Legende:

»Gerede«

/Gedanken/

::Parsel::

((AdA: Meine Kommentare))

°°Gedankenübertragung°°

$Tiersprache$

Zoobesuch und Abschied

Mit Cloe auf den Schultern betrat Angelus den Zoo. Er ging zu den Potters und den Schülern – trat Tom dabei auf den Fuß – und stellte sich neben Chantal. Der Halbvampir schenkte ihm einen belustigten Blick, den er gar nicht erst erwiderte. Er war beleidigt und das sollte der Andere auch wissen. Jerry übernahm die Führung und marschierte nach links, wo sie schon bald Pinguine entdecken konnten. Cloe war hellauf begeistert, sie lehnte sich so weit vor, dass der Blonde schon seine Hände auf ihre Schultern legen musste, um sie festzuhalten.

»Sehen sie nicht klasse aus? Oh, sieh mal, Angelus, da schwimmt einer!«, rief die Potter erfreut aus und zeigte auf besagtes Tier, welches hinter der Absperrung seine Runden drehte.

»Was soll daran toll sein? Diese Dinger sehen lächerlich aus.«, murmelte Walpurga gut vernehmlich.

»Halt den Mund, Black«, fuhr Minerva sie an, ohne sie auch nur anzusehen. Besagte Black blickte sie nur böse an.

Nachdem Cloe ihre Neugierde über die Pinguine gestillt hatte, liefen sie weiter.

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»Wann kommen denn endlich die Schlangen dran?«, fragte Walpurga grummelnd, nachdem sie die Elefanten verließen und nun zu den Giraffen marschierten. Sie hatten nun die Vögel, Zebras, Flusspferde, Nashörner, Tapire, Gazellen und Robben besucht. Und zu Angels Leidwesen, hatte er immer noch Cloe auf den Schultern, was er aber zu ändern gedachte.

»Ist das dein einziges Problem, Black? Ich hab ein weitaus größeres«, zischte er der Jüngeren deshalb zu. Dann sah er nach oben, in das strahlende Gesicht seiner zukünftigen Großtante. »Cloe, ich kann nicht mehr. Du wirst schwer. Willst du nicht laufen oder bei deinem Dad auf die Schultern? Oder wie wäre es mit deinem Bruder?«

Kurz sah sie ihn traurig an, bevor sie sich jedoch runter heben ließ. Tom – welcher seinen Schatz etwas beruhigen wollte, da dieser kein Wort mehr mit ihm geredet hatte – half dem Mädchen beim Absteigen.

»Tut mir Leid, Angelus«, nuschelte sie, als der Blonde seinen Nacken massierte und seinen Kopf auf die Seite legte, worauf man ein Knacken hörte.

»Nein, schon in Ordnung, Cloe. Mir tut nur alles weh«, fügte er murmelnd hinzu, nachdem das Mädchen ihm noch einmal ein entschuldigendes Lächeln zugeworfen hatte und dann zu ihrem Bruder gerannt war, der sie seufzend auf seinen Rücken klettern ließ.

»Und das nennst du ein Problem?«, schnarrte Walpurga. Der Todesengel sah sie kühl an.

»Black, ich hab ganze zwei Stunden ein zehnjähriges Mädchen auf den Schultern gehabt. Mir tut mein ganzer Rücken weh, mal ganz abgesehen von meinen Schultern.« Sie zuckte mit den Schultern. Der Zeitreisende beschloss, dass es nichts brachte, ihr sein schmerzhaftes Problem zu erklären. Stattdessen rieb er sich seinen Nacken und richtete seine Kleidung. Merlin, war er froh, dass er keine Tasche tragen musste.

Sie gingen nun ganz zu den Giraffen. Währenddessen spürte der Blonde, wie ein Arm um ihn gelegt wurde. Er wusste, wer es war, und sah deshalb erst gar nicht hin.

»Wie sauer bist du, Schatz?«, nuschelte Tom in seine Haare.

»Sehr sauer.«

»Und warum?«

»Weil du Cloe einfach so auf meine Schulter gesetzt hast. Mir tut jetzt wirklich alles weh.«

»Du hättest schon vor einer Stunde etwas sagen können. Sie wäre dann bestimmt wieder runter gegangen.« Angelus biss sich auf die Lippen und schwieg. Doch Tom erkannte auch so, weshalb er wirklich sauer war. Der Halbvampir seufzte, während sie zu den Gorillas liefen, da sich niemand für die Giraffen interessiert hatte. Die beiden Slytherins liefen ganz hinten.

