28. Jedi-Meister Savage Opress IV
Das Päckchen vom Planeten Otor sah unscheinbar aus, als es der Sekretär von Savage Opress öffnete. Ein Kuchen war darin, dessen Analyse keinerlei Giftstoffe anzeigte. Savage grinste, als er den Absender und die Anschrift las. „An den Zweiten Oberkommandierenden der Death Watch, Darth Savage Opress", stand da geschrieben. Als Savage den Kuchen sah, setzte er sich allein an den Tisch in seinem Hauptquartier und tunkte seinen rechten Zeigefinger tief in den Kuchen ein, um ihn sogleich genüsslich abzulecken. Da stieß er in der Mitte des Kuchens gegen etwas Hartes, Biegsames. Es war die Flimsiplastkarte des Raumhafens Otor, wo er damals die möglichen Ziele angekreuzt hatte, um sich und seinen Bruder mit Essen zu versorgen. Und das Bild eines kleinen Mädchens mit gelblicher Haut, grünen Augen und schwarzen Haaren war dabei „Xedra, 1 Monat alt", stand darunter. Es dauerte keine zehn Minuten, da hatte Savage den Kuchen verputzt. Dann fuhr er in die Stadt, um ein paar Babysachen zu besorgen und schickte diese zusammen mit einem Hin- und Rückflugticket für Sundari/Mandalore in die Raumhafenkantina von Otor. Sein erstes Kind war geboren worden. Aber Savage hatte vorerst nicht die Absicht, seinen Bruder davon zu unterrichten.
Die Hotelsuite, in der Shalwa auf Savage wartete, war sehr luxoriös eingerichtet. Es standen frische Blumen auf dem Tisch und es gab schwere Vorhänge, die Shalwa vorsorglich geschlossen hatte, gab es doch auf der anderen Seite genügend Wolkenkratzer, von denen aus die Fensterfront gut einsehbar war. Xedra hatte sie auf Otor gelassen und sie einer Amme anvertraut, die ein Kind im selben Alter hatte, eine bei den Mirialanern häufig verbreitete Praxis. Das einzige, was Shalwa irritierte, war, daß sich die Hausbar nicht öffnen ließ. Dabei hätte sie so gerne etwas daraus entnommen und getrunken. Sie hatte noch nicht einmal zwanzig Standardminuten gewartet, als Savage eintrat. „Jedi-Meister Savage Opress, was für eine …." Shalwa blieb der Satz abrupt im Halse stecken, als sie Savages linken Prothesenarm sah. „Was ist passiert?", fragte sie und nahm seine künstliche Hand in die Ihre. „Obi-Wan Kenobi." „Oh, ich glaube, ich sollte dich jetzt lieber nicht mehr Jedi-Meister nennen", sagte sie. „Ach, ich fand das total süß, wie du das damals zu mir gesagt hast. Du bist die Einzige, die mich so nennen darf", sagte er grinsend. „Und ich kann mit dem Arm alles machen wie mit einem natürlichen und noch einige andere Sachen mehr", sagte er leise und geheimnisvoll. „Ich würde gerne etwas trinken, aber die Tür der Getränkebar klemmt. Kann dein linker Arm sie öffnen?", fragte sie. „Mein verlängerter Arm schon", sagte Savage, zündete sein Lichtschwert und durchtrennte mit der roten Klinge mit Leichtigkeit die Verriegelung der Tür. Dann zündete er die andere Klinge, so daß das vollständig gezündete Doppellichtschwert seine volle Länge von drei Metern hatte. „Na? Lang genug?", fragte er die staunende Shalwa. „Mehr als das", sagte sie andächtig. Dann nahm sie sich eine Limonade aus dem nun geöffneten Kühlschrank und bot Savage auch eine an. „Das ist das erst Mal, daß ich Vater werde. Wie geht es meiner Tochter?", fragte Savage. „Es geht ihr gut. Sie ist jetzt bei einer Amme, damit wir ungestört sind", sagte Shalwa und zwinkerte Savage zu. „Ich hoffe, das Essen hat deinem … Padawan … geschmeckt." „Hat es. Hätte ich gewusst, daß du mir nach meinem Besuch noch derart gewogen bist, hätte ich eine große Nachbestellung rausgeschickt, nachdem wir hier angekommen sind", sagte er launig. „Wie ich sehe, hat dein Padawan seine Mission erfolgreich beendet – und du bist auch noch bei ihm." „Und du bist jetzt bei mir", sagte Savage und küsste sie. Shalwa hätte nie gedacht, daß es ihr so leicht fallen würde, all die Gedanken an ihren verlorenen Ehemann so schnell abzustreifen. Aber die Wahrheit war: In dem Augenblick, als Savage den Raum betreten hatte, gab es für sie nur noch ihn – und sonst gar niemanden mehr. Und das allerschlimmste daran war, daß sie sich dafür überhaupt nicht schämte. Auch nicht dafür, daß das, was sie sich eigentlich für diesen Besuch vorgenommen hatte, für sie mit einem Mal total unwichtig geworden war.
