Kapitel 25

Draco zeigte auf die Innenseite der Tür und sagte: „Was macht das Ding hier? Ich dachte, ich hatte die eine Kopie zerstört und du die andere?"

„Du bist albern, Malfoy", sagte sie und kam langsam auf ihn zu. Sie legte ihre Hand auf seine Wange und streichelte sie leicht. „Da ist so eine kleine, lustige Sache, die Zauberei genannt wird. Da du ein Reinblüter bist, dachte ich, dass du vielleicht schon davon gehört hast. Wie auch immer, ich habe es gestern dort aufgehängt, als du nach unten zu deiner Mum gegangen bist und ich hier geblieben bin, um auf den Schwangerschaftstest zu warten. Abgesehen davon hast du es für mich ganz gemacht, erinnerst du dich?"

„Nimm es sofort ab!", verlangte er.

„Das war ein Scherz, Malfoy. Wenn es dir soviel bedeutet, nehme ich es ab. Ich muss auf die Toilette." Damit ging sie weg von ihm.

Er schaute auf das Poster und sagte: „Dieses Haus, so groß es auch scheinen mag, ist nur groß genug für einen gutaussehenden Blonden, Mister!" Er riss das Poster von der Tür, nur um noch eins vorzufinden. Er riss das auch ab und ein weiteres erschien! Er machte das noch ein paar Mal, doch jedes Mal nahm ein weiteres den alten Platz ein! Er wurde schnell frustriert. Er konnte immer noch nicht seinen Zauberstab finden (Wer schaut schon in den Hosen nach, die man gestern getragen hat?), deshalb nahm er ihren Zauberstab von seinem Nachttisch und richtete ihn auf das abstoßende Poster!

Er versuchte jeden Zauber und Fluch, den er kannte und dieses verdammte Ding tauchte immer wieder auf. Bald hatte er lauter Papierschnipsel um sich her und trotzdem war noch ein Poster an der Tür. Sie kam aus dem Badezimmer, nachdem sie sich ihr Gesicht gewaschen, ihre Zähne geputzt und ihr Haar gekämmt hatte. „Entschuldigt mal, Gentlemen", sagte sie. Sie ging in den Schrank und nahm sich eine weiße, kurzärmelige Bluse, trat wieder in des Zimmer, lehnte sich vor, küsste das Poster und sagte: „Ich liebe dich, Justin!"

„Entschuldige mal, Granger!", schrie er.

Sie lehnte sich zu ihm, küsste ihn auf die Wange und sagte: „Dich liebe ich auch!"

Sie öffnete die Schulblade und holte sich Slip, BH und ein paar rote Shorts heraus und ging dann, die ganze Zeit lachend, wieder in das Bad.

Er schaute wieder zu dem Poster und sagte: „Du hast noch nicht gewonnen, hübscher Junge!"

Hermine kam wieder aus dem Bad und zog sich ein Paar Sandalen an. Draco war komplett angezogen in seiner Jeans, dem weißen Shirt und grauen Pullover. Er lehnte am Türrahmen der Schranktür. Dem Schrank fehlte die Tür.

„Wo ist die Schranktür, Malfoy?", fragte sie mit den Händen auf den Hüften.

„Welche Tür, Muggelmuffin?", fragte er.

Sie zeigte darauf und sagte: „Die, die dort gewesen war."

„Oh", sagte er. „Ich war dem alten Ding überdrüssig. Ich habe mich entschieden, sie verschwinden zu lassen. Ich glaube, sie ist jetzt irgendwo am Boden des Baches. Wir können später danach sehen, wenn wir unseren Spaziergang über das Grundstück machen."

Sie schüttelte ihren Kopf und sagte: „Das war nicht nett."

Er kam zu ihr und sagte: „Nein, ich werde dir sagen, was nicht nett ist, meine kleine Frau. Es ist nicht nett, seine Exfreunde deinem gegenwärtigen Freund unter die Nase zu reiben."

„Aber das ist Justin!", sagte sie mit gespielt verärgertem Blick. „Du kannst mir Justin nicht verwehren. Wenn du möchtest, dass ich in Erwägung ziehe, hier eines Tages zu leben, muss ich das Recht haben, hier umzudekorieren."

„Ich werde den ganzen Flügel niederbrennen, bevor ich das zulasse, mein geliebtes kleines Schlammblut", sagte er.

