Dieses Kapitel widme ich LaPumuckl, Kiwi-Lia, Kit-Kitten, eddybella und Edwards swan. Danke für eure ganz lieben Worte zum letzten Kapitel! =)

Viel Spaß!


ALLE CHARAKTERE GEHÖREN STEPHENIE MEYER


Klischees... wer liebt sie nicht?

Der Sonntag verging wie im Flug. Trotz Alice' Anweisung dem 'Bücherparadies' fernzubleiben, fuhr ich hin und arbeitete mich endgültig in Materie ein, eine Geschäftführerin zu sein.

Eine Erkenntnis gewann ich dabei recht schnell: Ich hasste die Bürokratie! Es hätte alles so einfach sein können, aber... das war es eben nicht.

Allerdings hatte ich eine menge Glück, das Ang und ich schon vorher viel Organisatorisches erledigt hatten. Sonst würde ich nun vollkommen hysterisch werden. Deshalb kam ich mittlerweile einigermaßen klar.

Angela hingegen versank in Umzugsvorbereitungen und das, obwohl ich schon so viel geplant hatte. Übermorgen würde sie weg sein. Meine liebste Kollegin verließ mich und ich durfte mich mit meiner neuen Untergebenen herumärgern.

Libby war blond, zu stark geschminkt und faul. Mit anderen Worten: Die perfekte Mitarbeiterin. Augenverdrehend ließ ich mich auf meine Couch fallen.

Ich würde in nächster Zeit wohl den Bücherladen mein Zuhause nennen und vermisste bei der Vorstellung die Cullens jetzt schon – im Voraus, so zusagen. Plötzlich kam es mir so vor, als machte es keinen großen Unterschied, ob ich nun wegzog oder blieb. Ich sah meine Freunde ja ohnehin nicht.

„Erfolg macht einsam", murmelte ich humorlos.

Heute war ich tatsächlich mal früh bei der Arbeit abgehauen. Es war in der letzten Woche keine Seltenheit gewesen, dass ich bis elf Uhr abends im Laden saß – genau wie gestern.

Nein, heute war ich um zwanzig Uhr gegangen. Die Pizza, die ich bestellt hatte, war sicher schon unterwegs und in gefühlten dreißig Minuten würde ich wegen der Erschöpfung, die zu meinem ständigen Begleiter geworden war, in einen komaähnlichen Schlaf fallen. Yippie!

Blieb nur zu hoffen, dass ich vorher wenigstens noch ein Stück Pizza herunterbekam.

Es klingelte an der Tür. Ich erhob mich vom Sofa und nahm auf dem Weg zur Wohnungstür mein Portemonnaie von meinem Kommodenschränkchen. Ohne nachzufragen, wer es war, öffnete ich die Tür unten mit meinem Summer. Es war ohnehin der Pizzabote.

Ein stürmisches Klopfen an der Wohnungstür ließ mich zusammenfahren. War der Lieferant die Treppen hoch gesprintet? Der hatte es aber eilig.

Mit einem Lächeln öffnete ich die Tür und blickte in ein Paar smaragdgrüner Augen. Mein Lächeln gefror. Was machte Edward hier?

„Edward, was…?", fragte ich ungläubig.

„Bella!", sagte er gehetzt.

„Was tust du denn hier? Ist etwas mit Alice?", wollte ich verwirrt wissen.

„Nein. Geh nicht!", forderte er unzusammenhängend. „Bleib hier."

Unwissend starrte ich ihn an. Ich verstand nicht das Geringste.

„Edward, ich…", begann ich, doch Edward ließ mich nicht aussprechen.

„Nein, du kannst nicht gehen. Was ist mit Alice?" Was war mit Alice? War etwas passiert?

„Bitte, sag einfach was los ist", flehte ich.

Er schloss die Augen und atmete tief ein. Dann öffnete er erneut seine Augen und hüllte mich in ein strahlendes Grün. Er seufzte.