„Woran denkst du?" Savage hatte sie gerade auf das Bett gedrückt, während er sich an den Rand desselbigen setzte. Er hatte sich noch nicht ausgezogen. Sogar das wieder deaktivierte Lichtschwert hing noch an seinem Gürtel. Jetzt schaute er sie aufmerksam und etwas lauernd an, während er ihr diese Frage stellte. „Gar nichts", sagte Shalwa und bot ihm ihren Mund erneut dar. Aber Savage saß weiterhin aufrecht auf dem Bett und er dachte gar nicht daran, ihren Lippen entgegen zu kommen. „Du hattest mir damals gesagt, daß es dir eine Ehre sei, die Jedi zu unterstützen, indem du mir und meinem … Padawan … Essen mitgibst. Ist es dir immer noch eine Ehre, für die Jedi zu arbeiten?" Savages Stimme war bei dieser Frage völlig neutral. Shalwa war, als würde er gerade ein Verhör beginnen. Dies hier war keine bewusste Verzögerung, um irgendeine sexuelle Spannung zu steigern. Das war ihr rasch klar. Sie wusste jetzt, was er war und er wollte ihr jetzt auf den Zahn fühlen, was sie war. Jetzt, wo sie ein Kind zusammen hatten. Wo sie es war, die ihn wieder kontaktiert hatte. Und dieser Mann war offenbar imstande, unter dem Schnee von Hoth das Zygergras wachsen zu hören. Es wäre verhängnisvoll, jetzt irgendwelchen Gedanken zu frönen, die sie und Xedra in Gefahr bringen würden, anstatt jetzt etwas Spaß mit dem Mann zu haben, der höchstwahrscheinlich für den Tod ihres Mannes verantwortlich war. ‚Wenn Sie oder Ihre Freundin diesen Savage Opress sehen, dann melden sie ihn bitte sofort der Polizei. Er ist äußerst brutal und sehr gefährlich!', schossen ihr Obi-Wans Worte durch den Kopf. Besser nur ein Toter als zwei – oder gar drei. Nein, an diesen anderen Savage durfte sie jetzt nicht denken. Den kannte sie überhaupt nicht. Das war sicher jener Doppelgänger, von dem ihr Jedi-Meister Savage Opress in ihrer Kantina erzählt hatte. Der sich als er ausgab und mit seinem Bruder Chaos und Verbrechen im Äußeren Rand verbreitet hatte. Aber dieser Savage war verschwunden. Statt seiner gab es jetzt einen neuen Savage, der sich zusammen mit seinem Bruder ein eigenes Reich erkämpft hatte und solcherlei verpönte Tätigkeiten nicht nötig hatte. Nicht mehr. Und dieser Savage, der hier vor ihr saß, empfand etwas für sie. Er wollte auch keine langatmigen Ausflüchte und Erklärungen hören. Er wollte bedingungslose Zuneigung – und Verschwiegenheit – genau wie sie. Und er sollte sie bekommen. „Ich wollte dir helfen … Ich werde dir immer helfen." Und sie meinte, was sie sagte. Und Savage spürte das. Aber das reichte ihm noch nicht. „Was ist mit den Alben über diese beiden Jedi-Frauen, wie hießen sie noch gleich? Jetzt gib schon zu, daß du die Jedi magst", bohrte er mit distanziertem, kühlem Gesichtsausdruck ungerührt weiter, seine Oberlippe hochziehend, die obere Zahnreihe entblößend. Sie wählte ihre