Fade to black
Disclaimer: Wie J.K. Rowling vor kurzem bewiesen hat, gehört noch alles ihr :-)
So, hoffe dieses mal war es nicht zu lang.
grummel, alle sind im Urlaub, nur ich muss mir die finger wund tippen ;-)
Vorndess: Der Autor dankt, aber jetzt muss ich ihn erst bügeln bis ich ihn wieder benutzen kann. Und gut genährt ist er ja och noch ;-)
Alex Black5: Nun
zu deinen Zahlreichen Fragen: Sirius: Wirst du noch sehen! Ron: Weil er
Snape nicht leiden kann und noch nie konnte ;-) Voldemort: Genaueres
dazu in diesem chap! Derek: Er war schon oft auf entzug in der
Betty Ford klinik für chronisch Koffeinsüchtige, brachte aber nichts,
deswegen Schlürft er sich langsam in sein Verderben ;-)
Zu Ron und Dear Nobody, eigentlich war es eher umgekehrt, aber die
ähnlichkeiten werden sich wohl nicht mehr häufen nachdem du mich drauf
hingewiesen hast (grins) Und ja, ein wenig sadistisch bin ich schon
(diabolischlachanfallhab) Die Boxershorts sind nicht vergessen, Der
viriturielle bierkasten hat gemundet, obwohl ich jetzt ein paar Bytes
zuviel habe ;-)
Wir werden sehen pb ich genug chaps schaffe, schönen Urlaub noch!
silvertrust: Siehst du den Kapiteltietel :g:
Roter Draconis: Is ja gut, ein oder zwei kleine Geheimnisse lüfte ich für dich ;-)
Taze15: Nehm ich nicht persönlich und versuche euch nicht so lang warten zu lassen ;-) Ach übrigens, wieso 'na ja'? Und zu HP6, die Deutesche Ausgabe erscheint am 1.10, also nicht so lange Wartezeit.
Yipiehh: Ich fasse das mal als Kompliment auf ;-)
Jeanuts: Ich hoffe es hat sich gelohnt die Geduld zu wahren (grins)
Schokki: Danke (grins) und ich bin nicht sauer wenn mal keine Reviews kommen. und so wie es momentan läuft, könnten es sogar mehr chaps werden (sichsehrweitausdemfensterlehn)
So, nun wieder einen fetten Dank an meine Betaleserin Lobarie, die sehr fix ist wie ich sagen muss (16 Uhr kapitel übermittelt um 17 Uhr war es wieder da!)
Viel Spass!
24. Hier kommt Alex!
„Ihr seid euch auch sicher?", fragte Derek zum vielleicht zehnten mal.
„Ja, sind wir", erwiderte Harry fast schon genervt, während Ron die Augen verdrehte, was Hermine dazu brachte, ihm einen tadelnden Blick zuzuwerfen.
„Sorry, aber ich muss das zu hundert Prozent wissen, weil es kein Schritt ist, den man unbedacht gehen sollte", entschuldigte sich der Deutsche.
„Ja, ja. Wir sind uns alle zu hundertzwanzig Prozent sicher! Also? Was ist nun?", fragte Harry.
Derek grinste und erhob sich.
Er warf eine Prise Flohpulver in seinen Kamin, steckte den Kopf hinein und sagte laut und vernehmlich: „Jos van Dijk, IVZ Niederlassung Wien, ID 1346-1, Passwort: Oberon!"
Er wartete einige Minuten und begann dann ein schnelles Gespräch in einer den Jugendlichen unbekannten Sprache, wobei eine tiefe und ziemlich kantige Stimme antwortete.
Nach einigen Minuten beendete Derek das Gespräch und wandte sich an seine Schüler, drei Pergamente in der Hand.
Er reichte jedem von ihnen eines und erklärte: „Ein Regulatoren Standardvertrag. Lest ihn euch gut durch und fragt, wenn ihr Fragen habt!"
Harry nahm sein Pergament entgegen und begann es zu lesen:
'Magisch bindender Vertrag zwischen Harry James Potter und der Internationalen Vereinigung der Zauberer, nachstehend IVZ genannt.
Harry James Potter verpflichtet sich nach Unterschreiben dieses Vertrages folgende Bedingungen zu erfüllen:
- Die Rangabfolge, so
wie die allgemein geltenden Regelungen der IVZ sind zu beachten.
