Anmerkung der Autorin:
Okay, hier ist das nächste Kapitel... wie immer gehört mir nichts.
Anmerkung der Übersetzerin:
Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Pfingstwochenende. Herzlich Willkommen an "Noxy the Proxy" und viel Spaß an alle mit dem nächsten Kapitel.
Das Original findet ihr wie immer unter "www Punkt fanfiction Punkt net /s/7673707/1/Bleach-and-the-Half-Blood-Prince".
Anmerkungen zum Textformat:
"Parselzunge"
Kapitel 26
Am Morgen nach dem Angriff auf Rukia stand Harry in einem Flur und mit diskutierte mit Hermine, Rukia und Uryu darüber. Da sah er, wie Ichigos Schwestern und Toshiro neben Professor McGonagall gingen und Karin etwas zu ihr sagte... das sie sehr zu alarmieren schien, da sie direkt im Anschluss davon eilte.
"Was sollte das bedeuten?" fragte Tatsuki die anderen drei, als sie sich zu ihnen gesellte.
"Oh, ich habe Professor McGonagall gewarnt", Karin schaute sich um und senkte dann die Stimme, "dass wir auf einem Pulverfass sitzen. Ichi-niis Aufmerksamkeit ist abgelenkt - für den Moment - aber Rukia-nee kann ihn nur für eine gewisse Zeit bei sich im Krankenflügel behalten. Sobald sie entlassen wird, macht er sich auf die Suche nach den Schuldigen - und wenn er damit fertig ist, haben wir vielleicht keine Schule mehr."
Uryu schüttelte den Kopf. "Ich weiß nicht, wie wir ihn aufhalten werden... Ich glaube, nur Yamamoto könnte ihn in diesem Fall bremsen. Und ehrlich gesagt glaube ich, dass wir Glück haben, dass Byakuya nicht aufgetaucht ist."
Toshiro zog eine Grimasse. "Oder Abarai... Hoffentlich hat Unohana es geschafft, auf ihrer Seite alle ruhig zu halten. Also ist es wirklich nur Ichigo, um den wir uns Sorgen machen müssen. Falls er sein Bankai einsetzt - stecken wir in Schwierigkeiten."
Während Harry und Hermine sich über den Begriff 'Bankai' wunderten, fragte Tatsuki, ob Rukia Ichigo absichtlich bei sich behielt.
"Oh, ja - ich habe sie heute Morgen besucht. Sie hat gesagt, dass sie ihn so lange sie kann festhalten wir, aber sie befürchtet, dass noch nicht einmal sie ihn kontrollieren kann, falls er durchdreht", nickte Karin und musste dann mit den anderen beiden weg, da ihr Unterricht gleich anfing.
"Das ist nicht gut", sagte Harry düster. Er wollte herausfinden, wer versucht hatte Rukia zu töten - war das wirklich nur von Fangirls motiviert (ziemlich krank, wirklich), oder gab es da etwas tiefer gehendes? Gab es da etwas - oder jemanden - der noch in den Angriff verwickelt war, den sie übersahen?
Ichigo ging in den zwei Tagen in denen Rukia sich erholte, nicht zum Unterricht. Stattdessen saß er neben ihr, während sie wieder zu Kräften kam. Madame Pomfrey beschuldigte ihn, dass er sich langsam in ihrem Krankenflügel zu wohl wühlte... beinahe so wohl wie Potter. Ichigo zog bei ihren Worten eine Grimasse, aber er ließ Rukia nicht allein und er wurde auch nicht von der Heilerin aus dem Flügel geworfen. Das hätte bei ihm mehrere Alarmglocken läuten lassen sollen, aber er bemerkte es ganz einfach nicht.
Dies ließ seine Verlobte seinetwegen die Augenbrauen heben, aber sie sagte nichts weil sie wusste, dass es im besten Interesse aller war, ihn da zu behalten wo er war. Wirklich, während sie persönlich denjenigen, der sie zum Stolpern gebracht hatte, windelweich prügeln wollte - Ichigo zu erlauben, in der Schule auszurasten, würde weder ihm noch irgend jemand anderem nützen. Also nahm sie jedes Mal, wenn es so aussah, als wollte er aufstehen und auf die Jagd gehen, seine Hand, zog einen Flunsch oder seufzte und bat ihn, diesen Verwandlungszauber wieder mit ihr durchzugehen... das funktionierte jedes Mal. Innerlich verdrehte sie die Augen wegen seiner Leichtgläubigkeit.
Aller Wahrscheinlichkeit nach lag es daran, dass er sich viel zu schuldig fühlte, dass er sie nicht beschützt hatte... Das ärgerte sie ohne Ende, aber sie verbarg es erfolgreich und gab vor, dass sie es genoss, ihn bei sich zu haben (das tat sie, wirklich... aber dennoch!). Sie war eine Vizekommandantin, verdammt, nicht irgend ein Kristallornament, das ins Regal gestellt und beschützt werden musste! Sie hatte einen Espada getötet, und Rudabon, und hatte sich im Ministerium mehr als behauptet! Also verbarg sie jede Bemerkung, die sie sonst gemacht hätte, lächelte ihn an, wenn er auf dem Stuhl neben ihrem Bett saß und beschloss das Gefühl zu genießen, für zwei Tage der Mittelpunkt seines Universums zu sein da sie wusste, dass es nicht anhalten würde - nicht anhalten konnte. Sie hatten eine Mission, und Harry zu helfen und zu beschützen musste Vorrang haben.
#
Derjenige, der zuerst herausfand 'wer's war', versuchte es gar nicht - und diese Person wusste nicht richtig, was er mit der Information anfangen sollte, die ihm in den Schoß gefallen war.