nächsten Worte mit Bedacht. Ihr war klar, daß Savage die Namen der beiden Jedi-Heilerinnen nicht die Blaubohne interessierten. „Nicht alle Jedi. Diese beiden sind Mirialanerinnen wie ich. Aber ich kenne sie noch nicht einmal persönlich. Dich hingegen schon. Das ist es, was für mich zählt." „Soso, du glaubst, du kennst mich?", fragte Savage belustigt … und eine Spur zugänglicher. „Nun, wenn mir da etwas entgangen sein sollte, kannst du mir das ja gerne noch zeigen", sagte sie und lächelte ihn verheißungsvoll an. Jetzt nestelte er an ihrer Kleidung herum. „Öffne dein Haar", befahl er. Und sie tat es erleichtert. Er wühlte in ihrem Haarschopf herum, bevor er sich seiner Schulterpanzerung und seiner Kleidung entledigte, den Gürtel mit dem Lichtschwert weit wegräumte. Dann zog er sie aus, nein, er riß ihr förmlich die Kleidung vom Leib und sie ließ es geschehen, genoß es. Dann setzte er sich auf dem Bett mit dem Rücken an die Wand, an der das Bett stand und setzte sie mit dem Rücken zu sich auf seinen Schoß. Er befühlte ihre Mitte und merkte, daß sie feucht war, extrem feucht. Shalwa fühlte plötzlich einen sanften Biss in ihren Nacken. Und sie genoß es, wie Savages Hände sich an ihrer Mitte zu schaffen machten, wie er mit der glibbrigen Masse, die daraus hervorquoll, herumflutschte, um dabei laut vernehmliche Plätschergeräusche zu produzieren, während sie an seine Brust gelehnt saß und die Hitze genoß, die sein Körper abstrahlte. Sie wünschte, diese Stunden würden niemals enden, aber sie spürte von Minute zu Minute immer deutlicher, daß Savage jetzt mehr tun mußte, denn lange würde sie diese innere Erregung, die er mit diesem Flutschen aufgebaut hatte und die jetzt immer stärker in ihr brodelte, nicht mehr würde ertragen können. Wie gut, daß es Savage offenbar genauso ging. Er hob sie erneut hoch, um sie sogleich wieder auf seinen Schoß zu setzen, aber dieses Mal drang er dabei in sie ein, um sogleich ihre Hüften vor- und zurückzuschieben, während sie sich jetzt entspannter an seine breite Brust schmiegte. Sie stöhnte auf, als er mit der harten Fingerkuppe seines Zeigefingers an seiner linken künstlichen Hand diesen Punkt oberhalb seines Eindringens massierte. Noch war diese Metallfingerkuppe kalt, so kalt wie Durastahl nur sein konnte. Aber das prickelte angenehm auf ihrer Mitte. Und schon bald passte sich sein Finger ihrer Körperwärme an. Bereits nach zehn Standardminuten kamen beide zugleich zum Höhepunkt. Keiner von beiden unterdrückte dabei irgendeinen Schrei. „Es ist alles schallgesichert", versicherte ihr Savage, als sie sich etwas genant zu ihm umdrehte, völlig schweißgebadet und glücklich. Nur für einen Moment dachte sie bei diesen seinen Worten, daß man in dieser Suite auch keine Kampfgeräusche oder Schmerzens- oder gar Todesschreie hören würde.
