Nabend...
Okay, es lag nicht an der Leistung meiner Betas, dass ihr trotz allem zu lang warten musstest. Ich kriege momentan nichts auf die Reihe... °schämt sich°
Heute wird's allerdings etwas fröhlicher. Und: Es ist ein Severus-Pitel. °grinsel° Hm, na ja, was klar wird, ist wohl, dass er hier OOC ist. Also schimpft ruhig. Ist mir eh schnuppe. °fg°
Nun erst mal...
Danke an...
- meine Beta Svenja und die neue, zweite Beta Meg
- Megchen: So, nun habe ich das geändert... Sev findet Jimmy nun „niedlich". Als ich deinen Kommi gelesen hab, musste ich daran denken, dass das Wort süß den Weibchen vorbehalten ist. :D-
- Berendis: Wie meintest du das mit der Beschreibung? Meintest du Handlung oder..? °verwirrt°
- honeyflower: Ups... °verlegen° Ich wollte keine Erinnerungen an so furchtbares wie Liebeskummer wecken... °seufz° Sorry!
- Karin: °hmpf° Ich bin leider noch nicht zum Weiterlesen gekommen. Mein PC spinnt laufend. °seufz° Und meine Druckerpatrone ist auch alle, als dass ich Teile der Story ausdrücken könnte... Aber ich review dir wieder, versprochen. Ich vergess es nicht!
- Tarivi: Caro... °murmel° Hermine ist nicht schwanger! °argh!°
- annkristin: Okay... da haben wir absoluten Mist gebaut. Ich habe vergessen zu erwähnen, wie sehr ich Zartbitterschokolade hasse. °räusper° Tut mir leid, ich weiß, du hast es gut gemeint. °seufz° °knuddel°
- Loki Slytherin: Soll ich dir was erzählen? Du bist auf der richtigen Fährte. :)
- SnapeSeraphin: Du bist nicht die Einzige, die meine Schlusssätze ärgern. Aber sie gehören eben in diese Story. Und sie werden abnehmen, ein wenig... :)
- Bluefurryelf, backpulver, moonshine88, Jessy2104, Noel McKey, Nina, Tineodia, mrsgaladriel, RoryElli und vava
Danke an alle, die sich noch mal an der Umfrage beteiligt haben. Aber ich hab's aufgegeben. Bin ein Softegg, jaah. Ihr werdet ja sehen, was da kommt. °hehe°
Danke für die vielen, durchweg positiven Reviews. °freudestrahl°
Grüßlis,
eure LeakyC
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26. Verwandlung
Weihnachtsferien. Ruhe. Festlichkeiten. Hogwarts umringt von Schnee. Und Arbeit. Wohltuende Arbeit. Ablenkung.
Severus versuchte mit allen Mitteln, das Geschehene zu verdrängen. Es gelang ihm ganz gut, solange er allein in seinem Kerker hockte und arbeitete. Immerhin hatte er eigentlich genug zu tun, um sich drei Wochen am Stück zu beschäftigen. Irgendwann musste der Mensch ja auch mal schlafen und essen. Dennoch verging die Zeit viel zu langsam - und wiederum auch zu schnell. Wenn Hermine wiederkam, musste er sich erneut mit allem, was sie umgab, auseinandersetzen, und solange sie nicht da war, galt es, die Gedanken an sie zu verdrängen. Sich in Arbeit zu stürzen, war die einzig logische Folge, doch der Stapel an Aufsätzen schrumpfte jeden Tag und mit seiner Animagi-Forschung konnte er nicht fortfahren, bis Jimmy eintraf. Es war zum Verzweifeln...
Weihnachten und auch Neujahr war es sehr still im Schloss. Zwar brachte Dumbledore wie jedes Jahr ein unverschämt großes Menü auf den Tisch und hatte sich wie erwartet die eine oder andere Überraschung für die bleibenden Lehrer ausgedacht, aber wenn es nach Severus gegangen wäre, hätte er über die Feiertage im Stress sein dürfen, immerzu beschäftigt.
Dann hätte er auch diese verdammte Grußkarte der Grangers vergessen. Aber so hatte er davor gesessen, sie angestarrt, den Schriftzug Wir wünschen Dir wunderschöne Feiertage und ein gutes, neues Jahr! Jaqueline & Christian Granger immer und immer wieder gelesen und das Erste und Einzige, was ihm dazu eingefallen war, war gewesen, dass Hermine nicht unterschrieben hatte.
Wütend über seine Sentimentalität hatte er den Tonkarton vom Tisch gefegt und das Büro verlassen. Es war einfach zum Verzweifeln mit ihm. Da spielte irgendeine übersinnliche Macht ganz fiese Streiche mit ihm und er, der sich immer im Griff gehabt hatte, musste sich plötzlich mit solchen Gefühlen wie Enttäuschung und Melancholie herumschlagen. Er, gerade er!