- Befohlene
Einsätze werden sofort und ohne zu fragen ausgeführt, es
sei denn, sie stehen mit der eigenen Ethik in Konflikt. Auf
diesen Missstand ist sofort hinzuweisen!
- Der Vertragsnehmer
verpflichtet sich, die ihm zugetragenen Aufgaben mit Sorgfalt
auszuführen und die Regeln und Gesetze der IVZ Mitgliedsstaaten
zu achten und zu respektieren.
- Alle
geforderten Prüfungen und Leistungsnachweise sind zu erbringen.
(u.a. Jährlicher Fitnesstest,
Kenntnisprüfungen etc.)
- Des Weiteren
verpflichtet er sich, die ihm gegebenen Privilegien und Autoritäten
nicht zu seinem Eigennutz zu missbrauchen.
Im Gegenzug werden Harry James Potter von der IVZ folgende Privilegien gewährt:
- Eine Jahresvergütung
in Höhe von achttausend Galleonen, steigend mit dem Rang
- Der Rang eines
Vollstreckers im freien Vollstreckerkorps
- 25 Tage Jahresurlaub
- Eine Bürozelle
im zentralen Regulatorenbüro in Wien, Abteilung: freies
Vollstreckerkorp
- Zugang zu Waffen,
Materialien und Informationen entsprechend seinem Rang
- Zugang zu allen IVZ
Einrichtungen der Sicherheitsstufe zwei- Eine Kampfausbildung der Stufe A1
- Die damit verbundenen
Papiere und Berechtigungen
- Zauberer und Muggel Ausweispapiere
- Diplomatische
Immunität in allen IVZ Mitgliedsstaaten
Ein Exemplar der geltenden Regelungen und Bestimmungen der IVZ wird Ihnen umgehend zugestellt.
Bitte unterschreiben Sie den Vertrag mit Ihrem Blut um die magische Bindung rechtens zu machen, eine entsprechende Feder wird Ihnen ausgehändigt.'
Harry sah auf und hatte tatsächlich ein oder zwei Fragen.
„Was ist denn das ‚freie Vollstreckerkorps'?"
Derek grinste und begann zu erklären: „Das Regulatorenbüro besteht aus drei Abteilungen. Das Ermittlungskorps, bestehend aus dem Forensischen Büro, der Spurensicherung und den eigentlichen Ermittlern. Das Zugriffkorps, welches so etwas wie eine mobile Eingreiftruppe darstellt und vornehmlich für Verhaftungen eingesetzt wird. Es besteht aus der Haupteinheit und verschiedenen Sonderkommandos, die sich auf Wesen wie Dementoren, Riesen, Werwölfe oder Vampire spezialisiert haben. Und zu guter Letzt das freie Vollstreckerkorps, welches wie der Name schon sagt, freie Ermittler und Eingreifzauberer beschäftigt. Die Hauptaufgabe besteht vor allem in Terroristenbekämpfung. Freie Vollstrecker wählen ihre Ermittlungen selbst, wenn welche aushängen oder beginnen ihre eigenen Ermittlungen, ganz wie sie wollen. Es ist sogar möglich andere Tätigkeiten als den Hauptberuf auszuführen, zum Beispiel an Hogwarts unterrichten, aber die Abrechnung mit der Lohnabteilung und das Gegenrechnen zum Feststellen der Leistungsbezüge ist die Hölle."
Derek grinste breit.
„Andere betreiben nebenher Forschungen oder sind ewig im Untergrund und arbeiten in irgendwelchen potentiell gefährlichen Vereinigungen oder tun sonst was. Das freie Vollstreckerkorps beherbergt außerdem eine Fluchforschungsstation, ein Zaubertranklabor und eine Fluchbrecherabteilung."
Bei diesen Worten begannen die Augen von Hermine zu glänzen.
Harry überlegte noch etwas, ehe Ron eine Frage stellte.
„Werden wir sofort zu Einsätzen geholt oder wie?"
Derek schüttelte den Kopf.
„Nur in Notfällen. Ihr könnt weiter am Unterricht teilnehmen und werdet daher den Minimallohn erhalten und keine vollen Bezüge. Ein, zwei kleine Pflichttermine müsst ihr wahrnehmen, aber das wird euch eher freuen. Ich sage dazu aber erst etwas, wenn ihr die Verträge unterschrieben habt. Wichtig ist, dass ihr es aus eurem eigenen freien Willen tut, nur der Sache selbst wegen."
