A/N: Hi, hier sind wir wieder! Tja, Legolas scheint diesen „Scherz" von Ronny und Co doch ziemlich ernst zu nehmen. Mal sehen, was sich da noch tut!
„Legolas", begann Ronny zitternd. „Halt die Klappe du niedere Kreatur! Ich will kein Wort mehr von dir hören und ich weiß auch schon wie sich das ganz leicht bewerkstelligen lässt!", brüllte der Elb das total verstörte Mädchen an. In zwei Schritten war er bei ihr und packte sie sehr unsanft am Arm. Dann zerrte er sie aus dem Lager hinaus und in den Wald hinein.
Josie, Nova und der Rest der Gefährten wollten dem Wahnsinnselben so schnell wie möglich folgen, doch Legolas hatte schon sein Messer gezogen und drohte damit, Ronny die Kehle durchzusäbeln wenn sie nicht sofort stehen blieben. Aragorn war total geschockt. Er hatte lange Zeit mit Elben zusammengelebt und auch schon den einen oder anderen Wutausbruch Elronds miterlebt, aber so etwas hatte er noch nie gesehen, nicht einmal davon gehört. Er machte sich ernsthafte Sorgen um Ronny, da er dem Elben in diesem Zustand so ziemlich alles zutraute. Auch Boromir hatte Angst um das Mädchen. Er mochte sie wirklich sehr, sehr gern und wollte sie unbedingt aus den Fängen des Ausgerasteten befreien, doch Gimli und die Hobbits hielten ihn zurück.
„Ich würde es nicht darauf ankommen lassen, ob er ihr die Kehle durchschneidet oder nicht!", warnte der Zwerg den Gondorianer. Außerdem war es für eine heldenhafte Rettungsaktion sowieso schon zu spät, da sich der Amok-Elb mit seiner Geisel schon aus dem Staub oder besser gesagt in den Wald aufgemacht hatte. Bedrückt und immer noch sehr erschrocken blickte sich der Rest der Gefährten an. „Was sollen wir jetzt machen?", wollte Josie ängstlich wissen. „Was ist, wenn wir Haldir Bescheid sagen? Er ist doch Legolas' Vorbild und außerdem ist er auch ein Elb. Vielleicht hat er eine Idee wie man Legolas wieder beruhigen könnte!", schlug Nova vor. Aragorn sah sie nachdenklich an. „Das ist eine ausgezeichnete Idee Nova!", sagte er langsam. Dann richtete er sich plötzlich majestätisch auf und forderte seien Mitstreiter auf, ihm bei der Suche nach dem Hauptmann des elbischen Heeres zu helfen. Sie teilten sich in Zweiergruppen auf und begannen den lothlorischen Wald in allen Richtungen zu durchkämmen.
Aragorn und Merry liefen zum Palast von Galadriel. Sie wollten die ehrwürdige Elbin fragen, ob sie ihnen nicht helfen könnte. Die beiden hofften einfach darauf, dass die Herrscherin den kleinen Vorfall vom Vortag in der Zwischenzeit schon ein bisschen vergessen hatte und ihr gutes Herz wieder zum Vorschein kam. Während die beiden darauf warteten, dass Galadriel sie empfing, durchforsteten Nova und Sam einen ziemlich belebten Waldstrich nach dem Retter in der Not. Nova war sich sicher, dass Haldir ihnen helfen konnte. Sie hatte großes Vertrauen zu dem Elben gefasst, was nicht nur auf der vergangenen, heißen Nacht beruhte. Deshalb blieb sie auch ganz ruhig und übertrug ihre Zuversicht auch auf Sam, der zuerst noch ganz verstört gewesen war. Auch Josie und Pippin waren sehr aufgeregt, ja beinahe panisch gewesen, doch die anderen hatten sie soweit beruhigt, dass sie auch bei der Großsuchaktion mithelfen konnten. Sie hatten einen ruhigen Abschnitt bekommen, in dem sie sich auch nicht verlaufen konnten. Aragorn hatte ihnen genau den Weg zu einer Aussichtsplattform erklärt, bei der sie ihr Glück versuchen sollten. Vorsichtig streiften sie durchs Gebüsch und hofften, dass sie diesmal nicht beinahe aufgespießt werden würden. Boromir und Frodo schlichen in der Zwischenzeit vorsichtig in die Richtung, in die Legolas mit Ronny verschwunden war. Sie mussten sehr darauf achten, dass sie kein Geräusch machten. Aragorn hatte es nicht gerne gesehen, dass Boromir Ronny nachschleichen wollte, da es wirklich gefährlich werden konnte, falls der Elb die beiden entdecken würde. Aber sie mussten schließlich wissen, wo sie Haldir hinschicken sollten, wenn sie ihn endlich gefunden hatten.
Endlich hatte Galadriel den Waldläufer und den Hobbit empfangen und sich ihre Sorgen angehört. Nach kurzem Überlegen beschloss sie, dass die beiden nichts für ihre Blamage am Vortag konnten und versicherte ihnen, dass sie sofort nach ihrem Hauptmann suchen lassen werde. Ein wenig erleichtert verließen die beiden den Palast und begannen ebenfalls damit, den Wald zu durchkämmen.