So war er froh, als in der letzten Ferienwoche schon die ersten Schüler zurückkehrten, die seiner Aufsicht bedurften.
Drei Tage vor Schulbeginn traf auch Jimmy Rosenbaum ein. Nun begann seine Arbeit mit dem Jungen.
Dazu musste der Ravenclaw ein paar Tage bei ihm wohnen, wie er sich überlegt hatte. Andernfalls müsste er sich nachts zu den Jungen in seinem Schlafsaal setzen und ihn dort beobachten.
Natürlich war das Zusammenleben weder für Severus noch für den Jungen wirklich angenehm, aber sie schafften es einigermaßen, sich zu arrangieren. Tagsüber konnte Jimmy durchaus bei seinen Freunden sein, nur abends nach dem Essen musste er sich dann zu Severus in seine Gemächer begeben, woran sich der Junge vorbildlich hielt.
Severus hatte mit Hilfe einiger Zaubersprüche sein Schlafzimmer vergrößert und ein weiteres Bett hinzugefügt, auf dem Jimmy bis zum Schlafen saß und las. Er war ein ungewöhnlich ruhiger und freundlicher Junge und Severus hatte keine Probleme mit ihm, weil er ihn arbeiten ließ und sich, wie sein Lehrer ihm gesagt hatte, selbst bediente, wenn er etwas brauchte.
Schon in der zweiten Nacht geschah dann die Verwandlung.
Severus saß an seinem Schreibtisch und hatte gerade den letzten Stapel Aufsätze beendet. Er lehnte sich zurück und warf einen Blick durch die offene Tür ins Nebenzimmer, wo Jimmy erneut ruhig lesend auf dem Bett hockte. Niedlich war er schon, mit seinen braunen Haaren und den aufmerksamen bernsteinfarbenen Augen.
Doch plötzlich wischte er sich mit einer Hand über die Stirn. Er schien zu schwitzen.
Severus warf einen Blick auf sein Thermometer; es waren gerade mal 22°C im Raum. Still blieb er sitzen.
Nun verzog Jimmy das Gesicht; er hatte eindeutig die Ahnung, dass etwas vor sich ging. Dennoch blieben seine Augen auf dem Buch haften.
Vorsichtig stand Severus auf und schlich zur Tür. Von dort aus beobachtete er ihn weiter.
Der Junge schien gar nicht zu merken, wie sich sein Gesicht verformte, seine Haut plötzlich von Federn übersät war. Als seine Arme schrumpften, fiel ihm das Buch aus der Hand und er blickte auf.
Genau diese Szene hatte er auch Severus geschildert. Aber er schien nicht im Geringsten Schmerzen zu haben.
Die Verwandlung dauerte eigentlich nur wenige Sekunden, dann saß ein wunderschöner Falke auf dem Bett, neben dem Buch, in dem Jimmy eben noch gelesen hatte. Severus aber kam es vor, als wäre er Zeuge eines Naturschauspiels geworden.
Er betrat vorsichtig den Raum, um das Tier nicht zu erschrecken. Trotzdem bemerkte der Animagus ihn sofort und flog auf.
Severus hastete zum Fenster hinüber, das aus irgendeinem Grund offen stand. Dann blieb er ruhig stehen und streckte den Arm aus. Vielleicht kam der Vogel von allein zu ihm. "Nun komm schon. Du kennst mich, ich tu dir nichts."
Aber der Falke ließ sich nur auf seinem Bücherregal nieder und sah von dort aus misstrauisch auf ihn hinab.
Severus überlegte. Er musste ihn fangen, sonst bekam er die Feder nicht und konnte den Zaubertrank nicht beenden.
Da kam ihm eine Idee. Er ging aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich. Dann verließ er sein Büro und eilte einen Gang weiter in den Klassenraum. Dort nahm er eine Maus aus einem der Käfige und lief schnell zurück.
In seinem Schlafzimmer saß der Falke derweil wieder neben seinem Buch und pickte darauf ein.
"Nur zu, zerstör es. Davon wirst du auch nicht wieder Mensch.", meinte Severus trocken und hielt dem Tier die Maus vor die Nase.
Der Vogel kreischte los und der schwarzhaarige Mann trat einen Schritt zurück, lockte ihn. "Na komm." Er streckte den Arm aus.
Der Animagus flog los, landete etwas unsicher auf seinem Arm und reckte sich sofort nach dem kleinen, quietschenden Tier, das Severus am Schwanz in der anderen Hand festhielt.
