Disclaimer: Nichts davon gehört mir, alle Charaktere gehören Stephenie Meyer. Ich borge sie mir nur kurz mal aus. Es wird keinerlei Geld damit verdient.

Bella POV

„Au." Ruf ich, als Emmett früh auf unser Bett springt. Ich schaffe es gerade so meine Augen zu öffnen, um zu sehen wie Emmett und Edward auf dem Bett springen und mich verwundert anschauen. Wie kommt Emmett eigentlich in unser Zimmer?

Wenig später öffnet sich die Tür wieder und Carlisle kommt in den Raum.

„Alles in Ordnung?" Fragt er.

„Wie spät ist es?" Ich habe das Gefühl, dass ich nur ein oder zwei Stunden geschlafen habe.

„7 Uhr." Antwortet mir Edward. „Was tut dir weh?"

„Irgendwie alles, ich habe nur Muskelkater." Sage ich, bevor sich die drei anwesenden noch mehr beunruhigen.

„Ach wenn es nichts anderes ist. Was machen wir heute?" Fragt Emmett und springt wieder auf das Bett, so dass ich mich vorkomme wie auf einen Trampolin. Ich greife nach Edwards Kissen und werfe damit nach ihm.

„Kissenschlacht? Das ist cool." Und bevor ich mich versehe attackiert er mich mit dem Kissen. „Komm, sag schon, was hast du für heute geplant."

„Ich würde vorschlagen, nimm ein Bad bevor hier losgeht heute. Wärme sorgt dafür, dass die Muskulatur besser durchblutet wird und bestell ihr einen Kirschsaft zum Frühstück." Sagt Carlisle und geht wieder.

„Wie kommt ihr eigentliche alle in unser Zimmer?" Frage ich.

„Ich hab mir heute früh einen Schlüssel geben lassen. Ich nehme an genauso wie Carlisle." Sagt Emmett. „Du bestell Frühstück Edward, ich lass das Wasser ein."

Mit einem Sprung ist Emmett wieder aus dem Bett.

„Ich komme mir vor als ob ich einen Marathon gelaufen wäre."

„Wasser läuft. So jetzt sag schon was hast du geplant."

„Emmett, wenn du weiter so nervst, ..."

„Was dann?"

„Dann geh ich mit dir in eine Spielhalle aber du darfst kein einzigstes Spiel machen darin."

„Das ist gemein." Sagt er und schmollt dabei. Ich kann nicht widerstehen und fange an zu lachen.

„Edward sie ist gemein, sie lacht mich aus."

Edward schüttelt nur amüsiert den Kopf. „Schau lieber nach dem Wasser." Sagt er zu ihm.

„Wird gemacht, Chef."

Ich werfe die Decke zurück und quäle mich aus dem Bett.

„Bella kannst du nach der Wassertemperatur schauen, ob es dir zu kalt oder zu heiß ist." Ruft mich Emmett ins Bad. Ich komme mir vor als ob ich auf rohen Eiern laufen würde.

„Ist da auch Wasser drin oder nur Schaum?" Frage ich ihn, als ich die Wanne sehe.

Er zieht wieder einen Schmollmund. „Damit kommst du bei mir nicht weit." Sage ich ihm. Ich greife in den Schaum und wie ein Wunder finde ich auch das Wasser darunter.

„Etwas mehr heißes Wasser." Sage ich. Emmett dreht das kalte Wasser ab und lässt nur noch heißes einlaufen.

„Perfekt." Ich warte darauf dass Emmett das Bad verlässt. Doch er bleibt sitzen und schaut mich fragend an.

„Emmett?"

„Bella?"

„Emmett?"

„Ja, Bella?"

Ich höre es aus dem anderen Zimmer lachen.

„Ich möchte baden."

„Ich möchte wissen, was du für heute geplant hast." Und um seine Aussage zu bekräftigen setzt er sich auf die geschlossene Toilette.

„Wenn du nicht sofort gehst, dann beschließe ich den restlichen Tag hier zu verbringen." Er schaut sich für einen Moment um.

„Okay, ich gebe mich geschlagen." Er steht auf und geht and der Tür dreht er sich nochmals um. „Verrätst du mir wo wir hingehen?"

„Wenn du behilflich sein willst, dann kannst du aus dem Foyer Flyer holen für Capilano Suspension Brigde, UCB Museum of Anthropology, Science World, Vancouver Museum und Maritime Museum."

„Bin schon unterwegs." Erst nachdem ich gehört habe wie sich die Zimmertür schließt, entkleide ich mich und lege mich das warme Wasser.

Ich höre, wie der Zimmerservice das Frühstück für mich bringt, kurz darauf öffnet sich die Tür.

„Ich hab die Flyer."

„Emmett, du kannst nicht einfach so ins Bad marschieren?"

„Wieso nicht, mach ich bei Alice doch auch."

„Bella ist aber nicht Alice, Emmett." Warnt Edward erneut.

Ich betrachte mich, dank der Riesenschaumenge sieht man von meinen Körper nichts.

„Wenn du mich schon stören musst, dann bring den Kirschsaft mit." Rufe ich.

„Hast du gehört." Sagt Emmett triumphierend.

Die Zimmertür öffnet sich langsam, Edward blinzelt unsicher herein.

