Hallo,
ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung mit den vielen Reviews, einige Ideen von euch haben wir schon umgesetzt, andere folgen. Mein Co-Autor und Betaleser Musashi47 und ich sind begeistert von euren Reaktionen. Unser Dank an Euch: Ein neues Kapitel.
Ein besonderer Dank geht, wegen seiner Geduld mit meinen Fehlern und seinen vielen guten Einfällen, an dich Musashi47. Danke.
Rückblick auf Kapitel 25. Nachwirkungen
Als Harry sich beruhigt hatte, verschwand er auf die Toilette. Was dachten Ginny und McGonagall von ihm, welchen Eindruck hatte er hinterlassen. Plötzlich krachte es im Zimmer und Dobby stand mit dem Denkarium neben ihm. „Harry James Potter, für den Rest der Wahrheit." Betrübt sah der Hauself ihn mit seinen großen Augen an. „Dobby dich trifft keine Schuld." „Doch Dobby hätte nicht..." Harry unterbrach ihn. „Wenn du mir nicht diesen Zauber gezeigt hättest, würde ich nicht mehr sein." Der Hauself seufzte und verschwand mit dem Denkarium, nachdem Harry auch den letzten silbernen Schleier seiner Erinnerungen an diese Sache darin abgelegt hatte.
Im Schlafzimmer unterhielten sich Ginny und McGonagall leise und er glaubte einen bekannten, ihm sehr vertrauten Namen, gehört zu haben. Als er wieder zurück kam war Ginny alleine. Er legte sich wieder in sein Bett und war dankbar, dass sie da war. Im Halbschlaf hörte er noch ihre Stimme: „Harry James Potter wann erfahren wir von dir die ganze Wahrheit?" Harry schlief lieber schnell ein. Diese Frage klang ganz nach Felicitas. Er wusste, er musste sich dieser Frage stellen, aber heute nicht.
In einem fernen Land erschrak jemand in einer Ruhepause, als sie eine bekannte Stimme ernst mit ihrer Mutter reden hörte. Kurz darauf wurde sie gerufen.
26. Dumbledore, nur zwei Wörter mehr!
Müde kehrte ein Mann von einem Gespräch zurück, zu dem er lieber nicht eingeladen hätte. Keiner hatte sich einen Zentimeter bewegt, nicht einmal ein Ansatz war zu erkennen gewesen. Er hatte sich gut vorbereitet, aber es hatte nichts gebracht. Seine Anstrengungen zu vermitteln waren umsonst gewesen. Der Vertreter Pakistans hatte nicht unrecht, als er ihm vorwarf: „Die Briten sind an diesem Streit eigentlich die Schuldigen. Wäre eine bessere Lösung für Kaschmir gefunden worden, gäbe es jetzt keinen Streit."
Er suchte auf seinem Schreibtisch eine Nachricht, aber nichts. Sonst hatte sie ihrem Vater doch immer etwas hinterlassen.
Plötzlich schreckte er auf, gewiss er war Zauberer und er wusste was apparieren bedeutet, aber in seinem Zimmer war dies nur ganz wenigen und nur in größter Not erlaubt.
Janardan, der Hauself der Familie war erschienen. „Sahib, Madame verlangt nach ihnen, sie selbst ist nicht in der Verfassung persönlich zu erscheinen." „Ist ihr schon wieder ein Kessel um die Ohren geflogen, obwohl Anandita bei ihr ist?" Er wusste, dass es übertrieben war. Das letzte Mal, das war erst heute Morgen, kam ihr der Trank entgegen.
„Kein Kessel dieses Mal und die junge Lady war bei ihr, bis vor kurzem."
Ian McKinnon ahnte Schlimmes. „Jandaran sind die Fetzen geflogen?" „Sahib, als Hauself möchte ich mich nicht über solche Sachen äußern." „Ach, Jandaran", Ian betrachtete ihn amüsiert. „Ich verrate es auch nicht meiner Frau, sag was war los." Der Hauself schniefte laut: „Nein Sahib, kein lauter Streit nur Blicke, davor war eine fremde Frau im Spiegel."
Ian konnte sich keinen Reim darauf machen: „Und wo ist Lady Anandita nun?" Der Hauself zog die Schultern ein: „Bei Sahib Harry, hoffe ich." Als er in seinen Taschen suchte und endlich den Spiegel hervorzog, schüttelte der Hauself den Kopf: „Die Herrin hat Anandita den Spiegel nicht wieder zurückgegeben." „Warum, denn das?" „Mylady wollte bei dem Kongress durch Lady Ananditas Freunde nicht immer gestört werden."
Ihm lag ein Wort auf der Zunge, welches man in seinen Kreisen nicht einmal eines Blickes würdigte. „Mylady ist ratlos, Sahib. Die strenge Dame im Spiegel verwendete keine bösen Worte, aber was sie sagte haben bisher nur alle gesagt, wenn die Herrin nicht im Raum war." „Oh, oh!"
Ian zog das Mobiltelefon. „Lady Anandita hat es abgeschaltet, vor den Augen der Herrin, sie will jetzt auch nicht gestört werden, meinte sie." „Haben sie doch miteinander gesprochen?" „Nein Sahib, nur diesen Satz."
Ian löschte das Licht und stellte sich in den Kamin „Kerala Hotel Imphal".
Als er das Hotel durch den Eingang für Zauberer betrat, war die Überschrift des Tagespropheten aus London nicht zu übersehen. „HARRY POTTER ÜBERLEBTE KNAPP..." Ian kaufte die Zeitung und ging mit ihr bewaffnet in die Suite seiner Frau. Einige große Hotels hatten, neben dem normalen Hotelbetrieb zwei VIP-Bereiche, einen für die Schönen und Reichen und einen für die zauberhaften Wesen. Dieser war meistens etwas entfernt von dem eigentlichen Hotel. Die Hotelanlagen konnte man nutzen, nur zaubern durfte man dort eben nicht.
„Oh Ian, schön dass du kommst, schau dir mal die geplanten Berichte für die Zeitung an!" Ian sagte gar nichts, er äußerte sich sehr selten zu den Berichten. Man zahlt einer Zeitung etwas, damit der selbst geschriebene Bericht darin erscheint. „Nein, keine bezahlten Berichte. Richtig echte Berichte. Nur schade, dass Felicitas nicht mehr hier ist. Sicherlich hätte sie gerne morgen mit den Fachjournalisten gesprochen. Sie waren alle begeistert von ihr."