Die drei nickten und überlegten noch einmal, ehe Harry entschlossen die von Derek dargebotene Feder nahm und unterschrieb.
Er kannte solche Federn bereits von Umbridge, daher wusste er, dass er mit seinem eigenem Blut unterschrieb.
Die Wunde, die auf seinem Handrücken erschien und seinen Namen darstellte, heilte sofort wieder.
Hermine und Ron wirkten erst ein wenig unsicher.
Verträge, die mit Blut unterzeichnet wurden bargen eine mächtige Magie.
Aber schließlich unterschrieben auch sie.
Derek schenkte ihnen ein lächeln und reichte jedem die Hand.
„Dann willkommen auf dem Spielplatz der großen Jungs", sagte er schelmisch.
Er setzte sich wieder und betrachtete die frisch gebackenen Regulatoren, ehe er zu weiteren Erklärungen ansetzte.
„Zunächst einige Infos für euch. Regulatoren duzen sich unabhängig vom Rang. Der wird nur bei erster Vorstellung, offiziellen Anlässen oder im Umgang mit Außenstehenden verwendet. Jeder Regulator muss sich auf den anderen verlassen, deshalb gibt es keine kleinlichen Protokolle, da normalerweise jeder weiß, an welcher Stelle der Befehlskette er steht."
Die drei nickten.
„Und zu dem Pflichttermin den ich erwähnt habe. Ihr werdet bei Sirius Gerichtsverhandlung aussagen."
„Wie?", fragte Harry überrascht.
Derek grinste ihn an.
„Fudge wollte verhindern, dass man euch vorlädt, was er als Minister dieses Landes tun kann. Aber nun seid ihr offiziell Angestellte eines Ermittlungsorgans, was bedeutet, dass wir euch vorladen können. Mal abgesehen davon birgt eure neue Stellung einen gewissen Respekt und Glaubwürdigkeit, da unsere Aufnahmebedingungen bei weitem härter sind, als die der Auroren. Niemand wird das anzweifeln können."
„Das bedeutet, dass man uns endlich glauben wird?", fragte Harry verdutzt.
Es wurmte ihn noch immer, dass seine Sicht der Ereignisse aus seinem dritten Jahr als ein Märchen abgetan wurde.
„Das war einer der Gründe, die mich darin bestärkt haben euch offiziell aufzunehmen. Aber glaubt nicht, dass ihr nur deshalb eingestellt wurdet. Ihr habt ein riesiges Potential und werdet den Job verdammt gut machen, lasst euch von keinem was anderes erzählen."
Dereks Gesicht nahm einen spitzbübischen ausdruck an und fuhr mit seinen Erklärungen fort.
„Ihr kriegt außerdem 'ne schicke Uniform und auch Kampfkleidung. Darunter eine fluchsichere Weste und Talismane, die feindliche Zauber abschwächen können. Den Rest, wie Spesenabrechnungen und dergleichen könnt ihr dem Regelwälzer entnehmen, der euch mit euren Uniformen zugestellt wird. Aber haltet weiterhin dicht, wie gehabt."
Die drei nickten ihm kurz zu.
Harry erhob sich um den Raum zu verlassen und Hermine tat es ihm gleich.
Überrascht stellten sie fest, das Ron sitzen geblieben war.
„Geht schon mal vor. Ich muss noch mal kurz mit Derek sprechen.", sagte der Rothaarige an seine Freunde gewandt.
Harry zuckte mit den Schultern und verließ mit Hermine zusammen den Raum.
„Ich gestehe, dass ich soeben von Neugier gepackt wurde.", sagte Derek mit einem schelmischen Unterton.
Ron grinste verlegen und kratze sich am Kopf.
„Sag mal, weißt du etwas über die D.A.?", fragte Ron geradeheraus.
„Hab einige Geschichten drüber gehört, die im Lehrerkollegium rumgeistern. Ich vermute, dass es die Gruppe um deine Schwester ist, die ziemlich regelmäßig den Raum der Wünsche belegt."
„Das weißt du?", fragte Ron überrascht.
„Es ist meine Aufgabe, so etwas zu bemerken. Man sollte sich stets über alle Vorgänge in seiner Umgebung bewusst sein."
