Disclaimer: Die Rechte an "Harry Potter" gehören wie immer unserer werten JKR (und WB) – und wie immer gibts für uns auch kein Geld *seufz*Trotzdem die OC und der Plot sind UNSER…. Muahahahahahahaha… *evillaugh*

Grüße an alle die gereview't haben… knuddel/knuff euch alle.

@ SilentRose: Da bist du ja wieder… *umknuddel/freude*

@ Choko: Wie lange das heir noch gehen wird kann ich dir echt nicht sagen. Wie schon gesagt, eigentlich hatte ich mit ner Story mit 20Kapiteln gerechnet und ich lade gerade das 26te hoch. Aber es wird schon noch ne Weile gehen. Es fängt doch eigentlich gerade er sr an cool zu werden *lach*

@ Kirilein: Ahhh, das Kirilein hat sich den Tommy geschnappt. Und habt ihr auch viel Spaß??

@ Vanilla: Rätsel über Rätsel. . . ich hoffe du wirst die Idde mögen obwohl die Auflösung noch kommen wird! *knuddel*

Auch noch Grüße und knuddel an: Lilith, Elliot, Shelley, TheSnitch & mbi13 (übrigens, du warst Nr. 200^^)

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The Green Side of Life

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by The Slytherin Sisters

(Lorelei Lee & Toyo Malloy)

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Chapter twenty-six

# 26 #

In diesem Moment schlug die Uhr auf Dumbledores Kaminsims halb neun. Der Direktor blickte die beiden Lehrer an.

„Remus, Severus – ihr solltet jetzt besser gehen, ihr kommt sonst noch zu spät zum Unterricht. Lucius – mit Ihnen möchte ich mich noch kurz unterhalten. Wenn Sie wollen, kann ich noch eines der Gästezimmer für Sie herrichten lassen, damit Sie sich noch etwas zurückziehen können, bevor Sie Draco nach dem Mittagessen besuchen."

Remus hatte zwar noch einige spitze Bemerkungen für Lucius Malfoy auf Lager gehabt, doch für den Moment war er zufrieden. Hatte er doch schon befürchtet, dass Lucius sich in der Zwischenzeit in Severus Räumen häuslich einrichten würde.

Die beiden Lehrer fügten sich den Anweisungen ihres Direktors und verließen gemeinsam dessen Büro. Draußen auf dem Gang konnte Remus aber nicht länger an sich halten und verlieh seiner Empörung über Lucius Verdächtigungen lautstark Ausdruck.

„Ron und Ginny. . . was für ein ausgemachter Blödsinn!" schnaubte er und wurde dafür von Severus mit einem rätselhaften Blick bedacht. „Du glaubst das doch nicht etwa?" stieß Remus empört hervor. „Allein der Gedanke, dass zwei seiner besten Freunde..." Severus Arm schoss blitzschnell vor und umklammerte Remus Schulter mit schmerzhaft hartem Griff.

„Muss ich Ihre Erinnerung an Peter Pettigrew und James Potter auffrischen?" fragte er gefährlich leise.

„Diese kleine Ratte... das kann man doch überhaupt nicht vergleichen!"

„Sie sind zu vertrauensselig, Lupin", stellte der Tränkemeister mit einer Spur Geringschätzung fest.

„Im Gegensatz zu dir", schoss Remus zurück. „Wie kann ein einzelner Mensch nur so misstrauisch gegen alles und jeden sein?"

Severus funkelte den Werwolf kalt an, dann überzeugte er sich mit einem raschen Seitenblick, dass sie allein waren und beugte sich dann näher zu seinem Kollegen, dessen Herz bei dieser unverhofften Nähe ein paar Takte aussetzte.

„Passen Sie gut auf, Lupin. Ich werde jetzt Ihren Geist ein wenig erhellen. Erstens: Niemandem zu vertrauen ist die erste Lektion eines jeden Todessers. Wem das nicht zur zweiten Natur wird, der kann sich genauso gut gleich einsargen lassen. Zweitens: schenken Sie niemals jemandem Ihr Vertrauen, der noch nichts getan hat, um es sich zu verdienen. Drittens: in meiner derzeitigen Situation überlege ich es mir selbst dann noch mindestens zwei Mal, ob ich jemandem vertraue oder nicht."

„Aber Malfoy vertraust du blind, wenn er behauptet, dass ein Weasley in die Sache verwickelt ist", platzte Remus aufgewühlt heraus.

„Das steht auf einem anderen Blatt."