Ian warf den Tagespropheten auf den Tisch. „Felicitas wird in der nächsten Zeit nicht von Reporten begeistert sein und sie würde sicherlich eine Unsumme zahlen, nicht in der Zeitung Berichte lesen zu müssen, die sie nicht beeinflussen kann."
Ian ging an die Bar und schenkte sich einen Whisky ein. Das brauchte er jetzt für die Szene, die nun folgen würde. Von der Aufmachung verstanden sie etwas. Die Überschrift alleine riss es nicht raus, aber darunter das Bild des abgekämpften, erschöpften Harry gab was her. Und die erwartete Wirkung trat ein. „Ian, ich wollte doch wirklich nicht...der arme Junge...wenn ich..." „Nun, du hättest es wissen können nicht war. Du kannst mir den Spiegel von Anandita geben. Ich werde morgen alle Termine absagen und nach England reisen."
„Oh Ian, sie haben mir es versucht zu erklären." „Aber deine Tränke waren dir wichtiger, nicht wahr?"
Im Salon des alten Familiensitzes der Blacks hatte es sich die alte Lehrerin gemütlich gemacht. An einen geruhsamen Schlaf konnte die Hauslehrerin von Gryffindor nicht zu denken, zuviel ging ihr durch den Kopf. Sie hatte den Salon gewählt, da von seiner Türe aus das Treppenhaus beobachtet werden konnte. Niemand würde unbemerkt nach oben in die Wohnräume kommen. Lautes Poltern schreckte sie auf, als sie nach all den Sicherheitsfragen vorsichtig vor die Eingangstüre blickte, fand sie einen angetrunkenen Mundungus an der Türe lehnend vor.
Kaum war er ihm Haus, fing er an Minerva nach dem Fest zu fragen. „Welches Fest Mundungus?" Mundungus schien vor ihren strengen Augen nüchtern zu werden. „Bellatrix tot, Todesser zurück geschlagen. Toll!" „Woher Mundungus?" "Woher? Woher? Das Hexenradio bringt nichts mehr anderes, Sonderausgabe des Tagespropheten gefällig?" Sie nahm ihm die Zeitung in die Hand und hielt die Haustüre auf und Mundungus ging wieder. „Kein Fest, kein Feuerwhisky, kein Mundungus müsst ihr doch wissen."
Im Treppenhaus huschte etwas, vermutlich nur Dobby, der auch nicht schlafen konnte.
„Huch, haben sie mich erschreckt!" Vor Minerva stand eine sie entsetzt ansehende Felicitas. Leicht irritiert schaute sie zurück, bis sie merkte, dass der Blick nicht ihr, sondern der Zeitung galt. Sie legte die Zeitung auf den Tisch und Felicitas überflog sie, seufzend setzte sie sich auf den Stuhl. „Miss McKinnon Tee?" "Ein Feuerwhisky wäre mir lieber!" "Aber Miss McKinnon!" "Waren wir eigentlich nicht schon bei Felicitas, Professor McGonagall. Die förmliche Anrede erinnert mich zu sehr an Mama und das will ich jetzt nicht!" „Aber nur einmal, erzählen sie es aber niemanden." „Danke Professor und auch dafür, dass sie mich gerufen haben. Ist Ginny bei ihm oben?" McGonagall nickte: „Sie dürfen ihr aber keine Vorwürfe machen, sie hat Harry sehr geholfen, insbesondere als er an seinem Albtraum aufwachte." Felicitas schüttelte den Kopf: „Nein, ich werde und kann niemanden außer mir selbst Vorwürfe machen."
„Das werden sie nicht. Sie haben ja nicht gewusst, wie es ihm heute Abend ging und sich gegen ihre Mutter durchzusetzen war selbst für mich schwierig."
„Was meint Tonks?" „Tonks ist bei Remus im Krankenhaus." McGonagall berichtete von dem Angriff durch Draco Malfoy.
Die Türe öffnete sich leise und Dobby schlich herein. „Oh Lady Felicitas! Harry und Ginny schlafen jetzt endlich ruhig." „Danke Dobby, und du verschwindest jetzt am Besten auch." „Dobby kann nicht. Die Sorgen in seinem Kopf sind zu groß, als Dobby sich darauf legen könnte.
Fragend sah Felicitas dem Hauselfen nach. „Ich befürchte er weiß mehr als wir, obwohl wir das Geschehen gemeinsam im Denkarium angesehen haben." „Die Gedanken sind im Denkarium und trotzdem hatte er einen Albtraum?" „Das habe ich mich auch gefragt, vermutlich haben wir nicht alles erfahren. So ist er eben! Schauen sie mal nach beiden."
Im Schlafzimmer hörte man außer dem gleichmäßigen Atem von zwei Personen nichts, die Lichter waren aus. Ein richtig friedliches Bild, welches auch durch die rotgetigerte Katze nicht gestört wurde. Leise sprang die Katze auf das Bett und pirschte sich zielstrebig an. Ganz vorsichtig war sie bis zu einem Gesicht der Schlafenden und beugte den Kopf vorsichtig. Jeder Muskel war angespannt, sie konnte sofort flüchten, sollte sie es müssen.
„Harry", murmelte das Mädchen: „Lass dass!" Aber die Katze, die ganz bestimmt nicht Harry hieß, setzte ihr Werk fort. Das Mädchen schien aufzuwachen, verschlafen klang ihre Stimme: „Harry hör auf! Ich bin eine Freundin von dir aber nicht die Freundin, spar dir die Spielchen für Felicitas!" Die Katze schien sich nicht an den Worten zu stören, sondern ging vom Knappern an Ginnys Ohr dazu über es ausgiebig abzuschlecken. Plötzlich versuchte Ginny den Störenfried zur mit der Hand abzuwehren. „He!" „Psst" Felicitas hatte sich verwandelt. "Du weckst ihn noch." Ginny rieb sich die Augen. „Merlin sei Dank, komm du kannst gleich meinen Platz einnehmen, ich habe mir eine Nacht mit Harry romantischer vorgestellt." Ginny erschrak, als sie im Licht ihres Zauberstabes im Gesicht ihrer Freundin Tränen sah. „Kannst du mir verzeihen, dass ich dich mit ihm in einem solchen Moment alleine gelassen habe?" Ginny verdrehte die Augen: „Das Schlimme an euch Beiden ist, dass ich keinem böse sein kann. Feli ich habe mit deiner Mutter gesprochen, ich hatte keine Chance zu dir durchzukommen." „Sie hat mir kein Ton davon gesagt, erst als McGonagall sie vermutlich rund gemacht hat. Was ist denn alles geschehen?" „Schlupf unter die Decke, dann darfst du etwas Legilimentik anwenden, denn Harry sollten wir schlafen lassen." Auf Felicitas fragenden Blick hin, erklärte Ginny weiter: „Es muss verdammt hart gewesen bei dem Kampf in Gringotts und außerdem befürchte ich, dass er uns etwas verschweigt." Felicitas sah zu Harry und strich ihm vorsichtig ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. Er brummte irgendwas und drehte sich, zu Felis Überraschung in die entgegengesetzte Richtung.