„Hast du eigentlich Wasser da drin?" Fragt er lachend.

„Irgendwo schon, nass bin ich auf jeden Fall."

„Lass' mich durch Edward." Emmett zwängt sich an Edward vorbei und setzt sich auf die Toilette. Was irgendwie ein sehr merkwürdiges Bild in meinen Augen ist.

„Und wo ist mein Saft?"

Im Nu ist Edward mit meinem Getränk da und stellt es auf den Wannenrand.

„Bis du sicher?"

„Ich rufe wenn ich Hilfe brauche." Verspreche ich ihm. Er verlässt kopfschüttelnd das Bad.

„Lies vor." Fordere ich Emmett auf.

„Und was?"

„Na was wohl, was in den Flyern steht."

„Capilano Suspension Bridge – Schwankende knapp 140 m lange Hängebrücke über einen 70 m tiefen Canyon. „Science World – der gläserne Ball am Ostende des False Creek ist eines der letzten Überbleibsel der Expo ´86. Heute ist darin ein großes Technikmuseum untergebracht, das auch eine eigene Abteilung, für Kinder und eindrucksvolle Filme auf einer riesigen Rundumleinwand bietet…" Fängt er an, nach und nach liest er mir alle Beschreibungen durch. Ich versuche auf seine Stimme zu achten, spricht er irgendwo genervt, doch seine Stimme bleibt voller Aufregung und Vorfreude. „Fertig. Und was machen wir nun."

„Jetzt muss ich überlegen." Ich greife nach meinen Saft und trinke ihn langsam und genüsslich.

„Wenn das Zeug nicht so stinken würde, dann könnte man fast…"

„Wenn du den Satz zu Ende sprichst, dann verspreche ich dir dass ich den restlichen Tag in der Wanne bleiben werde und du mir vorlesen musst."

„Okay, okay, ich gebe mich geschlagen." Er steht von der Toilette auf. „Willst du noch einen Saft haben?" Fragt er mich und nimmt das leere Glas mit.

„Nein, danke."

Er verlässt endlich den Raum. Ich genieße noch ein paar Minuten das warme Wasser bevor es mir zu kalt wird. Allerdings muss ich trotzdem kurz in die Dusche springen, der Schaum ist überall.

Danach stehe ich allerdings vor einen neuen Problem ich habe mir keine Wäsche zum wechseln mit ins Badezimmer gebracht. Ich wickle das Handtuch um meinen Körper und gehe in das Zimmer. Edward schaut mich von oben bis unten an und wenn er es könnte, würde er gewiss rot werden. Emmett liegt auf dem Bett, er schaut nur kurz hoch und widmet sich dann wieder den Flyern.

„Emmett." Brummt er schließlich. Will ich wissen was dieser gedacht hat, ich denke eher nicht. Ich nehme meine Sachen und gehe erneut ins Bad im mich anzuziehen.

„Und wo gehen wir hin?" Fragt Emmett als ich wieder herauskomme.

„Jetzt gehe ich frühstücken." Ich setze mich demonstrativ langsam an den kleinen Tisch und suche mir aus dem reichhaltigen Angebot das Beste heraus. Wobei ich auf beide Tabletts zurückgreife, so dass es aussieht, als ob Edward auch davon gegessen hätte. Währendessen versuche ich Emmett und seine Frage zu ignorieren.

„Dein Bett ist schön warm." Wechselt er so plötzlich das Thema, dass ich lachen muss. „Das gefällt mir."

Er legt sich komplett hinein und deckt sich mit der Decke zu.

„Aber nicht einschlafen."

„Mmhhhmmm. Und was machen wir heute." Ich schüttle den Kopf.

Nachdem ich nach Emmetts Meinung endlich mit den Essen fertig bin. Gehe ich zu meinem Bett. Ich hoffe dass die Decke mich vor einen zu harten Zusammenstoß mit Emmett schützt als ich auf seine Beine springe.

„Das gefällt mir noch mehr." Ich schaffe es gerade so meinen Impuls zu kontrollieren um in nicht zu schlagen. Er setzt sich auf. „Und wo gehen wir hin?" Ich nehme mir die Flyer und halte ihn meine Wahl hin.

„Super." Er springt auf wobei er mich in seinen Armen hält, bevor er das Zimmer verlässt übergibt er mich in Edwards Arme.

„Du hast jemand mit deiner Wahl, sehr glücklich gemacht."

„Hab ich das?"

„Rosalie meint, diese Wahl war ein sehr großer Fehler."

„Wirklich?" Frage ich unsicher.

„Du wirst es sehen. Carlisle wird euch dorthin bringen."

„Braucht er nicht." Sagt Emmett als er fertig angezogen wieder in unser Zimmer kommt. „Wir können mir der SkyTrain fahren. Wir fahren zu Science World, Science World." Fängt er beinahe an zu singen.

„Was habe ich getan?" Frage ich mich und lege meinen Kopf gegen Edwards Schultern.

„Und wenn ihr mit eurer Schmuserei fertig seit, dann können wir fahren zu Science World."

„Aber nur wenn du aufhörst zu singen."

Ich lasse mir von Edward noch einen Kuss geben, bevor er mich auf meine Füße stellt. Ich ziehe meine Schuhe an, greife nach der Jacke und meiner Tasche.

