Zusammenfassung

Beim Stöbern der Bibliothek im Hauptquartier des Ordens im Grimmauldplatz, fallen Hermione fehlende Teile des Tagebuchs von Helga Hufflepuff in die Hände. Wie schon im ersten Teil des Tagebuches, welches von der Jugend der Gründer von Hogwarts handelt, scheint das magische Schwert Hrunting eine besondere Rolle in dem Leben Helgas zu spielen.

Helga Hufflepuff, die im Jahr 956 n. Chr. England verließ, um mit ihrem Mentor, dem Heiler und Halbelfen Richard Eriugena ihren Häschern und Mördern ihrer Eltern, dem Bund der Wölfe, zu entgehen und nach Irland ging, kehrte 963 n. Chr. zurück auf die Insel. Im hohen Norden, im Königreich Strathclyde, treffen sie dabei Cedric Mac Maíl Coluim, den Vetter des Königs von Schottland, Dubh Mac Maíl Coluim, der Hilfe holen wollte, denn wie sich herausstellt, versuchte Cullen mac Induff, der Sohn des ehemaligen Königs von Schottland, König Dubh zu vergiften. Durch Richards und Helga Hilfe kann schließlich Cullens Marsch auf Scone, der Hauptstadt Schottlands, gestoppt werden. Doch Cullen rüstet zum Kampf und lässt sich dabei mit Earpwald ein, dem Führer eines Zentaurenstammes. Doch nicht alle Zentauren ziehen euphorisch in den Krieg der Menschen, obwohl sie nach der Deutung der Sterne einer verhüllten Zauberin helfen werden in einer großen Schlacht beizustehen.

Im fernen Dinas Emrys, einer berühmten Bergfestung inmitten des walisischen Königreiches Gwynned, wohnt weiterhin Godric ap Maredudd, der Herr von Gryffindor mit seiner Frau Melangell und seinen Kindern Gyrth und Osdryd. Godric, der immer noch Geisel der Gwynnedder ist, sucht eines Tages seinen Sohn Gyrth, den er schließlich in einer monströsen Höhle unterhalb der Burg findet. Allerdings trifft er hier auch auf einen roten Drachen, der sein Nest bewacht. Da der Drache auf Grund herabgefallender Felsbrocken bewegungsunfähig ist, beschließt Godric ihn zu befreien. Wochen später gerät Godric bei einer Jagd auf Wild in eine Kuhle und verletzt sich. Als ein riesiger Keiler seinen Sohn zu verletzen droht, kann er kaum etwas dagegen unternehmen. Doch in dieser misslichen Lage rettet schließlich der Drache seinen Sohn und tötet den Keiler.

Iago ap Idwal, König der Gwynnedder, erhält Beusch von seinem Bruder Rhodri, der seine Interessen am Hofe Edgars vertritt. In seiner Gegenwart befindet sich Eadberth… der uneheliche Bruder König Edgars. Ihm gibt Iago Asyl.

Rowena von Ravenclaw, die Äbtissin von Wilton, entdeckt, dass ihr neuer Schützling, die Nonne Wulfthrith und ein zauberfähiges Mädchen, eine Affäre mit König Edgar hat. Als Wulfthrith schließlich schwanger wird, zieht dies weit größere Kreise, als dass sich dies die Kirche unter Dunstan von Canterbury gewünscht hätte.

Der Bund der Wölfe dagegen ordnet sich. Seit Jahren waren die beiden Ratsmitgliederposten nicht besetzt. Doch nun werden Aelfstan, der Bischof von London und Bellona, eine sehr wundersame Zauberin aus Schottland zu den neuen Ratsmitgliedern vereidigt. Von ihr, die dem Clan der Baobhan-Sith angehört, einem Clan von Vampiren, hat Solmen von Slytherin kaum etwas gehört, doch der neue Großmeister des Bundes, der schwarze Eldorman, vertraut ihr völlig. In einem abschließenden Gespräch stellt er Solmen seine Ziele vor, in dem er darlegt, dass er die zauberkundigen Menschen Englands auf seine Seite ziehen oder sie vernichten will. Nur die Edlen sollen dabei unter einem magischen König, einem Sohn von Edgar, berechtigt sein, das Land als Elite zu führen. Doch das Gespräch wird abgehört… von niemand anderen als Salazar Slytherin, der sich als Spion in den Bund eingeschlichen hat.

5. Die Schlacht bei Crieff

Crieff, Schottland, linke Flanke von König Dubhs Heer, Spätsommer 964 n. Chr.

Von weitem konnte Cedric erkennen, wie zum letzten Mal Dubh mac Mail Coluim mit Cullen mac Induff verhandelte. Beide waren mit anderen Parlamentariern inmitten des Feldes zusammengekommen… nicht weit weg von den beiden sich gegenüber aufgestellten Heeren. Cedric nahm nicht an, dass Cullen nachgeben würde… nicht Cullen.

Er mochte den Sohn des Induffs nicht. Er konnte nicht direkt erklären warum er diese Abneigung fühlte, doch schon früher, als er zum ersten Mal seinen Vetter begleitet und Cullen getroffen hatte, hatte er diese Abneigung gefühlt. Ob es an den Temperamentausbrüchen des jungen Schotten lag, an seinem listenreichen Leben… oder wie er über andere, ihm unterstellte Schotten dachte, Cedric konnte es nicht sagen. Vielleicht lag es an allem. Nochmals schaute er zu den Parlamentariern, wobei er sein Schwert in der Scheide lockerte.