Draco Malfoy ging allein den Flur entlang und dachte über sein Dilemma nach. Die Liste des "Ichigo Kurosaki Fan Clubs" brannte ein Loch in seine Tasche. Er hatte die Unterhaltung eher aus Zufall mitgehört und hatte die Namen der Beteiligten aufgeschrieben... Natürlich waren sie aus seinem eigenen Haus, weil nur ein Slytherin solch ein Vorgehen wählen würde, um die Konkurrenz auszuschalten. Um die Angelegenheit noch schlimmer zu machen, hatte er noch das Gespräch einer anderen Gruppe von Hausgefährten, ebenfalls Mädchen, über dieselbe Sache mitgehört - das aber vom anderen Ende des Spektrums kam. Sie waren über den Angriff nicht glücklich und sie hatten alle möglichen Theorien aufgestellt und ausgetauscht, warum es passiert war. Sie hatten Angst, was es für ein Licht auf ihr Haus als Ganzes werfen würde, wenn sich herausstellte, dass der oder die Schuldigen Slytherins waren. Und eine von ihnen, Kuchikis Partnerin beim Projekt in Verteidigung gegen die dunklen Künste, mochte die Kurze wirklich, also war sie aus einem vollkommen anderen Grund aufgebracht. Das hatte ihn über die Dinge im Verhältnis zu dem nachdenken lassen, was Professor Snape zu ihm gesagt hatte...
Er wusste, dass Professor Snape diese Liste haben wollen würde. Schließlich war dieser winzige Zwerg Kurosakis Verlobte. Und um ehrlich zu sein - ihr Bruder jagte ihm im Moment mehr Angst ein als Kurosaki. Von dem, was seine Tante ihm übermittelt hatte, besaß der Edelmann eine furchteinflößende Macht... und die Malfoys waren bereits bei ihm unbeliebt, vor allem nach der Konfrontation in der Winkelgasse. Er hatte ihren Status als Reinblüter als vollkommen belanglos betrachtet. War er tatsächlich von so hohem Rang? Professor Snape hatte gesagt, dass er tatsächlich zum Adel gehörte - und dass die japanischen Linien weit älter und reiner waren als ihre eigenen. Allerdings - viele von ihnen rümpften nicht die Nasen über Halbblüter und sahen einen Wert in Schlammblütern. Schlammblüter hatten einen Wert? Er seufzte, da er diesen Weg nicht einschlagen wollte, und konzentrierte sich stattdessen auf das dringendere Problem: Wie die Information an Professor Snape weitergeben, ohne dass ihn jemand dabei sah. Die Angelegenheit sollte ihn überhaupt nicht berühren - aber er stellte fest, dass er sich trotzdem deswegen sorgen machte. Also so fühlt es sich an, wenn man zwischen Hammer und Amboss steckt, überlegte er reuevoll bei sich. Zusätzlich zu seinem anderen Problem war es zu viel für ihn. Er wollte sich irgendwo verstecken und heulen...
"Beeile dich, Karin, wir kommen zu -"
Zwei Gestalten kamen um eine Ecke gerannt, die führende krachte in Draco hinein, wodurch Bücher und Papiere überall hin verstreut wurden.
"Tut mir leid! Tut mir leid!" rief sie aus. "Es war alles mein Fehler!"
Draco war kurz davor sie herunterzuputzen, bis ihm klar wurde, wen er anstarrte... Yuzu und Karin Kurosaki. Es war Yuzu, die jüngere der Zwillinge, die in ihn hineingeschlittert war. Ihr Bruder hatte im letzten Jahr Crabbe und Goyle eine Scheißangst eingejagt, weil sie dieselbe Kurosaki in die Ecke gedrängt hatten, und er hatte immer noch nicht aus ihnen herausgebracht, was ihr Bruder mit ihnen angestellt hatte, um sie derart zu verängstigen... Die bloße Erwähnung davon brachte Crabbe immer noch dazu, augenblicklich in Ohnmacht zu fallen. Das Paar hirnlose Gorillas setzten weiterhin alles daran, ihm aus dem Weg zu gehen, wenn sie ihn kommen sahen. Sie zogen es sogar vor, zu spät zum Unterricht zu kommen, um nur nicht mit ihm im selben Flur zu sein.
Draco sah sich schnell um. Niemand sonst war im Flur, die drei waren allein. Er ließ sich auf die Knie fallen und half ihnen dabei, Yuzus Bücher aufzusammeln.
"Ihr habt mich dies nie tun sehen", sagte er mit leiser Stimme, als Karin ihn schockiert mit offenem Mund anstarrte, wie er ihnen half. Ein Draco Malfoy, der nett war? Sie war versucht, aus dem Fenster zu sehen und nach fliegenden Schweinen Ausschau zu halten, aber da sie sich in Hogwarts befanden, waren diese immer im Bereich des Möglichen.
"Oh nein! Natürlich nicht!" Yuzu strahlte ihn an. "Ich verstehe vollkommen!" Ihr Bruder hatte ebenfalls außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um sein Ruf als Bad-Boy in Karakura aufrecht zu erhalten, also war es für sie nichts ungewöhnliches zu sehen, wenn Draco dasselbe tat. Sie war daran gewöhnt.
Draco lächelte schwach. Irgendwie dachte er, dass sie es möglicherweise tat, sie war so ein Mädchen, anders als ihre Schwester... Er setzte dazu an, dem Mädchen ihr Schulbuch zu geben - Verteidigung gegen die Dunklen Künste - und sah auf und ihr in die Augen. Warme, honigbraune Augen...
Seine Hand zitterte leicht.
"Danke", sie lächelte ihn sehr süß an und nahm ihm das Buch aus der plötzlich bebenden Hand. Er sah ihnen nach, als Karin sie hinter sich her zog und ihr sagte, dass Professor Snape ihnen Punkte abziehen würde, wenn sie zu spät kamen, wobei sie ihm einen misstrauischen Blick zuwarf. Yuzu folgte ihr, sah über die Schulter zurück zu ihm und winkte ihm endlich ein wenig zu, während sie um die Ecke außer Sicht gezerrt wurde.
Das ist verrückt, dachte er. Sie ist zu jung; aber...
Die Erkenntnis traf ihn während er da stand und die beiden verschwinden sah.
