auf das Buch in seiner Hand. „Kinderzeugen für Dummies", machte er fassungslos, woraufhin Sirius losprustete und sich nach ein paar Sekunden sogar giggelnd auf dem Boden herumwälzte, wie es sonst nur Padfoot fertigbrachte, wenn er eine besonders große Matschpfütze entdeckt hatte. Immer noch leise glucksend und nach Atem ringend richtete er sich auf und versuchte sich zu beruhigen. „Na ja, ich dachte du könntest etwas... Unterstützung gebrauchen... Und wenn das nicht klappt, helfe ich natürlich gerne nach, ist doch Ehrensache", fügte er dreckig grinsend hinzu und zwinkerte Lily frech zu. Als James daraufhin allerdings ein lautes, bedrohlich klingendes Röhren von sich gab, hob er schnell abwehrend die Hände. „Hey, ich will doch nur euer Bestes! Schließlich hätte Harry dann endlich seinen Willen und ihr könntet in Ruhe... Plätzchen backen. Für mich, ja genau, schließlich bin ich ja so ein toller Freund!"

„Aha", machte James und guckte sein Gegenüber gespielt böse an. „Nur so aus Interesse... Was lässt dich an meinen Fähigkeiten zweifeln? Ich meine, was denkst du was Harry ist, ein Gnom oder was?" „Aber Schatz", sagte Lily und tätschelte ihm sanft den Oberschenkel. „Den kleinen Furzer hat doch der Hippogreif gebracht, das weißt du doch." Sie grinste spitzbübisch. „Aber weißt du Sirius... Also... Ich finde, du solltest dir jetzt mal mein Geschenk angucken." Etwas irritiert über den Themenwechsel zuckte der Angesprochene mit den Schultern, folgte aber ihrer Aufforderung und brach dann in bellendes Gelächter aus. „Frau finden für Dummies!" „Ihr seid mir unheimlich", murmelte Remus, während James nur schmunzelnd den Kopf schüttelte. „Wie war das noch mit dem Zweifeln an irgendwelchen Fähigkeiten?" „Haha", murmelte der Angesprochene beleidigt, woraufhin Lily ihm gespielt mitleidig die Schulter tätschelte. „Weißt du... Ich dachte du könntest etwas Unterstützung gebrauchen... Und wenn das nicht klappt, dann helfe ich natürlich gerne nach", zitierte sie den Hundeanimagus, fügte aber noch hinzu: „Soll heißen, ich spendier dir dann eine Kontaktanzeige." „Ja!", machte James und blitzte Sirius bitterböse an. „Dann haben wir mehr Freizeit, Pad ist nicht mehr so oft hier, er hängt uns nicht mehr so..." „Vergiss das Buch", rief Lily, riss dem Schwarzhaarigen besagtes Objekt aus den Händen und schmiss es in eine Ecke. „Ich kauf dir stattdessen nen Schokokuchen, okay?" Der ehemalige Gryffindor grinste. „Du liiiiiieeeebst mich!" „Phh", machte sie. „Das glaubst auch nur du." „Oh do-och", flötete er. „Du liiiiieeebst mich und du kannst ohne mich nicht leeeeben!" „Halt die Klappe!", machte sie, grinste aber gleichzeitig.