‚Ob ich überhaupt in den Kampf eingreifen werde?', dachte er nach. Sein Vetter hatte ihn und seine Leute zu der linken Flanke hinbeordert, um diese zu verstärken und den Haupttross, die Clans aus Scone und dem Süden Schottlands, den von MacRae und die gepanzerte Leibgarde des Königs, die aus Strathclyde stammte, zu decken.

‚Gepanzerte Leibgarde! Ein Angelsachse würde über diese Aussage lachen. Sie besitzen im Unterschied zu vielen anderen Clanmitgliedern ein Kettenhemd und einen Helm. Während wir nur in den Trachten unseres Clans kämpfen… oder wie die Pikten halbnackt, tätowiert und blaugefärbt!'

Auch war die Kriegskunst in der Schlacht eine andere, als bei den Angelsachsen. Hier stellten sich zunächst die Clans auf und stürmten dann wild vorwärts. Das Wichtigste an der Kriegstaktik war demnach die Aufstellung, nicht aber die Taktik während einer Schlacht. Jedenfalls bisher. Cedric hatte einiges an Kriegstaktiken gelernt… damals als er mit einem seiner Onkel nach Deutschland und Italien gezogen war und so auch die Taktiken der Römer kennen gelernt hatte. Auch sein Vetter Dubh war ein Mann, der solche Taktiken bevorzugte, wie auch Fionnlagh mac Keith, der gewiefte Taktiker, der Cullen beriet. Vor ihm zollte Cedric einen hohen Respekt.

‚Nun, heute wird das Ganze wieder ein wildes Hauen und Stechen… trotz des ganzen Trainings, die ich mit meinen Mannen durchgeführt hatte.'

Dubh hatte mit einem leichten Grinsen die Versuche Cedrics kommentiert, in seinen Haufen Highländer eine gewisse Ordnung zu bringen. Zum Teil war es ihm auch gelungen… und doch wusste Cedric genau, dass seine Leute mitten in der Schlacht sich an diese Ordnung kaum halten würden. Dennoch hatte er einem seiner Leute eine Carnyx, eine keltische Kriegstrompete, gegeben, mit der er Befehle herausbringen konnte.

‚Was wohl Helga macht?'

Noch einmal wanderten seine Gedanken zu jenem Augenblick an diesem Morgen zurück, als er Helga getroffen hatte, die mit ihrem Mentor, dem Heiler Richard die Vorbereitungen trafen, die sie als ernannte Feldscherer zu treffen hatten. Cedric wusste, dass diese Arbeit nicht weniger blutig vor sich ging, als diejenigen der Männer in einer Schlacht. Allerdings nahm die Arbeit eines Feldscherers nach der Schlacht eher zu, im Verhältnis zu dem eines Kämpfenden. Und obwohl Helga, wie auch er etliche Aufgaben durchzuführen hatten, hatten sie noch einen Moment für sich gehabt.

„Wie geht es dir?", hatte Helga ihn gefragt, als er an dem Zelt der Feldscherer und Geistlichen vorbeikam.

„Wie soll es mir gehen? Es gibt noch massenhaft etwas zu tun. Und die Zeit rieselt mir durch meine Finger hindurch."

Helga hatte den Highländer angelächelt, auf ihre für ihn bekannte Art. In den letzten Tagen waren sie sich ein wenig näher gekommen. Cedric hatte Helga nachgefragt, ob sie mit ihm in den Kampf ziehen würde, da auch sie ein Schwert trug und dieses, so schien es jedenfalls, zu benutzen wusste, doch Helga hatte nur auf ihre wundervolle Art gelächelt und dies verneint.

„Cedric, ich bin eine Heilerin… keine Kämpferin. Mein Bemühen ist es Leben zu erhalten… nicht zu zerstören."

„Aber, warum tragt ihr dann dieses Schwert", hatte er sie gefragt.

„Es ist ein Familienerbstück, von dem ich mich nicht trennen kann", hatte sie geantwortet… und doch wusste Cedric, dass dies nur die halbe Wahrheit sein konnte. Er hatte erfahren, dass ihre Eltern durch marodierende Soldaten getötet worden waren, doch als er mehr davon hören wollte, hatte sie geschwiegen. So wie sie allerdings das Schwert trug, wusste sie es einzusetzen… und hatte es wohl auch schon getan.

„Nun, dann solltet ihr euch sputen, wenn euch die Zeit durch die Finger rinnt. Bald wird sie Schlacht losgehen… euer Vetter wird recht bald losziehen! Wo werdet ihr eingesetzt?"

„Auf der linken Flanke."

Irgendwie hatte Cedric das Gefühl gehabt, dass Helga erleichtert ausgeatmet hatte. Oder hatte er sich dies nur eingebildet? Machte Helga sich Sorgen um ihn? Noch einmal rief Cedric sich Helgas Gesicht in Erinnerung, als er sich, kaum, dass er sich ein wenig weitergegangen, sich noch einmal umgedreht hatte.

„Helga?"

Sie hatte noch einmal aufgesehen von ihrer Arbeit und ihn fragend angesehen.

„Würdet ihr… ich meine, wenn es euch nichts ausmacht… mit mir nach dem Kampf… so Gott will, mir nichts geschieht… und natürlich euch auch nichts… und wir den Kampf gewinnen… ja, würdet ihr…", hatte Cedric vor sich hingestottert.