Sie und ihre Schwester waren genauso Erben von Slytherin wie ihr Bruder.
#
Karin und Yuzu kamen in den Klassenraum gerannt, nur Sekunden ehe Snape die Tür schloss. Er zog wegen ihres verspäteten Eintritts eine Augenbraue hoch, aber da sie technisch gesehen immer noch pünktlich waren, sagte er nichts. Yuzu ließ sich ein wenig außer Atem neben einer Freundin in ihren Stuhl fallen, während Karin auf den Platz glitt, den Toshiro für sie freigehalten hatte.
"Was..." Yuzu konnte hören, wie Toshiro Karin eine Frage stellen wollte.
"Später". sagte Karin im Flüsterton zu ihm. Er sah an ihr vorbei dahin wo Yuzu saß und sah, in welcher Unordnung ihre Bücher waren, und schloss daraus, dass irgendein Unfall passiert sein musste, also ließ er das Thema fallen.
Yuzu fing an, ihre Papiere zu ordnen, als sie ein seltsames Stück Pergament bemerkte, dass zum Teil aus ihrem Buch für Verteidigung heraus ragte. Sie zog es hervor, neugierig was es sein konnte, und bemerkte, dass es in einer Handschrift, die sie nicht kannte, an Professor Snape adressiert war. Noch ratloser als vorher öffnete sie es... und fühlte, wie sie blass wurde.
"Miss Kurosaki, wenn Sie die Hausaufgaben einsammeln würden..."
"Yuzu!" zischte ihre Freundin sie an. Yuzu, die aus ihren Tagträumen gerissen wurde, zuckte zusammen.
"Was?" Sie blinzelte und bekam wegen ihrer Unachtsamkeit, die für sie untypisch war, einen seltsamen Blick von Karin und Toshiro zugeworfen. Sie passte immer im Unterricht auf.
"Vielleicht hätte ich genauer sein sollen", Professor Snape hob eine Augenbraue und sah von einem Ächzen ab. Innerlich schlug er mit dem Kopf gegen die Wand. Er hatte das zuvor mit Fred und George durchgemacht und er hatte gehofft, dass ihm das bei diesem Zwillingspaar erspart bleiben würde. Ah, nun, wenigstens waren die Patils so verschieden wie Tag und Nacht. "Miss Yuzu Kurosaki, wenn Sie die Hausaufgaben einsammeln würden..."
"Ja, Sir!" Sie nahm den Brief und ihre Hausaufgaben an sich, froh über die Gelegenheit, das Pergament unauffällig los zu werden. Als sie die Hausaufgaben von allen eingesammelt hatte, überreichte sie diese dem Professor mit ihrer ganz oben auf dem Stapel. In seinen Augen gab es nur ein knappes Aufflackern einer Bestätigung, als er die Notiz sah. Er nickte ihr zu, legte den Stapel auf den Schreibtisch - aber Yuzu sah, wie er die Notiz in der Hand verschwinden ließ und sie in seine Tasche steckte.
"Wenn sich dann alle zu Paaren zusammenfinden würden, beginnen wir mit dem heutigen Unterricht..."
#
"Hermine - hör zu", Harry zog sie im Gemeinschaftsraum beiseite. "ich habe gerade mit Hebi gesprochen und er hat mir etwas sehr interessantes erzählt. Wir müssen Uryu und Toshiro holen und ihn mit zur Treppe nehmen, wo Rukia gefallen ist."
"Warum?" fragte sie, während er sie aus dem Gryffindor-Turm zerrte, die Schlange um sein Handgelenk geschlungen.
"Erkläre ich, wenn wir da sind!"
"Also - was ist diese großartige Idee, die du hattest?" fragte Toshiro, der sich gegen eine Wand gelehnt und die Arme vor der Brust verschränkt hatte, sobald Harry die beiden ausfindig gemacht und zur Treppe zurück gezerrt hatte.
"Hört zu..." sagte Harry. "Hebi hat mir gesagt, dass er zwischen Zaubern unterscheiden kann..." Er erklärte, dass jeder Zauber einen anderen 'Geschmack' hatte und wenn sie einschränken konnten, wer ihn angewendet hatte - konnte die Schlange den Zauber in der Luft um die Person herum tatsächlich schmecken - sie würden wissen, wer Rukia zum Stolpern gebracht hatte.
"Es ist zwei Tage her, Harry", protestierte Hermine. "Alles was von dem Zauber übrig ist, müsste sich inzwischen sicherlich zerstreut haben."
"Das ist die einzige Chance, die wir haben!" beharrte Harry.
"Ich hätte nie gedacht, dass der Tag kommt, an dem ich eine Schlange als Bluthund benutzen würde", seufzte Uryu der zusah, wie Harry die Schlange hervor holte und anfing, im Flur hin und her zu gehen.
"Hier herüber", sagte Hebi plötzlich.
"Hier?" hakte Harry nach.
"Sie haben hier gestanden."
Harry gab dies an die anderen weiter. Hermine gesellte sich zu ihnen, stand da und starrte nachdenklich auf die Treppe. "Von dieser Stelle aus hat man einen guten Blick auf das Ende der Treppe", gab sie zu, zögernd, wie Harry dachte.
"Ja, hat man", stimmte Toshiro genauso zögernd zu. Er war noch nicht bereit zuzugeben, dass dies eine gute Idee war. "Jetzt bleibt noch die Frage - wie kann diese Schlange jedes Mädchen der Schule riechen - schmecken - was auch immer? Ich denke nicht, dass sie still stehen bleiben und dir erlauben werden, mit ihm vor ihren Gesichtern herumzuwedeln."
"Na ja..." Harry hatte noch nicht darüber nachgedacht. Das war ein Problem.
"Die einzige Art wie du das schaffen könntest, wäre während der Mahlzeiten die Gänge in der Großen Halle auf und ab zu laufen", sagte Uryu, "oder draußen vor der Tür zu stehen während alle rein oder raus gehen."
"Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Schuldigen dich gewähren lassen, Harry..." stimmte Hermine ihnen zu.
