24. Erhitzte Gemüter
Schwer Atmend umfasste sie nun schon zum gefühlten einhundertsten Mal ihre Manteltasche. Erahnte den Fetzen Pergament darin, der sie heute Morgen so sehr aus der Fassung gebracht hatte, dass sie fast an ihren Cornflakes erstickt wäre.
Eigentlich hatte sich in ihrer bevorstehenden Woche schon genug Mist angehäuft. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr. Es hatte noch weitere Späße für sie auf Lager. Eine so stinkende Menge, dass sie nicht einmal mehr einen klaren Kopf für wichtigere Dinge bekommen konnte: Etwa ihre verkorkste Beziehung.
Fast eine gesamte Woche war sie dem Blonden komplett aus dem Weg gegangen: Wieder einmal. Nicht nur weil er sie regelrecht aus dem Zimmer geworfen hatte. Sondern vor allem um sich vor sich selber zu schützen. Denn es hatte sie gestört, dass er sie regelrecht aus seinem Zimmer geworfen hatte. Dabei wäre sie eh nicht geblieben…
Was hätte sie dort auch noch gehalten? Oder eher, was hatte sie erwartet? Dass sie die ganze Nacht gemeinsam die Laken zerwühlt hätten? Dass sie im Anschluss Arm in Arm nebeneinander einschlafen würden?
Ihre innere Stimme lachte gehässig. Und genau hier lag das Problem.
Irgendein kranker Teil in ihr, hatte scheinbar genau das erwartet.
Also hatte sie das einzig Richtige getan. Sie hatte ihn ignoriert, war ihm sogar aus dem Weg gegangen. Und das zu ihrer Schande nicht selten wenig unauffällig. Teilweise sogar absichtlich; wahrscheinlich um ihm eins auszuwischen.
Allerdings schien es Malfoy nicht wirklich zu interessieren. Zwar hatte sie ihn einmal dabei ertappt, wie er sie mit hochgezogener Augenbraue gemustert hatte, aber komischerweise ersparte er ihnen beiden jegliche Kommentare.
Dabei hatte dieser kranke Teil in ihr scheinbar auf eine Reaktion gehofft; und ließ sie tatsächlich enttäuscht zurück, als diese nicht erfolgen wollte.
Sie hatte keinen Schimmer warum…
Die halbe Psychologin in ihr, die sie sich aufgrund ihrer Ausbildung aneignen konnte, sagte ihr es lag sehr wahrscheinlich an ihrem Lebensfrust und ihrer nicht funktionierenden Beziehung. Scheinbar – oder auch sicherlich - suchte sie das Abenteuer und was konnte in ihrer Position ein besseres Abenteuer sein, als Malfoy?
„Du bist schon wieder komplett weggetreten", holte sie Darias Stimme zurück in die Wirklichkeit.
Mione spürte, wie ihr Gesicht mal wieder die Farbe einer überreifen Tomate annahm und senkte den Blick, kramte auffällig im Kleiderständer vor ihrer Nase. „Tut mir leid", murmelte sie dann.
Sie fasste erneut nach dem kleinen Briefchen in ihrer Jackentasche. Ein Briefchen von Harry. Eigentlich eine dumme kleine Nichtigkeit. Etwas, was sie vor einer Woche wahrscheinlich noch nicht einmal halbwegs durcheinander gebracht hätte.
Doch in Anbetracht der Umstände, brachte es sie gerade schier um den Verstand…
„Weißt du… Manchmal frage ich mich, ob Ron wirklich alles ist, was in deinem Kopf vorgeht", entgegnete die Schwarzhaarige und zog ein weiteres Kleid aus dem Rondell.
„Wie meinst du das?", fragte sie ertappt. Ihr Gesicht begann regelrecht zu brennen und sie hoffte, dass das grelle Neonlicht es irgendwie verdeckte oder auch verschlang.
„Daria runzelte die Stirn. „Machst du dir immer noch Gedanken über diese Sache mit McGonagall? Glaube mir, die ganze Schule weiß, dass du dich zurzeit wunderbar mit Malfoy verstehst", schmunzelte ihr Gegenüber.
Mione wollte einen Augenblick nachfragen, was genau dies zu bedeuten hatte, doch eine ziemlich junge Verkäuferin unterbrach sie barsch.