„Savaaaage!" Die Tonmelodie seines Namens ließ Savage wissen, daß seine Gespielin etwas von ihm wollte, während er sie mit einem Lappen mit Seife einrieb, um sie dann mit dem lauwarmen Wasser abzubrausen. Dabei massierte er ausgiebig ihre wohlgeformten Brüste. „Wieviele Sith gibt es denn momentan überhaupt? Ich dachte bislang, es gibt nur zwei Sith, komme aber momentan auf ganze drei." „Was, wenn ich dir jetzt sage, daß es noch einen vierten Sith-Lord gibt, einen Meister, dessen öffentliche Identität aber niemand kennt, einen gewissen Darth Sidious?" „Könnte es sein, daß dieser Darth Sidious auch in meine Kantina spaziert und ich merke es gar nicht? Gibt auch er vor, etwas zu sein, was er eigentlich nicht ist?" „Nun, er würde dabei noch nicht einmal lügen", sagte Savage ernst. „Er ist sowohl als auch. Ich sage dir dies nur, damit du dich von ihm fernhältst, falls er dir irgendwann zu nahe kommt. Er ist der Meister von Count Dooku, dem Jedi-Verräter." Shalwa schaute Savage gespannt an und sagte nichts. „Ja, Count Dooku war früher ein Jedi, bevor er ein Sith wurde. Ich und Maul sind mit den beiden verfeindet." „Das mag ja sein, aber muß bei den Sith nicht irgendwann der Schüler den Meister umbringen? Müßtest du dann nicht irgendwann deinen Bruder umbringen?" Savage überlegte einen Moment, ob Shalwa mit dieser Frage vielleicht irgendetwas bezwecken wollte. Aber er hatte sie zuvor auch etwas verhört und es war nur recht und billig, wenn sie jetzt auch mehr über den Mann erfahren wollte, mit dem sie gerade Tisch und Bett teilte. Und das, was sie ihm erzählt hatte, war alles im Holo-Net oder in den Zeitungen nachzulesen. Sie hatte vielleicht sogar ein Album mit Informationen über ihn angelegt, genau wie für diese beiden von ihr verehrten Jedi-Frauen. Und solange sie es bei dieser Frage beließ, sollte ihm das recht sein. „Nicht, wenn es nach mir geht", entgegnete Savage entschieden. „Wir sind Brüder, die einzig wahren Lords der Sith. Was Dooku und Sidious treiben, ist egal. Irgendwann wird entweder Dooku seinen Meister Sidious oder Sidious Dooku töten, wenn er als Schüler versagt. Und dann werden wir die Mehrheit der Sith sein. Und irgendwann wird es dann auch wieder nur zwei geben. Uns. Und was dann mit dem Orden der Sith geschieht, bestimmen dann wir Zwei. Und dann werden Maul und ich über die Galaxis herrschen", erklärte er feierlich. Shalwa schaute Savage bei dessen Worten verklärt an, während sie damit beschäftigt war, Savage einzuseifen und abzubrausen. Mächtig war er in der Tat geworden. Sie umarmte ihn spontan, dabei glitschten beide aus und gingen zu Boden. Savage konnte gerade noch einen Arm um ihren Oberkörper schlingen und sie so auf sich betten, daß Shalwa vor einem harten Fall bewahrt wurde. Er selbst fühlte, daß er bald hässliche blaue Flecken auf seiner gelben Haut bekommen würde. „Es ist etwas eng hier, laß uns wieder rübergehen", sagte er, rief mit der Macht ein Handtuch zu sich, in welches er sie einwickelte, um sie dann hochzuheben und ins Zimmer zurückzutragen. Shalwa hatte nur einen Augenblick Zeit, sich auf dem Bett auszuruhen. Dann war Savages Mitte über ihr und er presste seine Männlichkeit gegen ihren Mund. „Leck ihn", befahl er. Sie wurde rot, tat aber wie geheißen. Sie merkte, daß ihre Lippen und ihre Zunge offenbar genau das taten, was Savage erfreute, denn er stöhnte auf. Dann merkte sie, daß er seinen Mund genau dort platziert hatte, wo noch eine halbe Stunde vorher sein Durastahlfinger gewesen war. Sie erbebte. Und sie es fiel ihr schwer, sich auf Savages Mitte zu konzentrieren, während er mit der Ihren beschäftigt war. „Wer hat dir gesagt, daß du aufhören darfst?", schnurrte er. „Es ist … zu viel … zu schön … verzeih … mir", stammelte sie. „Die Dunkle Seite kennt keine Vergebung … ich schon", sagte er mit seiner tiefen rauen Stimme, immer noch in seinem lustvollen Tun innehaltend „Bitte", war alles, was sie sagen konnte. Aber Savage verstand und ließ seine Zunge wieder kreisen. Bereits nach zwei Minuten kam sie erneut. Savage presste seine Mitte gegen sie, was ihr Schreien etwas dämpfte. Ihr heißer Atem und ihre Schreie erregten ihn noch mehr. Als ihre Schreie verklungen waren, setzte er sich auf und zog sie zu sich heran. „Jetzt bist du dran", erinnerte er sie, nachdem sie ihn umarmt und voller Glück und voller Dankbarkeit sein gesamtes Gesicht abgeküsst hatte, um an seinen vollen Lippen hängenzubleiben. Aber Savage dirigierte ihren Mund zielsicher an die Stelle, wo er ihn haben wollte. Und sie hatte Mühe, seine gewaltige Männlichkeit in ihrem kleinen feinen Mund zu behalten, wenngleich es nur die Spitze war. Sie fühlte, daß sie bald eine Kiefernstarre bekommen würde. Angenehm war anders. „Nun, du musst nicht alles auf einmal können", sagte Savage sanft und strich ihr übers Haar. „Leck einfach ein bisschen oben mit deiner Zunge und unten …" Er legte ihre Hände so um sein bestes Teil, wo er sie haben wollte. Sie errötete wieder. Savage nahm ihre Haare am Ansatz in seine künstliche linke Hand und streichelte ihr mit seiner Rechten über den Nacken. Sie konnte seine spitzen Nägel spüren. Sie verletzten sie nicht, aber sie bekam eine Gänsehaut. Savage lehnte sich zurück und schloß die Augen. „Mmmh", hörte sie ihn noch summen. Dann ließ sie ihre Zunge vorsichtig über seine Eichel kreisen. „Doller", forderte Savage. Sie merkte, daß schon wieder einige Tropfen austraten, die eine baldige Erektion ankündigten. Sie leckte sie mit ihrer Zunge auf und wusste noch nicht, ob sie den salzigen Geschmack mögen würde. Sie würde sich daran gewöhnen. Und ihn gut finden. So wie Savage gut fand, was sie gerade tat, denn er schnurrte zufrieden. „Nnnngh". Und dann passierte es. Sein Körper erzitterte und dann wich sie zurück vor der weißen Flut, die trotzdem noch in einem gewaltigen Strahl ihr Gesicht erreichte und von dort auf ihn zurückspritzte, so daß die markanten schwarzen Linien seiner Unterleibstätowierungen nun von weißen Linien durchbrochen wurden. Sie schaute etwas verdutzt, dann leckte sie vorsichtig mit ihrer Zunge ihre Mundwinkel ab, um den Geschmack dessen zu testen, was da gerade auf sie niedergeprasselt war. „Schmeckt es?", fragte Savage selig. Dann zog er sie an sich, umarmte sie. „Kann es sein, daß du einfach zu gerne in die Dusche gehst und deshalb gerne Sachen vollspritzt?", fragte sie ihn. „Mit dir schon", erwiderte er und trug sie wieder in die Dusche. Nach der gemeinsamen Dusche legte er sie auf das Bett, um sich zu ihr zu legen. Gemeinsam schliefen sie urplötzlich ein.
Nach einer halben Stunde erwachte sie. Savage hatte seinen Arm von hinten um sie gelegt, seine Hand ruhte auf einer ihrer Brüste. Sie bewegte sich etwas, fühlte, daß etwas hartes hinter ihr war, aber sie hatte keine Po-Schmerzen. Das war schon mal gut. „Was hast du jetzt vor?", fragte Savage seine Gespielin, als er merkte, daß sie erwacht war. „Ich werde in zwei Stunden wieder abreisen. Ich habe auf Otor viel zu tun und werde dich nicht oft besuchen können. Höchstens zweimal im Jahr." „Wen hast du als Vater des Kindes angegeben?", fragte er, sie wieder forschend mit seinen goldenen Augen ansehend. „Meinen Mann. Wir haben uns schon immer ein Kind gewünscht. Das einzige, was mich wundert, ist, daß Xedra grau-grüne Augen hat. Weder du noch ich haben solche Augen. Woher hat sie die?" „Wenn ich gemein wäre, könnte ich jetzt behaupten, daß sie nicht von mir wäre. Aber die Wahrheit ist, daß ich früher solche grünen Augen hatte", sagte Savage leise. „Was ist passiert?", fragte sie und umfasste seine schlanke Taille. „Das darf ich dir nicht sagen. Aber es ist dasselbe, wodurch mein Bruder, nachdem ich ihn von Lotho Minor geholt hatte, seine neuen Beine bekommen hat, nachdem Kenobi ihn zweigeteilt hatte." Shalwa merkte, daß