"Es wäre wahrscheinlich besser, wenn ich draußen warten würde", sagte Harry, der darüber nachdachte. Wenn er beim ersten Durchgang nicht alle erwischte, dann vielleicht beim zweiten oder dritten...
"Was in aller Welt machen Sie vier hier? Und ist das nicht die Schlange von Mr. Kurosaki?" Sie drehten sich um und stellten fest, dass die Professoren Snape, Slughorn und McGonagall hinter ihnen dazu gekommen waren.
"Eh..."
"Ich kann nicht erwarten zu hören", sagte Professor Snape gedehnt mit nicht wenig Geringschätzung, "was für eine Ausrede sie haben."
Harry erklärte gereizt warum sie hier waren und wurde mit der Genugtuung belohnt, einen recht unsicheren Blick über Professor Snapes Gesicht huschen zu sehen. Also glaubte er Harry nicht - noch nicht einmal, wo Toshiro und Uryu da waren. Irgendwie war er nicht überrascht.
"Es hat funktioniert - wir haben herausgefunden, wo sie genau gestanden haben -"
Professor McGonagall schien einigermaßen beeindruckt und warf der Jungschlange einen nachdenklichen Blick zu. "Nun ja, es war ein sehr bewundernswerter Versuch, allerdings -"
"Allerdings ist er nicht länger notwendig. Die verantwortlichen Parteien wurden bereits identifiziert, ihre Eltern benachrichtigt und die letzte von ihnen hat gerade die Schule verlassen", informierte sie Professor Snape, was ihm eine hochgezogene Augenbraue von Professor McGonagall einbrachte, als er sie unterbrach. Sogar Professor Slughorn sah ihn ziemlich überrascht an.
"Sie wurden identifiziert - schon?" fragte Hermine, deren Augen groß wurden, während sie von einem Professor zum anderen sah. Es war noch nicht einmal zwei Tage her - Rukia war immer noch im Krankenflügel - und die verantwortlichen Personen waren bereits der Schule verwiesen?
"In der Tat. Jemand hat sie reden hören und es gemeldet", Professor McGonagall nickte zustimmend, wobei sie immer noch leicht verärgert über Snape wirkte.
Die vier sahen einander an und fragten sich, wer das gewesen war.
"Wer -"
"Das soll nicht Ihre Sorge sein", sagte Professor Snape. "Alles was Sie wissen müssen ist, dass sie der Schule verwiesen wurden. Die Angelegenheit wurde geregelt."
"Schauen Sie nicht so enttäuscht drein, Harry! Sie mögen das große Geheimnis nicht selbst gelüftet haben, aber Sie haben es versucht und es war keine schlechte Idee!" sagte Professor Slughorn jovial, der versuchte, Snapes Einstellung auszugleichen.
"Nun ja..." wich Harry aus, der immer noch die Tatsache zu durchschauen versuchte, dass jemand die Schuldigen angezeigt hatte. Wer war das gewesen? Und warum? Nach den Blicken zu urteilen, die die beiden wechselten, dachten Toshiro und Uryu dasselbe.
"Ich glaube, dass sie ein paar Punkte dafür verdienen, dass sie es wenigstens versucht haben - und wir haben etwas nützliches über unsere Reptilienfreunde gelernt, nicht wahr?" Professor Slughorn sah seine Kollegen mit einem Lächeln an.
"Nun gut -" sagte Snape steif, während die vier einander mit einiger Verwirrung ansahen. "Ein Punkt -"
"Einer?" Sogar Professor McGonagall sah ihn ein wenig tadelnd an.
"Dann fünf", Snape knirschte praktisch mit den Zähnen, weil er Harry tatsächlich Punkte zuerkennen musste.
"Ich sehe Sie dann morgen auf der Party!" sagte Slughorn und winkte beim Gehen.
"Oh, Freunde", sagte Toshiro für sie alle.
#
Nur noch ein Tag Unterricht vor den Weihnachtsferien; und wie auf Absprache (oder auf Drängen von Slughorn), hatten alle ihre Professoren dafür gesorgt, dass die Gruppe aus Karakura für Slughorns Weihnachtsparty frei sein würde, sehr zu ihrem Entsetzen. Danach, drei Wochen Freiheit... für alle außer Ichigo, Toshiro, Rukia und Momo, denen davor graute, zu was sie zurückkehren mussten: Berge von Verwaltungsarbeit. Ichigo wusste bereits, dass er sein Bankai würde einsetzen müssen, um seine zu erledigen.
Rukia war zurück im Unterricht und Ichigo blickte buchstäblich jeden finster an, der in ihre Nähe kam und nicht auf seiner "genehmigt" Liste stand. Rukia verdrehte wegen seiner Überfürsorglichkeit die Augen, aber ausnahmsweise ließ sie es zu. Es ließ ihn sich deswegen, dass er sie nicht hatte beschützen können, besser fühlen, vor allem da er sich darüber grämte, dass er die Angreifer nicht hatte zur Rede stellen können.
Ron und Hermine sprachen immer noch nicht miteinander, und zeigten auch keine Anzeichen, dass sich das auf absehbare Zeit ändern würde. Tatsächlich verließ sie tränenüberströmt Verwandlung, nachdem Ron eine grausame - aber ziemlich genaue - Nachahmung von ihr zum Besten gegeben hatte, wie sie in ihrem Sitz herum zappelte, als eine Frage gestellt wurde. Um fair zu bleiben - sie hatte zuerst über ihn gelacht, als er sich selber einen spektakulär lächerlichen Schnurrbart verpasst hatte. Mehrere andere fanden seine Imitation lustig, was nicht half (allerdings funkelten die Japaner ihn dafür wütend an). Harry sammelte seufzend die Dinge ein, die sie zurückgelassen hatte und folgte ihr. Er fand sie endlich, wie sie mit Luna aus der Toilette kam. Sie nahm ihm ihre Bücher ab und lief nach einem gemurmelten Danke weg.
