24. Familienfeiern und andere Katastrophen

Die langweilige Familienfeier, auf die sie ihn zu schleppen gedachte, konnte bei genauerer Betrachtung als vieles, aber garantiert nicht als langweilig bezeichnet werden.

Vielmehr würde Severus eher die Vokabel ‚schaurig' wählen. Henry Grangers Kommentar zu dem ganzen Wirbel war einfach, aber recht hilfreich.

„Denken Sie immer daran, Professor, wo bekommt man schon soviel geboten, ohne dafür extra Eintritt bezahlen zu müssen?"

Genau, nirgends! Daher beschloss er es auch zu genießen, irgendwann und irgendwie…

Alles begann damit, dass sein Erscheinen als Verlobter an der Seite einer wunderschönen, aber sichtlich nervösen Hermine für ziemliches Aufsehen sorgte und zu seiner enormen Verwunderung für ein ungewohnt positives Aufsehen, vor allem bei den weiblichen Gästen.

Sehr sonderbar! In der Tat!

„Hab ich Dir nicht gesagt, dass mein Plan aufgehen wird!", zischte seine Braut ihm zufrieden zu. Ja, schon, aber dass er sich vor lauter Aufmerksamkeit gar nicht mehr retten konnte war schon mehr als seltsam und garantiert hätte er die gesamte Hochzeitsgesellschaft verhext, wenn ihm Hermine nicht heimtückisch diesen äußerst wirksamen Freundlichkeitstrank untergejubelt hätte. Dieser ließ ihn alles galant gelassen und mit ausgesuchter Duldsamkeit und Zuvorkommenheit ertragen.

Es war grauenhaft!

„Stell Dich nicht so an, das ist nur eine schmerzlose kleine Rache für die Mailand Aktion!" meinte sie auf seine schweren Vorwürfe hin lapidar.

Von wegen schmerzlos! Er durchlitt Qualen! Und natürlich würde er sich dafür an ihr zu rächen wissen, aber höchstwahrscheinlich erst nach der Feier. Denn auf seine gezwungenermaßen überaus freundliche Frage nach der Wirkungsdauer, schnurrte sie: „Och, nur so 72 bis 96 Stunden."

Bei Merlin, er würde sich furchtbar rächen!

Aber in der Zwischenzeit konnte er nicht anders und schäkerte zuvorkommend und charmant mit sämtlichen Cousinen, Tanten und sonstigen weiblichen Anverwandten und Gästen über Sechzehn herum. Verkehrte nebenher jovial und launig mit den Herren der Gesellschaft und machte in den drei Tagen dieser vermaledeiten Feier mehr dumme Witze, als in seinem gesamten Leben zuvor.

Es war zum Davonlaufen und Losbrüllen, aber das ging ja alles leider nicht. Stattdessen lächelte er still vor sich hin. Bei Merlin, es würde eine gigantische Rache werden!

Immerhin machte ihn dies zum ungeschlagenen Mittelpunkt der Gesellschaft – eine völlig neue Erfahrung und sogar die Braut himmelte ihn an und der Bräutigam konnte ihm noch nicht einmal böse sein, denn die beiden führten direkt am ersten Abend ein erhellendes ‚Mann-zu-Mann-Gespräch', das in einem ernsthaften Kater des Bräutigams endete und den Severus, sein neuer Held mit einem Antikopfschmerztrank schnell wieder zu beseitigen wusste.

Na, wenn er mit seinen hilfreichen Tipps wenigstens der Braut in ihrem zukünftigen Eheleben diente, war er schon zufrieden! Dass ein fünfundzwanzigjähriger Börsenmarkler aber auch so unerfahren und unsicher sein konnte. Da wusste er ja noch mehr von Frauen!

