Ich möchte schon mal im Vorraus betonen, dass dieses Kapitel und das folgende zusammen gehören. Sie wurden in zwei Teilen geschrieben, da ich fand sie passen nicht ganz zusammen! Ich möchte mich auch gleich noch für die Reviews bedanken und hoffe ich schreibt noch ein Paar mehr! ( :
Renesmees POV: zerberstendes Porzellan
Nach dem ich abermals den Traum der völligen Leere gehabt hatte, entschloss ich mich, von den Gedanken an ihn Abschied zu nehmen. Doch innerlich wusste ich, dass ich das niemals schaffen würde. Ich wechselte meine Stimmung von Trauer zu Wut, auch wenn mir diese zum Verhängnis werden konnte.
Widerwillig stand ich auf, zog mich an, machte mich fertig, ...für einen langen, depressiven und verachtungswürdigen Tag. Ich schnappte mir die selben Klamotten wie am Vortag und machte mir wieder einen Pferdeschwanz, dann nahm ich meine Tasche über die Schulter und ging hinaus. Hinter mir krachte ich die Tür zu.
Ich war eine Zeitbombe, die nur darauf wartete jemanden zusammenzuschreien und ihm mit Worten einen Schlag ins Gesicht zu verpassen. Ich rannte die Treppen hinunter, ich wollte Frühstücken gehen. Plötzlich trat mir Aro in den Weg, ich war so in meine Wut vertieft, dass ich ihn vor Schreck fast weggestoßen hätte. ,,Renesmee, wie schön dich zu treffen!", in seinen Augen funkelte Vorfreude. Ich konnte ahnen, dass ich etwas tun musste, etwas... um mich zu beweisen. Das hatte mir gerade noch gefehlt!
,,Würdest du mich bitte begleiten.?", das war keine Frage. Ich nickte und trottete hinter ihm her. Wir kamen in den Raum, wo die Gemetzel stattfanden und in dem die drei "Throne" sich befanden. Zwei der Wachen hielten einen dunkelhaarigen Mann fest, welcher auf dem Boden kniete und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. ,,Er hat uns gebeten sein Leben zu beenden, und da er keine besonderen Gaben besitzt, wollen wir ihm diesen Wunsch erfüllen.", er sah mich beim Reden nicht an. Als wir vor dem todesfreudigen Vampir stehen blieben, reichte mir Aro seine Hand. Mom hatte mir die wichtigsten Gaben der Volturi erzählt. Auch die von Aro. (Dummerweise hatte sie die von Alec anscheinend vergessen.) Ich tat als hätte ich die Geste nicht bemerkt und er ließ die Hand fallen. Ich merkte wie schnell ich die offensichtlichen Grenzen überschritt und war glücklich noch nicht an der Stelle des vor uns knienden Mannes zu sein.
,,Renesmee. Wir haben uns gedacht, dass du das übernehmen könntest?" ,,Gibt es keine Vampire, denen das mehr zu sagt? Sicherlich gibt es doch...die gewissen Personen, die ihren Spaß damit hätten.", und schon wieder eine Grenze überschritten, WIEDERREDE! ,,Ja...sicherlich.", sagte er nachdenklich, jetzt hatte er seine rot leuchtenden Augen auf mich gerichtet. ,,Es gibt einige in unseren Reihen, denen es... große Freude bereitet das Leben eines anderen zu beenden.", sein Blick wanderte zu Caius und dann rüber zu Jane. Alle im Raum sahen mich neugierig an und die meisten lachten teuflisch. „Aaaaaaber...wir müssen natürlich sicher gehen, dass es jeder im Notfall über sich bringen könnte... . Es ist doch kein Problem für dich. Oder, Renesmee?", er zog eine Augenbraue hoch und grinste mich dann an. ,,Nein, ich wollte nur sicher gehen, dass ich keinem den Spaß verderbe!", heute war kein guter Tag für Reue.
Ich setzte zum Sprung an, um ihn zu töten, ihm den Kopf abzureißen... um den letzten Teil meiner Unschuld fallen zu lassen. Ich knurrte tief und bedrohlich, als ich auf seine Schulter sprang. Ich drehte seinen Kopf langsam und genüsslich nach Rechts und sah zu wie sein Hals langsam Risse bekamen. Er schrie auf, als hätte er es sich nicht so schmerzhaft vorgestellt. Seine Schreie machten mich noch wütender, abermals knurrte ich und riss dann seinen Kopf entgültig ab. Ich schmiss ihn in den hinteren Teil des Zimmers und es klang als würde Porzellan zerbersten. Ich sprang zurück, lief auf Aro zu und sah ihn gleichgültig an. ,,Darf ich gehen?", er nickte ein wenig erstaunt, doch gleich trat ein breites Lächeln auf sein makelloses Gesicht und dann sagte er:,, Felix, verbrenn ihn!". Mit eisernen Schritten und kalter Miene verließ ich den Raum. Verdutzte und überraschte Blicke sahen mich von allen Seiten an. Ich hätte mir denken können, dass sie mir so etwas nicht zugetraut hätten... .
