Muschen: Danke schön, danke schön. Ich muss allerdings sagen, dass mir Ellonur nicht leid tut. Furchtbarer Kerl. ;)
Ja, also es wird vom ersten Teil 50 Kapitel geben. Da hast Du noch ein bisschen was zu lesen.
Ansonsten: Ich dachte, dass hier wäre eine Mary-Sue!
LG
Tami
Ich hatte die ganze Nacht geheult wie ein Schlosshund. Allerdings nicht, weil ich anscheinend dem sicheren Tod entgegenging. Vielmehr verletzte mich der Gedanke, dass Elronds Berater bereit war, mich so ohne die geringste Emotion zu opfern. Ich weiß, in diesem Moment hätte es mich mehr interessieren sollen, dass ich wohl nicht mehr allzu lange zu leben hatte, aber neben dem eben erwähnten Gedanken verblasste alles andere. Und dass es mir anscheinend so wichtig war, was dieser berechnende Lagerverwalter dachte und fühlte, machte mich wiederum ungemein wütend. Was ging mich Erestor von Bruchtal und sein anscheinend nicht vorhandenes Gefühlsleben denn eigentlich an?
Nach einem kleinen Ausbruch auf dem Übungsplatz Glorfindel gegenüber war ich in Bruchtals überdimensionierte Küche getrottet, hatte mir ein riesiges Frühstückstablett geholt und mich wieder auf mein Zimmer verkrochen. Außer den Erdbeer-Sahne-Waffeln hatte ich dann irgendwie doch nichts angerührt und so puhlte ich gerade lustlos ein paar Rosinen aus einem Stück Früchtekuchen, als Alvariel in mein Zimmer gestürmt kam. Nimriel war ihr scharf auf den Fersen und noch bevor ich so recht wusste, was los war, hatten die beiden mich rechts und links gepackt und zerrten mich die Treppen von meiner Terrasse hinunter in den Garten.
„Das musst Du Dir unbedingt anschauen, Firiel. Das hat es überhaupt noch nie gegeben! Du darfst das nicht verpassen!" sprudelte Alvariel in ihrer gewohnt unbeherrschten Art hervor.
„Naja, 'noch nie' kann man nicht sagen, aber es ist schon mehrere hundert Jahre her. Vielleicht sind es sogar 1000. Auf jeden Fall gab es das in meiner ganzen Zeit in Bruchtal noch nicht." schaltete sich auch Nimriel ein, die mich wenigstens genauso ungeduldig hinter sich her zerrte wie Alvariel.
„Aber was denn, um Himmels willen?!" fragte ich und legte einen Schritt zu. Wenn die Orks in Bruchtal eingefallen wären, dann hätten meine beiden Freundinnen wohl kaum einen so ruhigen Eindruck gemacht, aber irgendwas Außergewöhnliches musste passiert sein. Vielleicht waren Alvariels Zierschweine in Elronds Rosenbüsche geraten. Alvariels seltsame Haustiere sind ein Thema für sich. Das jetzt zu erklären, würde einfach zu lange dauern!
Aber die beiden liefen zielsicher an Elronds Heiligtum vorbei und kurze Zeit später fanden wir uns neben dem Übungsplatz wieder. Ich wollt schon einen Flunsch ziehen, da ich mein Pensum für heute ja bereits weg hatte, aber eine giftige Bemerkung blieb mir im Halse stecken.
Auf dem runden Platz, der mit hellem, feinem Sand bestreut war, lieferten sich zwei Elben einen Schwertkampf. Und es war ganz offensichtlich, dass der eine ein Meister war und der andere, nun, wie ein Laienschauspieler im falschen Film aussah.