»Du bist nicht wütend, weil ich dir Cloe auf die Schulter gesetzt habe, oder? Du bist sauer, weil du es nicht selbst entschieden hast. Wie konnte ich nur deinen Stolz vergessen? Und du hast nichts von deinen schmerzenden Schultern gesagt, weil du es eigentlich genossen hast, eine Verwandte so nah bei dir zu haben, richtig?«, murmelte Tom und sah wieder nach vorne. Nach einem zögerlichen Moment, nickte Angelus zaghaft. Der Schwarzhaarige seufzte, sah sich kurz um, bevor er seinem Partner einen Kuss auf die Lippen hauchte. Danach löste er sich ganz von ihm.

»Da wir das geklärt haben, lass uns die Primaten ansehen«, sagte Tom mit gespielter Euphorie. Angel schüttelte lächelnd den Kopf, bevor er einen Kuss auf die weiche Wange seines Slytherins drückte.

»Danke, dass du nicht sauer bist.« Der Größere nickte nur, bevor sie schnell die Potters und ihre Mitschüler aufholten.

»Na, alles klar?«, erkundigte sich Minerva beiläufig.

»Sicher«, nickte Angel, als sie vor einem Käfig stoppten. Zwei Gorillas lümmelten darin gelangweilt herum.

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Weitere drei Stunden später saßen sie an einem langen Tisch in einem Restaurant, in welchem sie ihre Magen füllten.

»Dad? Was kommt als nächstes dran?«, fragte die kleine Potter neugierig, bevor sie wieder eine Pommes in ihren Mund stopfte.

»Nur noch die Raubtiere und die Reptilien. Dann sind wir durch«, sagte Jerry nach einem Blick auf die Karte des Geländes, welche er am Infokiosk, der am Eingang war, gekauft hatte. Sie aßen fertig, bevor sie bezahlten und sich zu den Raubtieren begaben. Zuerst kamen die Geparden dran, doch diese konnte man nicht sehen, da sie sich in das Innere ihres Geheges verkrümelt hatten. Deshalb besuchten sie als nächstes die Leoparden, dann die Hyänen, Karakale, Luchse, Pumas, Jaguare und Tiger. Schlussendlich kamen sie bei den Löwen an.

Alexander, Cloe, Alastor, Minerva und Rubeus konnten sich gar nicht satt sehen – letzterer weniger wegen seinem Haus, sondern weil diese Tiere gefährlich waren. Walpurga, Cygnus und sogar Tom hingegen wollten einfach nur weg. Angelus, Sandy und Tanja lachten sich innerlich wegen beiden Parteien dumm und dämlich.

Doch auch der Blonde musste – wenn auch nur sich selbst gegenüber – zugeben, dass diese Tiere eine gewisse Faszination auf ihn ausübten, hatte sein Schulwappen doch auch mal einen Löwen gezeigt.

Am Ende musste sogar Jerry dafür sorgen, dass seine zwei Kinder und die drei Gryffindors endlich weiter gingen, wobei Tom, Cygnus und Walpurga tatkräftig halfen. Das hieß, sie schnappten sich jeweils einen Kragen ihrer Mitschüler und schleppten sie hinter sich her, während Jerry seine Tochter mit einem Arm hoch hob und seinen Sohn am Handgelenk mitzog. Chantal, Angel, Tanja und Sandy folgten ihnen belustigt.

Und dann, endlich, standen sie vor dem Reptilienhaus. Doch genauso, wie die Slytherins gegen Löwen waren, hatten Gryffindors etwas gegen Schlangen.

»Ich geh da nicht rein.«

»Ich auch nicht.«

Chantal starrte ihren Jungen und den Moody warnend an. »Ihr kommt beide mit, ansonsten wird nicht Mr. Nexima, sondern ich euren Lehrern schreiben, dass ihr euch geweigert habt, in ein von Muggel erfundenes Haus zu gehen!« Beide sahen bestürzt aus. Alexander jedoch mehr empört.

»Mum! Das liegt doch nicht daran, dass es Muggel gebaut haben, es ist eher der Inhalt dieses Hauses!«, versicherte er heftig. Chantal verschränkte ihre Arme vor der Brust.

»Ihr geht beide da rein und damit basta! Die Slytherins mussten auch eine dreiviertel Stunde vor den Löwengehegen stehen. Und jetzt Abmarsch!« Bevor noch jemand protestieren konnte, war sie auch schon in dem Reptilienhaus verschwunden. Vergnügt pfeifend folgten ihr die Slytherins.