„Bist du fertig."

Ich verdrehe nur die Augen.

„Bis später." Verabschiedet mich Edward.

Ich gehe nochmals zu ihm und hole mir noch einen Kuss ab, dann folge ich Emmett, der schon ungeduldig am Fahrstuhl wartet.

Wir laufen zum Bahnhof, wo der SkyTrain losfährt. Im Kartenbereich werde ich von einem Obdachlosen angesprochen, er will mir für 2 Dollar sein Ticket verkaufen. Ich schüttle mit dem Kopf.

„Lady." Versucht er es erneut.

„Sie sehen, doch, dass sie nicht will." Sagt Emmett und stellt sich dabei zwischen mir und diesen Typ. „Komm Bella. Lass uns gehen." Er legt seinen Arm über meinen Schultern und führt mich weg. Ich weiß nicht warum, aber dieser Typ hat mir einen Schrecken eingejagt.

Die Fahrt mit der Bahn ist schön, man kann mehr von der Stadt sehen als mit dem Auto.

Als ich an Science World, den Eintritt bezahlen will, hält er meine Hände fest.

„Ich zahle." Sagt er beinahe ernst. Ich will keine Diskussion anfangen und lasse ihn.

Wie betreten diese riesige Kuppel und ich merke schnell, was Rosalie und Edward gemeint haben, sobald es irgendwo etwas zum ausprobieren gibt, ist Emmett zur Stelle, was natürlich die Blicke der anderen auf uns lenkt. Doch Emmett scheint dies egal zu sein und ich lasse mich irgendwie von seinem Enthusiasmus anstecken.

„Kurz vor 11 Uhr, willst du dir den Film über die Biber auf der Großleinwandanschauen?"

„Können wir." Zusammen gehen wir zum OmniMax Theatre und lassen uns für etwas mehr als 30 Minuten berieseln.

Als wir herauskommen, kann ich mir ein, „Hast du Biber auch schon mal probiert." Nicht verkneifen.

„Stand bisher nicht auf meinen Speiseplan." Sagt er, als er dann jedoch auf die Spielecke für die ganz Kleinen zusteuert, bleib ich stehen.

„Emmett das ist für 2 bis 6 jährige." Sage ich.

„Du bis 2 und ich 6, passt doch." Doch dieses Mal hält er sich zurück und schaut lieber den Kleinen beim Spielen zu.

„Willst du dir den Film über die Säbelzahntiger anschauen, der im Science Theatre läuft."

„Klar doch." Wir schauen uns auch gemeinsam diesen Film an.

„Ich denke, das wäre mal eine Herausforderung gewesen." Sagt er schließlich. „Der hätte bestimmt gut geschmeckt."

„Besser als Grizzly?" Frage ich.

„Grizzly kommt den Menschen irgendwie am nächsten. Edward bevorzugt zwar Puma, aber Pumas sind reine Fleischfresser, während Grizzly-Bären doch abwechslungsreicher fressen und das schmeckt man auch."

„Ich dachte, es liegt nur an der Herausforderung es zu jagen."

„Beides stellt keine wirkliche Herausforderung da." Sagt er. „Aber so ein Säbelzahntiger, das wäre es gewesen."

Wir gehen langsam weiter zu der Ausstellung BodyWorlds.

„Mich wundert dass die Amerikaner hier noch nicht Amokgelaufen sind. Es sind nackte Menschen zu sehen." Sagt er zu mir.

„Ich denke wir sind wieder am Eingang angekommen." Sage ich.

„Schon, das ging aber schnell. Hat es dir gefallen?" Fragt er.

„Es war interessant, irgendwie anders als ich es mir ehrlich gesagt vorgestellt habe."

„Bist du enttäuscht."

„Nein, manchmal hat man ein gewisses Bild vor Augen, wenn man etwas sieht und diese Kugel…, aber es war doch eher wie ein großer Spielplatz. Es war interessant, vieles auch mal ausprobieren zu können."

Wir verlassen das Gebäude.

„Können wir uns noch ein paar Minuten ans Wasser setzen?" Frage ich.

„Klar. Uns drängt nichts." Sagt er. Wir setzen uns auf eine Bank und ich schaue mir die Stadt an.

„Alles in Ordnung?" Fragt er.

Ich bin für einige Sekunden sentimental. „Es ist so schön hier. Ich weiß nicht, es gibt soviel in der Welt zu sehen und ich habe erst so wenig gesehen."

„Ich verstehe dich. Es gibt Orte die mich interessieren würde. Australien, zum Beispiel, aber durch das Klima dort, ist es sehr, sehr schwer für uns hinzureisen. Ja wir leben ewig, doch durch unser Aussehen und unsere Haut sind wir sehr beschränkt wo wir hinreisen können. Deswegen musst du dir bei dieser Entscheidung sicher sein, es gibt kein zurück mehr."

„Danke, für deine ehrlichen Worte." Sage ich und zum ersten Mal merke ich, dass Emmett auch nachdenklich und zurückhaltend sein kann.

Doch die Ruhe wird durch das Läuten von Emmetts Handy unterbrochen.

„Rose?" Fragt er nach.

