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Life is a journey...
Kapitel 23
„Ich hab dich lieb gewonnen, weißt du… ich mag es, wie du mit mir umgehst, ich mag es, wie du mich berührst, ich mag deine ganze Art… aber ich… ich habe mich in Legolas verliebt…"
Über mich selbst erschrocken hielt ich die Luft an. Hatte ich eben gesagt, dass ich mich in den Elbenprinzen verliebt hatte? Wie kam ich auf diese Worte und vor allem – entsprachen sie der Wahrheit?
Energisch schüttelte ich den Kopf. Nein, nein ich wollte mich jetzt nicht damit auseinandersetzen. Nicht jetzt und auch in Zukunft nicht. Wenn ich nicht daran dachte, dann konnte es nicht schmerzen und ich ertrug ihn nicht. Ich ertrug diesen Schmerz, dieses Ziehen in meiner Brust nicht, das sich unweigerlich einstellte, dachte ich an den blonden Elben.
„Ich hab dich auch lieb gewonnen Lori… und ich möchte, dass du glücklich bist. Ich weiß, dass nicht ich es sein kann, der dir gibt, was du dir ersehnst, ich weiß, dass du nicht mich, sondern Legolas liebst, aber…" mit einer schnellen Handbewegung unterbrach ich den Redefluss des Elben.
„Ich LIEBE ihn nicht! Ich kenne ihn doch noch nicht mal wirklich!" den letzten Satz hatte ich schon weitaus leiser und zaghafter hinzu gefügt. Es stimmte, ich kannte Legolas kaum. Er wusste so viel von mir und ich? Ich hatte nicht die geringste Ahnung, welche Hobbies er hatte, wer seine Freunde waren, was er am Leben schätzte… kurz ich wusste nichts über ihn. Ich war vermessen, davon zu sprechen, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Allerhöchstens, aber wirklich allerhöchstens war es eine kindliche Schwärmerei, für die ich eigentlich schon zu alt war.
„Ich… ich habe mich höchstens in ihn verknallt." So, nun war es draußen. Ich hatte meine kindische, wahnsinnige, unreife Verschossenheit in das Sexsymbol Mittelerdes gestanden.
Glorfindel schüttelte lächelnd den Kopf „Lori, glaube einem erfahrenen, alten Elben – du bist mehr als nur verknallt, auch wenn du es dir scheinbar nicht eingestehen willst!"
„Nein!!! Nein ich bin nicht mehr! Ich bin eine unreife Göre die sich in wen verschossen hat, der nicht für sie in Reichweite ist. Das ist, als würde ich für die BackstreetBoys schwärmen… schau nicht so, es ist nicht wichtig… Tatsache ist, dass es einfach sinnlos ist. Ich sollte aufhören mir etwas einzureden. Ich sollte ihn sofort wieder vergessen, so, wie es mir die letzten Wochen so gut gelungen ist! Ich habe toll gelebt, bis du mich vorher unbedingt darauf ansprechen musstest!" Ich war immer wütender geworden und schließlich sogar aus dem Bett gesprungen. Nun stand ich vor dem großen Spiegel, der an einer Wand stand.
Erst wollte ich nicht hineinsehen, doch dann übermannte mich die Neugierde, doch was mir da aus dem polierten Glas entgegen blickte, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren.