Ron nickte nur und entschloss sich, seine Frage zu stellen.
„Es ist folgendermaßen, die D.A. wurde letztes Jahr von Harry gegründet, um der Verblödung durch Umbridge entgegenzuwirken. Ginny hat die Gruppe weitergeführt, doch sie kommen nicht über den standard Schulkram hinaus, daher wollten Lily und ich ihnen helfen."
„Den Frischlingen ein wenig in den Arsch treten?", fragte Derek scherzhaft.
Ron grinste.
„So kann man es auch ausdrücken. Aber nun zu meiner Frage, ist es von deiner Seite aus o.k. wenn wir das machen?"
Derek überlegte kurz und nickte dann.
„Wenn wir zusammen einen Trainingsplan aufstellen und eine Liste, was du lehren darfst und was nicht, ist das kein Problem. Du musst verstehen, vieles was ihr gelernt habt ist pure schwarze Magie, dass sollten wir lieber nicht weitergeben. Mal abgesehen davon hat es seine Gründe, warum ihr 'n Kampfzauberberechtigungsschein erhalten habt. Ich denke, eine Ausbildung der Stufe A3 könnte ich vertreten. Das ist etwa das Niveau der Magischen Polizeibrigade. Reicht um Todesser in Schach zu halten."
„Danke.", sagte Ron.
„Komm am besten morgen wieder, dann gehen wir den Plan und die Protokolle durch", erwiderte der Regulator und klopfte Ron auf die Schulter.
Gut gelaunt verließ Ron das Büro und schloss sich Harry und Hermine an, die auf ihn gewartet hatten.
„Was war denn?", fragte Harry interessiert.
„Ach, ich wollte nur noch etwas genauer über das Gehalt informiert werden", log Ron ohne rot zu werden und sah verlegen drein als wäre es ihm peinlich, war aber bedacht darauf, seine Okkulumentikschilde hoch zu halten.
Er mochte es nicht sonderlich seine Freunde zu belügen, doch er wollte sie vorerst da heraushalten, da sie schon genug um die Ohren hatten. Er kannte die beiden gut genug um zu wissen, dass sie sofort helfen würden, ohne auf ihren ohnehin schon stressigen Tagesablauf zu achten und das wollte er den beiden nicht zumuten.
„Ach so", sagte Harry unbekümmert und zuckte mit den Achseln.
„Wir beide müssen uns gleich bei McGonagall melden und werden danach wohl ins Bett gehen."
„Ich begleite euch 'n Stück, liegt eh auf'm Weg.", sagte Ron und sie trotteten los.
Etwa auf der Hälfte des Weges, sahen sie etwas, was sie stutzig machte.
Colin Creevey lag bewusstlos am Boden.
Harry und Ron stürmten sofort vor und beugten sich zu ihm hinab, während Hermine zurück blieb und argwöhnisch die Umgebung musterte.
„Was ist los?", wunderte sich Ron, während Harry ihn schnell untersuchte.
Ron sprach einen einfachen Diagnosezauber, den er im Erste Hilfe Kurs bei Jay erlernt hatte.
„Puls ist normal", sagte Harry beruhigt.
„Sieht nach 'nem Schockzauber aus", steuerte Ron bei.
„Wer sollte...", doch Harry kam nie dazu den Satz zu vollenden, da eine vertraute Stimme aufschrie, eine Stimme die dennoch so fremd und rau klang, weil sie zu lange nicht genutzt worden war.
„PASST AUF! HINTER EUCH!"
Harry und Ron schmissen sich ohne zu fragen zur Seite und erkannten noch die Lichtblitze, die an der Stelle einschlugen, an der sie gerade noch gestanden hatten.
„Gute Reflexe", sagte eine arrogante Stimme, die Harry vorher nur einmal gehört hatte, sie aber sofort wieder erkannte.
Er fuhr herum und schaute in ein Spiegelbild von sich, nur um vier Jahre gealtert.
Kalte grüne Augen musterten ihn hochmütig.
Ron stand der Mund offen.
„Wie ist das möglich?", hauchte der Rothaarige entsetzt.
„Alexander...?", fragte Harry überrascht.
„Oh, der große Potter erinnert sich an mich, welche Ehre", erwiderte der Ältere und nur ein wenig Sarkasmus schwang in seiner Stimme mit, die ansonsten eher amüsiert wirkte.