„Entschuldigen Sie, wollen Sie das Kleid anprobieren oder nicht?", sagte der Muggel schroff. Das halbe Kind – sie war wahrscheinlich nicht älter als 19 Jahre - musterte die Schwarzhaarige, die während des Sprechens mit dem Stück Stoff in ihrer Hand zugegeben sehr stark herumgefuchtelt hatte, strafend.
Daria zuckte mit entschuldigender Miene zusammen, wandte sich dann an Mione. „Willst du?"
Hermione musterte das kurze rote Kleid skeptisch und schüttelte dann den Kopf. Daria hing es unter den strengen Augen des aufgedonnerten Mädchens zurück und zerrte Mione dann am Arm aus dem Laden.
„Wie unhöflich", fauchte sie, als sie zurück in die kühle Abendbrise Londons traten.
„Vollkommen egal", murmelte der Lockenschopf zurück. Eigentlich war sie froh, dass sie den Laden verlassen hatten. Sein Angebot war ihr wahrlich zu gewagt und viel zu kostspielig gewesen.
Doch leider war sie immer noch nicht fündig geworden. Was bedeutete, dass sie weiter suchen mussten. Denn ihr war nicht wirklich danach, sich für die nahende Aussprache mit Ron herauszuputzen. Allerdings brachte sie es auch nicht über sich, Daria dies zu sagen.
Vor allem, da diese ein Kleid suchte, welches ihre schöne kalte Schulter betonte. Denn Zabini hatte immer noch nicht angebissen. Das eine oder andere Mal hatte Mione versucht auf das Thema anzusprechen. Hatte versucht einzuwerfen, dass der Tränkemeister vielleicht einfach nicht interessiert war. Um ehrlich zu sein, befürchtete sie das sogar; denn soweit sie sich erinnern konnte, hatte Zabini zu Schulzeiten nie etwas anbrennen lassen.
„Also, wir werden schon etwas finden, um Ronnies Blut erneut in Wallungen zu bringen", lachte Daria, während sie Mione schnurstracks auf den nächsten Laden zuzog.
Hinter ihr errötete der Lockenschopf erneut. Denn ihre innere Stimme flüsterte schwach dass sie das vielleicht gar nicht mehr wollte; dass es vielleicht sogar schon zu spät dafür war. Aus welchen Gründen auch immer…
Doch ebenso wenig, wie sie Daria hatte vor wenigen Tagen die Wahrheit sagen können – damals war sie nach ihrer Nacht mit Malfoy maßlos übermüdet gewesen – konnte sie es jetzt. Denn Daria hatte, wie auch immer, sofort die „Spuren des Sexes" in ihren Augen gesehen: Genau das war ihr wahnwitziger Wortlaut gewesen. Und Mione hatte nichts anderes getan, als errötend und möglichst unauffällig den Blick abgewendet.
Die Wahrheit schien also zu weit weg, um sie gerade erreichen zu können… Vor allem, wenn sie selber noch nicht wirklich bereit war, sie sich selber voll und ganz einzugestehen…
Wenn sie lieber davon lief, anstatt sich der Sache zu stellen.
-v-
Stunden später fand sie sich um ein entsetzlich winziges, schwarzes Kleid reicher sowie mit rasendem Herzen und zugeschnürter Brust vor dem Porträtloch zum Gemeinschaftsraum wieder.
Sie wusste, dass er sich im Raum dahinter befand. Das hatte ihr Daria gerade eben, vor ungefähr 20 Minuten, deutlich verwirrt bestätigt, als diese den Raum verlassen hatte.
Hermione war unter Darias Blick einen Moment hitzig angelaufen und hatte eine kurze Erklärung gemurmelt. Sie konnte nur hoffen, dass die Dunkelheit des Ganges ihr errötetes Gesicht verborgen hatte.
Schließlich atmete sie ein letztes Mal tief durch und trat benommen ins Innere. Der Blonde hockte wie erwartet im Sessel vor dem Kamin. Auf seinem Schoss balanciert er einige Magazine, im Nebensessel befanden sich weitere. Ebenso ein halbes Dutzend Pläne und Zeichnungen.