Nichts mehr von dem, was ich noch heute Morgen im Spiegel gesehen hatte, war noch da. Meine ehemals glatten, seidigen Haare sahen aus, als würde ich das Wort Bürste nicht kennen, zersaust standen sie in allen Richtungen von meinem Kopf ab und zu allem Überfluss hatten sich nach meinem Bad im See lauter kleine Löckchen gebildet; da wo noch heute Morgen makellose blasse, elbische Haut gewesen war, leuchtete mir ein wildes Tiefrot entgegen, was mich nicht unbedingt hübsch, aber unter Garantie zur Anwärterin auf den Titel „Tomate des Jahres" machte; doch das Schlimmste war mein Gesicht… ich sah aus, als wäre ich an diesem einen Tag zu meiner eigenen Urgroßmutter geworden – ich hatte das Gefühl, als wäre ich um Jahre gealtert, meine Haut schien nicht mehr zart und rosig wie sie am Morgen gewesen war, sondern alt, verbraucht, trocken; aus meinen Augen, die sonst immer strahlten sprachen Schmerz, Wut und Verzweiflung; dort, wo noch am morgen helles Blau gewesen war, blickte mir jetzt eiskaltes Sturmblau entgegen; unter diesen mir so fremden Augen hatten sich tiefe Ringe gebildet, die mich wirken ließen, als hätte ich seit Wochen keinen Schlaf mehr gefunden und zu guter Letzt war da noch mein Mund… ehemals volle, rote Lippen hatten sich zu einem blassen, schmalen Strich zusammengepresst.
Wütend und den Anblick von mir selber nicht mehr länger ertragend schlug ich mit meinen Fäusten so lange auf den Spiegel ein, bis er in tausende kleine Scherben zersprang, die sich in meine nackte Haut bohrten oder klirrend am Boden auftrafen.
Doch ich spürte keinen Schmerz, nicht einmal, als ich auf die herumliegenden Scherben trat, mir die Fußsohlen zerschnitt, an meinem eigenen Blut ausrutschte und bäuchlings in die scharfen Splitter des ehemaligen Spiegels fiel.
Benommen lag ich auf dem kühlen Boden, mein Gesicht mitten in den Scherben und rührte mich nicht. Ich fühlte mich wie tot, meine ganze Wut war von mir abgefallen und hatte eine beängstigenden Leere Platz gemacht, einer Leere, die selbst dann nicht von mir wich, als Glorfindels Arme mich umfassten, aufhoben und sanft wieder auf das Bett legten.
Die Geschehnisse vor dem Spiegel, bis ich auf dem kalten Boden gelandet war konnten nicht länger als einige Sekunden gedauert haben, doch kam es mir vor, als wären Stunden vergangen und es schienen weitere Stunden zu vergehen, bis ich aus meiner Betäubung erwachte und den besorgten Elb neben mir wahrnahm.
Doch nicht nur ihn registrierte ich plötzlich, nein auch die Tatsache, dass ich von einem unkontrollierten Weinkrampf geschüttelt wurde und zwischen den einzelnen Schluchzern unzusammenhängende und vor allem unverständliche Worte murmelte, rückte mir schlagartig ins Bewusstsein.
Verzweifelt versuchte ich Herr über mich und mein Handeln zu werden, doch je mehr ich mich gegen die Tränen wehrte, desto stärker bahnten sie sich ihren Weg aus meinem Innersten.
„Ssssht… es wird alles gut…" ich spürte, wie das Bett neben mir leicht einsank, dann legten sich starke Arme um meinen Körper und ich wurde an eine warme Brust gezogen. „Wein nur Kleines…" leise murmelte der Elb beruhigende Worte, während er mich fest hielt und mir das Gefühl vermittelte, doch nicht so alleine zu sein.
Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen war, bis ich schließlich ruhiger wurde. Irgendwann waren keine Tränen mehr da, keine Wut, nicht einmal die Leere war noch in mir.
Ich war nur noch eines – müde, doch an schlafen war nicht zu denken. Ich hatte noch etwas zu klären.
Träge drehte ich mich in der Umarmung des Elben, der noch immer hinter mir lag, um und blickte ihm ins Gesicht. „Du meintest vorhin, ich wäre mehr als verknallt in Legolas – wie kommst du darauf?"
Ein leichtes Lächeln umspielte seine Mundwinkel „Ich höre auf mein Herz, im Gegensatz zu dir im Moment. Aber was weitaus wichtiger ist – warum denkst du, dass es sinnlos ist, was du für ihn empfindest?"
„Er liebt mich nicht! Warum sollte er auch?"