Harry sah der Kabbelei zwischen seiner Mutter und seinem Paten eine Weile schweigend zu, wurde dann aber doch ungeduldig, war er es doch einfach nicht gewöhnt längere Zeit nicht beachtet zu werden. Nachdem er sich einige Male erfolglos geräuspert hatte, zuckte er mit den Schultern und packte ein paar besonders kitschige Malhefte aus, mit denen er sich so lange beschäftigte, bis seine Familie endlich wieder normal war und sich wieder ihm zuwandte. Jetzt war Harrys große Stunde gekommen. Mit stolzgeschwellter Brust zeigte er auch seinem Daddy und seinem Onkel Remi die Bilder, die er für sie gezeichnet hatte und erzählte ihnen, wie seine Mummy ihm beigebracht hatte ihre Namen zu schreiben. Dann überreichte er mit feierlichem Gesicht seine Geschenke. Sein Onkel Remi bekam ein kleines Kissen, damit er öfter mal bei Harry übernachten konnte und seinen Eltern drückte er mit bedeutungsvollem Gesicht ein Kuscheltier in die Hände. „Für mein Schwesterchen." „Alles klar", lachte Lily und warf ihrem Mann einen kurzen Blick zu, der daraufhin ihre Hand drückte. „Hey, wir haben dir ein Geschwisterchen versprochen und du wirst es irgendwann kriegen, aber ob es ein Mädchen oder ein Junge wird können wir leider nicht beeinflussen, Schatz!", sagte er und verstrubbelte seinem Sohn zärtlich die Haare.

Harry öffnete protestierend den Mund, wurde dann aber von einem besonders großen Paket mit seinem Namen drauf abgelenkt. Mit leuchtenden Augen stürzte er sich auf das Geschenk, fetzte das Papier herunter und schrie begeistert auf. Seine Eltern hatten ihm eine wunderschöne elektrische Eisenbahn geschenkt. Er kam allerdings gar nicht dazu sie sich in Ruhe anzusehen, denn es gab in seiner Familie noch drei weitere Kinder, die sich jetzt mit leuchtenden Augen auf sein neugewonnenes Spielzeug stürzten und die Schienen mit Feuereifer zusammensteckten, während Harry nur die Lock an sich riss und leise „Tüff Tüff" Geräusche von sich gab. Lily lächelte gerührt und strich abwesend über ihren Bauch, woraufhin James auf einmal innehielt und Remus und Sirius in die Seite hieb. „Lasst uns doch später spielen... Ich meine... Lasst uns später mit Harry zusammen die Eisenbahn aufbauen." Die beiden warfen dem Geschenk zwar noch einen sehnsüchtigen Blick zu, nickten aber und als Harry sah, dass sein Daddy seiner Mummy eine kleine Schachtel in die Hand drückte, ließ auch er seine Lock stehen und sah neugierig zu, was die Rothaarige da auspackte.

„Oh James", murmelte diese ergriffen und ließ ein feingliedriges Armband durch ihre Finger gleiten. „Jeder Anhänger steht für ein besonderes Ereignis in unserem Leben. Die Lippen für unseren ersten Kuss, die Ringe für unsere Ehe, das Kreuz für alles, was wir zusammen durchstehen mussten, der Schnuller für unser Glück..." „Und die Träne?", fragte sie leise, woraufhin er lächelte. „Es ist ein Wassertropfen. Du weißt schon... wie alles begann." „Ja", lächelte sie und küsste ihn sanft. „Vielen, vielen Dank Schatz, es ist wundervoll, genauso wie die Kette!" Damit fasste sie an die verbundenen Puzzleteile, die wie immer um ihren Hals hingen und wischte sich verstohlen über die Augen. Dann räusperte sie sich schließlich und rief nach Mina, die daraufhin mit einem lauten „Plopp" erschien und Remus einen großen Strauß Rosen überreichte. „Was...", machte dieser und Lily sah ihn ernst an. „Sie sind für Lisa. Ich weiß, dass sie dir wirklich viel bedeutet und dass du nie aufgehört hast sie zu lieben, du hast dich damals nur aus Angst vor ihr zurückgezogen. Überwinde dich endlich, Rem, du hast doch nichts zu verlieren!" Er wurde rot und strich sich verlegen eine Strähne aus dem Gesicht. „Sie... sie hat mich für heute Abend zum Weihnachtsessen eingeladen." „Und?", machte Lily, woraufhin er errötete. „Ich habe zugesagt." „Jiiiiiiihhh!", quiekte die Rothaarige, klatschte begeistert in die Hände und fiel ihrem Freund um den Hals. „Ich bin so stolz auf dich!" Der Werwolf grinste nur.