Vorsichtig, aber auch nicht zu langsam, ging Severus zu dem schon bereitgestellten Käfig und ließ die Maus hineinklettern. Der Vogel folgte ihr sofort und Severus konnte die Tür schließen.
Danach schnappte er sich die Maus, die inzwischen schon durch die Gitterstäbe hindurch geflüchtet war und einzig und allein der Falke blieb kreischend zurück.
Zufrieden mit sich brachte Severus die Maus zurück in den Käfig zu ihren Artgenossen und machte sich dann, nachdem er dem Animagus noch hinterlistig eine Feder ausgerissen hatte, daran, seinem Zaubertrank den letzten Schliff zu verleihen.
Zum Schluss galt es, ein wenig der schaurig orangefarbenen Flüssigkeit in eine Kapsel zu füllen und diese in einem Stück Fleisch zu vergraben, damit der Animagus sie fraß.
Severus ließ das Tier frei und legte das rohe Fleisch auf den Buchdeckel auf dem Bett. Dann verließ er den Raum, lugte durch eine kleine Spalte.
Der Vogel saß eine Weile misstrauisch vor dem Fressen, dann knabberte er daran und verschlang es schließlich ganz. Kaum hatte er den letzten Bissen heruntergeschluckt, saß auch schon wieder ein zerzauster Jimmy auf dem Bett. Die Rückverwandlung schien um einiges schneller zu gehen.
Verwirrt sah der Junge sich um und starrte Severus mit großen Augen an, als der den Raum erneut betrat.
"Keine Angst, wir haben's geschafft.", beruhigte ihn der Zaubertrankmeister lächelnd. "Komm, wir holen dir mal was zur Stärkung."
Zögerlich folgte der dunkelhaarige Junge ihm und sank in seinen großen Sessel vor dem Kamin. Severus reichte ihm eine Tasse Schokolade und setzte sich auf einen Stuhl neben ihn.
"Du bist ein sehr schöner Animagus, das muss ich dir ja lassen, aber ganz schön hinterlistig.", meinte er schmunzelnd und deutete auf einen kleinen Kratzer auf seinem Arm.
"Tschuldigung.", nuschelte der Zweitklässler.
Severus lächelte nur. Er wartete, bis der Junge ein wenig ruhiger geworden war und führte dann ein langes Gespräch mit ihm.
Jimmy hatte Angst, die Severus ihm ein wenig nehmen konnte. Er beruhigte ihn, erklärte ihm den Umgang mit Animagi, dass sie keine Nachteile hatten, wenn sie ihre Fähigkeiten unter Kontrolle hatten, dass sie sogar wirklich etwas Besonderes waren. Als er ihm schlussendlich noch erzählte, dass er selbst ein Fan von Animagi war und den Jungen beneidete, schaffte er es sogar, dass Jimmy stolz war. Zusammen einigten sie sich darauf, mit seinen Eltern darüber zu reden, zusammen die Meldung fürs Ministerium zu machen und auch gemeinsam zu Dumbledore zu gehen.
Irgendwann, nachdem sie alles geklärt hatten, und der Junge seine Schokolade geleert hatte, schlief er im Sessel ein. Severus war gerade dabei gewesen, in seinem Schlafzimmer wieder Ordnung herzustellen, und als er zurückkam, hatte sich Jimmy zusammengerollt und schlief friedlich.
Schmunzelnd deckte Severus ihn zu und ging selber schlafen.
Das war geschafft. Morgen würde er einen Zaubertrank entwickeln, den der Junge täglich einnehmen konnte, bis er eine Schulung belegt hatte und mit seiner Fähigkeit umgehen konnte. Minerva konnte stolz auf ihn sein. Er hatte durchaus Fingerspitzengefühl bewiesen und vor allem hatte er Recht gehabt. Aber das würde sie natürlich nie zugeben.
Zufrieden lächelnd lag er auf seinem Bett. Er fühlte sich gut. Und in zwei Tagen war die Schule wieder voller Schüler, voller Lärm, der gewohnte Alltag, Arbeit, Ablenkung von ... Hermine.
Fluchend setzte Severus sich auf. Verdammt! Er hatte nicht daran gedacht.
Seufzend ließ er sich zurück ins Kissen sinken. Die Weihnachtskarte lag noch immer unter dem Tisch neben seinem Sessel, wo sie hingesegelt war, nachdem er sie vom Tisch gefegt hatte. So hatte er sich auch nicht bedankt. Das machte wieder einen Wahnsinnseindruck. Und wenn er etwas dagegen tun wollte, musste er mit Hermine reden.
Während er also in seinem Bett lag und darauf wartete, einschlafen zu können, wurde Severus klar, dass er nun ein Problem hatte...
oOoOo
…to be continued...
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