„Ich dachte, ihr hättet so viel zu tun, Cedric. Und jetzt steht ihr hier und stottert wie ein junger Hüpfer vor seinem ersten Treffen mit seiner Maid."

Cedric war sich gewiss geworden, dass er rot im Gesicht wurde, doch er versuchte dies zu überspielen.

„Ich meinte nur, wenn ihr ein wenig Zeit aufbringen und mich begleiten wolltet… ich muss wieder einmal in meinem Tal, dass mir König Dubh als mein Clanchef in den Highlands zugesprochen hat, nach dem Rechten sehen. Und ich würde mich freuen, wenn ihr die Schönheit dieses Ortes ebenso empfinden könntet, wie ich sie empfinde. Es ist…"

„Ja."

Cedric hatte gestutzt.

„Wie, ja?"

„Na, ihr hattet gefragt, ob ich euch, nach der Schlacht in euer Tal in den Highlands begleitet würde. Und ich beantworte dies mit ‚ja'. Ich würde gern mir euer Tal ansehen."

Cedric hatte noch etwas erwidern wollen… doch irgendwie brachte er nichts mehr heraus. Warum war es nur so schwierig für ihn vor Helga die richtigen Worte zu finden? Sonst wusste er sich vor allen anderen auszudrücken und fand die richtigen Worte. Doch vor Helga schienen die Gedanken in seinem Kopf durcheinander zu geraten. Cedric nickte nur und ging dann seines Weges, immer noch sehr verwirrt.

‚Sie hat ja gesagt!'

Irgendwie hatte er bei diesem Gedanken ein leichtes Bauchgrummeln, als hätte er etwas Unreifes gegessen. Doch es war ihm wichtig gewesen, wichtiger als so manch anderes, dass sie das Tal in den Highlands zu sehen bekam. Sein Blick wanderte schließlich wieder zu den Parlamentariern, die anscheinend ohne Einigung geblieben waren. Schon ertönten die Kriegshörner der beiden Heere… Kriegshörner, die nicht nur den Beginn der Schlacht ankündigten, sondern den Gegner auch in Verzweiflung stürzen sollten. Cedric setzte sich aufrechter in seinen Sattel und signalisierte dem Trompeter, dass er ebenfalls das Carnyx blasen soll. Schon ertönte das keltische Kriegshorn und schon bewegten sich seine Mannen ebenfalls vor, um die Flanke des Königs zu decken. Dann liefen bereits beide Heere aufeinander zu.

‚Cullen ist doch in einer weitaus schlechteren Position als der König. Sein Heer ist doppelt so klein wie das von Dubh. Er muss doch wissen, dass er keinen Erfolg haben wird?'

Cedric ließ seine Leute weiter die Flanke decken und marschierte weiter… als plötzlich ein Schwarm Pfeile die erste Reihe seiner Krieger zu Boden gehen ließ.

„Schilde!"

Sofort wurden die Schilde nach oben gerissen… und dennoch traf der eine oder andere Pfeil einige seiner Mannen. Anscheinend schien Cullen mit seiner Flanke Dubhs anzugreifen, um einen Keil in das Heer zu treiben. Cedric zog sein Schwert… und konnte wenig später die Männer sehen, die sich auf Pferden ihm näherten. Es waren viele… es schien… Cedric stutzte. Das waren keine Männer auf Pferden… was in der Hölle waren dies für Wesen? Noch ehe er reagieren konnte, brachen die Zentauren durch seine Reihen und trieben die Highländer wie Vieh vor sich her. Angstvoll, da sie noch nie solche Wesen gesehen hatten… und von der Wucht und der Aggressivität überrascht… brach die Flanke ein. Cedric schluckte… um sofort danach einen Befehl an den Trompeter zu geben.

„Blase Angriff… Angriff … und blase dann das sich die Truppen stärker zusammenziehen sollen. Wir dürfen diesen Wesen keinen Raum zum Kämpfen geben!"

Der Trompeter starrte Cedric an und nickte dann mit dem Kopf.

Noch bevor er den ersten Ton in sein Instrument geblasen hatte, trieb Cedric sein Pferd voran, um sich den Zentauren zu stellen.

ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Crieff, Schottland, hinter den Linien Dubhs, Spätsommer 964 n. Chr.

Die Kriegshörner bliesen von allen Seiten. Helga und Richard schauten von einem kleinen Hügel hinab auf das Feld nahe Crieff, auf dem sich die beiden Heere gegenüberstanden.

„Die Ruhe vor dem Sturm", erwiderte Richard, als das letzte Kriegshorn ertönte und sich langsam die Heere aufeinander bewegten.

„Was meinst du… wer wohl gewinnen mag?", fragte Helga, ohne ihren Blick vom Feld und von den Heeren zu lassen.

„Niemand."

„Wie niemand? Aber es gibt doch immer Gewinner oder Verlierer in einer Schlacht?"

„Ja… es gibt Verlierer in einer Schlacht. Diejenigen, die ihr Leben verlieren… oder ein Körperteil… man kann sie schon als Verlierer ansehen. Aber macht es denjenigen, der dem anderen das Leben nimmt… oder das Körperteil… folgerichtig zu einem Gewinner? Ich denke nicht. Krieg ist immer ein Verlust. Ein Verlust an Menschen und an Gütern… ein Verlust an Güte und Verständnis. Und leider ist es so, dass oft aus Krieg kein Frieden, sondern noch mehr Krieg gebiert. Wenn daraus Frieden, Verständnis und Güte entstehen könnte, dann würde man dem Krieg wenigstens etwas Gutes abgewöhnen… aber so?"