Nova hatte damit angefangen jeden Elben, den sie auf dem Weg trafen nach Haldir zu fragen. Den stattlichen Elben kannte jeder, aber gesehen hatte ihn niemand. Wo konnte er wohl stecken? Total erschöpft und deprimiert ließ sich Sam auf einen Baumstumpf plumpsen. Doch so schnell wollte Nova nicht aufgeben. Sie forderte den Kleinen auf, wieder aufzustehen und weiterzusuchen, doch als sie sah, wie erschöpft der Hobbit war, hatte sie Mitleid mit ihm und ließ ihn ein wenig ausruhen. Es hatte keinen Sinn den Kleinen total auszulaugen, das brachte sie auch nicht weiter. Nachdenklich ließ sie sich neben Sam auf den Boden nieder und dachte an die bisherige Reise. Bis auf Gandalfs Tod war alles fast zu friedvoll und lustig verlaufen (die Orcs sah sie nicht als Problem an, die hatten sie ja viel zu leicht überlistet). Es hatte ja irgendwann irgendwas passieren müssen (die Gefährten hatten sich einfach nicht immer lieb haben können, so wie es im Buch stand, da hatte Tolkien sicher ein bisschen was vertuscht), aber dass es gleich so krass sein musste hätte sie nicht gedacht. Sie wusste, dass Elben sehr friedvolle und geduldige Wesen waren, deshalb hatte sie dieser Ausraster von Legolas zuerst nur total verwirrt. Aber je länger sie darüber nachdachte, umso ängstlicher wurde sie. Niemand hatte einen Elben vorher sooo wütend gesehen. Deshalb konnte auch niemand sagen, was jetzt passieren würde. Vielleicht waren Elben in ihrem tiefsten Inneren zu allem fähig. Was war wenn sich Legolas in ein blutrünstiges Monster verwandeln würde? Sie bekam plötzlich wirklich sehr große Angst um ihre Freundin und scheuchte den kleinen Hobbit neben sich wieder auf und befahl ihm weiter zu suchen.
Die anderen hatten auch nicht viel mehr Glück gehabt als Nova und Sam. Josie und Pippin hatten die Aussichtsplattform zwar unbeschadet gefunden, aber Haldir war nicht dort und die diensthabenden Elben konnten ihnen auch nicht weiterhelfen. Boromir und Frodo hatten Legolas' Spur noch eine Weile verfolgen können, doch anscheinend war der Elb mit der Zeit vorsichtiger geworden und es wurde immer schwerer zu erkennen, in welche Richtung er Ronny verschleppt hatte. Vielleicht hätte Aragorn etwas erkennen können, aber der war in einem ganz anderen Teil des Waldes unterwegs.
Nach einer Weile beschloss Aragorn, dass sie wieder zurück zu Galadriels Palast gehen sollten um zu hören, ob Haldir schon aufgetaucht war. Als sie in Sichtweite des Palastes kamen, stellten sie verwundert fest, dass eine große Ansammlung Elbenkrieger davor wartete. Schnell liefen der Hobbit und der Waldläufer auf die Elben zu. Sie hatten die Krieger noch nicht erreicht, als ihnen schon ihr Anführer entgegen kam. Es war – Haldir. „Den Valar sei Lob und Dank! Haldir! Ich bin soo froh dich zu sehen!", begrüßte der Königliche seinen Freund. „Aragorn, was ist passiert? Galadriel erzählte mir eine verworrene Geschichte von einem durchgedrehten Elben, der Legolas gewesen sein soll. Was ist los?", wollte der Edelelb sofort wissen. Ohne zu Zögern erzählte Aragorn ihm die ganze Geschichte. Als Haldir von Legolas' Wutausbruch hörte, schüttelte er besorgt den Kopf. Merry hatte das natürlich nicht übersehen und sah seine schlimmsten Befürchtungen dadurch bestärkt. Ronny war zwar nie seine beste Freundin gewesen, aber das hatte sie wirklich nicht verdient! Was würde Legolas mit ihr machen?
all: Danke, danke, danke, dass ihr uns bis jetzt die treue gehalten habt, obwohl wir nicht immer ganz pünktlich mit unseren Updates sind! Ich hoffe, ihr vergebt uns und lest und reviewt weiterhin so fleißig! Fühlt euch geknuddelt!
blimmchen: Danke für deine vielen lieben Reviews! Die sind echt sehr aufbauend!! Ich bin ganz hin und weg von der Vorstellung, dass sich jemand den ganzen Tag darauf freut unsere Geschichte zu lesen blimmchenmitgroßenaugenanstarr Und ja: wir haben eigentlich schon vor die Geschichte über alle Teile zu schreiben. Vorausgesetzt, dass euch das noch immer interessiert!
tolka: Dass deine Nachbarn von deinem Lachen geweckt werden ist natürlich ein bisschen blöd für sie. Für uns ist das eine große Ehre, wenn sich jemand so über unseren Blödsinn amüsieren kann g Danke übrigens für deine Werbung! Vielleicht hilft's ja! Dass Boromir in der Geschichte stirbt ist noch nicht ganz sicher geheimnisvollgrins Und das mit der Gruppentherapie muss ich mir noch überlegeng
A/N: Tja, und was Leggilein mit Ronny noch alles anstellt, erfahrt ihr nach einer kurzen Pause, in der ihr viel Zeit habt um uns eine kleine oder auch größere Review zu hinterlassen! Viel Spaß beim Tippen! hehe