"Sie ist ein bisschen traurig", sagte Luna unnötigerweise, da selbst ein Blinder das hätte sehen können. "Ich dachte zuerst, dass die Maulende Myrte da drinnen wäre, aber tatsächlich war es Hermine."
Harry seufzte. "Ich weiß; Leider hatten Ron und sie einen kleinen Streit..."
"Ja, Ginny hat mir alles darüber erzählt. Er kann ein bisschen unfreundlich sein. Das habe ich an ihm bemerkt", stimmte Luna zu, während sie den Flur entlang gingen.
"Also - freust du dich auf Slughorns Party?" fragte er und entschloss sich, das Thema zu wechseln. Ihm war wirklich nicht danach, über den Streit zwischen seinen beiden besten Freunden zu reden.
"Oh, ja!" sagte Luna strahlend. "Wir haben alle beschlossen, unsere Kimonos zu tragen und Orihime, Momo und Rukia werden uns mit unseren Haaren helfen. Wir werden das Badezimmer der Vertrauensschüler benutzen", sie hielt inne, als sie sich von Harry trennte. "Hat sie gesagt, mit wem sie geht? Hermine meine ich?"
"Nein, hat sie nicht."
"Cormac McLaggen."
Harry starrte ihr mit offenem Mund hinterher als sie davon hüpfte, ehe er in Richtung Gryffindor-Turm davon eilte. McLaggen? Hermine ging mit McLaggen? Warum er? Sicherlich musste es jemand anderen geben, mit dem sie hätte gehen können! Jemand musste wissen warum...
"Also, ja..." nickte Rukia als er sie fragte, was Ichigo einen erstaunten Blick entlockte. Anscheinend hatte er nicht besser als Harry gewusst, wen Hermine eingeladen hatte. "Wir haben darüber geredet, wer Ron am meisten ärgern würde... und haben eine Liste aufgestellt. Er war allerdings derjenige, bei dem am unwahrscheinlichsten war, dass er irgendwen sonst ärgern würde, da wir nicht gedacht habe, dass Malfoy ja sagen würde." Wenn bei McLaggen am unwahrscheinlichsten war, dass er den Rest von ihnen ärgerte, dann fragte sich Harry, wer sonst auf der Liste gestanden hatte... und Draco Malfoy überhaupt in Betracht zu ziehen... sie war echt sauer auf Ron. Ichigo grummelte irgendetwas über McLaggen vor sich hin, da er nicht vergessen hatte, dass der Siebtklässler sich an seine Verlobte rangemacht hatte. Harry fragte sich, ob Ichigo Malfoy derart hätte unter Druck setzen können, dass er als Hermines Date gegangen wäre... wenn sie ihn wirklich hätte auswählen wollen.
Harry und Ichigo gingen mit ihren festen Freundinnen zur Party, aus dem einfachen Grund, dass sie alle im selben Haus waren. Wie an dem Abend, als sie zu der Teezeremonie gegangen waren, sahen beide Mädchen in ihren Kimonos einfach umwerfend aus, und ihre Begleiter waren sich ziemlich sicher, dass sie Legionen von Bewunderern würden zurückschlagen müssen... wenigstens konnte Ichigo Karate zur Hilfe nehmen, wenn es sein musste; er trug außerdem, wie alle bemerkten, ein Schwert. Also wenn das die Bewunderer nicht abschreckte, dann würde nichts wirken.
"Der Professor hat darum gebeten", murrte er gereizt. "Er wollte, dass ich mich wie eine Art Samurai-Lord oder so was kleide..."
Rukia und Ginny brachen in Gelächter aus und Harry feixte mit bebenden Schultern, während sie gingen, um die anderen in der Eingangshalle zu treffen. Die Mädchen waren alle sehr schön, obwohl es ohne Yoruichi, die ihre Haare hochsteckte, eine etwas andere Wirkung hatte. Sie sahen immer noch entzückend aus, aber nicht ganz so bildschön wie beim letzten Mal. Sie erschienen ein wenig nahbarer, was ihre festen Freunde alle eher zu Schätzen wussten.
Als sie die Eingangshalle erreichten, stellten sie fest, dass Fred dort zusammen mit den anderen auf sie wartete. Alle grinsten ihn an, froh ihn zu sehen.
"Yo", sagte Ichigo mit einem Grinsen und einem Blick zurück zu Tatsuki, die errötete. "Also haben sie dich tatsächlich zurück in die Schule gelassen?"
"Für den Abend - sie haben entschieden, dass sie ohne meine leuchtende Gegenwart nicht auskommen", scherzte Fred, während er Tatsuki dicht an seine Seite zog. Also hatte sie es geschafft, dieses Problem ziemlich gut zu lösen, überlegte Ichigo, der ihr zugrinste.
Als sie in die Nähe von Professor Slughorns Büro kamen, konnten sie Gelächter, Gespräche und Musik hören, und für einige von ihnen - Toshiro und Karin, Uryu, Ichigo und Harry - wuchs das Gefühl des Grauens, während für andere - Luna, Neville, Orihime und Yuzu im Besonderen - es Aufregung war. Sie hörten Ichigo Rukia zuflüstern, dass sie ihm umgehend sagen sollte, wenn sie sich müde fühlte... was ihm einen scharfen Ellbogen in die Magengrube einbrachte, allerdings nicht so fest, wie es ihr möglich gewesen wäre.
Der Professor musste den Raum verzaubert haben; das dachten alle, als sie das Büro betraten. Es war unmöglich, dass sonst so viele Leute in ein Lehrerbüro passten. Smaragdgrüne, marineblaue, scharlachrote und goldene Wandbehänge ließen es aussehen, als wäre man in einem Zelt und winzige Feen, die in einer verzierten goldenen Lampe herum flatterten, beleuchteten den Raum, der stickig und überfüllt war. Toshiro murmelte deswegen vor sich hin. Aus einer Ecke ertönte lauter Gesang und Mandolinen und Pfeifenrauch von einer Gruppe alter Herren aus einer anderen ließ Yuzu zierlich husten. Hauselfen ließen Essen und Trinken strömen. Eine diese Elfen war Winky. Ichigo zog ein machte ein extrem finsteres Gesicht als er sie sah.