„Mmh… in vielen mögt ihr Recht haben, Richard. Aber wenn König Dubh Cullen nicht einschränkt… dann würde er den Königsthron noch mehr verlangen und Dubh töten. Also muss König Dubh in den Krieg ziehen."

„Ja… ein Machtanspruch zieht oftmals einen Krieg und somit Schlachten hinter sich her. Und sicher muss sich König Dubh verteidigen, um sein Reich in Sicherheit, mit Stärke und auch im Frieden zu führen. Aber dennoch ist er wie auch Cullen ein Verlierer… weil sie das höchste Gut ihrer Untergebenen opfern… das Leben."

Helga schwieg und beobachte die beginnende Schlacht. Sie konnte sehen, wie Cullens Armee auf die des Königs traf, erbebte und dann zurückwich.

„Bald werden uns die ersten Verletzten gebracht. Dann werden wir wieder durch Blut waten."

Richard schüttelte den Kopf und rieb sich den Schweiß aus der Stirn.

„Manchmal kann von den ganzen Schlachten müde werden", fügte Richard zu und begann laut zu seufzen.

„Gut, dass ihr verhindert habt, dass der König selbst sein Heer anführt."

„Ich musste dabei schon fast richtig handgreiflich werden", sagte Richard zu Helga und lächelte leicht, "ich… ein Halbelf… aber er wollte einfach nicht hören. Zum Glück bemerkten die anderen Clanchefs seine Schwäche und ließen nicht zu, dass er in vorderster Reihe reitet. Nun hockt er dort verärgert vor dem Zelt und gibt Anweisungen, die seine Herolde den Clanchefs übermittelt. Aber nun kommt… bald werden wir benötigt."

Während das königliche Heer Cullens Heer verfolgte, ertönte von der linken Flanke erneut ein Kriegshorn. Verwundert schaute Helga dorthin… und sah, wie die Flanke unter dem Angriff einer Reiterei von Cullens Heer einbrach.

„Cedric..?"

„Was ist?"

Richard drehte sich um und schaute nun ebenfalls in die Richtung, in die Helga schaute.

„Cedric… er ist auf der linken Flanke des königlichen Heeres. Dort…"

Helga zeigt mit dem Finger auf die zurückweichenden Truppen, die verzweifelt versuchten, die Reiterei des Heeres von Cullen aufzuhalten.

„Oh, mein Gott…", sagte Richard und kniff noch stärker die Augen zusammen.

„Was ist?", erwiderte nun Helga und schaute Richard verunsichert an.

„Nicht nur, dass die Flanke des königlichen Heeres sich auflöst… und somit das vormarschierte Hauptheer offen daliegt… dass dort, wenn ich mich nicht täusche, ist keine Reiterei?"

„Was dann?"

„Zentauren… Cullen hat sich mit Zentauren verbündet… und seht, nun marschieren die Ränder von Cullens Hauptheer wieder vorwärts, während die Mitte noch weiter zurückweicht… wenn jetzt König Dubh nicht reagiert, dann ist die Schlacht für ihn mehr als verloren."

Doch auch König Dubh hatte die Wendung der Schlacht mitbekommen und bereits Herolde losgesandt, um das Hauptheer zu stoppen und sie zu warnen.

„Was geschieht mit Cedric?", Helga schaute auf die linke Flanke, die nun fast umgeben wurde von Zentaurenverbänden. Doch Richard schwieg. Helga schaute auf den Halbelf, der sie traurig ansah. Langsam schüttelte Helga den Kopf.

‚Nein… nein…'

Sie war sich in diesem Moment klar, dass sie Cedric nicht verlieren wollte. Er war freundlich zu ihr gewesen… nicht nur freundlich… sie mochte seine Verlegenheit… sein Lachen… seine Güte. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er nun nicht mehr sein sollte. Er war zu einem guten Freund geworden… den sie nicht verlieren wollte. Aber wirklich nur ein Freund? Empfand sie nicht auch ein klein wenig mehr? Helga schaute sich um… sie musste irgendetwas machen, damit er gerettet wurde. Dann sah sie das Pferd… das Pferd des Königs, dass jener im Kampf hätte führen sollen. Mit wenigen Sätzen war sie bei diesem Pferd, stieg auf und jagte in Richtung linker Flanke.

„Helga… Kind… was machst du?", rief Richard ihr hinterher, der erstaunt war, über Helgas spontanen Einfall. Doch verhindern konnte der Halbelf nun nichts mehr. Besorgt schaute er der jungen Frau hinterher und hoffte, dass sie nur ihre Zauberkraft einsetzen würde, um Cedric zu retten.

‚Hoffentlich benutzt sie nicht ihr Schwert!', dachte er.

Doch Richard ahnte… ja, er wusste es, dass sein Bitten vergeblich sein würde. Dann nahm er noch etwas anders wahr… ein Macht, böse und alt… die über dem Heer kreiste und bereit war zuzustoßen, um den Zentauren zu helfen.

„Nun gut, wenn du dich nun unbedingt wegen diesem Mann in diesen Kampf stürzen musst, werde ich dich wenigstens decken", sagte Richard zu sich selbst und zog seinen Zauberstab. Dieses Böse, dass er spürte… es würde seine kleine Helga nicht bedrohen, …dass schwörte er.

Oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Crieff, Schottland, linke Flanke von Dubhs Heer, Spätsommer 964 n. Chr.

Bellona kreiste über der Schlacht bei Crieff und beobachtete freudig erregt den Ausgang der Schlacht. Die Zentauren, die auf ihr Sinnen hin bei dieser Schlacht mit teilnahmen, waren mit solcher Macht in die Flanke des königlichen Heeres eingebrochen, dass diese zusammenbrach. Earpwald hatte gute Arbeit geleistet, dachte sie sich, als sie an den Führer der Zentauren erinnerte. Sie würde ihn für diesen Angriff belohnen, so wie sie es ihm versprochen hatte. Wenn König Dubh erstmal tot war, würde sie mit Hilfe ihrer Zauberei diesen Jüngling Cullen schon bald zu einer ihrer Marionetten machen… und somit wäre der Norden Englands bereits in den Händen des Bundes. Schon jetzt war Cullen, auch wenn er es nicht ahnte, von ihr, Bellona, abhängig. Abermals kreiste sie über das Feld in ihrer Gestalt als Krähe. Einige der mutigsten Krieger würden schon bald in ihre Dienste treten… wenn der Abend näher kam und sie schwer verwundet auf dem Feld lagen und warteten, dass der Tod sie übermannte. Doch nicht nur der Tod würde kommen!

Bellona kicherte. Ihre Schülerinnen waren bereit und würden bald ihre Arbeit erledigen. Doch noch war die Schlacht vorbei und noch war es nicht Abend. Jetzt konnte sie noch nichts tun… außer freudig zuzusehen, wie König Dubhs Armee aufgerieben werden sollte. Noch einmal kehrte ihr Blick auf die Zentauren zurück, die in mehreren Stufen das königliche Heer angriff. Ganz in der Nähe des Hauptangriffes der Zentauren ließ sich Bellona auf einem Baum nieder.

„Oh… schau an. Nicht überall bricht die Flanke ein. Dort scheint jemand den Zentauren Widerstand leisten zu wollen..."

Bellona schaute auf eine kleine Schar von Highländern, die sich vor den Zentauren zusammengedrängt hatten. Sie schienen von einem Mann angeführt zu werden, der zwar leicht verwundet war, der allerdings dennoch seine Männer zusammenhielt und sie aufmunterte. Insgesamt schienen diese Handvoll Männer ein Karree zu bilden und somit den Zentauren eine unangenehme Angriffsmöglichkeit zu bieten. Die Zentauren konnten kaum weiter das Hauptfeld und somit die schwereren Truppen der Leibgarde attackieren, wenn in ihrem Rücken Teile der Flanke nicht besiegt waren und noch weiterhin Widerstand leisteten. Doch für die Zentauren war es ungemein schwierig das Karree anzugreifen, benötigten sie im Nahkampf doch bedeutend mehr Platz. Bogenschützen versuchten zwar die Reihen der Highländer auszudünnen, doch diese konnten nur vereinzelnd eingesetzt werden, um nicht einen der eigenen Zentauren zu treffen.

‚Vielleicht sollte ich den Zentauren helfen… wenn ihr Anführer am Boden liegt, werden die Männer aufgeben und fliehen. Dann können die Zentauren nachsetzen und die Fliehenden niederreiten...'

Bellona verwandelte sich zurück, zog ihren Zauberstab und richtete ihn auf den Anführer… doch sie hielt inne, als sich plötzlich ein Pferd den Weg zu dem Karree bahnte. Es war eines der edelsten Streitrösser, die Bellona gesehen hatte. Das Pferd, dafür gezüchtet nicht einem Kampf aus dem Weg zu gehen, bahnte sich den Weg durch etliche Leiber der Zentauren. Auf seinem Rücken saß… Bellona hielt die Luft an… eine weißhaarige Frau, die zwar noch jung an Jahren war, doch sehr entschlossen zu Werke ging. Das besondere an dieser Frau, war ihre Aura.

‚War es nicht eben so, als würde selbst die Natur, die wenigen Büsche… selbst die Gräser vor ihr zurückweichen?'

Bellona war sich sicher, dass diese Frau eine Hexe war… und mit einer große Gabe gesegnet war.

Mit einem weiten Satz sprang sie über einige Highländer hinweg, landete im Innenkreis des Karrees und schwang sich aus dem Sattel. Der Anführer der Highländer schaute die weißhaarige Hexe verblüfft an, dann fast liebevoll. Sie schienen einige Worte miteinander zu wechseln, die Bellona auf Grund des Kriegslärms und der Weite nicht hören konnte. Dann, im nächsten Moment widmeten sie sich wieder den Zentauren.

‚Nun, vielleicht sollte ich erst die Hexe einen Fluch auf den Hals schicken… und dann diesem Highländer!'