„Denkst du nicht, dass es seine Entscheidung ist, ob er dich liebt und aus welchen Gründen? Magst du mir nicht von ihm erzählen – von eurer gemeinsamen Zeit?" an den Augen des Elben erkannte ich, dass er es wirklich hören wollte. Er wollte von mir über meine Zeit mit Legolas erfahren. Ich wusste, dass sie sich kannten, dass sie sogar befreundet waren und es war ein komischer Gedanke, vor einem Elben, der ihn sicher schon jahrhunderte lang kannte über den Prinzen des Düsterwaldes zu sprechen, doch gleichzeitig meldete sich in mir eine Stimme, die unbedingt über Legolas sprechen wollten.
Ein Teil von mir wollte endlich mit jemandem teilen, was ich fühlte, wollte herausfinden, was andere davon dachten, wollte sich endlich befreien aus dem dunklen Gefängnis in meinem Herzen, in das ich die Erinnerungen an den blonden Düsterwaldelben gesteckt hatte.
„Weißt du, am Anfang konnte ich ihn überhaupt nicht leiden. Erst hatte Aragorn mich halb geköpft und dann machte dieser Elb auch noch dumme Bemerkungen am laufenden Band. Oh ich hätte ihn die meiste Zeit am liebsten einfach umgebracht – egal auf welche Art, Hauptsache, er hätte endlich den Mund gehalten. Von den drei Gefährten verstand ich mich Anfangs nur mit Gimli, was nicht gerade einfach für mich war – immerhin wurde ich von allen Seiten bei jeder noch so kleinen Bewegung kritisch beobachtet.
Die einzigen Male, wo Legolas halbwegs erträglich war, waren nachts. Während alle anderen schliefen oder am Lagerfeuer saßen, konnte ich zumindest vernünftig mit ihm reden – wenn sich diese Gespräche auch nie auf länger als 5 Minuten erstreckten, ohne, dass wir uns gegenseitig beleidigten." Ich schmunzelte schwach.
„Nun, doch dann kam der Abend, als Aragorn leicht die Nerven verlor. Ich war nicht ganz unschuldig daran – um ehrlich zu sein, war ich alles andere als unschuldig, immerhin hatte ich ihn bis aufs äußerste provoziert und gereizt. Ich hatte all das schon so satt – diese ewigen Anfeindungen seitens Aragorn, Legolas der die ganze Zeit wie verrückt über Elben mit mir reden wollte und Gimli mit seinen ewigen Geschichten über Zwergenfrauen. Tja an irgendwem musste ich meine Wut ja auslassen und wer war da geeigneter, als der stinkende, ungewaschene Waldläufer mit seinen Ansichten über Frauen, die mir den Magen umdrehten. Nur dummerweise hatte ich meine Rechnung ohne das Temperament von Aragorn gemacht und so standen wir uns plötzlich mit gezückten Schwertern gegenüber – überflüssig zu erwähnen, dass ich mein Lebtag noch nie mit so etwas gekämpft hatte. Aber für diese doch ungünstigen Voraussetzungen ging der Kampf für lange Zeit gut. Ich konnte mich verteidigen, hatte zwar selten die Oberhand, aber ich merkte, dass Aragorn etwas erstaunt war, dass ich mich so lange gegen ihn halten konnte. Aber dann kam es, wie es kommen musste – ich war eine Sekunde nicht aufmerksam, wich dem Schlag zu ungeschickt aus und das sagenhafte wiedergeschmiedete Schwert bohrte sich tief in meine Schulter." Ich verzog mein Gesicht und griff unwillkürlich an die Stelle, an der Aragorn mich getroffen hatte.
„Jedenfalls – du kennst mich – ich schrie und tobte und dann rannte ich einfach los… ich wollte nur noch weg von Aragorn, weg von dem Lager und wenn es leicht ginge auch gleich weg aus Mittelerde. Diesen Gefallen taten mir die Valar allerdings nicht, also lag ich irgendwann mitten im Gras von Rohan und fühlte mich einsam, wie selten in meinem Leben zuvor. Doch dann kam Legolas und dies wurde die erste Nacht, in der er mich tröstete. An dem Abend wartete er ruhig, bis ich mich beruhigt hatte, brachte mich schließlich zurück ins Lager und verarztete meine Wunde.