„So hättest du mich auch testen können, Felicitas. Von einer Katze in das Ohr gebissen zu werden ist nicht ganz schmerzlos." „Sorry, darf ich trotzdem in deinen Gedanken spazieren gehen?" „Aber nur da, wo es um gestern geht."
Leise öffnete sich die Türe und Professor McGonagall schaute überrascht auf das Bett. Während Harry schlief, lächelten die beiden Mädchen sie an. „Felicitas ich habe ihrem Vater bestätigt, dass sie gut angekommen sind. Er ist in George-Manor. Jetzt schlaft aber, der Tag wird sicherlich sehr anstrengend."
Felicitas wollte etwas erwidern, aber Ginny hielt sie davon ab. „Er wacht sonst noch auf!"
Die Sonnenstrahlen, welche durch die großen Fenster fielen, erreichten langsam das Kopfende des Bettes im Schlafzimmer der Belletage.
Das Haus am Grimmauldplatz, hatte wie alle Herrenhäuser unterschiedlich ausgestattete Etagen. Im ersten Stockwerk befand sich neben der Bibliothek, den Salons und den beiden Arbeitszimmern auch das Ankleidezimmer, das Bad wie auch das Schlafzimmer des Lords und der Lady. Die persönlichen Zimmer waren von den allgemeinen Räumen wie der Bibliothek oder des Billardszimmers durch Türen getrennt, so bildete der Bereich eine eigene Wohnung. Im 2. Stock und in der Mansarde gab es noch eine Unmenge von Zimmern, von denen manche auch kleine Wohnungen bildeten, mit eigenem Bad und Zugang. Sirius hatte hier oben in seinem alten Jugendzimmer gelebt, Remus hatte sich eine Zweizimmerwohnung mit Bad eingerichtet. Da es sich hier um Räume handelte, die früher für die Dienerschaft da waren, hatte das Schlafzimmer von Remus eine Besonderheit. Es führte eine Treppe direkt in den Keller, für einen Werwolf, der sich in der Vollmondnacht zum Schutz der anderen im Keller einschloss, war das beinahe perfekt.
Die Mansarde, die den Abschluss des Hauses nach oben bildete, waren die Zimmer, welche als Gästezimmer des Ordens genutzt wurden.
Harry öffnete müde die Augen und blickte auf das Nachbarbett, sie schien noch zu schlafen.
Er erinnerte sich noch genau an seinen Traum. Nein es war wohl kein Traum, es war wohl mehr eine Verbindung mit Voldemort. Es war sehr ungewöhnlich gewesen, Harry hatte sich die Reaktion von Voldemort ganz anders vorgestellt. Er hatte erwartet, dass er tobt. Nur so hatte er bisher eine Verbindungen gehabt. Bei großen Gefühlsausbrüchen von Voldemort war er oft ungewünscht Gast. Heute aber saß Voldemort ruhig auf seinem Lehnstuhl und Harry hatte diesmal nicht die unbändige Wut gespürt, die den Dunklen Lord sonst immer überkam. Nein heute war er enttäuscht, einfach nur enttäuscht. Harry schien es, als wenn alles was ihm vorgetragen wurde, er anscheinend nicht mit richtig registrierte.
Auf einmal sah er, durch die Augen von Voldemort klarer. Malfoy stand wie ein begossener Pudel vor ihm: „Und Draco schon wieder versagt, oder was gibt es heute für eine Ausrede? Bevor Draco antworten konnte, traf ihn ein Folterfluch. Der Dunkle Lord brach ihn erst nach endlosen Minuten ab, ohne die Freude am Leid des Betroffenen genossen zu haben. „Draco, ich warte auf dein Gestammel."
Draco rappelte sich mühsam, von seiner Mutter gestützt, auf. „Meister ihr habt Recht", begann Narzissa etwas unsicher. Sie machte eine Pause, aber nichts geschah. „Sicher wurde das Ziel von uns nicht so erreicht wie ihr euch das vorgestellt habt, aber..."
„Das ist eine sehr freundliche Umschreibung für euer Unvermögen, liebe Narzissa. Ich will eine Erklärung, was aus meinem brillanten Plan geworden ist!" Die Stimme von Voldemort hatte nicht an Schärfe verloren, sie klang dazu noch so selbstgefällig, wie Snape in seiner besten Zeit. „Warum ist es wieder nicht gelungen, warum musste ich wieder viele Leute verlieren und dabei waren auch Fähigere, als ihr es alle seid." „Mein Sohn hat nicht versagt. Es war sehr ungewöhnlich was geschehen ist. Es…." Voldemort war aufgesprungen. „Schweig! Alle, außer ihr beiden verlasst den Saal."
Ein Zauberer stand zögernd an der Türe, doch als der Dunkle Lord seinen Stab hob, schaffte der junge Todesser es doch sehr schnell die Türe von außen zu schließen.
Voldemort hatte sich wieder gesetzt: „Zur Zeit gibt es zuviel Ungewöhnliches, setzt euch, ich will in euren Erinnerungen lesen. Ihr braucht nicht um Gnade zu winseln, wenn ihr mich belogen habt. Verrat hatte ich in letzter Zeit genug, von Umbridge bis, ja auch bis zu Bella.
Hier hatten die Erinnerungen Lücken. Vermutlich hatte Voldemort seinen Okklumentikschild angewandt, während er in die Erinnerung der beiden stierte.
Harry, daran konnte er sich erinnern, wollte unbedingt wissen was passierte. Der Kontakt kam wieder zustande. Draco Malfoy lag am Boden während seine Mutter scheinbar unbehelligt geblieben war. Harry vermutete, dass Voldemort genauso brutal vorgegangen war wie Snape bei ihm. „Wie ein Schutzschild, interessant! Wie hat er das geschafft? Hatte er keinen weiteren Zauberstab?" „Nein, Sir die Kobolde hatten alles überprüft." „Ist der Werwolf endlich krepiert, Draco?" „Sir, niemand weis wo er abgeblieben ist, Potter hat den Portschlüssel auf die verdammte Aurorin geworfen die sich um ihn gekümmert hat, weg waren sie." „Narzissa, schon was gehört?" „Nein, Sir. In St. Mungo ist er nicht angekommen." „Dann kann ich ja noch hoffen." Die Stimme von Voldemort hatte die alte Kälte wieder erreicht.