Harry und Ron zuckten mit ihren Zauberstabhänden, doch Alexander grinste nur.
„Das würde ich lassen, wenn ihr nicht wollt das eure Schlammblutfreundin ein eher unrühmliches Ende findet.", sagte eine zweite Stimme.
Harry und Ron schauten in die Richtung aus der gesprochen wurde und erbleichten.
Ein Junge, der eine unheimliche Ähnlichkeit zu Sirius besaß und etwa in Alexanders Alter war, hielt Hermine von hinten umklammert und hatte seinen Zauberstab direkt auf ihre Schläfe gerichtet.
Hermine wirkte starr vor Schreck.
„Lass sie los!", fauchte Harry.
„Na na, wer wird denn gleich aggressiv werden?", fragte der B.E. lässig und grinste frech.
„Darf ich euch meinen lieben Halbbruder Napoleon vorstellen?", fragte Alexander amüsiert.
„Wie seid ihr ins Schloss gekommen? Das ist doch unmöglich wenn es erweckt wurde!", wisperte Hermine mit rauer stimme.
„Sieh an, unsere kleine Geisel ist neugierig. Aber als Muggelgeborene sollte sie doch wissen, dass ein guter Zauberer nie seine Tricks verrät", höhnte Napoleon.
Alexander lachte kalt.
„So ihr zwei Hübschen, lasst eure Stäbe fallen und verschränkt die Arme hinter eurem Rücken, sonst wird es ungemütlich für das Schlammblut."
Ron und Harry folgten den Anweisungen.
Napoleon grinste süffisant.
„Ihr guten Jungs seid so einfach in Schach zu halten. Ihr würdet alles tun um eure kleine Freundin zu beschützen, nicht wahr?", höhnte er.
„Tut mir leid, aber da ist ein Fehler in deinem Gedankengang", flüsterte Hermine, die ihre Stimme immer noch nicht richtig nutzen konnte.
„Und der wäre?", fragte Napoleon spöttisch.
„Ihr glaubt, ich brauche die beiden um mich zu verteidigen."
Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, hatte sie sich bereits aus dem Griff des B.E. befreit, ihren Kopf aus dem Wirkungsbereich seines Stabes gezogen und sich herumgedreht.
Das Ganze endete mit einem wohlplatzierten Tritt in den Genitalbereich ihres Gegners, der daraufhin stöhnend zusammensackte.
Alexander reagierte sofort, indem er einen Fluch in ihre Richtung schickte, aber auch Harry und Ron kamen in Bewegung.
Mit einer schnellen Geste der Hand, beorderten sie ihre Zauberstäbe zu sich und richteten hochpotentielle Schockzauber gegen Alexander, welche aber an einem Schild um ihn herum abprallten.
Hermine hatte sich fallen lassen und war so dem Fluch entkommen, den der P.E. gegen sie abgefeuert hatte.
Mit der linken Hand feuerte sie ein Stupor gegen Napoleon und beorderte mit der Rechten ihren eigenen Stab zu sich.
Doch auch der sich am Boden krümmende war von einem Schild geschützt, so das ihr Spruch wirkungslos gegen die Decke gelenkt wurde.
Harrys Gedanken rasten.
Es war wie so oft zuvor, er schien genau zu wissen was zu tun ist und handelte einfach, während sein Hirn alle vorhandenen Möglichkeiten auswertete um die beste Lösung zu finden.
Es lief wie von alleine.
Schon befanden sich die drei in einem Duell mit Alexander, der zwar Mühe hatte gegen alle drei gleichzeitig zu kämpfen, es aber dennoch schaffte.
Auch Napoleon schien sich zu erholen und begann schließlich, sich an dem Kampf zu beteiligen.
„Das wirst du büßen, du verdammte Schlampe!", fauchte er, ehe Todesflüche seinen Stab verließen.
Doch Hermine war extrem schnell und es gelang ihr immer wieder den tödlichen Strahlen auszuweichen.
Harry konzentrierte sich auf Alexander, der verdammt gut war, während Ron begann Hermine zu helfen indem er Feuerbälle gegen Napoleon schoss, der ausweichen musste, um nicht zu verbrennen.