Naja, du kannst dir vorstellen, dass ich fortan nicht gerade gut auf Aragorn zu sprechen war. Ich ließ all meine Wut an ihm aus und legte mich einige Tage später sogar noch mit Éomer von Rohan an, weil er genauso kranke Ansichten über Frauen hatte, wie mein hochgeschätzter Waldläufer. Hätte Legolas mich damals nicht zurückgehalten und Gimli mir nicht die Waffe abgenommen – Rohan hätte vermutlich keinen Marshall mehr." Ich warf Glorfindel einen bösen Blick zu, den die Vorstellung scheinbar mehr als nur unterhielt, dass ich mich mit Éomer duellieren wollte.
„Naja, auf jeden Fall ging mir zu der Zeit Legolas tagsüber tierisch auf die Nerven. Er trällerte die ganze Zeit auf Sindarin irgendwelche Lieder vor sich hin, dann bemutterte er mich, als wäre ich nicht fähig, einen Schritt ohne ihn zu machen – gerade, dass er mir mein Essen nicht auch noch vorkaute…
Aber wie auch immer… irgendwie überlebte ich auch das und wir kamen schließlich am Fangornwald an, wo wir auf die Überreste der Orks, hinter denen wir her waren, stießen. Die Nacht, die wir vor dem Wald verbrachten, war eine Vollmondnacht und ich hatte schon immer ziemlich ausgeprägte Stimmungsschwankungen in diesen Nächten… so auch da… ich bekam Heimweh ohne Ende, als ich nachts mit Legolas Wache hielt. Und da es für mich kein besseres Mittel gibt, um mit diesen Stimmungen fertig zu werden, als mich damit zu beschäftigen, verschwand ich auf einen kleinen Spaziergang. Irgendwann saß ich an einem kleinen Bach und heute mir die Augen aus, weil ich mich so alleine in Mittelerde fühlte, niemand mir glaubte und vertraute und weil ich Angst hatte, meine Familie und Freunde auf der Erde nie wieder zu sehen.
Und auch in dieser Nacht war Legolas mir hinterher gegangen, er nahm mich einfach in die Arme und trocknete mir meine Tränen… und als ich mich beruhigt hatte, sprach er mit mir… Ohne, dass ich ihm erklären musste, was los war, hatte er sofort verstanden, wie einsam ich mich fühlte und wie schlimm es war, dass ich niemanden hatte, der mir vertraute und glaubte. Als ich andeutete, dass bald jemand kommen würde, der mir glauben würde –ich wusste ja, dass wir am nächsten Tag Gandalf wieder finden sollten- meinte er plötzlich, dass es vielleicht schon jemand anderen gäbe, der mir vertraut und glaubt." Ich stockte in meinen Erinnerungen und lächelte versonnen vor mich hin.
„Nach dieser Nacht wurde alles anders. Legolas war nicht mehr ganz so unerträglich, eigentlich war er sogar ganz okay, noch dazu stieß am nächsten Tag Gandalf wirklich wieder zu uns und er glaubte mir nicht nur, er wusste sogar, wer ich war und was ich hier zu suchen hatte. Am Abend hatte ich mit dem Zauberer ein langes Gespräch und am nächsten Morgen wusste Gimli plötzlich über mich bescheid – über meine wahre Herkunft. Gandalf hatte es ihm erzählt und war, als ich aufstand, gerade dabei, Aragorn und Legolas über mich aufzuklären. Und ob du es glaubst, oder nicht, ich war kurz davor, einfach abzuhauen. Ich hatte solche Angst, dass Aragorn mich einfach umbringen würde, da er nun mit Sicherheit wusste, dass ich ihn all die Tage angelogen hatte, dass ich nur noch eines wollte – WEG! Doch ehe ich meine Pläne wahrmachen konnte, kam auch schon Streicher angestapft und wollte mit mir reden. Nun, um es kurz zu machen – er hat sich bei mir entschuldigt für sein Verhalten und plötzlich fand ich ihn eigentlich gar nicht mehr so dumm. Wir waren dann noch gemeinsam jagen und irgendwie stieg ich da geistig dahinter, dass ich Aragorn einfach deshalb nicht hatte leiden können, weil wir uns verdammt ähnlich waren und unsere Temperamente dauernd aufeinander geprallt waren.