„Draco wohl zu stolz auf deine Tat gewesen, und nachlässig geworden. Merk dir angegriffen wird man immer von allen Seiten, du musst noch viel lernen." „Sir, Potter hat zwar gezielt, aber nicht getroffen!" „Nein, Potter hat richtig gezielt und er hat auch getroffen. Denk mal nach wie, ich helfe dir: Crucio!"
Narzissa war erschrocken aufgesprungen. Voldemort hob den Fluch auf. „Den Rest kenne ich. Bella wollte ihr Erbe und nahm einige von uns mit in den Tod, oder überließ sie dem Ministerium. Ihre letzte Meldung an mich war: Muss Zissi und Draco helfen! Nicht ich hole mein Erbe, dann hätte ich ihr alles untersagt! Mit den Kobolden sich anzulegen, wie töricht, wie dumm, wie selbstüberschätzend. Verdammt noch einmal!"
Voller Wut war er aufgesprungen. Das war der Moment gewesen, an dem Harry ein zweites Mal aufgewacht war. Zum Glück hatte Ginny nichts bemerkt, wie wäre er da gestanden. Aber Voldemort hatte wohl etwas bemerkt, denn danach gab es keinen weiteren Kontakt. Selbst der Versuch in die Türe seines Gehirnes zu gelangen, die mit Tom Riddle beschriftet war scheiterte. Er wollte mehr wissen, vielleicht würde er etwas von Snape erfahren.
Nun war aber seine größte Sorge, wo Felicitas abgeblieben war.
Er griff nach seiner Brille, die ihm zu allem Übel noch herunterfiel, aber er hatte den Mehrwegespiegel in der Hand. „Felicitas hallo!" Er wartete gespannt, hatte er zu leise gesprochen, aber er war kein Vernon. Der konnte gleich nachdem er wach war die ganze Nachbarschaft zusammen brüllen. „Hallo?" Neben ihm regte sich was, aber auch im Spiegel. "Morgen Harry, Felicitas müsste bei dir in London sein." „Bei mir?", fragte Harry verwundert. „Ja bei dir du Schlafmütze!" Felicitas nahm dem total überraschten Harry den Spiegel ab und sprach kurz mit ihrem Vater.
Vorsichtig schob sie seinen aufstehenden Mund mit der Hand zu. „Das ist aber sehr lieb von dir, dass dein erster Gedanke mir gehört. „Bist du vielleicht wieder grundlos eifersüchtig?" „Grundlos ist wohl nicht ganz richtig, mein Lieber. Ich komme hier an und du liegst neben meiner besten Freundin im Bett, dazu noch halb angezogen." Harry wollte Felicitas unterbrechen, aber sie ließ es nicht zu. „Kaum bin ich mal ein paar Stunden nicht da und was muss ich sehen?" Als Felicitas Luft holte, nützte Harry die Chance. „Wo ist Ginny eigentlich? Vielleicht lässt du sie zu Wort kommen." Felicitas schüttelte den Kopf: „Nicht nötig, ihr habt meine Tests mit Ohnegleichen bestanden." „Tests?" Felicitas berichtete Harry davon, der gleich prüfend sein Ohr abtastete. „Ich habe nur Ginny angeknabbert, bei dir hat es gereicht das Haar aus dem Gesicht zu streichen, außerdem war ich ja immerhin dein erster Gedanke."
„Wo hast du nur gesteckt?" „Bei Mama, die ihre Verletzung sehr ausnutzte, aber sie hat mir nichts von euren Hilferufen erzählt. Darüber habe ich mit ihr noch nicht das letzte Wort gesprochen." „Gesprochen? Ich stelle mir das etwas lauter vor." Felicitas grinste verlegen. „Nein, ich habe gar nichts mit ihr besprochen. Das wird sie mehr treffen. Geschrei ist sie ja schon gewöhnt." Felicitas löste sich aus der Umarmung und sah Harry direkt in die Augen: „Den Affen habe ich schon bei Ginny gesehen, müssen wir dringend wiederholen. So ein Dschungelzimmer ist doch lustig." „Aber jetzt raus aus den Federn, allein deine Erinnerungen an das Treffen des Ordens sind erschreckend. Ich will jetzt deine eigentlichen Erinnerungen aussehen. Harry zum Schlafen ist das Auslagern gut, aber man kann Erlebnisse nicht so verdrängen. Spätestens beim Anblick des Tagespropheten macht dich das Fehlen der Erinnerungen daran krank."
Harry zog sie wieder zurück auf die Matratze. Felicitas lies es zu und berichtete Harry von ihrem Ärger mit der Mutter. Harry wollte etwas erwidern, aber im Treppenhaus ließ es einen Schlag, der von einem Jammern gefolgt war. „Tonks ist da!", bemerkte Harry trocken und verschwand im Bad. Felicitas hörte das Dobby ihm Bad war und kam dazu als Harry meinte: „Dobby danke, dass du mir das Gedankium gebracht hast, aber wir werden uns die Gedanken zuerst im Salon nochmals ansehen, bevor ich deinem Rat und den von Felicitas nachkomme. Felicitas, Tonks und vielleicht auch Remus wollen sie sicherlich sehen."
Dobby schaute überrascht: „Harry woher weißt du, dass Miss Tonks da ist?" Harry grinste. „War doch Tonks die sich in der Hall irgendetwas angeschlagen hat, oder?" Dobby grinste.
„Harry darf keine Gedanken mehr herausnehmen", ermahnte ihn der Hauself. „Dafür sorge sich Dobby! Ist doch in Ordnung, Harry, du willst uns ja sicherlich nichts vor enthalten." Harry warf seinen Waschlappen nach Felicitas. Genau das hatte er vorgehabt. Er wollte die Gedanken heraussuchen, die ihn letzte Nacht nicht schlafen ließen, Er hatte sich Stichwörter notiert, denn im Gedächtnis war nur noch dass, an was er aufgewacht war. Es reichte, wenn er mit den Bildern und dem Wissen, dass er es war fertig werden musste. Felicitas war mit dem Denkarium verschwunden und Dobby schaute ihn mit besorgten Augen an.