„Okay, wir treffen euch dann dort." Sagt er und legt auf. „Die anderen sind noch mal zum Pacific Centre gegangen, wir sollen sie dann dort treffen." Auf so eine Idee können auch nur Vampire kommen, wie sollen sich normale Leute in einer Mall treffen die sich über drei Straßenblöcke hinweg zieht.

Wir bleiben noch einige Minuten sitzen bis wir wieder aufstehen und zur Zugstation laufen.

„Ich hole die Fahrkarten." Sagt Emmett, während ich langsam die Stufen zur Plattform laufe. Auf halben Weg kommt mir wieder dieser Mann von heute früh entgegen. Er jagt mir aus irgendeinem Grund Angst ein, er erinnert mich an die Leute in Port Angeles. Deswegen drehe ich mich auch um und laufe zurück zu Emmett.

„Schöne Lady, nicht so schnell." Lallt er, angetrunken.

„Emmett." Rufe ich leise. Ich weiß, dass er mich hören kann. Ich habe gerade die untereste Stufe erreicht als der Mann nach meiner Tasche greift. Im gleichen Moment höre ich ein Knurren, dass mir das Blut in den Adern erfrieren lassen würde, würde ich die Quelle nicht kennen würde.

„Lassen sie Bella in Ruhe." Sagt er zu ihm.

„Bella, Bella, was für ein schöner Name." Lallt er.

„Kann ich ihnen helfen?" Fragen zwei Wachmänner, die die Situation beobachtet hatten.

„Der Mann belästigt uns." Sagt Emmett. „Außerdem hat er nach der Tasche gegriffen."

„Ich belästige niemand." Lallt er wieder.

„Verlassen sie sofort das Gelände." Sagt der Wachmann zu dem Mann und nimmt ihn an den Arm.

Der zweite Wachmann dreht sich zu uns, „Es tut mir sehr leid für diese Unannehmlichkeit. Ich wünsche ihnen noch einen guten Tag und hoffe, dass sie trotzdem weiterhin mit unser Zügen fahren werden."

„Danke." Sage ich, er wendet sich von uns ab und folgt dann seinen Kollegen.

Ich stehe wir angewurzelt da, Emmett schaut mich für einen Moment an, danach legt er seine Arme um mich und drückt mich an sich. Erst jetzt merke ich, wie meine Beine zittern. Emmett legt sein Kinn auf meinem Kopf und hält mich einfach.

„Danke." Sage ich auch zu ihm, er lässt mich wieder los.

„Besser?" Fragt er besorgt.

Ich vertrau meiner Stimme noch nicht ganz und nicke nur. Auf den Weg nach oben zum Bahnsteig, legt er wieder seinen Arm um meine Schultern, ich fühle mich sicherer.

Wir müssen nur wenige Augenblicke warten bis der Zug einfährt und wir einsteigen können.

„Hast du Hunger?" Fragt er mich im Zug.

„Etwas." Antworte ich ihm.

Da die Fahrt nur wenige Minuten dauert sind wir schnell am Ziel. Er führt mich heraus aus dem Bahnhof und wie laufen die Water Street entlang bis wir zu einen kleinen italienischen Bistro kommen, eine Servicekraft bringt uns zu einem Tisch.

„Was darf ich zu trinken bringen?" Werden wir gefragt, während uns die Karten gereicht werden.

„Ginger Ale." Sage ich und Emmett bestellt sich für sich ein Wasser.

Dieses Mal habe ich mich schnell entschieden und nehme eine Pasta mir Pilzen.

„Haben sie schon gewählt?" Fragt die Kellnerin als sie uns die Getränke bringt.

„Ich hätte gern die Nummer 14." Sage ich.

„Für mich nichts, ich bin auf einer sehr speziellen Diät von meinen Arzt gesetzt wurden." Sagt Emmett. Irgendwie kommen mir diese Worte bekannt vor.

„Was grinst du so?" Fragt er mich als wir wieder allein am Tisch sind.

„Das waren Edwards Worte bei unserem ersten Date, wie ich es gerne bezeichne." Antworte ich ihm.

„Ich weiß, dass Jasper und Edward vorgestern mit dir Essen waren, nur ich will Rosalie nicht schon wieder auf die Palme bringen."

„Ich verstehe. Ich bin schon froh, dass ihr mich überhaupt begleitet."

Es dauert nicht lange bis mein Essen kommt.

„Kann ich noch einen Ginger Ale haben?" Frage ich gleich mit.

„Selbstverständlich."

Emmett schaut mir beim Essen gespannt zu, es scheint jeden der Cullens zu faszinieren, wie ich esse und mittlerweile stört es mich auch nicht mehr.

Das Essen schmeckt und noch bevor ich was sagen kann, hat Emmett für mich bezahlt.

„Warum hat mir Carlisle Geld gegeben, wenn ihr mir alles bezahlt?" Frage ich.

Er zuckt nur mit den Schultern. Dann laufen wir zurück zum Einkaufszentrum. Ich hab das Gefühl, Emmett weiß wohin wir müssen, denn wir laufen auf der Straße außen entlang und nicht durch das Gewühle.

„Ich bräuchte mal deine Hilfe." Sagt er schließlich. „Ich würde Rosalie gerne ein paar Ohrringe kaufen."

Wir gehen zu dem Juwelier, wo mir gestern schon das eine Schmuckstück in der Auslage aufgefallen ist. Der Verkäufer betrachtet uns argwöhnisch.