„Ich glaube allmählich, du vertraust ihm bloß, weil du mit ihm..."

„Das reicht jetzt", unterbrach Severus ihn schneidend. „Noch ein weiteres Wort und ich hexe Sie bis in den nächsten Monat! Ich frage mich sowieso schon die ganze Zeit, warum ich Ihre unkontrollierten Ausbrüche derart nachsichtig betrachte! Lassen Sie es sich gesagt sein, dass Lucius Malfoy Einiges getan hat um mein Vertrauen zu verdienen."

Remus starrte ernüchtert auf den gezückten Zauberstab in Severus Hand und fragte sich, seit wann er diesen auf ihn gerichtet hielt. Er bereute sofort, dass er sich – schon wieder – von seiner Eifersucht hatte hinreißen lassen und schluckte die hitzige Erwiderung, die ihm auf der Zunge gelegen hatte, hinunter. Stattdessen legte er seine Hand auf Severus Finger, die immer noch seine Schulter umklammert hielten.

„Was muss ich tun, damit du mir vertraust?" fragte er leise. Dies schien Severus zu überraschen, denn eine seiner Augenbrauen zuckte leicht nach oben und er steckte kommentarlos seinen Zauberstab wieder ein.

„Da gäbe es schon eine Sache..."

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Lucius Malfoy schritt nach dem Mittagessen gemeinsam mit Albus Dumbledore zur Krankenstation. Obwohl ihn das Verhalten des Direktors maßlos erbitterte, musste er ihm doch insgeheim Beifall zollen. Wer hätte gedacht, dass ein Gryffindor über derart viel Hinterlist verfügen würde. Lucius war nichts anderes übrig geblieben, als sich nach einer fruchtlosen Diskussion mit Albus in das für ihn vorbereitete Gästezimmer zu begeben, wo er in seinem Groll mehrere Male die Einrichtung zerlegte um sie hinterher jedes Mal auf magische Weise wieder zu reparieren. Als es Zeit zum Mittagessen gewesen war, hatte Dumbledore eine Hauselfe zu ihm geschickt, die ihn wieder zurück in das Büro des Direktors geleitete hatte, wo ihnen in trauter Zweisamkeit das Mittagessen serviert worden war. Auf diese Weise hatte der Direktor höchst elegant verhindert, dass Lucius nicht in der ganzen Schule herumlief und damit die Gerüchteküche zum Brodeln brachte.

Madam Pomfrey war über diesen Besuch nicht sehr erbaut gewesen, doch im Endeffekt war ihr nichts anderes übrig geblieben, als die Herren eintreten zu lassen. Sie ermahnte sie lediglich Harry nicht aufzuregen und keinesfalls länger als 10 Minuten zu bleiben.

„Mister Potter! Mister Malfoy! Sie haben Besuch", rief sie ihren Patienten zu und zog sich dann mit einem letzten, missbilligenden Blick in das angrenzende Zimmer zurück.

„Vater?" rief Draco überrascht.

„Draco", flüsterte Lucius rau und war mit drei schnellen Schritten am Bett seines Sohnes. Gerade noch rechtzeitig erinnerte er sich daran, dass er nicht alleine war und so beschränkte er sich darauf, eine Hand auf die Schulter seines Sohnes zu legen.

„Wie geht es dir, mein Sohn?" Draco grinste schief.

„Es ging schon mal besser", antwortete er wahrheitsgemäß. „Aber ich fürchte, wenn Potter mich nicht geschubst hätte, dann würde es mir jetzt noch schlechter gehen." Ein intensiver Blick aus silbergrauen Augen flackerte zu Harry hinüber, der unter der Musterung durch Dracos Vater ziemlich rot wurde.

„Dann bin ich Ihnen zu großem Dank verpflichtet, Mister Potter", sagte Lucius gemessen.

„Nein, das ist schon okay", wehrte Harry verlegen ab. „Immerhin hat er mich zuerst geschubst..."

„Ja, das ist allerdings wahr. Dad, ich glaube, du brauchst dich doch nicht bei ihm zu bedanken. Wir haben uns gegenseitig geschubst und sind deshalb quitt." Draco grinste fröhlich.

Lucius war froh, dass sein Sohn seinen bissigen Humor nicht verloren hatte, dennoch verlor er über seiner Erleichterung nicht sein Hauptziel aus den Augen - denjenigen ausfindig zu machen, der es gewagt hatte, Hand an seinen Sohn zu legen. Er wandte sich deshalb mit seinen nächsten Worten an Harry.