Nun, wie auch immer – nach unserem gemeinsamen Jagderfolg folgten ein paar Stunden Fragerunde, in der mich Gandalf, Gimli und Aragorn über mein Leben auf der Erde und das Leben auf der Erde im Allgemeinen ausquetschten, nur einer sagte die ganze Zeit kein Wort – Legolas.
Ich muss sagen, es tat mir weh, denn niemandem hätte ich lieber über mein Leben erzählt, als ihm. Er war es, der es verdient hatte, all das zu erfahren, doch er schwieg und durchbohrte mich mit seinen Blicken.
Abends beschloss ich, ihn darauf anzusprechen und erwischte ihn alleine, als er nach unseren Pferden sah – und wirklich es gab ein paar Dinge, die ihm komisch vorkamen, doch auch diese Zweifel konnte ich mit ein paar Erklärungen zerstreuen.
Soweit so gut, doch dann passierte etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte – er wollte… ich wollte… wie auch immer, wir küssten uns beinahe. Aus heiterem Himmel, mehr oder weniger zumindest… die Initiative ging eindeutig von ihm aus, in mir tobte ein Krieg – einerseits wollte ich weglaufen, andererseits nichts lieber, als von ihm geküsst werden… ich entschied mich für letzteres, doch es kam nie zu dem Kuss. Er muss gemerkt haben, was in mir vorging, oder es war etwas anderes, das ihn dazu brachte, aber plötzlich hatte er so ein besonderes Glitzern in den Augen und wie auf Kommando begannen wir uns gegenseitig zu kitzeln. Ich hatte so etwas noch nie erlebt – wir sind stundenlang über die Wiese gerollt, haben uns mal sanfter mal stürmischer gekitzelt, bis wir beide nicht mehr konnten. Und dann… dann lagen wir nebeneinander im Gras und redeten, bis er sich schließlich wieder über mich beugte. Er sagte, ich wäre so hübsch, wenn ich mich ärgern würde und, dass er mir deswegen so oft auf die Nerven gehen würde… und dass er es gerne schaffen würde, mich mit nur einem Wort so zu reizen, wie Aragorn es immer wieder vollbringt… und dann… ich meinte, dass er das erst erreichen würde, wenn die Welt sich gewandelt hat… und er lächelte mich an, sah mir in die Augen und meinte, er hätte alle Zeit der Welt zu warten…" ohne, dass ich etwas dagegen hätte tun können, verwandelte sich mein Gesicht in ein einziges glückliches, breites Grinsen.
