DISCLAIMER:

-- Midnight Sun belongs to Stephenie Meyer; I'm just trying to make it accessible to German-speaking fans :)

-- Midnight Sun ist Eigentum von Stephenie Meyer; ich versuche nur, es deutschprachigen Fans zugänglich zu machen :)

-- Die Übersetzung aller Gespräche, in die auch Bella verwickelt ist, stammt aus folgender Quelle: Biss zum Morgengrauen, Piper Verlag GmbH, 5. Auflage, 2009.


Hier das neue Kapitel ..

Grüße an dieser Stelle an Ardomur - der erste MÄNNLICHE Leser meiner Übersetzung (von dem ich weiß ;)) und einer der wenigen männlichen Leser von Twilight überhaupt.. hab mich seeehr gefreut über deine Review :D ausführliche Antwort folgt in Kürze!

Hab jetzt kurzfristig einen Ferialjob bekommen sodass ich den ganzen Tag außer Haus bin und am Abend bringen mich meine Beine um. *seufz* aber was tut man nicht alles für Geld :)

Naja auf jedenfall wird das vielleicht die Veröffentlichung der Kapitel verzögern.. mal sehn! wollte nur vorwarnen damit keiner enttäuscht ist wenn jetzt länger nix neues kommt.

Vielen Dank an majan25.

Rückblende:

Nach dem Bluttest hat Edward Bella zur Krankenschwester gebracht .. sie hat sich wieder erholt und jetzt lesen wir, was weiter passiert :)

Ich starrte sie völlig überrascht an. „Menschen können kein Blut riechen"

„Ich schon – das ist es ja gerade, was ich nicht vertrage. Es riecht nach rostigem Metall ... und Salz."

Mein Gesicht erstarrte, ich blickte sie noch immer an.


War sie überhaupt wirklich ein Mensch? Sie sah aus wie ein Mensch. Sie fühlte sich so weich an wie ein Mensch. Sie roch wie ein Mensch – na ja, genaugenommen roch sie besser. Sie benahm sich wie ein Mensch ... mehr oder weniger. Aber sie dachte nicht wie ein Mensch oder reagierte wie einer.

Aber was für eine andere Möglichkeit gab es?
"Was ist denn?", wollte sie wissen.

„Nichts."

In dem Moment unterbrach uns Mike Newton, er betrat den Raum und sein Kopf war voll wütender und ungestümer Gedanken.

„Du siehst besser aus," sagte er grob.

Meine Hand zuckte vor Verlangen, ihm Manieren beizubringen. Ich würde mich zusammenreißen müssen, sonst brachte ich diesen widerlichen Jungen am Ende noch um.

„Lass einfach deine Hand in der Tasche." *

Eine heftige Sekunde lang dachte ich, sie würde mit mir reden.

„Es blutet nicht mehr", grummelte er. „Kommst du wieder mit mir zurück?"

"Soll das ein Witz sein? Da kann ich auch gleich hierbleiben."

Das war sehr gut. Ich hatte gedacht, ich würde die ganze Stunde mit ihr verpassen und nun bekam ich stattdessen zusätzliche Zeit. Ich fühlte mich gierig, wie ein Geizhals, der über jede einzelne Minute wacht.

„Ja, wahrscheinlich ...", murmelte Mike. „Also, wie sieht's aus bei dir dieses Wochenende – kommst du mit? Zum Strand?"

Ah, sie hatten Pläne. Die Wut ließ mich erstarren. Aber es war ein Gruppenausflug. Ich hatte darüber etwas in den Köpfen von anderen Schülern gesehen. Sie würden nicht nur zu zweit sein. Ich war trotzdem zornig. Ich lehnte regungslos am Empfangstresen und versuchte, mich zu beherrschen.

„Na klar, hab ich doch gesagt", versprach sie ihm.

Also hatte sie zu ihm auch Ja gesagt. Das Brennen der Eifersucht war schmerzhafter als der Durst.

Nein, es war nur ein Gruppenausflug, versuchte ich mich selbst zu überzeugen. Sie verbrachte bloß den Tag mit Freunden. Sonst nichts.