„Die Hauselfen von Black-Castle haben Dobby verziehen. Sie haben Dobby sogar gelobt, weil er seinem Herrn diese Sorge ermöglicht hat." Harry schaute Dobby überrascht an: „Wie bitte, was haben die?" Dobby sah etwas verlegen aus: „Sie haben erkannt, dass Harry Elfenzauber verwandt hat." „Dobby wie haben die das erkannt?" „Die Kobolde haben den Hauselfen gesagt, dass sie es nicht waren. Kobolde können auch etwas Elfenmagie. Im Saal war nur noch einer der mit einem Hauselfen befreundet ist."
Fassungslos sah Harry Dobby an. „Nicht böse sein. Hauselfen verraten nichts und die Kobolde hätten es gerne, wenn Harry auch nichts verrät. Mister Fortunekeeper meint, so hätten die Feinde mehr Angst, wenn sie meinen Kobolde haben es getan." Harry schluckte, es taten sich für ihn immer neue Welten auf. „Haben die Kobolde denn oft Kontakt mit Hauselfen? Und wissen das nun alle Hauselfen im ganzen Land?" Dobby schüttelte den Kopf. „Nur Addy und die Hauselfen auf Black-Castle. Kontakt gibt es in schlechten Zeiten immer mehr als sonst."
„Dobby ich sage zu niemand etwas, versprochen!" Dobby schüttelte wieder den Kopf. „Harry muss es seinen Freunden sagen. Freunde müssen alles wissen und sie verstehen auch alles!" „Ich kann das nicht, die halten mich für einen Mörder!" „Harry das ist falsch. Mörder handelt nur für sich. Harry kämpfte für sich und andere. Dobby wird Harry helfen, dass er es seinen Freunden sagt."
„Harry Frühstück!" Harry schreckte im Badezimmer zusammen. Wie er das hasste, im Ligusterweg wurde gerufen, wenn er Frühstück machen sollte. Hier im Grimmauldplatz war es immer Molly, die, wie jetzt gerade Tonks, durch das ganze Haus plärrte. Rücksichtslos sich in sein Leben einmischte, Ron war in der Sache ganz nach Molly geraten, Essen war das Wichtigste. Ron hatte auch nicht das Gespür, wenn er ihn beim Nachdenken oder nur beim Träumen störte, wichtig war der Ranzen war voll. Harry befürchtete, dass dies kein guter Tag sein würde.
Als er zum Frühstück eilte, kam ihm Ginny entgegen. Einen Augenblick standen sie sich wortlos gegenüber. Einer inneren Eingebung folgend legte Harry seinen Arm um sie und zog sie zu sich. „Danke, dass du so gut auf mich aufgepasst hast." Ginny grinste ihn an und er konnte nicht anders als ihr einen Kuss auf die Lippen zu drücken. „Bei einer solchen Belohnung, mache ich es immer wieder gern. Außerdem habe ich auch dich gebraucht, der Vorwurf, ich würde die Familie zerstören, setzt mir immer noch zu."„Es wird nicht so schlimm werden, aber nur unter den Teppich zukehren ist nicht gut!" „Danke gleichfalls, ich bin wirklich gespannt, was du uns vorenthalten hast?" Harry schluckte, antworte aber nicht, sondern öffnete die Küchentüre.
Felicitas saß neben Tonks und beide sahen auf, als er von Ginny gefolgt, den Raum betrat.
„Guten große Schwester, wie geht es den Remus?" „Morgen Harry. Remus geht es besser. In ein bis zwei Tagen haben wir ihn wieder. Er lässt dir ausrichten du sollst nicht wieder irgendetwas verheimlichen, außerdem haben wir deinen Spruch von gestern verstanden. Es war lieb von dir uns nicht mit der brutalen Wirklichkeit zu konfrontieren, aber sie hat uns eingeholt. Amelia erwartet dich zum Mittagessen im Ministerium."„Muss das sein, ihr wisst doch wie gerne ich dahin gehe." Tonks schüttelte den Kopf: „In Zukunft wirst du dort oft sein, als Geheimer Rat und Mitglied des Zaubergarmonts." Harry schaute überrascht von seinem Teller auf: „Geheimer Rat und Schulrat ja, aber Mitglied des Zaubergarmonts ist mir neu, habe ich etwas überhört?" Tonks schüttelte den Kopf: „Die im Ministerium haben nach deiner Annahme des Testamentes ihre Unterlagen durchforsten und festgestellt, dass du erschreckend viel Einfluss hast. Der Sitz im Gericht stammt von den Potters, und das Testament hast du noch nicht gehört."
„Tonks kannst du dir vorstellen, dass ich von Testamentseröffnungen im Augenblick die Nase etwas voll habe?"
„Harry, Dad und Abhijat würden gerne mehr wissen, als in der Zeitung steht. Soll ich sie rufen?" „Feli wir gehen nach..." Harry tippte auf seinen Ring, und sah sich suchend um. „Kein Überwachungszauber, Harry. Ich habe es gleich geprüft." „Danke Tonks, also auf nach Black-Castle." „Danach sollen wir bei Minerva vorbei schauen, sie musste heute Morgen gleich nach Hogwarts. Poppy schafft es mit den vielen Verletzten nicht mehr. St. Mungo ist so überfüllt, dass sie einige nach Hogwarts gebracht haben", ergänzte Felicitas.
„Harry nicht Ginny, du nimmst Tonks mit, ist immerhin deine große Schwester?" Tonks und Ginny sah Felicitas fragend an. „Wir sind nicht so geübt wie Nanda, aber auf nicht so lange Strecken schaffen wir es auch." Harry verdrehte die Augen, was Felicitas mit einer Grimasse quittierte.
„Ist deine bessere Hälfte etwas eifersüchtig?" „Tonks, etwas ist gut", brummte Harry. „Aber bei Ginny zeigt sie sich normalerweise sehr großzügig."
Hochkonzentriert legte er seine Arme um Tonks, die überrascht schaute, aber nichts sagte. „Tonks für eine so weite Strecke bist du mein Versuchskaninchen. Mit Ginny und dir hat es auf Kurzstrecken schon geklappt." „Du bekommst sicher Ärger, wenn uns Felicitas so sieht." „Warum? Die große Schwester darf ich doch umarmen. Theoretisch müsste es auch klappen, wenn ich dich an der Hand nehme oder beide Hände auf deine Schulter legen", erklärte Harry. „Aber warum soll ich mir die Chance entgehen lassen." Tonks grinste zurück.
