Im Moment ist ein Tag schöner als der andere. Von daher braucht man sich nicht wundern, wenn die Menschen freundlicher zueinander sind, hilfsbereiter und vor allem eines: hoffnungsvoller.

Unser Dachs wird eure Herzen weit werden lassen mit einer kleinen, aber äußerst feinen, poetischen Geschichte. Es ist eine Fortsetzung ihrer Geschichte aus dem Kalender von Rudels halben Tausend, und natürlich wäre es nicht verkehrt, diese zuerst zu lesen, aber sie kann auch durchaus für sich allein stehen.

Wer noch mehr von Funny lesen möchte:

http:/www. fanfiktion. de/s/4ca5d6fb0000a389067007d0/14

(Nehmt bitte die Leerzeichen nach www. und nach fanfiction. raus)

Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel – Das Rudel

Hoffnung

von Funny Moments

Hah! Erwischt!
Jetzt kommt meine Rache :-)
Also, dein OS bei unseren 500 Worten war ja echt gut geschrieben, aber mit dem Ende bin ich gaaaaanz und gar nicht zufrieden!
Ich möchte eine Fortsetzung! Länge egal (aber mind. 1000 Worte), Zeit: bis 1.12. und Happy End!

In einem stark verlotterten Haus am Rande des Bergdorfes Piódao flackerte ein schwacher Lichtschein durch die trüben Gläser der kleinen Sprossenfenster.
Das ehemals kräftige Kornblumenblau der Fenster war nur noch vereinzelt zu erahnen und auch sonst bot das Häuschen einen eher trostlosen Anblick.
Die sonst so heilige Allianz, welche die Häuser des Bergdorfes mit dem Berg Montes Herminios einzugehen schienen, bekam einzig allein durch dieses Haus kleine Risse und störte die hier vorherrschende Harmonie des Bergfelsens.

Das leise Kratzen der Feder durchbrach die Stille der Nacht.

Hoffnung – tief in mir wird sie niemals schwinden
Ohnmacht –ich bin ihr täglich nah
Freude – kann ich lange schon nicht mehr empfinden
Fährnisse – sind für mich keine mehr da
Naivität – ließ mich in glauben, das Richtige zu tun
Utopie – ist es auf Vergebung zu hoffen, ich kann nur darum bitten
Neugier – besiegelt mein Schicksal nun
Grenzen – unwiderruflich überschritten

Schicksal – vielleicht sollte es so sein?
Trauer – überschwemmt mich
Irrsinn –ich bin ihm verfallen
Reue – groß, nicht klein
Bitten – möcht ich Dich
Tränen – geweint in großen, wie in kleinen Hallen

So viele Monate ist es her, dass ich alles zerstört habe, was mir wichtig war, wichtig ist und auf ewig sein wird.
So viele Male habe ich versucht, mich zu entschuldigen, aber damit würde ich Dein Vertrauen nicht zurück gewinnen können, das hast Du mir oft genug gesagt, wenn auch ohne Worte, einzig allein mit Deinen Augen gesprochen.
So viele Tränen sind geweint und wieder getrocknet, doch hat sich nichts geändert, der Schmerz wird nicht weniger.
So viele Nächte begleiten mich die Erinnerungen an unsere gemeinsame Vergangenheit und zeigen mir, dass ich solch ein Glück nie wieder empfinden werde.
So viele Schmerzen habe ich uns Beiden bereitet, ohne mir darüber im Klaren zu sein, ohne meinen oftmals viel gelobten Verstand zu benutzen.
So viele Male in den letzten Monaten spielte ich mit dem Gedanken, mir das Leben zu nehmen und vor der Vergangenheit zu flüchten, auch wenn es feige ist, doch einen anderen Ausweg gibt es nicht.

Severus – leb wohl.

Das Geräusch der kratzenden Feder verstummte und kurze Zeit später erhob sich ein edler Gleitaar in die kühle Nachtluft.

Kurze Zeit später öffnete sich die Tür des kleinen Hauses und eine hagere Frauengestalt trat hinaus in die dunkle Nacht. Zielstrebig trugen sie ihre Füße auf einen Felsvorsprung zu, welcher nicht weit von ihrem Haus entfernt lag.
Sie ließ den schweren, schmutzigen Umhang von ihren Schultern gleiten und trat an den Abgrund heran.

Zur gleichen Zeit, viele Meilen entfernt, nahm ein dunkler Mann den Brief von dem Vogel entgegen.

Nervös strich er sich das lange, strähnige Haar aus dem von Schmerz gezeichneten Gesicht. Seine Hand zitterte, machte ihm das Lesen beinahe unmöglich, doch plötzlich durchfuhr seinen Körper ein Ruck und der Brief fiel achtlos auf den kalten Steinboden.
Angst nahm ihm die Luft zum atmen und er rannte, rannte als gäbe es kein Morgen. An der Appariergrenze Hogwarts angekommen, verschwand er mit einem „Plopp" und kam direkt vor dem kleinen, verlotterten Haus an.
Die Tür war nur leicht angelegt und dies ließ ihn nichts Gutes vermuten. Sein Blick glitt konzentriert durch die angrenzenden Felsen.
Da stand sie. Ihr Erscheinungsbild ließ nichts von der ehemals bildschönen, intelligenten Frau erahnen, nein, sie war ausgemergelt, ihr Haar war stumpf und hatte jeglichen Glanz verloren.
Ohne zu zögern lief er los und kam beinahe lautlos hinter ihr zum stehen.

„Nein!" Seine kraftvolle und teils Angst einflößende Stimme hatte einiges an Stärke eingebüßt und war nun mehr ein Hauchen, doch dieses Hauchen reichte aus, um zu ihr vor zu dringen. Sie drehte sich zu ihm um und ihr ungläubiger, hoffnungsloser Blick traf ihn.

Vorsichtig streckte er seine Hand aus und berührte leicht ihre Schulter.

Er rang sichtlich um Fassung und versuchte nicht zu schwach zu klingen. „Hoffnung stirbt nie, Hermine."

Ein lautes Schluchzen durchbrach die Nacht und eine Frau barg ihr Gesicht an der Brust ihres Geliebten.

Liebe – eine nicht beeinflussbare Kraft