Die einzigen, die diesen ungewohnt herzlichen Professor für Chemie und Pharmazie nicht so Klasse fanden, waren die Grangers. Henry Granger schaute ihn immer wieder mit diesem überaus bedauernden Gesichtsausdruck an, als wenn er sich eindeutig den alten knurrigen und widerspenstigen Severus Snape zurückwünschte, Jean Granger bedachte als Ausgleich ihre Tochter mit mehr als vorwurfsvollen Blicken, immerhin hatte sie ihn zu diesem Partylöwen mutieren lassen und selbst Hermine murmelte ein ums andere Mal, dass sie den richtigen Severus Snape wesentlich erotischer und interessanter fände, als ihr neugeschaffenes Produkt, diese Ausgeburt an liebenswürdiger Nächstenliebe und Höflichkeit.

„Tja, meine Liebe!" lächelte ihr Verlobter mit zusammengebissenen Zähnen, „Eindeutig selber Schuld!"

Wohl wahr und vielleicht schon ein guter Teil seiner Rache an ihr!

Gut, fast alle fanden ihn wunderbar, er selbst fand sich allerdings eindeutig zum kotzen!

Im wahrsten Sinne übrigens, denn wenigstens sein Magen blieb sich selber treu und rumorte gegen die vielen süßen Cocktails und hübschen Häppchen und versagte ein ums andere Mal seinen Dienst.

Also legte er einige unfreiwillige Zwischenstationen auf diversen Toiletten ein und das wiederum, erbrachte völlig neue Einsichten, die die ganze Feier, wenigstens zum Teil, wirklich interessant werden ließ.

Als er sich nämlich mal wieder sanft lächelnd übergeben hatte, hörte er, wie die Tür der Nachbartoilette heftig aufgerissen wurde und bald darauf vernahm er eindeutige, schnaufende Geräusche eines Mannes und spitze, stöhnende einer Frau.

‚Na ausgezeichnet, da hatten doch wenigstens einige Menschen Spaß auf diesem Fest.' Ging es ihm sarkastisch durch den Sinn und höchstwahrscheinlich hätte er den beiden ihr kleines Tĕte-á-tĕt gegönnt, wenn er nicht die immer leidenschaftlicheren Laute des Herrn eindeutig Onkel Peter zugeordnet hätte, die der Frau aber auf keinen Fall zu Tante Vera passten.

Nein, diese Dame hier war eindeutig jünger, viel jünger und eine gewisse Neugier ließ ihn auf der Kloschüssel Platz nehmen und seinen Zauberstab zücken. Gerade wollte er mit einem kleinen Spruch die trennende Mauer von seiner Seite aus, durchscheinend zaubern, als er entsetzt inne hielt. Onkel Peter stöhnte nämlich eben mit unvorsichtig lauter Inbrunst: „Du bist die Beste, Hermine!"

Beinahe wäre Severus vom Klo gefallen, aber der entrüstete Ausruf der Dame bewahrte ihn vor einem Herzinfarkt und Onkel Peter vor weitaus Schlimmerem.

„Mein Name ist Wilhelmine, My Lord!"

„Oh, natürlich", schnaufte Onkel Peter etwas abwesend, „entschuldige, mein Kind!"

Kind schien ziemlich nah an der Realität zu sein, wie die helle Stimme der zweiten Person nebenan vermuten ließ, also atmete Severus erst einmal tief durch und schwang dann lautlos seinen Stab.

Immerhin ging es nicht an, dass Onkel Peter, der honorige und überhebliche Brautvater hier mit irgendwem herummachte und sich dabei anscheinend seine Verlobte vorstellte. Hermine hatte wohl nicht übertrieben, mit den schmierigen und aufdringlichen Blicken, die ihr der angeheiratete Onkel seit einigen Jahren zuwarf.

Aha, wenn er sich nicht völlig täuschte, war die junge Dame die dort über der Toilette gebeugt stand, die mittelmäßig ansehnliche Tochter eines Geschäftspartners der Familie, dessen Name er völlig verdrängt hatte. Sie war höchstens Siebzehn und hielt keinem Vergleich zu seiner Verlobten stand.

Nun, da wurde es doch wohl Zeit, dass er selbst etwas Spaß bei der Hochzeit hatte. Lautlos verließ er die Kabine und stellte sich nah an den Eingang. Dort wartete er geduldig, bis die Geräusche hinter der anderen Kabinentür auf ein baldiges Ende des Treffens schließen ließen.