Amüsiert sahen Chantal, die beiden Blacks und die Jungs dabei zu, wie die Anderen zögerlich in das Reptilienhaus traten. Einzig Cloe hüpfte glücklich hinein und schnappte sich Angels Hand, der ihr sanft zulächelte. Nachdem die Löwenfans es endlich geschafft hatten, in das Haus zu treten, marschierten sie mit den anderen Besuchern des Zoos den Weg entlang. Zuerst besichtigten sie die Schildkröten, welche Cloe äußerst lustig fand, vor allem die riesigen. Jerry konnte sie nur mit viel Müh und Not davon abbringen, auf einen zu klettern. Dann kamen die Krokodile dran, vor denen Cloe, Sandy und sogar Walpurga zurück wichen, was Minerva, Alastor und Alexander äußerst amüsant fanden. Selbst Tom musste sich ein Schmunzeln unterdrücken, als er die Black sah. Angelus hingegen grinste sie viel sagend an.

»Schnauze, Nexima!«, fauchte sie und lief weiter. Der Blonde folgte ihr, sowie auch die Anderen.

»Ich hab doch gar nichts gesagt.«

»Aber gedacht!«

»Das ist ja auch nicht verboten.« Er bekam lediglich einen bitterbösen Blick, der ihn nur noch mehr grinsen ließ.

»Oh sieh mal, Angelus!«, quietschte Cloe und zog ihn an seiner Hand zu einem Glaskäfig nach links. »Sieht die nicht lustig aus?«

Der Todesengel sah sich das Exemplar an. Es war eine Schlange. Eine wirklich große Schlange. Ein Blick auf das Schild mit der Tierbeschreibung zeigte ihm, dass es eine Königsboa war. Belustigte Smaragde huschten zu dem faszinierten Mädchen. »Ich wusste gar nicht, dass du Schlangen magst.«

»Ich auch nicht, aber ihre Farben sehen so toll aus!«, quiekte sie verzückt. Die Boa Constrictor hatte einen slytheringrünen Körper mit schwarzen Streifen. Der Zeitreisende grinste breit und sah über seine Schultern zu Jerry und Chantal, welche beide ihren Sohn und Alastor überredeten weiter zu gehen, da jetzt das Schlangenterrarium anfing.

»Mr. Potter, wussten Sie, dass Ihre Tochter einen halben oder wenigstens ein viertel Slytherinanteil in sich hat?«, fragte er keck und war schon auf die Reaktion gespannt. Und die kam auch. Jerry drehte sich geschockt um und sah den Langhaarigen erschrocken an.

»Reden Sie kein Unsinn!«, rutschte es ihm raus. Übers ganze Gesicht grinsend, zeigte Angelus neben sich. Cloe betrachtete immer noch ganz verzückt die Schlange, welche vor sich hin döste. Jerry wollte gerade schon zu seiner Tochter laufen, ehe ihn Chantal lachend am Arm festhielt.

»Lass sie doch«, lächelte die Französin und zog ihren Mann zu einem anderen Käfig. Dieser sah sich mehrmals zu seiner Tochter um, bevor er schließlich seufzte und seine ganze Aufmerksamkeit seiner Frau schenkte, die ihm schon seit einiger Zeit auf dem Arm haute. Leicht den Kopf schüttelnd sah Angelus wieder zu dem kleinen Mädchen an seiner Hand.

»Gefällt dir die Schlange so sehr?«

Sie nickte. »Andere Schlangen finde ich nicht so schön, aber die ist richtig toll!« Der Zeitreisende spürte, wie sich jemand neben ihn stellte und sah zur Seite. Tom und Minerva blickten beide zu der Schlange.

»Du? Angel?«, murmelte Cloe und sah ihn mit ihren großen Kulleraugen treuherzig an.

»Hm?«

»Kannst du irgendwas machen, damit die Schlange vielleicht herguckt oder so?«

Der Blonde sah zurück zu der Schlange, die ihren Kopf schon die ganze Zeit abgewandt hatte. Dann blickte er zu Tom und Minerva. Der Schwarzhaarige zuckte mit den Schultern, was so viel hieß wie 'Das ist deine Entscheidung', während die Gryffindor sich umsah und dann leicht nickte. Der Grünäugige blickte sich ebenfalls schnell um, bevor er sich neben Cloe kniete.

»Okay, ich mach's, aber das bleibt unser kleines Geheimnis, ja? Was ich jetzt mache, darfst du niemanden sagen, versprochen?«, flüsterte er. Sie nickte strahlend.