„Siehst du irgendetwas?"

Hier haben sie nicht nur das Armband, was ich gestern gesehen habe, sondern auch eine passende Kette, Ring, Ohrring dazu.

„Mir würde dies gefallen." Sage ich und deute auf die Sachen. „Obwohl, für Rosalie vielleicht etwas zu filigran ist. Ich würde mir vorstellen, dass ihr diese etwas auffälligeren Ohrringe mehr zusagen würden." Sage ich zu ihm. Meine Augen wandern zurück auf das komplette Set.

„Mist. Ich denke, ich habe Alice gerade draußen gesehen. Kannst du sie für einen Augenblick noch ablenken?" Fragt Emmett mich.

„Ich versuche es." Und verlasse das Geschäft. Doch ich kann keinen der anderen Cullens sehen. Aber meine Augen sind auch viel schlechter als die von den Vampiren. Ich laufe einige Schritte, in dem Nachbargeschäft fällt mir eine hellblaue Bluse in die Augen. Ich schaue mich mehrmals um, doch noch immer kann niemanden sehen.

„Und?" Fragt mich Emmett.

„Ich hab niemanden gesehen. Obwohl bei meinen Augen."

„Ich war mir sicher, dass es Alice war. Aber bei den vielen Geschäften, wer weiß wo sie hin sind."

„Haben wir noch kurz Zeit. Ich würde mir gern diese Bluse anprobieren." Sage ich und Emmett folgt mir in das Geschäft.

Ich probiere die Bluse an, sie sitzt perfekt.

„Zeig' dich." Ruft mir Emmett zu.

Ich verlasse die Umkleidekabine und drehe mich einmal um meine eigene Achse vor ihm.

„Perfekt." Sagt er. Nachdem ich mich wieder umgezogen habe, laufe ich noch einmal durch das Geschäft und ich finde auch noch ein passendes Top dazu. Emmett steht schon an der Kasse. Ich lege die beiden Sachen hin und Emmett reicht den Kassierer seine Kreditkarte.

„Nein." Sage ich laut.

„Was?" Fragt der Kassierer.

„Nichts, beachten sie sie nicht." Sagt Emmett und ich kann nur wieder mit den Augenrollen.

Der Kassierer lacht nur und rechnet ab. Er packt die beiden Sachen in eine Tüte, danach verlassen wir das Geschäft.

„Da seht ihr ja." Werden wir von Alice begrüßt.

„Und wie war es mit dem Riesenbaby?" Fragt mich Rosalie.

„Es war toll, bis auf die Sache mit diesen Besoffenen."

„Welcher Besoffene?" Will Edward sofort wissen.

Ich nehme an Emmett teilt Edward die ganze Geschichte in seinen Gedanken mit, denn ich kann ein leises Knurren von ihm hören.

„Was wollen wir jetzt machen?" Fragt Esme.

„Weitershoppen?" Schlägt Alice vor.

„Emmett hat mich auf eine Idee gebracht, wir könnten mit dem Seabus und dem Bus zur Capilano Suspension Bridge fahren. Es ist etwas was Bella gern sehen möchte." Sagt Carlisle.

„Nein." Kommt es synchron von Alice und Rosalie.

„Es zwingt euch keiner."

„Siehst du, ich hatte recht, wir sollten Emmett kastrieren für diese Idee." Sagt Alice.

„Es war aber nicht meine…" Verteidigt sich Emmett.

„Du bist als erstes mit dem Zug gefahren und hast damit die Idee in Carlisle Kopf gepflanzt." Sagt Alice.

„Du schläfst heute nicht in meinem Zimmer." Sagt Rosalie.

„Bella hast du noch einen Platz in deinem Bett?" Fragt er mich.

„Dann lasst uns gehen." Sagt Carlisle und unterbindet damit jegliche weitere Diskussion.

Ich nehme Edwards Hand und Hand in Hand laufen zurück zum Busterminal.

„Habt ihr euch schon überlegt ob ihr heute Abend mitgehen wollt zur Symphonie?" Fragt Esme.

„Mir wird es langsam etwas zuviel an Menschen." Sagt Jasper ehrlich.

„Ich verstehe und ihr Rose, Emmett."

„Ich wollte eigentlich mit Alice noch mal ins Westend und tanzen gehen." Sagt Rosalie und schaut Emmett dabei gar nicht an.

„Ich komm mit." Sagt Emmett und ignoriert Rosalie bei seiner Antwort.

„Ich denke wir werden mitkommen." Sagt Edward für uns beide.

Am Terminal angekommen, schaue ich zu wie einer dieser SeaBuses anlegt und die Menschen aussteigen. Danach werden die Türen auf unserer Seite geöffnet. Alle Touristen wollen natürlich in die erste Reihe. Ich weiß nicht wie, aber Emmett hat geschafft zwei Plätze frei zu halten. Ich setzte mich zusammen mit Edward neben ihn. Die Anderen sitzen einige Reihen hinter uns. Es ist spannend zuzusehen wie die Berge der North Shore Mountains und North Vancouver immer näher kommen und dabei immer größer werden. Die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten. Im Busterminal steigen wir dann in einen Bus ein, der direkt bei Capilano Suspension Bridge halten wird. Demonstrativ setzen sich Alice und Rosalie nebeneinander und versuchen nicht aus dem Fenster zu schauen und die Gegend zu genießen. Aber wenn nun sie schmollen wollen, dann sollen sie es. Ich auf jeden Falle genieße die Aussicht.

