Kapitel 25 One last time

„Da oben ist es?" fragte Shizuo und blickte zu einem riesigen Wolkenkratzer hinauf, der erst vor kurzem gebaut wurden war und als eines der höchsten Gebäude in diesem Teil der Stadt galt.

Nicht auszudenken, was passieren würde, sollte dieser einstürzen...

„Ja, er ist der letzte und wahrscheinlich auch kritischste Punkt auf der Karte. Sie haben diesen Anschlag wirklich gut geplant. Wären alle Bomben hochgegangen, hätte es Ikebukuro wohl zum Großteil nicht mehr gegeben."

Das war doch einfach krank. Tausende von Menschenleben und für was?

Ja, für was eigentlich? Fragte sich Shizuo unweigerlich. In dem ganzen Chaos hatte es ihn nicht weiter interessiert, aber nun wunderte er sich doch, wofür diese ganze Zerstörung gut sein sollte.

Izaya zuckte bei dieser Frage nur mit den Schultern: „Wer weiß...Diese Typen brauchen normalerweise keinen Grund, wenn sie etwas zerstören wollen."

Tolle Antwort...

Shizuo war genau so schlau wie vorher. Trotzdem wurde er das Gefühl nicht los, dass es einen ganz bestimmten Grund geben musste, warum sie das taten. Es konnte ihm niemand weismachen, dass all dies bloß durch pure Zerstörungswut entstanden war.

Nein, so etwas wurde nicht so präzise geplant.

Und vielleicht würde sie, sobald sie diese letzte Bombe entschärft hatten, endlich ein paar Antworten erhalten.

Anders als das Einkaufszentrum war dieses Gebäude menschenleer. Zwar war es bereits fertiggebaut, aber noch standen die Räume leer.

Shizuo war dankbar für diese Tatsache, das letzte was sie jetzt noch gebrauchen konnten, war eine Geiselnahme...

„Wo müssen wir hin?" fragte er, als sie die Treppen hinaufliefen. Noch war die Elektrizität in diesem Gebäude nicht angestellt, so dass ihnen nur die Treppe blieb.

„Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, sollte die Bombe im vierzigsten oder einundvierzigstens platziert wurden sein. Dort ist die Konstruktion des Gebäudes am schwächsten."

„Warum gerade dort?"

„Sparmaßnahmen vermute ich. Alles in allem ist das Gebäude sehr stabil gebaut und hällt auch den stärksten Erdbegen stand, aber dieses Stockwerk bildet aus unerfindlichen Gründen eine Ausnahme. Wenn sie dieses also wirklich sprengen wollen, ist es wohl das beste es dort zu versuchen."

„Diese Typen wissen erschreckend gut bescheid."

„Ja und das macht mir Sorgen. Diese Information ist streng geheim und mit Ausnahme der Baufirma und der Investoren weiß niemand davon. Und ich vermute, dass es auch niemals an die Öffentlichkeit dringen sollte...Das kann nur bedeuten, dass diese Typen wahrscheinlich die gleichen Informationsquellen haben wie ich und das macht mir Sorgen."

„Soll heißen, dass es wirklich eine Falle war in die du wie geplant getappt bist."

„Ja...scheint als ob eine meiner Quellen mich wirklich aus dem Weg räumen will...aber darum können wir uns immer noch kümmern. Für den Moment sollten wir uns ersteinmal nur auf diese Terroristen konzentieren"

„Wenn nur nicht all diese verfluchten Treppen wären..." knurrte Shizuo.

„Was? Sag bloß du bist schon außer Puste. Das würde mich jetzt aber wirklich überrachen," lachte Izaya. Natürlich schien ihn die ganze Rennerei überhaupt nichts aus zu machen, obwohl er vor kurzem kaum in der Lage war, auf eigenen Beinen zu stehen.

Shizuo hätte beinahe laut aufgelacht. Und hier behauptete der Informant ständig, das er ein Monster sei, aber scheinbar war es mit seiner Menschlichkeit auch nicht so gut bestimmt.

Noch ein Mysterium, von dem er hoffte, dass es nach dieser ganzen Sache vielleicht gelöst wurde.

„Da wären wir...bereit Shizu-chan?"

„So gut wie man sein kann."

Mit einem gezielten Tritt öffnete er die Tür zu der Ebene. Sie wurden von vollkommener Leere begrüßt. Die komplette Ebene war weitläufig und es war schwer sich vorzustellen, wie es wohl aussehen würde, wenn sie die ganzen Möbel eingeräumt hatten.

„Man könnte behaupten, dass es einfach wäre, eine Bombe in einem vollkommen leeren Raum zu finden, aber ich vermute, dass es nicht so einfach wird. Besonders, da wir uns nicht sicher sein können, ob diese sich wirklich in diesem Stockwerk befindet oder in dem über uns. Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn wir uns aufteilen und dem anderen bescheid geben, sobald wir sie gefunden haben."