»Versprochen!«

Der blonde Schüler sah zu der dösenden Schlange. ::Entschuldige, aber würde es dir etwas ausmachen, wenn du kurz zu uns siehst?::

Träge hob die Königsboa den Kopf und drehte ihn leicht nach hinten. ::Wer stört?::

::Ein Besucher.::

::Und der heißt?::

::Angelus Nexima.::

::Was willst du?::

::Könntest du dich kurz umdrehen? Damit würdest du meiner kleinen Freundin einen großen Gefallen tun.::

::Habt ihr so ein komisches Ding dabei, dass so ein grelles Licht macht und mich immer blendet?::

::Nein.::

Die Königsboa schlängelte sich nun ganz an das Glas, hob ihren Kopf leicht an und besah sich die Besucher. ::Wo bist du? Ich seh keine Schlange.::

»Boah, ist das toll!«, strahlte Cloe und war schon im Begriff näher hin zu gehen, doch Angelus hielt sie auf.

»Nicht, Cloe, vielleicht mag sie es nicht und dann geht sie wieder.« Er sah wieder zu der Schlange. ::Ich habe mit dir gesprochen, Königsboa.::

::Ein Mensch?::, fragte sie verblüfft. Doch dann gab sie ein recht komisches Schulterzucken von sich. ::Warum nicht.::

Angelus grinste, ebenso Tom. Minerva hingegen war neugierig und lehnte sich vor, damit sie den jungen Slytherin sehen konnte.

»Was sagt sie?«

»Sie nimmt es ziemlich locker auf, dass ein Mensch mit ihr redet.«

»Achso.«

»Man kann ja auch nichts anderes erwarten«, warf der Halbvampir ein. »Sie ist vermutlich im Käfig aufgewachsen und weiß deshalb nicht, dass sonst so gut wie keiner Parsel kann.«

»Stimmt«, nickte Minerva.

»Kommt ihr?«, hörten sie Chantals Stimme und drehten sich um. Die Anderen warteten schon auf sie. »Wir würden gerne weiter.«

Tom und Minerva nickten und trotteten zu ihnen. Angelus lächelte der Königsboa noch einmal zu, bevor er aufstand und mit Cloe zu Warteten lief. Er beugte sich während dem Laufen noch einmal zu ihr runter. »Vergiss nicht, dass du das eben Erlebte niemanden sagen darfst, okay?«

»Jap«, nickte die Kleine und strahlte ihn glücklich an. Der Blonde lächelte und richtete sich wieder auf.

---

Eineinhalb Stunden später standen sie wieder im Salon der Potters.

»Und? War das jetzt so schlimm?«, wandte sich Angel an die beiden Blacks.

»Es war langweilig. Nur die Schlangen waren interessant«, gab Walpurga von sich, während Cygnus schwieg.

»Gut, da es ja schon achtzehn Uhr ist, könnt ihr wieder in eure Zimmer. In einer Stunde wird gegessen, in Ordnung?«, fragte Chantal und bekam mehrere Nicken. Die Schüler verkrümelten sich wie auf Kommando in ihre Räume.

»Wie fandest du es, Talia?«, erkundigte sich der Blonde, nachdem sein Geliebter die Tür hinter sich geschlossen hatte. Angel löste den Zauber und die Kette von seinem Hals, worauf die Fee auf seine Augenhöhe flatterte.

»Es war einfach großartig! Ich hätte nie gedacht, dass ein Zoo so interessant sein kann!«, strahlte sie fröhlich.

»Dann bin ich ja froh«, lächelte der Todesengel und legte seine Kette in den Koffer zurück.

»Wo ist die Runespoor?«, fragte Tom und sah sich um. Drei Schlangenköpfe erschienen unter der Bettdecke.

::Wir sind hier.::

::Wie war die Erkundungstour? Habt ihr was gefunden?::, wollte der Schwarzhaarigen wissen und warf sich auf das Bett. Die Schlange kroch auf das Kissen.

::Sie war toll::, schwärmte Somniator.

::Ja, das war sie wirklich::, stimmte Moliri zu.

::Übrigens haben wir ziemlich viel gefunden::, gab Criticus bekannt.

::Und was?::, informierte sich nun auch Angelus. Er legte sich neben seinen Geliebten und stützte sein Kopf auf dessen Schulter ab, während er ihn mit seinem rechten Arm umarmte.

::Wir haben die Gemächer der Bewohner entdeckt, kostbare Antiquitäten, weißmagische Artefakte, Möbel, einen Wandstammbaum und haufenweise, köstliche Ratten.::

::Das war's?::, fragte der Halbvampir enttäuscht. Synchrones Nicken.