„Okay, vergiss Alice. Was ist mit mir? Ich will nicht, dass du nach San Francisco gehst. Bleib hier… bei mir. Ich weiß, dass ich ein Idiot gewesen bin… aber da ist doch etwas zwischen uns. Das spürst du doch auch, oder?... Ich weiß, ich habe es dir nicht gezeigt. Ich wusste es doch selbst nicht… Aber ich mag dich… Ich meine, ich empfinde etwas für dich! Als du gestern nicht mehr da warst, als ich aufgewacht bin, da war ich so sauer und verletzt. Also geh nicht… Lehn diesen Job ab… wir finden schon einen anderen Job für dich… Gott, das klingt so egoistisch!", stammelte er und fuhr sich unruhig mit der Hand durch die Haare.

Als ich begriff, was er da gerade gesagt hatte, begann ich laut zu lachen. Edward schaute mich erschrocken an. Dann trat ein verletzter und zugleich beschämter Ausdruck in sein Gesicht und er wandte sich zum Gehen.

Ich hielt ihn am Arm fest und zog ihn zurück.

„Edward, warte! Ich lache nicht… über das… was du gesagt… hast… Also zumindest nicht das, was… du damit ausdrücken wolltest", brachte ich zwischen meinen Lachern hervor. Schnell versuchte ich mich zu beruhigen. Der bronzehaarige Gott schaute immer noch verletzt zu Boden. „Wer hat dir gesagt, dass ich nach San Francisco gehen würde?", wollte ich wissen.

„Alice. Sie hat mir heute Morgen gesagt, dass dein Flug morgen geht. Den ganzen Tag habe ich mit mir gerungen. Ich wollte nicht herkommen, aber ich konnte es auch nicht verhindern", gab er beschämt zu. Unwillkürlich musste ich lächeln. Er war so anbetungswürdig, wenn er verlegen war.

„Sieh dich mal hier um", wies ich ihn sanft an. Er tat das Geforderte und nach und nach legte sich ein verwirrter Ausdruck auf sein schönes Gesicht.

„Wieso hast du nicht gepackt?", fragte er also, nachdem er bemerkt hatte, dass alle meine Möbel noch an Ort und Stelle standen.

„Ich gehe nicht weg. Ich habe den Job längst abgelehnt. Ich werde die Geschäftsführerin hier. Angela wird nach San Francisco gehen. Sie hat gerade eine echt schlimme Trennung hinter sich und will einen Tapetenwechsel", erklärte ich ihm.

„Du ziehst… gar nicht weg?", fragte er ungläubig. Ich grinste.

„Nein, zumindest nicht allzu bald", lachte ich.

„Ich fasse es einfach nicht. Alice, dieses kleine, durchtriebene Miststück ", lachte er kopfschüttelnd.

„Sie hat dir also gesagt, dass ich morgen auf nimmer Wiedersehen verschwinde?", fragte ich noch mal.

„Ja, so etwas in der Art. Das war eiskalte Berechnung. Sie wusste, dass ich herkommen würde. Ich hasse es, dass sie mich so gut kennt." Theatralisch verdrehte er die Augen.

„Weißt du, dein Auftritt hier war schon fast Hollywood- reif. Ich meinte, es hätte nur noch klischeehafter werden können, wenn du zum Flughafen gefahren wärst, um laut zu schreien, dass du mich liebst", lachte ich laut, doch dann blieb mir meine Lache im Hals stecken. Hatte ich das gerade wirklich gesagt? Er mochte mich, ja! Aber er liebte mich nicht!

Doch Edward schien das nicht zu bemerken. Er lachte ebenfalls.

„Ja, das wäre toll gewesen", brachte er hervor. Also stimmte ich abermals mit ein.

Als wir fertig waren mit lachen, fiel mir auf, dass wie noch immer in der Tür standen.

„Willst du vielleicht hereinkommen?", fragte ich ihn.