"Ichigo..." Karin hatte sie ebenfalls entdeckt und runzelte ebenfalls die Stirn, als sie sie bedienen sah.
"Ich sehe sie", sagte er düster, überhaupt nicht glücklich darüber, dass sie dort war; sie war ein Familienmitglied, keine Bedienstete.
"Harry, mein Junge!" Slughorns dröhnende Stimme erklang beinahe sofort nachdem sie durch die Tür gekommen waren. "Kommen Sie rein! Kommen Sie rein!"
Harry warf den anderen einen panikerfüllten Blick zu und fasste Ginnys Hand fester, während das Paar fortgezerrt wurde.
"Was hat er gemacht, auf der Lauer gelegen?" fragte Fred, der wegen der Plötzlichkeit blinzelte.
"Sieht ganz so aus", sagte Uryu. "Na ja, wir können nicht hier stehen bleiben und die Tür blockieren..."
Die Gruppe ging weiter und teilte sich in kleinere Grüppchen auf. Yuzu hatte eine Freundin statt eines Dates mitgebracht und sie sah sich mit großen Augen um, während sie ihrem Bruder und ihrer Zwillingsschwester folgten. Ichigo hielt endlich an und gab ein genervtes Geräusch von sich.
"Winky."
Sie erschien mit einem schwer beladenen Tablett vor ihnen. "Meister Ichigo?"
"Winky, was machst du hier?"
"Winky ist hier, weil Winky sich freiwillig gemeldet hat", war ihre Antwort. "Winky hat sich gemeldet als Winky gehört hat, dass Meister und Meisterin hier sein würden."
"Na gut - aber wenn dich irgendwer schlecht behandelt, lass es mich wissen. Du gehörst zu uns - und niemand behandelt ein Mitglied meiner Familie schlecht", sagte er ihr streng.
"Ja, Meister Ichigo", erwiderte Winky, die aussah als wäre sie den Tränen nahe.
"Also was jetzt?" fragte Toshiro. Ein kleiner Schweißtropfen lief seitlich an seinem Gesicht hinunter. Der Raum war definitiv zu stickig für ihn, bemerkte Ichigo, genau wie für Rukia, die ein ähnliches Problem zu haben schien. Die Kehrseite, wenn man ein eisbasiertes Zanpakuto hat, überlegte er. Er sah sich um und entdeckte dann einen sich träge drehenden Ventilator in der Nähe eines Weihnachtsbaums, um den Raum mit frischem Tannenduft zu füllen.
"Hier entlang", sagte er und führte sie hinüber. Er hörte Toshiro erleichtert seufzen, als ihn die leichte Brise traf. Rukia lächelte ihn dankbar an und nahm ein Glas Butterbier an.
Ichigo, der größer war - und er war jetzt über 1,80 und hatte beinahe die Größe seines Vaters erreicht - sah sich um, um festzustellen, wie es den anderen erging. Harry und Ginny waren immer noch bei Slughorn, der sie mit zwei weiteren Leuten reden ließ - von denen einer eine seltsame Aura hatte. Es war das Gerücht gegangen, dass angeblich ein Vampir auf der Party wäre... er hatte tatsächlich Professor Snape gefragt, ob es sie wirklich gab und der Professor hatte ihn überrascht, als er bestätigend geantwortet hatte. Wenn Werwölfe existieren konnten, dann erschien es logisch, dass es auch Vampire geben konnte. Sie waren sehr selten, hatte er gesagt, und sie waren nicht die blutrünstigen Wesen aus der Mythologie der Muggel... aber ja, es gab sie. Ichigo fragte sich, ob das der Vampir war. Er versuchte, ihn ebenfalls im Auge zu behalten...
Uryu und Luna waren verschwunden, genau wie Tatsuki und Fred, Orihime und Neville und Momo und Mizuiro. Er sah, dass Hermine allein war. Sie schien sich zu verstecken und sah ein bisschen zerzaust aus. Ichigo schüttelte den Kopf. Vielleicht wäre einer der anderen auf ihrer Liste besser gewesen... Er sah, wie Harry sich und Ginny entfernten und Hermine hinterher jagten. Vielleicht wäre es die beste Idee gewesen, Malfoy zum Mitgehen zu erpressen oder zu bestechen. Die Drohung, in etwas anderes verwandelt zu werden... hätte möglicherweise den Zweck erfüllt.
Eine ziemliche Menge hielten an um mit ihnen zu reden, sie waren sehr an ihrer Kleidung und der Tatsache, dass sie nicht - außer der Freundin von Yuzu - Briten waren. Oder überhaupt Europäer.
"Ich habe bemerkt", sagte ein alter Mann ziemlich laut, "dass auf dieser Party ziemlich viele von diesen Dingsdas sind."
"Kimonos", sagte Ichigo zum hundertsten Mal an diesem Abend, während er die Zähne zusammenbiss. "Man nennt sie Kimonos."
"Wo kommt ihr alle her?"
"Japan. Aber unsere Mutter", Ichigo deutete auf sich und seine Schwestern, "kam aus Cumbria." Er sagte dem alten Mann absichtlich nicht genau wo das Haus stand, nur die Region. Der Fidelius-Zauber würde nicht funktionieren, wenn er zu viele Informationen preisgab.
"Warten Sie - Cumbria... Sie sind mit diesen Kurosakis verwandt?" die Augen des alten Mannes wurden groß.
Ichigo nickte. Der alte Mann brachte eine knarrende Verbeugung zustande. Ichigo dachte, dass jedes Gelenk in seinem Körper knackte als er das tat und hielt den Atem an, bis der alte Mann sich wieder in einer stehenden Position befand.