::Das war's::, stimmte Criticus zusätzlich zu.

::Sonst habt ihr wirklich nichts entdeckt?::

::Genau.::

::Mist::, murmelte Tom frustriert. Angelus tätschelte grinsend seinen Kopf.

::Armer Tommy-Boy::, kicherte er. Besagter arme Tommy-Boy sah ihn finster an.

::Schnauze, Nexima.::

::Oh... Schmollen wir etwa?::

::Verarsch mich nicht, Blondie.::

::Sei doch nicht gleich eingeschnappt::, murmelte Angelus und leckte Tom über den Hals.

::Versuch gar nicht erst, dich einzuschleimen::, zischte der Erbe Slytherins und unterdrückte ein Schaudern.

::Das versuch ich auch gar nicht. Ich will dir nur eine Freude bereiten.::

::Wenn du mir wirklich eine Freude bereiten willst, dann lass uns in das Bad gehen und dutzende von Schweigzauber drüber hängen.::

::Perversling.::

::Du hast doch das Gleiche gedacht::, schnaubte Tom.

::Du kennst mich einfach zu gut::, seufzte Angel.

::Heißt das, wir gehen in das Bad?::

::Nein.::

::Jetzt schmoll ich.::

Angel kicherte, während er sich aufsetzte und zu seinem Liebling sah. Dieser hatte bereits einen Schmollmund gezogen. ::Ich hätte einen besseren Vorschlag, Tommy.::

::Und der wäre?::, fragte der Schwarzhaarige leicht aufgeregt. Angel ließ sich zurück plumpsen und drehte sich auf den Bauch.

::Du darfst mir den Rücken und die Schultern massieren.::

::Was soll an diesem Vorschlag besser sein?::

::Dann hab ich morgen keinen allzu schlimmen Muskelkater, der sich übrigens jetzt schon bemerkbar macht. Wenn ich also bitten dürfte?:: Der Riddle wurde von einem süßen Lächeln und einem verruchten Blick praktisch angegriffen. Er konnte nicht anders, als auf den sexy Hintern seines Geliebten zu klettern und den jungen Mann zu massieren, wobei er auch öfters Schmetterlingsküsse in dem Nacken verteilte. Der Körper unter ihm entspannte sich zusehends.

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Am nächsten Morgen standen die beiden Parselmünder – zu Toms Leidwesen – früh auf. Am gestrigen Abend war nichts mehr passiert, sie hatten nur mit den Potters und ihren Mitschülern gegessen, ehe sie auch schon in ihr Bett gegangen waren. Doch heute würde es zur nächsten Familie gehen, weshalb Angel seinen Halbvampir in das Bad scheuchte und ihm ebenfalls folgte.

Nach einiger Zeit kamen beide frisch geduscht, mit geputzten Zähnen und angezogen wieder im Raum. Sie schnappten sich ihre gepackten Koffer, Tom nahm die Runespoor und Angelus Talia, bevor sie sich zu Rowena umdrehten.

»Ihr geht jetzt, oder?«, lächelte das Mädchen leicht traurig. Sie nickten.

»Ja. Vielleicht sehen wir uns ja wieder. Irgendwann.«

»Ja, vielleicht«, nickte Rowena lächelnd.

»Na dann... Mach's gut, Row.« Angelus winkte ihr zu, bevor er das Zimmer verließ.

»Auf Wiedersehen, Rowena.«

»Ja, man sieht sich, Tom.«

Der Halbvampir schloss hinter sich die Tür. Auf dem Korridor warteten schon ihre Mitschüler, was auch nicht verwunderlich war. Der Schwarzhaarige brauchte ja auch ewig lang, bis er erst mal richtig wach war. Schweigend wanderten sie in die Eingangshalle, wo schon Jerry, Chantal, Cloe, Alexander und Professor Sawyer, welche Zauberkunst unterrichtete, auf sie warteten. Alexander verabschiedete sich von seinen Eltern und von seiner Schwester, bevor er zu seinen Mitschülern ging.

»Tschüss, Angel!«, rief Cloe fröhlich und winkte dem Blonden überdreht zu.

»Bye, Kleine!«, grinste der Langhaarige zurück und winkte ihr zu. Chantal und Jerry verabschiedeten sich ebenfalls von den Schülern, ehe Professor Sawyer ihnen einen Schuh vor die Nase hielt, den sie gleichzeitig berührten. Das letzte, was Angelus sah, war die kleine Cloe Potter, welche auf der Stelle hüpfte und mit der Sonne um die Wette strahlte, bevor er in den Farbstrudel gerissen wurde.