Es dauerte einen Moment, bevor meinem Hirn klar wurde, dass es Erestor war, der dort auf dem Übungsplatz so eine gute Figur machte. Mir blieb einfach der Mund offen stehen und wie der Rest Bruchtals, der sich anscheinend nur zum Zwecke des Gaffens hier versammelt hatte, konnte ich meinen Blick nicht von dem Schauspiel lösen. Plötzlich legte sich mir ein Arm um die Schulter. „Na, was hab ich Euch gesagt? Er steht Glorfindel in nichts nach!" Von irgendwo aus den Massen war Elrohir aufgetaucht. Er schien einen Heidenspaß an dem Schauspiel zu haben. Aber ich war einfach dermaßen... Eigentlich wusste ich gar nicht, was ich war. Ich nickte lediglich und starrte immer noch mit offenem Mund auf das Rund.
Wie üblich war Bruchtals oberster Fiesling in schwarz gekleidet, allerdings erinnerte dieses Outfit mehr an das von gestern Abend. Recht informell. Schwarze Hosen, Stiefel und eine lockere Tunika, deren Ärmel nur bis zu den Ellenbogen reichten. Der einzige Unterschied war der, dass Erestor seine schwarzen Haare wieder zu einem strengen Zopf zusammengebunden hatte. Er bewegte sich dermaßen schnell und elegant, dass ich meine liebe Mühe hatte, den Bewegungen zu folgen.
Es war selbst für mein ungeschultes Auge nicht zu übersehen, dass er seinen Gegner jederzeit hätte entwaffnen können. Aber wahrscheinlich machte es ihm einfach Spaß diesen komischen, schlaksigen Kerl zu quälen und vorzuführen. Der sonst so hochnäsige Ellonur landete einige Male im Staub oder strauchelte unbeholfen angreifend an einem elegant ausweichenden Erestor vorbei. Er konnte nicht einen einzigen Treffer landen und einige Male sorgten seine unbeholfenen Angriffe für lautes Gelächter unter den Zuschauern. Das Schauspiel zog sich etwa eine halbe Stunde hin, bis Erestor mit einer minimalen Bewegung seines Arms das Ganze beendete. Ellonurs Schwert flog im hohen Bogen durch die Luft und Erestor fing es geschickt auf.
Sein Gegenüber schien eher erleichtert als peinlich berührt über seine Niederlage und nachdem er seine Waffe mit einer Verbeugung wieder entgegengenommen hatte, verließ er umgehend mit hochrotem Gesicht und schwer nach Luft ringend den Kampfplatz. Auch Erestor, der natürlich so entspannt wirkte, als wäre er eben aus einem Schaumbad gestiegen, schien sich aus dem Staub machen zu wollen. Die Menge um den Übungsplatz verlief sich schon, als plötzlich eine Stimme ertönte.
„Was ist, großer Meister? Traust Du Dich auch an jemanden heran, der Dir gewachsen ist oder bist Du schon müde?"
Erestor blieb stehen und wandte sich dann langsam zu dem Fragesteller um, der grinsend mitten auf dem Übungsrund stand. Mit einem boshaften Lächeln erwiderte er: „Nur zu, ich habe mich nur aufgewärmt!"
Glorfindel war ähnlich gekleidet wie Erestor. Er trug immer noch das gleiche sandfarbene Outfit wie heute morgen. Einziger Unterschied war die ärmellose Tunika, die seine muskulösen Oberarme perfekt in Szene setzte. Ich hörte, wie Nim neben mir nach Luft schnappte, Alvariel begeistert anfing zu kichern und Elrohir sich die Hände rieb. „Jetzt wird es wirklich interessant!"
Der Kampf von eben war gegen das, was jetzt folgte, nichts weiter als die Previews im Kino vor dem richtigen Film gewesen. Und mir wurde Angst und Bange, als ich die beiden Elben dort miteinander kämpfen sah. Erestor würde in der Tat nicht die geringste Mühe haben, mich an den Haaren nach Mordor zu schleifen. Wahrscheinlich könnte er mich locker bis dahin werfen.
Es war einfach nicht zu sagen, wer von den beiden besser war und so wogte das Kräftemessen immer wieder hin und her ohne dass einer der beiden einen Vorteil herausschinden konnte. Bis zu einem kleinen Zwischenfall.