„Wir treffen uns um zehn am Laden meines Vaters." Und Cullen ist NICHT eingeladen.

„Ich werde da sein", sagte sie.
"Dann bis gleich, bei Sport."

„Bis gleich", antwortete sie.

Er schlurfte zu seiner nächsten Stunde, seine Gedanken voller Zorn. Was sieht sie bloß in dem Freak? Sicher, er hat reichlich Kohle. Die Mädels finden ihn heiß, aber ich seh' das nicht. Viel zu ... viel zu perfekt. Ich wette, sein Dad experimentiert an ihnen allen mit Schönheitschirurgie. Das ist der Grund, warum sie alle so weiß und perfekt sind. Das ist nicht natürlich. Und irgendwie sieht er ... unheimlich aus. Manchmal, wenn er mich so anstarrt, könnte ich schwören, er denkt darüber nach, mich umzubringen ... Freak ...

Mike bekam also doch so Einiges mit.

„Sport", wiederholte Bella leise. Ein Stöhnen.

Ich blickte sie an und sah, dass sie wieder wegen etwas traurig war. Ich war mir nicht sicher warum, aber es war klar, dass sie nicht zu dieser nächsten Stunde mit Mike gehen wollte und ich war sehr für diesen Plan.

Ich trat neben sie und beugte mich zu ihrem Gesicht herab, ich konnte die Wärme, die von ihr ausstrahlte, auf meinen Lippen fühlen. Ich wagte nicht zu atmen.

„Ich kann das für dich regeln", murmelte ich. „Setz dich dorthin und sei blass."

Sie tat, worum ich sie gebeten hatte, setzte sich in einen der Klappstühle und lehnte ihren Kopf an die Wand, als Ms. Cope hinter mir aus dem Untersuchungszimmer kam und zu ihrem Schreibtisch ging. Mit geschlossenen Augen sah Bella aus, als wäre sie wieder ohnmächtig geworden. Die Farbe war noch nicht wieder vollständig in ihr Gesicht zurückgekehrt.

Ich drehte mich zu der Sekretärin um. Hoffentlich kriegte Bella alles mit, dachte ich sarkastisch. Dann würde sie sehen, wie ein Mensch reagieren sollte.

„Ms. Cope?", fragte ich und sprach wieder mit meiner überzeugenden Stimme.

Sie blinzelte und ihr Herzschlag beschleunigte sich. Zu jung, reiß dich zusammen!

„Ja?"

Das war interessant. Wenn sich Shelly Copes Puls beschleunigte, war es, weil sie mich körperlich attraktiv fand, nicht weil sie Angst hatte. Ich war bei menschlichen Frauen an diese Reaktion gewöhnt ... und doch hatte ich diese Erklärung für Bellas rasenden Herzschlag nicht in Betracht gezogen.

Das gefiel mir. Und zwar ein bisschen zu gut. Ich lächelte und Ms. Copes Atmung wurde lauter.

„Bella hat in der nächsten Stunde Sport, aber ich glaube nicht, dass es ihr schon wieder so gut geht. Ich denke, es ist das Beste, wenn ich sie nach Hause bringe. Meinen Sie, es wäre möglich, sie vom Unterricht zu entschuldigen?" Ich starrte in ihre seichten Augen und genoss das Chaos, dass diese Handlung in ihren Gedanken anrichtete. War es möglich, dass Bella ... ?

Ms. Cope musste laut schlucken, bevor sie antwortete. „Brauchst du auch eine Entschuldigung, Edward?"

„Nicht nötig, meine nächste Stunde ist bei Mrs. Goff, sie hat bestimmt nichts dagegen."

Ich schenkte ihr jetzt nicht mehr viel Aufmerksamkeit. Ich dachte über diese neue Möglichkeit nach. Hmmm. Ich wollte gerne glauben, dass Bella mich attraktiv fand, so wie die anderen Menschen, aber wann reagierte Bella schon so wie andere Menschen? Ich sollte mir lieber keine Hoffnungen machen.

„Okay, ich erledige das. Und du, Bella, erholst dich, ja?"