Nachdem Lily erfahren hatte, wie James geschafft hatte ihr Geschenk vor ihr zu verbergen (offenbar hatte Remus es bei einem seiner letzten Besuche an der Hinterseite ihres Nachtisches befestigt) und sie sich an die Stirn schlug, war ihr die Situation doch damals schon merkwürdig vorgekommen, aber hatte sie sich während ihres damaligen Unwohlseins nicht weiter damit beschäftigt, biss sie sich etwas nervös auf die Unterlippe, schließlich stand ihr Geschenk an ihren Mann noch aus und sie war sich nicht sicher wie er darauf reagieren würde. Vorsichtshalber wies sie ihren Sohn noch auf sein vorletztes Weihnachtsgeschenk hin, wusste sie doch ganz genau, dass sich sein Vater darüber mindestens genauso freuen würde wie er. Es war der Besen, den Harry vor einiger Zeit in der Winkelgasse entdeckt hatte und als der Kleine erfuhr, dass er ihm vom Weihnachtsmann persönlich geschenkt worden war, hüpfte er aufgeregt auf und ab und drehte sofort die erste Runde im Wohnzimmer. Fünf Minuten später schwankte der Weihnachtsbaum bedrohlich, zwei der großen Weihnachtsfiguren lagen zerbrochen am Boden und Lily war mit ihren Nerven am Ende, aber ihr Sohn war überglücklich und das war alles was zählte. „Soso, du musstest also noch etwas besorgen, ja?", flüsterte ihr Mann ihr leise ins Ohr und sie hob die Schultern. „Schuldig?" „Ich liebe dich", murmelte er in ihr Ohr, woraufhin die Rothaarige ernst wurde. „Behalt dir das für die nächsten Minuten gut im Gedächtnis, ja?" „Okay", machte James langsam und auch Sirius und Remus schienen zu merken, dass irgendetwas vor sich ging und holten Harry mit zwei schnellen Griffen von seinem wesentlich schnelleren Kinderbesen herunter.

„Hier", sagte Lily leise und drückte ihrem Mann einen Fotorahmen in die Hand. Zu sehen war ein etwas älteres Ehepaar, das sich gerade mit einem jugendlichen James und einem Sirius, der mit verzücktem Blick auf einem Stück Kuchen herumkaute eine Tortenschlacht lieferte. James schluckte und strich mit traurigen Augen über das Glas, lächelte aber. „Danke Schatz." „Ähm, ja", machte sie, schloss kurz die Augen und rief erneut nach Mina, die daraufhin auch sofort erschien und ihr mit ernstem Gesicht einen kleinen Stein in die Hand drückte. „Albus hat ihn mir besorgt, wir sollten es nicht unbedingt an die große Glocke hängen und er muss bald wieder zurück, aber wir haben ihn ein paar Stunden." Sie schloss die Augen und eine Weile passierte nichts und als James schon fragen wollte was los war, standen da vor seinem Kamin auf einmal seine verstorbenen Eltern. Lily hatte ihren Mann noch nie so fassungslos gesehen und hätte sich am liebsten in den Hintern getreten, wie hatte sie das Ganze nur für eine gute Idee halten können?

„James. Sirius", sagte die grauhaarige Frau leise und ihr Lächeln schien den ganzen Raum zu erleuchten. „Meine Jungs. Meine großen, großen Jungs. Ihr Rumtreiber, ihr verrückten Kerle." Sie schniefte und trat einen Schritt näher an Sirius heran, welcher daraufhin unnatürlich blass wurde. „Du warst für uns immer wie ein zweiter Sohn, du warst der beste Freund, den wir uns für unseren James wünschen konnten, ohne dich wäre er nie geworden was er ist, ohne dich hätte er nie die vielen Facetten des Lebens kennengelernt, ohne dich hätte er nie so unbeschwert sein können, wenn wir auf Einsätzen waren und ohne dich gäbe es unseren kleinen Harry nicht. Wir sind sehr, sehr dankbar, dich unseren Sohn nennen zu dürfen." Sirius schluckte und seine Augen glänzten verdächtig, er brachte es nur fertig zu nicken und schien deutlich erleichtert zu sein, als sein Ersatzvater sich an Lily wandte und damit die Aufmerksamkeit auf ihr lag.