Savage mit ihr reden wollte, offensichtlich wollte er etwas loswerden, was er mit sich herumtrug, worüber er mit noch niemandem gesprochen hatte. Sie kam ihrem Ziel näher. „Woher wusstest du eigentlich, daß er dort war?", forschte sie. „Dort lebt doch sicher nichts außer Wompratten und Schleimspinnen. Die Leute werfen da doch bloß ihren Müll ab und verschwinden dann wieder, ohne zu landen." „Ich hatte einen Talisman. Der hat mir geholfen, ihn zu finden", sagte Savage. „Ein Talisman", wiederholte sie gedankenverloren. „Der führte mich zu einem Mülltanker, der gerade von dem Gebiet auf Lotho Minor kam, in dem mein Bruder lebte. Und dieser Mülltanker brachte mich dahin". „Aber war da nicht eine Besatzung? Was haben die dazu gemeint? Waren die nicht sauer?" „Da war nur ein Mann", sagte Savage lapidar. „Natürlich war er sauer. Aber er hat mich hingebracht, wo ich hinwollte." „Aber du konntest ihn doch nicht am Leben lassen. Er hätte einfach mit dem Tanker wegfliegen können, während du an Land nach deinem Bruder gesucht hast. Er war doch sicher ein Risiko", mutmaßte Shalwa. "Kluges Mädchen", sagte Savage anerkennend. „Da gibt es eine ganz einfache Methode. Man wirft die Leute in die Eingangsschleuse, schließt die innere Tür und öffnet dann die äußere Einstiegsluke. Und weg war er." „Du hattest keine Wahl. Er oder dein Bruder. Ich hätte dasselbe getan", sagte sie und küsste ihn. Er ließ sie eine Weile gewähren, bevor er den Kuß erwiderte, dann löste er sich von ihr und legte sie auf den Bauch. Sie hatte keine Zeit, um zu überlegen, was er jetzt wohl vorhatte, denn er drang sofort wieder in sie ein, um sie erneut zu nehmen, erst langsam und gemächlich, dann hart und heftig. Die beiden Orgasmen, die sie vorhin gehabt hatte, hatten eine gewaltige Welle von Glückshormonen in ihr freigesetzt, so daß ihr Savages Stöße plötzlich gar nicht mehr heftig genug sein konnten. Shalwa hatte jetzt das Gefühl, als würde sie schweben und als würde sich das Bett unter ihr drehen. Bald würde sie einschlafen. Ob er dann wieder … Ihre Gedanken wurden unterbrochen von einem lauten „AAaaah", dann kam Savage erneut, um sich dann neben sie auf das Bett zu rollen. Sie blieb noch eine Weile so neben ihm liegen, dann drehte sie sich um und versank noch einmal in seinem Gesicht, in seinen goldenen Augen, bevor sie aufstehen und sich anziehen würde. „Dir fehlt auch ein weiteres Horn", sagte sie gedankenverloren. „Ich hoffe doch, du verlierst nicht noch mehr, wenn wir uns wiedersehen, Jedi-Meister Savage Opress", sagte sie, den Stumpf des zweiten abgebrochenen Horns tätschelnd. „Ich werde mir Mühe geben", sagte er mit fester Stimme. Shalwa lag noch eine Weile eng umschlungen mit ihm auf dem Bett. Sie würde diesen intensiven Duft später vermissen.
Schließlich, nach einer weiteren halben Stunde fand sie die Kraft, sich von ihm zu lösen und aufzustehen. „Ich muß jetzt wieder zu Xedra zurückkehren", verkündete sie. Savage rief eine Limousine mit getönten Scheiben, mit der er sie zum Raumhafen bringen sollte. „Ich habe hier etwas für dich", sagte er, während sie auf den Limousinen-Gleiter warteten. Es war eine große gelbe Handtasche aus feinstem corellianischem Leder, die Savage Shalwa überreichte. Dann gab sie ihm den Abschiedskuß. Während er der fortfahrenden Limousine nachschaute, fiel ihm ein, daß er eigentlich noch Mutter Talzin hätte informieren müssen, daß es potentiellen Nachwuchs für die Schwestern der Nacht gab. Aber es widerstrebte ihm, daß seine Tochter dazu erzogen werden sollte, später einen der Seinen aus der Nachtbrudersiedlung zu entführen, um ihn dann nach getaner Arbeit zu töten. Wie umsichtig Shalwa doch gewesen war, das Kind vorerst ihrem Mann unterzuschieben, bevor er eine andere Lösung finden würde. Plötzlich ging Savage die Frage durch den Kopf, wieso Shalwa ihn derart intensiv nach der Besatzung des Mülltankers befragt hatte. Hatte