Wieder schwang Bellona den Zauberstab… und wieder hielt sie erschrocken inne. Die weißhaarige Hexe hatte ihr Schwert vom Rücken gezogen und sich zum Kampf gegen einen Zentauren gewandt. Doch nicht etwa ihre Kampfkunst zog magisch die Blicke Bellonas an, sondern ihr Schwert. Kaum hatte es die weißhaarige Hexe dies aus seiner Schiede gezogen, flammte die Scheide des Schwertes auf. Es war eine warme rote Flamme, die sich um eben diese Scheide legte. Der Zentaur warf verblüfft den Kopf nach hinten, als er das Schwert sah, griff dann aber mit seinen Schwertern an und attackierte die Frau. Diese schwang zur Verteidigung ihr Schwert… doch anstatt, dass nun Klinge auf Klinge stieß, zerschnitt ihr Schwert das Zentaurenschwert wie Butter. Die Klingen fielen zu Boden, abgetrennt vom Schaft, den der Zentaur noch verblüfft in seinen Händen hielt. Ein anderer Zentaur versuchte dem nun waffenlosem Zentaur zu Hilfe zu kommen, doch das Schwert der weißhaarigen Hexe durchschnitt nicht nur sein Schild, sondern traf den Zentauren auch in dessen Brust. Jäh wurde der Zentaur völlig eingehüllt durch die Flamme des Schwertes. Bellona hielt den Atem an, als sie sah, wie der Zentaur von der magischen Flamme regelrecht verzehrt wurde. Alles Lebende zog das Schwert aus dem Zentaur… und auch sämtliche Flüssigkeiten, die in dem Zentaur gewesen waren, verbrannten in der Flamme. Zurückblieb ein mumifiziertes Knochengerüst, der sobald die Flammen ihn freigaben, tot zu Boden sank.

‚Die Flamme der Gerechtigkeit… die Flamme… DIE FLAMME ', hörte Bellona einen Zentauren rufen… und schon bald wurde der Ruf des einen Zentauren verstärkt durch den aller anderen. Zum großen Schrecken Bellonas begannen sich die Zentauren zurückzuziehen.

‚Was machen sie… sie müssen angreifen!'

Doch schon flohen die ersten Zentauren vom Schlachtfeld. Und aus den ersten wurde wenige…dann mehr… schließlich flohen alle. Die Schlachtordnung der Zentauren löste sich schlagartig auf. Earpwald versuchte die Seinigen wieder nach vorn zu treiben, doch niemand schien mehr auf ihn zu hören. Als er endlich einen der Zentauren stellte, zog dieser seine Schwerter gegen den eigenen Anführer.

Bellona schrie voller Wut auf. Sie blickte zu den wenigen Highländern, die übrig geblieben waren und nun mit verwunderten Blicken die Flucht der Zentauren beobachteten. Allein diejenigen die ganz nahe der weißhaarigen Hexe gestanden hatten, rückten von dieser ab, so dass eine Bresche in ihren Linien entstanden. Bellona konnte die angstvollen Blicke sehen, die in die Richtung des Schwertes gesandt wurde. Die weißhaarige Hexe schaute auch den Zentauren nach… und steckte dann ihr Schwert wieder in die alte Scheide.

„Nein…NEIN", rief Bellona erbost. Sie hatte nicht vor, so leicht aufzugeben, so leicht ihr Ziel aufzugeben. Eben noch war ihr Ziel zum greifen nahe gewesen… und jetzt… Sie sah, wie der Anführer der Highländer zu der Hexe trat, erschrocken und doch mutig, und sie langsam aus der ersten Reihe zurückzog.

„Nein!"

Bellona schwang ihren Zauberstab.

STUPOR!"

Der Blitz aus ihrem Stab traf allerdings statt der Hexe, den Anführer, der vom Boden abhob und einige Meter durch die Luft segelte, ehe er ohnmächtig zu Boden fiel. Die junge Hexe schrie entgeistert auf und lief dem Mann hinterher, beugte sich über ihn, um festzustellen, ob er noch lebte.

‚Noch einmal entkommst du mir nicht!', dachte sich Bellona und schwang abermals ihren Zauberstab.

STUPOR!"

PROTEGO!"

Anstatt die junge Hexe zutreffen, die noch immer sich um den Anführer der Highländer kümmerte, wurde der Fluch abgewehrt. Bellona starrte verblüfft umher. Wie hatte die junge Hexe dies getan, wie hatte sie den Fluch abwehren können, ohne sie anzusehen, ohne ihren eigenen Zauberstab zu ziehen… wie war dies nur möglich? Im nächsten Moment begann der Baum um sie zu brennen… und Bellona wusste, dass jemand mit Hilfe eines Zaubers den Baum zum Brennen gebracht hatte. Schon lechzten die Flammen an ihren Haaren und an ihrem grünen Gewand. Ärgerlich verwandelte sie sich wieder in eine Krähe und stieß sich vom brennenden Baum ab. Mit einem weiten Bogen flog sie um die junge Hexe herum…

‚Da!'

Nun sah Bellona denjenigen, der wohl die Hexe geschützt hatte. Es war ein kleiner Mann mit einem spitzen alten Hut auf dem Kopf und einem langen weißen Bart, der sie ganz genau beobachtete.

„Du weißt gar nicht, mit wem du dich eingelassen hast, kleiner Mann", rief sie ihm entgegen… doch da hörte sie abermals einen Zauberspruch, der diesmal von der Hexe stammen musste.

OPPUGNAT!"

Im nächsten Moment begann das Wetter völlig umzuschlagen. Ein heftiger Wind schien aufzukommen, der scheinbar aus der Richtung der Hexe zu kommen schien. Bellona versuchte sich gegen diesen Sturm zu behaupten, doch er nahm immer mehr zu… so dass sie kaum in der Lage war, sich den beiden Zauberern zu stellen. Verärgert ließ sich sie schließlich vom Sturm mitreißen und verließ das Schlachtfeld, um in einem sichereren Gebiet ihre normale Gestalt wieder annehmen zu können.