Sie verengte ihre Augen und sagte: „Das war unter der Gürtellinie, du Reinblüter-Arsch. Deine Frau, die die Liebe deines Lebens sein soll, Muggelmuffin zu nennen und dann auf einen armen, kleinen, wehrlosen Posterjungen rumzuhacken ist eine Sache, aber mich diesen anderen Namen zu nennen, ist inakzeptabel." Sie würde diesen Schlammblut-Kommentar nicht durchgehen lassen, auch wenn sie wusste, dass er es nicht so meinte.

Sie wollte an ihm vorbei gehen, doch er schnappte sie an der Hüfte. Er stellte sich hinter sie und knabberte an ihrem Hals. „Ich bin eifersüchtig und das weißt du." Er küsste weiter ihren Nacken. Er griff nach ihrer Hand und sie zischte auf. Er drehte sie in seinen Armen um und sagte: „Jetzt reicht es. Wir gehen nach St. Mungos bevor wir zum Frühstück gehen. Es ist immer noch früh und meine Eltern sind wahrscheinlich noch im Bett."

„Nein, ich gehe morgen zu jemandem", versprach sie.

„Nein, wir werden uns jetzt darum kümmern und vorzugsweise keinen dummen, ehemaligen Ravenclaw nehmen", sagte er.

„Du kannst Terry keinen Vorwurf machen!", sagte sie.

„Nein, aber ich kann mir einen Vorwurf machen", sagte er. „Bitte, damit ich meine Ruhe hab, lass uns nachsehen lassen, warum er nicht ordentlich heilt."

Sie seufzte und lehnte sich an seine Brust. „Ich könnte nicht mögen, was sie mir sagen."

„Ich mag Harry Potter nicht, aber das bedeutet nicht, dass ich ihn meiden kann", sagte Draco. Sie versuchte sich von seiner Brust wegzustoßen und schlug ihn auf den Arm. „Komm schon; mir zuliebe. Wenn schon aus keinem anderen Grund, dann weil du mich liebst. Du schuldest mir was, da ich beinahe einen Herzinfarkt hatte, als ich das Bild deines alten Freundes an der Schranktür gesehen habe. Ich habe ernsthaft für einen kurzen Moment gedacht, dass ein Mann in dem Schrank war."

Sie lachte und fragte: „Und dieser Mann in dem Schrank war eindimensional und hing an unserer Schranktür?"

Er lachte auch und sagte: „Ich meine das ernst. Ich dachte wirklich, da war ein Eindringling. In dem dämmrigen Licht sah er echt aus. Der Himmel draußen war fast noch dunkel und ich wollte kein Licht anmachen und dich damit wecken."

„Also hast du stattdessen wie ein fünfjähriges Mädchen geschrien und mich geweckt?", fragte sie.

„Genug Fragen gegen meine Männlichkeit. Das wird alt und ich denke, wir haben festgestellt, dass es um meine Männlichkeit gut bestellt ist. Wir gehen jetzt ins St. Mungos." Er nahm ihren Arm und apparierte mit ihr zum Empfang des Zaubererhospitals.

Sie schlug ihn auf den Arm und sagte: „Ich hasse Seite-an-Seite-apparieren!"

„Ja, das tue ich auch, aber du hast das mit mir auch gemacht", jammerte er. Er ging zur Rezeption und sagte: „Ich bin Draco Malfoy und ich muss ihren besten Heiler sehen, egal was es kostet. Ich bin mir nicht zu fein, ihnen dafür Geld zu geben. Meine Frau ist hier angestellt und ist eine Malfoy. Außerdem ist sie die Patientin, also scheuen sie keine Kosten und holen sie jetzt ihren besten Heiler."

Hermine schüttelte peinlich berührt ihren Kopf. „Hi, Mindy."

„Hi Hermine", sagte sie, leicht schwindelig. „Also sind die Gerüchte wahr und du hast Draco Malfoy geheiratet?"

„Ja und das ist der Trottel neben mir", sagte Hermine. „Könntest du vielleicht Joseph Carlisle für mich rufen?" Sie drehte sich zu Draco und erklärte: „Er ist der Chefheiler hier und noch dazu sehr gut. Er wird sehr respektiert."

„Dann holen Sie ihn sofort", sagte Draco und lehnte sich zu dem Mädchen. Er griff in seine Tasche und legte einige Goldstücke auf den Tresen.

„Draco, komm, wir setzen uns", sagte Hermine, die immer noch ihren Kopf schüttelte. Sie schaute wieder zu Mindy und lächelte entschuldigend. Dann führte sie Draco zu den Stühlen.