„Du hast unseren Sohn gerettet, du hast aus dem Kind, das er war einen Mann gemacht, jemanden, der Verantwortung für sich und andere übernimmt, einen liebevollen Vater, der die richtigen Prioritäten setzt. Du hast ihn gehalten, wenn er dich gebraucht hat und warst immer für ihn da, gerade in Zeiten, in denen er nicht mehr konnte oder sich aus lauter Kummer unausstehlich benommen hat. Glaub mir, wir wissen wie unser James sein kann und du hast das Beste in ihm geweckt. Du hast ihn glücklich gemacht und uns ein Enkelkind geschenkt, du hast alles wahr gemacht, was wir uns für James je gewünscht haben. Wir danken dir."

Er wandte sich an James, der mit riesigen, kindlichen Augen zu ihm heraufblickte. „Mein Junge. Du hast dich so gut entwickelt. Du bist der Mann und Vater, der ich hätte sein sollen. Du hast deine Prioritäten gesetzt, du bist für deine Familie da, du machst nicht die gleichen Fehler wie ich. Mein Leben lang habe ich versucht die Familien der anderen zu retten und habe meine eigene damit im Stich gelassen. Du tust das nicht. Ich bin sehr stolz auf dich." Seine Mutter nickte. „Du hast in deinem jungen Leben schon so viel durchstehen müssen, du hast all deine Hürden unglaublich souverän und tapfer gemeistert, wir sind sehr stolz auf dich. Ich wünschte, wir hätten dir das zu Lebzeiten öfter gesagt, aber wir dachten du wüsstest es. Wir lieben dich, mein Sohn und wir sind unendlich, unendlich stolz auf dich." Sein Vater nickte bestätigend und wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Dann grinste er. „Ach ja, gut gemacht!", zwinkerte er dem Schwarzhaarigen noch zu, woraufhin ihm seine Frau einen Seitenhieb verpasste. „Du bist unmöglich! Du verrätst noch alles!" James lachte leise auf und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Danke, dass ihr hier wart." „Wir sind immer bei dir, James", sagte sein Vater noch mit ernstem Blick dann lösten sich die Figuren von Harrys verstorbenen Großeltern langsam auf.

Auch Remus, Lily und Sirius, bei denen sich spätestens nach den Worten der verstorbenen Potters an James sämtliche Beherrschung verflüchtigt hatte, wischten sich die Tränen aus den Augen und fächelten sich fast synchron etwas Luft zu. „Danke", sagte James leise zu seiner Frau und zog sie zu einem sanften Kuss heran. „Ich weiß doch wie sehr sie dir fehlen", antwortete seine, ja seine Lily und strich ihm zärtlich über die Wange. „Alles okay?" „Ja", sagte er. „Ja. Es ist als wäre mir gerade ein riesiger Stein von der Seele geplumpst. Ich glaube, das habe ich wirklich gebraucht um mit dem Ganzen einigermaßen abschließen zu können." Lily nickte, erstarrte dann mitten in der Bewegung und warf ihrem Sohn einen vorsichtigen Blick zu. Dieser schien das Ereignis aber alles andere als verstörend zu finden, im Gegenteil: Er zeichnete gerade fröhlich grinsend mit seinen besten Filzstiften ein Abbild seiner Großeltern auf Lilys frischgeputzten Wohnzimmerboden, was diese zwar nicht besonders toll fand, aber es war ja Weihnachten und wozu gab es den Ratzeputz?