‚Ich mag heute den Kürzeren gezogen haben… und auch meine Ziele mögen sich noch heute nicht erfüllt haben, aber ich werde zurückkommen und mich an denjenigen, die diese Schmach auslösten, rächen', sagte sich Bellona, ehe sie schließlich verschwand.

Ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Review-Antworten:

Lligam Vapors: Liebe/Lieber LLigam Vapors, ich danke dir für dein Review, dass du mir auf (so laut Internet) Katalanisch geschrieben hast. Ich finde es sehr schön, dass meine Geschichte auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes gelesen wird. Leider habe ich, trotz Internet, sehr wenig übersetzen können. Deshalb kann ich dir nicht alle Fragen beantworten, die du bezüglich Salazar und Godric in meiner Geschichte hattest, wie auch die über die Kreaturen, die du ansprachst. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn du dich bei mir meldest (vielleicht in Englisch.. wäre dies möglich?), so dass ich deine Fragen beantworten kann. Einen Wunsch erfülle ich dir auf jedenfall… ich werde so bald wie möglich weiter schreiben.

Fluffy: Nun Meurig und König Iago haben auf keinen Fall ihre Ziele aufgegeben. Doch bisher hatten sie nicht die Möglichkeit, sie wieder aufzunehmen. Von nun an wird sich dies allerdings wieder ändern… und leider wird Godric ihnen dabei auch ein wenig helfen… zwar bewusst, aber er wird nicht anders können. Doch … Spannung… mehr wird nicht verraten. Ich hoffe, dass du auch von diesem Kapitel begeistert sein wirst, auch wenn es diesmal nur um Helga geht. Natürlich freue ich mich über jedes Review… auch wenn es aus Zeitgründen etwas kürzer ausfallen würde.

Oooooooooooooooooooooooooooooo

Informationen zum Nachlesen:

Carnyx

Die Carnyx war ein Blasinstrument der eisenzeitlichen Kelten, von etwa 300 v. Chr. bis 200 n. Chr.. Sie ist eine hornartig gebogene Bronze-Trompete, die beim Blasen aufrecht gehalten wurde. Die Mündung ist meist als Wildschweinkopf geformt. Genutzt wurde die Carnyx bei Kriegszügen (evtl. auch bei Kulthandlungen), wohl um die Truppen zur Schlacht anzustacheln und den Feind mit einer Art akustischer Kriegsführung zu demoralisieren.

Taktik beim Reiterkampf

Reiterarmeen konnten feindliche Truppen auf Distanz mit Pfeilen überschütten und mussten sich nie auf Nahkämpfe einlassen. Langsamere Gegner ohne wirkungsvolle Fernwaffen waren oft chancenlos. So vernichteten die Reitertruppen des Partherreiches in der Schlacht bei Carrhae (53 v. Chr.) die Legionen des Crassus. Bei ihrem Einfall nach Zentral- und Westeuropa im 9. und 10. Jahrhundert verbreiteten die Ungarn als berittene Bogenschützen Angst und Schrecken im gesamten West- und Ostfränkischen Reich. Die Menschen fügten damals jedem Vaterunser den Satz an: "und befreie uns von den Pfeilen der Ungarn, oh Herr!" (de sagittis Hungarorum libera nos, domine). Die großen Schwächen berittener Bogenschützen waren ihr Platzbedarf und ihre leichte Ausrüstung. Wenn sie auf engem Raum zum Nahkampf mit besser gepanzerten Gegnern gezwungen waren, unterlagen sie meist. Außerdem waren sie nicht für die Teilnahme an Belagerungen geeignet. Gute Reitertruppen benötigten viel Ausbildung und sehr gute Pferde. Die klassischen Reitervölker wie Hunnen oder Mongolen lebten praktisch auf dem Pferderücken.

Die leichte Reiterei benutzte kleine, schnelle und wendige Pferde. Die Reiter trugen keine oder nur leichte Rüstung. Die klassischen Reitervölker benutzten kurze, starke Bögen von großer Kraft und Reichweite. Die sogenannten Kompositbögen der Reitervölker bestehen aus bis zu 16 verleimten Holz- und Hornteilen. Der Vorteil von Sehnen und Horn besteht in ihrer höheren Fähigkeit, Energie zu speichern und auch wieder (an den Pfeil) abzugeben. Die Effizienz eines solchen gut gebauten Kompositbogens mit entsprechender möglicher Formgebung ist höher als die eines konventionellen Bogens aus Holz, der bei identischem Layout sofort brechen würde. Mongolische und türkische Reiterbögen hatten ein Zuggewicht von durchschnittlich 75 Pfund und schossen speziell abgestimmte leichte Pfeile 500 bis 800 m weit. Diese Kompositbögen waren - entgegen der landläufigen Meinung - in Reichweite und Durchschlagskraft dem Langbogen durchaus ebenbürtig. Mittels spezieller "panzerbrechender" Pfeile war es beispielsweise den mongolischen Reitern möglich, auch schwere Rüstungen zu durchdringen.