„Mister Potter, wer wußte davon, dass Sie vorhatten, sich mit meinem Sohn zu treffen?" Harry war einen Moment lang über die Frage irritiert. In seinen Augen flackerte einen Augenblick lang die Panik. Er wollte Draco gegenüber nicht unhöflich sein, aber das war schließlich Lucius Malfoy mit dem er hier redete und Harry wusste nicht ob er ihm genauso trauen konnte wie Draco. Sein unsicherer Blick wanderte zu Dumbledore hinüber, der ihn aufmunternd anlächelte und wissend nickte. Harry begann zu sprechen:

„So gut wie jeder, Sir." Er sah wieder zu Dumbledore und bemerkte dessen milde Verblüffung. „Es gab ein wenig Aufregung in unserem Gemeinschaftsraum und da – naja... da bin ich wohl ein wenig laut geworden."

„Was, Potter, du kannst laut werden?" fragte Draco belustigt. Harry vergaß kurzfristig die Anwesenheit von Dumbledore und Lucius Malfoy.

„Du wärst auch laut geworden, wenn deine Kumpane über dich hergezogen wären, nur weil wir ein paarmal miteinander trainiert haben! Da verbringe ich ein wenig Zeit mit dir und dann heißt es gleich ich würde mein Haus hintergehen. Sie haben es einfach herausgefordert, dass ich laut wurde."

Dumbledore seufzte.

„Dann wusste es praktisch die ganze Schule, dass du dich mit Draco getroffen hast, richtig, Harry?"

„Ja, kann schon sein", antwortete Harry trotzig. „Es ist mir aber auch egal."  Draco wusste nicht, ob er diese Haltung albern oder rührend finden sollte.

„Und wer wußte davon, dass Sie sich mit Ihrem Paten treffen wollten?" warf Lucius Malfoy ein, der seinen Sohn und Harry keine Sekunde aus den Augen ließ.

„Was hat das denn damit zu tun?" fragte Harry und Draco verdrehte genervt die Augen.

„Oh, Potter! Also wirklich! Drei Anschläge auf dein Leben und siehst keinen Zusammenhang?"

„Ach so", nuschelte Harry kleinlaut. „Von meinem Treffen mit Sirius wußte niemand etwas."

„Tatsächlich niemand?" hakte Lucius nach. „Auch keiner Ihrer Freunde?"

„Nein, wenn ich es doch sage! Hermine hätte doch nur versucht es mir auszureden. Seit im Zaubertränke-Unterricht mein Kessel explodiert ist, haben sie sich dauernd Sorgen um meine Sicherheit gemacht, deshalb habe ich keinem was gesagt", versicherte Harry.

„Aber du und Sirius, ihr habt euch doch sicher geschrieben", bemerkte Dumbledore nachdenklich. „Was ist mit diesen Briefen geschehen?"

„Einen davon habe ich verschluckt, damit Malfoy ihn nicht in die Finger bekommt", antwortete Harry und eine leichte Röte schoss ihm in die Wangen. „Die anderen habe ich immer ein paar Tage in meinem Koffer versteckt und dann sicherheitshalber verbrannt."

„Wer konnte alles an diesen Koffer?" wollte Lucius wissen.

„Niemand", behauptete Harry. „Ich habe ihn abgesperrt und mit einem Schließzauber belegt. Und der war immer intakt." Dumbledore nickte lediglich. Dann kam auch schon Madam Pomfrey aus ihrem Zimmer gewuselt und bestand darauf, dass der Schulleiter und Lucius jetzt gingen. Die Patienten bräuchten ihre Ruhe. Lucius verabschiedete sich daraufhin von seinem Sohn und versprach ihm, ihm in den nächsten Tagen einen Brief zu schreiben.

Dumbledore begleitete Lucius Malfoy noch in die große Halle.

„Sie denken, was ich denke?" sagte Malfoy düster.

„Ja", gab Dumbledore zu. „Ein Zauberer, der imstande ist Feuerkristalle zu produzieren, dürfte sich auch von einem einfachen Schließzauber nicht aufhalten lassen."

„Behalten Sie die Weasleys im Auge", sagte Lucius und reichte Dumbledore die Hand zum Abschied. „Ich werde mich in den nächsten Tagen wieder melden."