Heiler Carlisle kam ein paar Momente später zu ihnen. Er lächelte Hermine an und schüttelte ihre Hand. Danach stand Draco auf und schüttelte seine Hand. „Was ist los, Hermine?", fragte er.

Sie erzählte ihm von den Schnitt gestern und wie Terry Boot in behandelt hatte, aber gesagt hatte, dass eine Sehne verletzt sein könnte. Sie erzählte ihm von der Infektion und dass es nicht heilen wollte und dass ihr immer noch Schmerzen verursachte. Er brachte sie zu einem Untersuchungszimmer. Draco wusste nicht, ob er ihr folgen oder bleiben sollte. Er entschied sich, zu folgen, aber sie deutete ihm an, er solle sitzen bleiben. Er setzte sich wieder. Er würde erst mal tun, was sie wollte.

Joseph schaute sich ihre Hand an, während er die Bandage langsam abwickelte. „Also, die Hand ist entzündet und scheint nicht heilen zu wollen, korrekt?" Sie nickte. „Sag, hast du noch andere Symptome?"

„Ich war sehr müde, aber es waren ein paar anstrengende Wochen, da ich ja erst seit zwei Wochen verheiratet bin und außerdem war dieses Wochenende so anstrengend, dass ich dir das nicht einmal erklären kann. Mit war etwas schlecht und ich habe mich übergeben. Um ehrlich zu sein, habe ich bemerkt, dass ich immer mehr Uriniere und ich war sehr durstig."

Er nickte und schaute sie genau an. „Irgendwelche Sehprobleme, Kribbeln in Händen und Füßen?", fragte er.

„Oh, Joseph, du denkst nicht, was ich denke, das du denkst, oder?", fragte sie.

„Hermine, du bist eine kluge Frau und eine exzellente Heilerin, eine der besten, wenn es darum geht Muggelgeborenen-Krankheiten zu diagnostizieren. Du weißt genau, was ich denke. Ein einfacher Test wird es entweder bestätigen oder ausschließen und dann können wir weitersehen."

Kurze Zeit später kam Heiler Carlisle mit einem Lächeln zu Draco. Draco sah das als gutes Zeichen an. Er stand auf und fragte: „Wird sie ihre Hand behalten?", lachte er.

Der ältere Mann sah für einen Moment nachdenklich aus und sagte dann: „Das hoffe ich." Er lächelte Draco an, der nicht verstand. Er deutete Draco, sie wieder zu setzen. „Hermine hat eine Krankheit, die viele Muggel und Muggelgeborene beeinträchtigt. Die meisten Zauberer bekommen diese Krankheit nicht, weil sie normalerweise genetisch verursacht wird. Die meisten Zauberer sind dagegen immun."

Draco hatte das Gefühl, als müsse er knurren, doch stattdessen sagte er: „Fahren sie fort."HaH Er war bereist unglücklich. Seine Frau hatte eine KRANKHEIT!

Der Heiler sagte: „Sie hat eine Krankheit, die Typ-1-Diabetes genannt wird. Das ist eine Krankheit, bei der die Glukoselevel im Blut höher als normal sind. Das Meiste von dem, was wir essen, wird in Glukose oder Zucker umgewandelt, damit unsere Körper funktionieren kann und um uns Energie zu geben. Die Bauchspeicheldrüse, die ein Organ in der Nähe des Bauches ist, erzeugt ein Hormon namens Insulin, das dabei hilft, die Glukose in die Zellen unseres Körpers zu bekommen - im Grund genommen, damit wir leben können. Wenn jemand Diabetes hat, produziert der Körper nicht genug Insulin oder kann das Insulin nicht so nutzen, wie er es sollte, wodurch dann der Zuckergehalt im Blut steigt."

„Was bedeutet das?", fragte Draco.

„Das bedeutet, dass sie im Moment sehr krank ist, aber das ist etwas, was man in den Griff bekommen kann."

„Sie meinen, es kann geheilt werden", drängte Draco.

„Ich meine, in den Griff bekommen. Sie hat Typ-1-Diabetes, die auch insulinabhängige Diabetes heißt. Es wird vermutet, dass die Krankheit bei Leuten, die genetisch mit Diabetes vorbelastet sind, durch einen Umwelteinfluss ausgelöst wird, wie zum Beispiel durch einen unbekannten Virus, der das Immunsystem anregt, die Zellen in der Bauchspeicheldrüse anzugreifen, die Insulin produzieren. Hermine ist vorbelastet. Ihr Großvater hatte Typ-1-Diabetes."