"Dann bin ich begeistert Ihre Bekanntschaft zu machen", sagte er mit einem zahnlückigen Grinsen, "und sehr erfreut zu hören, dass eine unserer ältesten Zaubererfamilien nicht komplett ausgelöscht wurde, so wie wir alle dachten! Wirklich sehr erfreut!"
"Eh..." Ichigo wusste nicht, wie er darauf antworten sollte.
"Ich erinnere mich an ein paar der Partys, die diese Familie früher veranstaltet hat..."
Ichigo ächzte innerlich als er gezwungen war, dem alten Mann zuzuhören, wie er in Erinnerungen schwelgte. Anscheinend hatte er Ichigos Großeltern mütterlicherseits gekannt. Karin schien kurz vorm Einschlafen zu sein; Toshiro verdrehte die Augen und nur Yuzu und Rukia hielten ihr Interesse aufrecht. Sie waren von diesem Einblick in Ichigos Familie fasziniert. Ichigo bekam andererseits die Familiengeschichte - direkt von seiner Mutter.
Während er mit einem Ohr zuhörte, überflog Ichigo immer noch die Party. Er hatte hauptsächlich ein Auge auf Harry, ein anderes auf dem möglichen Vampir, der praktisch beim Anblick den ganzen jungen Damen, die an ihm vorbei gingen, anfing zu sabbern. Der Herr, den er begleitet hatte, drängte ihm fortwährend Essen auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Slughorn wieder Harry geschnappt - und ebenfalls einen unwilligen Snape ins Gespräch verwickelt. Snape, der sich zielgerichtet in Ichigos Richtung bewegt hatte... der Professor warf dem Kommandanten der Fünften Kompanie einen letzten nicht zu deutenden Blick zu und konzentrierte sich dann auf sein aktuelles Gespräch. Er wünschte sich wirklich, dass er wüsste worüber sie redeten... und was Snape von ihm gewollt hatte.
Sein Kopf zuckte plötzlich als er eine Bewegung in der Menge sah, die in Slughorns Richtung lief. Filch, der Draco Malfoy am Ohr hinter sich her zog. Wenn Filch nicht Malfoys Ohr losließ, würde der Vertrauensschüler von Slytherin wie Dumbo der Elefant aussehen, so wie er daran zog... Nach einem Moment führte Snape Draco weg - nach einem weiteren Blick in Ichigos Richtung.
"Entschuldigt mich", sagte Ichigo schnell, was den alten Mann sich vor Überraschung verhaspeln ließ, als er sie so schnell verließ um sich durch die Menge zu schieben um zu folgen, als er sah, wie Harry dasselbe tat.
"Kurosaki!" hörte er Toshiro ihm nachrufen, dennoch ignorierte er ihn, auf eine Sache konzentriert - Snape zu erreichen.
#
Harry duckte sich hinter eine Mauer und sah zu, wie Snape Draco von der Party wegführte, bei der er erfolglos versucht hatte, sie ohne Einladung zu besuchen. Er warf sich seinen Tarnumhang über - dankenswerter Weise war Ichigo selber so sehr mit seinen Vorbereitungen beschäftigt gewesen, dass er nicht bemerkt hatte, dass Harry ihn unter seinen Umhang gesteckt hatte. Harry hatte gedacht, dass er sich später schnell mit Ginny verziehen wollen würde, wenn die Party zu langweilig wäre... zu seiner Ehrenrettung hatte er wirklich überhaupt nicht an Draco gedacht. Seine Gründe ihn mitzunehmen waren rein eigennützig gewesen... und ziemlich egoistisch. Schließlich - wer würde ihn mit Ginny knutschen sehen, wenn sie unter dem Umhang verborgen waren? Sogar Ichigo konnte nichts dagegen sagen. Tatsächlich, nach der Frustration im Verhalten seines japanischen Freundes in letzter Zeit zu urteilen, würde es ihn nicht überraschen, wenn er ihn tatsächlich fragen würde, ob er ihn genau zu diesem Zweck ausborgen könnte.
"...kannst es dir nicht leisten, Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen, Draco, denn wenn du der Schule verwiesen wirst..."
"Ich hatte nichts damit zu tun, das habe ich Ihnen gesagt!" fuhr Dracos Stimme, stark gereizt, den Professor an.
Harry spähte um die Ecke und sah, wie Snape Draco bedrängte. Es gab eine Bewegung hinter ihm und er stellte fest, dass Rukia, Toshiro und Karin zu ihm unter den Umhang glitten. Er starrte sie mit offenem Mund an. Wie schafften sie es, ihn dauernd wiederzufinden, während er ihn trug? Niemand sonst tat das und er könnte schwören, dass er seine Füße bedeckt hatte.
"Später", formte Toshiro unhörbar mit den Lippen.
Wo war Ichigo? fragte er sich.
"Ich hoffe, dass du tatsächlich die Wahrheit sagst, weil es ein ungeschickter und närrischer Versuch war. Du wirst bereits verdächtigt..."
"Wer verdächtigt mich? Potter? Kurosaki?" wollte Malfoy zornig wissen, indem er dem Professor seinen Arm entwand. "Ich habe es Ihnen bereits ein Dutzend Mal gesagt. Ich hatte nichts damit zu tun. Vielleicht hatte das Bell-Mädchen einen Feind, von dem niemand wusste - und schauen Sie mich nicht so an! Ich weiß was sie tun, aber es wird nicht funktionieren!"
Die beiden starrten einander an ehe Snape sprach.
"Ah - ich sehe, dass Tante Bellatrix dich Okklumentik gelehrt hat. Welche Gedanken versuchst du vor deinem Meister zu verbergen, Draco?"
"Ich -"
"Du bist mir seit unserer letzten - Unterhaltung - ausgewichen. Ist dir klar, dass jeder andere, der nicht in mein Büro gekommen ist, nachdem er mehrfach dazu aufgefordert wurde -"
"Dann geben Sie mir Strafarbeiten! Melden Sie mich Dumbledore!"