„Okay", sagte James und warf seiner Frau einen kurzen Blick zu. „Darf ich?" Sie nickte nur. „Wir... wir haben noch ein letztes Geschenk für dich, Harry, etwas ganz tolles, etwas, das du dir schon ganz lange wünschst. Rate mal." „Hmm", machte der Kleine und legte die Stirn in Falten. „Ist es ein Zoo? Weil den hab ich doch schon zusammen mit Mummy und Onkel Remi gekauft!" Seine Eltern schüttelten den Kopf. „Ist es ein riesiger Kuchen, so groß wie mein Zimmer und Onkel Siri darf ihn nicht mal angucken?" „Nein, Großer." „Ist es eine Tafel Schokolade, von der ich Daddy nichts abgeben muss?" „Nein, mein Schatz." „Hmm... Sind es diese pinken Muggelbonbons, die Daddy mir immer nicht kaufen will?" „Nein, Hase." „Ist es..." „Es ist nichts zu essen, Harry!" „Ja, dann weiß ichs auch nicht!", machte er und hob fast schon vorwurfsvoll die Arme. Lily gluckste und schob ihm dann eine kleine Geschenktüte hin, aus der er kurz darauf zwei winzige Stoffschühchen holte. „Uhm, Mmmy?", fragte er vorsichtig. „Ich glaube aber nicht, dass die mir passen!" James gluckste, während Remus langsam ein Licht aufzugehen schien und er sich die Hände auf den Mund presste. „Die sind ja auch nicht für dich, Dummerchen!" „Sind sie für Sunny?", fragte der Schwarzhaarige mit großen Kulleraugen und Lily schüttelte den Kopf. „Nein, fürs Baby." „Oh, Sunny kriegt ein Baby?", strahlte Sirius und fing sich dafür einen ungläubigen Blick von Remus ein. „Siehst du Harry, das ist doch fast so gut wie ein Geschwisterchen, meinst du nicht auch? Mit dem kannst du auch schmusen und spielen und auf es aufpassen..."

„Sirius?" „Ja?" „Lily kriegt das Baby." „Ja klar, sag ich do... WAS?" Er riss die Augen auf und zeigte mit dem Finger erst auf seine beste Freundin, dann auf seinen besten Freund. „Du... und du... ihr... WIR BEKOMMEN EIN BABY!" Aufgeregt kreischend sprang er auf die Füße und führte einen Freudestanz auf, in den Harry kurz darauf einstimmte. Mit dem Hintern wackelnd und die Arme in die Luft streckend hüpften sie umher und brachten so die anderen zum Lachen. Remus war der Erste, der gratulierte, wirkte dabei allerdings auch ein wenig traurig, was er zwar gekonnt überspielte, aber trotzdem nicht unbemerkt, dafür allerdings unkommentiert blieb. „Deswegen konntest du nicht zurück ins Mungos", machte Sirius mit einem Mal. „Ihr habt es die ganze Zeit gewusst und uns nichts gesagt! Ihr... ihr... ihr Hosenmätze, ihr!", schimpfte er, konnte allerdings nicht lange so tun als wäre er beleidigt, denn in diesem Moment unterschrieb Harry sein Todes... na ja, zumindest sein sehr-lange-kitzeln- Urteil. Er ging nämlich auf seine Mutter zu, tätschelte ihren Bauch und fing dann mit diesem an zu reden. „Hallo Baby! Du hast aber ganz schön lange gebraucht, ich warte schon sooooo lange auf dich! Du musst ein Mädchen werden, ja? Weil Mummy und Daddy haben ja schon mich, da brauchen sie keinen Jungen mehr! Und du darfst auch in meinem Zimmer schlafen, dann können wir ganz viel kuscheln!" „Es ist genug Platz für alle da, das Baby bekommt sein eigenes Zimmer", lächelte James und verwuschelte seinem Sohn zärtlich das Haar, woraufhin dieser eine Schnute zog. „Aber dann muss das wenigstens neben mir sein, ja?" Seine Mutter nickte, runzelte dann aber die Stirn.