„Gerne", sagte er und schob mich in Richtung Wohnzimmer. Er zog seine braune Lederjacke aus und schmiss sie über die Lehne der Couch. Darunter trug er ein schwarzes T-Shirt, das seine Brustmuskeln erkennen ließ. Gemeinsam ließen wir uns auf meine Couch fallen.

Stille fiel zwischen uns. Unwohl schaute ich mich in meinem Wohnzimmer um.

„Also…", begann ich.

„Ja?", fragte Edward und schaute mich neugierig an. Ich schluckte. Gott, ich war so nervös.

„W- was machen wir j- jetzt?", stammelte ich. Er schmunzelte leicht.

„Wir könnten uns unterhalten. Uns besser kennen lernen", schlug er vor. Ich nickte lächelnd. Mehr über ihn zu erfahren, wäre toll.

„Was ist deine Lieblingsfarbe?", wollte er wissen.

„Grün", antwortete ich sofort ohne nachzudenken. Leicht weiteten sich meine Augen. Es war natürlich reiner Zufall, dass seine Augen auch grün waren und meine Lieblingsfarbe bis vor kurzem noch blau war…

Ich ignorierte das so gut es ging. „Was ist dein Lieblingsfilm?", fragte ich ihn.

„Hmm… ich denke das wäre ‚Fluch der Karibik'", entgegnete er. „Dein Lieblingsbuch?"

Laut begann ich zu lachen. „Das ist nicht dein Ernst, oder? Du fragst eine Buchhändlerin was ihr Lieblingsbuch ist? Ich könnte mich nicht entscheiden und wenn ich erst anfangen würde, säßen wir morgen noch hier", kicherte ich.

„Nicht, dass mir das etwas ausmachen würde…", gab Edward lächelnd zu. Auch ich lächelte. Die Stimmung war mittlerweile vollkommen gelöst. „Nenn mir wenigstens ein paar. Es interessiert mich wirklich."

„Okay, da wären vor allem die Klassiker ‚Stolz und Vorurteil' von Jane Austen, ‚Sturmhöhe' von Emily Bronté, ‚Romeo und Julia' und ‚Der Kaufmann von Venedig' von Shakespeare", erklärte ich.

„Du liest gerne Klassiker?", fragte er. Ich nickte nur. „Wieso?"

Verwirrt zog ich die Augenbrauen zusammen. Was war denn so falsch an den Klassikern? Sie waren schließlich nicht umsonst ‚Klassiker'. „Versteh mich nicht falsch. Ich mag sie auch am Liebsten, aber ich möchte wissen, warum du sie magst."

„Na ja, wenn ich so ein Buch lese, dann… fühle ich mich in diese Zeit zurückversetzt. Ich liebe es in Welten einzutauchen, die mir unbekannt sind. In vergangenen Zeiten zu schwelgen…", schwärmte ich und vergaß dabei vollkommen, dass ich nicht allein war.

„Weißt du eigentlich wie süß du aussiehst, wenn du so in Gedanken versinkst?", holte mich Edward in die Wirklichkeit zurück.

Ich drehte meinen Kopf in seine Richtung und stellte überrascht und erschrocken zugleich fest, dass er näher an mich herangerutscht war. Zwischen uns lagen nur noch zwanzig Zentimeter. Ich schaute von seinen Augen auf seine Lippen. Auf diesen bildete sich nun ein schiefes Lächeln. Langsam näherte Edward sein Gesicht dem meinen. Seine Lippen waren nur noch wenige Millimeter entfernt.

Gerade als ich sie spüren konnte, klingelte es an der Tür. Ergeben seufzte ich. Edward hingegen lächelte an meinen Lippen. „Erwartest du jemanden?", fragte er ohne sich von mir wegzubewegen. Das Denken fiel mir allerdings gerade etwas schwer. Doch dann erkannte ich, dass ich noch immer auf meine Pizza wartete.