„Wie kommt es, dass ihr nichts gekauft habt?" Frage ich irgendwann.

„Wer sagt, dass wir nichts gekauft haben?" Fragt Alice zurück.

„Keine Taschen."

„Kein Platz." Antwortet Alice.

„Dafür dass du aber keinen Platz hast, hast du aber sehr viel eingekauft." Sagt Jasper.

„Denk an die Regel, Alice. Alles muss in deine Tasche."

„Ich hab schon verstanden." Brummt sie. „Ihr seit gemein."

„Wir haben alles direkt zum Hotel bringen lassen." Erklärt schließlich Esme. Ich komme mir mit meinen Beutel im Moment etwas unbeholfen vor. Er stört irgendwie. Es ist Edward der ihn mir schließlich abnimmt und die Sachen vorsichtig zusammenrollt und in seinen Rucksack steckt. Dafür reicht er mir eine Wasserflasche.

„Fairer Tausch."

Der Busfahrer sagt schließlich dass die nächste Station Capilano Suspension Bridge ist und wir steigen aus.

Der Eingang zu dem Park ist nur wenige Meter die Straße hinunter. Und ich versuche mich erst gar nicht aufzuregen als mir der Eintritt bezahlt wird.

„Will jemand?" Fragt Emmett und reicht Zettel herum.

„Es gibt verschiedene Stationen im Park, wo du dir einen Stempel auf diesen Zettel machen lassen kannst und wenn du alle Stempel hast, dann bekommst du eine Urkunde. Darauf steht: Ich habe es geschafft. Allerdings bekommt man einige der Stempel nur, wenn man über die Brücke gegangen ist." Erklärt er mir.

„Und du kannst mit diesen Urkunden bald einen Handel aufmachen." Sagt Rosalie und es tut doch einen kleinen Stich, wenn man hört, dass sie schon mehrmals da waren und sie nur wegen mir nochmals hier her gekommen sind und es eigentlich gar nicht wirklich wollen.

„Aber Jasper hat noch keinen." Sagt Emmett.

„Es sind nicht alle so wie du, die jedes Mal hierher kommen müssen, wenn wir in Vancouver sind. Und ich nehme an du warst am Mittwoch schon hier oder?"

Emmett antwortet nicht. „Diese Brücke wir doch in "The Crow" verwendet als Schaukulisse."

„Und nur weil du diese Serie magst, musst du dir die Brücke immer wieder anschauen."

Die beiden diskutieren noch miteinander während ich zugehe. Die Brücke ist nicht weit vom Eingang entfernt. Und sie ist definitiv beeindruckend.

„Komm' lass uns drüber gehen." Sagt Emmett und greif nach meiner Hand. Nur bin ich mir nicht so sicher ob dies eine gute Idee ist. Die Brücke ist verdammt hoch und sie schwingt frei.

„Keine Angst, da kann nichts passieren." Sagt Jasper, der vermutlich meine Angst gespürt haben muss.

„Ihr würdet wahrscheinlich einen Absturz aus dieser Höhe überleben." Sage ich.

„Sie würden so etwas nie als Touristenattraktion zulassen, wenn Gefahr bestehen würde." Ich lasse mich von Jasper auf die Brücke führen. Edward läuft dich hinter mir. Gemeinsam überqueren wir die Brücke.

„Wow. Das ist unbeschreiblich." Erst jetzt bemerke ich, dass ich mit den drei Jungs alleine bin, die anderen sind auf der anderen Seite geblieben.

„Sag ich doch." Behauptet Emmett. „Und nun lass uns Stempel holen." Zusammen gehen wir und machen uns den Stempel auf die Zettel. Wir laufen eine Weile über Wege durch den Park. Die Aussichtsplattformen erlauben einen wunderbaren Ausblick auf die Brücke. Allerdings bei dem Gedanken, dass ich erneut darüber laufen muss, wird mir doch etwas flau im Magen. Es ist wieder Jasper der seine Kamera als erstes heraus holt und eine Aufnahme nach der anderen macht.

„Es ist schön hier." Sage ich.

„Dann lass uns doch noch ein Stück gehen." Sagt Edward und wir folgen einen kleinen Rundweg im Park, der uns vorbei an einen kleinen Teich und den verschiedenen Bäumen dieser Region bringt. Unser Rundgang endet wieder an der Brücke. Zögerlich betrete ich sie. Ich laufe bis zur Mitte und halte an.

„Halt mich fest." Sage ich, ich hab keine Ahnung wer hinter mir gelaufen ist, ich habe die ganze Zeit nur starr nach vorn geschaut.

Ich höre ein leises Lachen, bevor Edward mir seinen Arm um die Schulter legt.

„Dreht euch mal um." Ich lasse mich von Edward in die gewünschte Position bringen. Jasper macht einige Fotos. Danach drehe ich mich wieder und riskiere einen Blick von der Brücke hinunter. Schlechte Idee, denke ich mir nur. Doch die Übelkeit verfliegt im Nu, ich weiß wem ich dafür dankbar sein kann.