Erestor und Glorfindel stemmten gerade in einer weiteren Kraftprobe die Schwerter gegeneinander und ließen ihre perfekten Muskeln spielen, als der blonde Kriegerfürst sich plötzlich vorbeugte und seinem Gegner anscheinend etwas ins Ohr flüsterte. Dessen Blick löste sich augenblicklich von Glorfindel, flog über die Elbenmassen und blieb dann ausgerechnet an mir hängen. Unsere Blicke trafen sich für einen Moment und irgendetwas schien Erestor aus der Konzentration zu bringen. Seine Arme gaben nach und mit einem hässlichen Klirren flog sein Elbenschwert in die Büsche, die den Übungsplatz auf einer Seite begrenzten.
Erestor stolperte nach hinten und Glorfindel, überrascht von dem plötzlichen Verlust des Drucks gegen seine Klinge, fiel auf ihn zu. Die Schneide seines Schwertes zielte immer noch auf Erestors Hals.
Irgendwer schrie und mehr aus Reflex als aus freiem Willen stürzte ich nach vorn. Doch ich kam nicht weit. Elrohir hatte mir den Arm um die Mitte gelegt und mich sofort zurückgezogen.
Allerdings hatte ich die Rechnung ohne die Kampferfahrung der beiden gemacht. Erestor rollte sich zur Seite ab, Glorfindel schaffte es irgendwie das Schwert herumzureißen und am Ende stolperte der Heerführer über die Füße des Beraters. Mit dem Ergebnis, dass sie beide für elbische Verhältnisse reichlich unelegant im Staub landeten.
„Seht Ihr, kein Grund so rumzubrüllen." beruhigte mich Elrohir und jetzt erst wurde mir klar, dass ich diejenige war, die aufgeschrien hatte, als es Erestor an den Kragen ging.
Der hatte sich auch als Erster wieder aufgerappelt und streckte seinem Freund jetzt die Hand entgegen, um ihn hochzuziehen. Dabei sagte er etwas, dass seiner Miene nach zu urteilen nichts Freundliches sein konnte.
Mir klopfte nach diesem Zwischenfall das Herz bis zum Halse. Mit einiger Mühe wandte ich mich augenblicklich um und verschwand ohne einen weiteren Blick für die beiden wieder im Garten. Dadurch entging mir auch, dass die beiden Kontrahenten mir nach starrten.
Ich hatte mir gerade eine ruhige Ecke gesucht und mich unter den überhängenden Ästen einer Trauerweide versteckt, als Nim plötzlich zwischen den Zweigen auftauchte. Sie schien inzwischen einen siebten Sinn dafür entwickelt zu haben, wo sie mich finden konnte.
„Was ist los, Firiel?" fragte sie mich leise und setzte sich zu mir. Anscheinend war es sogar für meine Umwelt offensichtlich, wie drüber und drunter es in meinem Inneren momentan ging.
„Ich hab keine Ahnung..."murmelte ich. Nur um gleich darauf in Tränen auszubrechen und Nim zu erklären, was gestern Abend passiert war. Und auch wenn ich es nicht über mich brachte, Nim von meinen lächerlich-unpassenden Gefühlen zu erzählen, so ahnte sie ganz offensichtlich, dass da noch mehr war. Aber zum Glück war Nim Nim und nicht Elrond oder sonst irgendeiner von diesen besserwisserischen Ratgebern hier. Sie ließ mich einfach heulen und drückte ab und an meine Hand.
Einige Tage oder Wochen vergingen, das ist in Bruchtal irgendwie schwer zu sagen. Ich hatte nach eingehendem Nachdenken ausgeschlossen, dass ich in Erestor verliebt war. Ich wusste, wie sich verliebt sein anfühlte und das, was Erestor in mir auslöste, hatte nicht im Geringsten etwas mit Schmetterlingen in der Magengrube, erwartungsvoller Aufregung oder schwärmerischer Verehrung zu tun. Nein, ich bekam kein Herzklopfen wenn ich ihn sah, ich neigte nicht dazu ihn zu idealisieren und ich grinste nicht debil und selbstvergessen vor mich hin. Was zum Sauron war es also, was da in mir vorging?