„Der Pizzabote", flüsterte ich schlicht. Daraufhin stand er auf und ging an die Tür. Vollkommen durcheinander legte ich den Kopf auf die Lehne meiner Couch und schloss die Augen. Mein Kopf lag dicht neben Edwards Jacke und so bemerkte ich deutlich seinen wunderbaren Duft, der der Jacke anhaftete. Tief atmete ich ein und seufzte wohlig.

Dieser Abend entwickelte sich wirklich ganz anders als ich es erwartet hatte. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich die bestellte Pizza essen und eine DVD schauen würde, nur um dabei einzuschlafen. Stattdessen war der Mann hier, in den ich verliebt war und er hatte gerade vorgehabt mich zu küssen.

„Schläfst du?", fragte Edward plötzlich mit einem Lächeln in der Stimme.

Ich öffnete meine Augen und sah ihn im Türrahmen gelehnt stehen… mit einem Pizzakarton in der Hand.

Er kam langsam auf mich zu und platzierte die Schachtel auf dem Tisch vor mir.

Dann ließ er sich wieder neben mich fallen.

„Willst du vielleicht mitessen?", bot ich ihm an. Er überlegte kurz.

„Nein, ich will dir nichts wegessen", ließ er mich wissen. Ich lächelte.

„Tust du nicht. Komm schon."

„Na gut", gab er nach. Also stand ich auf, lief in meine Küche und holte uns Teller und Servietten. Erst als ich alles auf dem Tisch abstellte, bemerkte ich, dass wir nichts zu trinken hatten.

„Gott, ich sollte wirklich keine Gäste empfangen. Ich denke nicht mal an die einfachsten Regeln eines Gastgebers… Möchtest du etwas trinken?", fragte ich beschämt. Edward lachte.

„Ja, gerne. Ich nehme eine Cola, wenn du eine da hast", entschied er.

„Klar", gab ich zurück und holte und eine Cola und zwei Gläser.

Dann begannen wir zu essen. Es war wirklich eine gelöste und nette Stimmung. Wir gingen wieder dazu über uns gegenseitig mit Fragen zu löchern und hatten wirklich Spaß. Es war wirklich leicht mit Edward zusammen zu sein, wenn er sich nicht wie ein Idiot benahm.

„Was machen wir jetzt mit Alice?", wollte Edward irgendwann wissen.

„Wegen der ‚kleinen' Lüge?", fragte ich kichernd und zeichnete Anführungsstriche in die Luft.

„Ja, so in etwa", lachte er. Ich überlegte. Prompt kam mir eine Idee. Ein hinterhältiges Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Ich hatte ja ohnehin noch mehr als eine Rechnung mit ihr offen.

„Lass mich raten… Dir ist etwas eingefallen?", sagte Edward sarkastisch.

Schnell weihte ich ihn ein und griff dann nach meinem Telefon.

„Sei aber leise, okay? Ich stelle auf Freisprechfunktion, damit du mithören kannst", erklärte ich ihm. Edward grinste nur schief, was mich ziemlich ablenkte. Ich liebte dieses Lächeln.

Leicht schüttelte ich den Kopf und wählte dann.

Es klingelte viermal, dann wurde abgehoben.

„Hallo?", fragte meine beste Freundin.

„Hey, Alice. Hier ist Bella", begrüßte ich sie.

„Oh, Bella. Was gibt es denn?", fragte sie extra unschuldig.

„Ach, weißt du, Edward war vorhin hier", war alles, was ich sagte.

„Wirklich?", fragte sie gespielt überrascht. „Was wollte er denn?"

„Sag bloß, das weißt du nicht… Er wollte mir viel Glück wünschen für meinen Umzug. Ich muss zugeben, dass ich wirklich überrascht war. Er hat hinterher zugegeben, dass er es von dir weiß, was mich zum Grund für meinen Anruf bringt: Woher wusstet du, dass ich jetzt doch nach San Fransisco gehe? Ich wollte es dir eigentlich erst morgen erzählen. Hat Angela es dir gesagt?", fragte ich mit einem verwirrten Unterton in der Stimme.