Römische Kampftechnik

Ähnlich wie zunächst die Griechen kämpften die Römer in der Schlacht in zahlreichen Einzelkämpfen. Unter griechischem Einfluss gingen die Römer im Zuge der Servianischen Heeresreform dazu über, in geschlossener Schlachtreihe zu kämpfen. Bei ihnen war die Phalanx als Classis bekannt. Die Classis war nach der Panzerung und Bewaffnung der Soldaten gestaffelt, mit den schwer gepanzerten Kämpfern in den ersten Reihen und den leicht gepanzerten in den letzten Reihen. Mit ihren großen Schilden bildeten die Römer oftmals spezielle Formationen wie die "Schildkröte". Bis zum Untergang des Römischen Reiches kämpften die römischen Legionäre in geschlossener Schlachtreihe. Im Kampf gegen griechische Phalanx-Formationen waren die römischen Truppen meist überlegen, da ihre Schlachtordnung aufgrund der kleineren Formationen flexibler war. Die Römer warfen zunächst auf eine bestimmte Stelle der Phalanx ihre Wurfspeere, die Pila, und stürmten dann mit gezückten Kurzschwertern, den Gladii, in die so erzeugte Lücke.

OPPUGNAT

(lat.) Von oppugnare stürmen.

Mumien

Das Wort Mumie kommt aus dem Persischen und bedeutet „Wachs". Es bezeichnet Bitumen, ein Kohlenwasserstoffprodukt, das im Volksmund auch schwarzes Erdpech genannt wird. Seit dem Mittelalter war der Stoff "Mumia" in Europa bekannt, und zwar erstaunlicherweise als Heilmittel.

Am bekanntesten sind dabei natürlich die ägyptischen Mumien, die dadurch hergestellt wurden, dass dem Toten nicht nur die Organe ( bis auf das Herz) und das Gehirn herausgenommen und dem Körper Zedernöl und Natronlauge zugeführt wurden , so dass der Körper eintrocknete. Nach dreißig bis vierzig Tagen war so der Körper ausgetrocknet und wurde schließlich mit Salböl eingerieben und dann mit Binden umwinkelt. Andere Kulturen, wie Völker in Peru, konservierten durch Trocknen und Räuchern die Toten. Auch das Füllen mit Harzen, Ölen oder mit natürlichem Asphalt war eine verbreitete Behandlungsmethode. Bereits 2000 Jahre vor den Ägyptern mumifizierte das Volk der Chinchorro, eine Fischer-Gemeinschaft an der pazifischen Küste zwischen Chile und Peru, seine Toten. Tote wurden aber nicht nur durch Einbalsamieren mumifiziert. Auch ausgetrocknete und unbehandelte Körper sind Mumien. Bevor Einbalsamierungs-Experten die Technik der Mumifizierung perfektionierten, begruben die Ägypter ihre Toten einfach im Wüstensand: Trockenheit und Hitze entzogen den Körpern die Flüssigkeit – Verwesungsbakterien hatten keine Chance. Auf natürliche Weise wurde auch der Jungsteinzeitmensch "Ötzi" konserviert. Erst 1991, nach über 5.000 Jahren, gab ihn ein Gletscher wieder frei. Im brandenburgischen Kampehl liegt seit 300 Jahren die Mumie des Ritters Christian Friedrich von Kahlbutz. Der Sage nach sollte er wegen eines Meineids vor Gericht "nie verwesen". Die Ursache seiner Mumifizierung ist bis heute ein Geheimnis geblieben.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Personen, die in diesem Kapitel der Geschichte Nosce te ipsum, 2. Buch, vorkommen. Die Personen, die kursiv geschrieben sind, sind erdacht (entweder von JKR oder von mir)

Aelfstan

Bischof von London, nachdem Dunstan den Titel abgab, um Erzbischof von Canterbury zu werden. Ratsmitglied der Wölfe, stirbt 996 n. Chr.

Bellona

Ratsmitglied der Wölfe von 963 n. Chr., sie gehört dem Clan der Baobhan-Sith, von Vampiren an

Cedric Mac Maíl Coluim

Vetter von König Dubh, späterer Ehemann Helgas

Culen mac Induff

Gegner Dubhs, König von Schottland von 967 bis 971

Dubh Mac Mail Coluim

König von Schottland von 962-967.

Dunstan

Erzbischof von Canterbury, ehemaliger Abt von Glastonbury

Eadberth

unehelicher Bruder Eadwigs und Edgars, wurde von Bischof Aelfsige ausgebildet.

Earpwald

Führer der Zentauren. Verbündeter des schwarzen Eldormannes

Edgar

seit 959 König von England, Sohn Edmunds

Fionnlagh mac Keith

Stratege von Cullen mac Induff.

Godric ap Maredudd

Sohn des Herrn von Tenby und Gryffindor, einer der Gründer

Gyrth ap Godric

Sohn Godric Gryffindor

Helga Hufflepuff

eine der vier Gründer Hogwarts

Iago ap Idwal Foel

König von Gwynned

Melangell

Ehefrau Godrics, Tochter von Gwefrfawr ap Sywno, Zaubermeister von Gwynedd

Osdryd

Tochter Godrics und Melangell

Rhodri ap Idwal Foel

walisischer Prinz von Gwynedd, Bruder Iagos

Richard Eriugena

Heiler und Arzt, Ausbilder Helgas

Rowena Ravenclaw

eine der vier Gründer Hogwarts, Äbtissin des Klosters Wilton

Salazar Slytherin

jüngerer Sohn Solmens von Slytherin, Spion im Bund, Gründer Hogwarts

Solmen

Edorman von Cornwall, Graf von Slytherin, Vater Salazars, Ratsmitglied der Wölfe

Wulfthrith

Schwester im Kloster Wilton, Geliebte König Edgars