Sie wusste nicht auf was genau er sich vorbereitete. Irgendein aktuelles Spiel im Ausland, oder auf das große Spiel übernächsten Monat… Das Eröffnungsspiel der kommenden, englischen Quidditchsaison und somit – laut Harry und Ginny – das wichtigste Spiel der Saison; neben dem Letzten versteht sich.
Das Spiel, was laut Harry innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft gewesen war…
Bei dem Gedanken daran, wurde ihr abermals schlecht. Gott, sie fragte sich was oder wer sie mehr hasste: Das Schicksal oder ihre vermaledeiten Freunde.
Unschlüssig blieb sie im Eingangsbereich stehen. Die Situation war nicht die beste. Sie wäre eh nicht die beste gewesen, doch dass sie sich in den letzten Tagen darauf konzentriert hatte, den Blonden um Meilen auszuweichen, machte es zugegeben etwas schwerer.
Warum musste sie auch vor allem anderen scheinheilig den scheiß Anschein erwecken, dass mit Malfoy alles mehr oder weniger bestens lief?
‚Tut es doch auch', kicherte ihre innere Stimme und sie spürte, dass sie extrem errötete.
Augen zu und durch, war wohl die beste Devise. Irgendwann würde sie eh wieder mit ihm sprechen müssen. Warum also nicht heute?
Ihre innere Stimme lachte noch lauter, schien so etwas wie unterschwellige Botschaften an einen schlecht durchbluteten Teil ihres Hirns zu schicken. Jedenfalls flackerten für die Bruchteile weniger Sekunden weitere Dinge auf, die sie – neben dem Sprechen – wahrscheinlich bald wieder tun könnten…
Ein tiefes, verzweifeltes Seufzen entwischte ihrer Kehle. Und Malfoy sah einen Moment von seinen Unterlagen auf, blickte dann aber ohne jegliche Änderung in seiner Miene zurück auf die Unterlagen in seinem Schoss.
In Gedanken versunken strich sie sich eine Strähne hinters Ohr. Warum ging sie nicht einfach wieder? Setzte ihren Plan des Anschweigens fort, bis…
Bis er verschwunden war? Oder bis sie wieder bei Verstand war?
Schließlich sah er mit gerunzelter Stirn erneut auf. „Granger, was willst du?"
Sie wich geradezu ertappt zurück, spürte das Blut hinter ihren Schläfen rauschen. „Nichts", log sie und ließ sich auf dem Sofa nieder. Ihr Gesicht brannte. „Nichts", sagte sie erneut, wurde sich dann aber mitten im Tun darüber bewusst, wie albern sie sich gerade benahm.
Mit einem Seufzen trat sie näher. „Ich weiß, das Ganze wirkt gerade etwas merkwürdig."
Malfoy funkelte sie spöttisch an. „Granger, du benimmst dich immer merkwürdig."
Noch mehr Hitze; und Wut. „Himmel, ich versuche dir trotz allem entgegen zu kommen. Danke für nichts!"
„Trotz allem?", fragte er schroff und sah für einen Moment von seiner Lektüre auf.
Sie runzelte die Stirn, ließ sich langsam auf das Sofa fallen. Ja, trotz allem. Doch es genau auszusprechen, bzw. detaillierter zu erörtern, lag nicht wirklich in ihrem Sinne.
Malfoy sah sie einen endlos langen Moment an. Schließlich zuckte er schwach mit den Schultern. „Granger, was auch immer in deinem Kopf vorgeht ist mir eigentlich vollkommen egal. Ich lege keinen Wert darauf, dass du mich anschmachtest oder mir guten Tag sagst. Allerdings ist diese *Ich strafe dich für etwas, was wir beide verzapft haben*-Nummer wirklich verdammt kindisch."
„Ich schmachte dich nicht an", fauchte sie.
Er rollte genervt mit den Augen und ließ die Zeitschrift, die er in den Händen hielt, auf seinen Schoss sinken. „Ist das wirklich alles, was du zur Thematik zu sagen hast?"