„Bella, wovon redest du? Du hast das Angebot doch abgelehnt", sagte sie skeptisch.

„Alice, was soll denn das jetzt? Du weiß es doch offensichtlich schon. Du hast es Edward gesagt… Egal. Ich ziehe jetzt doch um. Angela will bei ihrer Familie bleiben, schlimme Trennung hin oder her. Ich verstehe das. Und für mich ist das okay. Meine Familie ist ohnehin weit weg", versuchte ich sie zu überzeugen.

Was? Du ziehst weg?", fragte sie schockiert. „Wann?"

„In zwei Tagen. Ich habe noch so viel zu tun. Ich muss jetzt auch auflegen. Grüß Jazz von mir. Ich glaube nicht, dass ich ihn vorher noch sehe. Ich ruf dich an", verabschiedete ich mich.

„Bye, Bella", sagte Alice schwach. Dann legte ich auf. Sobald ich das getan hatte, begann Edward glucksend zu lachen. Auch ich lachte los. Alice hatte es mir also abgenommen. Da sag noch mal einer, dass ich nicht schauspielern kann.

„Du warst großartig", lachte Edward. „Alice ist jetzt bestimmt total fertig, weil sie denkt, dass ihre beste Freundin aus ihrem Leben verschwindet." Ich hörte auf zu lachen und schluckte schwer. So lustig es auch gewesen war ihr einen Denkzettel zu verpassen, aber ich wollte nicht, dass sie traurig war. Das hatte sie nicht verdient!

„Bella?", fragte Edward dicht neben meinem Ohr. Ich wandte mich ihm zu und schaute ihn fragend an. „Geht es dir gut?"

„Ja, ich… ich will nicht, dass Alice sich schlecht fühlt. Sie wollte mir doch nur helfen… Es war eine dumme Idee, schon klar, aber sie hat es ja nicht für sich gemacht", erklärte ich unglücklich. Auch Edwards Stirn lag nun in Falten.

„Du hast recht. Lass uns das schnell klären. Sie wollte uns ja wirklich bloß helfen", entschied er und reichte mir erneut das Telefon. Über sein 'Wir' konnte ich mich leider im Moment nicht wirklich freuen. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen drückte ich die Wahlwiederholungstaste. Es dauerte ewig bis Alice ans Telefon ging.

„Ja?", schniefte sie.

„Alice? Hier ist Bella… Weinst du etwa?", fragte ich alarmiert.

„Oh B- Bella, nein, natürlich n- nicht", wollte sie mich beruhigen, doch ihre Stimme brach immer wieder weg. Mit Tränen in den Augen wandte ich mich an Edward. Er sah mich mitleidig an und strich mir beruhigend über den Rücken.

„Alice, bitte weine nicht. Ich ziehe nicht weg. Das war ein Scherz, weil du Edward das von meinem ‚neuen Job in San Fransisco' erzählt hast. Es tut mir so leid", entschuldigte ich mich bei ihr.

„Du ziehst also nicht weg?", vergewisserte sie sich mit einem komischen Unterton in der Stimme.

„Nein, ich gehe nirgendwo hin."

„Das war nur ein dummer Scherz?"

„Ja, Alice. Nur ein dummer, gemeiner Scherz", sagte ich beschämt. Sie seufzte einmal und schrie dann auf. Erschrocken zuckte ich zusammen.

„Jaaaa, du lässt mich nicht alleine. Gott, Bella, ich könnte nicht glücklicher sein", jubelte sie. War sie denn nicht sauer?

„Du bist nicht sauer?", fragte Edward verwirrt.

„Edward? Du… bist noch bei Bella?", fragte sie süffisant. Ich verdrehte die Augen. Edward grinste nur lässig.

„Ja, bin ich", sagte er und zwinkerte mir zu. Wow…

„Nein, ich bin nicht sauer… Ha, ich wusste, dass es klappen würde. Ihr zwei ward viel zu verbohrt um es allein auf die Reihe zu bekommen", redete sich meine beste Freundin in Rage.