Harry versuchte sich fest genug zu konzentrieren, um seine Hartgummibälle heraufzubeschwören, da er vermutete dass ihre Schilde nicht physischer Natur waren, doch Alexander feuerte in so schneller Folge Schmerzflüche gegen ihn, dass er in seiner Aufmerksamkeit nicht eine Sekunde lang nachlassen durfte.
„Ihr seid schon ganz gut", stellte Alexander mit einem fiesen Grinsen fest. „Sogar besser als das letzte Mal."
„Das nehme ich als Kompliment", keuchte Harry.
Er verstand nicht, wie sein Gegner das machte.
Obwohl er selbst eine sehr gute Kondition besaß, begann er durch die Anstrengung bereits schwerer zu atmen, während der P.E. vollkommen ruhig und entspannt wirkte, gerade so, als würde er nur einen erfrischenden Spaziergang unternehmen.
Außerdem waren es sehr merkwürdige Schilde, die er verwendete.
Harry hatte solche noch nie vorher gesehen.
Und sie schienen jeden Zauber den er sprach, effektiv abzublocken.
Wenn das so weitergehen würde, wäre er bald zu erschöpft um weiterhin kämpfen zu können.
Ein schneller Seitenblick auf Ron und Hermine zeigte ihm, dass es ihnen ähnlich ging.
Er fing schon an sich große Sorgen zu machen, als er etwas erkannte, was ein Grinsen auf sein Gesicht zauberte.
Schwarzer Nebel füllte den Boden des Flurs und eine merkwürdige dunkle Stelle an der Wand begann feste Konturen anzunehmen.
„Ein Vampir?", fragte Alexander verdutzt, der nun auf den Nebel fixiert war, welcher die Form von Derek annahm.
Lily hatte sich inzwischen vollkommen aus dem Schattendasein gelöst und feuerte einen Mächtigen Schwarzen Fluch gegen Napoleon, der überrascht inne hielt, da sein Schild sich verkrümmte als der Zauber darauf prallte.
„Eine Standard P.E.? Hier? Und wie zum Teufel kannst du so mächtige Magie benutzen?"
„Lily mag den da nicht!", fauchte die Rothaarige und stellte sich schützend vor Ron und Hermine.
„Was soll das denn werden?", fragte Alexander und fixierte Derek, der mit einem arroganten Grinsen neben Harry stand und zwei Zauberstäbe gegen ihn gerichtet hielt.
„Eine kleine Überraschung", säuselte der Regulator mit süßlicher Stimme in der eine Menge Hohn und Spott mitschwang.
„Ah ja, der berühmte Erzverräter. B.E. 13. Und als kleine Zugabe eine Verräterin von der wir noch gar nichts wussten. Ich schätze mal, sie kommt aus der Hogsmeade Truppe. Waren wohl doch nicht alle Tod."
„Erraten!", bestätigte Derek mit einem Grinsen und fuhr dann fort: „Dann stell dich mal vor, Kleiner. Für 'n ‚Les enfants terrible' bist du verdammt noch mal zu redselig."
Alexander grinste und erwiderte: „Alexander Riddle. Und ich bin kein Standard ‚Les enfants terrible' sondern gehöre, wie mein Halbruder Napoleon dort, zur Elite."
„Interessant. Nun, da wir uns alle so gut kennen, ist es Zeit für euch den Löffel abzugeben", sagte Derek und sofort begann der Kampf erneut.
Dieses mal hatte sich das Blatt jedoch gewendet.
Derek und Lily waren wirklich verdammt gut und schon nach kürzester Zeit hatte Lily es geschafft, zusammen mit Hermine und Ron den Schild von Napoleon zu brechen.
Doch was dann geschah, war überraschend.
Sofort nachdem der Schild kollabiert war, fuhr ein weißer Schleier aus den Wänden und durchdrang Napoleon, der daraufhin einen Markerschütternden Schmerzensschrei ausstieß.
„SCHEIßE!", brüllte Alexander und war mit einem Satz bei dem B.E., der immer noch schrie wie am Spieß.
„Wir sehen uns wieder!", brüllte er noch, ehe er etwas in die Hand nahm und zusammen mit seinem Bruder verschwand.
„Portschlüssel", stellte Derek mit eindeutiger Enttäuschung in der Stimme fest.
Dann wandte er sich sofort
an die drei Jugendlichen.
"Was ist passiert?", fragte er
ruhig.