Sie holte tief Luft…
„Ich verlange keine Rechenschaft darüber, ob dir gerade zum Heulen zumute ist. Allerdings bin ich gerade tatsächlich gewillt wenigstens so zu tun, als ob es mich interessiert, wenn es dich glücklich macht…"
„Malfoy", fluchte sie leise, doch er ließ sich nicht innehalten…
„Aber, dass das so nicht funktioniert, müsste doch langsam klar sein", fuhr er fort, deutete einen Moment zwischen sich und ihr hin und her. „Immerhin haben wir mittlerweile oft genug gesehen, wo es endet…"
Mione starrte ihn weiterhin sprachlos und hitzig an. Sie fühlte sich fast wie im Fieber und fragte sich, ob es vielleicht daran lag, dass dieser Mistkerl irgendwie unbemerkt in ihrem Kopf wühlte.
„Was ich damit sagen will?", funkelte er sie an. „Stehe zu deinen Entscheidungen oder lass es ganz bleiben…"
„Keine Sorge. Ab jetzt stehe ich zu meinen Entscheidungen. Und ich habe entschieden, dass es nie wieder passieren wird", hauchte sie dann.
Er hob eine Augenbraue. „Merlin, hörst du dir manchmal selber zu?"
Noch mehr Blut schoss ihr in die Wangen. Gleich würde sie wahrscheinlich an Blutarmut im Körper zu Boden gehen. Gott sei Dank saß sie…
„Du überschreitest gerade geschmacklose Grenzen", hauchte sie herausfordernd.
Seine Miene schien sich etwas zu glätten. „Granger, du bist erwachsen. Du wolltest es!"
Sie schüttelte schnaubend den Kopf. „Du bist so ein Arsch-"
„Na Granger! Keine Beleidigungen", fuhr er ihr amüsiert dazwischen.
Sie schwieg, starrte mit schmalen Lippen in die Flammen.
„Ich würde ja fragen, wo das Problem liegt. Aber, das kann ich mir wohl selber beantworten", hauchte er neben ihr, warf die Magazine in seinem Schoss achtlos in den Nebensessel.
Mione funkelte ihn aus aufgebrachten Augen an. „Wo mein Problem liegt? Du behandelst mich wie eines deiner billigen Betthäschen. Und was noch viel schlimmer ist; ich bin eines deiner billigen Betthäschen!" Plötzlich war es raus… Und sie war geschockt, dass das scheinbar tatsächlich ihr größtes Problem war.
Malfoy starrte sie einen Augenblick einfach an.
„Schön. Halte einfach die Klappe", knurrte sie und verschränkte die Arme vor der Brust, ließ sich tiefer in das Sofa fallen und fixierte die Flammen. „Verspotte mich ohne Worte. Das kannst du ja ebenfalls so gut."
Er sog schneidend neben ihr die Luft ein, schwieg einen Moment, bevor er sprach. Dann lachte er plötzlich bitter. „Ich habe dich echt für cleverer gehalten."
Sie sah ihn verdutzt an.
„Ich habe keine billigen Betthäschen. Hatte ich noch nie. Genau genommen, bin ich verdammt wählerisch", sagte er leise.
Mione runzelte die Stirn, konnte ein gehässiges Lachen nicht unterdrücken. „Ach ja? Und was ist mit Grey und all den anderen?"
„All den anderen", spottete er und blickte kopfschüttelnd in die Flammen. „Und Blair war ein verdammter Fehler. Mit Freunden sollte man eben nicht ficken, wenn man sich seiner Gefühle nicht sicher ist. Aber, das ist eine andere Geschichte…", fuhr er fort.
Seine Worte überraschten sie zugegeben etwas. Doch sie wagte nicht nachzufragen.
„Aber, da kannst du wahrscheinlich ein Lied von singen."
Mione zuckte vor Wut regelrecht zusammen. „Das ist so typisch, Malfoy", knurrte sie und lachte gehässig auf. „Was genau bringt es dir, immer das fiese letzte Wort zu haben? Ein Machtgefühl? Oder geilt es dich sogar auf?"
Er zog die Augenbrauen hoch, funkelte sie einen Moment sprachlos an.
Mione lehnte sich etwas vor. „Dabei geht dir einer ab, was?"
Einen Moment starrte er sie einfach nur an, seine Augen musterten sie durchdringend. Dann strafte er sie mit einem zynischen Grinsen. „Ist das deine Art mir zu sagen, dass du Sex willst, Granger?"