„Wir sind jetzt 70 m über den Boden." Sagt Edward zu mir.

„Ich komme mir so winzig vor." Antworte ich um und wir laufen weiter. Am Ende warten die anderen 4 Cullens auf uns.

„Auf dieser Seite müssen wir uns auch noch Stempel holen."

„Dann führ den Weg." Sagt Jasper.

„Kann ich mir zuerst noch was zu trinken holen?" Frage ich, da ich meine Flasche bereits geleert habe.

„Geht nur, wir holen dir etwas." Sagt Esme.

Emmett zeigt uns wo die restlichen Stempel versteckt sind und Esme bringt mir einen Becher mit Sprite.

„Das tut gut." Ich setze mich für einen Augenblick auf die Bank und ich bin mir sicher, dass mein Muskelkater morgen noch extremer sein wird.

„Dann lass uns deine Urkunde holen." Sagt Edward als ich den Becher geleert habe.

Der Souvenirladen bietet allerhand an Kitsch in einer Ecke befinden sich dann die Urkunden für die Überquerung der Bridge. Irgendwie bin ich doch stolz auf mich.

„Das Konzert." Fällt mir plötzlich ein.

„Wir müssen nicht gehen, wenn du lieber noch hier bleiben willst." Sagt Esme. Ich merke ihr machen diese Ausflüge als Familie stolz. Es ist ein Leuchten in ihren Augen, das sich nur schwer in Worte beschreiben lässt.

„Ich denke, wir haben dank Emmett alles gesehen." Sage ich.

„Okay, seit ihr alle soweit?" Fragt Carlisle und einer nach den anderen kommt zu uns. Gemeinsam verlassen wir den Park und fahren wieder mit dem Bus und dem SeaBus zum Hotel. Die gesamte Fahrt über diskutieren Alice und Rosalie, wie man nur auf die Idee kommen kann mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren. Ich bin mir sicher dass ich dies noch eine lange Weile anhören darf.

„Wann müssen wir los?" Frage ich.

„Jetzt ist es 18.30 Uhr, das Taxi kommt 19.30 Uhr." Sagt Carlisle.

„Also eine Stunde."

„Genau." Sagt Carlisle, dann geht er und Esme in hier Zimmer.

„Edward können wir beim Zimmerservice noch etwas zum Essen bestellen. Ich habe Hunger , vielleicht Sandwichs oder so was?"

„Klar. Geh duschen und ich lass dir was bringen. Und Alice meint du sollst nachdem duschen und essen zu ihr kommen, sie will dir die Haare und das Make-Up machen."

Ich gehe in die Dusche. Für einige Momente genieße ich einfach das warme Wasser, ich kann spüren wie es Verkrampfungen aus meinen Körper löst. Doch ich weiß, dass mir die Zeit davon läuft, deswegen mache ich alles andere schnell.

Als ich das Bad wieder verlasse, ist auf den kleinen Tisch ein Tablett mit Sandwichs, einen Salat und einer Suppe und ein Glas Wasser. Ich esse schneller als ich eigentlich möchte, das Essen ist gut und ich würde es lieber genießen wollen.

Nachdem ich satt bin, gehe ich erneut ins Bad und wechsle mein Shirt und Jeans mit dem zweiten Kleid das Esme für mich eingepackt hat und gehe danach zu Alice auf das Zimmer.

„Du siehst umwerfend aus, Bella."

„Danke Jasper." Sage ich.

„Alice wartet schon im Bad."

Ich begebe mich in die Höhle des Löwen.

„Setzt dich." Fordert sie mich auf und ich folge.

In Vampirgeschwindigkeit fönt sie meine Haare und fasst sie in einer Hochsteckfrisur zusammen. Danach wedelt sie mir mit zahlreichen Pinseln über das Gesicht bis sie schließlich mit ihrem Werk zufrieden ist.

„So ich hab noch was für dich. Das Kleid ist zu lang für deine Ballerina Schuhe." Sagt sie und führt mich in den Schlafraum. Aus einer ihrer zahlreichen Tüten holt sie ein paar schwarze Schuhe hervor. Mein erster Blick richtet sich auf die Höhe der Absätze aber sie sind noch in einen tolerierbaren Rahmen.

„Ich hoffe sie passen." Sagt Alice.

„Als ob du das nicht wüsstest." Antworte ich ihr und wie schon vermutet sie sitzen perfekt.

„Deine Jacke noch und dann bist du fertig." Ich gehe wieder aus dem Zimmer, Alice und Jasper folgen mir. Im Flur wartet schon Edward, Emmett und Rosalie. Edward reicht mir meine neue schwarze Bolerojacke.

„Bezaubernd." Sagen Emmett und Edward gleichzeitig und ich merke wir mir die Röte ins Gesicht steigt.

„Aber noch fehlt etwas." Sagt Emmett. Ich zieht eine kleine Schachtel aus seiner Jackettasche und hält sie mir hin. „Als Dankeschön, für den schönen Tag heute." Ich nehme die Schachtel, doch bevor ich sie öffnen kann, nimmt er mich in den Arm und drückt mich an sich.

Ich öffne die Schachtel. „Emmett das kann ich…"

„Du schenkst ihr ein paar Ohrringe." Unterbricht Rosalie.