Zu Harry großer Überraschung waren es nicht nur Ian und Abhijat, sondern auch Felicitas Mutter, die sie erwarteten. Harry begrüßte alle freundlich. Eine gewisse Unsicherheit hatte er bei Nirupama gespürt, was ihn nicht wunderte. Die Herzlichkeit, mit der er von Ian und Abhijat begrüßt wurde, hielt Harry von einem Kommentar zurück. Ginny sprang ein, um die Spannung zu überbrücken. „Kommt ihr bitte in die Bibliothek, Felicitas hat schon alles vorbereitet.
In der Mitte stand das Denkarium und als alle sich gesetzt hatten, ließ Harry die Nebelsäule wieder erstehen. Mit einem Krachen waren Dobby und Addy erschienen, der letztere schaute fragend zu Harry. Setzte sich aber neben Dobby als Harry nickte. Nachdem er auch schon sein Geheimnis kannte, war es jetzt auch egal, wenn einer mehr seine Erinnerungen sah.
Außer Ginny, welche die Erinnerungen schon kannte und Tonks, die am Anfang dabei war, hatten die Anderen nur den Zeitungsbericht gelesen. Harry zog Felicitas auf seinen Schoß und wartete gebannt auf die Reaktionen, er hatte den Zeitungsbericht nicht gelesen, ihm war nicht nach dem Kimmkorn Dreck.
Etwas von den Erinnerungen kannte Harry, aus dem Treffen mit Fred und George. Heute würde er sie wieder aufnehmen müssen. Er kann niemanden gegenübertreten, ohne seine eigenen Erinnerungen.
Bei Draco Malfoys Angriff auf Remus, schrie Nirupama McKinnon auf. Hektisch wühlte sie in ihrer Tasche. Felicitas beobachtete die Aktion mit Interesse. Auch Ian McKinnon sah seiner Frau verwundert zu. „Harry noch einmal, dass du mich so ausspielst und ich haue dich windelweich, ist das klar?" „Tonks ich habe es doch nur dir und Remus zuliebe gemacht, eigentlich wollte ich auch verschwinden, aber konnte ich die Leute alleine lassen?"
Mit etwas belegter Stimme meldete sich Felicitas Mutter zu Wort: „Da waren aber ein paar Rabenschwarze dabei, gut so. Schlangenbisse werden in Indien auch mit Schlangengift behandelt, warum nicht schwarze Zauber gegen Schwarzmagier." Felicitas beugte sich zu Harrys Ohr: „Will sich wohl einschleimen?" „Na, vielleicht..." Seine beruhigende Worte wollte sie scheinbar gar nicht hören, denn sie drückte ihm einen Kuss auf die Lippen und wandte sich den Erinnerungen wieder zu.
Die Türe hatte geklappert, aber dies störte Harry nicht, langsam aber sicher kamen sie zu dem Punkt, den Harry am liebsten verdrängen würde.
„Harry falsche Seite", zischte Ginny leise. „Hör auf, hast du nicht gehört!" Überrascht sah Harry zu Ginny, hinter ihr stand Nanda und seine Hand wanderte ihre Schulter entlang. „Ich heiße nicht Harry und ich darf das, oder?" „He, was machst du hier, setze dich und sei still!" Ginny hatte Nanda an der Stimme erkannt und lehnte sich nun an ihn, während sich sein Arm schützend um die Freundin legte.
Tonks pfiff laut: „Harry der war gut, sonst wäre Hopkins fällig gewesen!" Mit dem Schrei der Bellatrix Lestrange in Harrys Erinnerungen zerbarst eine Porzellanvase an der Zimmerwand.
Dobby wusselte sofort zu der Stelle und versuchte den Vorfall zu vertuschen. „Reparo", Felicitas Zauber lenkte die Aufmerksamkeit der Besucher auf den Hauselfen. „Dobby wie hast du das geschafft? "Elfenmagie eben, nichts für Zauberer." "Aber ich kann auch ein bisschen Elfenmagie, kannst du mir das nicht auch beibringen." "Nein Felicitas, Dobby will es keinem anderen Zauberer mehr zeigen." "Dobby sag wem hast du das schon gezeigt und wie wirkt sich das aus?" Dobby zeigte auf die Gedanken, in denen gerade die Auswirkung zu sehen waren, und schniefte laut. In den Erinnerungen sah man gerade den Moment, der Harry im Schlaf verfolgte. "Die Auswirkung ist deutlich, Dobby wem hast du das beigebracht." Unglücklich zuckte Dobby mit den Schultern und sah Harry vorsichtig an. "Mir hat er es beigebracht, aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Auch wenn es Bellatrix war, für mich ist das Gefühl getötet zu haben schrecklich."
Irgendwie suchten die Anderen nach Worten, als Nanda seine Hand auf Harry Schulter legte: „Du hast dich und die anderen vor dieser mordlüsternen Hexe geschützt. Eigentlich gehört dir ein Orden, aber du machst dir sicherlich genau soviel daraus wie ich? Harry du hast dich gewehrt, du hättest fliehen können, aber du hättest damit leben müssen, die Unschuldigen dort den Todessern überlassen zu haben. Harry jeder Einzelne, der nach deiner Flucht gestorben wäre, hing schwerer an deinem Hals, als der Tod dieser Hexe.
Abhijat sah in die Runde und warte bis Harry seine Erinnerungen wieder zu sich genommen hatte. Als die letzte silbrige Schliere verschwunden war, begann er zu sprechen: „Es ist schwer sich einzugestehen einen Menschen umgebracht zu haben, es ist wirklich schwer.
Harry und auch du Tonks habt andere und auch euch vor dieser mordenden Bande geschützt. Einen Orden will und kann ich euch nicht geben, aber einen Rat. Prüft, bevor ihr so handelt, ob ihr aus niederen Beweggründen handelt, er muss weg, weil er mich behindert. Da er zuviel weis oder ob es leider keinen anderen Ausweg gibt, weil mit Vernunft nichts auszurichten ist. Wenn ihr das mit einem echten Ja beantworten könnt, dann habt ihr Recht gehandelt. Es ist Krieg und mit der Macht eures Ministeriums ist es nicht weit her. Ihr müsst zusammenstehen und ihr müsst auch kämpfen. Die Spirale der Macht lässt sich bei euren Gegnern nicht mehr steigern, des seit wachsam und einfallsreich im Kampf gegen diesen Feind. Es wird Tote geben, dort wie hier, aber lasst euch dadurch nicht von eurem Ziel abbringen."
