Als erstes möchte ich mich für die lange Schwegepause entschuldigen. Ich hatte wirklich viel zu tun und irgendwie kam ich nicht dazu zu posten, aber ich habe fleißig geschrieben. Bitte bitte schreibt kommentere... wir Autoren lieben es gelobt zu werden :-) aber auch jede andere Art von Bemerkungen ist will kommen.
Kapitel 25
Böse Träume
„Du wagst es mir zu widersetzten?"
„Meister, ich..."
„Schweig! Nun bist du mir zu gar nichts mehr nützlich."
„Ich werde ..."
„Ich habe dir zu schweigen geboten. Curzio."
Draco machte die Augen auf, doch der Schrei seines Vaters hallte immer noch in seinem Kopf. Das Zimmer nahm er nur verschwommen war. Ein Verband, quer über sein Gesicht erschwerte die Sicht. Der Raum schien klein zu sein und außer dem Bett nichts zu beinhalten. Die Wärme und ein merkwürdiges, längst vergesenes Gefühl von Sicherheit brachten den jungen Zauberer wieder in die unruhige und schreckliche Traumwelt.
„Nimm Draco mit und geh!"
„Nein!"
„Hör zu, Narzissa. Sie werden bald hier sein..."
„Wir gehen nicht weg, Vater!"
„Sie werden uns alle töten! Ihr müsst hier weg, schnell!"
Auf einmal wird die Welt zu einem winzigen Ort voller Schrecken und Schmerzen. Ein kaltes höhnisches Lachen erfühlt den Raum.
„Du hattest deine Wahl getroffen, Lucius!!"
Der Anblick lässt das Blut in den Adern gefrieren, doch er kann den Blick nicht abwenden.
„Nein, nicht sie.. sie hat nichts damit zu tun!"
„Sie hat mich genau wie du verraten..."
„Lucius..."
„Curzio!"
Der Schrei lässt die Haare zu Berge stehen. Es vergehen Stunden, bis sie keinen Laut mehr von sich gibt. Leblos fällt ihr Körper zur Boden. Doch noch weilt Leben in diesem geschundenen Leib. Sie öffnet die Augen und blickt ihn an. Ein grüner Lichtstahl trifft sie und die Augen werden leer.
Dei Männer kommen näher, Die Gesichter hinter den Masken verborgen.
„Er ist doch nur ein Kind!"
„Er wird dein Schicksal teilen Lucius!"
Ein Schmerz durchdringt seinen Körper, es ist so intensiv, das es über die Wahrnehmung hinaus zu gehen scheint. Die Welt verschmilzt zu einer grellen dröhnenden Masse.
Es lässt nach, ohne weg zu gehen. Für dich gibt es noch einen Weg hinaus, er hört die Stimme des Trankmeisters deutlich in seinem Kopf. Dieser Gesprech fand vor einigen Tagen statt. Hier! Es ist ein Portschlüssel und Eintrittskarte. Es ist eine einmalige Chance. Gebrauche sie, aber nur, wenn du wirklich dazu bereit bist.
Eine erneute Schmerzwelle verwandelt seine Welt in eine Hölle. Und noch eine Welle und noch eine. Nur eine Bewegung, eine winzige Bewegung... Scheinbar nach Jahren voller Schmerz umklammert seine Hand den Zettel. Mit einer letzten Schmerzwelle verschwindet die Welt vor seinen Augen.
Draco sprang auf, doch eine Hand drückte ihn sanft aber bestimmt zurück ins Bett.
„Du bist in Sicherheit. Hier wird dir nichts geschehen", erklang eine ruhige Stimme, „leg dich hin, sonst reist du die Wunden wieder auf."
Keuchend ließ sich Draco zurück ins Bett fallen. Schlagartig wusste er wo er war. Die Frau müsste ...
„Ich bin Mrs. Weasley. Du bist verletzt, aber keine Sorge, deine Wunden wurden versorgt und wenn du ruhig liegen bleibst werden sie auch schnell verheilen."
Draco öffnete den Mund, um zu fragen seit wann er schon so liege, doch seine Stimme versagte. Der Schmerz trieb ihn die Tränen in die Augen.
„Besser du lässt das Sprechen erstmal sein", sagte Molly verständnisvoll, „Wie ist es, kannst du sehen?"
Dieses Mal begnügte sich Draco mit einem Nicken. Er konnte tatsächlich gut sehen. Der Verband war weg, das Zimmer war etwas größer, als es zuerst den Anschein hatte, in einer kleinen Nische standen ein Schreibtisch aus schwerem Holz und ein Stuhl. Daneben ein kleines Buchregal und noch ein Stuhl neben dem Bett.
Mrs. Weasley kramte in einer Schublade und holte eine Rolle Pergament und eine Feder heraus. Dann schnappte sie sich noch ein Buch und legte es auf den Stuhl. Dann half sie Draco behutsam sich hinzusetzen und legte das Buch und das Pergament unter seine linke Hand die Feder drückte sie in seine Finger.
„Versuch es so, erst mal muss es reichen", Draco fühlte sich elend die Frau wusste ganz genau wer er war und wie er ihre Familie behandelte, doch in ihrem Verhalten und in ihrer Stimme gab es keine Spur von Feindseeligkeit.
Die Finger wollten die Feder nicht halten, die Buchstaben die er zu Wege brachte konnte bestimmt keiner identifizieren.
„Wie lange? Ach, du meinst bestimmt wie lange du hier bist?"
Draco nickte, offensichtlich war seine Schrift doch nicht so fürchterlich.
„Las mich mal nachrechnen... vier Tage, na ja fast fünf."
Der junge Mann schloss die Augen. So lange? Er kritzelte wieder ein Wort aufs Pergament.
„Eltern? Deine Eltern?", Molly zögerte einen Augenblick, es war vielleicht nicht gut ihm jetzt alles zu sagen, aber Lügen machen das ganze auch nicht besser.
„Ich fürcht sie sind tot, mein Junge. Es tut mir leid", es klang so aufrichtig, das Draco wieder ein schlechtes Gefühl überfiel.
Wieder kritzelte er auf dem Pergament.
„Sie? Was meinst du damit? Mich? Du meinst mich?"
Draco nickte, er wollte wissen warum sie jetzt bei ihm war.
„Ich? Auch du willst bestimmt wissen warum ich bei dir bin, nicht war? Wir wechseln uns ab. Vorhin war Tonks da und davon Hermine und Ginny. Und Severus, er brachte einige Tränke mit und Salben für die Wunden."
Das brach wie eine Flut über ihn zusammen, er fühlte sich jetzt nicht nur krank sondern auch dreckig. Aus letzter Kraft kritzelte er noch ein Wort.
„Schlaf? Natürlich, mein Junge, du muss schlafen. Leider kann ich dir kein Trank für traumlosen Schlaf geben, Severus sagte, dass eines der Zutaten die Heilung der Wunden verlangsamen wird", sprach sie, währen sie ihm half sich hinzulegen, vorsichtig richtete sie die Kissen und die Decke zurecht, „es ist immer einer da", versicherte sie, „bis es dir besser geht wird immer jemand hier sitzen. Wir werden dich schon nicht allein lassen."
Draco schlief ein und dieses Mal, träumte er von einer lauten Menge rothaariger Menschen, die ihn beschützend umgab und ein lang vermisstes Gefühl von Geborgenheit lies ihn die Angst von der Traumwelt vergessen.
