Hallo Ihr lieben, treuen Leser!

Das letzte Update ist eine Ewigkeit her, und auch wird dieses Kapitel nur ein ganz kurzes Zwischenspiel… Ich habe soooo viel zu tun, dass ich wirklich zu nichts anderem mehr gekommen bin, und in zwei Wochen fahre ich dann nach über einem Jahr endlich mal wieder für 14 Tage in Urlaub!

Aber danach gibt's hoffentlich wieder ein längeres Update!

Über Reviews werde ich mich natürlich wieder ganz arg freuen!

26. Später Besuch

…"Guten Abend, Severus… Darf ich hineinkommen?"

„Albus! Was führt Dich zu solch später Stunde noch zu mir?" „Ich sah noch Licht bei Dir brennen, Severus, als ich bei einer meiner schlaflosen Wanderungen durchs Schloss zufällig an Deinen Räumen vorbeikam…", das Zwinkern in den Augen des Schulleiters verriet nur zu deutlich, dass er nicht ‚rein zufällig' hierher gekommen war… Der etwas verblüffte Tränkemeister öffnete die die Tür, und bot dem älteren Zauberer einen der Sessel in seinem Wohnzimmer an, während er sich selbst gegenüber auf die bequeme Couch setzte. „Und was ist der wahre Grund deines Besuchs, Albus? Doch sicher nicht, der Wunsch, dich mit mir zu solch später Stunde über deine wiederkehrende Schlaflosigkeit zu unterhalten?" „Das, lieber Severus, wäre auch ein gutes Thema… Du hast nicht zufällig ein Mittel gegen schlaflose Nächte in einem deiner Voratsschränke…?" „Nichts, was gegen durch übermäßige Neugier hervor gerufene Schlaflosigkeit helfen würde."

Albus Dumbbledore schaute unterdessen erwartungsvoll in Richtung seines scheinbar völlig entspannt zurückgelehnt sitzenden Gegenübers. „Wie war es, Severus?" Natürlich hatte Severus Snape auf diese Frage gewartet. „Miss Granger war brillant, Albus, so wie es zu erwarten war. Sie hat die versammelte Fachwelt in ihren Bann gezogen, nicht nur durch ihre bezaubernde Art, sondern durch die Art und Weise, in der sie mit weiblichem Charme, kindlicher Schüchternheit und hervorragendem Fachwissen einen Vortrag gehalten hat, wie auch ich ihn nicht besser hätte halten können." Albus hatte die Mimik seines Gesprächspartners aufmerksam verfolgt, während er die Lobeshymnen auf seine Assistentin hervorbrachte, und das stolze und bewundernde Strahlen in den schwarzen Augen – für einen Fremden kaum wahr zu nehmen – ließ für einen Moment ein Gefühl der Wärme, vermischt mit einem undefinierbaren Gefühl der Beklommenheit in seiner Brust aufkommen. „Das freut mich zu hören, Severus. Gibt es sonst etwas wichtiges zu berichten?"

Severus Snape senkte für einen Moment den Blick, als das Gesicht von Morgan Henderson vor seinem inneren Auge erschien.

„Wir hatten leider das Vergnügen, die Bekanntschaft von Morgan Henderson zu machen." „Ich nehme an, er ist noch immer so freundlich und zuvorkommend wie früher?" „In der Tat, das ist er. Aber das ist es nicht, was mich beschäftigt. Ich hatte in einer Pause die wenig vergnügliche Gelegenheit noch ein Paar Worte mit ihm alleine zu wechseln. Du weißt, dass er seit jeher dem dunklen Lord zugetan war, Albus. Und ich bin mir sicher, dass er Kontakte zu Lucius Malfoy unterhält. Vermutlich ist er über ihn in den inneren Kreis gelangt Er weiß, was mit Miss Granger passiert ist." Der bärtige Zauberer hatte sich bei diesen Worten aufgerichtet und zu seinem Tränkelehrer hinüber gebeugt. „Was genau hat er gesagt, Severus?" „Er hat gesagt, dass ich nicht zu viel Zeit in die Entwickelung eines Trankes einbringen soll, den es nicht geben kann…" „das war alles?" „Nicht ganz. Er hat noch spöttisch hinzugefügt, dass der dunkle Lord mich ja mit einer besonders wertvollen Aufgabe bedacht hat, als er mich als Kindermädchen für Miss Granger ausgesucht hat…" „Das ist merkwürdig… sehr merkwürdig…ein Trank den es nicht geben kann…" „Ja, Albus, das ist es. Ich möchte aber vorerst, dass Miss Granger nichts davon erfährt. Wenn es wirklich keine Heilung für sie gibt, dann möchte ich, dass sie selbst, wenn sie soweit ist, dies für sich beschließt…" Der greise Zauberer richtete sich wieder auf und schaute abermals in die onyxfarbenen Augen, deren schmerzvoller Blick ihm die Qualen offenbarte, die ihr Besitzer bei diesen Worten empfand. „Natürlich Severus, aber bedenke, dass man Menschen nicht ewig vor der Wahrheit beschützen kann." Albus Dumbledore stand mit diesen Worten auf und wurde von Severus Snape in Richtung der Tür, die zu den Gängen führte geleitet. „Ich weiß, Albus. Ich werde mit ihr reden, wenn sie soweit ist." Kaum dass diese Worte gesagt waren, hatte sich die Tür hinter Albus Dumbledore geschlossen, der noch einen Moment vor der hölzernen, mit schlangen umrahmten Pforte stehen blieb, während gemurmelte Worte ihren Weg über seine Lippen suchten. „Ich meine nicht sie, Severus, ich meine Dich…"