"Warum sollten wir das tun, Draco?" sagte eine neue Stimme leise. Harrys Kinnlade fiel herunter. Wie war Ichigo hinter sie gekommen? Er hätte dazu apparieren müssen und das konnte man aus dem Inneren der Schule nicht. "Das erfüllt keinen Zweck."
"Kurosaki", Draco sprach seinen Namen in einem beinahe ehrfurchtsvollen Flüstern aus, als er sich umdrehte um den anderen Jungen anzustarren.
"Draco", Snape senkte seine Stimme. "Warum hast du dieses Stück Papier Yuzu Kurosaki zugesteckt? Sieh mich nicht so an - ich habe deine Handschrift erkannt. Hast du gedacht, ich würde es nicht tun?"
"Ich -" es gab eine lange Pause. "Ich weiß es nicht wirklich."
Leise Fußtritte ertönten hinter ihnen. Harry und die anderen blickten zurück und sahen, dass Yuzu auf den Flur getreten war, die sich keine Mühe gab, sich zu verstecken. Sie starrte das Trio mit großen Augen an, die Hände fest zu Fäusten geballt, die sie an die Brust gepresst hatte.
"Vielleicht", schlug Ichigo vor, "sollten wir wo anders hingehen und - darüber reden."
"Darüber reden..."
"Das ist richtig. Wir können dir möglicherweise helfen, deine Verwirrung zu aufzulösen."
Zu diesem Zeitpunkt bemerkte Draco, dass Yuzu dort war und drehte sich langsam zu ihr um. Er starrte sie mit einem Gesichtsausdruck an, den niemand von Ihnen richtig zuordnen konnte. Ichigo warf seiner Schwester einen schnellen Blick zu und machte dann einen Schritt vorwärts um eine Hand auf Dracos Schulter zu legen. Er beugte sich vor und flüsterte ihm etwas zu. Draco zuckte überrascht zusammen und wurde rot. Er ließ es zu, dass er von Ichigo und seinem Hauslehrer weggeführt wurde, wobei er ein oder zweimal zu dem jüngeren Mädchen zurück blickte. Was, fragte Harry sich, war das denn gerade?
"Wir gehen besser wieder rein", sagte Toshiro "und versuchen zu verhindern, dass irgendwer bemerkt, dass Ichigo weg ist."
"Als ob das funktionieren würde."
#
Da sie nicht wussten, wo sie sich sonst versammeln sollten, waren sie nach der Party bei Professor McGonagall hereingeschneit. Sie hatten beschlossen ihr zu erzählen was passiert war und bei ihr auf Ichigo und Professor Snape zu warten. Obwohl sie sie nicht hinaus warf, bedachte sie sie mit einem Blick der besagte, dass sie es vorgezogen hätte, wenn sie sich einen anderen Ort ausgesucht hätten, da sie selber wirklich ins Bett gehen wollte. Also da waren sie - Harry, Hermine, Ginny und die Truppe aus Karakura (ohne deren Begleitung) - im Büro verteilt ausgestreckt und warteten.
Ichigo, der sie gefunden hatte, indem er ihrem Reiatsu gefolgt war, tauchte endlich kurz nach zwei Uhr morgens auf.
"Ihr seid nicht alle aufgeblieben und habt auf mich gewartet", sagte er, als er die Tür hinter sich zuzog.
"Nun ja", Professor McGonagall deutete auf Ginny und Orihime, die eingedöst waren, "nicht alle."
"Was ist passiert?" wollte Toshiro wissen, der es nicht schaffte, ein Gähnen zu unterdrücken.
Ichigo schmunzelte. "Haltet eure Hüte fest -"
"Was?" Harry starrte ihn an, jetzt hellwach. Das Grinsen auf Ichigos Gesicht - er und Professor Snape hatten etwas bei Draco erreicht...
"Professor Snape und ich haben erfolgreich Draco für den Orden des Phönix angeworben."
"Was?"
"Auf keinen Fall!"
"Unmöglich!"
"Yay!"
Ichigo grinste sie an, vor allem Yuzu, die gejubelt hatte. "Auf jeden Fall."
"Wie?" verlangte Harry zu wissen. Was Ichigo ihnen gerade erzählt hatte... grenzte ans Unmögliche. Wie hatten sie das geschafft? Selbst Professor McGonagall war jetzt hellwach und daran interessiert, das zu hören.
"Er macht sich Sorgen um seine Mutter. Und er hat furchtbare Angst vor Moldy."
"Er macht sich Sorgen um seine Mutter, nicht um seinen Vater?"
"Sein Vater ist in Askaban - er ist da wo er ist in ziemlicher Sicherheit. Und wir haben Leute, die Askaban im Auge behalten." Tatsächlich bewachte jetzt die Mobile Geheimtruppe Askaban... nicht, dass das Ministerium sich dessen bewusst wäre. Sie haben außerdem Leute abgestellt, die den Minister bewachten; er war sich dessen vage bewusst, und Botschafter Watanabe, als er vom Minister zur Rede gestellt wurde, hatte genauso vage gesagt, dass seine Regierung möglicherweise beschlossen hätte dafür zu sorgen, dass Scrimgeour am Leben blieb... Yamamoto hatte eine lange Unterredung mit Watanabe-san geführt und er war - im gewissen Maße - darüber im Bild was sie taten. Er wusste nicht alles, nur ein paar Dinge. Wenn nötig, konnte seine Erinnerung zu einem späteren Zeitpunkt verändert werden.
"Nun - jetzt da Sie alle das Ergebnis von dem kennen, worauf Kurosaki und Professor Snape in den letzten Monaten hin gearbeitet haben, ab ins Bett mit Ihnen allen", sagte Professor McGonagall streng.
"Ich muss allerdings betonen", sagte Ichigo streng, "dass dies auf keine Weise - bestimmte Dinge - ändert."
"Welche Dinge?" fragte Hermine verwirrt.
"Wir werden nicht mit Draco dick befreundet sein. Tatsächlich - wenn ihr das schafft - könnt ihr eure gegenseitige Abneigung noch offensichtlicher machen?"
"Kein Problem", versicherte ihm Harry.