Kaum vernahm er das Klicken von Onkel Peters Hosengürtel und hörte das Rascheln von Wilhelmines Kleidchen, da griff er nach der Türklinke und tat so, als wenn er gerade zur Tür hereingekommen wäre, als die Kabinentür sich öffnete und Onkel Peter heraus trat.

Erschrocken starrte der den charmant lächelnden Tränkemeister an und wurde kreidebleich, denn seine Gespielin schob sich bereits unvorsichtiger Weise hinter ihm hervor.

„Professor Snape…!", stotterte er und versuchte vergeblich die junge Frau hinter sich zu verdecken.

„Oh, Lord Souton!", säuselte Severus und nickte der jungen Dame höflich zu. „Ich hoffe doch sehr, dass ich Sie nicht störe!"

„Aber nein, mein Bester!", stammelte der Hausherr, wurde zur Abwechslung puterrot und fuchtelte in Richtung seiner Begleiterin, „gar nicht, wirklich nicht, ich wollte nur Miss Presbury unsere Toilettenanlagen zeigen."

„Oh, natürlich", Severus lachte amüsiert auf und schlug Onkel Peter kumpelhaft auf die Schultern, „selbstverständlich!", dann beugte er sich nah an sein Ohr, um unvermindert laut zu sagen „Vergessen Sie nicht Ihre Kleidung zu richten, Sir, und weisen Sie besser Miss Presbury darauf hin, dass bei der Besichtigungstour ihr Makeup in Mitleidenschaft gezogen wurde!" Dann zwinkerte er Lord Souton verschwörerisch zu und verschwand pfeifend in der zweiten Kabine.

Er traf die beiden erst einige Stunden später beim Dinner wieder. Allerdings nicht zusammen, sondern möglichst weit entfernt von einander. Trotzdem wich jede der beiden ihm verständlicherweise aus. Aber das störte ihn nicht besonders, denn er hatte die Zeit genutzt, um einen kleinen, netten Plan zu schmieden. Immerhin wollte er Hermines einzigen Onkel vor einem langsamen, qualvollen Tod bewahren, den er garantiert erleiden würde, sollte er sich auch weiterhin für seine Verlobte mehr interessieren, als es für einen Onkel schicklich wäre.

Er sorgte unauffällig dafür, dass der Hausherr mehr trank, als ihm gut tat und beobachtete dann zufrieden, wie er sich schwankend in seine Gemächer zurückzog. Wie gut, dass Henry Granger ihm zugetragen hatte, dass Onkel und Tante ‚Reich und Wichtig' getrennte Räumlichkeiten bewohnten und kein gemeinsames Ehebett teilten. Das erleichterte ihm die ganze Aktion erheblich.

Ebenfalls sehr hilfreich war die Information, dass der dicke Lord zu seinen Kinder- und Jugendjahren enormen Respekt vor seinem Großvater gehabt hatte, der ihn aufgezogen und mit strenger Hand erzogen hatte. Ein überdimensionales Bild des alten Herrn hing in der Halle und erschreckte regelmäßig die anwesenden Kinder. (Vielleicht sollte er Misses Black zu ihm gesellen, die beiden passten irgendwie gut zueinander)

Sehr genau hatte Severus sich die Züge des Greises eingeprägt und einige kleine Zauberwische später, meinte man eine Kopie des alten Lords vor sich zu haben. Natürlich hätte Hermine das noch um Klassen besser hinbekommen, aber die schlief schon seit zwei Stunden in ihrem Zimmer und auch sonst war es mehr als still auf dem Anwesen. Alle sammelten Kräfte für den morgigen Hochzeitstag.

Schnellen Schrittes eilte Severus zu den Räumen des Hausherrn und schlich sich leise bis an sein Bett.

Diese Muggel! Ging es ihm abfällig durch den Sinn, nur ein kleiner Alohomora hatte genügt und schon könnte er diesem alten Lüstling den dicken Hals herumdrehen.

Aber leider gab es ja Gesetze und das nicht nur bei den Muggeln, sondern auch bei den Zauberern. Daher nahm er von solch einfachen und effizienten Möglichkeiten schweren Herzens Abstand, zückte seinen Stab und drückte den Rücken durch.