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Kaum hatte sich die Tür der Krankenstation hinter Lucius Malfoy und Dumbledore geschlossen, wuselte Madam Pomfrey mit zwei großen Bechern in den Händen aus dem angrenzenden Zimmer. Sie reichte jedem der Jungs einen Becher. „So, jetzt trinkt ihr erst einmal brav euren Schlaftrunk. Für heute Nachmittag hattet ihr genug Aufregung."

Widerwillig schluckten Beide den Trank. Mit Blicken gaben sie sich währenddessen zu verstehen, dass es eigentlich noch jede Menge zu besprechen gab, doch bevor sie noch ein Wort miteinander wechseln konnten, wirkte der Trank auch schon und sie waren eingeschlafen.

Dieses Mal war Draco der Erste, der nach einigen Stunden wohltuendem Schlaf erwachte. Doch er hatte nicht lange Muse, den schlafenden Harry zu betrachten, denn schon wenige Minuten später blinzelte auch dieser und tastete träge nach der Brille auf seinem Nachttisch.

„Du hast weder mit Wiesel noch mit Elfenfreundin Granger über dein Treffen mit Black gesprochen und das soll ich dir glauben?" bemerkte Draco spöttisch, kaum, dass Harry die Augen aufgeschlagen hatte.

„Das habe ich gehört", tönte eine hoheitsvoll kühle Stimme von der Tür her.

„Hallo Hermine", begrüßte Harry seine Freundin mit einem erfreuten Grinsen. „Wo ist Ron? Hast du ihn nicht mitgebracht?"

„Daran liegt es nicht, aber Madam Pomfrey wollte nur mich herein lassen. Sie meinte, ihr hättet für heute eigentlich schon genug Aufregung gehabt und ich darf auch nur hier sein, weil Professor Lupin bei euren Lehrern den versäumten Unterrichtsstoff für euch eingesammelt hat und mich gebeten hat, ihn euch zu bringen." Mit diesen Worten öffnete sie ihre Schultasche, die sie bei sich trug und legte Draco und Harry jeweils einen Stapel Pergamente auf die Nachttische.

„Nicht einmal hier hat man seine Ruhe", brummte Draco verdrossen, was von Harry mit einem Kichern quittiert wurde.

„Nein", bestätigte er trocken. „Das hätte ich dir aber auch gleich sagen können."

„Ja, richtig – wie konnte ich vergessen, dass du hier schon mehr Zeit verbracht hast, als im Klassenzimmer", konterte Draco süffisant.

Hermine wollte sich gerade Gedanken über dieses untypische Verhalten der beiden Jungs machen, als ein leises ‚Plopp' ertönte und plötzlich Dobby, der Hauself, auf Harrys Bett saß.

„Oh, Harry Potter, Sir", fiepte der Elf bestürzt. „Gerade habe ich von Ihrem schrecklichen, schrecklichen Missgeschick gehört!"

„Hi, Dobby", erwiderte Harry nachsichtig. „Kein Grund zur Panik. Wie du siehst, geht es mir schon wieder besser."

„Das freut Dobby zu hören, Sir. Braucht Harry Potter irgendetwas? Ich kann ihm alles bringen, was er sich wünscht!"

„Nein, Dobby, das ist nicht notwendig", wehrte Harry ab und war froh, als Draco den Elf mit seinem Gruß ablenkte.

„Hallo Dobby – na, schmeckt dir die Freiheit immer noch?" fragte Draco mit einem hässlichen Glitzern in seinen sturmgrauen Augen. Harry fluchte innerlich über seine eigene Gedankenlosigkeit. Natürlich war Draco alles andere als begeistert hier auf seinen ehemaligen Hauselfen zu treffen, der seine Freiheit ihm, Harry Potter, zu verdanken hatte.

Doch entweder Dobby schien dies bissige Bemerkung nicht zu verstehen, oder er machte sich nichts daraus, denn seine Antwort fiel unter diesen Umständen sehr normal aus.

„Ja, Sir, danke Sir", piepste Dobby, dann hatten seine großen Augen auch Hermine erfasst und er begrüßte sie ebenfalls mit allen Anzeichen der Freude. „Miss! Sie besuchen auch Harry Potter?! Dobby gefällt das – Dobby gefällt das sogar sehr. Es ist richtig, sich um seine Freunde zu kümmern. Dobby kümmert sich auch immer um Winky."

„Wie geht es Winky denn?" wollte Hermine wissen. „Es tut mir sehr leid, dass ich in den letzten Wochen kaum Zeit für euch hatte."

„Oh, da machen sich Miss mal keine Sorgen, Miss Ginny ist oft bei Winky und heitert sie auf. Immer wenn Miss dann weggeht ist Winky ein kleines bisschen fröhlicher", plapperte Dobby munter.