„Wir waren die ganze Nacht auf, am nächsten Tag kamen wir nach Edoras, wo mich ein besonders lustiger Torwächter der goldenen Halle nicht einlassen, sondern lieber über meine Qualitäten als Hure phantasieren wollte. Ich hatte ziemlich Streit mit diesem Typen und war gerade einen Millimeter davor, ihn zu kastrieren, als der König mit meinen Gefährten wieder herauskam, also verwarf ich meinen Plan und ging meine Wut abreagieren vor die Tore von Edoras… und wieder war es Legolas, der mir folgte, der meine Tränen trocknete und es sogar provozierte und wollte, dass ich meine Wut an ihm auslasse. Ich will gar nicht wissen, wie viele Kratzspuren und blaue Flecke er nach dem Angriff hatte…
Wie auch immer… abends konnte ich nicht schlafen… ich vermisste meine Mutter, saß vor der Goldenen Halle auf einem Stein und wieder war er es, der mich so fand. So völlig verzweifelt. Und dann passierte etwas, das ich nie erwartet hätte – ich konnte mit ihm reden. Über meine Mutter, über die Angst daran schuld zu sein, über all das, was mich die letzten 4 Jahre begleitet hatte. Und wieder waren es seine Arme, die mich festhielten, als ich zusammen brach und dann… dann bat er mich, für ihn ein Lied zu singen, dass mir etwas bedeutet. Und ich sag für ihn… ein Lied darüber, dass ich mich danach sehnte zu ihm zu laufen und in seinen Armen Geborgenheit zu finden… ich weiß bis heute nicht, was mich dazu brachte, ausgerechnet dieses Lied zu singen… und ich dachte, er würde mich zurückstoßen, als er meine Hand, die er während ich sang gehalten hatte, losließ… ich dachte, ich hätte alles zerstört, doch dann legte er meine Arme um mich und … und er küsste mich… nur ein sanfter Kuss, nicht stärker als ein Windhauch und nicht länger als ein Herzschlag, aber die Gefühle, die das in mir auslöste, hatte noch kein noch so intensiver und langer Kuss bei mir geweckt.
Alleine mit diesen tobenden Gefühlen in mir und doch sicher in seinen Armen saßen wir engumschlungen da, bis die Sonne aufging und ich mich von meinen Gefährten schließlich trennen musste, um hierher zu kommen…"
Ich verstummte und versuchte, die Emotionen, die durch das erzählen dieser Begebenheiten wieder in mir hochgekommen waren, unter Kontrolle zu bringen.
Nach langer Zeit traute ich mich erst wieder aufzublicken. Ich sah in Glorfindels lächelndes Gesicht, spürte, wie er mir ein weiteres Mal sanft eine Strähne aus der Stirn schob und wurde unweigerlich wieder daran erinnert, wie Legolas genau diese Geste bei mir gemacht hatte.
Erst die leise und leicht belustigte Stimme des Elben holte mich wieder zurück in die Wirklichkeit:
„Und du denkst, er liebt dich nicht?"
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A/N: Ja, ich weiß, es hat ein bisschen länger gedauert… aber ihr wart ja auch nicht fleißig mit den Reviews rüg
Nein im Ernst… ich hab meine dezente Sucht zu HarryPotter Fanfics [lang lebe Severus Snape!] entdeckt und dazu kam, dass sich gestern Abend meine Charas ein wenig verselbständigt hatten und ich das heute erst mal wieder in geordnete Bahnen lenken musste…
Dafür ist es diesmal aber recht viel geworden, auch wenn ihr 70% des Geschriebenen ja schon kennt g Macht nix, musste mal sein… yöss…
christin: Prüfungsstress schon vorbei, oder dauerts noch an? Ich hoffe jedenfalls alles geht gut!
Nephthys: Nein, Glorfindelchen wird der liebe Kuschelfreund, Legolas der Lover… johhh wie wann und warum werdet ihr lesen
darklayka: hey… die nimmt mir doch glatt schon wieder Legolas weg und dann geht die auch noch auf Abschlussfahrt und ich kann ihn mir nicht zurück holen… na ja dafür liegt Lori nun halt mal wieder mit Glory im Bett … das erklärst DU Legolas. So schauts aus!
Morgenstern: Tjaaaaa… ihre Liebhaber wird sie jetzt vermutlich
mal einschränken – zumal wir jetzt ja wissen, WIESO sie mit denen ins
Bettchen/auf die Wiese gehüpft ist. Und ich denke ich kenne da einen gewissen
Elben, der derzeit mit ihm im Bett liegt, der darauf achten wird, dass sie
nicht allzu viel Unfug anstellt, bis ihr Legolas-Schatz sie zurück bekommt.
Oh Celeborn als Anstandsdame? Na wir wollen ja nicht übertreiben – außerdem
habe ich das Gefühl, dass der Mensch selbst eine Anstandsdame bräuchte…
zumindest was ihn und seine Frau angeht… aber nun vielleicht komme ich dazu
noch in einem anderen Kapitel fg