Im Saal herrschte schweigen, während Abhijat sein Glas leerte. „Euer Ziel, eine gerechte und vor allem friedliche Welt, dürft ihr nicht aus den Augen verlieren, schaut über eueren Tellerrand. Die Zauberer müssen lernen, dass es in der Magischen Welt nicht nur sie gibt! Ihr müsst ein Ritual finden, welches euch an euere Ziele erinnert. Mein Vorschlag, trefft euch jedes Jahr einmal hier um den Bund zu erneuern und unter dem Jahr so oft wie möglich. Nur wenn ihr euch kennt, werdet ihr eine Gemeinschaft die zusammenhält.
Ein schrilles Klingeln unterbrach die Ansprache von Abhijat. Addy stürzte zur Türe herein: „Eure Lordschaft, meine Herrschaften der erste Ring der Schutzzauber um Black-Castle wurde durchbrochen. Jemand ist auf dem Weg von der ‚Heulenden Hütte' zur Höhle!" Harry war aufgesprungen: „Addy halten die Schutzzauber?" „Lord Potter, natürlich halten die Schutzzauber, das Haus bleibt geschützt. Wir dachten, es würde sie interessieren?" „Natürlich interessiert uns das, kann man schon jemanden erkennen?"
Addy ging zum Schrank und holte eine Kristallkugel heraus. „Den Überwachungszauber kennt seine Lordschaft schon?" Als Harry den Kopf schüttelte, beschwor Addy ein altes Zauberbuch und schlug es auf: „Die Hand auf die Kugel und diesen Spruch sagen, Sir." Harry folgte dem Elfen, hochkonzentriert kam der Spruch über seine Lippen und sie sahen den Wald hinter Hogsmeade. „Meister muss seine Hände bewegen, so!" Addy übernahm die Aufgabe: „Dobby meint es wäre ein Professor der Schule und will ihn zur Höhle locken. Da! Da ist Dobby!" Die schwarz gekleidete Gestalt wurde von Dobby mehr gezogen als geführt.
Felicitas ging näher an die Kugel: „Er trägt einen Todesserumhang aber keine Maske, es ist Snape!", Felicitas springt auf, die anderen folgen ihr zur Treppe. „Stopp! Nanda, Tonks, Ian ihr müsst die Aktion absichern, wer weiß, ob er verfolgt wird und ob er es ist!" „Eure Lordschaft", meldete sich Addy zu Wort. „Der Schutzzauber hat keine weiteren Eindringlinge gemeldet." „Trotzdem Addy sicher ist sicher, wir verteilen uns um die Höhe herum! Felicitas wir brauchen blaue Haare!" „Warum nicht grün, Harry", fragte sie, während sie die Haare färbte. „Feli ich glaube er ahnt wer die grünen Männchen waren, er soll das Merkmal erkennen, welches er bei mir selbst hinterlassen hat."
In der Höhle, die sowohl Sirius wie auch Hagrid als Zufluchtsort gedient hatte, fanden sie Dobby mit dem verletzten Zauberer. Felicitas meinte auf sein Markenzeichen, die schwarzen, fettigen Haare zeigend: „Eindeutig, er ist es, nur wie kommt er hierher?" Harry stellte sich vor den Zauberer: „Expelliarmus!" Nichts, kein Zauberstab. Überrascht sah Harry seine Freundin an, während der Zauberer ohnmächtig wurde. Besorgt blickte Dobby auf Snape und drehte den Zauberstab in seinen langen Fingern. „Harry, Dobby ist auch vorsichtig. Dobby konnte den Zauberstab nehmen, als Professor Snape hingefallen war." Harry nickte dem Hauselfen anerkennend zu. „Wir lernen wohl sehr gut von einander?" Dobby strahlte.
Harry richtete seinen Zauberstab gegen Snape: „Enervate!" Der Zauber öffnete die Augen. „Wer bin ich?" „Misstrauisch schaute Snape den jungen Zauberer mit seinen blauen Haaren an. Mit letzter Kraft konzentrierte er sich: „Harry ich dachte grün! Wo bin..." Wieder sackte er in sich zusammen.
„Erstmal hier!" Aber die Worte konnte der Professor nicht mehr hören. Harry schickte Professor Snape, mit einem Portschlüssel in ein Zimmer von Black-Castle.
Tonks war sehr erschrocken, als sie Snape sah: „Verdammt der wurde aber ordentlich zugerichtet. Wir müssen Dumbledore informieren." Felicitas sah sie überrascht an: „Nein, müssen wir nicht. Gerade dies würde erwartet werden. Wir wissen nicht mit wem er es zutun gehabt hat und warum. Waren es vielleicht Auroren, die ein Treffen aufgestöbert haben? Vielleicht sind die gerade auf Hogwarts um ihn zu verhaften, weil sie erwarten, dass er dorthin zurückkehrt? Mum du bleibst bei ihm, bis Harry Heiler Parker geholt hat. Dobby du besorgst Kleider von Hogwarts, aus der Waschküche. Nicht aus seinen Räumen, wer weiß, ob sich da gerade jemand aufhält."
Harry verschwand zusammen mit Tonks. „Ginny und Nanda ihr bringt McGonagall ihren Spiegel und holt den von Ginny zurück. Nanda unauffällig, informiert sie vorher, dass ihr kommt. Dad du holst Tante Marbel, Heilkunde ist ja eigentlich ihr Bereich."
„Und was machst du, lieber Tochter?" Mit einem breiten Grinsen antworte Felicitas: „Ich genieße es, wir ihr so schön nach meiner Pfeife tanzt."
Den Hauselfen auf Black-Castle schien, nach jahrelanger Ruhe der Trubel zu gefallen, sie wusselten aufgeregt hin und her.
„Lady Felicitas, weitere Zauberer nähern sich der Höhle", meldete Addy, der auf das Klingeln des Schutzzaubers richtig reagiert hatte. „Oh, das sind ein paar Auroren!" Felicitas stand neben ihm an der Kugel: „Was sollen wir tun?" „Nichts Mylady, wenn sie kein Interesse an einer der Personen haben, nichts. Nur zu schauen, wir sind gut gesichert!"
„Habt ihr hier auch zu geschaut als Sirius in der Höhle war?" „Nein, wir konnten nicht. Ohne Hausherrn mit magischem Ring, ist die Kontaktaufnahme nach Außen nicht möglich. Wir haben uns hier selbst versorgt. Hin und wieder waren wir jagen, Hasen oder Rebhühner.Wir durften nicht mit Zauberern oder Hexen sprechen, sie sollten uns am Besten gar nicht sehen. Verstehen sie, warum wir so froh über Lord Potter und natürlich auch sie sind?"
Felicitas war beruhigt, als die Auroren unverrichteter Dinge wieder abzogen.