Harry berichtete mit knappen Worten wie sie Colin gefunden hatten und dann angegriffen worden waren.
Hermine kümmerte sich inzwischen um den immer noch bewusstlosen Jungen, während Ron Harrys Bericht ergänzte und Lily gespannt zuhörte.
Derek schüttelte den Kopf.
„Ich verstehe noch nicht ganz wie die zwei hier reingekommen sind oder was genau sie damit bezweckten. Zu ersterem habe ich zwar eine Theorie, müsste die aber mit 'nem Experten..."
Der Regulator ruckte mit den Kopf nach rechts.
„Was ist?", fragte Harry skeptisch.
„Dumbledore ruft mich, ein Notfall", erwiderte Derek, während er sich bereits in schwarzen Nebel auflöste.
„Wie, Dumbledore ruft ihn?", fragte Ron verwirrt.
Doch ehe jemand antworten konnte ertönte Professor McGonagalls atemlose Stimme hinter ihnen.
„Potter, Weasley, Granger, Black! Sie melden sich sofort im Büro des Schulleiters! Mr. Creevey? Sie kommen mit mir!"
Harry runzelte die Stirn.
Black?
„Was ist denn los Prof...?", wollte Ron fragen, wurde jedoch von McGonagall unterbrochen.
„Sofort Weasley!"
Rons Mund klappte zu und zusammen mit den anderen schritt er eilig in Richtung Dumbledores Büro.
„Lily? Warum ist dein Nachname Black?", fragte Harry schwer atmend durch das flotte Tempo, das sie vorlegte.
„Sirius will Lily aufnehmen wenn er wieder Rehabilitiert ist, deshalb hat Lily sich seinen Nachnamen ausgesucht", erklärte die Rothaarige, die seltsamerweise immer noch ruhig atmete.
Das war zwar etwas überraschend, aber andererseits auch zu erwarten gewesen, daher stellte Harry keine weiteren Fragen.
„Das freut mich für dich", hauchte Hermine, die ihre Stimme noch nicht ganz benutzen konnte.
Lilly blieb geschockt stehen.
„Hermine kann ja wieder sprechen!", rief sie erstaunt aus.
Hermine nickte nur und befand sich schon in einer festen Umarmung der Rothaarigen.
„Lily ist glücklich!", kicherte sie.
Harry freute sich zwar auch, war jetzt aber zu besorgt um das irgendwie äußern zu können.
Ron schien es ähnlich zu gehen.
„Ich freue mich auch, dass sie wieder sprechen kann. Bitte versteht mich nicht falsch, aber wir sollten das später feiern und lieber schnell zu Dumbledore. Ich hab 'n ganz schlechtes Gefühl."
Hermine nickte und Lily strahlte immer noch.
Wenig später hatten sie ohne Klopfen das Büro betreten und Ron musterte skeptisch einen verdammt wütenden Derek, was seine Besorgnis noch steigerte.
Das letzte Mal als er den Regulatoren wütend erlebt hatte, war Hermine entführt worden.
Das er wieder so sauer war, schürte Rons allerschlimmste Befürchtungen.
Dumbledore saß mit ernstem Blick hinter seinem Schreibtisch, sagte aber nichts.
„Ich weiß jetzt...was die beiden bezweckt hatten!", brachte Derek mit extrem gepresster Stimme hervor.
Rons Sorgen steigerten sich noch, die der anderen wohl auch.
„Sie sollten uns ablenken. Während wir sie bekämpft haben, wurden Schüler von einem weiteren Todesser angegriffen. Sie wehrten sich gut, aber einige, darunter auch deine Schwester, Ron, wurden mit schweren Verletzungen zum St. Mungos transportiert."
Ron, Harry und Hermine erbleichten, während sich Lilys Blick verhärtete.
Rons Gedanken überschlugen sich.
‚Nicht Ginny…lass sie nicht zu schwer verletzt sein...'
„Das war noch nicht alles", brachte Derek hervor.
Ron zwang sich zum sprechen.
„Er...er hat Sara oder?"
Derek schlug hart gegen die Wand und seine Faust begann zu bluten.
„Ja, aber das ist immer noch nicht alles."
Ron schloss die Augen.
Was denn noch?
„Es war Pettigrew, der sie geholt hat."