Was in der nächsten halben Stunde in Onkel Peters luxuriösem Zimmer vor sich ging, sollte so genau nie eine Menschenseele erfahren. Es sorgte aber für ein dermaßen zufriedenes Grinsen auf dem Gesicht des Tränkemeisters, dass es die sichtbaren Zeichen des Freundlichkeitszaubers um Längen schlug.

Außerdem erschien der Vater der Braut am nächsten Tag erst auf dem letzten Drücker, um seine Tochter zum Altar zu führen. Dass seine Gesichtsfarbe dabei ungesund grau war und seine Hände heftig zitterten und dass er einen Bogen um seine Nichte Hermine machte, veranlasste Tante Vera dazu, sogar einen Arzt kommen zu lassen, der allerdings nichts fand. Onkel Peter erklärte seinen Zustand wirr mit Albträumen und schweren seelischen Belastungen, er benötige dringend Ruhe und zog sich direkt nach der Feierlichkeit wieder in sein Bett zurück.

Severus und die Grangers bekamen ihn vor ihrer Abreise nicht mehr zu Gesicht, was keiner der vier besonders störte.

Als Hermine und Severus wieder in Hogwarts waren und dieser blöde Trank seine Wirkung endlich verloren hatte, machte Hermine das feine, kleine diabolische Grinsen auf Severus Gesicht misstrauisch und so fragte sie argwöhnisch: „Was macht Dich so zufrieden, Severus? Hast Du vielleicht etwas mit Onkel Peters mysteriösem Zustand zu tun?"

„Was? Ich?"

„Ja! Du!"

„Wie kommst Du denn darauf?"

„Weiß nicht, aber ich hatte so den Eindruck, als wenn Onkel Peter in der letzten Nacht einen Geist gesehen hätte."

„Geister gibt es ja häufiger!", zuckte Severus beiläufig mit den Schultern.

„Und Du bist nicht zufällig einer dieser Geister?", ließ Hermine nicht locker.

„Also, diese Unterstellungen immer!", protestierte Severus beleidigt, „Wenn ich in Deinem Bett hätte schlafen dürfen, hättest Du meine Anwesenheit vielleicht besser überprüfen können."

„Ja, wir sind nun mal eine sehr ehrbare und auf Sitte und Anstand bedachte Familie", kicherte Hermine und zog ihn nah an sich heran.

„Und wie!", schnaubte Severus und streichelte ihren nackten Arm herauf und herab.

„Ich habe übrigens ein sehr langes „Frau-zu-Frau-Gespräch" mit Cousine Emmily geführt und hoffe doch sehr, dass sie dabei einige Erkenntnisse für ein nicht ganz so anständiges Eheleben gewonnen hat", schnurrte Hermine und genoss seine Aufmerksamkeiten.

„Oh, das trifft sich ja gut, ich hatte Gelegenheit, das gleiche mit ihrem Ehemann zu tun!", fiel Severus ein, „Na, das werden ja wilde Flitterwochen!" Er küsste ihre Halsbeuge.

„Auf alle Fälle werden es entspannte Flitterwochen, da sich Onkel Peter und Tante Vera nun doch kurzfristig entschlossen haben, das junge Brautpaar nicht zu begleiten", murmelte Hermine und schloss wohlig ihre Augen.

„Das habe ich ja überhaupt nicht verstanden, wie man auf einer Hochzeitsreise seine Schwiegereltern mitnehmen kann!", schüttelte Severus den Kopf über solche Ideen. „Und dann auch noch solche!"

„Tante Vera ist nicht sooo schlimm!", warf Hermine ein und lies es gerne zu, dass Severus ihr einen weiteren Blusenknopf öffnete.

„Dafür Dein Onkel um so mehr!", war sich Severus sicher, „Ich würde noch nicht einmal Deine Eltern mit auf unsere Hochzeitsreise nehmen - wenn wir denn eine machen würden - und die finde ich um ein vielfaches sympathischer!"

„Ich auch!", lachte Hermine leise und vergrub ihre Fingerspitzen in seinem Haar, „Aber ich bin mir auch sicher, dass die beiden nicht mit uns reisen wollten!"