„Sag mal, Harry... Woher weißt du, dass das Baby in meinem Bauch ist?" Sirius wurde blass und bewegte sich so unauffällig wie möglich in Richtung Ausgang, wurde aber von James bemerkt und aufgehalten. Der Kleine sah sie unschuldig an. „Onkel Siri hat gesagt, der Daddy macht die Babys mit seinem Zauberstab in den Bauch der Mummy." „SIRIUS!", schimpfte die Rothaarige und stemmte empört die Hände in die Seiten. „Wirst du wohl endlich aufhören die Unschuld meines Babys zu gefährden! Also echt, du bist unmöglich..." „Ähm Lily?" „Was?" Bitterböse blickte sie ihren Mann an, der daraufhin den Kopf einzog. „Es ist Weihnachten, lass Pad besser leben, wir brauchen ihn vielleicht noch mal zum Babysitten." „Ja genau... ey!", machte dieser beleidigt, woraufhin ihm sein bester Freund nur die Zunge rausstreckte. „Ich hab dir gerade den Hintern gerettet, also beschwer dich mal nicht! Was ich sagen wollte... Lils, Schatz, ein Geschenk ist doch noch übrig!" „Oooooh", sie lächelte verträumt und alle Wut schien auf einmal von ihr abzufallen. „Remus, wir haben noch etwas für dich!" Damit schnippste sie kurz, woraufhin eine weitere Geschenktüte erschien und dann auf den Werwolf zuflog, der immer noch etwas sehnsüchtig auf Harry blickte, welcher gerade seinen Paten immitierte und ihn dabei mit bewundernden Blicken ansah. Fragend zog er ein großes Stoffstück aus der Tüte, blickte darauf und schlug dann eine Hand vor den Mund. „Nein?" „Das heißt, du willst nicht?", fragte Lily und der Schalk blitzte ganz deutlich in ihren Augen, was der Werwolf allerdings nicht bemerkte. „Bist du irre? Natürlich will ich! Oh mein Gott, das ist so... die ganze Zeit hab ich... ich war so neidisch und... Denkst du wirklich, dass ich das kann? Ich meine, ich bin..." „Sprich es aus und ich nehm dir das T-shirt und den Posten weg!", drohte James mit erhobenem Zeigefinger und Remus lachte. „Okay. Ich danke euch. Wirklich. Für alles. Ihr seid einfach... Ihr habt so viel für mich..." „Schon gut", sagte Lily, trat auf ihren Freund zu und nahm ihn in die Arme. „Das beruht auf Gegenseitigkeit."

James und auch Sirius nickten und als der Braunhaarige dann sein T-shirt umdrehte, nickte Sirius anerkennend. „„Worlds greatest Godfather", ja das wirst du mit Sicherheit. Glückwunsch, Moony, das hast du dir wirklich verdient." Er grinste. „Das wird mich aber nicht davon abhalten, das Kleine genauso zu verwöhnen wie Harry!" „Damit kann ich leben", antwortete Remus nur und zog ihn mit einem Arm in eine Umarmung. „Oh Gruppenkuscheln!", grinste James, schnappte sich seinen Sohn und schloss die Lücke. Eine Weile standen sie so da, einfach nur still die Nähe und den Zusammenhalt ihrer Familie genießend, bis Harrys zögerliche Stimme erklang. „Du Mummy? Ich freu mich, dass das Baby kommt, auch wenn wir das Kuscheln und so dann teilen müssen." Lily lächelte nur. „Keine Sorge, Schatz. Es wird immer genug Liebe für euch beide da sein, es wird dir an nichts fehlen, du gewinnst nur noch ein Familienmitglied dazu." „Ja", sagte der Kleine und strahlte, aber eine letzte Sache schien ihn dann doch noch zu beschäftigen. „Weißt du... wenn du magst... also wenn du magst, darfst du mich auch ab und zu noch du-weißt-schon-wie nennen, wenn meine Schwester dann da ist." „Ach Schatz", sagte Lily und warf ihm einen zärtlichen Blick zu. „Du wirst immer mein Baby bleiben."

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