„Ginny besucht Winky in der Küche?" fragte Harry seltsam berührt. „Wieso das denn?"

„Harry, ich wollte eigentlich meinen Mund halten und mich nicht einmischen..." fing Hermine an, wurde aber von Draco unterbrochen.

„Das ist ja mal was ganz Neues, Granger", murmelte er so laut, dass alle es hören konnten. Hermine tat ihr Bestes um Draco zu ignorieren und fuhr unbeirrt fort:

„Ginny hat dich immer noch sehr gern, Harry. Auch wenn sie es nicht mehr so deutlich zeigt. Aber es belastet sie trotzdem, dass du sie so gar nicht wahrnimmst – deshalb hat sie angefangen, sich bei B.ELFE.R zu engagieren. Sie hat sich dabei mit der armen Winky richtig angefreundet, was ich sehr gut finde." Harry wurde bei dem Kommentar über Ginny leicht rot im Gesicht. Es war ihm unangenehm darauf angesprochen zu werden. Weder Harry noch Hermine bemerkten den Ausdruck der Eifersucht, der kurz über Dracos Gesicht huschte.

„Oh Gott, Granger! Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen", stiess Draco mit erstickter Stimme aus. Doch Harry war während dieser Unterhaltung ein ganz anderer Gedanke gekommen.

„Du, Dobby? Erinnerst du dich noch an mein zweites Schuljahr?" fragte er nachdenklich.

„Ja, natürlich, Harry Potter, Sir – damals hat Harry Potter Dobby die Freiheit geschenkt!" antwortete Dobby eifrig.

„Dann erinnerst du dich auch noch daran, dass du mich mit deinem verzauberten Klatscher fast umgebracht hättest – und das alles nur, weil du mich beschützen und von Hogwarts fernhalten wolltest?"

„Ja, Sir", antwortete der Elf verlegen und sah geknickt zu Boden.

„Und du weißt auch noch, dass du mir versprochen hast, mich nie wieder zu retten?"

„Oh ja! Dobby hat sich auch immer daran gehalten, Sir!" beteuerte der Elf eifrig. „Harry Potter darf nicht glauben, dass Dobby die Feuerkristalle geschickt hat."

„Na ja, es war ja nur so eine Idee... Aber du musst selbst zugeben Dobby, dass der Verdacht naheliegend war. Auch wenn ich überzeugt davon bin, dass du es sicher nur gut gemeint hättest", versuchte Harry den aufgebrachten Elf zu beruhigen.

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Severus Snape saß allein in seinen Räumen und sah seit einer halben Stunde immer wieder auf die Uhr. Wo blieb dieser verdammte Werwolf nur? Das konnte doch unmöglich so lange dauern. Wenn er nur nicht wieder alles verpfuscht hatte… Ein bestimmtes Klopfzeichen – kurz, lang, kurz, kurz – ließ Severus von seinem Sessel aufspringen. Er öffnete die Tür und blickte in einen gespenstisch leeren Flur hinaus. Trotzdem trat er zur Seite, wie um jemanden einzulassen und verriegelte die Tür wieder sorgfältig hinter sich.

„Wo waren Sie nur so lange, Lupin?" Bei diesen Worten schälte sich Remus aus Harrys Tarnumhang und strich sich die Haare aus der Stirn.

„Und ich finde immer noch, dass es nicht richtig war", sagte Remus mit unglücklichem Gesichtsausdruck.

„Unsinn", knurrte Snape und nahm Remus den Tarnumhang ab. „Es ist ein Glück, dass ich nach diesem Mantikor -Angriff den Umhang von Potter zu seinem eigenen Schutz konfisziert habe."

„Ja, du hast ja Recht", gab Remus verdrossen zu. „Aber ich hatte trotzdem kein gutes Gefühl dabei. Du hättest das ruhig selbst tun können."

„Denken Sie eigentlich jemals nach, Lupin? Ich meine, so richtig? Was wäre gewesen, wenn mich mittendrin der dunkle Lord zu sich gerufen hätte – was dann?"

Remus Augen weiteten sich. „Dann ist es also bald wieder soweit?" fragte er erschüttert. Severus tat dies mit einer Handbewegung ab, doch Remus war nicht entgangen, dass er sich noch kurz zuvor unbewusst über den Unterarm gerieben hatte.

„Also, was ist jetzt? Wie ist es gelaufen? Haben Sie etwas herausgefunden?" fragte der Tränkemeister ungeduldig.