Darüber hinaus war ich immer noch wütend, dass er mich einfach so in den sicheren Tod schicken wollte, als wäre ich nicht mehr als eine Figur in einem Schachspiel. Erestor und ich gingen uns also mit großem Erfolg aus dem Weg und inzwischen war ich wirklich beschäftigt und hatte jeden Tag ein gutes Pensum abzuarbeiten. Glorfindel mit seinem Kampftraining, dann war auch noch der herablassende Ellonur bei mir aufgetaucht, um mir Lesestunden zu geben (und irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sein morgendliches Duell mit Erestor irgendwas damit zu tun hatte.) und darüber hinaus gab es immer noch die Reitstunden bei Fandis. Immerhin gingen mir das Lesen und Reiten (nachdem mein Hintern sich erst mal an die ungewohnte Belastung gewöhnte hatte) recht gut von der Hand. Über Bogenschießen und Schwertkampf will ich lieber nichts sagen.
So vergingen die Tage eigentlich recht fröhlich mit meinen beiden Gefährtinnen und ab und an sammelten mich Elladan und Elrohir auf, um mich in die große Halle zu schleppen und dort den Sängern und Musikanten zu lauschen.
Es waren die letzten halbwegs unbeschwerten Tage, die ich in Mittelerde für lange Zeit genießen sollte. Kurz darauf berichteten Späher, dass sich eine Truppe Orks an den Grenzen zu Bruchtal sammelte. Und diesmal waren es wirklich Orks und keine fehlgeleiteten Möchtegern-Wilderer. Sie schienen nicht angreifen zu wollen. Sie sammelten sich nur und warteten einfach. Ein untypisches Verhalten.
Glorfindel übertrug meine Kampfstunden an seinen Stellvertreter Faelon und machte sich auf einen Inspektionsritt, um die Situation selbst in Augenschein zu nehmen. Begleitet wurde er, wie konnte es anders sein, von Elladan und Elrohir, die bei dem Wort Orks angefangen hatten, mit den Füßen zu scharren wie zwei Gäule, die schon zu lange im Stall standen.
Ich kam gerade von einem längeren Spaziergang zu dem See in Bruchtals Wäldern zurück, als ich im Garten einer aufgelösten Silwen begegnete. Erklärungen waren da völlig überflüssig. Anscheinend hatte Alvariel mal wieder irgendwas angestellt. Oder sich irgendwo versteckt. Ich konnte nur hoffen, dass sie nicht wieder so eine blödsinnige Idee wie die Bootstour gehabt hatte. Das Ganze kam mir wie ein unschönes Deja-Vu vor.
Unter Tränen erzählte mir Silwen, dass Alvariel unbedingt Verstecken hatte spielen wollen. Sie war jetzt schon seit Stunden auf der Suche nach der Kleinen, aber nirgends war eine Spur von ihr zu finden. Ja, auch das kannte ich inzwischen zur Genüge.
Ich fragte mich wirklich, wieso Silwen jedes Mal einen halben Nervenzusammenbruch bekam, wenn dieser blonde Anti-Engel wieder verschwand. Normalerweise war sie die Ruhe in Person, aber sobald Alvariel wieder auf Abwegen war, verwandelte sie sich regelmäßig in ein Nervenbündel. Inzwischen sollte sie sich eigentlich wirklich dran gewöhnt haben. Ich gab also mein bestes Silwen zu beruhigen und suchte dann mit ihr Bruchtals weitläufige Gärten ab. Nach Stunden erfolglosen Suchens trafen wir schließlich auf Nim und eine weitere Elbenfrau, Eryndis, die ganz Bruchtal von innen auf den Kopf gestellt hatten. Ebenfalls erfolglos.