Heiler Parker kam besorgt aus dem Gästezimmer: „Das hat ihn recht übel erwischt, keine unbekannte Zauber, aber Unverzeihliche von einem sehr starken Zauberer." „Voldemort!", bemerkte Harry besorgt.
Der Heiler zuckte zusammen: „Wird wohl so gewesen sein. Der Patient will unbedingt mit Felicitas und Harry sprechen, verzeihen sie mir die persönliche Ansprache, aber er nannte sie nur beim Vornamen. Danach braucht er aber absolute Ruhe, sie sollten ihn nur berichten lassen und nicht mit unnötigen Fragen quälen!"
„Mister Parker", Nirupama McKinnon wandte sich an den Heiler: „Mister Lupin leidet wohl an einer Silbervergiftung, haben sie es schon einmal mit..."
Während sich Felicitas Mutter mit Parker über Remus unterhielt betrat Harry mit Felicitas das Krankenzimmer.
Wie ein wenig Medizingeruch einem Zimmer gleich den Flair eines Krankenzimmers geben kann? Harry wunderte sich, wie schnell Tante Marbel und Heiler Parker Snape versorgt hatten. Den Todessermantel hatten sie schon versteckt, bevor der Heiler eintraf. Jetzt im weißen Nachthemd, welches zum Teil unter der Decke hervorschaute, sah Snape nicht mehr so furchteinflössend aus, wie in seinen ständigen schwarzen Kleidern.
„Harry, alles aber kein Mitleid, klar!" „Klar Professor, wer?" „Er!" „Er war doch heute Nacht freundlicher als erwartet!" Verwundert sah Felicitas und Snape ihn an. Harry berichtete von dem was er mitbekommen hatte. „Freundlicher Harry, ich glaube es ist ausreichend", bemerkte Felicitas. „Nein, Harry hat Recht. Da war er recht freundlich, sonst lässt er Versagern in seinen Reihen keine Zeit mehr sich von den Schmerzen zu erholen, die haben dann nie wieder welche."
Snape versuchte sich etwas aufzurichten. „Harry wann hast du Dumbledore informiert, dass Bellatrix tot ist?" Am Abend, so circa eine Stunde nach dem Angriff. Kingsley wusste es auch, er war zum Schluss im Gebäude. Warum?"
„Warum, warum? Dumbledore informiert mich, dass ein Überfall abgeschlagen worden wäre." „Mit Fawkes?" „Ja, also war ich auf einiges vorbereitet. Ich wunderte mich, warum wir nicht von ihm gerufen wurden. Nachdem die Heiltränke fertig waren, bin ich aufgebrochen. Harry einmal war ich so stolz wie du und stolzierte in den Versammlungssaal. Ich hatte einen Spezialauftrag erledigt und dachte damit ihn versöhnlicher zu stimmen. Ich konnte meinen Satz nicht beenden, er sah das Röhrchen und die Farbe darin. Viel habe ich mit ihm schon erlebt, aber das war das Schlimmste. Diese wahnsinnige Schmerzen, die Qual, und die Todesahnung. Alles war furchtbar und plötzlich hörte alles auf, der dunkle Lord zog sich zurück, das Treffen war zu Ende. Bei Hogsmeade traf ich in meiner Kluft auf Auroren, mit ein paar Flüchen mehr versorgt, zog ich mich in den Wald zurück." Severus sank erschöpft auf sein Kissen zurück um sich kurz darauf wieder aufzurappeln: „Felicitas, du weißt wo der Schlüssel passt?" Felicitas nickte: „Ja in ihr Büro auf Hogwarts." „Richtig, und in das zweite Regal. Schau nach den Tränken, bis zwölf Uhr." Erschöpft sank erwieder auf das Kissen zurück und schloss die Augen. Müde kaum hörbar aber vorwurfsvoll drang noch ein Satz an ihre Ohren: „Dumbledore, nur zwei Wörter mehr! "
„Professor was für ein Trank war das?" Harry bekam keine Antwort von dem vor Erschöpfung eingeschlafenen Zaubertränkelehrer.
Felicitas sah ihn einen Augenblick wie vom Donner gerührt an, dann drehte sie sich herum und suchte in Snapes Umhängetasche. „Feli, das will er ganz bestimmt nicht."
Trotz Harrys Warnung räumte sie die Tasche aus. Es kamen lauter kleine Glaskolben zum Vorschein, fein säuberlich beschriftet. Nur ein kleiner Zettel war, zusammen mit der Schnur die ihn festgehalten hatte, lose in der Tasche. „Scheiße!" Verwundert sah Harry die Freundin an. Die drückte ihm den Zettel in die Hand und rauschte aus dem Zimmer. „Oh Ginny gut, dass du da bist, ich brauche ganz schnell einen Urwald."
Während Harry den Zettel las und über die Bemerkungtest de grossesse, Bellatrix rätselte, hörte er draußen Ginny zaubern und die Flammen im Kamin hochschlagen.Als Ginny fertig war, hörte er Nandas Stimme: „Die McGonagall war nicht erreichbar, irgendeine wichtige Sitzung meinte euer Hausgeist." „Auch gut", erwiderte Felicitas. „Mama stelle dich zu mir, er darf nicht wissen, wo wir sind und ihr verratet uns nicht klar!" Ihre Stimme hallte plötzlich: „Dumbledore Hogwarts!"
Tante Marbel betrat den Raum und sah Harry überrascht an, fragend zeigte er ihr den Zettel. Harry, solange du den Trank von Snape einnimmst, braucht Felicitas das nicht." Harry konnte sich noch keinen Reim drauf machen. „Harry das ist französisch, la grossesse ist die Schwangerschaft. Du kannst Test de grossesse mit Schwangerschaftstext übersetzen
Für alle die das kleine Kästchen bis jetzt übersehen haben. Ich meine das, wenn es gedrückt wird mindestens einen Menschen glücklicher macht. Es gibt ihm, dem Schreiberling (um den es hier geht) das Gefühl wenigstens, mit seinem Tun eine Reaktion ausgelöst zu haben. Insgeheim hofft er auf hilfreiche, ehrliche Meinungen, die ihm weiterhelfen. Ein begründetes Lob oder eine ebenso begründete Kritik ist herzlich willkommen. Danke!
Diese Geschichte ist noch so variabel, dass vielleicht gerade DEIN Vorschlag DEINE Idee Platz findet.
lam0r +CRAZY Dragon Danke für das Review. Leider habt ihr eure Email nicht hinterlassen und ich darf euch hier nicht so antworten wie ich will.