Sie funkelte ihn an, zeigte ihm den Mittelfinger und ließ sich wieder zurück ins Sofa fallen.
„Heißt das, dass deine Frage beantwortet ist?", entgegnete er dann lachend. „Ich für meinen Teil frage mich, wie gut es wirklich mit Wiesel laufen mag, wenn es dich immer wieder in mein Bett zieht? Natürlich jetzt nicht im wortwörtlichen Sinne. Aber, so clever wie du bist, brauche ich das wahrscheinlich gar nicht zu erwähnen."
Mione musterte ihn düster. Sprachlos…
„Du tanzt auf bedenklich dünnem Eis", flüsterte sie schließlich doch.
Er sah grinsend in die Flammen. „Ich weiß."
Minutenlang hockten sie also einfach da. Starrten gemeinsam in die Flammen, die in der zunehmenden Dunkelheit begannen kleine Lichtspiele in die Umgebung zu zaubern.
Es war lächerlich, aber sie fühlte sich tatsächlich in einer ziemlich abstrusen Art und Weise wohl. Obwohl er sie triezte und immer wieder herablassend musterte. Seine Anwesenheit schien sie dennoch zu beruhigen, zu erfüllen… Oder was auch immer sie genau in ihr auslöste…
„Potter hat mir heute übrigens geschrieben…"
Sie sah überrascht auf; erst nach und nach dämmerte es ihr.
Der Brief, mit der Bitte Malfoy um Karten für das ausverkaufte Eröffnungsspiel zu bitten… Bitten war eigentlich eine Untertreibung; Harry hatte regelrecht gefleht…
„Ich hatte nicht wirklich vor dich zu fragen", flüsterte sie schließlich. „Obwohl du es mir wahrscheinlich sogar schuldig wärst", fuhr sie herablassend fort.
Ein heiseres Lachen. „Ich bin dir etwas schuldig? Warum genau? Weil ich dir den ersten multiplen Orgasmus deines Lebens beschert habe?"
Sie funkelte zurück. „Das war ganz sicher nicht mein erster multipler Orgasmus."
„Masturbation zählt nicht, Granger."
Mione errötete, musste gegen den Drang ankämpfen ihn zu schlagen. Doch dazu musste sie ihn berühren.
„Du sitzt verdammt hoch, mein Lieber! Irgendwann wirst du verdammt tief fallen", sagte sie schließlich und musterte ihn aus den Augenwinkeln.
Seine Züge wirkten beinahe weich. Das Licht der Flammen auf seiner blassen Haut tat ihr Übriges. „Ich denke, das Risiko nehme ich gerne in Kauf."
Sie schwanke zwischen den Drängen ihm kräftig eine Ohrfeige zu verpassen und ihn jetzt gleich hier besinnungslos zu küssen. Allerdings war ihr Verstand klar und erhitzt genug, keinem von beiden nachzugeben. Zumal sie befürchtete, dass das eine auf verdrehte Weise das andere hervorrufen würde…
„Also?", flüsterte sie.
Er sah sie mit hochgezogener Augenbraue an.
„Wie sieht es aus? Wirst du Harrys Gebete erhören? Das dürfte doch eine unbezahlbare Chance für dein aufgeblasenes Ego sein."
„Ich bin mir noch nicht sicher", gab er herablassend zurück und begann langsam die Zeitschriften und Unterlagen aufzusammeln.
Wahnwitzigerweise ertappte sie sich selber dabei, wie sie ihm verrucht zulächelte. „Was will dein Ego denn noch?"
Ein undeutbares Grinsen zierte sein Gesicht. Sie biss sich kokett auf die Unterlippe, kämpfte gegen den Drang an aufzustöhnen. Ihr Herz raste und sie konnte nicht anders, als ihn nicht aus den Augen zu lassen…
Einen Moment starrte er sie einfach ausdruckslos an. „Warum findest du es nicht einfach heraus?"
Einen Moment starrten sie sich an; Schweigend und scheinbar atemlos. Das Knistern des Kamins war alles, was den Raum erfüllte. Ihr eigenes Herz raste so schnell in ihrer Brust, dass sie fürchtete, er könnte es hören. Doch auch seine Brust hob sich schneller als sonst; wenn auch nicht bedenklich schnell.