Nim, die gute Seele, besorgte uns allen Tee und eine Schale frisches Obst, während wir überlegten, wie wir nun weiter vorgehen sollten. Ich persönlich war ja entschlossen Alvariel ordentlich die Meinung zu geigen, wenn sie wieder auftauchte. Niemand regt sich auf, wenn Kinder ab und an mal was anstellen, aber ihre mutwilligen Expeditionen mit denen sie Silwen ein ums andere Mal an den Rand des Wahnsinns trieb, gingen mir wirklich langsam zu weit.
Wir kamen überein, dass, sollte die kleine Unruhestifterin bis zum Abend nicht aufgetaucht sein, wir wohl oder übel Erestor und Glorfindel hinzuziehen mussten. Glorfindel war inzwischen wieder von seinem Inspektionsritt zurückgekehrt, um mit Elrond und Erestor zu beraten, was sie mit der Orkansammlung vor Bruchtals Toren anstellen sollten.
Einstweilen würden wir einfach nochmal von vorne anfangen. Mitten im Gespräch kam mir plötzlich eine von diesen verdammten Eingebungen.
„Hat Bruchtal eigentlich Keller oder so was?" fragte ich aus heiterem Himmel. Mir war dunkel so etwas aus Elrohirs Geschichte mit der Whiskybrennerei in Erinnerung. Alle drei starrten mich verblüfft an und ohne ein weiteres Wort sprang Silwen auf und rannte davon.
„Also anscheinend ja." antwortete ich mir selbst. Nim schaute zweifelnd Silwen hinterher. „Die Keller sind ziemlich tief und weit verzweigt. Einige führen sogar bis unter die Wasserfälle. Ich glaube nicht, dass wir einfach so losrennen sollten."
Wir kamen also überein, dass Eryndis Bruchtals Führungsspitze informieren sollte, während Nim und ich versuchten, Silwen einzuholen.
Der Eingang zu Bruchtals immensen Kellergewölben befand sich in der Küche und nachdem wir erst mal die Räume hinter uns gelassen hatten, in denen die Lebensmittel lagerten, wurde es wirklich unheimlich.
Nim und ich schnappten uns jeweils eine von den Fackeln, die in den Speisekammern angebracht waren und machten uns rufend auf den Weg. Wir bewegten uns durch hallenartige Gewölbe, in denen Unmengen von Waffen lagerten. Speere, Schilde, Bögen, Schwerter und Dolche. Bruchtal hätte eine ganze Invasionsarmee ausrüsten können.
Je weiter wir in die Keller vordrangen, umso ungemütlicher wurde es. Die Luft war stickig, es war feucht und wir traten des Öfteren in Pfützen. Aber nirgends war etwas von Silwen oder Alvariel zu sehen oder zu hören.
Nim und ich mussten schon ein gutes Stück gegangen sein, denn als uns klar wurde, dass wir Bruchtals Keller längst verlassen hatten und uns in einem verzweigten Höhlensystem befanden, hielten wir an.
Ich fürchtete mich normalerweise nicht leicht, aber jetzt wurde es sogar mir unheimlich.
„Nim..." flüsterte ich und „Nimmmmm...immmmmmm...mmmmmm" flüsterten die Wände zurück. Meine Freundin schaute mich an und ich sah, dass sie sich nicht weniger unwohl fühlte als ich.
„Wir sollten nicht weiter gehen, ich kann mich jetzt schon kaum an den Weg zurück erinnern." Mit einem Nicken stimmte ich meiner Freundin zu und noch während wir überlegten, ob wir hier warten sollten oder umkehren, ertönte ein grauenvoller Schrei. Oder besser gesagt: Eine ganze Abfolge von Schreien. Ich hatte das Gefühl, als würden mir mit einem Mal kleine Eispartikel anstatt Blut durch die Adern rieseln. Noch bevor ich mich davon erholt hatte, war Nim schon los gerannt. Nach vorne, den Schreien entgegen.