Bella nickte schwach – sie übertrieb das Schauspielern ein bisschen.

„Kannst du laufen oder soll ich dich wieder tragen?", fragte ich sie, amüsiert von ihren armseligen schauspielerischen Fähigkeiten. Ich wusste, sie würde gehen wollen – sie wollte nicht schwach wirken.

„Ich schaff das schon", sagte sie.

Und schon wieder richtig. Ich wurde immer besser.

Sie setzte sich auf und zögerte einen Moment, als ob sie ihr Gleichgewicht prüfen wollte. Ich hielt ihr die Tür auf und wir gingen hinaus in den Regen.

Ich beobachtete sie, als sie ihr Gesicht in den leichten Regen hielt, die Augen geschlossen und ein sanftes Lächeln auf den Lippen. Was dachte sie gerade? Etwas an diesem Verhalten schien merkwürdig und mir wurde schnell klar, warum mir diese Haltung so ungewöhnlich vorkam. Normale menschliche Mädchen würden ihre Gesichter nie auf diese Weise in den Nieselregen halten; normale menschliche Mädchen trugen üblicherweise Make-up, sogar hier, an diesem feuchten Ort.

Bella trug nie Make-up und sollte es auch nicht. Die Kosmetikindustrie verdiente jedes Jahr Milliarden von Dollar an Frauen, die erreichen wollten, dass ihre Haut so aussah wie Bellas.

"Danke", sagte sie und lächelte mich jetzt an. „Wenn man dann keinen Sport treiben muss, lohnt es sich fast, krank zu sein."

Ich starrte über das Schulgelände und fragte mich, wie ich meine Zeit mit ihr verlängern konnte.

„Gern geschehen", sagte ich.

„Kommst du auch mit? Am Samstag, meine ich?" Sie klang hoffnungsvoll.

Ah, ihre Hoffnung beruhigte mich. Sie wollte mich bei sich haben, nicht Mike Newton. Und ich wollte Ja sagen. Aber es gab so viele Dinge zu beachten. Zunächst einmal würde diesen Samstag die Sonne scheinen ...

„Wo genau fahrt ihr eigentlich hin?" Ich bemühte mich, meine Stimme unbeteiligt klingen zu lassen, als wäre es nicht wichtig. Mike hatte jedoch Strand gesagt. Es gab keine große Chance, dort dem Sonnenlicht zu entkommen.

„Rüber nach La Push, an den Strand."

Verdammt. Nun, dann war es unmöglich.

Emmett wäre sowieso verärgert, wenn ich unsere Pläne absagen würde.

Ich blickte auf ihr Gesicht hinab und lächelte sie schief an. „Ich kann mich gar nicht erinnern, eingeladen worden zu sein."

Sie seufzte, sie hatte bereits resigniert. "Doch. Gerade eben. Von mir."

„Ich finde, wir beide haben den armen Mike in dieser Woche schon genug provoziert. Nicht, dass er uns noch durchdreht." Ich dachte daran, dem armen Mike den Hals umzudrehen und genoss das mentale Bild davon in vollen Zügen.

„Ach was – Mike", sagte sie und es klang wieder abschätzig. Ich lächelte breit.

Und dann begann sie, von mir wegzugehen.

Ohne über mein Handeln nachzudenken, streckte ich die Hand aus und hielt sie an ihrer Regenjacke fest. Sie blieb mit einem Ruck stehen.

„Wo willst du denn hin?" Ich war beinahe wütend, dass sie mich verlassen wollte. Ich hatte nicht genug Zeit mit ihr gehabt. Sie konnte nicht gehen, noch nicht.

„Nach Hause?", sagte sie, verwirrt, dass mir diese Tatsache etwas ausmachen sollte.

„Hast du nicht gehört? Ich hab versprochen, dich sicher heimzubringen. Meinst du, ich lass dich in diesem Zustand fahren?" Ich wusste, das würde ihr nicht gefallen -meine Andeutung von Schwäche ihrerseits. Aber ich musste sowieso für den Ausflug nach Seattle üben. Herausfinden, ob ich in einem geschlossenen Raum mit ihrer Nähe umgehen konnte. Das heute war eine viel kürzere Reise.