„Aber sie wird nicht sterben, richtig?", fragte Draco.

„Viele Leute sterben jedes Jahr an dieser Krankheit, aber wenn sie weiterhin einen gesunden Lebenswandel führt, jeden Tag ihren Zuckerwert überprüft und ihre Medizin nimmt, sollte sie gut mit der Krankheit umgehen können", antwortete er. Er stand auf und sagte: „Sie nimmt die Neuigkeiten nicht sehr gut auf. Aus irgendeinem Grund denkt sie, dass die Krankheit sie schwach macht. Sie ist zum Schießen. Ich kenne sie schon lange und sie denkt nur dann, dass eine Krankheit ein Zeichen von Schwäche ist, wenn es sie selbst betrifft und nicht andere. Albern, nicht wahr?" Er schüttelte Dracos Hand und Draco verstand, was der Mann zu sagen versuchte.

Er musste für seine Frau stark sein. Er konnte nicht mehr wegen so albernen Sachen wie Blut umkippen. Er konnte nicht mehr schreien, wenn ein Poster auftauchte. Zusätzlich konnte er nicht mehr damit drohen, einen Mann umzubringen, weil dieser Mann schlimme Dinge über sie gesagt hatte. Innerhalb einer Sekunde wurde Draco Malfoy endlich erwachsen. Ein Mann. Dank Hermine Granger Malfoy, ohne Bindestrich.

Hermine kam aus dem Zimmer und trug eine kleine Tasche.

„Was ist das?", fragte er. „in Geschenk für mich?"

„Nein, das ist etwas, was ich für meine Krankheit brauche", sagte sie langsam.

„Also das ist nicht fair. Sie geben dir ein Geschenk und mir nicht? Wissen die, dass ich der Ehemann von Hermine Granger Malfoy bin? Vielleicht sollten wir ihnen das gleich sagen."

Sie musste Lächeln und sagte: „Ich denke, ihnen ist diese kleine Tatsache bewusst."

Er nahm ihre Hand und sagte: „Wir haben einen großen Tag geplant."

„Hat Joseph dir alles erklärt?", fragte sie.

„Das hat er ganz sicher", erwiderte er. Er nahm ihr die Tasche ab. „Warum apparierst du uns nicht zurück? Ich bin ein bisschen müde und du bist die Stärkere von uns beiden, nicht wahr?" Draco wusste keinen anderen Weg als stark zu sein, indem er zugab, dass er schwach war. Verrückt. Aber wahr.

Sie schenkte ihm ein halbes Lächeln und sagte: „Also, lass uns zurück zum Manor gehen. Ich für meinen Teil, kann nicht länger ohne Frühstück. Ich muss anfangen aufzupassen, was ich von jetzt an esse und ich muss gut auf mich achten."

„Ich werde mich um dich und mich kümmern, altes Mädchen. Abgesehen davon musst du jetzt besser essen, was bedeutet, dass du lernen müsstest, ein wenig besser zu kochen", sagte er.

Sie runzelte die Stirn. „Ich bin eine gute Köchin", sagte sie.

„HA!", erwiderte er. „Du machst dir was vor. Du kennst nicht einmal den Unterschied zwischen Florentiner Eiern und Eiern Benedikt, Süße. Nein, ich denke, ich werde deinen Vater um ein bisschen Kochunterricht bitten. Überlass das am Besten mir. Ich denke nicht, man sollte dir noch einmal mit einem Messer trauen." Er lächelte und küsste sie auf die Wange. Er zog sie fest in seine Arme und flüsterte ihr ins Ohr: „Es tut mir wirklich so, so leid, dass ich die Verletzung verursacht habe, Hermine. Kannst du mir vergeben?"

Sie drückte ihn von sich weg, so wie sie es vorhin gemacht hatte, als sie sich über das Poster gestritten hatten. „Du dummer Mann!", schimpfte sie. „Wenn du nicht Schuld daran gehabt hättest, dass ich mir in die Hand geschnitten habe, hätten wir von meiner Krankheit nichts gemerkt, bis es zu spät gewesen wäre. Du hast mein Leben gerettet, Draco." Tränen traten in ihre Augen. „Du hast mir mein Leben auf so viele, viele Arten gerettet, mein kleiner Reinblüter-Fiesling."

„Lass mich weiter die Spitznamen erfinden, Granger." Er umarmte sie wieder und lächelte, weil er ihr Leben gerettet hatte und sie seines. Vielleicht waren sie doch für einander bestimmt.