„Ja, es lief alles nach Plan. Ich habe Hermine die Hausaufgaben für Harry und Draco gegeben und habe mich dann unter dem Tarnumhang versteckt und bin ihr in die Krankenstation gefolgt." Während Remus sprach, ging Severus vor dem Kamin mit langsamen Schritten auf und ab, die Hände auf den Rücken gelegt.

„Erst haben sie sich nur ein bisschen gezankt... weißt du Severus, je länger ich darüber nachdenke – du hattest Recht - es ist seltsam, dass Harry und Draco sich nicht mehr bis aufs Blut bekriegen... glaubst du...", doch bevor Remus seinen Gedanken zu Ende formuliert hatte, unterbrach er sich selbst und biss sich auf die Zunge. Das war kein gutes Thema. Er atmete erleichtert auf, als Severus jedoch nicht wirklich auf seine Bemerkung einging, sondern nur äußerte, dass was immer es auch wäre, es Lucius auf Dauer sicher nicht behagen würde.

„Und weiter?" forderte er Remus auf.

„Dann ist dieser seltsame Hauself aufgetaucht, dieser Dobby", berichtete Remus weiter und seine bernsteinfarbenen Augen folgten jeder von Severus Bewegungen.

„Dobby?"

„Ja, du weißt schon – war früher bei den Malfoys, Harry hatte irgendwas mit seiner Freilassung zu tun – seither verehrt ihn dieser Elf rückhaltlos."

Severus nickte zum Zeichen, dass er im Bilde war und Remus fuhr fort: „Und dann wurde es interessant..." Remus gab Wort für Wort das Gespräch wieder, welches er in der Krankenstation belauscht hatte. Als er geendet hatte, blieb Severus vor dem Kamin stehen, einen Arm auf das Kaminsims aufgestützt, die Finger nachdenklich an seinen Mund gelegt.

„Ich denke, nach diesen Informationen sollten wir unser Hauptaugenmerk auf Miss Weasley lenken", äußerte Severus bedächtig.

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Der nächste Tag war ein klirrend kalter Donnerstag und das Gerücht, dass der betagte Lehrer für Alte Runen, Professor Odin, in der Nacht einem Anschlag auf sein Leben zum Opfer gefallen war, verbreitete sich noch vor dem Frühstück wie ein Lauffeuer durch die ganze Schule. Im Laufe des Vormittags versuchte Professor McGonagall der ganzen Aufregung ein Ende zu bereiten, als sie zum Unterricht der Hufflepuff -Sechstklässler als Vertretung für Professor Odin erschien und in ihrer strengen Art verkündete, dass ihr bisheriger Lehrer lediglich einen unglücklichen Unfall gehabt hatte und sich nun in St. Mungos von den Schrecken erholte.

Obwohl diese Schilderung durchaus den Tatsachen entsprach (auch wenn sie taktvoll Peeves Beteiligung, den Einsatz einiger Schleim- und Wasserbomben, sowie einen sehr demütigenden Sturz von einer Turmtreppe verschwieg), summte es in Hogwarts vor lauter Gerüchten wie in einem Bienenstock.

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tbc.

A/N: Diese Kapitel kann man wohl mit gutem Gewissen ein Jubiläumskapitel nennen, denn mit dem letzten Kapitel haben Lorelei und ich die magische Grenze von 200Reviews erreicht. Der Hammer. Ich danke allen die uns bis zu diesem Punkt begeleitet haben. Ihr seid die Besten und ich hoffe sehr, dass wir euch auch bis zum Schluss halten können. Eines ist auf jeden Fall klar, wir werden uns Mühe geben!!!!^^ Freuen uns schon auf euer Feedback. . .  

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Toyo: Oh mein Gott, wir haben 200Reviews! *sich riesigfreu*

Im Hintergrund springt Lorelei Sev an und knuddelt ihn zu Boden.

Lucius: *ToyoüberSchulterluns* Ist ja auch kein Wunder wenn ich und Sev darin vorkommen.

Toyo: *dieAugenbrauehochzieh* Glaubst du nicht, dass du dich (und Sev) ein bisschen überschätzt. Schließlich schreiben Lorelei und ich diesen Kram hier.

Lorelei nicht im Hintergrund

Lucius: Aber wir inspirieren euch ja auch. . . im Schlafzimmer. *fängtanzulachen*

Lorelei, Toyo und Sev blickten mit hochrotem Kopf zu Boden. . .