„Ja sie ist mit mir auch zu Science World gegangen." Sagt Emmett.

„Emmett ich kann…" Irgendwie scheint mich hier keiner zu beachten.

„Für ein paar Ohrringe wäre ich auch mit dir gegangen. Du kommst heute nicht mehr auf das Zimmer."

„Bella ist aber auch ohne mit mir gegangen. Alice mach ihr die Ohrringe schon hinein." Unterbricht Emmett. Schneller als ich reagieren kann hat mir Alice die Schachtel aus der Hand genommen. Mit ihren geschwinden Fingern sind die Ohrringe im Nu drin.

„Ihr wartet schon." Sagt Carlisle als er mit Esme sein Zimmer verlässt.

„Du siehst bezaubernd aus." Bella."

„Danke, Carlisle."

„Und für meine beiden bezaubernden Ladies habe ich noch etwas." Carlisle stellt sich zunächst hinter Esme und legt um ihren Hals eine wunderschöne goldene Kette.

Dann stellt er sich hinter mir.

„Nein." Sage ich nur und drehe mich zu ihm. Doch nun habe ich mir meinen Fluchtweg selber versperrt, Emmett steht hinter mir wie eine Wand. Er legt mir eine silberfarbene Kette um. Sie gehört wie die Ohrringe, die mir Emmett geschenkt hat, zu dem Set, was ich bei dem Juwelier gesehen habe.

„Nicht weinen, das ruiniert das Make-Up." Sagt Alice.

„Und was ist mit uns?" Fragt Rosalie.

„Ihr wolltet nicht mit ins Konzert. Wir sollten jetzt gehen."

Ich muss beinahe loslachen, als ich Alice mit offenen Mund da stehen sehe.

Das Taxi wartet schon auf uns, da unser Hotel sehr zentral liegt, dauert es nicht lang, bis wir die Konzerthalle erreicht haben. Auch wenn ich mir im ersten Moment overdressed vorkam, so jetzt komme ich mir irgendwie nicht gut genug vor, die Damen tragen wunderschöne Abendkleider.

„Du bist wunderschön, Bella." Versichert mir Edward. Er hält seinen Arm hin und ich hänge mich bei ihm ein. Wie schon gestern beim Theater haben wir wieder ausgezeichnete Sitzplätze.

Edward flüstert mir während des Konzertes immer wieder zu, welches Musikstück gerade zu hören ist. Das Orchester spielt einfach wundervoll, langsame und schnelle Stücke wechseln sich im perfekten Rhythmus ab.

Und schon wie am Tag zuvor ist alles viel zu schnell zu Ende.

„Das war eine der besten Aufführungen die ich je gehört habe." Sagt Esme.

„Sie war sehr gut, aber ich finde die Aufführung in San Fransisco war besser." Sagt Emmett. Ich schaue ihn nur überrascht an, Emmett kennt sich in klassischer Musik aus.

„Ich finde immer noch London war die beste." Sagt Carlisle.

„Und du Edward, wie fandest du die Aufführung."

„Sie war sehr gut." Ich weiß nicht warum die anderen alle Schmunzeln.

„Wollt ihr noch irgendwo hin?" Fragt Carlisle uns.

„Bella?"

„Darf ich ehrlich sein? Ich bin müde und mir wäre mein Bett am liebsten im Moment."

„Dann lasst uns zum Hotel fahren." Carlisle greift nach seinem Handy und ruft für uns ein Taxi.

Obwohl es relativ frisch geworden ist, lehne ich mich gegen Edward und legt seine Arme um meinen Körper und hält mich einfach fest. Ich könnte im Moment einfach nur die Augen schließen und schlafen.

Ich bin froh als das Taxi kommt und wir uns auf den Heimweg machen.

Ich bin etwas überrascht als Emmett uns auf das Zimmer folgt. „Rosalie hat meine Karte und dem Hotelpersonal an der Rezeption mitgeteilt, dass sie mir keinen Schlüssel für das Zimmer geben sollen. Lasst euch von mir nicht stören." Erklärt er und lässt sich auf den Sessel fallen.

„Wie willst du dich dieses Mal bei Rosalie wieder einschleichen?" Fragt Edward.

Emmett holt aus seinem Jackett eine zweite Schachtel. Er öffnet sie, darin sind die anderen Ohrringe die ich ihm vorgeschlagen habe.

Ich nehme mir meine Bettsachen und verschwinde ins Bad. Zum ersten Mal sehe ich mich mit dem Schmuck. Er ist bezaubernd, aber viel zu teuer für mich. Ich weiß nicht, was sich die beiden Cullens dabei gedacht haben. Ich nehme beides vorsichtig ab und entferne mir dann das Make-Up und die Haarnadeln. Ich mag es wenn meine Haare so wellig auf meine Schultern fallen.

Nachdem ich alles im Bad erledigt habe, gehe ich zum Bett. Edward hat bereits die Decke zurückgeschlagen. Ich fühle mich für einen Moment etwas beobachtet mit Edward und Emmett hier im Raum.

„Nacht Bella." Sagt Emmett. Er sitzt immer noch auf dem Sessel. Edward gibt mir einen Kuss und deckt mich zu. Ich höre noch die ersten Noten von meinem Lied, doch dann bin ich schon eingeschlafen.