sie wirklich geglaubt, daß ihm solche Leute ernsthafte Probleme hätten bereiten können? Hatte sie ernsthaft gedacht, er hätte auch nur einen Funken Skrupel in sich gespürt, als er den unwilligen, griesgrämigen und ständig lamentierenden Piloten mit Schwung quer durch den gesamten Innenraum des Frachters vom Cockpit in die Schleuse geworfen, die innere Tür verriegelt und dann die äußere Luke geöffnet hatte, um den Mann durch den plötzlichen Luftdruckwechsel heraussaugen zu lassen, ihn dem ewigen Schwelbrand Lotho Minors und damit dem sicheren Tod überantwortend? Wen wollte sie mit ihrer Bemerkung beruhigen, daß sein Bruder wertvoller war als dieser Unsicherheitsfaktor von einem Piloten? Ihn oder etwa sich selbst? Kannte sie diesen Piloten etwa? War das eventuell der Grund ihres Besuches? War sie etwa gar nicht so naiv, wie sie häufig vorgegeben hatte, zu sein? Savage schob diese Gedanken weit von sich. Selbst wenn dem so wäre: Sie hätte außer diesem seinem Geständnis keine Beweise. Und vor allem kein ersichtliches Motiv. Was konnte dieser unbekannte Müllkutscher schon für sie sein? Er gehörte einer anderen Spezies an als sie, konnte also kein Verwandter sein. Ihr Mann daheim war offiziell Vater seiner, Savages, Tochter. Während sie hier bei ihm gewesen war. Er hatte ihr Verlangen, ihre Liebe gespürt. Sie hatte sich ihm hingegeben. Und sie würde das wieder tun. Diese Konversation war wohl nur ihre Art, Anteil an seinem Schicksal zu nehmen, ihm zu helfen, wie sie eingangs versprochen hatte. Er war mit seinem Bruder nahezu unbesiegbar - unaufhaltsam. Wer sollte daran jetzt noch etwas ändern – sich ihnen entgegenstellen? Irgendwann, nach ein paar weiteren Treffen würde der Mann von Shalwa Geschichte sein und er würde sie und ihre Tochter zu sich holen und Maul vorstellen. Savage fand es jetzt, zwei Stunden nach dem Abschied an der Zeit, Maul aufzusuchen. Er fühlte sich jetzt in der Form seines Lebens, mit seinem Bruder eine lange Einheit Lichtschwertkampf zu absolvieren, die er mit ihm für diesen Tag verabredet hatte.
Der Falleener, der Shalwas Handgepäck kontrollierte, schaute misstrauisch die gelbe Handtasche an, die sie ihm zur Kontrolle gegeben hatte. „Das können sie nicht im Handgepäck mitnehmen. Das muß ins Frachtgepäck, das Sie jetzt aufgeben müssen", sagte er barsch. „Aber ich habe kein Frachtgepäck", erklärte Shalwa verwundert. „Was ist denn mit der Tasche?" Der Falleener holte einen spitzen Metallstab aus der Tasche heraus – Durastahl, hochglanzpoliert und mit zwei spitzen Enden. „Das kann man als Waffe benutzen. Was ist das?", fragte er unwirsch. „Ach das – das ist ein Haarstab. Habe ich geschenkt bekommen", sagte sie. „Das sagen sie alle", entgegnete der grüne Falleener grinsend. „Geben sie mir hundert Credits, dann vergessen wir die Sache", meinte er gönnerhaft. Shalwa kannte diese Typen. Eigentlich hätte sie ihn eher in einem der Hinterzimmer ihrer Cantina vermutet, irgendwelche krummen Geschäfte tätigend. Sie bekam plötzlich eine Ahnung, wie es um Mauls und Savages neues Reich bestellt war. Aber hundert Credits war ihr ein Haarstab von Savage allemal wert. Sie zückte bereits ihr Portemonnaie, da kam ein anderer Falleener und tippte dem gestrengen Zöllner auf die Schulter. Der Mann drehte sich sofort um und der andere flüsterte ihm etwas ins Ohr. Daraufhin gab der Zöllner Shalwa den Haarstab sofort zurück und winkte ab, als sie ihm die Credits geben wollte. „Sorry, das war ein Versehen. Natürlich ist das ein ganz harmloser Haarstab", sagte er mit einem falschen Lächeln. Jetzt grinste Shalwa. Zwei Wochen später, wieder zurück auf Otor, bekam sie eine große Essensbestellung für das Hauptquartier Savages in Mandalore. Mit einer sehr üppigen Bezahlung im Voraus. Sie hatte sich nicht getäuscht. Jedi-Meister Savage Opress kümmerte sich um die Seinen. Und er würde sie auch weiterhin nicht enttäuschen.