„Alice, das hat nichts…", begann ich gerade als Edward ebenfalls ansetzte zu sprechen.

„Du hast recht, Alice. Dan- ke." Edward und ich schauten uns verwirrt in die Augen. Was hatte er da gerade gesagt?

„O- kay… Ihr habt da wohl noch einiges zu bereden. Das ist mein Stichwort. Wir sehen uns, Bella. Bis später, Edward", verabschiedete sich Alice.

„Bye", sagten Edward und ich gleichzeitig. Ich wandte den Blick ab und beende dann das Telefonat.

„Für dich bedeutet das alles also nichts?", fragte Edward wie beiläufig.

Ich schloss die Augen. „Edward, bitte!", quengelte ich.

„Nein, wir sollten das klären. Das, was du auf der Hochzeit gesagt hast… War das gelogen? Oder siehst du es jetzt anders?", wollte er wissen.

Ich sagte nichts. Ich wollte es nicht noch mal aussprechen müssen. Wollte er mich vielleicht quälen?

„Also?", drängte die samtene Stimme weiter.

„Zwing mich bitte nicht dazu es noch mal sagen zu müssen", bat ich schwach. Er seufzte.

„Sag mir nur, ob sich etwas für dich geändert hat", bat auch er.

„Nein", gab ich kopfschüttelnd zu und seufzte verlegen.

„Gut", kam es von Edward. Erstaunt schaute ich ihm in die Augen und sah sie funkeln. „Bella, darf ich dich um einen Gefallen bitten?" Ich nickte nur. Was er wohl wollte…

„Ein Date!" Mehr sagte er nicht.

„Ein Date?", wiederholte ich fragend.

„Ja, tu mir den Gefallen und gib mir die Chance auf ein Date mit dir", klärte er mich auf. Mein Herz schlug schneller. Edward Cullen wollte mit mir ausgehen? Unbewusst legte sich ein Lächeln auf meine Lippen.

„Dieses bezaubernde Lächeln werte ich einfach mal als ‚Ja'", entschied er. „Ich hole dich morgen Abend um acht Uhr ab." Und dann presste er seine Lippen sanft auf meine. Meine Augen fielen zu und ich genoss das Gefühl von Edward Lippen, die sanft über meine strichen. In meinem Inneren tobten die Schmetterlinge, obwohl es sich eher wie Kampfflugzeuge anfühlte, so stark war das Gefühl.

Dann waren die wunderbar weichen Lippen verschwunden. Als ich langsam meine Augen öffnete, sah ich gerade noch, wie Edward mit seiner Jacke in der Hand in meinem Flur verschwand.

Das war eben Edward Cullen…


So, da nur noch zwei Kapitel folgen und meine neue FF noch lange nicht so weit ist, habe ich ein kleines Trostpflaster für euch.

Schon vor einiger Zeit haben mich einige von euch gefragt, ob irgendwann mal Kapitel in einer anderen POV kommen werden. Das wollte ich aber nicht mitten in der FF, weil das zu viel verraten hätte.

Das Problem gibt es jetzt nicht mehr. Da ich aber nicht die ganze FF noch mal schreiben oder selbst Kapitel aussuchen will, kommt nun ihr ins Spiel.

Jeder, der zu diesem Chapter einen Review schreibt, nimmt automatisch an meiner Verlosung teil!

Die glücklichen Gewinner werden vor dem nächsten Kapitel bekannt gegeben und dürfen sich dann in einer privaten Message zwei mögliche Kapitel und die gewünschte POV aussuchen, die ich schreiben soll. [Zwei Kapitel wegen möglicher Doppelnennung! Ich schreibe aber für jeden nur eins... ;) Also Erst- und Zweitwunsch angeben.] Das jeweilige Kapitel, das sich jeder der Gewinner gewünscht hat, wird dann in passenden Reihenfolge gepostet. Bei weiteren Fragen einfach melden.

LG