„Was denn für ein Zustand?", wollte sie wissen. „Und was soll mit meinem Transporter passieren?"

„Ich sag Alice, dass sie ihn nach der Schule zu dir fahren soll." Ich zog sie behutsam zurück in Richtung meines Wagens, da ich jetzt wusste, dass vorwärts zu gehen schon Herausforderung genug für sie war.

„Lass mich los", sagte sie, drehte sich seitwärts und stolperte beinahe. Ich streckte eine Hand aus, um sie aufzufangen, aber sie richtete sich auf, bevor es nötig war. Ich sollte nicht nach Ausreden suchen, sie zu berühren. Das brachte mich dazu, über Ms. Copes Reaktion auf mich nachzudenken, aber ich verdrängte es, damit würde ich mich später beschäftigen. Es gab viel, über dass ich in dieser Hinsicht nachdenken musste.

Als wir am Auto angekommen waren, ließ ich sie los und sie stolperte gegen die Tür. Ich würde noch vorsichtiger sein müssen, ihren schlechten Gleichgewichtssinn berücksichtigen müssen ...

„Du bist so was von bestimmend!"

„Es ist offen."

Ich stieg auf meiner Seite ein und ließ den Wagen an. Sie stand noch immer stocksteif neben dem Auto, obwohl der Regen stärker geworden war und ich wusste, dass sie das kalte und feuchte Wetter nicht mochte. Das Wasser tränkte ihr dichtes Haar, es verdunkelte sich und schien nun beinahe schwarz.

„Ich bin sehr wohl in der Lage, selber nach Hause zu fahren!"

Natürlich war sie das – ich war nur nicht in der Lage, sie gehen zu lassen.

Ich ließ auf ihrer Seite das Fenster hinunter und lehnte mich zu ihr hin. „Steig ein, Bella."

Ihre Augen verengten sich und ich vermutete, dass sie darüber nachdachte, ob sie wegrennen sollte, oder nicht.

"Ich hol dich sowieso wieder zurück", versprach ich und genoss den Unmut auf ihrem Gesicht, als ihr klar wurde, dass ich es ernst meinte.

Das Kinn in die Höhe gereckt öffnete sie die Tür und kletterte hinein. Ihre Haare tropften auf das Leder und ihre Stiefel quietschten.

„Das ist vollkommen unnötig", sagte sie frostig. Ich fand, sie sah unter ihrem Groll verlegen aus.

Ich drehte kommentarlos die Heizung hoch, sodass sie sich nicht unwohl fühlen würde, und die Musik auf eine angenehme Hintergrundlautstärke. Ich fuhr in Richtung Ausfahrt und beobachtete sie aus dem Augenwinkel. Sie hatte die Unterlippe stur nach vor geschoben. Ich starrte sie an und achtete darauf, was für ein Gefühl dieser Anblick in mir auslöste ... dachte wieder über die Reaktion der Sekretärin nach ...
Plötzlich blickte sie auf das Radio und lächelte, ihre Augen wurden weit. "Clair de lune?", fragte sie.

Ein Klassikfan? „Du kennst Debussy?"

„Nicht gut", sagte sie. „Meine Mutter hört viel Klassik zu Hause – ich kenne nur meine Lieblingsstücke."

„Das ist auch eines meiner Lieblingsstücke." Ich starrte hinaus in den Regen und dachte über diese Tatsache nach. Ich hatte tatsächlich etwas mit dem Mädchen gemein. Ich hatte angefangen, zu glauben, wir wären in jeder Hinsicht das komplette Gegenteil.


*

Twilight, deutsche Ausgabe:

Solange du deine Hand nicht aus der Tasche nimmst."

Ich finde aber, dass passt nicht so ganz wenn Edward dann denkt, sie redet mit ihm.

Vorschau: gibts noch nicht, muss erst zu Übersetzen anfangen! Nur soviel: sie führen das Gespräch im Auto weiter .. wir kennen das ja alle aus Twilight :)