„DIESE STINKENDE RATTE!", brach es aus Harry und Ron gleichzeitig hervor.
„Wir haben bereits alle Schritte eingeleitet, um sie zu finden", sagte nun Dumbledores ernste, aber beruhigende Stimme.
„Der Orden trifft sich in zwei Stunden, ihr werdet uns begleiten. Bis dahin bitte ich euch, Ruhe zu bewahren. Selbst wenn es euch schwer fällt."
Die Jugendlichen nickten bedrückt.
„Wir werden...", begann Dumbledore, doch er wurde unterbrochen als das Gesicht einer Hexe mittleren Alters im Kamin erschien.
Sie hatte braunes lockiges Haar und trug eine Halbbrille, die den intelligenten Ausdruck in den Augen noch verstärkte.
„Du wolltest irgendetwas, Derek?", fragte die Hexe an den Regulatoren gewand und schaute die Umstehenden neugierig an.
„Ah, Mona. Wunderbar. Vielleicht können wir jetzt einige Rätsel lösen", sagte Derek, der sich scheinbar wieder unter Kontrolle hatte.
„Zunächst einmal will ich dich vorstellen. Das ist Captain Mona Leetsch, Fluchbrecherin aus dem freien Vollstreckerkorps. Mona, das sind unsere neusten Mitglieder. Vollstreckerin Hermine Granger, Vollstrecker Ron Weasley und Vollstrecker Harry Potter. Die Rothaarige ist Lily Black, meine kleine Halbschwester. Albus kennst du ja."
„Willkommen im Club", sagte sie zu den Jugendlichen und nickte ihnen mit einem Lächeln zu, ehe sie wieder ernst wurde und sich an Derek wandte.
„Du hast mich doch sicher nicht aus meinem Experiment holen lassen um mir die Neuen vorzustellen, oder? Also rück raus mit der Sprache!"
Derek nickte knapp und begann die Situation zu schildern.
„Also, um es zusammenzufassen,...", erwiderte Mona nachdem die Erklärung geendet hatte, „...drei Individuen mit eindeutig feindlicher Absicht sind in das Schloss eingedrungen ohne das die Schutzzauber reagiert haben. Und nachdem ihr den Schild eines dieser Individuen gebrochen habt, kam die Verteidigung zum Zug?"
Der Deutsche nickte bestätigend.
„Ich würde sofort die magische Frequenz eurer Schutzzauber ändern! Was du beschrieben hast, können nur Modulationsschilde gewesen sein. Sie müssen die Frequenz irgendwie ermittelt haben und diese Schilde schützten sie vor irgendwelchen Auswirkungen. Die sind ziemlich mächtig, es braucht einiges um da durchzudringen, aber zurück zum Thema. Eigentlich ist es unmöglich für den Feind die Frequenz zu bestimmen, da die Schutzzauber ihn vorher töten würden. Ich kann erklären was sie getan haben, aber nicht wie."
„Der Riesenangriff", hauchte Hermine.
Dumbledore und Derek sahen sie überrascht an.
„Du kannst wieder sprechen?", fragte Derek.
Ehe sie etwas erwidern konnte, stellte Mona eine Frage.
„Was für ein Angriff?"
Der Regulator entschloss sich, später mit Herm zu reden und erwiderte: „Zu Weihnachten gab es einen eigentlich sinnlosen Angriff der Riesen. Deshalb haben wir das Schloss überhaupt erst geweckt."
Mona überlegte, während Dumbledore sich räusperte.
„Es liegt auf der Hand, ein wahrlich gerissener Plan. Die Riesen wurden benutzt, damit ich das Schloss erwecke und während Hogwarts sich seiner Angreifer erwehrte, ermittelten die Todesser aus der Ferne die Frequenz der Schutzzauber."
„Wie ein Bauernopfer", stellte Ron erschüttert fest.
Dumbledore nickte.
„Ich danke dir Mona, das waren wirklich wertvolle Informationen. Könntest du uns helfen, so etwas in Zukunft zu vermeiden?", fragte der Direktor freundlich.
"Ich denke mir was aus und melde mich sobald ich eine Lösung habe", erwiderte die Fluchbrecherin hastig und verschwand aus dem Feuer.
Derek blickte in die Runde.
„Nun, damit sehen wir schon einiges klarer..."
So, ich war am Zug, nun tut eure Pflicht ;-)