Severus ließ von ihrem Hals ab und schaute sie forschend an, „Würdest Du gerne eine Reise machen, Hermine?"

Sie schlug die Augen auf und streichelte sein Gesicht „Hm, ja, ich glaube schon", überlegte sie nickend, „Eine Woche am Meer oder wenigstens an einem See wäre toll."

„Wir können ja in den Osterferien ein paar Tage vereisen", stellte Severus nachdenklich in Aussicht und legte seine Hände über ihre.

„Gute Idee, wir schnappen uns unser Zelt und machen uns dahin auf, wo es warm ist und wo es Wasser in der Nähe gibt!", freute sich Hermine und küsste ihn froh.

„Gut, ich werde mit Minerva sprechen", versprach Severus, dann rückte er etwas von ihr ab und zückte einen Umschlag aus seiner Brusttasche um ihn Hermine zu reichen, „übrigens, wo wir gerade über Reisen sprechen. Ich habe Dir noch eine Überraschung versprochen, Du weißt schon, wegen Mailand. Obwohl ich eigentlich denke, dass wir nach diesen drei Tagen quitt sind, doch ein Severus Snape hält sein Versprechen."

„Oh, was ist das?", Hermine wurde ganz aufgeregt und öffnete schnell den Umschlag. Darin lag die Buchungsbestätigung für ein Ferienhaus in der Nähe von Bordeaux.

„Eine kleine Aufmerksamkeit", nickte Severus stolz, als er sah, wie Hermine sich freute, „allerdings hat das ganze einen kleinen Haken."

„Haken?", fragte Hermine, „Was für ein Haken denn?"

„Nun, da sie ja jetzt keine Hochzeitsreise bekommen, müssen wir Onkel Peter und Tante Vera mitnehmen."

„Wie bitte?", keuchte Hermine entsetzt.

„Nein, war ein Scherz!", wiegelte Severus grinsend ab, „Der einzige Haken dabei ist, dass ich Dein Begleiter bin und dass wir morgen schon reisen."

„Das ist doch kein Haken!", protestierte Hermine erleichtert, presste sich an ihn heran und flüsterte in sein Ohr, „das ist doch das Beste daran!"

„Das findest auch nur Du!"

„Nein, das findet meine gesamte weibliche Verwandtschaft und selbst einige Männer würden mit Dir fahren, ‚Er ist ja so ein guter Kumpel', hat der Freund von Tante Martha mir zugeraunt!" Tante Martha war übrigens die jüngere Schwester von Jean Granger, Hermines Patentante und eine sehr gefragte Architektin.

„Die werden entsetzt sein, wenn Sie bei unserer Hochzeit bemerken, dass ich gar nicht so freundlich bin, wie sie es in den letzten Tagen erlebt haben."

„Ich erkläre ihnen dann, dass dies an der Aufregung läge!", versprach Hermine.

„Na, solange Du mir nicht wieder so einen scheußlichen, heimtückischen Trank unterschiebst!"

„Nein, das ist keine wirklich gute Idee gewesen", schüttelte Hermine energisch den Kopf, „ich will nämlich keinen Charmeur, ich will Dich! Und ich habe Dich wirklich vermisst, Severus! Dein Geknurre, Deine bissigen Kommentare, Dein finsterer Blick, aber vor allem Dich in meinem Bett!"

„Das, Geliebte, können wir mit Leichtigkeit ändern!", grollte Severus düster, stand sofort auf, um sich seine Braut zu schnappen, sie sich mit Schwung über die Schulter zu werfen und sie mit großen Schritten in sein Schlafzimmer zu verschleppen.

„Du musst mir übrigens noch genau zeigen, was Du Emmily so an Tipps gegeben hast!", ließ er sie wissen, bevor er sie auf sein Bett gleiten ließ.

„Gerne, aber nur, wenn ich Deine Tipps an Robert erfahre!", lachte Hermine und funkelte ihn an.

„Die kennst Du schon alle, ich habe sie von Dir!", flüsterte Severus und küsste ihre herrlichen Lippen.