Er starrte einen Moment ins Leere, leckte sich über die Lippen, während er sich schließlich aufrichtete und schnellen Schrittes den Raum verlies…
*** *** ***
Vorschau:
Mione nickte ebenfalls. Es war merkwürdig, hier so mit ihm zu sprechen. Etwas benommen blickte sie auf ihren Verlobungsring, fragte sich, ob das alles hier heute ein Ende nehmen würde.
Sie hatte lange darüber nachgedacht, was wohl das Richtige für sie beide war.
*** *** ***
Here we go again… Dieses Mal etwas später als sonst, allerdings lässt es sich gerade nicht ändern… Ich hab gerade verdammt viel zu tun (Arbeit, Männer und dann noch Geburtstagsüberraschungsvorbereitungen)… Hinzukommend komme ich daher gerade leider auch nicht wirklich voran und möchte jetzt nicht meinen ganzen Staffel aufbrauchen… Ich ändere einfach zu gerne und zu oft noch Kleinigkeiten ab… Alleine das aktuelle Chap, habe ich bestimmt 5 Mal umgeändert… *lol*
Dass heißt, ich werde erst einmal *nur* zweimal die Woche updaten… ;) Ich lasse mich ganz sicher erweichen wieder öfter was zu posten, wenn es wieder besser läuft… Geigenmusik (aka viele Reviews) werden meiner Kreativität da sicherlich etwas auf die Sprünge helfen… *hehe: Ich weiß, das war ziemlich lahm…
Wie immer danke an meine beiden Betalies Ashe und India… An India, die trotz Umzugsstress noch fleißig am lesen und verbessern ist und an Ashe, weil sie kurzfristig die ganze Arbeit alleine übernommen hat…
Und natürlich ganz großes Dankeschön an meine lieben Leser; vor allem die, die mir ab und an mal was Geigen… ;)
HexenLady: Huhu… Ach macht nix… Kannst du ja bei den kommenden Chaptern wieder gut machen… ;) *lol*
One77: Danke, freut mich… Ich hatte schon fast befürchtet, dass ich langsam zu heiß werde… *lol* Und ja, dass ist ne schöne Frage – von der die FF natürlich lebt… Also, dran bleiben… ;)
Die-na: Ja, Malfoy ist halt nen A*… *lol* Naja, wir werden sehen… Ich denke, die beiden tun sich nicht viel im Punkte: Den anderen mies behandeln/oder auch auf die Palme zu bringen… Aber, deshalb ist es wohl auch so spannend…
Anna: Ja, was Daria denkt kommt auch noch… *lol* Und ich denke auch, dass das irgendwann halt passieren musste… Aber, es wird auch noch viel anderes passieren… *hehe*
Draco´s CoffeeGirl: Ja, die Ringgeister aus HdR? *lol* Das war jetzt ein, von Miones Seite, natürlich stark übertriebener Vergleich... ;) Genau das ist der Punkt: Sie durchschreiten mehrere Ebenen, die sie ohne den Sex aber natürlich nie erreicht hätten… *hehe* Mal gucken also, wo sie ankommen… ;) Zu der Sache mit der Muggelfrau sage ich erstmal noch nix… Das kommt noch früh genug…
Mary Marvellous: Schön, dass du hier her gefunden hast… :) Ja, genau das ist wohl oftmals mein Problem… Ich hab ne Idee, die im ersten Moment etwas Mainstream klingt. Aber halt irgendwie nur im ersten Moment (das war auch bei *Seelenwanderer* so). Leider lassen sich viele da dann zu schnell abschrecken… Aber es freut mich, dass das bei dir nicht der Fall war/ist… Miones Charakter mag an gewissen Stellen tatsächlich etwas OOC wirken: Das ist aber Absicht… Malfoy – oder eher diese Chemie zwischen ihnen, die ja eindeutig sehr explosiv sein dürfte - weckt halt im wahrsten Sinne des Wortes eine Seite in ihr, die sie bisher nicht so wirklich rausgelassen hat: Außer vielleicht im dritten Band, als sie Draco eine langt… *lol*
